Nichtlinearitäten und hyperbolisches Wachstum

Horst Lüning
13 Abonnenten
✘ Werbung:
Mein Buch Katastrophenzyklen ► https://amazon.de/dp/B0C2SG8JGH/
Kunden werben Tesla-Kunden ► http://ts.la/theresia5687
Mein Buch Allgemeinbildung ► https://amazon.de/dp/B09RFZH4W1/
-
#Nichtlinearitäten sind für den Homo sapiens schwer zu erkennen. Dabei lauert nicht nur exponentielles Wachstum in der modernen Zeit. Es gibt auch #hyperbolisches #Wachstum. Ein absoluter Killer.
-
Reupload 2013
Guten Abend und herzlich willkommen im Unternehmerblog, kurz Unterblog genannt.
Begleiten Sie mich auf meinem Lebensweg und lernen Sie die Geheimnisse der Gesellschaft und Wirtschaft kennen,
die von Politik und Medien gerne verschwiegen werden.
Ein User hat sich bei mir diskutierend gemeldet, ein User, der mir nicht wirklich was Gutes will.
Ich glaube, das war ein Kommunist oder so, der mit meinen freiheitlichen Gedanken hier nicht so richtig klarkam.
Und er sagte, was willst du denn mit deinen publigen 500 Aufrufen pro Video?
Bringt nichts, ne? Kannst vergessen.
Ich habe mal über meine Videos was gedreht und da sollte dann klar sein,
dass diese Videobeschichte, die ich hier drehe, die reinste Erfolgsgeschichte ist.
Und zwar, als ich anfing, hatte ich tatsächlich 500 Aufrufe am Tag.
Das heißt, das Video kommt raus, es haben 300 Leute angeschaut und am nächsten Tag haben es noch 100 Leute angeschaut.
Da waren es dann 400 und dann nimmt man das rapide ab, weil die Leute das ja gesehen hatten.
Und dann kam man so auf 500 Aufrufe am Tag.
Ja, da kam dann schon das nächste Video, das hat dann so ausgeglichen.
Und so mittlerweile bin ich bei 1500 Aufrufen am Tag.
Weshalb so viel?
Weil a, auf der einen Seite finden mich mehr Leute und b, der ganze Rattenschwanz an existierenden Videos,
300 oder so, der sammelt ja auch noch Abrufe oder Aufrufe auf.
Das heißt, wir haben hier ein intern verborgenes doppeltes Wachstum.
Nämlich einmal bringe ich linear mehr Videos dazu.
Was dazu führt, dass sie in Summe ein Wachstum im Aufruf zeigen, weil einfach mehr Videos da sind.
Und das zweite ist, die User erzählen das weiter und andere Leute suchen und finden mich und rufen auf.
Und da habe ich also ein doppeltes Wachstum da drin.
Und das führt jetzt dazu, im Schnitt habe ich jetzt im ersten Jahr, das Jahr ist noch nicht rum,
was ich jetzt hier an Videos drehe, komme ich auf 365.000 Aufrufe, 1000 im Schnitt pro Tag.
Am Anfang 500, jetzt 1500, also im Schnitt irgendwo bei 1000.
365 Tage das Jahr, also 365.000 Aufrufe.
Wenn man jetzt die 1500 Videos extrapoliert und die wachsen jetzt im nächsten Jahr wieder um Faktor 3 auf 4500 Videos,
dann kommt man sehr schnell dabei raus, dass ich im nächsten Jahr, in den nächsten 12 kommenden Monaten,
eine Million Aufrufe haben werde. Faktor 3.
Das heißt, bei mir knallt das jetzt hier nicht im Laufe von 25 Jahren um Faktor 10 hoch.
Bei mir knallt das im Laufe von einem Jahr, entschuldigung, im Laufe von einem Jahr knallt das hier hoch.
Und da muss man nur mal noch ein Jahr weiter denken.
Dann sollte ich ja in Summe dann irgendwo 5, 6 Millionen haben.
Und dann komme ich schon langsam in die Größenordnung vom TheWhiskeyStore, wo ich jetzt 6 Millionen Abrufe im Video habe.
Allerdings zeigt sich im Video, im Whiskey, eine gewisse Begrenzung.
Da kommen wir nicht in eine Sättigung, aber in eine Abschwächung rein.
