Stefan bekommt von Massimo den Oktopus mit Erbsenpüree serviert. Dieser wurde von Chefin Elena mit Korken gekocht - wofür? Ob der Mitstreiter das Gericht wieder bestellen wird?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Ob die Mitstreiter das genau so sehen?
Hier sind sie schon.
Ich hoffe, es gibt heute richtiges italienisches Chaos.
Wenn die Italiener in Fahrt sind und es gibt Chaos,
kommt immer was Gutes raus.
Im Gegensatz zu den Deutschen.
Ist auch schön, schön gesagt.
Der heutige Gastgeber ist bereits in freudiger Erwartung.
Denn...
Ich gewinne heute, weil ich die besten italienischen Küche mache.
Ciao.
Herrlich.
36 Punkte hat gestern der Rudi vorgelegt.
Das ist schon stark.
Bei unserem Profi kam in diesem Ambiente Urlaubsstimmung auf.
Wie ist es bei euch?
Ich finde es richtig toll hier drin.
Sehr weiß, sehr hell, sehr schön.
Und zum Thema passend hasenlastig.
Hasenlastig?
Hasenlastig.
Es hat einen tollen italienischen Flair auch.
Mir gefällt es sehr gut.
Ich finde schön, dass er noch so klassisch eingedeckt hat
mit Stoffsilberten und schön gefaltet und weiße Tischdecken.
Das passt sehr gut zum Ambiente
und gibt dem Ganzen noch einen italienischen Stil.
Passt hier ganz gut her.
Was ich besonders toll finde, ist da hinten der Beichtstuhl.
Habt ihr den schon gesehen?
Wie viel Sünden muss ein Mensch haben,
wenn er einen eigenen Beichtstuhl hat?
Da war ich schon drin.
Da habe ich meinen Regisseur geschlagen.
Deswegen mache ich das nicht mehr lange.
Für Massimo und seine Gattin wird es jetzt ernst.
Wird der Abend ein Erfolg?
Meine Frau Viola.
Hallo, herzlich willkommen.
Ich werde heute zuständig sein für den Service.
Ich habe euch schon unsere Speisekarte gebracht.
Massimo muss da noch was klarstellen.
Wenn sie Fehler macht, einfach schimpfen.
Schimpfen die Mitstreiter jetzt erst mal über die Karte?
Wer möchte?
Es sind natürlich viel klassisch italienische Gerichte vorwiegend.
Aber auch Kässpätzle, glaube ich.
Wiener Schnitzel gibt es auch.
Ein bisschen regional einfach mit dabei.
Auf jeden Fall eine italienische Karte mit deutschem Einfluss.
Was ja manchmal nicht verkehrt ist.
Die Nachfrage bestimmt ja auch das Angebot.
Wenn die Laubheimer gerne Kässpätzle haben wollen,
finde ich toll, dass sie es machen.
Ich finde, das ist auch in Ordnung.
Ich finde auch, man darf sich nicht zu schade sein,
Geld zu verdienen und Umsatz zu machen.
Elena und Massimo wollen schon mit dem ersten Gang die Latte hochhängen.
Ciao, Massimo.
Hello, grüß dich.
Wie geht's dir?
Freut mich, dass du da bist.
Ich freu mich auch. Was darf ich machen bei dir?
Wir vorbereiten jetzt so Krokete,
aber auf den Stil mediterranisch, so wie in Napoli.
Okay.
Das gehört auch als kleine Gag zum Antipasto-Misto.
Die Spanier haben ja die Kroketas.
Das ist mit der Béchamel-Füllung.
Bei dieser Krokete handelt es sich sehr wohl um eine Kartoffel-Krokete.
Aber die kann man verschiedenartig befüllen.
Wir haben hier Kartoffelpüree.
Natürlich schon ein bisschen frische Kartoffeln.
In die Masse gibt Elena ein Ei, Mozzarella und würzt mit Salz.
Der Mozzarella ist dafür da, dass es schön cremig wird.
Nein, das ist ein bisschen so, wenn du isst,
dass eine lange Musiker kommt.
Ah, okay, eine lange Musiker.
Ah, ah, ah. Das darf ich.
Oh, Mama mia.
Noch ein bisschen, oder?
Massimo hat einfach so viel Liebe im Herzen, das spürt man.
Wenn er dann erklärt, mit dem Musiker und diesem,
ich finde es total sweet.
Massimo hat einfach die DNA eines 100%igen Gastronoms.
Die Leidenschaft ungebrochen, Spaß, Lust, Laune, Fleiß.
Da kommt jetzt wirklich alles zusammen.
