Moderne & Tradition an EINEM Ort in Japan - VERGESSENE Hochkultur im Nakayama-dera

NihonGo
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22.11.2024
Guten Morgen! Ich stehe hier vor dem Nakayama-Dera, dem Nakayama-Tempel, so könnte man sagen, in der Präfektur Hyogo, in der Nähe von Nishinomiya, der Stadt.
Und das ist ein Tempel, der vor allem dafür da ist, um für eine gute Geburt zu beten oder so.
Deswegen bin ich aber nicht hier, sondern ich bin hier, weil der Ort super, super alt und interessant ist.
Und warum genau, das werde ich euch gleich auch noch erzählen.
Und ihr werdet gleich auch verstehen, warum die Leute mit ihren Kindern hierher kommen.
Ich habe schon so viele kleine Kinder gesehen.
Heute ist ein normaler Wochentag. Keine Ahnung, was hier los ist und passieren wird.
Wir werden es entdecken. Ich bin auf jeden Fall gespannt und habe richtig Lust.
Und Wetter ist auch perfekt. Let's go!
Also, um euch mal so einen ersten Eindruck von mir zu geben, wo um alles in der Welt bin ich denn hier gelandet?
Das ist komplett verrückt. Was ist das für ein Tempel?
Also erstens, es ist so unglaublich viel los. Wir haben heute Donnerstag und ich weiß nicht, warum die Leute alle hier sind.
Klar, wir haben Shibu-San. Das ist so ein Fest für die 3-, 5- und 7-Jährigen im November vor allem.
Da waren wir mit Louis auch letzte Woche. Und man hat sowas wie Omiya Maidi.
Also wenn das Kind einen Monat alt geworden ist, dann geht man mit dem auch in den Schrein.
Aber dass so viele Leute hier sind mit so vielen Kindern am normalen Wochentag,
das habe ich bisher in keinem anderen Schrein oder Tempel in der Zeit hier gesehen.
Also Wahnsinn! Also das muss wirklich ein richtig kraftvoller Ort für die Leute sein,
der hier auch noch richtig bekannt ist. Und wenn man sich die Größe und die Gebäude anschaut,
muss das auch echt gut laufen. Also Wahnsinn! Wahnsinn!
Das ist mein erster Eindruck. Ja, gucken wir mal, was wir noch entdecken, würde ich sagen.
Wir sind jetzt schon ein wenig weiter oben hier am Tempel.
Im Hintergrund hat man ein bisschen Blick auf Nishinomiya.
Die Stadt ist einfach wunderschön. Also es ist eine Riesenanlage.
Und hier im Hintergrund haben wir ein ganz besonderes Goju-no-To.
So heißen immer diese hohen Türme. Die sieht man in buddhistischen Tempeln öfter.
Aber wie ihr seht, leuchtet das so ein bisschen blau. Das ist mega blau angemalt.
Und von Weitem, habt ihr auf den Aufnahmen vielleicht eben auch schon so ein bisschen gesehen,
es strahlt so ein bisschen. Wahnsinn! Und da steht drauf Seiju.
Also Blauer Drache. Das ist sozusagen der Turm des Blauen Drachen.
Und das habe ich so auch noch nie gesehen. Also sehr interessant.
Ich habe leider kein Schild gefunden, was jetzt genau erklärt, warum das der Turm des Blauen Drachen ist.
Weil hinter dem Blauen Drachen in der Regel Susano steckt, wie wir mittlerweile wissen.
Und Susano ist ja über die Seefahrernationen auf der ganzen Welt hat er sich verteilt.
Und dann hinterher ist es über den Blauen Drachen auch wieder zurück nach Japan gekommen.
Und der Blaue Drache bzw. Susano ist im Übrigen auch Shiva.
Shiva kennt ihr vielleicht. Den Shiva-Gott. Das ist im Grunde auch Susano.
Das ist die gleiche Energie. Ist das Gleiche, was dahinter steckt.
Ja, sehr interessant auf jeden Fall. Wir haben ja auch den Kukai wieder.
Der Kukai ist überall, wo es Tempel gibt. Da ist der Kukai in der Regel auch.
Hier im Hintergrund ist der Kukai.
Und wir werden uns jetzt so langsam auf den Weg machen in den Berg zum Okunoin.
Also da, wo dieser Tempel ursprünglich gegründet worden ist.
Und da bin ich mal sehr, sehr gespannt.
