124. Redflags der Kommunikation

Zeus Mentalmentor | Athanasios Nasopoulos
3 Abonnenten
14 Videoaufrufe·27.12.2024
Das heißt, du respektierst mich nicht in der Hinsicht.
Und das ist okay.
Dann musst du aber die Konsequenz ertragen,
dass wir miteinander nicht mehr sprechen werden.
Kennst du diese Momente?
Wenn du mit anderen Leuten sprichst.
Irgendwann mal ein mulmiges Gefühl auftaucht.
Die Person hat etwas gesagt.
Oder du hast etwas gesagt,
konntest es aber nicht wirklich auf den Punkt bringen.
Und ab dem Zeitpunkt ist das Gespräch vorbei.
Das Vertrauen fehlt, Distanz baut sich auf.
Kennst du das?
Das baut sich oftmals auf durch die sogenannten Red Flags.
Ich habe heute 18 Red Flags der Kommunikation mitgebracht,
damit wir da zusammen reinschauen und herausfinden,
was läuft denn schief?
Worauf darfst du achten?
Und, voll wichtig,
wie gehst du mit diesen sogenannten Red Flags um?
Und da gehen wir jetzt erstmal über zu dem ersten Punkt.
Also nicht die erste Red Flag,
sondern der ersten Punkt,
den wir hier unbedingt berücksichtigen müssen.
Die Regel.
Frag dich immer, warum Menschen das tun
und verurteile sie nicht damit.
Verurteile sie nicht für die Red Flag, die sie machen.
Sondern geh immer davon aus,
dass das, was sie gerade sagen, ein Grund hat.
Was sie tun, ein Grund hat.
Weil wenn du selbst verurteilst,
bleibst du in der Bewertung.
Du willst aber aus der Bewertung raus
und in die Verwertung rein.
Wie kannst du mit diesen Red Flags umgehen?
Das ist heute das Ziel.
Und bitte nimm diese Episode nicht als Rechtfertigung
oder als Erklärung,
warum du jemanden verlassen darfst, etc.
Nimm diese als Möglichkeit,
um mit jemandem besser umzugehen.
Und wenn es wirklich nicht geht,
mit dem, was ich dir heute sagen werde,
dann darfst du dich weiter mit den Konsequenzen beschäftigen.
Okay, bedenke hierbei, es geht um die Attitüde.
Und zweite Regel,
was unter anderem auch der erste Punkt ist,
den wir gleich ansprechen werden bezüglich den Red Flags.
Das Wort Red Flag,
das Wort narzisstisch,
das Wort toxisch,
das sind Labels, also Labeling.
Bedeutet, diese Fachbegriffe sind keine Fachbegriffe.
Es sind einfach nur Begriffe,
die in die Welt getragen wurden
und damit arbeiten Leute.
Das ist wie eine Art Narrativ, eine Philosophie.
Damit versuchen Menschen,
intersubjektiv zu erklären, um was es gerade geht.
Bedenke hierbei,
Menschen, die das gerne verwenden,
verwenden es, um das zu bewerten und nicht zu verwerten.
Sie verwerten nicht daraus.
Sie ziehen sofort Konsequenzen und sind dann raus, weg.
Und das Problem an dem Thema ist,
deswegen muss ich mich da an die eigene Nase packen,
wenn ich das Wort Red Flag verwende,
dann weiß ich, dass du damit was anfangen kannst.
Deswegen muss ich es aber rahmen, um was es gleich gehen wird.
Dass wir Lösungen finden
und nicht andere Menschen damit verurteilen.
Da muss man höllisch drauf aufpassen.
Wenn du also jemanden kennenlernst,
der die ganze Zeit mit diesen Fachbegriffen um sich schmeißt,
Gaslighting, toxisch, wie auch immer,
dann weißt du, dass diese Person Erfahrung damit gemacht hat
und versucht jetzt,
sich aus ihrer ehemaligen Ohnmacht zu befreien,
indem sie sich ermächtigt mit diesen Worten.
