Plotin - Rückkehr zur Einheit

Philosophie
7 Abonnenten
06.12.2024
Plotins Denken kurz gefasst könnte lauten: Alles ist eins. Das gesamte Sein ist durchzogen vom Göttlichen und wird zurückkehren ins Göttliche. Die menschliche Seele lässt das Materielle hinter sich und findet seine Ruhe im All-Einen.
der Antike Philosoph Plotin lebte im
dritten Jahrhundert sein Denken
irritiert erstmal nicht die sinnlich
wahrnehmbare Welt soll Real sein sondern
eine jenseitige geistige Welt doch dann
erscheint Plotin fast wieder modern
durch seine heute würde man sagen
ganzheitliche Weltsicht Rolf kzen über
einen nicht immer einfach zu
verstehenden aber aktuellen
Denker alles Seiende ist das eine
seiend Plotin geht es ums ganze um die
geistige Welt die seelische Welt und um
die mit den Sinnen wahrnehmbare Welt um
Mensch und Kosmos um das Gute und den
Sinn des Lebens und dieses ganze um das
es ihm geht hat seinen Ausgangspunkt im
einen alles Seiende ist durch das eine
seiend am Anfang ist nicht ein Gott der
die Welt erschafft am Anfang ist nicht
Materie aus der sich alles entwickelt am
Anfang ist auch nicht das nichts kein
Urknall kein göttlicher Geist am Anfang
ist nicht einmal der Anfang sondern das
eine es ist eines es ist absolut einfach
und nichts anderes die
einheitsphilosophie plotins führt das
Denken an seine Grenzen meint Christian
Tornau er ist Philosophieprofessor in
Würzburg
plotinspezialist pltin selbst sagte es
sei ihm in seinem Leben nur wenige Male
gelungen dieses eine zu erleben in einer
Art Ektase sowie Mystiker das Göttliche
erfahren doch mit Schwärmerei mit
frommer Inbrunst hat dieses eine nichts
zu tun sondern mit den Grenzen des
Denkens es ist nicht denken sondern
jenseits des Denkens aber nicht in dem
Sinne dass es gewissermaßen leer nicht
denkend nicht rational wäre sondern dass
es eine höhere Macht eine größere Fülle
ist als der denken so dass das Denken
aus ihn entspringen kann
über das eine selbst lässt sich nur
sagen was es nicht
ist was würde das eine wenn es denn
sprechen könnte über sich selbst sagen
es würde natürlich im Schweigen
verharren auch Plotin schweigt über das
absolut eine aber sein Werk und seine
Lehre erklären warum und weshalb alles
aus diesem einen hervorgehen muss
plotins Biographie in
stichwarten 205 christlicher
Zeitrechnung Plotin wird geboren
wahrscheinlich im heutigen asjud in
Ägypten gesichert ist das nicht seine
Biografen und Schüler porfyrios hat er
wenig über seine Herkunft berichtet
plutinos der Philosoph war die Art von
Mann die sich dessen schämt im Leibe zu
sein aus solcher Gemütsverfassung wollte
er sich nicht herablassen etwas über
seine Eltern oder seine Herkunft zu
erzählen
Plotin verfügt über die wesentlichen
bildungsressourcen seiner Zeit also er
kennt Platon aristotel ist ganz
hervorragend er hat sich mit den
Stoikern auseinandergesetzt er kennt
gnostische Schriften er hat offenbar
auch irgendeine Berührung mit dem
Christentum er kennt Klassiker aller Art
was darauf hindeutet dass er in einem
Bildungs und Schulkontext steht wie man
ihn eben in seiner Zeit haben konnte
Plotin wurde zwar in Ägypten geboren war
aber ein römischer Bürger der griechisch
sprach und schrieb so der
Philosophieprofessor und Spezialist für
die Philosophie der Antike christopfn
Plotin ist ein römischer Aristokrat
gewesen darauf deutet schon der Name hin
der Name Plotin ist nicht eigentlich ein
griechischer Name hellenistischer Name
sondern ein lateinischer römischer name