Hier wird im Übrigen auch Kanon verehrt.
Also die Göttin oder der Gott. Das wird manchmal männlich, manchmal weiblich dargestellt.
Und diese Kanon-Göttin oder Gottheit ist auch immer dafür da, für Kinder.
Also dass Kinder gut geboren werden, dass sie gut wachsen, dass die Schwangerschaft gut verläuft und so.
Es ist so eine Gottheit der Kinder, könnte man auch sagen.
Und deswegen kommen hier auch so viele hin.
Und warum noch? Weil das hier ist einer.
Also es gibt so 33 Orte in der Kansai-Region, wo Kanon verehrt wird.
Das ist so ein Pilgerweg, könnte man sagen.
Das ist einer von diesen 33.
Und das hier ist auch der ursprüngliche Ort, an dem Kanon das erste Mal in Japan verehrt worden ist.
Kanon ist nämlich keine japanische Gottheit, sondern ist aus dem Ausland gekommen.
Und wer dahinter steckt, in Europa.
Denn Kanon gibt es so in Europa auch.
Das erzähle ich euch gleich und das wird euch wahrscheinlich sehr überraschen.
Jetzt müssen wir aber uns erstmal auf den Weg in die Berge machen.
Und ich vermute, dass wenn wir in die Berge gehen, die Anzahl der Leute auch drastisch abnehmen wird.
Denn hier ist schon kaum einer oben.
Und wenn wir jetzt tiefer reingehen, sind wir wahrscheinlich die Einzigen.
Hier, liebe Freunde, sehen wir wieder was, was mich natürlich ganz besonders interessiert.
Ihr seht hier, so ein künstlich gemachter Tunnel.
Und wenn man da reinschaut, sieht man aber, dass man da nicht mehr weiterkommt.
Der ist versperrt.
Ja, was hat sich denn dahinter wohl mal befunden?
Da bin ich ja schon wieder in meinem Element.
Das interessiert mich aber, was man da verstecken wollte.
Komplett wie erwartet.
Wir sind jetzt hier ein bisschen im Berg drin und niemand ist mehr da.
Wir sind im Grunde die Einzigen.
Vorhin ist gerade ein Mann eine Wanderer entgegen gekommen.
Aber hier ist nicht wirklich was los mit Leuten.
Und dass die jetzt irgendwie zu dem ursprünglichen Ort von dem Tempel pilgern würden oder so.
Sondern der ist halt da.
Leute kennen den, aber unter der allgemeinen Bevölkerung eher in Vergessenheit geraten.
Und das ist das, was ich so schade finde.
Denn diese ursprünglichen Orte, die haben heute noch ihre Energie.
Und die sind heute im Grunde auch noch irgendwo wichtig, könnte man sagen.
Und die muss man eigentlich besuchen.
Da muss man hin.
Zu diesen ursprünglichen Naturorten, wo die Kami eben auch heute noch präsent sind.
Und das geht immer mehr verloren.
Nun gut, gehen wir mal weiter.
Hier sind wir an unserer ersten kleinen Zwischenstation.
Und zwar den Fufu-Iwa.
Dem Ehepaar Steinen.
Von denen gibt es eine ganze Menge.
In Japan ist es so ein bisschen wie bei den Tengu-Iwa.
Also den Tengu-Stein.
Da gibt es auch ganz viele, die so heißen.
Und ja, die sind jetzt hier.
Im Grunde sind das Iwakura.
Also das ist wahrscheinlich ein Ort, wo damals mal Kami verehrt worden sind.
Wer genau? Das steht hier nirgendwo.
Das ist dann wahrscheinlich irgendwann verloren gegangen.
Aber das deutet auch wieder ganz deutlich hier auf das hin,
was wir in den letzten Jahren in den Vlogs jetzt auch schon zuhauf entdeckt haben.
Überall da, wo es wichtige Schreine oder Tempel gibt in Japan.
Und man muss wissen, bis vor ungefähr 200 Jahren waren Schreine und Tempel zusammen.
Das war im Grunde kaum voneinander zu trennen.
An den ursprünglichen Orten, tief in den Bergen, oft auch in der Nähe von Wasserquellen,
finden wir diese Steinformationen, diese Iwakura.
Von denen heute niemand so genau weiß, warum die eigentlich da sind
oder was mit denen damals gemacht worden ist.
Außer eben in den alten Überlieferungen.
