Mir ist aber auch bewusst, dass wir nicht immer diese Gemeinschaft an jedem Ort haben können.
Und dass wir nicht mit jedem alles teilen. Das ist ganz klar.
Aber ich denke, die Bibel macht deutlich, dass es so wichtig ist, dass wir diese Gemeinschaft haben,
wo wir uns einander öffnen können und wo wir Anteil am Leben des anderen nehmen.
Ganz, ganz herzlichen Dank für das wunderbare Musikstück, das uns daran erinnert,
dass wir in der Gegenwart Gottes still werden dürfen.
Dass wir sicher sein können, er ist ein Gott, der für uns da ist.
Und da können wir uns auch jeden Tag, aber auch ganz besonders am Sabbat daran erinnern,
dass wir diesen Gott haben, der bei uns ist, der uns begleitet
und der uns auch in Momenten, wo es vielleicht um uns herum stürmt,
trotzdem Ruhe schenkt, dass wir still werden dürfen vor ihm.
Ich darf euch alle ganz herzlich willkommen heißen, wünsche euch einen wunderschönen Sabbat.
Freut mich, dass wir gemeinsam den Gottesdienst auch feiern und erleben dürfen.
Auch ein herzliches Willkommen an die Zuseher im Livestream.
Es ist schön, hier zu sein. Für mich ist es ja noch immer Neuland, ich gewöhne mich langsam an die Dinge.
Ich bin schon in den Gemeinden, denen ich dienen darf, denke ich, gut angekommen.
Wir haben schon schöne gemeinsame Erlebnisse auch erlebt und es ist schön, hier zu sein.
Wie gesagt, das mit dem Wetter, da muss man sich wieder ein wenig dran gewöhnen.
Und ich habe es ein wenig mit Schmunzeln gelesen.
Es war irgendwann diese Woche, die Sonne ist wohl dran, ihre Überstunden abzubauen.
Habe ich schmunzeln müssen, ja, das ist irgendwie lustig.
Aber es gibt ja zum Glück so manche Berge in der Nähe, wo man der Sonne entgegen gehen kann,
auch wenn es hier in der Gegend auch neblig ist.
Aber es ist schön, gemeinsam den Gottesdienst zu feiern.
Ganz egal, welches Wetter draußen ist, einfach zu wissen, wir dürfen zusammenkommen
und die Möglichkeit, Gott gemeinsam besser kennenzulernen.
Ich möchte euch mitnehmen heute Morgen an einen Ort, wo es noch viel unwirklicher ist als hier im Innenviertel.
Es ist Nacht, es ist finster, es ist kalt, die Polarlichter erhellen den Himmel.
Und Nacht hat hier eine ganz besondere Bedeutung.
Sie dauert Tage, Wochen, sogar Monate.
Eisiger Wind pfeift über die Köpfe und jeder einzelne von ihnen ist ein Held.
Mutig stehen sie da, tausende von männlichen Kaiserpinguinen.
Es sind faszinierende Lebewesen und seit dem Film Die Reise der Pinguine auch weltweit bekannt geworden.
Etwa ein Meter groß, ungefähr ein Meter in der Größe, circa 40 Kilogramm.
Und was für mich faszinierend ist, sie können bis zu 500 Meter tief tauchen.
Das ist eine ganze Leistung, die sie hier machen.
Sie leben in der Antarktis, aber Wochen zuvor hat das Weibchen ein Ei gelegt und überlässt es ihrem Partner, dem männlichen Pinguin.
Und der bettet das Ei in die Hautfalte über den Füßen.
Und jetzt gibt es nur mehr eine Aufgabe, das Ei warm halten.
Die Temperaturen sinken, die Stürme kommen und zwei Monate dauert die Brut.
Es gibt nichts zu fressen und der Mann verliert bis zu ein Drittel seines eigenen Körpergewichts.
Wie überleben die Pinguine diese schwierige Zeit?
Das eine ist, sie haben ein sehr dichtes Gefieder.
Die Federn sind sehr eng auch miteinander und die Federspitzen überlappen sich so ein wenig wie Dachziegel.
Und die Daunen bilden so ein warmes Unterhemd, könnte man sagen.
Mit Öl reiben sie sich die Federn ein, damit sie schön geschützt sind von Wasser und Wind.
Man kann sich das auch wie eine Thermoskanne vorstellen, so einem Pinguin.
Innen ist er warm, 39 Grad Körpertemperatur.
Und durch die dicke Fettschicht, die er hat, weil er sich so gut vollgegessen hat, ist außen kühl, aber es geht ihm gut.
Und dann drängt sich aber die Gruppe so zusammen, dass es fast keine Bewegungsfreiheit mehr gibt.
Der Fotograf der Bilder beschreibt es so, es ist natürlich ein tolles Schauspiel und unerwartet ruhig.
An sehr kalten Tagen sind die Tiere sehr auf Energiespann aus und es gibt kaum Rufe oder Geräusche.