Der Fehler dabei ist,
in sich natürlich korrupt, dieses System,
dass sie bei dir ebenfalls diese Systeme,
diese Art von Strukturen sucht
und wie eine selbsterfüllende Prophezeiung
das Ganze bei dir auch finden wird.
So oder so.
Sie wird in dem Moment sagen,
das war gerade Gaslighting, hast du das gemerkt?
Und das ist problematisch,
weil du hast keine Möglichkeit, daraus zu kommen.
Weil es ist wie so ein Dogma.
Was du aber tun kannst, wenn du dich mit jemandem datest,
der Labeling betreibt,
ganz einfach,
du fängst an, mit ihnen über das zu sprechen,
was gesund ist,
ihre Interessen, ihre Hobbys,
was sie erreichen möchte,
wie stark sie geworden ist,
positive Unterstellungen,
als Beispiel, wenn sie über Labeling spricht,
mit ihren negativen Erfahrungen durch ihre Ex-Freunde,
die alle narzisstisch waren, blablabla,
dann machst du Folgendes.
Du sagst, du bist da rausgekommen
und ich finde es schön, weil jetzt kannst du
Leute kennenlernen, die nicht so sind.
Du framst, also ramst
das Thema nochmal neu.
Oder und, du sagst,
das macht dich ja zu einer starken Person.
Und vor allem auch,
das hat dich ja natürlich nicht zu einer starken Person gemacht,
du hast die Gelegenheit jetzt,
dir selbst besser zu vertrauen.
Du weißt, worauf du achten musst.
Und ich hoffe, du weißt auch,
worauf du achten darfst, wenn es um die positiven
Seiten der Kommunikation geht.
Oder der Partnerschaft, oder des Berufs,
blablabla. Und jetzt gehen wir
über zu den sogenannten 18 Red Flags.
Davon ist zum Beispiel
Gaslighting mit drin,
Schuldzuweisung ist mit drin,
Vermeidung von offener Kommunikation ist mit drin,
manipulative Schuldgefühle
erzeugen ist mit drin,
bis hin zu dem Thema übermäßiges Dominieren,
Lügen und Zuverlässigkeit, Diskreditierung
deiner Gefühle, etc. etc.
Darüber werden wir sprechen.
Sogar auch fehlende Empathie.
Wichtig ist hierbei,
du bewertest nicht
und verurteilst nicht.
Du stellst dir die Frage, warum machen die Menschen das?
Wenn du es persönlich nimmst,
wirst du persönlich antworten.
Deine Attitüde ist,
observieren, aus der Bewertung raus,
rein in die Verwertung.
Dabei werde ich dir helfen.
Pro Red Flag werden wir
einmal die Erklärung dazu haben,
die Maßnahme dagegen
und ein Beispielsatz.
Oder eine Attitüde dahinter.
Das wird dir auf jeden Fall helfen.
Red Flag Nummer 1.
Gaslighting.
Ein sehr bekanntes Thema.
Ich muss dazu sagen, Gaslighting hat
zwei Seiten der Medaille.
Wir werden uns beide Seiten angucken.
Nummer 1.
Realitätsverdrehung ist der Begriff dafür.
Gaslighting auf Deutsch.
Realitätsverdrehung.
Manipulativ ist in Fragestellen deiner Wahrnehmung.
Wenn jemand wirklich deine Realität,
die in der Vergangenheit liegt,
auch unter anderem verdreht.
In der Vergangenheit kannst du leider nichts verändern.
Aber in der Sprache schon.
Du kannst behaupten, dass etwas anderes stattgefunden hat.
Das machen Männer und Frauen
beidermaßen gut.
Maßnahmen diesbezüglich Klarheit schaffen
und bei den Fakten bleiben.
Du kannst sagen, ich bin mir sicher,
dass ich das so gesagt habe.
Oder wir haben da unterschiedliche Ansichten dazu.
Das ist auch okay.