Da wird dann gesagt, ja, das waren Orte, an denen man mit den Kami in Verbindung getreten ist
und eben auch Zeremonien dann abgehalten hat.
Aber wir haben diese Megalithsteine hier, wie man sie auch überall auf der Welt findet.
Und meines Erachtens nach sind das eben auch Überbleibsel oder Hinweise auf diese alte Seefahrerkultur,
die hier aus dem japanischen Raum, aber bis zur Osterinsel, bis Indonesien runter, dann auch eben tätig war.
Aber halt auch ganz, ganz stark in Japan.
Man sieht aber auch in Indonesien oder auf der Osterinsel ähnliche Dinge.
Das ist ja hier in diesem Raum, der mit dem Meer verbunden ist.
Deswegen auch an der Westküste Amerikas ganz, ganz viele Mayas, Inkas und so diese Kulturen dort,
die eben dann auch in Südamerika, was da dann auch gefunden worden ist.
Super spannend.
Aber am Endpunkt sind wir noch nicht angelangt.
Ich habe Fotos gesehen im Internet und ich bin super gespannt.
Das hier ist erst so ein kleiner Vorgeschmack.
Und ich mache jetzt eine kurze Pause.
Ich bin schon wieder komplett am Schwitzen.
Es ist eigentlich gar nicht so warm, aber schon länger kein Berg mehr bestiegen.
Kleiner Hügel hier eigentlich.
Ich mache jetzt erst mal eine kleine Mittagspause, habe ein paar Nüsse mitgebracht und dann geht's weiter.
Wir sind jetzt nur noch 200 Meter ungefähr vom Okonoin entfernt.
Und schaut euch das an.
Eine Steinmauer in dem Hintergrund hier, wo zwei große Bäume mit den Wurzeln komplett rein und runter gewachsen sind.
Es ist der Wahnsinn.
Und wenn ich hier auch so ein bisschen da hoch den Berg gucke, überall Steine.
Überall Steine zwischen Erde, sodass man entweder vermuten könnte, okay, da sind Gräber.
Die waren vielleicht da oder die werden jetzt so langsam freigelegt.
Also generell der Eindruck von dem Gebiet auch hier an der Stelle zum Beispiel.
Ich weiß nicht, ob das über die Aufnahmen so rüberkommt ist.
Hier war mal eine richtig, richtig große Anlage mit vielen Steinbauten, den Iwakudan und allem.
Und dann ist das irgendwie in Vergessenheit geraten oder bewusst zugeschüttet worden.
Und jetzt so langsam wird es wieder freigelegt, wenn die Erde so runter geht durch ganzen Regen und so was weiß ich was.
Das ist so ein bisschen der Eindruck, den ich gewinne, wenn ich hier lang gehe.
Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber die Mauer hier ist schon.
Wow, Mann, das hat was.
Also richtig große Steine, die hier in den Baum.
Schaut euch das an.
Wirklich, der Baum ist da reingewachsen, fast verwachsen mit dem Stein, könnte man fast sagen.
Mega beeindruckend.
Die Leute werfen da ihre Glasflaschen rein.
Das ist natürlich nicht so in Ordnung.
Das ist nicht so toll.
Ich weiß nicht, ob sie vorhatten, irgendwie den Bäumen was zu geben.
So sieht es nicht aus.
Ich glaube, das Gebiet hier, wenn man das archäologisch untersuchen würde, das ist eine komplette Fundgrube, ehrlich gesagt.
Deswegen bin ich unterwegs für die Vlogs.
Das sind diese Orte, das sind diese Momente, für die ich die Vlogs mache, für die ich lebe, könnte man sagen.
Die einen einfach tief beeindrucken und so ein bisschen die Neugierde aufkommen lassen.
Was war hier damals?
Ganz, ganz geheimnisvoll.
Da bin ich jetzt mal sehr gespannt auf den Okonoin.
Im Hintergrund haben wir jetzt auf den Felsen bzw. den Iwakura.
Man sieht das auch.
Da oben wachsen auch Bäume drauf.
Das eindeutige Iwakura hier.
Da hat man jetzt ein Bild vom Udatenno reingeschnitzt, gemeißelt in diesen Stein.
Und der Udatenno war der 59. Kaiser, so Ende des 9. Jahrhunderts.
Also wow, über 1000 Jahre, wann das genau hier reingeschnitzt worden ist, weiß ich nicht.
Das steht nirgendwo.
Aber das hat schon was.