Da werden wir nachher auch noch darüber sprechen müssen, dass also nichtlineares Wachstum nie unendlich sein kann,
sondern dass wir da irgendwo in eine Sättigung reinkommen.
Jetzt müssen wir zuerst mal hier ein Diagramm, heute geht es nicht ohne Diagramm, tut mir leid,
ein Diagramm zeigen, wo ich lineares Wachstum einem exponentiellen Wachstum, einem nichtlinearen Wachstum, gegenüberstelle.
Es gibt also neben diesem linearen Wachstum, kennen Sie vielleicht noch aus dem Mathematikunterricht,
gibt es auch ein quadratisches Wachstum, wo also bei der Verdopplung der Zeit man zu einer Vervielfachung kommt.
Es gibt ja noch kubisches Wachstum, wo es hoch 3 geht.
Und dann endlich exponentielles Wachstum.
Das ist eine Funktion e hoch x, wobei das hier x die Zeit wäre und dann steigt das mit e hoch x an.
Die Besonderheit an diesem Wachstum ist, am Anfang ist das exponentielle Wachstum unterhalb des linearen Wachstums.
Das heißt, diese exponentiellen Wachstume, die bemerkt man erstmal gar nicht.
Und auf einmal dreht sich die Kurve nach oben, durchbricht das lineare Wachstum und knallt davon.
Wenn man also jetzt eher so ein Unternehmen hat, schon riesengroß, wächst er so ganz langsam vor sich hin.
Und jetzt kommt so ein Newcomer, der hat einen ganz neuen Ansatz und schafft es, exponentielles Wachstum hinzubekommen.
Und befindet sich anfangs hier, dann sagt jeder, was will der denn?
Ach Käse, der spinnt doch da rum und so weiter und so fort.
Und auf einmal kommt der Hochwert sichtbar.
Ui, und dann ist er auch schon weg.
Ganz typischer Fall Amazon.
Die ganzen Buchhändler haben gesagt, auch Amazon ist ein kleiner Buchhändler im Internet.
Ach, ein Amerikaner, so wichtig ist der nicht und so weiter.
Und jetzt gerade ziehen sie den stationären Händlern den Stecker.
Hier in München machen auch große Buchketten richtig ihre Probleme.
Teilinsolvenzen oder Geschäftsschließungen sind schon gelaufen.
Also richtig Probleme.
Amazon knallt gerade hier auch noch durch, weil sie auch noch andere Produkte haben
und in jeder Branche so langsam den Stecker ziehen.
Das ist das Problem vom exponentiellen Wachstum.
Erst merkt man es nicht und wenn man es merkt, ist es schon fast zu spät.
Jetzt gibt es auch noch Wachstum, wo der Exponent von E hoch X auch nochmal wächst.
Da wird es dann richtig schwierig.
Da wird es dann auch hochgradig gefährlich.
Das ist ein bisschen schwer zu verstehen.
Ich persönlich habe das in der Luft- und Raumfahrt, ich bin Luft- und Raumfahrtechnikingenieur
und da hat uns unser Raumfahrtechnikprofessor das erklärt.
Der hat gesagt, ein Satellit, der um die Erde fliegt, der fliegt eine Kreisbahn.
Oder der fällt eine Kreisbahn.
Und damit er diese Kreisbahn fallen kann, muss der 7,8 km pro Sekunde schnell sein,
die erste kosmische Geschwindigkeit.
Wenn man jetzt schneller wird, beginnt dieser Satellit in einer Ellipse sich zu bewegen.
Das heißt, er geht weiter weg von der Erde und kommt wieder dichter ran,
geht wieder weiter weg und kommt wieder dichter ran.
Und wenn man nun schnell genug wird, dann kommt er bei dieser Ellipse nicht mehr an,
sondern erreicht die sogenannte Fluchtgeschwindigkeit.
Die ist 4,2 km größer als die Kreisbahngeschwindigkeit, also 11,2 km pro Sekunde.
Dann fliegt man da raus.
Jetzt gibt es, aber der bleibt dann im Sonnensystem.
Die Sonne ist ganz stark und zieht den an.
Jetzt kann man dann die Probe auch so schnell machen wie unsere Voyager-Sonden zum Beispiel.
Da muss man dann 42 km pro Sekunde schnell werden.
Dann kann man sogar die Sonne verlassen.
Und wenn man dann die Galaxis verlassen will, muss man sogar 320 km pro Sekunde schnell fliegen.
Dann kommt man sogar aus der Galaxis raus.