Du musst das nicht persönlich nehmen.
Wenn du dich in dieses Spielfeld des Gaslightings
begibst,
in dieses Realitätsverdrehen,
hat die Person dich gefangen.
Ganz gleich, was sie gerade gesagt hat.
Du bist jetzt in ihre Falle reingetappt.
Das ist wie eine Venusfalle.
Du kannst dich nicht mehr befreien.
Dann ergänzt du mit den Worten.
Lass uns gemeinsam klären,
wie es zu diesem Missverständnis gekommen ist.
Oder noch besser.
Du beziehst dich automatisch in die Zukunft.
Du gehst in die Zukunft rein.
In der Zukunft kannst du Lösungen finden.
In der Vergangenheit nicht.
Das ist das Spielfeld von Leuten,
die dich manipulieren wollen.
Wichtig ist hierbei die zweite Seite der Medaille.
Ich habe sehr viele Gespräche mitbekommen.
Sehr viele.
Nicht, weil ich sie geführt habe,
sondern weil ich als Mediator tätig war.
Es gibt viele Leute,
die gerne das Wort Gaslighting in den Mund nehmen,
um eine Oberhand zu gewinnen in dem Moment.
Um den höheren Grund zu erhalten.
Wie meine ich das?
Er sagt, schau mal Schatz,
das hast du so und so gesagt.
Sie sagt, nein, das stimmt nicht.
Du hast mich gerade gegaslightet.
Ich kann noch ganz klar sagen,
dass sie das gesagt hat.
Wir haben hier ein massives Problem mit der Kommunikation.
Nicht, weil sie lügt,
sondern weil das, was sie sagen wollte,
nicht gesagt hat.
Sie hat die Worte verwendet.
Er bezieht sich auf die Worte,
die sie verwendet hat.
Sie bezieht sich auf das,
was sie meinen wollte.
Auf ihre Gefühle.
Und konnte es nicht ausdrücken.
Beide Seiten haben einen Fehler begangen.
Er ist nicht auf die Idee gekommen,
eine Hebamme zu sein.
Ihre Gedanken auf die Welt zu bringen.
Sie denkt, er ist Gedankenleser.
Oder Gefühlsleser.
Was die meisten Leute nicht sind.
Sie behauptet dann, dass er gaslightet.
Er sagt das, was sie gerade gesagt hat.
Er bezieht sich in dem Fall auf das Gesagte.
Und keiner weiß, dass es gerade um ihre Gefühle geht.
Das ist schwierig.
Und wenn das der Fall ist,
und man muss dazu sagen,
zu 99% ist es genau der Fall.
Und zu 1% ist es Gaslighting.
Wahrlich jemand, der dir bewusst,
bewusst mit einer Lüge
deine Realität verdrehen möchte.
Wenn du das weißt,
dann kann es sein,
dass du nicht die richtigen Worte findest,
um deine Gefühle zu formulieren.
Was du aber sagen kannst,
ist, wenn du dich selbst dabei erwischst,
zu unterstellen,
dass derjenige oder diejenige gaslighten würde,
machst du folgendes.
Du sagst dann nicht,
oh, ich habe es falsch gesagt.
Sondern es kann sein,
dass ich das, was ich sagen wollte,
nicht richtig formuliert habe.
Bitte gib mir nochmal die Möglichkeit,
es nochmal zu formulieren.
Kannst du sagen.
Das ist nicht schwierig.
Das zum Thema Gaslighting.
Es gibt immer 2 Seiten der Medaille.
Bedenke das.
Und wirklich selten kommt es vor,
dass jemand wirklich Gaslightet.
Und Achtung, du bist keine Ausnahme.
Das tut mir leid.
Wenn du besser wirst,
wird die Welt besser.
Dafür haben wir diesen Podcast erschaffen.
Damit du besser wirst.
Nummer 2.
Ständige Schuldzuweisung.
Die andere Person übernimmt keine Verantwortung.