Der ganze Ort, die Atmosphäre ist unfassbar, unglaublich.
Und ich weiß gar nicht, wie das noch besser werden soll.
Aber wir sind immer noch nicht an dem Ort, wo ich eigentlich hinwollte.
Das haut mich komplett um.
Der Ort, wo wir jetzt waren, das ist der Okonoin.
Die haben hier ein ganz schönes Gebäude hingebaut.
Hinter dem Altar, da befindet sich irgendeine Schnitzerei in Stein.
Die ist aber komplett abgeschirmt.
Man darf ja auch nicht in das Gebäude, wo der Altar ist, gehen.
Deswegen, ich weiß nicht, wahrscheinlich irgendein Buddha in Stein geschnitzt da.
Ich habe keine Ahnung.
Auf jeden Fall habe ich hier was total Interessantes gefunden.
Hier steht nämlich Ojin-Tenno und Takeuchi-no-Skune drauf.
Und das habe ich so auch noch nicht gesehen.
Denn eigentlich ist ein Geheimnis, dass der Vater vom Ojin-Tenno nicht der 14. Tenno ist,
wie es eigentlich immer gesagt wird.
Sondern der Vater ist der Takeuchi-no-Skune.
Aber das wird immer eigentlich so ein bisschen versteckt.
Und jetzt haben wir hier einen Schrein, in dem beide verehrt werden.
Also Takeuchi-no-Skune und Ojin-Tenno.
Und das findet man so sonst eigentlich überhaupt nicht.
Ojin-Tenno zusammen mit dem Chu-Ai-Tenno, das wäre der 14.
Und der Ojin-Tenno war der 15.
Das findet man oft, weil da wird offiziell gesagt, Vater und Sohn.
Aber sowas habe ich auch noch nicht gesehen.
Also die Geschichte wird manchmal auch nicht versteckt in Japan.
Sondern man muss mal an die richtigen Orte gehen.
Und dann steht es da einfach schwarz auf weiß geschrieben, wie es war.
Dann ist es auch kein Geheimnis mehr.
Aber das ist ja oft so in Japan.
Deswegen sage ich auch immer, man muss wirklich die Orte besuchen.
Okay Leute, jetzt sind wir wenige Minuten und Meter entfernt von dem Ort,
weshalb ich hier eigentlich heute den Vlog mache.
Das Beste kommt zum Schluss, sagt man ja immer.
Das haben wir uns für den Schluss aufgehoben.
Hier sind wir. Und wie erwartet, sind wir die Einzigen.
Hier im Hintergrund befindet sich ein großer Stein.
Ja, es ist wieder Zeit für Steinschurbelei hier auf dem Kanal.
Und da wird oder da wohnt der Haku-Du-Okami drin.
Der weiße Drache.
Das hier ist sein Iwakura da oben.
Ich bekomme das nicht komplett auf die Kamera drauf.
Es ist einfach so eine bombastische Anlage.
Allein der Weg jetzt hier schon hoch, alles mit riesigen Steinen,
so Megalit-Steinen voll.
Hier diese Megalit-Struktur.
Also das muss damals, also es kommt mir so vor,
wenn ich jetzt hier so gucke und hier hochgelaufen bin,
wie so eine Stein-, also kreisförmige Anordnung in mehreren Ringen,
so nach unten irgendwie.
So kommt es mir zumindest vor, mit diesem Stein ganz oben in der Mitte.
Ich versuche, den jetzt noch ein bisschen besser euch zu zeigen.
Wahnsinn.
Leute, hier wollte ich hin. Das habe ich auf einem Bild gesehen.
Und mir ist dieser Ort hier, seitdem ich ihn entdeckt habe auf Google Maps,
einfach überhaupt nicht mehr aus dem Kopf gegangen.
Ich habe die ganze Zeit gemerkt, ich muss hier hin.
Und deswegen habe ich mich heute auf den Weg gemacht hier hin.
Einfach Wahnsinn, die Energie, man.
Also die Atmosphäre, meine ich.
Oh, hier war damals was, definitiv.
Hier war eine fette Anlage.
Hier wurde der weiße Drache richtig verehrt, Leute.
Das merkt man.
Wir gehen mal gucken, ob ich das ein bisschen besser aufgenommen bekomme.
Aber ihr müsst selbst hier hinkommen.
Ihr müsst hier hinkommen, Leute. Es geht nicht anders.
Ich kann euch das nicht alles vermitteln.
