Thomas Hobbes - Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf

Philosophie
7 Abonnenten
1 Videoaufrufe·29.11.2024
Kaum ein Werk der Staatsphilosophie ist für die Demokratien der Moderne so bestimmend wie die Schrift "Leviathan", erschienen 1651. Verfasst hat sie der britische Philosoph Thomas Hobbes (1588-1679). "Der Mensch ist des Menschen Wolf", so lautet eine der spektakulären Thesen des Buches. Was aber meint er damit wirklich?
[Musik]
England im Jahr
1651 der Staat versinkt im Chaos bereits
seit 11 Jahren tobt ein Bürgerkrieg
zwischen dem Parlament angeführt von
Oliver Cromwell und dem
Herrschergeschlecht der
Stuarts in diesem Jahr wird das
königsher bei wuster zwar vernichtend
geschlagen doch der Bruderkrieg ist
damit noch lange nicht zu
Ende ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt
1651
erscheint eine philosophische Schrift
die die Rolle des Staates als
Ordnungsmacht und friedensstiftende
Instanz beschreibt wie kaum eine andere
wird sie das politische Denken der
modernen Demokratien bis in unsere Tage
prägen ihr Titel leviaatan der Autor
Thomas Hobbs er ist der Sohn eines
einfachen landpfarrers hat Philosophie
Physik und die alten Sprachen studiert
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des
leviatan ist er bereits 63 Jahre alt und
soeben aus einem langen Exil in
Frankreich nach England zurückgekehrt
wir dürfen nicht vergessen dass Thomas
ha seine Philosophie zur Zeiten des
Bürgerkriegs entwickelt hat und es war
für ihn wichtig den Staat als einen
bürgerkriegsverhinder zu etablieren der
Keler Philosophie Professor Wolfgang
Kersting Verfasser einer Biographie über
Thomas hobs deswegen war er der Meinung
dass nur ein absoluter Staat also ein
Staat der in seiner machttausübung durch
keinerlei normative oder institutionelle
Einschränkungen gebunden ist dass nur
ein absoluter Staat diese riesige
Aufgabe der Befriedung einer über
Wahrheit Gott und Religion in zweiten
Gesellschaft auf sich nehmen
konnte denn durch Kunst wird jener große
leviatan schffen genannt Gemeinwesen
oder Staat der nichts anderes ist als
ein künstlicher Mensch wenn auch von
größerer Gestalt und Stärke als der
natürliche zu dessen Schutz und
Verteidigung er ersonnen wurde der
englische Philosoph Thomas
Hobbs wie kam jemand dazu in Zeiten
völliger Unruhe und Auflösung ein Buch
zu schreiben das die allgemeinen
politischen Zustände zu ignorieren
scheint noch dazu mit einem dermaßen
verwirrenden Titel denn leviatan ist ein
Begriff der eher Schauder hervorruft als
Glück verheißt in jüdischchristlicher
Tradition bezeichnet er den chaosdrachen
Satans Gehilfe der am Jüngsten Tag von
den Gerechten verspeist werden soll auch
dieses Wesen ist von Gott geschaffen im
Buch Hiob heißt es von ihm es gibt keine
Gewalt auf Erden die der seinen
vergleichbar wäre dieser Satz findet
sich auch auf dem Einband der
Erstausgabe von Thomas hobs leviatan
eine Bibelstelle als Motto eines
weltlichen staatsphilosophischen Werkes
was Thomas hobs möglicherweise hiermit
andeuten wollte auch der Mensch ist in
der Lage eine Kreatur zu schaffen deren
Macht über aller individuellen Gewalt
steht dieses vom Menschen kreierte
Geschöpf ist das Staatswesen er wollte
den Staat so sehen dass er sich von
allen parteikämpfen von allen
religionskämpfen unabhängig über der
ganzen Landschaft aufrichtet und mit
Bischofsstab und mit Schwert das gesamte
Land befriedet und deswegen hat Thomas
hobs gemeint dass nur die vollständig
konzentrierte die
uneingeschränkte die staatliche Macht in
der Lage ist diese gewaltige
befriedungsleistung zu
erbringen Thomas hobs Buch beginnt mit
