Vorbild: Tender-Dampflokomotive Baureihe 86.0-8 der Deutschen Bundesbahn (DB). Grundfarbgebung schwarz mit rotem Fahrwerk. Ausführung mit 4 Kesselaufbauten. Geschweißte Wasserkästen mit langen Ausschnitten über den Zylindern und gerundeter Kante. Dreilicht-Spitzensignal mit DB-Reflexglas-Lampen. Läutewerk, Turbodynamo links, Rauchkammertür ohne Zentralverschluss mit Nummernschild mittig, ohne Indusi, Kohlekasten mit geradem Aufsatzbrett. Betriebsnummer 86 507. Beheimatung BD Wuppertal, Bw Dieringhausen. Betriebszustand um 1964.
Trix 25086/Märklin 37086 Modell: Mit Digital-Decoder und umfangreichen Licht- und Geräuschfunktionen. Geregelter Hochleistungsantrieb mit Schwungmasse im Kessel. 4 Achsen angetrieben. Haftreifen. Lokomotive weitgehend aus Metall. Eingerichtet für Rauchsatz 72270. Fahrtrichtungsabhängig wechselndes Dreilicht-Spitzensignal und Rauchsatzkontakt konventionell in Betrieb, digital schaltbar. Zwei rote Schlusslichter separat digital zuschaltbar. Zusätzlich ist die Führerstandsbeleuchtung digital schaltbar. Beleuchtung mit wartungsfreien warmweißen und roten Leuchtdioden (LED). Zahlreiche angesetzte Griffstangen und Leitungen aus Metall. Befahrbarer Mindestradius 360 mm. Kolbenstangenschutzrohre, Bremsschläuche, Heizleitungen und Schraubenkupplungsimitationen liegen separat bei.
Hallo liebe Modellbahnfreunde und Kunden von Modellbahnshop Lippe.
Heute schauen wir uns eine neue Konstruktion an und diesmal von Märklin Tricks.
Und zwar die Baureihe 86, die es jetzt in zwei Versionen gibt.
Einmal die Epoche 3 Version der DB, die haben wir hier heute zum vorstellen.
Und es kommt noch eine Epoche 4 Version der Deutschen Reichsbahn.
Beides von Märklin und Tricks.
Heute gucken wir uns einmal das Modell genauer an.
Das Vorbild natürlich.
Und wir gucken einmal in das Innere des Modells.
Aber wir starten jetzt wie immer mit dem Vorbild. Viel Spaß.
Die Baureihe 86 ist eine Einheitsdampflokomotive der Deutschen Reichsbahn.
Sie wurde entwickelt, um die Länderbahn-Lokomotiven auf Nebenbahnen abzulösen,
da über 50 verschiedene Bauarten im Einsatz waren und die Ersatzteile knapp wurden bzw. gar nicht mehr vorhanden waren.
Ab 1928 wurden 775 Stück der Baureihe 86 gebaut.
Durch den Krieg wurden weniger Lokomotiven gebaut als erwartet, knapp 1000 Maschinen waren geplant.
Von 1943 bis 1945 wurden immerhin noch 319 Lokomotiven als Übergangskriegsversion in abgespeckter Form gebaut.
Diese hatten nur unwesentliche Entfeinerungen.
Erkennbar sind diese unter anderem durch ein fehlendes Seitenfenster.
Anfangs hatte die Deutsche Reichsbahn noch Probleme mit der Kurvenläufigkeit.
Und das starre Fahrwerk wurde überarbeitet.
Durch die Höchstgeschwindigkeit von 80 km pro Stunde und ca. 1000 Pferdestärken
konnte die Einheitslok sowohl vor Güter- als auch vor Personenzügen eingesetzt werden.
Ein Nachteil der 86er waren die geringen Vorräte und der kleine Führerstand.
Für die Heizer wurden oft die Stiele der Schaufeln gekürzt, damit sie sich besser bewegen konnten.
Mit 7 Tonnen Kohle und 9 Kubikmetern Wasser war die Reichweite mit schweren Güterzügen auf 25 km begrenzt.
Die Deutsche Bundesbahn musterte die Lokomotiven 1974 aus
und bei der Deutschen Reichsbahn waren die Loks bis 1988 im Einsatz.