Über ein Video kann man nur so ein bisschen zeigen.
Aber ihr müsst selbst kommen und es spüren.
Hier sind wir am letzten Ort, zu dem ich heute wollte.
Das ist der Stein, in dem die, hier sieht man es auch,
die acht schwarzen großen Götter verehrt werden.
Also die acht großen schwarzen Kami.
Hier gibt es ein Schild, da steht was von sieben Gottheiten drauf.
Also wer jetzt genau die acht sind, ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall fühle ich mich hier komplett wie in einer alten Hochkultur,
versunkenen Hochkultur, gerade stehend.
Weil diese Riesensteine, es ist der Wahnsinn.
Wirklich der komplette Wahnsinn, Mann.
Das macht mich komplett fertig, dieser Ort.
Also die Fotos sahen schon ziemlich heftig aus.
Aber das selbst jetzt hier zu erleben.
Also man sieht auch hier an dem großen Stein,
dass der eindeutig bearbeitet worden ist.
Da sind diese Bereshin oder so nennen die das hier.
Und auch für Sonne, Taiyoshin, Maku nennen die das glaube ich auf Japanisch.
Also da sind solche reingemeißelt, solche ovalförmigen, kreisförmigen Dinge.
Die findet man überall in Japan auf solchen alten Steinen.
Und vor allem auch immer hoch in den Bergen an Wasserquellen.
Und ja, hier haben wir jetzt die Drachen.
Hier sind jetzt die Drachen.
Ihr erinnert euch, wir haben angefangen mit dem Vlog beim Kanon-Tempel.
Und wir sind sozusagen durch die Geschichte Japans gerade gewandert.
Wirklich, so kann man das sehen.
Ganz unten, als wir angefangen haben, haben wir all die modernen Japaner gesehen,
die ihre Kinder in den Tempel dort gebracht haben,
um für gutes Wachsen und Gedeihen der Kinder zu beten und so.
Und das ist das, was heute eben in der modernen Gesellschaft übrig geblieben ist.
Dann sind wir immer höher und haben diese verloren, vergessenen Mauern gefunden.
Dann waren wir im Okunoin, wo dann auch Kanon noch verehrt wird.
Und Kanon, das wollte ich euch auch noch sagen.
Wer ist Kanon in Deutschland?
Es ist die heilige Maria.
Ja, Kanon und Maria sind im Grunde dieselbe Gottheit.
Dieser Kanon-Glaube, der ist, glaube ich, heutzutage, ich müsste es noch mal ganz genau nachgucken,
aber aus dem Gebiet westlich von Indien, also da, wo Kasachstan und so,
all das, der Irak und so, in die Richtung.
Da gab es eine Urreligion dieses Kanon- und Maria-Glaubens, so könnte man sagen.
Und das hat sich dann in Richtung Osten als Kanon-Glaube weiterentwickelt.
Und in Richtung Westen ist es zur heiligen Maria geworden.
Aber Kanon und Maria sind von der Energie her und vom Ursprung exakt dieselben Gottheiten oder Kami,
so könnte man es sagen.
Und deswegen hat man auch, als dann das Christentum nach Japan gegangen ist,
die wussten das anscheinend zu der Zeit irgendwie noch,
hat man dann Maria-Kanon-Figuren irgendwie zusammen gemacht.
Also da hat man schon gemerkt, das ist nicht zufällig, was die da gemacht haben,
sondern es ist halt aufeinander getan worden, weil irgendjemand sich erinnert hat
oder wusste durch Überlieferung, dass es ursprünglich auch mal mehr oder weniger das Gleiche war.
Und deswegen war es für die Christen, die sich hinterher versteckt haben in Japan,
auch nicht so schlimm.
Dann haben sie halt, Chanel durfte kein Christentum machen,
dann haben sie halt die Kanon angebetet, wussten aber, dass die Kanon eigentlich die Maria ist
und haben durch die Kanon die Maria angebetet.
Und dann passt das schon wieder, dann ging das irgendwie.
Also das ist das große Geheimnis sozusagen, was viele nicht wissen.
Was Maria angibt, gibt es noch einige Geheimnisse.
Sie war Jungfrau, aber diese Jungfrau ist nicht in dem Sinne gemeint,
dass sie noch nie irgendwie Geschlechtsverkehr mit einem Mann hatte,
sondern mit Jungfrau.
Das findet man in vielen Mythen und Legenden auch.