und er gehörte zur römischen
Nobilität 232 bis 233 Plotin lebt und
studiert in Alexandria einem Zentrum von
Bildung und Wissenschaft im römischen
Reich er spricht die Sprache der
Gebildeten griechisch alle berühmten
Philosophen soll er kennengelernt haben
niemand habe ihn überzeugt bis auf
armonios
sakas sakas war Platoniker er
entwickelte wie später plutin die
Philosophie Platons weiter der zu dieser
Zeit bereits 600 Jahre tot war und viele
Philosophen inspirierte bei Platon ist
die eigentliche Wirklichkeit eine
jenseitige Ideenwelt hier finden sich
Urbilder des Guten schönen und gerechten
aber auch die Urbilder von Gegenständen
wie z.B das Urbild des Baums oder des
Stuhls also Grundmuster oder Strukturen
die uns erlauben ein Gewächs als Baum
oder etwas menschengemachtes als Stuhl
zu erkennen Erkenntnis stellt sich
Platon also und hieran knüpfen Plotin
und andere Platoniker an als eine Art
Verbindung zum Urbild vor das Urbild
selbst ist allerdings nur schattenhaft
nicht vollständig zu erkennen es geht um
die Frage was real was wesentlich und
was wertvoll ist und wo wir als Menschen
in der Welt stehen und wie wir uns hier
orientieren und die Entscheidung plotins
ist nun einmal dass das reale das
geistige ist das Körperliche gibt es
natürlich auch es ist auch nicht ohne
Bedeutung aber es kommt eben erst später
wenn wir das eigentliche erkennen wollen
dann müssen wir uns umorientieren wir
müssen sozusagen unsere Lebensauffassung
revidieren das gestaltet sich dann bei
Plotin als ein Denken des Aufstiegs zum
geistigen letztenendes zum einen und zum
guten das ist durchaus eine Distanznahme
von der
Erfahrungswelt aber es ist eine
Distanznahme die philosophisch rational
auch argumentativ begründet ist wir
müssen abstrahieren also Absehen von dem
was uns über die Sinne zugänglich ist
und wir müssen einen gewissen Abstand
gewinnen zur uns umgebenden Welt auf
diesem Weg meint Plotin lassen sich die
verschiedenen Stufen des Seins erkennen
wenn wir es ganz einfach skizzieren
wollen dann haben wir ein Modell von
drei Stufen und da haben wir an der
Spitze der Pyramide das eine oder das
Gute also das eine das dem denken
zugänglich ist Plotin schreibt vor dem
vielen muss das eine sein man muss die
Vielheit der zerteilten Dinge auf das
eine zurückführen
Ideen sind Vielheit Dinge sind Vielheit
die ganze Welt der Kosmos besteht aus
dem was Plotin Vielheit nennt Plotin
macht die Beobachtung dass Vielheit und
Struktur immer Einheit voraussetzt
deswegen ist die Einheit das
allgemeinste grundlegste Prinzip aus
einen an der Spitze der Pyramide
entsteht dann die Vielheit in mehreren
Stufen vorstellbar ist das wie eine Art
Brunnen aus dem von oben über
verschiedene Stufen das Wasser
herabströmt und dabei in die Breite
fließt das Wasser um im Bild zu bleiben
ist das Gute göttliche es verteilt sich
von oben nach unten bleibt aber das
klingt paradox das eine man könnte sagen
das eine oder gute ist das erste kausale
Prinzip insofern ist allem die Einheit
und damit die Existenz Verleih und es
ist das Gute als teleologisches Prinzip
wenn man so will insofern ist allem
seine Dynamik und seine Richtung
Verleih so ist es denn gar kein Wunder
oder ist es gerade ein Wunder wie die
Vielheit des Lebens aus der nicht
Vielheit stammt und wie die Vielheit
nicht da sein könnte wenn es nicht das
vor der Vielheit gäbe das nicht Vielheit
ist dann haben wir auf der zweiten Stufe
den Geist und das sein das ist eine
Gleichsetzung insofern für Plotin als