Und sagt, du bist schuld.
Die Maßnahme dagegen ist ganz einfach.
Verantwortung abgrenzen.
Und Zusammenarbeit fordern.
Wie kannst du das sagen?
Ganz simpel.
So wie auch ich meine Verantwortung trage,
bin ich mir sicher,
möchtest du genauso verantwortlich sein
für ein schönes Ergebnis.
Was können wir dabei tun?
Was brauchst du von mir?
Ich kann dir auch sagen und helfen dabei,
das Thema auch zu lösen.
Du kannst einmal die Verantwortung abkoppeln.
Abkoppeln.
Abkoppeln von dir.
Indem du sagst,
das was da passiert ist,
ist schlimm, aber ich bin mir sicher, das kriegst du hin.
Du kannst das schön formulieren.
Statt zu sagen, das kriegst du hin,
aber du hast die Verantwortung zu tragen.
Du sagst immer die Kritik am Anfang.
Du drehst es um.
Und die Kritik am Anfang führt dann zu dieser positiven Unterstellung.
Indem du sagst,
du kriegst das hin, da bin ich mir sicher.
Das hilft.
Dritte Red Flag.
Vermeidung offener Kommunikation.
Das Problem,
was wir haben, ist hier,
dass Probleme ignoriert werden.
Schweigsamkeit ist ein Schutzmechanismus.
Das heißt, auch da, wenn jemand
ein Problem ignoriert,
heißt es nicht, dass er ein blöder Hurensohn ist.
Oder, dass er manipulativ ist.
Oder, dass er narzisstisch ist.
Oder toxisch.
Oder was auch immer du für komische Gedanken dabei hast.
Es kann sein, dass das Problem ignoriert,
weil das Problem entweder nicht wichtig genug ist,
aber du es als wichtig empfindest.
Oder,
es kann sein,
dass er noch keine Lösung findet
und sich dafür schämt,
keine Lösung bereit zu haben.
Wenn du jetzt um die Ecke kommst und sagst,
du vermeidest bla bla,
dann hast du zwar
eine Red Flag angesprochen.
Ja, du willst sie ja lösen.
Wie kannst du es lösen?
Indem du sowas sagst wie,
dir ist unsere Zusammenarbeit
oder unsere Beziehung
genauso wichtig wie mir.
Und das Thema, was letztlich passiert ist,
ich kann es nicht einschätzen,
ist das Problem nicht
wichtig genug oder brisant genug?
Oder
vermeidest du es, weil du nicht weißt,
wie man das lösen kann?
Eins von den beiden muss es sein.
Und ich bin bei beiden bereit,
darüber zu sprechen, um das zu lösen.
Weil du mir wichtig bist.
Und dann kannst du die Person gehen lassen,
dass sie auf dich zukommt.
Oder darauf vertrauen,
dass sie sie löst.
Wenn beides nicht möglich ist,
weil sie es aktiv ignorieren wegen Gründen,
dann kannst du
deine Konsequenzen ziehen.
Bedenke hierbei, das ist eine sogenannte Red Flag,
die wir uns angucken müssen
und die wir auch lösen dürfen.
Viertens. Passiv-aggressives Verhalten.
Unterschwellige Angriffe
statt direkte Kommunikation.
Warum greift sie an?
Sie fühlt sich offensichtlich unsicher.
Wegen welchen Gründen auch immer.
In dem Moment ihr zu unterstellen,
du bist unsicher, ist das Dümmste, was du tun kannst.
Was man auch als Red Flag titulieren darf.
Weil das ist eine
Schuldzuweisung.
Oder eine Beschuldigung.
Das hat dir ja nie geholfen.
Nie hat dir es geholfen, jemandem zu sagen,
du bist unverantwortlich.
Weil du bist ja dann auch aktiv-passiv-aggressiv.
Was wiederum bedeutet,
die Botschaft muss klar angesprochen werden.
Das ist die Maßnahme.