Lediglich das Kratzen der Fußkrallen über den Eisboden ist als leichtes Knirschen zu vernehmen.
Definitiv Gänsehautmomente.
So bestehen sie Temperaturen von minus 50 Grad und stürmen bis zu 180 Kilometer pro Stunde, weil sie gemeinsam dastehen.
Und dann gibt es Momente, wo sie langsam beginnen, in einer Art Wellenbewegung die Position zu verändern.
Dass ganz langsam jemand beginnt, die Position zu verändern.
Und die, die außen sind, bewegen sich langsam nach innen und die, die innen sind, bewegen sich langsam nach außen.
Damit jeder an der kostbaren Wärme Anteil haben kann.
Und dann kommt endlich der große Moment.
Das Küken schlüpft.
Es bleibt im Schutz des Papas, wird zuerst von ihm auch gefüttert.
Und nach dem langen Winter geht die Sonne wieder.
Die Mütter kommen auch wieder zurück.
Sie haben sich mit Fischen den Bauch vollgeschlagen und jetzt beginnt das große Futtern.
Man fragt sich noch ein wenig, wie erkennen die Mütter, wer ihr Partner und das Baby ist?
Sind das die Rufe? Die Vermutung, dass jeder seinen eigenen Ruf hat?
Und dann beginnt letztendlich die ganze Geschichte von vorne und die Vorbereitung für den nächsten Winter beginnt.
Trotz Dunkelheit und Kälte, sie überleben durch Gemeinschaft.
Ich möchte mit euch heute in meiner Predigt über das Thema Gemeinschaft nachdenken.
Was bedeutet es in der Bibel, Gemeinschaft zu haben?
Warum ist Gemeinschaft auch so wichtig und wie können wir Gemeinschaft leben?
Ich bin dem Fotografen und Physiker Stephan Christmann sehr dankbar.
Er hat die Kaiserpinguine, eine der größten Kolonien, auch über den Winter begleitet,
ein Bildband herausgegeben und hat mir auch die Möglichkeit gegeben, die Bilder zu zeigen.
Ich bin sehr dankbar, diese Möglichkeit zu haben, die Bilder zu zeigen.
Überleben durch Gemeinschaft.
Wenn wir die Bibel hineinschauen, dann wird uns klar, dass eine Zeit der Kälte vor uns liegen wird.
Und damit meine ich nicht irgendwie eine Klimakrise, sondern Jesus sagt, die Liebe wird in vielen erkalken.
Aber wir dürfen auch wissen, dass gerade in dieser Zeit Gott wirken wird wie nie zuvor.
Ich möchte mit euch beginnen ganz am Anfang in der Bibel, im ersten Buch Mose, Kapitel 1.
Wenn ihr eine Bibel mithabt, könnt ihr gerne aufschlagen, erstes Buch Mose, Kapitel 1.
Und hier haben wir den ersten Vers.
Da heißt es, am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Und wenn ich mir die Schöpfung so anschaue, dann ist schon interessant,
dass Gott nicht das Universum geschaffen hat, da gibt es den Planeten der Tiere,
und dann gibt es den Planeten der Pflanzen, und dann gibt es den Planeten des Wassers,
und dann gibt es den Planeten der Menschen, alles schön isoliert.
Gott hat die Schöpfung so gemacht, dass sie miteinander in Beziehung steht,
dass sie miteinander interagieren, dass das Licht notwendig ist für die Pflanzen,
dass die Pflanzen wieder für die Lebewesen notwendig sind,
dass wir auch als Menschen einander brauchen, dass Tiere einander brauchen untereinander.
Gott hat die Schöpfung so angelegt, dass alles in Beziehung zueinander steht,
dass Gemeinschaft da ist und notwendig ist.
Und dann kommen wir zu Vers 27 in Kapitel 1, wo es heißt,
Und Gott schuf den Menschen, ihn zum Bilde Gottes schufe ihn,
und er schuf sie als Mann und Frau.
Und da sehen wir die zwei Elemente, die eigentlich gleich am Anfang der Bibel da sind.
Die Beziehung zwischen Gott und Mensch.
Gott schuf den Menschen, ihn zum Bilde Gottes.
Der Mensch, der die Möglichkeit hat, mit Gott in Beziehung zu treten.
Der Mensch, der die Möglichkeit hat, mit Gott in Gemeinschaft zu treten.
Und dann wird uns hier gesagt, er schuf den Menschen Mann und Frau.
Und auch hier ausgelegt auf Beziehung, ausgelegt auf ein Miteinander.
Und diese zweifache Gemeinschaft ist von Anfang an angelegt.
Gott und Mensch und Menschen untereinander.
Doch wenn wir in der Bibel weiterschauen, dann dauert es nicht lang,
dass zuerst die Beziehung zu Gott vom Menschen gebrochen worden ist.