Auch Elena, die die Masse mit Petersilie verfeinert,
kann sich keinen anderen Job vorstellen.
Da brauchen wir jetzt auch Liebe, gell?
Weil das muss doch mal auch in diese Teig,
sagen wir mal so, diese Ingesamtzutat,
muss einfach spüren.
Und dieses Gericht ist jetzt aus deinem Heimatort?
Heimat, ja. Genau.
Es wird überall an der Straße verkauft.
Ah, okay.
Ein sog. ital. Street Food sozusagen, oder?
Ihre Gastro-Ausbildung hat Elena in ihrer Heimat Italien gemacht
und weiß genau, was sie tut.
Den Teig kommt in Mehl zuerst.
Es wird eigentlich eh nicht paniert wie Schnitzel.
Wie Schnitzel.
Das Panieren lässt sich der Chef nicht nehmen.
Macht ja auch Spaß.
Et voilà.
Sehr schön.
Das ist die neapolitanische Croquette.
Da ist ja jetzt nicht viel Abweichung zu der Croquette,
wie wir sie kennen.
Es ist einfach dieser Mozzarella-Anteil,
der es wirklich noch ein bisschen anders macht.
In die Fritteuse.
Wie lange denn, Massimo?
Da muss man ein bisschen aufwärmen.
Normalerweise sind es 3 Minuten, plus, minus.
Aber man kann auch fragen, wie viele Croquettes jemand ...
Wie viele?
Witzig, ne? Zuerst die Zucchini frittieren, jetzt die Croquette.
Man könnte sagen, die haben holländische Wurzeln.
Und jetzt als Nächstes vorbereiten wir alle miteinander Pansarotti.
Die Pansarotti, das sind ja Teigtaschen,
so halbmondmäßig nachher gefüllt.
50 ml Olivenöl kommen in 50 ml Wasser,
dann frische Hefe und Zucker dazu.
Das Ganze kommt alles in 300 g Mehl.
Bei der Vermehlung ist v.a. die Technik wichtig.
Es muss immer langsam reintun, also nicht auf einmal.
Alles klar, und dabei darf die Chefköchin
ihre Knetkünste unter Beweis stellen.
Die Elena tut das Salz immer zu Schluss.
Weil wenn das Feuer reintut, und da ist eine Naturhefe dabei,
das kann praktisch das Ganze blockieren.
Alles in Ordnung, das mit dem Salz ist auch gut erklärt.
Dann noch mal durchkneten,
und dann gehört er einfach zum Rasten in die Backgarage.
Und der Teig, der wird dann noch gefüllt.
Und mit was wird der gefüllt?
Mit Tomaten, Mozzarella, oder mit Gemüse,
oder nur mit Tomaten, Köste oder jemandem.
Alles, was in den Kühlschrank übrig ist.
Das heißt, wir kriegen dann irgendwas, was übrig ist?
Nein, also, superschöner Teig.
Ich hab natürlich gern noch gesehen,
wie Sie es jetzt füllen und auch zubereiten.
Aber mir scheint, es geht dann auch schon mit den Vorspeisen los.
Exakt, in Laupheim ist es an der Zeit,
den 1. Gang zu genießen.
Ich seh den Teller an, fühle mich am Meer, wunderbar.
Ja, es schaut schon wirklich sehr, sehr gut aus.
Dann bleiben wir gleich mal bei dir, Rudi.
Wie schmeckt dein Gericht Sauté de Vongole?
Bleibt die Urlaubslaune bestehen?
Mein Teller ist reichlich gefüllt mit Vongole.
Schmecken super.
Meine Muscheln sind wunderbar gegart.
Meine Vongole waren von der Textur her perfekt.
Sie waren definitiv nicht zu lang im Wasser.
Sie waren nicht gummig, wie man es manchmal hat.
Die waren von der Konsistenz her mega.
Sauté ist ein klassischer Muschel-Weißwein-Sauté.
Für mich hätte es ein bisschen würziger sein können.
Die ganze Komposition ist ein bisschen würziger.
Aber das Olivenöl ist einfach noch nachgewürzt.
Einwandfrei.
Ich hatte dann noch ein schönes geröstetes Brot.
Mit Olivenöl kurz angebraten in meinem Teller.
Das hat wunderbar dazu gepasst.
Wenn das gut gemacht ist und die Muschel auf dem Punkt ist,
ist das Bombe.
Das ist hier bei Rudi so gewesen.
Ist auch Jessie voll des Lobes für ihre Wahl?
Verdura Grigliata, ein gelungener Auftakt?
Ich habe einen mediterranen Gemüseteller.
Ist ganz klassisch.