Und du kannst sowas sagen wie,
ich merke, dass unsere Kommunikation
heute anders ist als sonst.
Sonst ist sie sehr
befürwortend oder
und lösungsorientiert.
Was habe ich gemacht, damit du so sprichst
mit mir? Erzähl mir bitte.
Was kann ich tun, damit
wir einen gemeinsamen Nenner wiederfinden?
Du kannst dich in die Verantwortung nehmen,
erwartest aber nicht, dass die Person
jetzt etwas antwortet, sondern du
stehst deinem Mann und deiner Frau.
Ganz wichtig.
Lass uns offen über das Thema
sprechen. Oder du kannst auch der
Person etwas unterstellen. Du kannst auch sowas sagen
wie beispielsweise du.
Gab es irgendwie etwas, was passiert ist heute?
Hattest du einen schlechten Tag?
Oder habe ich etwas gemacht, damit du so reagierst?
Wie reagiere ich denn?
Was sagst du?
Genau so. Ich kenne unsere
Kommunikation anders. Die ist liebevoll,
die ist respektvoll. Wenn du etwas isst,
komm auf mich zu. Wenn ich etwas gemacht habe,
komm auf mich zu.
Und dann kannst du etwas ergänzen, wenn du möchtest. Wenn du das im Kopf hast,
dann wird es sinnvoll.
Du kannst wieder sagen, ich wertschätze
unsere beide Lösungsorientierung.
Ich wertschätze
die Kommunikation mit dir.
Ich wertschätze die Gespräche mit dir.
Kannst du entweder oder sagen.
Und ich möchte gemeinsam hier
eine Lösung finden.
Oder gemeinsam toll kommunizieren. Weiterhin.
Weil das hast du verdient. Das habe ich verdient.
Das haben wir beide verdient.
Nummer 5. Dauerhafte
Unterbrechung und nicht zu hören.
Die Stimme wird nicht gehört.
Sie wird aktiv ignoriert.
Okay. Gut. Passiert.
Respektvoll einfordern, dass du
ausreden darfst. Wie?
Du unterbrichst sie mit dem Namen.
Achtung, das ist so toll. Mit den Red Flags
kannst du super viel anfangen.
Das sind eigentlich Einladungen
zum Herzen des Menschen, zur Seele des Menschen.
Sie haben Gründe, warum sie das machen.
Du sagst sowas wie.
Du unterbrichst sie mit dem Namen.
Ich wollte kurz den Gedanken zu Ende führen.
Weil mir ist es wichtig, was du dazu denkst.
Gib mir zwei Minuten.
Und dann unterbrechen sie dich wieder.
Dann sagst du. Ich will ja deine Gedanken hören.
Gib mir eine Sekunde.
Lass mich kurz aussprechen.
Warum sagst du das?
Du gibst ihnen die Lorbeeren. Sie wollen ja sprechen.
Sie wollen es ja.
Warum solltest du
jetzt in dem Fall sie nicht aussprechen lassen?
Aber du forderst
dein Aussprechen.
Erstmal ein. Und dann kannst du mit ihnen darüber sprechen,
was sie dazu
zu sagen haben. Und dann kannst du immer wieder
dich selbst positionieren. Mit dem Namen
vor allem. Auch dieses Persönliche.
Das ist toll. Sechstens.
Herablassende Kommunikation.
Sarkasmus, Sport und Beleidigung.
Ganz klassisch. Respektlosigkeit,
benennen und klare Grenzen sehen.
Kannst du was sagen, wie beispielsweise.
Also du? Hast du es gerade beleidigend gemeint?
Oder du?
Hast du einen
schwierigen Tag gehabt? Oder wie kommt es dazu,
dass wir jetzt gerade so krantig miteinander reden?
Das steht dir nicht.
Du kannst sogar flirty darauf reagieren.
Dazu habe ich ein Buch rausgebracht. Unter anderem auch.
Das heißt, mach sie sprachlos.
Und das ist ironisch gemeint.
Warum?