So, und jetzt stellen Sie sich andersrum vor.
Jetzt kommt da ein Asteroid, der sich da zwischen Mars und Jupiter befindet,
und fliegt an der Erde vorbei.
Dann fliegen wir alle nicht wirklich schnell.
Die fliegen irgendwo oberhalb unserer zweiten kosmischen Geschwindigkeit,
irgendwo 20, 30 km pro Sekunde, sind nicht wirklich schnell.
So, die kommen dann vorbei und dann fliegen die wieder raus, irgendwo hin.
Warum?
Jetzt gibt es aber Objekte, die kommen aus dem intersolaren Raum,
das heißt zwischen den Sternen.
Das heißt, die sind schneller als die Fluchtgeschwindigkeit der Sonne.
Und die haben nun hyperbolische Bahnen.
Das heißt, die fliegen so an der Erde knapp vorbei, werden ein bisschen abgelenkt und fliegen dann weiter.
Und das sind hyperbolische Bahnen.
Die sind mathematisch also ganz anders zu beschreiben.
Und diese hyperbolischen Bahnen, da heißt es also,
entweder bei der Raumfahrt hängt ein Haufen Speed oder im Wachstum ein Haufen Wachstum.
Und dann habe ich Ihnen mal hier eine hyperbolische Wachstumskurve dazu bezeichnet.
Also hier unten haben wir wieder lineares Wachstum.
Dann haben wir exponentielles Wachstum.
Und dann haben wir hyperbolisches Wachstum.
Das Besondere am hyperbolischen Wachstum ist, da gibt es einen Grenzwert.
Exponentiell wächst weiter, wächst weiter, wächst weiter, wächst weiter.
Da gibt es weder in x- noch in y-Achse ein Limit.
Bei den hyperbolischen Kurven sehr wohl.
Das heißt, vor dem Erreichen eines gewissen Zeitpunktes kommen wir zu einem Singularitätspunkt.
Da knallt es dann durch.
Und da habe ich mal über die Singularität, ist nah, habe ich was gedreht vom Ray Kurzweil.
So einen Singularitätspunkt, an den kommen wir jetzt mit unserer Computertechnik,
dass nämlich die Computer intelligenter werden als die Menschen.
Nee, ist noch ein, zwei Dekaden hin.
Aber diese Singularität mit dem hyperbolischen Wachstum, die ist in Sicht.
Kommen wir dann drauf, heftig.
Was nun die Banken veranstaltet haben, als ich noch Nachrichten gesehen habe,
hier Avoid News, ich schaue keine Nachrichten mehr,
hat die Deutsche Bank vor der Tagesschau immer eine Nachricht, eine Reklame gehabt.
Da haben sie gesagt, investieren Sie mit uns und vergrößern Sie Ihr Vermögen.
Und jetzt müssen wir gucken, dass die Kurven dann stimmen.
Und dann haben sie gesagt, hier ist Ihr Wachstum und dann steigern Sie Ihren Ertragswinkel.
Das war der Spruch. Steigern Sie Ihren Ertragswinkel.
Und dann ging das so hoch und daraus wurde dann anschließend das Deutsche-Bank-Logo,
was so ein Rechteck ist und innen drin so ein schräger, aufstrebender Strich.
Alles aufwärts. Steigern Sie Ihren Ertragswinkel.
Das heißt, die haben den Menschen hier gesagt, du kriegst nur lineares Wachstum.
Und jetzt steigerst du deinen Ertragswinkel.
Tatsächlich laufen alle Finanzkurven exponentiell, alle Kurven nicht linear.
Und das, was dazwischen ist, zwischen der Nicht-Linearität und dem exponentiellen Wachstum,
das haben die Banken kassiert.
Und uns haben sie mit unserem linearen Denken gesagt,
wir steigern deinen Ertragswinkel, wir machen das besser für dich.
Aber den exponentiellen Wachstumsteil, den haben sie eingestrichen.
Den haben sie uns nicht gezeigt.
Sie haben dort mit einer Eigenschaft des Menschen Schlitten gefahren.
Und zwar sagt der Mensch, er schaut zurück und sagt,
in den letzten zehn Jahren habe ich dies geschafft.
Und dann werde ich in den nächsten zehn Jahren das Gleiche schaffen.
Das ist die Denke. Das ist die unmittelbare, lineare Denke des Menschen.