Zucchini, Aubergine, Paprika, ein bisschen Oliven noch dazu.
Und Pilze, schön angebraten.
Abgeschmeckt mit Knoblauch, Petersilie.
Hat dann auch das tolle Olivenöl noch von Massimo drauf gemacht.
Das ist sehr lecker, schön fruchtig.
Und ein bisschen gewürzt noch.
Und insgesamt sehr runder Geschmack.
Es war nicht so,
dass ich deswegen den Punkt jetzt abgezogen hätte.
Da ja Olivenöl und Salz, Pfeffer alles am Tisch war.
Und ich es mir dann so abschmecken konnte,
wie ich es dann gehabt hätte.
Der Griff zum Olivenöl hat mit Punktabzug nichts zu tun.
Das ist normal.
Es ist ein sehr schöner mediterraner Teller für 15,40 Euro.
Es gibt auch noch das leckere Brot, das selbstgebackene Brot dazu.
Ich finde, das ist vollkommen angemessen vom Preis her.
Was soll ich dazu sagen?
Es ist schon auch Geld, aber ich finde es eh angemessen.
Auch Veganer Lou ist fündig geworden,
sind deine Antipasti vegan, ganz nach deinem Geschmack?
Ich starte mal mit diesem wunderbaren Teig-Pizza-Stückchen,
würde ich jetzt mal sagen, mit dem veganen Mozzarella obendrauf.
Wir haben eine klassische Tomatensauce auf dem Teiggebäck.
Mega fluffig, toller Teig.
Und der Käse, der vegane Käse, der obendrauf war,
den habe ich wirklich noch nicht kennengelernt,
weil der fast wie originaler Käse schmeckt für mich.
Also die meisten veganen Käse, die ich in meiner Welt kenne,
die sind auf Cashew-Basis und dann eben Hefekulturen aufgebaut.
Da kriegt man auch den Geschmack mit hin.
Dann haben wir hier vorne diese weiße Bohnencreme,
die vielleicht noch ein bisschen kräftiger gewürzt,
vor allem ein bisschen mehr Salz noch hätte sein dürfen, mittig.
Dann haben wir diese gefüllte Paprika,
die gefüllt wurde mit verschiedenen Gemüsen,
sehr rund abgeschmeckt.
Und wir haben noch einen Pilz,
der im Tempurateig ausgebacken wurde.
Pilze ist immer so ein bisschen problematisch, wenn man die frittiert,
weil die eben viel Flüssigkeit haben,
die Flüssigkeit durch die Wärme austritt
und der Teig dann so ein bisschen aufschwemmt.
Das hätte natürlich krosser sein können.
Es gab immer gebackene Champignons mit Remouladensoße.
Da hat das immer geklappt.
Für Stefan gibt es den klassischen Vorspeisenteller Antipasto Misto.
Dann lass doch mal hören, ob du einverstanden bist.
Wir haben den Kabeljau, den hat er ausgebacken,
mit einer Paprikasoße drunter, sehr lecker.
Zucchini gefüllt, die ist schön angebraten,
aber ein bisschen schwach im Geschmack.
Da habe ich ein bisschen nachgesalzen vorher.
Die Krokette, die ich da habe, die hat er selber gemacht.
Das ist toll.
Kommt da jetzt ein Aber?
Ist allerdings von der Konsistenz her ein klein bisschen,
ja, matschig würde ich nicht sagen,
aber hat ein bisschen wenig Festigkeit in sich.
Ist nicht matschig, das ist halt eine Kartoffelmasse,
wo ein hoher Anteil an Mozzarella drin ist.
Das ist halt keine deutsche Krokette, sondern eine italienische.
Die Teigtasche, die gefüllte Teigtasche ist gut.
Ja, hat ein bisschen viel Teig für mich und wenig Füllung.
Deswegen schmeckt es ein bisschen lasch.
Auch da habe ich ein bisschen nachwurzeln müssen.
Die Wurstwaren, die ich habe, den Schinken und die Salami,
sind lecker.
Der Käse hat mir auch gut geschmeckt.
Für 19,90 Euro finde ich das Gericht gut im Preis.
Allerdings ist es ein bisschen zu viel für mich.
Aber es ist so viel drauf, viel zu viel am Ende für eine Vorspeise.
Das geht schon entweder für 2 Personen oder das Hauptgang durch.
Was soll ich jetzt sagen?
Als ich jünger war, konnte ich es wegfuttern.
Jetzt auch nicht mehr.
Dann hilft mir meine Perle oder Freundin mit.
Ich würde das nicht so dramatisch sehen.
Wie dramatisch wird jetzt die Punktetendenz ausfallen?