Diese Beziehung, wo Harmonie da war,
wo sie in der Liebe Gottes geborgen waren,
die von Menschenseite her gebrochen wurde
und daraus resultierend auch die Beziehung unter den Menschen begonnen hat zu kriseln.
Adam und Eva, statt Harmonie und Nähe, verstecken sie sich.
Sie haben Angst, sie merken irgendwie, da ist etwas passiert.
Und in weiterer Folge, Adam und Eva, ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte sehr gut,
die Anklage, das Verschieben von Schuld, der Streit innerhalb einer Familie, der dann beginnt.
Und bis heute ist es das als Hauptproblem unserer Gesellschaft.
Es ist die Beziehung zu Gott, die zerstört ist
und daraus resultieren die Beziehungsprobleme in unseren Beziehungen.
Und ich bin so dankbar, dass Gott da nicht stehen geblieben ist.
Die Bibel berichtet uns im Kapitel 3, wenn wir einmal umblättern,
oder vielleicht zweimal, je nachdem, welche Bibeln ihr habt,
in Kapitel 3, Vers 8 und 9
Und sie hörten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten ging, als der Tag kühl geworden war.
Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes,
des Herrn unter den Bäumen im Garten.
Und Gott, der Herr, rief Adam und sprach zu ihm,
Wo bist du?
Gott ist der, der den ersten Schritt macht.
Gott ist der, der auf der Suche ist.
Der Mensch, der die Beziehung bricht.
Und Gott ist auf der Suche.
Man könnte wahrscheinlich die ganze Bibel auch damit zusammenfassen.
Gott ist immer auf der Suche nach Menschen.
Und auch heute noch ist Gott auf der Suche nach Menschen, die ihm begegnen wollen.
Nach Menschen, die sein Angebot der Vergebung annehmen wollen.
Gott auf der Suche.
Und die Suche Gottes, denke ich, findet
in Johannes 1, Vers 14 den Höhepunkt.
Und das Wort wurde Fleisch
und wohnte unter uns.
Jesus kommt vom Himmel
auf der Suche nach der verlorenen Menschheit.
Und Jesu Leben, sein Tod, ist das,
was die Gemeinschaft auch wieder möglich macht.
Dass wir als Menschen die Möglichkeit haben,
mit Gott in Verbindung zu treten,
versöhnt zu werden, Frieden zu erlangen,
Ruhe, Hoffnung
und letztendlich auch Heilung
für unsere Beziehungen.
Ich lade euch ein, dass wir in den ersten Johannesbrief gehen
und dort in das erste Kapitel.
Erster Johannesbrief und dort Kapitel 1.
Und es ist interessant
und es überrascht in der Stelle auch nicht,
dass Johannes seinen Brief ganz ähnlich beginnt
wie das Evangelium und auch hier haben wir Anklänge,
die uns erinnern.
Erster Johannesbrief, Kapitel 1
und hier die Verse 1 bis 4.
Was von Anfang an war,
was wir gehört, was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben,
was wir angeschaut, was unsere Hände betastet haben
vom Wort des Lebens.
Und das Leben ist geoffenbart worden
und wir haben gesehen und bezeugen
und verkündigen euch das ewige Leben,
das uns geoffenbart worden ist,
was wir gesehen und gehört haben,
verkündigen wir auch euch,
damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt.
Und zwar ist unsere Gemeinschaft mit dem Vater
und mit seinem Sohn Jesus Christus
und dies schreiben wir,
damit unsere Freude vollkommen sei.
Johannes beginnt hier ganz ähnlich in seinem Brief,
hier auch in seinem Evangelium
Ich war damals dabei,
wir waren dabei, wir haben es gesehen,
wir haben es gehört, wir haben es betastet.
Ich war dabei, ich habe es erlebt.
Ja was Johannes, was hast du erlebt?
Dass das Leben offenbart worden ist,
dass ewiges Leben greifbar geworden ist
in Jesus Christus, in dem der Mensch geworden ist.
Und dann sagt er, und wir verkündigen euch das,
was wir erlebt haben.
Damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt.
Gemeinschaft auf der zwischenmenschlichen Ebene
und dann sagt er, unsere Gemeinschaft ist
mit dem Vater und mit seinem Sohn.
Die Ebene zu Gott.
Gemeinschaft als wichtiger Aspekt für uns
und dann im Vers 4 dies schreiben wir,
damit unsere Freude vollkommen sei.
Und wer erlebt, dass seine Beziehung zu Gott im Reinen ist
und mit Gott in Harmonie lebt
und den Menschen im Reinen hält,
der erlebt große Freude.
Johannes verwendet ein Wort hier,
wenn er über Gemeinschaft spricht,
und zwar koinonia.
Ein griechisches Wort und das bedeutet eigentlich
Gemeinschaft durch Verbundenheit
oder Gemeinschaft durch Anteilhaben.
Gemeinschaft dadurch, dass ich jemandem nahe bin.