einer niederschmetternden Analyse der G
Mensch denn nicht nur wegen des
grausamen englischen Bürgerkriegs macht
sich Thomas hobs keine Illusionen über
die wahre Natur des Menschen in einer
Gemeinschaft ohne Gesetze Maßregelungen
und Strafen so Thomas hobs würden sie
nämlich permanent und mit äußerster
Brutalität übereinander herfallen der
Bürgerkrieg dient ihm dabei als Beispiel
für einen Zustand in dem diese fatale
Veranlagung des Menschen zu Mord und
Totschlag voll zur Geltung kommen kann
im Chaos in der Auflösung des
Gemeinwesens zeigt der Homo sapiens sein
wahres und ursprüngliches
Gesicht bereits in einem früheren Werk
hatte hobs seine Bedenken in einem der
wohlbekanntesten Sätze der
Philosophiegeschichte ausgedrückt er
zitiert den römischen Dichter Plautus
und sagt der Mensch ist dem Menschen ein
Wolf er ist kein Mensch wenn er nicht
weiß welcheer Art sein Gegenüber ist der
Mensch ist dem Menschen darum ein Wolf
weil er unter
naturzustandsbedingungen allein auf
selbst gestellt ist um sein Überleben zu
sichern und da ist es gerade zu
notwendig wachsam zu sein und dazu
gehört unter anderem auch gewaltbereit
zu sein das heißt der möglichen Gewalt
anderer zu vorzukommen und das macht
jeder insofern er Vernunft hat und am
Leben bleiben möchte und das gilt
praktisch ganz
allgemein in einer solchen Lage ist für
Fleiß kein Raum da man sich seiner
Früchte nicht sicher sein kann und
folglich gibt es keinen Ackerbau keine
Schiffahrt keine Künste und keine
gesellschaftlichen Beziehungen und es
herrscht was das Schlimmste von allem
ist beständige Furcht und Gefahr eines
gewaltsamen Todes das menschliche Leben
ist einsam armselig ekelhaft tierisch
und
kurz Thomas hobs in seiner Schrift
leviatan eines ist hier wichtig
festzuhalten der Philosoph behauptet
nicht dass der Mensch nur seinen
aggressiven trieben horcht sondern er
stellt nüchtern fest wir sind so wie wir
sind es gehört zu unserem Wesen uns
gegenseitig zu bekämpfen wenn wir am
Leben bleiben wollen dies gilt
unabhängig davon ob wir in der Steinzeit
oder in einer hochentwickelten
Zivilisation leben so finden wir in der
Natur des Menschen drei Hauptursachen
für Konflikte erstens Konkurrenz
zweitens Unsicherheit drittens Ruhmsucht
die erste veranlasst die Menschen wegen
des Gewinns anzugreifen die zweite wegen
der Sicherheit und die dritte wegen des
Ansehens grundsätzlich ist es so dass
wir eben statt von einem wie auch immer
gearteten moralischen guten Menschen
auszugehen der nur irgendwann mal
vergessen hat gut zu sein dass wir
stattdessen lieber von einem nutzen
maximierenden zur Konkurrenz bereiten
aber rationaleen Menschen ausgehen
sollten
das optimistische Moment in Thomas hobs
Analyse der Mensch ist nur deshalb
imstande sich gegen andere Menschen zu
verteidigen und egoistisch seine
Interessen durchzusetzen weil er über
Verstand verfügt er wäre ein Dummkopf
wenn er sich in einer feindlichen Welt
nicht ständig absichern würde und genau
hier ist einer der Keime von Thomas hobs
Staatsphilosophie zu finden wenn nämlich
die Menschen mit Hilfe ihrer
vernunftbedingten Fähigkeiten sich
gegenseitig umbringen können so sind sie
auch mittels dieser Fähigkeiten in der
Lage das friedliche Zusammenleben zu
organisieren wäre der Mensch nur durch
Leidenschaften und Triebe bestimmt wäre
das unmöglich der nächste der Nachbar
und Mitbürger ist also potenziell immer
auch
Kooperationspartner für Thomas hobs gibt
es keine prinzipiellen Ungleichheiten
zwischen den Menschen wenn man alles
zusammenrechnet ist der Unterschied
zwischen und Mensch nicht so
beträchtlich dass ein Mensch daraufhin