Was erhofft sich Massimo?
Ich glaube, zwischen Sieben und Acht auf jeden Fall.
Mein Gott, bescheiden ist der auch noch.
Der hat ja auch alles, wo man Italiener in die Arme nehmen muss
und sagen, du bist echt meiner.
Jessy fängt an.
Meine Tendenz sind 10 Punkte.
Wie bitte?
Meine Tendenz sind 10 Punkte.
Mille Grazie.
Alter.
Wow.
Massimo, meine Tendenz 8 Punkte.
Okay.
Acht ist super.
Deine Punkte bitte.
Meine Tendenz sind auch 8 Punkte.
Vielen Dank.
Auch meine Tendenz sind 8 Punkte für dich heute, Massimo.
Grazie.
Danke schön.
Danke euch.
Das sind 34 Punkte.
Haha, das ist super gelaufen.
Wie geht es dir, Massimo?
Ganz ehrlich bin ich sehr zufrieden.
Ich hätte nie gedacht, dass Jessica einfach 10 Punkte gibt.
Wow, das hat mich total überrascht.
Pumpe, 10 Punkte.
Stark.
Stark, stark, stark.
Ein Auftakt nach Mars.
Kann Massimo auch mit den Hauptgerichten triumphieren?
Hallo, Massimo.
Jessica, grüß dich.
Hat mich schon gefreut, bei dir reinzuschauen heute.
Freue mich sehr.
In dein kleines Reich.
Wir tun heute eine tolle Oktopuskoche.
So richtig mediterranische.
Oktopus, dann mal los.
Erzähl doch mal was über deinen Hauptdarsteller.
Das ist ganz frische Ware.
Die habe ich natürlich schon mal geputzt.
Hier muss ich immer sauber machen.
Alle Innereien weg quasi.
So ein Resultat, ja.
Schaut bomba aus.
Wasser kocht schon, ohne Salz.
Dafür kommt etwas dazu, womit wir weniger gerechnet hätten.
Korken.
Was bewirkt der Korken in dem Rotweinwasser?
Das kommt rein, weil der Oktopus schön weich ist.
Wichtig ist, nicht zu starke Hitze.
Er muss einfach weich werden.
Korken, da kann jetzt Herr Doktor Prof. Schnick-Schnack-Schnuck
ums Eck kommen.
Vergiss es, was soll denn da passieren?
Unser Profi ist skeptisch.
Aber Elena hat ebenso ihre eigenen Kniffe.
1, 2, 3.
Und dann hinlegen, einfach in Ruhe lassen.
Er hat ihn ja 3-mal eingetunkt.
Ich denke mal, das hat irgendeiner so erfunden,
dass das perfekt ist.
Man wird es immer schön weitergegeben.
Es ist toll, dass man es so beibehält.
Das ist so, als wenn wir in die Badewanne steigen.
Dann gehen wir in die Knie, in die Hocke ins heiße Wasser.
Dann halten wir unseren Pupschi ein Millimeter rein.
Beim 2. Mal ein bisschen mehr.
Beim 3. Mal versinken wir in der Wanne.
Wir gewöhnen den kleinen Oktopus an die Wärme.
Jetzt muss man gar nichts mehr machen.
Man muss einfach nur kochen.
Elena widmet sich den Zwiebeln
und gibt sie in die Pfanne mit Erbsen.
Ganz wichtig, so wie in Italien, ist Olivenöl.
Eh klar, Olivenöl darf nicht fehlen.
Dann würzt Elena mit Salz und Pfeffer.
Petersilie muss auch noch rein, genauso wie Weißwein.
Elena, jetzt lass die Erbsen noch ein bisschen in die Pfanne.
Bis die Zwiebeln so schmelzen.
Bis sie den Geschmack abgegeben haben.
Genau.
Danach ergänzt die Chefköchin die Gemüsebrühe
und dann ab in den Mixer.
Und jetzt, Jessica, ein kleiner Trick.
Da geben wir 2 gekochte Kartoffeln.
Für die Bindung. Okay.
Ein bisschen Show gehört bei Massimo eben auch dazu.
Das ist für die Konsistenz.
Der Forest ist da.
Man spürt schon,
dass Massimo sich sehr wohl mit seinen Gerichten zu 100% auskennt.
Ich schätze, der wird mal in den Anfängen
aus der Küche gestanden haben.
Schon mit 12 Jahren hat Massimo in der Gastro mitgearbeitet.
Da ist so einiges hängen geblieben.
Sieht aus wie Babybrei.
Schöne Farbe.
Ja, ziemlich knallig.
Sieht lecker aus.
Die Erbsencreme hatte eine super Konsistenz.