Es wird immer deutlich bei den Stellen,
zum Beispiel Römer 6 Vers 8,
dass wir mit Jesus Christus mitleben,
dass wir mit ihm miterben,
dass wir mit ihm mitauferstanden sind.
Und da wird deutlich, Gemeinschaft ist,
dass ich Anteil habe an dem,
was Jesus Christus für mich gemacht hat.
Oder in Kolosser 2 Vers 12,
wir sind mitgekreuzigt und deswegen dann auch mitauferstanden.
Gemeinschaft als etwas, wo ich Anteil habe
an dem, was Jesus Christus für mich gemacht hat.
Und jetzt nimmt Johannes diesen Begriff koinonia,
Anteil haben am anderen,
und drückt damit Gemeinschaft aus.
Gemeinschaft ist vielleicht manchmal mehr,
als wir uns vorstellen.
Manchmal sagen wir, ja wir hatten am Sabbat Gemeinschaft,
und das muss nicht koinonia gewesen sein.
Wenn wir sagen, ja ich war am Sabbat in der Gemeinde
und ich hatte Gemeinschaft,
und wir haben da gesessen und das gleiche Lied gesungen.
Oder wir haben uns über den gleichen Bibelabschnitt Gedanken gemacht.
Dann ist das noch nicht koinonia.
Dann sitzen wir zur selben Zeit am selben Ort.
Koinonia wird es dann,
wenn wir Anteil haben am Leben des anderen.
Wenn ich weiß, was in der Woche dich beschäftigt hat,
damit ich für dich beten kann.
Wenn wir einander anvertrauen, wie es uns geht.
Und wir brauchen diese koinonia.
Wir brauchen die Beziehung zu Gott, wo wir in Stille sind.
Wo wir von ihm Kraft bekommen.
Aber wir brauchen auch diesen persönlichen Austausch,
wo wir miteinander im Gespräch sind.
Wo wir Anteil haben am Leben des anderen.
Koinonia ist kein Programm.
Es ist auch keine Veranstaltung.
Aber ja, es kann durch eine Veranstaltung erlebt werden.
Ich erinnere mich,
als ich so ein kleiner Junge war,
acht, neun Jahre alt,
mein Opa war Kriegsverwunderter
und hatte eine kleine Landwirtschaft in der südlichen Steiermark.
Wir sind als Familie immer wieder runtergefahren.
Am Wochenende, in der Ferienzeit haben wir Zeit verbracht.
Und da gab es immer Momente,
wenn der Opa etwas Besonderes ausgepackt hat.
Das war immer dann dran,
wenn das Messer nicht mehr scharf war.
Wenn die Sense nicht mehr so funktioniert hat,
wenn es nicht mehr scharf war für das, was der Opa geplant hatte.
Dann gab es entweder den Schleifstein,
der war nicht so spektakulär.
Oder dann gab es den Schleifbock,
angetrieben von einem Elektromotor mit einem Riemen.
Und dann sind die Funken geflogen.
Weil der Opa das, was stumpf war, wieder scharf gemacht hat.
Und das war immer so faszinierend,
wenn die Funken fliegen und dieses Geräusch auch da ist.
Das war schon etwas Besonderes für mich als kleiner Junge.
Nach den 7, 27 und 17,
da heißt es, Eisen schärft Eisen,
ebenso schärft ein Mensch einen anderen.
Wisst ihr, es gibt Dinge, die können wir ganz alleine gut lernen.
Gerade wenn es um die Bibel geht.
Biblische Erkenntnis.
Die kann ich auch ganz gut alleine lernen.
Ich freue mich über den Austausch,
ich freue mich über die Möglichkeit, mit anderen ins Gespräch zu kommen.
Aber selbst, wenn man alleine sitzt oder alleine sein muss,
Aber der Veränderung, die Gott sich für uns gedacht hat, dass die Frucht des Geistes in
meinem Leben wachsen kann, da braucht es ein Gegenüber. Um Liebe, um Frieden, um Geduld,
um Treue wachsen zu lassen, da braucht es ein Gegenüber.
Und da fliegen vielleicht auch manchmal die Funken in unserem Miteinander und die Frage ist dann,
wie gehen wir damit um? Wie gehen wir damit um, wenn es in der Gemeinschaft einmal zu Reibereien
kommt? Und gerade dort zeigt es sich, wie es um unseren Glauben auch steht. Und Gott hat sich das
mit der Gemeinschaft, glaube ich, schon genial ausgedacht, dass wir einander brauchen, um wachsen
zu können. Ich möchte ein Zitat mit euch teilen von Immanuel Grözinger und er sagt, in der
Gemeinschaft zeigt sich am deutlichsten, was an Kraft des Glaubens, an Kraft der Liebe und an
Kraft der Hoffnung vorhanden oder nicht vorhanden ist. Hier ist das Exerzierfeld und zugleich ein
Kampffeld der Jüngerschaft. Aber wie schaut jetzt die Gemeinschaft untereinander ganz praktisch aus?