Platoniker das reale eben das geistige
ist das kennt man aus der platonischen
Ideenlehre diese zweite Stufe nennt
Plotin also Geist der Geist ist im
Denken zugänglich der Mensch kann
Nachdenken über die geistige Idee der
Gerechtigkeit über das Gute Wahre und
schöne woran wir uns dabei etwas
gewöhnen müssen das ist diese Idee von
seinsstufen das etwas in höherem oder
geringer Maße seiend oder real sein kann
so denken wir nicht unbedingt das ist
aber recht typisch für den Platonismus
und wohl auch generell für antikes
denken erklärt Christian Tornau auf der
zweiten Stufe ist noch recht viel eines
präsent die Stufe danach die dritte
Stufe nennt Plotin Seele wenn wir jetzt
auf die Stufe der Seele gehen dann haben
wir geistiges Sein wie es produktiv wird
körperliches sein hervorbringt auch zum
Körper in Bezug tritt die Seele ist ein
Gestaltungsprinzip so etwas wie ein
Bauplan oder genetischer Code eine
solche Seele haben etwa der Baum und der
Mensch auch die Welt und der Kosmos dass
die Welt insgesamt ein belebtes
beselttes Lebewesen ist aber das ist
wiederum nur ein Teil also dieser
kosmischen seelenvorstellung bei der die
Seele etwas selbstständiges ist der
eigentliche Ort der Seele ist die
geistige Welt aber die Seele wird
produktiv dynamisch
die Seele ist es die alle Lebewesen
geschaffen hat und ihnen Leben
einhauchte sie ist es die unseren
gewaltigen Kosmos geschaffen hat und in
bestimmter Ordnung kreisen lässt sie tut
alles als eine Wesenheit die verschieden
ist von den Dingen die sie formt die sie
bewegt und lebendig
macht plotins Philosophie bildet ein
System doch plotins Aussagen spiegeln
eher einen lebendigen und längeren
Diskussionsprozess wieder
sein Biograf und Schüler porfyrios
erinnert sich übrigens war dieser
Unterricht da er die Hörer anregen
wollte selber zu fragen voll von
durcheinander und vielem Gerede es war
ein lebendiges mündliches philosophieren
schriftlich arbeitete Plotin sein Denken
erst nach vielen Jahren mündlicher Lehre
aus wenn er schrieb hätte er sich nie
dazu verstanden das Geschriebene ein
zweites Mal zur Hand zu nehmen er las es
ja nicht einmal das erste mal wieder
durch weil seine Sehkraft ein bequemes
Lesen nicht erlaubte so lassen seine
Texte im Einzelnen
Interpretationsspielräume oft wurde
plotins Denken in Zusammenhang gebracht
mit einer asketischen weltaablehnung
Christoph Horn widerspricht er legt Wert
darauf die Welt nicht zu dämonisieren
oder gering zu aachten und dazu gehört
auch die Materie in der seinspyramide
steht die Materie gleichsam ganz unten
in ihr ist das nur noch sehr verdünnt
vorhanden insofern gilt es einigen
Interpreten auch als das Übel das Böse
das Böse ist kein eigenständiges Prinzip
kein selbständiger Gegenspieler des
einen es gibt bei Plotin keinen Teufel
es gibt aber auch keinen christlichen
Schöpfer der in einem Schöpfungsakt
unsere Welt gewissermaßen aus dem Nichts
erschafft wie wir das etwa aus dem
Schöpfungsbericht der Genesis kennen bei
Plotin haben wir das Modell der
natürlichen Produktivität
eine Produktivität aus dem einen heraus
über den Geist hinaus zur Seele hin zum
körperlichen zu dem was wir Welt und
Wirklichkeit nennen doch Seele ist
durchaus auch das was im religiösen oder
spirituellen Sinne unter Seele
verstanden wird be Plotin finden wir
Argumente für die Unsterblichkeit der
Seele die recht breit ausgeführt sind
Plotin diskutiert wie vor ihm Platon und
andere griechische Philosophen ob die