Sie war nicht zu fest.
Die Farbe ist auch gut erhalten geblieben.
Ich würde sie immer wieder ein bisschen anders machen.
Ich bräuchte auch nicht ganz so viel Flüssigkeit.
Ich würde sie gar nicht so lange in so viel Flüssigkeit kochen.
Aber hier, schau, Ergebnis ist Bombe.
Gerade davor war der Pulver schon fertig gekocht.
Dann kann die Elena zeigen.
Ganz die alte Schule holt Massimo erst mal den Topf.
Schau mal.
Der ist schon ein bisschen kleiner geworden, auf jeden Fall.
Ziemlich klein geworden.
Eine sehr schöne Farbe hat er.
Der wird praktisch geschnitten und portioniert, je nach Bedarf.
Schau mal, das hat eine tolle Farbe.
Natürlich, siehst du?
Konsistenz, absolut toll.
Absolut toll, ja.
Also, Zubereitung Oktopus, kann man nichts sagen.
Alles in Ordnung.
Und bewahre dir den Traum der Korken.
Ins Träumen geraten jetzt vielleicht auch Massimos Mitstreiter
beim Anblick ihrer Teller.
Ja, schön.
Das tun wir gleich filetieren.
Rudi bekommt einen Special Service.
Ich finde das immer toll, wenn ich in ein Restaurant gehe,
beim Italiener z.B., die machen da ein bisschen Show drum rum.
Das gehört für mich einfach dazu.
Ich finde das ganz toll,
wenn einer noch dieses Handwerk überhaupt beherrscht.
Den Fisch am Tisch zu trangieren, zu portionieren für den Gast,
ganz toll.
Vorschusslorbeeren für Massimos Anrichterweise.
Wenn Rudis Dorade jetzt auch noch geschmacklich ein Volltreffer ist?
Meine Dorade ist, man sieht es, sehr gut gegart.
Massimo hat mir das alles schon ein bisschen mariniert
mit Zitrone und Olivenöl.
Ich musste noch ein bisschen Salz nachwürzen,
aber das ist meine persönliche Befindlichkeit.
Ist ja vielleicht ein bisschen ungewöhnlich,
hat man Spaghetti aglio e olio dazu gewünscht.
Es ist Knoblauchgeschmack in den Spaghetti drin,
also wie man sich Spaghetti aglio e olio wünscht.
Ich kann eigentlich nur sagen, es schmeckt,
wie wenn ich es mir zu Hause selber gemacht hätte.
Und da ist er eigen, also das heißt, es schmeckt gut.
Doch eine Kleinigkeit missfällt Rudi.
Das Einzige, was ich bei mir zu Hause nicht drauf machen würde,
ist ein Balsamico-Klecks mit Johannisbeeren.
Aber das tut der ganzen Sache keinen Abbruch.
Ich esse es halt einfach nicht mit.
Ja, gute Einstellung.
Ich bin sehr, sehr zufrieden mit meiner Dorade und meinen Spaghetti.
Es hat mich schon sehr, sehr abgeholt.
Ich hatte mich schon ein bisschen wie in Massimos Heimat gefühlt.
Ich finde, dass der Rudi sehr entspannt ist,
sich überhaupt nicht zu schade ist,
mit Komplimenten hier um sich zu werfen.
Und das gefällt mir wirklich ausgesprochen gut, wie er hier agiert.
Dann geben wir mal das Wort an Lou.
Er kostet Linguine alla Massimo.
Gute Entscheidung?
Linguine sind hier die etwas breiteren Nudeln.
Die sind perfekt gegart.
Die Soße ist auf Tomatenbasis.
Ich habe jetzt zusätzlich noch getrocknete Tomaten.
Ich habe Vesuvio-Tomaten auch mit dabei.
Durch die verschiedenen Konsistenzen der Tomaten
hat es natürlich ein unterschiedliches Mundgefühl auch.
Dann habe ich in der Soße noch zusätzlich,
hier sieht man das, so eine Art wilden Brokkoli.
Mundet der dir denn?
Der geht ein bisschen unter in der Soße,
weil die Soße sehr tomatenlastig ist.
Das Gericht war an sich sehr tomatenlastig,
aber es war sehr gut abgeschmeckt, nicht zu säuerlich.
Genau richtig für mich.
Basilikum haben wir auch mit dabei.
Leichte Nuss-Nuancen von den Pinienkernen.
Oliven noch dazu.
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Gericht.
Ja, ja, es läuft gut für Massimo.
Hand in Hand mit Elena will der jetzt Feedback.
So, meine Lieben.
Hat es euch geschmeckt?