Und das stammt daher, dass in der Vergangenheit,
als der Mensch sich evolutionär entwickelt hat,
da habe ich immer über Evolution was gedreht,
dass da alle biologischen Systeme aus dem exponentiellen Wachstum schon raus waren
und in Stagnation übergegangen sind.
Das ist so ganz typisch.
Ein Ding, das evolutionär kommt, entwickelt sich exponentiell
und dann irgendwann ist der Lebensraum begrenzt und es geht in die Sättigung.
Und wenn es dann in die Sättigung geht, gibt es eine Nische,
wo sich irgendein anderes Tier auf den Weg macht,
zum Beispiel eine Dinosaurier, die gehen in die Sättigung,
dann machte sich ein kleines Säugetier auf den Weg, unsere Vorfahren,
und die knallten dann evolutionär hoch.
Und wir Menschen haben uns also in einem Zeitraum von zwei Millionen Jahren
vom Primaten zum Homo sapiens entwickelt
und in diesen zwei Millionen Jahren sah die Sache für uns Menschen sehr linear aus.
Und so haben wir dieses lineare Denken drauf,
die letzten zehn Jahre, so werden die nächsten zehn Jahre.
Wir befinden uns aber in hochgradig nicht linearen Zeiten.
Das heißt, wir werden das, was wir in den letzten zehn Jahren erreicht haben,
die Menge an Verbesserungen, wenn wir in den nächsten fünf Jahren schon schaffen.
Oder gar nur drei, je nachdem, ob wir hier auf der Kurve sind
oder ob wir hier auf der Kurve sind.
Das heißt, es geht immer schneller.
Das ist auch der Grund, warum man sich das, was man sich für einen Tag vornimmt
im Arbeitsleben, schafft man selten.
Das schafft man nicht und das hat man nicht geschafft.
Was man sich aber für ein Jahr vornimmt, das schafft man leicht.
Wenn also ein Jahr vorbei ist und man hat ja das Schulern und das Träumen angefangen,
dann hat man viel, viel mehr geschafft, als man sich am Anfang des Jahres hat träumen lassen.
Das sehen wir im The Whisky Store auch immer.
Das ist das, weil wir in nicht linearen Zeiten leben, wir aber linear denken.
Wir können uns diese Beschleunigung einfach nicht vorstellen.
Jetzt wird das, ähnlich wie bei der Deutschen Bank,
auch noch sehr gerne, oder wurde das für China letztlich im Fokus online beschrieben,
wie übel das also mit China wäre und dass das überhaupt nichts würde und so weiter.
Also vollkommenes Schaulaufen vor dem Leser, der das erwartet hat,
aber überhaupt nichts, was der Wahrheit entspricht.
Dazu müssen wir jetzt noch mal andere Dinge bei dieser Nicht-Linearität erklären.
Hier sehen wir unser Koordinatenkreuz mit der nicht-linearen Kurve da drin.
Und hier sehen wir eine gleichmäßige Teilung von 0 bis 10.
Und hier gleichmäßige Zeitschritte.
Und um diese Nicht-Linearität, die den Menschen sehr schwer verständlich gemacht werden kann,
vernünftiger aufzeichnen zu können, geht man hin und verändert diese Achse.
Und schreibt jetzt nicht 1, 2, 3, 4, 5 bis 10 hin,
sondern sagt, hier ist 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10.
Und dann geht es 11, 100.
Und praktisch der Abstand von 0 bis 10 ist genauso groß wie von 10 bis 100
und genauso groß wie von 100 bis 1000.
Und das nennt sich jetzt eine nicht-lineare oder eine logarithmische Skala.
Das heißt, wenn man hier eine Kurve hat, die hier hochgeht
und in zwei Zeiteinheiten oder in vier Zeiteinheiten 10 erreicht,
dann entspricht das dieser Kurve, die in vier Zeiteinheiten 10 erreicht.
Das heißt, diese nicht-lineare Kurve, diese E-Funktion,
wird durch die andere Skala in eine gerade Kurve übersetzt.
Und damit der Mensch das mit den geraden Kurven,
weil er so linear denkt, besser versteht, macht man das.
Wenn man jetzt praktisch eine andere Kurve hat, die also so steigt,
dann heißt das, die knallt hier einfach durch die Decke,
weil die schon beim Punkt 1 den Faktor 10 erreicht hat,
dann muss sie hier bei 1 schon bei 10 sein und bei 3 ist sie dann bei 1000.