Seele nach dem Tod in einen anderen
Körper übergehen kann Gedanken die vor
allem aus der indischen Philosophie
bekannt
sind 243 Plotin er ist jetzt 39 Jahre
alt verlässt das ägyptische Alexandria
Plotin will am Feldzug Gordian des Dr
gegen die Perser teilnehmen so sein
Biograf
Porphyrios um auch die bei den Persern
und bei den Indern gebräuchliche und
angesehene Philosophie
kennenzulernen doch diese Bildung Reise
scheitert bevor sie richtig beginnt
Kaiser Gordian i dr wird ermordet er
konnte nur unter Schwierigkeiten
entkommen und rätete sich nach Antiochia
als dann Philippus die Kaisermacht an
sich riss kam er 40 Jahre alt nach Rom
hier etabliert Plotin eine
Philosophenschule zu seinen Hörern und
Hörerinnen gehören römische Adlige die
Philosophie interessierte Oberschicht
selbst die Familie des Kaisers ab 243
lehrte Ttigkeit in Rom 253 54 Plotin
zeichnet seine Lehre auf
260 Kaiser gallenus wird Alleinherrscher
er und seine Frau salonia fördern plutin
wir sehen auch dass seine Lebensweise
von Hilfsbereitschaft von Zuwendung zu
anderen Menschen geprägt ist er kümmert
sich beispielsweise um weisen sorgt für
ihre Erziehung sorgt dafür dass ihr
Vermögen zusammen bleibt plotins
Philosophie bietet seinen Schülern und
Schülerinnen eine lebenspraktische
Orientierung Plotin geht es darum den
Menschen an das eine an seinen Ursprung
zu erinnern die inkarnierte Seele muss
sich vervollkommenen um sich irgendwann
nicht mehr inkarnieren zu müssen er
denkt sich individual Seelen tatsächlich
auch so dass sie nicht einfach
austauschbar sind sondern er denkt sie
charakteristisch individualisiert also
es gibt die Seele des Sokrates sozusagen
als selbständige durch eine Idee
geprägte Entität die individuelle Seele
wie sie plotinverstand bleibt also nach
dem Tod erhalten und existiert dann
körperlos in einer jenseitigen Welt
solange die Seele ohne Leib ist ist sie
vollkommen Herr über sich selbst und
frei und steht außerhalb der
innerweltlichen Verursachung gerät sie
aber in den Leib so ist sie nicht mehr
in allem unabhängig da sie in
Zusammenhänge mit anderem stellt ist die
im physischen Menschen inkarnierte Seele
muss sich an dem einen dem guten
orientieren sie muss sich vervollkomnen
reinigen sie darf sich nicht fremd
bestimmen lassen vom körperlich
materiellen wenn man das getan hat dann
kann wird sich die postmortale Existenz
auch so gestalten dass man tatsächlich
in den Kosmos in den man eigentlich
gehört
zurückkehrt wenn das nicht geschieht
dann können so bestimmte Phänomene der
Seelenwanderung eintreten an die Plotin
mit Platon anscheinend geglaubt hat dann
kann es sein dass man sich als Tier oder
als Pflanze reinkarniert es ist etwas
schwer zu sagen wie ernstplutin das
tatsächlich genommen hat wiedergeboren
werden als Katze oder Brennessel dieser
Gedanke erscheint absurd ist aber in
abendländischen und asiatischen
reinkarnationsvorstellungen nicht
ungewöhnlich Christian Tornau weist noch
auf einen anderen Aspekt hin wenn ich
als Seele mich von meinem Körper befreit
habe dann bin ich nach wie vor
individuell aber ich bin auch
gleichzeitig eins mit allen anderen
Seelen schwer vorstellbar aber es ist
für Plotin auch die Voraussetzung dafür
dass wir in diesem Leben mit anderen
Menschen mit anderen Seelen in
gedeilicher moralisch richtiger Weise
umgehen können und anderen zuwenden
können nämlich deswegen weil wir
eigentlich auf einer höheren Ebene immer
schon eins mit ihnen sind das erklärt
Empathie Solidarität gegenseitige Hilfe