Ich zittere ein bisschen, ist ein bisschen emotional immer.
Aber freu mich.
Maiks Testessen Paqueri all'Oscoglio wird heute Jesse genießen,
inklusive Profi-Rat.
Tipp war letztes Mal praktisch die Garnelen
und die Kaiserkraut erst später.
Also nicht zusammen kochen.
Das haben wir gemacht.
Stark, super.
Jesse, wir sind ganz oha.
War alles sehr schön angebraten, hat auch sehr gut geschmeckt.
Der Pulpo, kenn ich mich nicht so aus,
ich hab's vorhin mal zubereiten gesehen,
der wird ja nicht gewürzt.
Das ist so. Ja, ja.
Den lasst ihr einfach in Natur. Ja.
Die Konsistenz vom Pulpo ist tatsächlich schon bissfest.
Er war sehr neutral einfach, also man konnte es gut essen.
Man kann es gut essen, ist ja auch geil.
Der Eigengeschmack ist ja schon mal was Besonderes, finde ich.
Bei mir war es dann schon der Kustentierfond,
der die ganze Note oben draufgesetzt hat.
Und das einfach, bei mir war es würzig, muss ich sagen.
Und die Dame in der Runde hat noch einen Kritikpunkt.
Bei mir hat halt ein bisschen, ich bin halt Schwabe,
ein bisschen Flüssigkeit gefehlt halt.
Die Flüssigkeit hat der Schwäbin gefehlt.
Wo die Meeresfrüchte gekocht wird,
dann kommt die Pasta und geht bis zum Schluss in die Pfanne mit der Soße.
In diesem Rezept ist es tatsächlich so,
also mit weniger Soße, weil die Pasta schon die Soße
von den verschiedenen Meeresfrüchten zieht.
Also bei mir war es perfekt, es war saftig,
die Pasta war bis zum Schluss nicht trocken.
Die Komponenten der Meeresfrüchte haben den Rest gegeben,
also hatte ich nicht bei mir.
Passt für Stefan alles?
Und würde er sein Gericht Oktopus noch mal bestellen?
Was sagst du?
Das Erbsenpüree fand ich lecker, hat mir gut geschmeckt.
War gut vom Püree her, vom Mundgefühl war das echt lecker.
Das gilt aber nicht für das hier.
Die Mayo ist jetzt nicht meins gewesen,
die ist ein bisschen säuerlich, säuerlastig von der Mayo her.
Vom Säuge halt war mir die ein bisschen zu säuerlich,
die Mayonnaise, das Fettige mit dem Säuren,
das war jetzt nicht meins.
Das kann man ja auch einfach dann mal so sagen.
Vielleicht haben sie da auch ein bisschen zu viel Säure dran
oder es ist allgemein nicht deins.
Finde ich total legitim, was er sagt.
Kommen wir mal zum Hauptakteur.
Der Oktopus selber, der war noch gut zum Kauen,
aber schon ein klein bisschen fest für mich.
Ich habe den mir auch ein bisschen mit Rosmarin, Thymian,
ein bisschen mediterrane Gewürze,
ein bisschen Knoblauch erhofft.
Macht ihr denn immer so, ist das so?
Wir wechseln immer die Rezepte hier.
Da gibt es z.B. auch von Natur gegrillt,
z.B. mit Kirschtomaten, Olivenöl, Knoblauch und auf Rucola-Bett.
Aber diese Woche haben wir diese Version gehabt.
Also so ein Oktopus, ich muss auch sagen,
ich finde, dass man dem schon auch von außen
was Würziges dazugeben darf.
Also den noch mal in Olivenöl und mit frischen Kräutern.
Also dieses Arosieren finde ich bei einem Oktopus
wirklich auch sehr wichtig.
Das scheint hier ein bisschen zu wenig gewesen zu sein.
Parken und auf süße Finale konzentrieren,
das sollte doch 2 waschechten Italienern gelingen.
Hallo Massimo.
Ciao Stefan.
Ich darf heute bei dir sein beim Dessert.
Ja.
Was machen wir denn feines?
Heute vorbereiten wir eine Neapolitanische Zetpola.
Ich glaube, das ist so eine Art Hefeteig.
Und wenn ich mich richtig erinnere,
da werden diese in so Teigkugelformen gebacken.
In meiner Welt.
Aber da gibt es sicherlich 1.000 Ableiter.
Fangen wir von der Cremefüllung an.
Dafür gibt Elena Zitronenzesten in 500 ml Milch.
Was ist das?
So, gerade haben wir ein paar Tropfen,
aber wirklich 2 von dieser Rum-Essenz.
Okay.