Vor der Ausmusterung bei der Deutschen Reichsbahn waren diese oftmals nur als Heizloks tätig
und kamen nur für Ausblasfahrten aus dem Schuppen.
Das Modell kommt wie immer in einer typischen Märklin-Tricks-Verpackung.
Wir haben hier einen Kunststoffschieber über der eigentlichen Packung.
Den können wir einmal entnehmen.
Dann können wir hier die Zurüstteile rausnehmen.
Hier sind wie immer Luftschläuche mit dabei, Kolbenschutzrohre.
Die Originalkupplung, also so eine Schraubenkupplung, liegt als Attrappe dabei
und es sind Leitungen dabei für die Zugheizung, die man hier jetzt noch anstecken kann.
Natürlich sind auch wie immer Anleitungen dabei.
Diese haben sich hier hinter in einer kleinen Mappe versteckt.
Und hier haben wir jetzt, wie immer, eine mehrsprachige Anleitung.
Da haben wir eine Dekoder-Anleitung mit dabei.
Dann einmal die Anleitung für die ganzen Funktionen, die wir hier verbaut haben.
Eine Anleitung zu CVs, die man verändern kann.
Dann wie man die Zurüstteile anbringt, wie man das Modell wartet und so weiter.
Dann ist natürlich noch eine Garantieurkunde dabei.
Also im Prinzip alles, was man braucht.
Wir schauen uns jetzt das Epoche 3 Modell der DB an.
Diese kommt aus der Bahndirektion Wuppertal, BW Dierlinghausen
und hatte die letzte Hauptuntersuchung am 03.12.1962.
Die Reichsbahnversion der Epoche 4, die es ja auch bei merklichem Tricks und Sortiment gibt,
die aber noch geliefert wird, kommt aus der Reichsbahndirektion Cottbus, BW Zittau.
Diese Modelle werden ausgeliefert mit den geschweißten Wasserkästen
und den großen Ausschnitten hier.
So kann man die Umsteuerung der Lokomotiven sehr gut erkennen.
Es gibt die 86 auch mit den kleinen Ausschnitten.
Dort war dann eine kleine Wartungsluke, dass man die Umsteuerung entsprechend warten und schmieren konnte.
Das sieht man bei der Roco 86 sehr schön.
Wir werden uns das auf der Modellbundesbahn dort auch nochmal angucken.
Dort haben wir dann beide Modelle, unsere neue 86 von Tricks und natürlich die 86 von Roco.
Da können wir die Modelle ein bisschen vergleichen.
Wir haben einen Kohlekastenaufbau hier noch mit drauf.
Das hat man früher gemacht, weil die 86 nur sieben Tonnen Kohle fassen konnte.
Das reichte ungefähr für 25 Kilometer mit schweren Güterzügen in der Ebene.
Deswegen hat man es ein bisschen aufgebaut, um die Reichweite dann noch etwas zu erhöhen.
Wir sehen bei dem Modell auch viele freistehende Leitungen.
Besonders gut sieht man das hier am Kessel.
Wir haben die freistehende Leitung hier an den Sandkästen.
Wir haben das natürlich am ganzen Kessel verteilt.
Wir haben sogar die Luken hier aufgesetzt für die Wasserkästen.
Die sind also nicht einfach mit eingegossen.
Das ist wirklich ein Steckteil, was dann noch Märklin und Tricks drauf gesteckt hat.
Es gibt natürlich auch wieder bauartspezifische Unterschiede.
Ganz gut sieht man das an der Rauchkammertür.
Wir haben bei der Bundesbahnversion hier die Rauchkammertür, diese Verschlussriegel angebracht.
Bei der Reichsbahnversion haben wir in der Mitte das Zentralverschlusshandrad.
Auch solche Details hat Märklin und Tricks natürlich dann großen Wert gelegt.
Das Gestänge ist weitgehend aus Metall, bis auf den Kreuzkopf.
Der ist hier aus Kunststoff, aber der wurde gut lackiert, sodass man das nicht sieht.
Deswegen kann sich auch das Fahrwerk wirklich gut sehen lassen.
Wir können auch frei hindurchschauen.
Das gefällt mir sehr gut.