Das kriege ich gar nicht mehr hier hin.
Also so eine Kurve würde dann ganz, ganz extrem ansteigen.
Das ist also diese Nicht-Linearität in der Skala, eine sogenannte logarithmische Skala.
Und deshalb sind gerade Kurven auf logarithmischen Skalen extreme exponentielle Verläufe.
Und jetzt kommen wir zu dem China.
Da haben wir in China momentan gewaltiges Wachstum zu sehen.
Und wir hatten die ganzen Jahre über in China 10, 15, 20% Wachstum pro Jahr.
Und jetzt haben sie gesagt in China, ja, dieses Jahr sind es nur noch 8% oder 7,5%,
die Katastrophe naht, China ist auch nicht mehr das, was es war.
Und dieser Fokusartikel ging dann am Ende dahin,
ja, und in ein paar Jahren sinken die dann auf 5% Wachstum.
Und also das mit China, das wird nichts, da die Katastrophe ist vor der Tür.
Wenn man sich das überlegt, dann zeigen die einem hier einen Prozentsatz von 2%, 10%, 20%
und tragen auf und sagen, China hatte 20% und jetzt sind sie runter auf 10%,
jetzt sind wir hier bei 8% und dann geht es runter auf 5%.
Also Tendenz absolut abwärts, China ist verloren.
Diese Prozentzahl hier bedeutet aber jedes Mal einen exponentiellen Verlauf.
Weil wenn ich jedes Jahr 20% mehr mache, da ist 20% pro Jahr ist die grüne Kurve.
Da geht es rauf wie verrückt.
Bei 10% pro Jahr machen wir in 25 Jahren immer noch einen Faktor 10.
Wenn China in Faktor 10 besser wird, dann haben die uns längst geschlagen.
Dann zu sagen, oh, das ist runtergegangen auf 10% oder dann hier auf 6%,
da machen die in 25 Jahren immer noch einen Faktor 4, wo sie zulegen.
Und wir kleckern hier unten mit 2% rum.
Das heißt faktisch ist es so, wir kleckern hier mit unserer 2% Kurve,
die auch exponentiell steigt, aber halt nur mit 2% Wachstum.
Und China knallte in der Vergangenheit hoch, hier mit ihren 20% pro Jahr.
Dann hat es sich etwas eingebremst mit 10% pro Jahr.
Dann geht es vielleicht auf 5% pro Jahr und geht dann so weiter.
Aber hier diese Differenz, die zählt in den Medien nie.
Wenn also China doppeltes Wachstum von uns hat, wir haben 2% und die sind immer noch auf 4,
die schlagen uns im Längen.
Und wenn er nur ein paar Jahre ins Land geht, schlagen die uns im Längen.
Und wenn die jetzt noch bei 8% sind, das ist nicht viermal besser als wir.
Exponentiell wächst das weiter, das vervielfältigt sich über die Jahre.
Das ist genauso wie ein Unternehmer, der mit 10.000 Euro Startkapital anfängt.
Was braucht der Gebrauchslieferant?
Damit verdient er 30.000 Euro im Jahr.
Das heißt, 30.000 Euro im Jahr zu 10.000 Euro Eigenkapital hat eine Eigenkapitalrendite von 300%.
300% Eigenkapitalrendite.
Wenn man die Börse guckt, die machen da so Eigenkapitalrenditen von 3, 4, 5, 6%.
Und der kleine Unternehmer macht 300% Eigenkapitalrendite.
Also um Größenordnung besser als dieser große Konzern.
So, jetzt kann der von den 30.000 zur Seite legen und hat im nächsten Jahr 20.000 Euro.
Macht auch nur 30.000 Euro im Jahr, dann ist seine Eigenkapitalrendite also schon,
zwar noch über 100%, aber schon deutlich, also 150%, deutlich von 300% gesunken.
Das heißt, er müsste also jetzt nicht 30.000 Euro verdienen,
sondern dann vielleicht 33.000 oder 40.000 Euro verdienen,
damit er dann diesen Rückgang der Prozentzahl wieder wettmachen muss.
Problem bei uns, weshalb der kleine Unternehmer diese gigantischen Eigenkapitalrenditen nicht sieht
und dieses nicht-lineare Wachstum nicht sieht, ist, weil er an Banken abführen muss, Zinsen weg.
So wie der was verdient, muss der Steuern abgeben.