Es gibt im Neuen Testament diese Texte, die miteinander zu tun haben. Ich möchte nur ein paar
herausgreifen. Habt aufrichtige Zuneigung. Habt Freude daran, euch gegenseitig Achtung zu erweisen.
Lebt in Frieden miteinander. Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, einander in
Liebe zu dienen. Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig,
wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat. Lehrt und ermahnt einander, einander Mut machen,
einander aufrichtig lieben. Es gibt einen Text in der Apostelgeschichte, Kapitel 2, der noch
einen anderen Aspekt hinzufügt zum Thema Gemeinschaft. Apostelgeschichte, Kapitel 2,
beschreibt die Urgemeinde zur Zeit, nachdem Jesus kurz in den Himmel aufgefahren war,
kurz danach und in Kapitel 2, Vers 42, hier heißt es, sie blieben aber beständig in der Apostellehre und in
der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Andere Versetzungen sagen, sie verharrten in der
Lehre, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und im Gebet. Wie geht es dir mit Gemeinschaft? Bleibst du
an Gemeinschaft? Investierst du in Gemeinschaft? Oder vielleicht bist du auch gerade deswegen im
Livestream dabei, weil du dir denkst, na, das mit der Gemeinschaft, da habe ich schon so meine
Erfahrungen gemacht. Diese Koinonia-Gemeinschaft ist sehr wertvoll. Sie ist überlebensnotwendig,
aber sie kostet uns auch etwas, aufeinander Rücksicht zu nehmen, in Geduld dem anderen zu
begegnen, Fehler lernend zu tragen. Das kostet uns. Und manchmal passiert es, dass wir uns vielleicht
denken, nein, ich klingt mich mal aus. Und das mag innerlich beginnen, dass man zwar am Sabbat noch
da ist, dass man noch mitsingt und mitdiskutiert in der Sabbatschule, aber ich trage so ein
Schutzschild vor mir her. Ich möchte mich nicht mehr so investieren in die Gemeinschaft. Ich möchte
nicht mehr, dass Leute Anteil haben an meinem Leben, dass ich Anteil gebe am Leben anderer. Und
das mag ganz langsam beginnen, weil man sagt, nein, ich bin verletzt worden. Ich bin enttäuscht
worden. Das Vertrauen, das ich investiert habe, wurde mir nicht zurückgegeben. Und wir beginnen,
Masken zu tragen oder uns innerlich auszuklinken. Und dann gibt es die, die sich auch äußerlich
ausklinken, die dann nicht mehr kommen. Aus unterschiedlichen Gründen, die sagen, da ist mir
zu viel passiert. Ich brauche eine Pause. Mir ist aber auch bewusst, dass wir nicht immer diese
Gemeinschaft an jedem Ort haben können, dass wir nicht mit jedem alles teilen. Das ist ganz klar.
Aber ich denke, die Bibel macht deutlich, dass es so wichtig ist, dass wir diese Gemeinschaft haben,
wo wir uns einander öffnen können und wo wir Anteil am Leben des anderen nehmen.
Zurück zu den Pinguinen. Stefan Christmann hat Folgendes festgehalten. Eines wurde bei
Christmann dabei schnell klar. Es sind die engen Bindungen der Pinguine untereinander,
die sie am Leben halten. Die liebevolle Art und Weise, wie sie zusammenarbeiten,
ihre Eier behüten und ihr Nachwuchs vor Wind und Kälte schützen. Dabei haben sie
bemerkenswerte Strategien entwickelt. Je kälter es zum Beispiel wird, desto enger steht die Kolonie
zusammen, um sich vor Wind und Wetter zu schützen und umeinander Wärme zu spenden. Es ist eine
Demonstration von Teamwork, wie sie im Tierreich nur selten zu finden ist. An diesem unwirklichen
Ort, der Antarktis, da braucht es Gemeinschaft, um überleben zu können. Es braucht aber auch
Gemeinschaft, um die nächste Generation zu sichern. Es braucht dieses Zusammenwirken,
damit die kleinen Pinguine, bevor sie überhaupt schlüpfen, mal gewärmt und ausgebrütet werden
und dass sie dann aber auch in diesem Umfeld leben lernen und das Überleben hängt von der
Gemeinschaft ab. Es gab im Jahr 2021 einen Artikel in unserer Gemeindezeitschrift
Admetisten aktuell, wo man der Frage nachgegangen ist, warum manche junge Männer in der Gemeinde
bleiben und andere nicht. Und ich denke, gerade wenn es um die nächste Generation geht, wenn es
darum geht, auch den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben, dann glaube ich,
dass wir umso mehr diese Koinonia-Gemeinschaft brauchen. Dass wir es brauchen, dieses Anteil
haben am Leben des Anderen, dieses Interesse für den Anderen. Dass es einen Raum gibt,
wo man sich öffnet und wo man miteinander Fragen bespricht. Und es gab hier vier Punkte,
die in dem Artikel erwähnt worden sind. Was braucht es? Was haben Gemeinden gemeinsam,
wo junge Männer in der Gemeinde bleiben? Ein Punkt war, es gibt Mentoren. Es gibt
engagierte Männer, die junge Männer bewusst begleiten außerhalb des familiären Umfeldes.