Wir haben bei der 86, der Reichsbahn und der Bundesbahnversion ein Scheibenvorlaufrad verbaut.
Beziehungsweise bei der Reichsbahnversion ist es ein Scheibennachlaufrad.
Dann ist das ganze im Prinzip andersrum.
Der Dekoder, der hier drin ist, ist wie immer bei Märklin ein MFX Plus Dekoder,
der aber auch DCC und Motorola versteht und auch Railcom.
Wir haben hier 28 Funktionen verbaut.
Man kann noch einen Rauchgenerator hier nachrüsten.
Das ist der 72270 von Märklin.
Die wird von unten reingesteckt und dann kann man den entsprechend auch digital schalten.
Weiterhin haben wir ein rotes Schlusslicht, was digital schaltbar ist.
Und wir können natürlich die Führerstandsbeleuchtung schalten,
damit wir einmal in den Führerstand reinschauen können,
der auch in mehreren Farben, wie man das von Märklin Tricks kennt, wunderbar nachgestaltet ist.
Wir haben vier angetriebene Achsen mit zwei Haftreifen.
Die Haftreifen befinden sich hier im hinteren Bereich.
Und die Achsen sind natürlich wie im Original auch hier die mittleren Achsen seitlich verschiebbar,
dass die Lokomotive den Radius 360 von Märklin, das kleinste Radius, problemlos befahren kann.
Und das ganze Modell wiegt 292 Gramm.
So schafft sie auch mal einen kleinen schwereren Güterzug auf jede Anlage.
Und jetzt schauen wir noch einmal in die Lokomotive hinein und ich zeige euch einmal das Innenleben.
Um an das Innere der Lok zu gelangen, müssen wir einmal zwei Schrauben lösen.
Eine verbirgt sich hier zwischen den beiden Zylindern.
Die zweite Schraube versteckt sich hier hinter dem Kupplungsschacht.
Dafür werde ich die Lok jetzt einmal in eine ESU-Lokliege reinlegen.
Und ich nehme unser MSL-Werkzeug mit den verschiedenen Aufsätzen.
Da haben wir auch einen guten Kreuzschlitz-Bit drin.
Den werde ich jetzt einmal die Lok vorsichtig aufschrauben.
Wenn wir jetzt die beiden Schrauben gelöst haben, dann kann man das Gehäuse ganz einfach nach oben wegziehen.
Das hat Märklin sehr gut gemacht, da muss man nichts spreizen oder sonst was.
Das klappt einfach.
Jetzt sehen wir hier in der Mitte den Motor mit dem Getriebe.
Wir sehen hier den Einsatz für den Rauchgenerator.
Das Kontaktplättchen, wo nachher der Rauchgenerator drauf gesteckt wird.
Und wir sehen hinten den großen Lautsprecher, den Märklin verbaut hat.
Wir haben unten drunter auch nochmal die Öffnung für den Lautsprecher, dass auch der Sound gut nach außen kommt.
Und wir haben hinten die 21-MTC-Schnittstelle verbaut mit aufgestecktem Dekoder.
Bei den Filmaufnahmen der Märklin 86507 ist uns auch die 86257, das leicht gealterte Epoch IV-Modell von Roco, vor die Linse gefahren.
Hier sehen wir die Einfahrt in den Bahnhof Bad Drehburg.
Die Roco-Maschine besitzt weiße Pufferringe und hier gut zu erkennen die Wasserkästen mit kurzem Ausschnitt und Wartungsöffnung.
Außerdem hat Roco Speichen-Vor- und Nachlaufräder verbaut.
Als die 86257 zum Stehen kommt, erscheint unser Gegenzug mit 86507 von Märklin.
Das Vorbild der Märklin-Lokomotive ist 10 cm länger und besitzt die geschweißten Wasserkästen mit langen Ausschnitten.
Das war es schon wieder mit der Baureihe 86 von Märklin Tricks.
Eine Neukonstruktion, die auch ein wirklich gutes Bild gemacht hat auf der Modellbundesbahn.
Ich wünsche euch natürlich viel Spaß mit diesem wunderschönen Modell und natürlich viel Spaß mit dem schönsten Hobby der Welt, der Modelleisenbahn.