Das heißt, diese Nicht-Linearität wird aus unserem System dem Einzelnen rausgenommen.
Und wenn er es dann doch schafft, größer zu werden,
dann schlägt bei ihm selber die Komplexität und die Bürokratie und so weiter zu,
dass es dann bei ihm auch langsamer wird.
Und deswegen sind die kleinen Unternehmen, laufen also hochgradig rentabel und nicht-linear
und die Großunternehmen, wo es sie einbremst und so weiter, die laufen viel, viel langsamer.
Und das ist auch der Grund, warum in unserer Gesellschaft die kleinen,
die hochgradig nicht-linear laufen, auch das höchste Steueraufkommen bringen,
warum die auch die meisten Arbeitsplätze liefern.
Das ist diese Nicht-Linearität im System.
Wird auch versucht, uns nicht weiterzugeben.
Es wird weitergegeben, die Kleinen sind Krattler und die Großen sind die Guten.
Ja, ist nicht so.
Jetzt kommen wir langsam mal zum Ende, um diesen Gedanken der Nicht-Linearität weiterzutragen.
Jetzt kriegt man Erkältung.
Bakterielle Infektion.
Und jetzt wachsen die Bakterien exponentiell im eigenen Körper.
Und der Körper muss jetzt schauen, dass er dieses exponentielle Wachstum in den Griff bekommt,
in eine Sättigung bekommt mit seinen Abwehrzellen und dann sogar aus der Sättigung
dann zur Vernichtung, zum Rückgang.
Wenn das nicht der Fall ist, sondern die knallen durch,
dann muss ich automatisch hier bei den Zellen dann sagen,
vielleicht schaffen die sogar ein hyperbolisches Wachstum.
Ja, und dann ist der Mensch tot.
Hat das nicht gepackt, knallt das durch.
Also entweder jetzt bei Krebszellen, die sich auch exponentiell vermehren,
ist dann irgendwann hier der Limit.
Wenn andere Dinge sich hyperbolisch vermehren, ist einfach vorher schon Schluss,
weil einfach die Anzahl an Vermehrungen dann da ist.
In der Evolution, wie ich anfangs schon ungefähr sagte, passiert das genauso.
Da habe ich mal hier ein Video über Evolution geredet.
Und ich weise auch nochmal auf das Video mit der Singularität hin.
Da geht es also los.
Am Anfang entstand im Universum organische Materie.
Dann dauerte das ganz, ganz lange, bis sich die erste DNA entwickelte.
Diese DNA waren einzelne Stränge wie Viren, RNAs.
Und dann, irgendwann organisierten die sich, auch nach sehr langer Zeit, in eine Zelle.
Und dann ging es von der Einzelzelle in die Mehrzelle.
Ein gigantischer Schritt für die Welt.
In dieser Zelle gab es dann Nerven.
Es bildet sich ein Gehirn raus.
Und da waren dann schon Milliarden an Jahren vorbei.
Und jetzt, von jedem Schritt von der DNA hin zur Zelle, zu den Zellen,
wird der Entwicklungszeitraum immer kürzer.
Weil die Sache nicht linear läuft.
Weil die Sache exponentiell weiterknallt.
Und irgendwann geht eines dieser Konzepte am Ende in die Sättigung.
Und ein anderes Konzept in der Nische baut sich auf und treibt die Sache weiter.
Und begeht dann auch ins exponentielle Wachstum.
Und zwar zuerst...
Wo habe ich das Diagramm?
Hier.
Zuerst merkt man das gar nicht, dass sich da irgendwelche Säugetiere in irgendwelchen Höhlen,
in den Wüstenboden da auf den Weg machen.
Und dann knallen sie durch.
Und dann ging es zum Primaten.
Der Primat hat also seinen Daumen an der Seite.
Damit kann er Werkzeuge verwenden, aber er kann keiner Werkzeuge herstellen.
Dann ging es zum Humo.
Und der nahm den Daumen auf die andere Seite.
Und jetzt konnten wir Werkzeuge herstellen.
Das war ein riesiger Schritt in der Evolution.
Führte über das Werkzeug zu einem weiteren exponentiellen Wachstum.
Dass wir uns in hunderten Millionen Individuen auf der Welt bewegen konnten.
Und dann wuchs gleichzeitig unser Gehirn.