Dass es Personen gibt, die Ansprechpartner sind für die Kinder in der Zeit, wo sie Fragen zum
Leben und Fragen zum Glauben haben. Zweiter Punkt, der genannt worden ist,
waren zielgerichtete Aktivitäten. Aktivitäten, die sinnvolle Projekte waren, die einen Start-
und ein Enddatum hatten. Keine ewigen Dinge, wo man wusste, ja, da kann ich mitmachen,
da bin ich dabei. Das ist zielführend, das hat Sinn und da kann ich mit jemandem zusammenarbeiten.
Dritter Punkt, der genannt worden ist, Outdoor-Aktivitäten. Unternehmung in freier Natur,
Abenteuer, geistliche Gespräche. Oft sind es genau in diesen Momenten am Lagerfeuer,
auf der Hütte, am Berg, wo Gespräche möglich werden, wo Beziehung gebaut wird.
Und der letzte Punkt, die Atmosphäre in der Gemeinde. Ich möchte einen Abschnitt aus diesem
Artikel mit euch teilen, den ich sehr spannend finde. Nicht nur im Aspekt auf die jungen Männer,
ich denke allgemein für Teenager und Jugendliche eine sehr interessante Perspektive. Es heißt hier,
junge Männer aktiv am Gemeindeleben teilhaben zu lassen, beginnt mit der Gemeindeatmosphäre.
Begegnet eure Gemeinde jedem, der durch ihre Türen geht, voller Gnade, ohne zu verurteilen,
mit liebevoller Annahme. Diese Merkmale des Wesens und der Persönlichkeit der Gemeinde
sind nicht verhandelbar, wenn ihr wollt, dass junge Männer in eure Gemeinde kommen.
Einer der häufigsten Gründe, den jungen Erwachsenen dafür angeben, dass sie die
Gemeinde verlassen haben, lautet, die Gemeindeglieder waren verurteilend und
heuchler. Junge Männer brauchen ein Umfeld, in dem sie sicher sind, sich nicht verurteilt
fühlen, damit sie ihre Überzeugungen entwickeln können. Eine gesunde Gemeinde,
die bereit ist zu wachsen, ist offen für Fragen. Ergreift nicht den Panik, die Flucht
in eure Teens oder junge Erwachsene, den Kern und den Inhalt ihres Glaubens in Frage stellen.
Studiert gemeinsam mit ihnen. Sprecht offen über eure Glaubenskrise. Gebt zu,
dass auch ihr Fragen habt. Begleitet sie auf ihrem Glaubensweg. Um junge Männer in der Gemeinde zu
halten, muss die Gemeindekultur von Gnade, Glaubwürdigkeit und Echtheit geprägt sein.
Das war in diesem Artikel zu lesen. Aber was sind jetzt praktische Schritte? Wie kann Koinonia in
unserer Gemeinde, in unserer Gemeinschaft lebendig werden? Ich möchte mit euch sieben Punkte teilen
in Anlehnung an die Autorin Jessica Brody. Ich möchte den Text lesen aus 1. Petrusbrief,
Kapitel 4, Vers 10. 1. Petrusbrief, Kapitel 4 und dort den Vers 10. 1. Petrus, Kapitel 4,
Vers 10. Und dient einander einjeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat. Als die guten
Haushalter der mancherlei Gnade Gottes ist es uns bewusst, dass jeder von uns Fähigkeiten von Gott
bekommen hat. Geistliche Gaben, natürliche Gaben, die er zum Wohl dieser Gemeinschaft einbringen
kann. Das beginnt damit, dass ich mir bewusst bin, ja, ich habe etwas, mit dem ich Anteil haben kann
im Leben eines anderen. Da gibt es etwas, wo ich andere unterstütze, wo ich ihnen dienen kann. Ich
komme in den Gottesdienst nicht mit der Frage, was wird jetzt mir geboten, sondern ich komme in den
Gottesdienst mit der Frage, was kann ich anderen anbieten. Geistliche Gaben einander dienen. Der
zweite Punkt, Gastfreundschaft zeigen. Ich komme aus der Gemeinde Graz, das ist auch eine etwas
größere Gemeinde und wir hatten immer wieder aufgrund unserer Situation, dass wir einfach eine
große Uni haben und verschiedene Fakultäten und auch eine sehr große Studentenstadt sind, hatten
wir immer wieder Studenten aus verschiedensten Regionen. Aus verschiedenen Regionen Österreichs,