irgendeinen Vorteil für sichdern kann
auf den ein anderer nicht so gut wie er
Anspruch erheben könnte auch unter
Wölfen gibt es Revierkämpfe doch das
Rudel als Ganzes funktioniert es geht
gemeinsam auf die Jagd zieht die Jungen
groß undldet die einsamen Wölfe zu was
wäre der Mensch erst in der Lage wenn er
eine Anlage sinnvoll und vorausschauend
nutzt die der Wolf nicht hat den
Verstand
doch zunächst denkt er nur an sich
selbst nicht weil er von Natur aus böse
wäre sondern aus Vorsicht und
Misstrauen wie diese Konstante unseres
Wesens auch in der angeblich so
aufgeklärten Neuzeit wirkt beschreibt
Wolfgang Kersting es ist die Vernunft
die den Menschen zu Verhaltensweisen
zwingt die subjektiv rational sind für
ihn um am Leben zu bleiben die aber den
Gesamtzustand stetig verschlechtern wir
hatten eine ähnliche Situation als links
und rechts des Eisernen Vorhangs
aufgerüstet wurde man versuchte ein
ander im rüstungswettkampf
zuvorzukommen deswegen wurden links und
rechts des Eisernen Vorhangs in der NATO
und im warschauerpakt Overkill
Kapazitäten aufeinander getürmt und das
führte dazu dass jeder subjektiv das
durchaus vernünftig machte aber
insgesamt hat es natürlich zu einem
Zustand führt der immer gefährlicher
wurde der also objektiv irrational war
ähnliches geschieht zu der Zeit als
Thomas hobs seinen Livia tan
veröffentlicht in einem 20 Jahre
dauernden Krieg ruinieren wechselseitig
beide Parteien das englische Gemeinwesen
weil sie lediglich ihre eigenen
Interessen verfolgen die
Parlamentspartei errichtet mit Oliver
Cromwell eine rücksichtslose
Militärdiktatur die Partei der
königstreuen verbündet sich mit anderen
Nationen um ihre Privilegien
wiederherzustellen
hierzu stellt Thomas hobs nüchtern fest
ich halte ein fortwährendes und
rastloses Verlangen nach immer neuer
macht für einen allgemeinen Trieb der
gesamten Menschheit der nur mit dem Tod
endet Thomas Hobbs fragt sich wie
schafft man es die Menschen zu ihrem
Glück zu zwingen denn auf Dauer zerstört
das individu um seine Lebensgrundlagen
die Gesellschaft als Ganzes wenn es nur
an seinen eigenen Vorteil denkt
wie muss also ein Zusammenleben
beschaffen sein in dem sowohl die
Einzelinteressen als auch das
Gesamtinteresse der Gemeinschaft ihren
Platz finden Thomas hobs lebt zu einer
Zeit in der sich das
naturwissenschaftlich mechanistische
Weltbild immer stärker durchsetzt und so
überträgt auch der staatsphilosoph die
Erkenntnisse aus Physik und Mechanik auf
die Organisation eines
Gemeinwesens der Staat als Maschine die
nur dann funktioniert wenn ihre
einzelnen Glieder aufeinander abgestimmt
sind und ständig gewartet werden im
liviatan drückt sich das so aus die
Souveränität stellt darin eine
künstliche Seele da die dem ganzen
Körper Leben und Bewegung gibt die
Beamten und anderen Bediensteten
künstliche Gelenke Wohlstand und
Reichtum aller einzelnen Glieder stellen
die Stärke da endlich aber gleichen die
Verträge und Übereinkommen durch welche
die Teile dieses politischen Körpers
zuerst geschafft zusammengesetzt und
vereint wurden jenem lasst uns Menschen
machen das Gott bei der Schöpfung
aussprach die Souveränität die
Herrschergewalt so Thomas hobs ist eine
aus dem Willen der Menschen hergestellte
Konstruktion keine zufällige Sachlage
sondern das Produkt rationaler
Überlegungen der Kerngedanke dabei die
Menschen schließen untereinander einen
Vertrag der sie zu gegenseitigem Respekt
verpflichtet und dessen oberster ichter
der Staat ist alles in diesem
politischen Gebilde das als Maschine
verstanden wird geht auf Akte der
Selbstverpflichtung zurück der Mensch
ist gleichzeitig Gegenstand und