in den körperlosen nicht inkarnierten
Phasen sind die Seelen dem einen näher
die Menschenseelen kennen sich quasi von
einer höheren seinsstufe in der sie frei
sind von materiellen eigennützigen
Tendenzen diesen Aspekt eines
reinkarnationsbedingten Mitfühlens kennt
auch jenes indische denken das Plotin
kennenlernen wollte als er Richtung
Indien
aufbrach das ist eine Frage die mich
auch immer interessiert nicht wie viel
steckt da drin was auch in Indien
beheimatet sein könnte oder sonst wie
aus dem Osten kommt aber eigentlich
haben diese Recherchen außer der groben
typologischen Ähnlichkeit nicht zu
einleuchtenden Ergebnissen geführt die
Forschung konnte bisher so Christoph
Horn nicht nachweisen dass es einen
Ideenaustausch gab zwischen Indien und
der antiken abendländischen Philosophie
das ist nicht hinreichend erforscht es
gibt da ganz interessante Untersuchungen
und Ansätze zur Zeit die Frage ist ob
wir da tatsächlich eine
strukturgleichheit auch in der
philosophischen Untermauerung den
philosophischen Unterbau haben oder ob
wir da nicht auf ein sagen wir
allgemeinmenschliches Anliegen auf eine
anthropologische Konstante stoßen also
das Ideal der Befreiung vom
Unwesentlichen des Rückgangs auf etwas
Absolutes auf ein absolutes das mit dem
Verstand nicht zu fassen ist dessen
Erfahrung wir aber mit dem Denken
vorbereiten können in der
philosophischen Mystik klingen ähnliche
Erfahrungen mit dem undenkbaren an aber
das alles mit philosophisch begrifflich
argumentativen Mitteln und nicht mit den
Mitteln der
frömigkeitspraxis der askes der
alltagsheiligung nicht das sondern mit
philosophischen
Mitteln in Indien gibt es eine
philosophische Mystik die weiter die
dieses Undenkbare eine zu erreichen
versucht um dadurch so etwas wie
Erleuchtung zu erfahren heute verbreitet
sich auch im Westen eine Bewegung die
neoadweiter die diese eine erreichen
will um dadurch erleuchtet zu werden es
geht darum durch Distanzierung die
Vielheit zu
überwinden das ist das Leben seliger
Menschen Abscheiden von allem anderen
was hiniden ist ein Leben das nicht nach
dem irdischen lüstet Flucht des einsamen
zum
einsamen Plotin Schüler haben davon
berichtet dass es ihrem Lehrer gelungen
ist dieses eine zu erleben dahinkommen
kann das kann uns Plotin letztenendes
auch nicht erklären was wir tun können
ist auf philosophischenem Wege so hoch
wie möglich zu gelangen also eins zu
werden mit dem Geist und wir können uns
dann nicht so sehr auf die denkenden
sondern auf die Liebenden Züge des
Geistes konzentrieren die der Geist
ebenfalls in sich hat denn der Geist als
solcher das sein als solches ist
orientiert auf das eine und auf das Gute
und wenn man dieser den Geist
innewohnenden über den Geist selbst
hinausweisende Dynamik soz sagen folgt
dann kann die einen mitreißen sodass man
über das sein und über den Geist
hinausgelangt und die gesamte Struktur
des Seins hinter sich lässt und selbst
das eine oder das Gute
wird 269 Plotin zieht sich auf das
Landgut eines Schülers in Kampanien
zurück 270 Plotin stirbt die Spuren
seines Denkens haben sich in die
Geistesgeschichte eingeschrieben
christliche und islamische Theologen
knüpften an seinem Einheitsdenken an und
folgten seinen Überlegungen dass sich
über das eine dass sie Gott nannten
keine positiven Aussagen machen ließen
Mystiker unterschiedlicher Kulturen
fanden in plotins spekulativer
Philosophie das ausgedrückt was sie
empfanden alles Seiende ist durch das
eine seind
[Musik]