aus Europa, aus Afrika, aus Südamerika und es war immer spannend, wenn man Leute, wenn
man eingeladen hat, zu sich nach Hause. Ich erinnere mich da an verschiedene Personen, die ich
eingeladen habe und allein was durch Gastfreundschaft passiert und es ist jetzt übertrieben von einmal
einladen und Gastfreundschaft zu sprechen. Das ist viel mehr, ja, aber einfach beginnen mit jemandem
am Tisch zu sitzen und ich erlebe es in meiner Arbeit als Pastor. Es ist so wunderbar, Geschwister
kennenzulernen bei einem Essen und nach jedem Besuch, wenn ich jemanden besuche, weiß ich,
jetzt begegnen wir uns am Sabbat ganz anders. Warum? Weil wir einander am Leben Anteil gehabt
und das ist vielleicht eine Kleinigkeit. Gastfreundschaft geht noch viel weiter,
sein Heim zu öffnen für Menschen, die Schutz brauchen, Kleidung zu geben, aber ich erlebe
immer wieder, wenn auch nur die kleinen Dinge da sind, welche Veränderungen es bewirkt,
gastfreundlich zu sein. Ein dritter Punkt, der von der Bibel ja genannt wird, ist die
Zusammengehörigkeit leben. Dass wir uns bewusst machen, wir brauchen einander. Dass auch die
verschiedensten Generationen teilhaben und das freut mich auch hier in eurer Gemeinde wieder
zu sehen, dass die Älteren, die Jüngeren, die Kinder, die Teenies, alle am Gottesdienst Anteil
haben. Die Zusammengehörigkeit auch betonen. Wir brauchen einander. Wir sind auch füreinander da
und können voneinander lernen. Der vierte Punkt, Annahme üben. Nehmt euch an, so wie Christus euch
angenommen hat. Allein wenn wir darüber nachdenken, was das bedeutet, wie Christus uns jeden Tag neu
annimmt, so wie wir sind, mit den Fehlern, den Schwächen, die wir mitbringen, wie er uns Hoffnung
zuspricht, wie er uns Zuversicht schenkt, so sind wir ermutigt auch einander anzunehmen. Auch wenn
wir vielleicht denken, das ist schon ein bisschen ungewöhnlich, das ist schon ein bisschen komisch,
das ist mir schon ein bisschen fremd, den anderen anzunehmen. Vertrauen schenken und wohlwollend zu
sein. Andere praktische Möglichkeit, ermutigen statt entmutigen. Unterstützen, aufrichtigen,
sagen, ja, das hast du wirklich gut gemacht heute. Ich erlebe es oft, dass in Gemeinden,
zwischen der älteren Generation und den Teenies, dass nicht so viel Kontakt da ist. Und wenn dann
was kommt, ja, das Musikstück heute, das hat nicht so gut gepasst. Und sonst wird wenig oft
mit ihnen gesprochen und das tut weh. Ermutigen statt entmutigen. Dienen, dienen statt fordern.
Bewusst zu sein, auch hängt zusammen mit dem Punkt Nummer eins, mit den geistlichen Gaben,
aber diese Einstellung des Dienstes zu haben. Wo kann ich einer anderen Person dienen,
wo kann ich unterstützen, wo kann ich Anteil haben am Leben, um es jemand anderem leichter
zu machen. Und zuletzt, unseren Überfluss teilen. Und das ist jetzt nicht nur finanziell gemeint,
dass wir Gaben geben, dass wir einander unterstützen, wenn jemand Hilfe braucht.
Überfluss an Wissen, Zeit, verschiedene Möglichkeiten, die wir nutzen können,
um das, was wir haben, mit anderen zu teilen. Und wie wunderbar ist eine Gemeinde, wo Koinonia
gelebt wird. Wo diese Elemente nicht nur am Papier sind, sondern wirklich da sind. Wo man
sich gegenseitig einlädt und Gastfreundschaft erlebt und die Türen offen sind für andere.
Wo vielleicht Menschen, die alleine sind, wissen, da bin ich wo aufgehoben. Wo man weiß,
da gehöre ich dazu. Da werde ich wertgeschätzt, da ist ein Platz für mich. Da werde ich angenommen
und wenn ich etwas mache und es klappt einmal nicht, dann werde ich ermutigt,
es noch einmal zu probieren. Ein Ort von Koinonia, von wahrer Gemeinschaft.