Konstrukteur in diesem mechanischen
System und warum mach das um eben zu
zeigen dass es ein gutes Argument dafür
gibt dass es im Überlebensinteresse
liegt dieser absoluten befriedenden
Staatsmacht sich zu unterwerfen und von
wi und von Bürgerkrieg abzusehen wenn
ich schon die Menschen aus allen
bisherigen Verbindungen und Loyalitäten
und Zugehörigkeiten löse und als
abstrakte wie Atome im Raum stehende
Individuen auffasse die dann in einer
knappen Welt notwendigerweise in
Konflikt geraten wenn ich schon von
einer derartigen individualistischen
ausgangsprämisse ausgehe dann muss ich
natürlich auch eine diesem
Individualismus entsprechende
legitimationsargumentation entwickeln
und da bleibt eben nur praktisch die
Einigung dieser Individuen selbst als
Quelle von Recht und von Pflicht und das
wiederum nicht weil eine natürliche
Pflicht besteht die gibt's eben nicht
sondern nur darum weil es in
Übereinstimmung mit ihrem fundamentalen
Interesse steht es war kein Vorteil für
die Menschen ein gemeinsames Recht auf
alles zu besitzen denn dieses Recht zu
zu besitzen ist beinah genauso als ob es
überhaupt kein Recht gegeben hätte denn
obwohl jeder Mensch von jedem Ding sagen
mochte dies ist meins konnte er es wegen
seines Nachbarn doch nicht genießen der
im Besitz gleichen rechts und gleicher
macht hinsichtlich desselben Dings
vorgeben würde dass es seines sei da Sie
sicher sein müssen dass den Nachbar sich
an sein vertragsversprechen hält muss
eine entsprechende diesen Vertrag
sanktionierende macht etabliert werden
die dafür sorgt dass die Übertretung
dieses wechselseitigen Friedensvertrages
der Individuen dass diese
Übertretung praktisch niemanden als
rationale Strategie erscheint und diese
vertragsgarantiemacht muss wiederum
unwiderstehlich sein um wirklich
effektiv wirken zu können und das ist
der entsprechende Staat
aoritas nonveritas Fazit legem nicht die
it bestimmt was als Gesetz zu gelten hat
sondern die Autorität des Staates bei
Thomas Hobbs gibt es keine göttlichen
Gesetze mehr keine übergeordneten und
ewig gültigen Wahrheiten in deren Namen
Kriege geführt Ketzer verbrannt oder
Querdenker verfolgt werden denn Thomas
hobs war
Realpolitiker das Leben wird von ihm als
offen und unabgeschlossen betrachtet es
gibt kein höchstes Ziel sondern
lediglich den ständigen Versuch des
Menschen als gesellschaftliches Wesen
seine Ziele zu
verwirklichen der Staat ist dabei der
große Friedensstifter eine
vertragsgarantie
macht jeder Mann soll freiwillig wenn
andere ebenfalls dazu bereit sind auf
sein Recht auf alles verzichten soweit
er dies um des Friedens und der
Selbsterhaltung Willen für notwendig
hält er soll sich mit so viel Freiheit
gegenüber anderen zufrieden geben wie er
andere gegen sich selbst einräumen würde
Thomas hobs traut dem Menschen zu dass
er zur freiwilligen Selbstkontrolle
seines Egoismus und seiner machtlust in
der Lage ist dem aus freiem Willen
zustimmenden Bürger kann aus dem wozu er
seine Zustimmung gegeben hat kein
Unrecht oder Nachteil erwachsen zu sehr
sind die einzelnen Elemente eines so
verstandenen politischen Unternehmens
aufeinander angewiesen als dass sie es
sich leisten könnten Sand im Getriebe
der Maschine stat zu sein das ist der
Punkt wo der Satz der Mensch ist dem
Menschen ein Wolf in sein Gegenteil
umschlägt wie Wolfgang Kersting
beschreibt der Mensch ist zugleich auch
dem Menschen ein Gott weil er sich
aufgrund derselben Vernunft mit seines
gleichen zusammensetzen kann Analyse
betreiben kann und genau feststellen
kann warum dieses Zusammenleben ohne
Regeln ohne Gesetze und Institutionen so
