"Die verzauberte Prinzessin" von Ludwig Bechstein - Hörbuch Märchen für Groß & Klein zum Einschlafen

Rico liest | Hörbücher | Märchen & Geschichten
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zuhören die verzauberte Prinzessin
Ludwig
Bechstein es war einmal ein armer
Handwerksmann der hatte zwei Söhne einen
guten der hieß Hans und einen bösen der
hieß
helmerech wie das aber wohl geht in der
Welt der Vater hatte den bösen mehr lieb
als den
guten nun begab es sich dass das jah
einmal ein mehr als gewöhnlich teures
war und dem Meister der beuteller ward
Ei dachte er man muss zu leben wissen
sind die Kunden doch so oft zu dir
gekommen nun ist es an dir höflich zu
sein und dich zu ihnen zu
bemühen gesagt getan früh morgens zog er
aus und klopfte an mancher stattlichen
Tür aber wie es sich denn so trifft dass
die stattlichsten Herren nicht die
besten Zahler sind die Rechnung zu
bezahlen hatte niemand Lust
so kam der Handwerksmann müde und matt
des Abends in seine Heimat und trübselig
setzte er sich vor die Türe der Schenke
ganz allein denn er hatte weder das Herz
mit den zechgästen zu plaudern noch
freute er sich sehr auf das lange
Gesicht seines
Weibes aber wie er das soss in Gedanken
versunken konnte er doch nicht lassen
hinzuhören auf das Gespräch das drinnen
geführt ward ein Fremder der eben aus
der Hauptstadt angelangt war erzählte
dass die schöne Königstochter von einem
bösen Zauberer gefangen gesetzt sei und
müsse im Kerker bleiben ihr Leben lang
wenn nicht jemand sich fände der die
drei Proben löste welche der Zauberer
gesetzt hatte fände sich aber einer so
wäre die Prinzess sein und ihr ganzes
herrliches Schloss mit all seinen
Schätzen das hörte der Meister an zuerst
mit halbem Ohr dann mit dem ganzen und
zuletzt mit allen beiden denn er dachte
mein Sohn Helmerich ist ein aufgeweckter
Kopf der wohl den Ziegenbock Barbieren
möchte soass einer von ihm heischte was
geht's er löst die Proben und wird der
Gemahl der schönen Prinzess und her über
Land und Leute denn also hatte der König
ihr Vater verkünden
lassen schleunig kehrte er nach Hause
und vergaß seine Schulden und Kunden
über der neuen mehr die er eilig seiner
Frau
hinterbrachte des anderen morgens schon
sprach er zum helmerig dass er ihn mit
Ross und Weh ausrüsten Wolle zu der
Fahrt und wie schnell machte der sich
auf die
Reise als er Abschied nahm versprach er
seinen Eltern er wolle sie samt dem
dummen Bruder Hans gleich holen lassen
in einem sechsspennigen Wagen denn er
meinte schon er wäre König
übermütig wie er dahinzog ließ er seinen
Mutwillen aus an allem was ihm in den
Weg kam die Vögel die auf den Zweigen
saßen und den Herrgott lobten mit Gesang
wie sie es verstanden scheuchte er mit
der Gerte von den Ästen und kein Getier
kam ihm in den Weg daran er nicht seinen
schabanak ausgelassen hätte und zum
ersten begegnete er einem
Ameisenhaufen den ließ er sein Ross
zertreten und die Ameisen die erzürnt an
sein Ross und an ihn selbstkrochen und
Pferd und Mann Bissen er schlug und
erdrückte er
alle weiter kam er an einen klaren Teich
in dem schwammen zwölf Enten
Helmerich lockte sie ans Ufer und tötete
deren elf nur die zwölfte entkam
endlich traf er auch einen schönen
Bienenstock da machte er es den Bienen
wie er es den Ameisen gemacht und so war
seine Freude die unschuldige Kreatur
nicht sich zum Nutzen sondern aus bloßer
Tücke zu plagen und zu
zerstören als Helmrich nun bei sinkender
Sonne das prächtige Schloss erreicht
hatte darin die Prinzessin verzaubert
war klopfte er gewaltig an die
geschlossene
Pforte alles war still immer heftiger
pochte der Reiter
endlich tat sich ein schiefenster auf
und hervor se ein altes Mütterlein mit
spinneebfarbigem Gesichte die fragte
verdrießlich was er
begehre die Prinzessin will ich erlösen
rief Helmerich geschwind macht mir auf
Eile mit Weile mein Sohn sprach die alte
morgen ist auch ein Tag um 9 Uhr werde
ich Dich hier
erwarten damit schloss sie den
Schalter am anderen Morgen um 9 Uhr als
Helmerich wieder erschien stand das
Mütterchen schon seiner wertig mit einem
Fächen voll Leinsamen den sie aufstreute
auf eine schöne
Wiese ließ die Körner
zusammen sprach sie zu dem Reiter in
einer Stunde komme ich wieder da muss
die Arbeit getan sein Helmerich aber
dachte das sei ein alberner Spaß und
lohne es nicht sich darum zu bicken er
ging derweil spazieren und als die Alte
wierkam war das Fächen so leer wie
vorher
das ist nicht gut sagte sie darauf nahm
sie zwölf goldene Schlüsselchen aus der
Tasche und warf sie einzeln in den
tiefen dunklen
Schlossteich hole die Schlüssel herauf