Das Ganze muss blubbern, langsam.
Er nimmt Rum-Aroma wie die Oma.
Ja, war bei der Oma okay heute.
Ich muss schmunzeln.
Für den Teig vermischt Elena 120 g Zucker, 90 g Mehl und 2 Eier.
Und 2 Eier.
Un momento, un momento, un momento.
Voilà.
Mon amour.
Prego.
Was ist denn das?
Elena kennt die Show-Einlagen des Meisters schon lang.
Stefan muss sich noch dran gewöhnen.
Wunderbar.
Wie eine Musik.
Er ist ein richtiger Italiener.
Er gestikuliert mit Händen und Füßen.
Er ist voll bei der Sache, voll verliebt in das Detail.
Ich finde das spitze.
So geil ist der Typ.
Ja, da ist einer voll und ganz in seinem Element.
So, die Milch hat gekocht.
Genau.
Jetzt muss man langsam in die flüssige, heiße Milch einrühren.
Genau.
Was sagt unser Profi?
Das stoppt dann natürlich.
Für eine Topfwertung müssen die Desserts gelingen.
Denn bei den Hauptschweißen gab es Kritik.
Jetzt darf die Flamme ein bisschen aufsteigen.
Man muss immer umdrehen.
Immer rühren.
Ständiges Rühren.
Na klar, wird immer fester.
Elena gibt alles.
Das ist die genannte Crema Pasticcera.
Und wenn die Crema abgekühlt ist, was passiert dann mit der?
Da tun wir den Nagel in die Füllung bei dem Brandteig.
Und verbinden den Nagel auch noch mit frischem Erdbeer.
Jetzt ist das Wort Brandteig gefallen.
Das unterscheidet sich auch noch ein bisschen zu dem Teig,
wie ich ihn abgespeichert hatte.
Brandteig ist natürlich dann gebacken.
Dann ist das die Crema, die als Füllung dient.
In Laupheim serviert Massimo den 3. und letzten Gang.
Was sagt er zur Optik?
Sie sind alle auf der Schieferplatte angerichtet.
Das ist sehr modern.
Ich finde die Anrichtung, weil ich auf der Schieferplatte fahre,
schön.
Schieferplatten sind so was von oldschool,
dass es gar keine mehr gibt, oder?
Nee, die waren doch vor dem Trend.
Nee, das ist vorbei.
Also die Thematik Schieferplatte.
Ist Lou's Dessert geschmacklich im Trend?
Er hat das Kokos-Panna Cotta vegan geordert.
Na?
Ich schmecke bei meiner Creme tatsächlich Kokos.
Es sind auch Kokosflocken noch obendrauf.
Es ist sehr kokoslastig und nicht so süß.
Die Konsistenz der Panna Cotta ist cremig, aber auch leicht fest.
Ich hätte es mir noch cremiger vorstellen können.
Seit wann hat eine Panna Cotta Cremigkeit?
Das fällt mir gerade ein.
Das ist ja Quatsch.
Das ist eigentlich gestockte Sahne und Milch.
Also eigentlich Sahne.
Diesen Schoko-Chip, der ist etwas weich.
Hätte ich vielleicht gar nicht gebraucht.
Hier haben wir noch frisches Obst.
Das gibt so ein bisschen den säuerlichen Touch dazu.
Meine Panna Cotta war gut, in Ordnung.
Aber jetzt auch nichts Außergewöhnliches.
Es muss ja auch nicht immer außergewöhnlich sein,
sondern es muss einfach gut schmecken und passen.
Stefan ist dran.
Seine Dessert-Auswahl lautet Zeppoli Napolitane.
Was steckt dahinter?
Der Windbeutel ist sehr luftig, das ist gut.
Ich finde, er könnte ein bisschen großer gebacken sein.
Die Creme an sich ist ein klein bisschen pumpig.
Die Creme vom Geschmack war gut,
mit Zitronenzesten und dem Rum-Aroma.
Süße war gut, aber einfach die Konsistenz war nicht meins.
Pumpige Creme.
Für 6,50 Euro finde ich das total angemessen,
vom Aufwand her.
Der Obstsalat ist auch gut.
Den haben wir alle gleich.
Ich glaube, man hätte es etwas anders machen können.
Aber alles gut.
Vom Geschmack her, Kiwi war gut, die Trauben waren gut.
Aber überall das Gleiche ist ein bisschen lame.
Stefan sagt das, was er denkt.
Das finde ich gut, weil er es auch nicht verletzen macht.
Er macht es zwar auch sehr ernüchternd, aber es passt.
Auch Jesse nimmt kein Blatt vor den Mund.