unerträglich ist und weil er darüber
hinaus auch in der Lage ist derartig zu
ändern nämlich dadurch dass alle ein
ander wechselseitig Versprechen auf
diese unkontrollierte
selbsterhaltungsstrategie zu verzichten
und stattdessen das Leben allgemeinen
koordinationssregeln zu unterwerfen und
eine Macht zu akzeptieren und zu
respektieren die diese entsprechenden
Regeln durchsetzt und was passiert
dadurch dann entsteht gesellschaftlicher
Friede
hierin liegt das Wesen des Staates der
eine Person ist bei der sich jeder
einzelne einer großen Menge durch
gegenseitigen Vertrag eines jeden mit
jedem zum Autor ihrer Handlungen gemacht
hat zu dem Zweck dass sie die Stärke und
Hilfsmittel aller so wie sie es für
zweckmäßig hält für den Frieden und die
gemeinsame Verteidigung einsetzt
die Kritik an Thomas hobs Gedanken
entzündete sich vor allem an dem Zweifel
daran ob wirklich jeder Mensch zu einem
solchen Verzicht auf seinen persönlichen
Vorteil bereit wäre denn es könnte ja
auch sein dass einzelne sich nur zum
Schein an die Regeln halten sie im
Verborgenen jedoch ständig brechen und
trotzdem von den Segnungen des
Gemeinwesens profitieren
schwarzfahrerprematik nennt dies die
moderne Soziologie z.B hinterzieht
jemand Steuern im großen Stil und nutzt
gleichzeitig alle Einrichtungen des
staatlichen Gemeinwesens die aus Steuern
finanziert werden die Lösung des
schwarzfahrerproblems das ist bei hobs
der Staat und bei uns heute ist es immer
noch der Staat denn der Staat ist der
einzige der die entsprechenden
handlungskoordinationsregeln sowohl die
engeren im Wirtschaftsbereich als auch
die breiteren in der Gesamtgesellschaft
mit den nötigen Sanktionen versehen kann
um ihnen Wirksamkeit zu verschaffen
Thomas hobs war sich im Klaren darüber
dass die Menschen aus ihrer Haut nicht
herauskönnen und natürlich selbst in
einem vernünftig organisierten
Gemeinwesen weiterhin zu Regelverstößen
neigen die nachteiligkeit von
normbrüchen soll der starke Staat
sicherstellen der leviatan mit dem
anzulegen sich jeder gründlich überlegen
sollte denn er ist es allein der
allgemeinen Frieden und Wohlstand
garantiert eine Alternative existiert
nicht es ist offensichtlich dass es in
jedem Staat einen Menschen eine
Ratsversammlung oder ein Gremium gibt
das aus rechtlichen Gründen solch eine
große Macht über jeden einzelnen Bürger
besitzt wie sie ein jeder über sich
selbst besitzt diese heißt auch die
höchste Staatsgewalt und wird sie einer
Versammlung übertragen so heißt sie die
höchste Versammlung wird sie aber einem
einzigen Menschen übertragen so heißt
dieser der höchste Gebieter des Staates
die Aufnahme von Thomas hobs Ideen bei
seinen Zeitgenossen war von tiefem
Misstrauen geprägt als Atheist
verschrien hatte der Philosoph lange im
Exil leben müssen Thomas hobs versuchte
immer wieder sowohl die Parlamentspartei
als auch die königstreuen für sein
politisches Denken zu gewinnen was ihm
jedoch nie gelang stattdessen wurde
sogar eine parlamentarische Untersuchung
gegen ihn eingeleitet die allerdings im
Sande
verlief doch der große staatsphilosoph
sollte recht behalten
1679 in Thomas hobs Todesjahr
verabschiedet das englische Parlament
das sogenannte habeas corpus Gesetz es
ist das erste Mal dass eine Nation ihre
Bürger vor der Willkür des Staates
schützt der damit gezwungen wird sich
ebenfalls an die Vertragsvereinbarungen
mit seinen Bürgern zu halten denn dieses
Gesetz bedeutet nichts anderes als dass
kein Bürger ohne Grund unter Arrest
gestellt werden darf es ist die
Geburtsstunde des richterlichen
Haftbefehls eine der Grundfesten des
modernen Rechtsstaats
[Musik]