sprach sie in einer Stunde komme ich
wieder da muss die Arbeit getan sein
helmerrich lachte und tat wie
vorher als die alte wiederkam und auch
diese Aufgabe nicht gelöst war da rief
sie
zweimal nicht gut nicht
gut doch nahm sie ihn bei der Hand und
führte ihn die Treppe hinauf in den
großen Saal des Schlosses da saßen drei
Frauenbilder alle drei in dichte
Schleier
verhüllt wähle mein Sohn sprach die alte
aber sieh dich vor dass du recht wählst
in einer Stunde komme ich
wieder Helmer war nicht klüger da sie
wiederkam als da sie wegging übermütig
aber rief er aufs gerate wohl die zur
Rechten W ich da warfen alle drei die
Schleier zurück in der Mitte saß die
holselige Prinzess rechts und links zwei
scheußliche Drachen und der zur Rechten
packte den Helmrich und warf ihn durch
das Fenster in den tiefen
Abgrund ein Jahr war verflossen seit
Helmerich aus gezogen die Prinzess zu
erlösen und noch immer war bei den
Eltern kein sechsspenniger Wagen
angelangt ach sprach der Vater wäre nur
der ungeschickte Hans ausgezogen statt
unseres besten Buben da wäre das Unglück
doch
geringer Vater sagte Hans lasst mich
entziehen ich will es auch
probieren aber der Vater wollte nicht
denn was dem klugen misslingt wie führte
das der ungeschickte zu Ende da der
Vater ihm Ross und werfersagte machte
Hand sich heimlich auf und wanderte wohl
drei Tage denselben Weg zu Fuß den der
Bruder an einem geritten war aber er
fürchtete sich nicht und schlief des
Nachts auf dem weichen Moos unter den
grünen Zweigen so sanft wie unter dem
Dach seiner
Eltern die Vögel des Waldes scheuten
sich nicht vor ihm sondern sangen ihn
Schlaf mit ihren
weisen als er nun an die Ameisen kam die
beschäftigt waren ihren neuen Besitz zu
vollenden störte er sie nicht sondern
wollte ihnen helfen und die Tierchen die
an ihm hinaufkrochen las er ab ohne sie
zu töten wenn sie ihn auch bissen die
entenlckte auch ans Ufer aber um sie mit
Brosamen zu füttern den Bienen warf er
die frischen Blumen hin die er am Wege
gepflückt hatte
so kam er fröhlich an das Königsschloss
und pochte bescheiden am Schalter gleich
tat die Türe sich auf und die alte
fragte nach seinem
Begehr wenn ich nicht zu gering bin
möchte ich es auch versuchen die schöne
Prinzess zu erlösen sagte
er versuche es mein Sohn sagte die alte
aber wenn du die drei Proben nicht
bestehst kostet es dein Leben wohl an
Mütterlein
sprach Hans sage was ich tun
soll jetzt gab die alte ihm die Probe
mit dem Leinsamen hans war nicht faul
sich zu bücken doch schon schlug es
dreiviertel und das Fächen war noch
nicht halb voll da wollte er schier
verzagen aber auf einmal kamen schwarze
Ameisen mehr als genug und in wenigen
Minuten lag kein körnlein mehr auf der
Wiese als die alte kam sagte sie das ist
gut und warf die zwölf Schlüssel in den
Teich die sollte er in einer Stunde
herausholen aber Hans brachte keinen
Schlüssel aus der Tiefe so tief er auch
tauchte er kam nicht an den
Grund verzweifelnd setzte er sich ans
Ufer da kamen die zwlf endchen
herangeschwommen jede mit einem goldenen
Schlüsselchen im Schnabel die warfen sie
ins feuchte
Gras so war auch diese Probe gelöst als
die alte wiederkam um ihn nun in den
Saal zu führen wo die dritte und
schwerste Probe seiner
harte verzagen Z Hans auf die Drei
Gleichen
schleiergestalten wer sollte ihm hier
helfen da kam ein Bienenschwarm durchs
offene Fenster geflogen die kreisten
durch den Saal und summten um den Mund
der drei verhüllten
aber von rechts und links flogen sie
schnell wieder zurück denn die Drachen
rochen nach Pech und Schwefel wovon sie
leben die Gestalt in der Mitte
umkreisten sie alle und surrten und
schwirrten leise die mittle die mittle
denn da duftete ihnen der Geruch ihres
eigenen honis entgegen den die
Königstochter so gern
aß also da die alte wiederkam nach einer
Stunde sprach Hans ganz getrost
ich wähle die
mler und da fuhren die bösen Drachen zum
Fenster hinaus die schöne Königstochter
aber warf ihren Schleier ab und freute
sich der Erlösung und ihres schönen
Bräutigams und Hans sandte dem Vater der
Prinzess den schnellsten Boten und zu
seinen Eltern einen goldenen Wagen mit
sechs Pferden bespannt und sie alle
lebten herrlich und in Freuden und wenn
sie nicht gestorben sind leben sie sie
heute
[Musik]
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noch danke fürs zuhören wenn dir das
Märchen gefallen hat und du noch nicht
schläfst würde ich mich über einen
Daumen nach oben und einen Kommentar
freuen und falls du noch nicht schlafen
kannst findest du hier ein weiteres
Märchen bis bald