Weil du sie sprachlos im Positiven machen solltest.
Nicht im Negativen.
Wie geht das? Indem du auf flirty reagierst.
Wenn sie dich unterbrechen oder
herablassen, kommunizieren, kannst du auch ganz klar sagen.
Du weißt, was dir mehr steht.
Respektvoll miteinander umzugehen.
Das hat mein Herz
gegenüber immer öffnen lassen.
Also. Um was geht es genau?
Du sagst nicht.
Hey, korrigiere dich.
Du sagst. Lass uns normal miteinander sprechen.
Du forderst nicht ein, dass sie jetzt nochmal
Revue passieren und dann nochmal. Nein, nein, nein.
Du sagst. Anders geht auch besser.
Oder du sagst sowas wie.
So zu reden steht dir eher weniger.
Die Gespräche, die wir sonst immer gehabt haben,
waren super freundlich.
Um was geht es?
Als wäre es die Grundlage.
Die Ebene, auf der du sprechen möchtest.
Etwas ganz Normales.
Siebtens.
Tonfall oder Schreien.
Das ist natürlich auch eine einschüchternde Thematik.
Die Lautstärke.
Ich bin letztlich über Frankfurt an der Zeil
drüber gelaufen und hab dann.
Das war so interessant.
Hab dann zwei Sprechen hören.
Er hat recht ruhig gesprochen.
Und sie hat ihm unterstellt, dass er
super laut ist. Ich war nebendran.
Der war nicht lauter als sie.
Er war aber mit seiner Körpersprache lauter
als sie.
Er ist ruhiger geworden mit seiner Körpersprache.
Und sie hat ihm das trotzdem nochmal unterstellt.
Also es gibt auch die Kehrtseite dazu.
Also Red Flag hierbei.
Genau das Gegenteil, dass sie oder er
der anderen Person unterstellt.
Hey, du bist laut. Dabei sind sie gar nicht laut.
Aber wenn jemand laut sein sollte,
dann kann es einschüchternd wirken.
Was du tun kannst, ist folgendes.
Du kannst Ruhe einfordern und
deeskalierende Maßnahmen ergreifen.
Wie? Ganz simpel.
Du sagst sowas wie,
du bevorzugst es genauso wie ich,
eher ruhig eine Lösung zu finden.
Wenn du dann zwei Minuten brauchst,
leb gerne, kotze dich kurz aus,
weil du redest mit mir, weil du weißt,
dass wir miteinander eine Lösung finden werden.
Richtig? Ja.
Okay, kotze dich kurz aus,
erzähl mir, was es geht.
Und dann werden wir normal miteinander reden.
Falls nicht, dann werden wir es vertagen.
Aber ich bitte dich inständig darum,
normal mit mir zu reden.
Das kannst du sagen.
Wenn die Person weiterhin aggressiv ist,
kannst du sagen, was auch immer da genau passiert ist.
Ich kann nachvollziehen, warum es dich wütend macht.
Ich kann aber nicht nachvollziehen,
warum du mich dabei anschreist.
Und da musst du die Konsequenzen tragen
und aufstehen und gehen.
Aber der Person immer das Gefühl hinterlassen,
du, ich will es mit dir lösen.
Unter anderen Umständen sehr gerne sogar.
Und dann stehst du auf und gehst.
Ruhig gelassen.
Nicht so ein komisches Gollum-Teil.
Das musst du nicht tun.
Du kannst es ruhig und gelassen machen
und dann wirst du auch ein Ergebnis bekommen.
Wenn du es nicht ruhig und gelassen machst,
bist du Teil der Eskalation.
Ja, aber er hat mich.
Nein, was für? Er hat dich.
Das ist wie der Schuldzuweisung
und es ist super unsexy.
Achtens.
Manipulative Schuldgefühle.
Emotionales Erpressen.
Deine Gefühle werden
zu Manipulationszwecken benutzt.
Manipulation benennen und
zurückweisen ist hier die Maßnahme.