Stefan Christmann antwortet auf die Frage, mit welchen treffenden Worten kann die Umgebung,
in der die Kaiserpinguine leben, beschrieben werden. Und er sagt Folgendes, unfassbar schön,
geradezu außerirdisch und dennoch vollkommen unbarmherzig. Ein Lebensraum wie die Antarktis
verzeiht keine Fehler und kann nur im Team erfolgreich bewohnt werden. Trotz der widrigen
Umstände und der Gefahren ist es der schönste Ort, den ich je in meinem Leben gesehen und
gespürt habe, da er den Blick auf das Wesentliche lenkt. Was laut ihm das Wesentliche ist,
kommt gleich. Aber ich möchte den Vergleich in unsere Gemeinde hinein machen. Nicht nur der
Lebensraum der Kaiserpinguine ist voller Gefahren, auch der Lebensraum für uns und unsere Kinder
und Jugendlichen. Er ist voller Gefahren. Aber Gott wünscht sich, dass Gemeinde ein Ort ist,
wo Menschen wahre Gemeinschaft erleben. Ein sicherer Ort in einer unsicheren Welt. Ein
Ort des Zufluchts und der Wärme. Und wie er hier sagt, ein Ort, der schönste Ort,
den ich je in meinem Leben gesehen und gespürt habe, mögen das Menschen über unsere Gemeinde
sagen. Es gibt keinen schöneren, es gibt keinen Ort, wo ich mehr gespürt habe als in der Gemeinde.
Nicht das Zeltfest, nicht die Party, nicht der Bergverein oder was auch immer soll der schönste
Ort der Welt sein. Die Gemeinde Gottes als der Ort, wo das Wesentliche zum Tragen kommt.
Stefan Christmann sagt, es lenkt den Blick auf das Wesentliche und er sagt Folgendes. Zusammenhalt,
Vertrauen und Liebe. Zusammenhalt, Vertrauen und Liebe. Ich denke, es ist Gottes Wunsch,
dass Gemeinde ein Ort ist, wo auch das stattfindet. Ein Ort, wo Vertrauen, Zusammenhalt und Liebe
spürbar wird. Wo Menschen sagen und herkommen, das ist der schönste Ort, den ich auf der Welt
gesehen habe. Ich möchte mit einem Wort Jesu beenden aus Johannes Evangelium Kapitel 13,
wo er unsere Augen auf das Wesentliche lenkt. Johannes 13 Vers 34 und 35.
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie auch ich euch geliebt
habe, auf das auch ihr einander lieb habt. Dabei wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger
seid, so ihr Liebe untereinander habt. Jesus, was ist das Wesentliche? Was ist das,
woran deine Jünger erkannt werden sollen? Ein Ort, wo ihr euch untereinander lieb habt. Mir
gefällt es, wie Jesus es hier sagt, dass es verbindet. Er sagt zuerst, wie ich euch geliebt
habe. Und da fängt es an, liebe Geschwister. Lasst uns die Liebe Jesu immer besser, immer
tiefer begreifen. Das ist der Beginn. Das ist der Anfang, dass diese Beziehung zu Gott durch
Jesus Christus an Tiefe gewinnt. Dass wir verstehen, wie groß die Liebe Gottes, die Liebe
Jesu für uns ist. Dass wir immer mehr eintauchen können, das, was es heißt, Anteil zu haben an dem,
was Jesus für uns getan hat. Und daraus im nächsten Schritt die Kraft zu bekommen, einander
in Liebe zu begegnen. Damit Gemeinde ein Ort ist, der spürbar anders ist, wo Gottes Liebe
sichtbar wird. Ich möchte am Ende auf zwei Punkte kommen und zwei Personengruppen auch ermutigen,
einen Appell richten. Das eine ist vielleicht jemand, der sagt, ja, ich habe diese Koinonia
Gemeinschaft mit Gott noch nicht erlebt. Ich habe noch nicht Anteil an dem, was Jesus für
mich gemacht hat. Ich habe noch nicht den Frieden, den Gott für mich wünscht. Ich habe nicht die
Vergebung, die Jesus mir anbietet. Da möchte ich ermutigen, geh auf jemanden zu, den du kennst,
wo du weißt, dass er das lebt. Bete darum und sag, lieber Gott, ich möchte mit dir leben. Ich möchte
mit dir ganz anvertrauen. Ich möchte mein Leben, Herr Jesus, dir in die Hände geben. Und such dir
jemanden, wo du weißt, dass er mit Gott lebt und bitte mit dir gemeinsam diesen Weg zu gehen.
Und dann gibt es vielleicht auch Menschen unter uns heute, die sagen, ja, mit der Gemeinschaft,
da bin ich ein wenig vorsichtig geworden. Da habe ich so Schritte ein bisschen zurück gemacht. Ich
bin vielleicht zwar da, aber dieses Anteil haben, das ist nicht so meins. Da habe ich meine Verletzung
erlebt. Da möchte ich dich ermutigen, es neu zu wagen. Ich möchte dich ermutigen, auf jemanden
zuzugehen, wo du Vertrauen hast und neu zu beginnen, Gemeinschaft zu leben. Anteil zu
haben am Leben einer anderen Person und auch jemanden Anteil geben am Leben von dir und dich
neu für Gemeinschaft zu öffnen. Gott wünscht sich, dass Gemeinde dieser Ort ist. In einer
unsicheren Welt, wo Sicherheit da ist. Der Ort, wo Menschen hinkommen und sagen, da habe ich was
gespürt, da habe ich was erlebt, das einzigartig ist. Amen.