In Japan ist es die Seori Tsuhime.
Das ist so das Pendant zur Jungfrau.
Damit ist gemeint, dass das Frauen von mächtigen Männern waren
beziehungsweise auch Frauen von mächtigen Männern, die Seefahrer waren
und die aus dieser ursprünglichen Seefahrerkultur entstammen.
Also dieser Kultur, in der in allen Legenden und Mythen berichtet worden ist,
dass irgendwann die Götter kamen per Schiff oder aus dem Himmel
und auf einmal Wissen vermittelt haben.
Das wird hier allgemein als diese Seefahrerkultur verstanden,
die eben auch in Japan aktiv war und von Japan,
hier diesem großen Meeresbereich, habe ich ja eben auch schon von erzählt,
sich dann in der Welt verteilt hat.
Und Maria war eben eine Frau von einem Nachfahren dieser Seefahrerkultur.
Und den Rest, den könnt ihr euch jetzt selbst denken.
Das geht sonst zu weit für das Video hier heute.
Auf jeden Fall waren wir dann beim Okuno-Inne, bei der Kanon
und dann gehen wir noch ein Stück weiter hoch
und jetzt sind wir auch fast ganz oben auf der Bergspitze,
da wo die Quelle ist sozusagen, das Wasser, die Wasserquelle.
Und hier sehen wir die Urform des Glaubens.
Also diese Steine hier, dieser Drachenglaube,
also Drachenglaube ist immer ganz, ganz eng verknüpft mit Iwakura,
mit diesen Steinen und das ist wieder ganz, ganz verknüpft mit Wasserquellen.
Und wer hat die Drachen beschützt?
Die Yamabushi beziehungsweise die Tengu.
Das heißt, hier in der Nähe gibt es auch wieder Tengu-Legenden und so.
Es gibt auch noch einen Tengu-Stein, glaube ich, aber das schaffen wir heute nicht.
Drachen, Wasser, Iwakura, Steine und Tengu beziehungsweise Yamabushi gehören immer zusammen.
Wenn ihr eines von denen irgendwo findet, ist das andere in der Regel auch nicht weit,
wenn es nicht komplett ausradiert worden ist.
Also ja, wir haben eine Reise in die japanische Vergangenheit gemacht
und sind jetzt praktisch in der Jomon-Zeit hier angekommen,
vor Jahrtausenden von Jahren, vor über 10.000 Jahren wahrscheinlich,
als man hier an diesen Naturorten diese Naturgegenstände,
also diese Steine und die Drachen und all die Kami direkt in der Natur verehrt hat.
Und hier aus diesen Orten geworden ist das, was wir am Anfang des Vlogs gesehen haben,
unten im Tempel, am Fuß des Berges.
Ich werde mich dann auch schon wieder auf den Weg zurück machen.
Ich hoffe, es war interessant für euch.
Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen was vom alten Japan zeigen,
euch ein bisschen mitnehmen und vor allem euch auch einen Eindruck davon vermitteln, wie es hier ist.
Aber ihr wisst mittlerweile, wenn ihr es wirklich erleben wollt,
ihr müsst nach Japan kommen, ihr müsst diesen Ort selbst besuchen und einfach die Atmosphäre aufnehmen.
Es ist wirklich was ganz Besonderes.
Und ihr seht ja, hier ist niemand.
Unten heute Morgen im Tempel alles voll.
Hier ist niemand, weil kaum jemand diese Orte noch schätzt und von ihnen weiß.
Aber ihr, die das Video jetzt gesehen habt, ihr wisst davon.
Vielen Dank fürs Zusehen.
Vielen Dank, dass ihr mich wieder auf meiner Reise hier heute begleitet habt.
Schaut gerne in die Videobeschreibung, wenn ihr meine Arbeit unterstützen wollt
und wollt, dass ich auch weiterhin durch Japan reise, um diese interessanten Orte zu entdecken.
Vielen Dank auf jeden Fall.
Mein Buch über Mythologie gibt es auch in der Videobeschreibung,
falls ihr ein bisschen mehr über die Kami hier und die Götter wissen wollt.
Und dann hoffe ich, dass wir uns auch beim nächsten Mal wiedersehen.
Bis dann. Bye bye.
Vielen Dank an die Unterstützer der Nihongo Vlogs, ohne die diese Videos hier überhaupt gar nicht möglich wären.
Dirty Harry san.
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Hontoni arigato gozaimasu.