Wie geht das?
Ich fühle mich eher unwohl gerade.
Und woran das liegt?
Naja, weil ich das Gefühl habe,
dass du mit einer Schuldzuweisung
versuchst, meine Gefühle
als Grund zu nehmen, dass wir gerade hier sind.
Machen wir es folgendermaßen.
Lassen wir mal meine Gefühle auf die Seite
und sprechen wir darüber, wie wir es
beide lösen können.
Was hast du für einen Vorschlag?
Ja, sage ich mir so.
Was kannst du dafür tun?
Ich habe auch einen Vorschlag, was ich dafür tun kann.
Und dann tauscht man sich aus.
Oder, was du auch tun kannst,
ist, du kannst einfach die Frage stellen,
wie meinst du das genau?
Das kannst du fast bei allen Punkten
machen, die wir gerade besprechen.
Warum? Das hilft dabei,
der anderen Person die Möglichkeit zu geben,
sich zu erklären, weil sie sagen das oftmals wegen Gründen.
Aber wenn sie es wegen
Manipulation machen,
dann kannst du mit dem, wie meinst du das,
sie aus dem Konzept bringen.
Was ziemlich cool ist.
Weil wenn sie einen Witz erklären, wird der Witz nicht mehr
witziger, wenn er erklärt wird.
Wenn sie einen Vorwurf erklären müssen,
ist es genau das Gleiche.
Neuntens.
Deine Grenzen werden
ignoriert, wenn zum Beispiel jemand so etwas macht
wie Respektlosigkeit.
Die werden dir übergangen.
Du darfst deine Grenzen klar darstellen.
Absolut. Und wie du das machst,
hier ein Beispiel.
Du kannst es nochmal unterstreichen, indem du es wiederholst.
Wiederholung ist ja wichtig.
Indem du sowas sagst wie, ich habe dir
mehrfach schon gesagt, dass ich das ungerne
habe, nicht mag,
wenn du das tust.
Ich bitte dich, das zu respektieren.
Wenn die Person es immer noch weitermacht,
dann gibt es die klare Konsequenz,
mit ihr nicht mehr zu reden.
Wenn du, Achtung,
nicht das lösen möchtest.
Wenn du es lösen möchtest, kannst du sie fragen.
Was animiert dich dazu,
das zu übergehen,
meine Grenzen zu übergehen? Erzähl mal.
Dann sagt die Person, wie meinst du das?
Dann sagst du zum Beispiel,
ich habe dir gesagt, dass ich das nicht möchte.
Du machst es trotzdem.
Irgendetwas animiert dich dazu.
Das heißt, du respektierst mich nicht in der Hinsicht.
Das ist okay, dann musst du aber die Konsequenz
ertragen, dass wir miteinander nicht mehr sprechen werden.
Deswegen meine Frage,
ich gehe davon aus, du möchtest weiterhin mit mir Kontakt
haben, sonst wären wir jetzt nicht hier.
Was genau
brauchst du, damit du diese Grenze
ab sofort respektierst?
Und dann erzählt die Person dir das.
Dann sagst du, gut, dann bekommst du das
ab sofort. Und wenn es dir nicht
gefällt, dann sagst du, das gefällt mir
nicht. Gibt es etwas anderes?
Und dann redest du mit ihr nochmal.
Das ist eine Form von Verhandlung.
Die Menschen sind nicht geboren worden, um dir zu dienen.
Du bist geboren worden, um herauszufinden,
wie du mit Menschen umgehen kannst.
Die nächsten, die wir ansprechen werden, sind
dauerhafte Kritik,
ignorieren und Silent Treatment,
übermäßig Dominieren
der Gespräche, Lügen
und Unzuverlässigkeit, Diskreditierung
deiner Gefühle, Ablenkung
oder Themenwechsel und zwei
weitere, die dir garantiert gefallen werden,
wenn wir sie uns angucken und auch lösen können.
Bis zum nächsten Mal.