Bis es dann so stark war,
dass wir jetzt nicht nur mit Werkzeugen unsere Kraft vergrößern konnten,
sondern auch über unser Gehirn Dinge erschaffen konnten,
die unsere mentale Leistung verbessern konnten.
Zum Beispiel mechanische Rechenwerke.
Aberkus.
Oder dann so Drehmaschinen.
Die kenne ich noch vom Großvater.
Wo man was einstellte, dann drehte man rum und dann multiplizierte der oder addierte der.
Da war ein Haufen Radl drin in dem Zeug.
Dann gab es Relaismaschinen, Röhrencomputer.
Dann kam der Transistor.
Dann kam der integrierte Schaltkreis.
Das habe ich mal im Video über Mikroprozessoren gedreht.
Alles aus unserer Intelligenz.
Und der Abstand wird immer kleiner,
weil wir im exponentiellen Wachstum gegen unendlich fahren.
Jetzt kommt dann 3D-Computing,
wo aus dem einzelnen flachen Chip ein komplexes räumliches Gebilde wird,
wo die Leistung sich wieder vervielfacht.
Und wir sind gerade so weit,
dass die Leistung des stärksten Supercomputers jetzt eine Maus simulieren kann.
Wir haben also Anzahl Neuronen, Verbindungen und so.
Haben wir jetzt mit dem GeneBlue irgendwas von IBM.
Machen sie in der Schweiz gerade was.
Und es wird noch zwei, drei Jahre dauern,
dann durch das exponentielle Wachstum in der Rechenkapazität.
Dann sind wir am menschlichen Gehirn.
Und wenn dann wir das erste menschliche Gehirn hinbekommen haben,
in Silikon oder dann im Quantencomputer oder wie immer wir dann rechnen werden,
das sind auch evolutionäre Dinge, die in die Sättigung gehen.
Wenn das Moore's Law jetzt in 5, 6 Jahren oder 10 Jahren vielleicht mal ans Ende gekommen ist,
dann müssen wir wechseln auf optische Computer und dann geht das wieder los.
Die ersten optischen Computer laufen schon minimal, ganz klar.
Aber wie gesagt, die Silikoncomputer sind hier oben
und die optischen Computer fangen jetzt hier unten langsam an.
Und wenn sie dann die Silikoncomputer mal schlagen, dann knallen die durch.
Hier der Abstand.
Und dann kommen wir, ja, durch diese ganzen Singularitäten kommen wir,
durch die ganze exponentielle Wachstum kommen wir an den Punkt der Singularität,
wo also das Wachstum dermaßen über Computer, die Computer erschaffen, durchknallt,
dass wir tatsächlich an diesem Singularitätspunkt, an diesem hyperbolischen Punkt ankommen.
Und was da passiert, weiß kein Mensch.
Das ist alles in unserer Reichweite.
Die Nichtlinearitäten wachsen in unserer Welt dermaßen schnell, gewaltig, nachhaltig, unaufhaltsam.
Da kann jeder sagen, ich ziehe mich zurück auf meine Scholle und züchte meine Radi selber
und meine Kartoffeln mache ich und ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit und so weiter und so fort.
Da kann jeder so viel von dieser Nichtlinearität ausblenden, wie er will.
Spätestens wenn er irgendwo sein Zipperlein hat und zum Arzt geht,
da will er die Singularität, die exponentielle Wachstum wieder sehen.
Da will er sehen, dass der Arzt nicht sagt, nein, haben wir vor 20 Jahren nicht heilen können, können wir heute auch nicht heilen.
Sondern er will sehen, ja, können wir heute heilen, machen wir das und das.
Diejenigen, die sagen, ich gehe nicht zum Arzt, weil ich hier in Harmonie mit der Scholle leben möchte
und auch in Harmonie mit der Scholle sterben werde, die sind dann doch relativ selten gesät auf der Welt und in unserer Gesellschaft.
Nein, dieses Wachstum, dieses Streben nach vorne, dieses alles ausloten, was geht, das liegt im Menschen.
Das erwarten wir alle. Da wollen wir hin.
Tja, nichtlineare Zeiten, wir sind ganz weit hier oben.
Wir knallen gerade durch die Decke und es wird hochinteressant, wo wir am Ende herauskommen.
Ja, hin und wieder muss ich dann auch zurück auf die Scholle.
Das gibt einem dann doch eine gewisse Erdverbundenheit und man kann über das Wachstum viel, viel besser nachdenken.
Herzlichen Dank fürs Zuschauen.