Wie bewertest du dein Panna Cotta mit Erdbeer-Ragout?
Würdest du es noch mal bestellen?
Ich habe ja auch ein Panna Cotta,
aber meins ist im Gegensatz zu deinem nicht vegan,
sondern richtig schön sahnig.
Sie war schön sahnig, war von der Konsistenz her nicht zu fest.
Schön cremig, ich fand sie perfekt.
Ich habe Fruchtsauce dabei, das ist eine Erdbeersauce.
Gut oder nicht so?
Das ist fast ein bisschen viel, weil es sehr süß ist
und den Geschmack von der Panna Cotta ein bisschen übertünft.
Schöner wäre es gewesen,
wenn die Sauce weniger oder separat gewesen wäre,
hätte man es besser mischen können.
Zu viel Erdbeersauce, dafür, dass ich kein normaler Mensch wäre.
Die Schokolade da drauf ist super noch dazu,
da sie noch ein bisschen bitter ist
und sehr gut mit der Erdbeersauce harmoniert.
Harmonie pur auch bei Rudi?
Er hat sich für den Klassiker Tiramisu entschieden.
Sieht gut aus.
Es ist ein klassisches Tiramisu, es hat die richtige Konsistenz.
Es ist nicht zu viel Creme.
Das Austarieren vom Kaffee-Geschmack,
vom Kakao, von der Mascarpone-Creme ist wunderbar.
Ich mag es nicht, wenn ein Tiramisu nur nach Kaffee schmeckt.
Das Verhältnis der verschiedenen Komponenten zueinander
hat für mich ausgezeichnet gepasst.
Der Alkohol ist überhaupt nicht dominant in diesem Tiramisu.
Ich konnte auch nicht rausschmecken,
es ist klassisch mit Marsala oder Amaretto gemacht.
Bei unserem Tiramisu
ist es nur klassisch mit italienischem Biscuit,
also Savoiardi, Espresso und keinem Alkohol.
Keinem Alkohol, okay.
Ich glaube schon,
dass in der damaligen Klassik Marsala drin war.
Wenn ich zu den Nachsprechern ein kleines Fazit ziehen müsste,
dann muss ich sagen,
dass da der Massimo und sein Team
das Ganze ein bisschen in Neuzeit abholen könnten,
allein schon vom Anrichten her.
Da würde ich so einen kleinen Feinschliff ganz schön finden.
Nach dem Essen kommt die Rechnung.
Dann werfen wir doch mal einen Blick auf die nackten Zahlen.
Insgesamt 245 Euro, ca. 193 Euro für die Speisen
und der Rest dann für die Getränke, die wir hatten.
Ist fast wie bei dir, preislich.
Preislich für eine Innenstadtlage finde ich das total okay.
Ist in Ordnung.
Wir haben viel bekommen und da ist der Preis völlig in Ordnung.
Bei den tollen Fischsachen, Kaisergranat, alles, na komm.
Super in Ordnung, passt.
Wie viele Punkte kommen zusammen?
Die servieren wir Massimo auch auf der Schifa-Tafel.
Grazie.
Nehmen wir mal alles in die Punkte, gell?
Ja, nimmst du richtig an.
7, va bene.
Eine 7.
7, ich denke, kommt für Stefan.
Ist das so?
7 Punkte.
Michael, aha.
Aha, jetzt haben wir eine 8, das geht noch besser.
Wem hast du die zu verdanken?
Rudi.
Schauen wir mal nach.
9 Punkte, mit Amore.
Rudi gibt sogar eine 9.
Mal die nächste Wertung auf.
Wow, eine 8.
Ich glaube, diese 8, im Durchschnitt bin ich trotzdem Jessica.
8 Punkte.
Weiter gehts.
9.
Das ist schon mal eine vegane Freundin übrig geblieben.
Solo, dann lass mal sehen.
8 Punkte.
Grazie, grazie mille, ich bin sehr zufrieden.
Dankeschön, vielen Dank.
Ja, das sind 32 Punkte.
Man ist mit 32 Punkten mitten im Wettbewerb.
Klasse.
Aber dennoch ist Massimo aktuell knapp das Schlusslicht hinter Lu.
Rudi behält die Spitzenposition.
Kann Jessie das morgen ändern?
Sie setzt auf deutsch-schwäbisches in klassischer Gasthof-Optik.
Wir sind zwar auf dem Land, aber stehen geblieben sind wir nicht.
Sieht die Konkurrenz das auch so?
Fast vergessen, warm zu machen.
Das ist wirklich eiskalt.
Gerade beim schönen Lammrücken ist das auch sehr enttäuschend.
Wie wird dieser Abend enden?