Hörbuch Märchen zum Einschlafen & Träumen für klein & groß "Hänsel und Gretel" von Ludwig Bechstein

Rico liest | Hörbücher | Märchen & Geschichten
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9 Videoaufrufe·08.01.2025
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[Musik]
zuhören Hel und Grete von
chin es war einmal ein armer Holzhauer
der lebte mit seiner Frau und zwei
Kindern in einer dürftigen Waldhütte die
Kinder hießen Hänel und Gretel und wie
sie so
heranwuchsen gebrach es immer mehr den
armen Leuten an Brot auch wurde die Zeit
immer schwerer und alle Nahrung
teurer das machte den beiden Eltern
große
Sorge eines abends als sie ihr hartes
Lager gesucht hatten seufzte der Mann
ach Frau wie wollen wir nur die Kinder
durchbringen da der Winter herankommt
und wir für uns selbst nichts haben und
da erwiderte die Mutter keinen anderen
Rat weiß ich als dass du sie in den Wald
führst je eher je lieber gibst jedem
noch ein Stücklein Brot machst Ihnen ein
Feuer an befielst sie dem lieben Gott
und und gehst hinweg oh lieber Gott wie
soll ich das vollbringen an meinen
eigenen Kindern Frau fragte der
Holzhauer
bekümmert nun wohl so lass es bleiben
fuhr die Frau böse
heraus so kannst du eine Totenlade für
uns alle Viere Zimmern und die Kinder
Hunger sterben
sehen die zwei Kinder welche der Hunger
in ihrem moosbettchen noch wach hielt
hörten mit an was die Mutter und der
Vater miteinander sprachen und das
Schwesterlein begann zu weinen Hänel
aber tröstete es und sprach weine nicht
Gretel ich helfe uns schon wartete bis
die alten schliefen wischte aus der
Hütte suchte im Mondschein weiße
Steinchen verbar sie wohl und schlich
wieder herein worauf er und das
Schwesterlein bald entschlummerten
am Morgen geschah nun was die Eltern
vorher besprochen die Mutter reichte
jedem Kind ein Stück Brot und sagte das
ist für heute alles haltet's zu Rate
Gretel trug das Brot Hänel trug heimlich
seine Steinchen der Vater hatte seine
Holzaxt im Arm die Mutter Schloss das
Haus zu und folgte mit einem wasserkruge
nach Hensel machte sich hinter die
Mutter so dass er der letzte war auf dem
Wege guckte oft zurück nach dem Häuschen
und wie er es nicht sah ließ er gleich
ein weißes Steinchen fallen und nach ein
paar Schritten wieder eins und so immer
fort nun waren alle mitten in dem tiefen
Walde und da machte der Vater ein Feuer
an wozu die Kinder des Reisigs viel
herbeitrugen und die Mutter sagte zu den
Kindern ihr seid wohl müde jetzt FGT
euch an das Feuer und schlaft in das wir
Holz fällen nachher kommen wir wieder
und holen euch ab die Kinder
schlummerten ein wenig und als sie
erwachten stand die Sonne hoch im Mittag
das Feuer war abgebrannt und da Hänsel
und Gretel Hunger hatten verzehrten sie
ihr Stücklein
Brot wer nicht kam das waren die Eltern
und nachher sind die Kinder wieder
eingeschlafen bis es dunkel wurde da
waren sie noch immer allein und Gretel
fing an zu weinen und sich zu fürchten
Hensel tröstete sie aber und
sagte fürchte dich nicht Schwester der
liebe Gott ist ja bei uns und bald geht
der Mond auf da gehen wir
heim und wirklich ging bald darauf der
Mond in voller Pracht auf und leuchtete
den Kindern auf den Heimweg und
beglänzte die Silber weißen
Kieselsteine Hänel fasste Gretel bei der
Hand und so gingen die Kinder
miteinander fort ohne Furcht und ohne
Unfall und wie der frühe Morgen graute
da sahen sie des Vaters Dach durch die
bissche schimmern kamen an das
waldhäuslein und klopften
an wie die Mutter die Tür öffnete
erschrag sie ordentlich als sie die
Kinder sah wusste nicht ob sie schelten
oder sich freuen sollte der Vater aber
freute sich und so wurden Hänsel und
Gretel wieder mit gottwillkommen in das
Häuslein
eingelassen es wähte aber gar nicht lang
so wurde die Sorge aufs Neue laut und
jenes Gespräch und der Beschluss die
Kinder in den Wald zu führen und sie
dort allein und in des Himmels Fürsorge
zu lassen wiederholte sich wieder hörten
die Kinder das traurige Gespräch mit an
bekümmerten Herzens und der kluge Hänel
machte sich vom Lager auf wollte wieder
blanke Steine suchen aber da war die
Türe des waldhäusleins fest verschlossen
denn die Mutter hatte es gemerkt und
darum die Türe
zugemacht doch tröstete Hensel abermals
das weinende Schwesterlein und sagte
weine nicht lieb Grete der liebe Gott
weiß alle Wege wird uns schon den
rechten
führen am anderen Morgen in der Frühe
mussten alle wieder aufstehen wieder in
den Wald zu ern und da empfingen die
Kinder wieder Brot noch kleinere
Stücklein wie zuvor und der Weg ging
noch tiefer in den Wald hinein
hänzlein aber zerbröckelte heimlich sein
Brot in der Tasche und streute statt
jener Steine krümlein auf den Weg meinte
danach sich mit dem Schwesterchen wohl
zurückzufinden und nun geschah alles wie
zuvor
auch ein großes Feuer wurde entzündet
und die Kinder mussten wieder schlafen
und wie sie aufwachten waren sie allein
und die Eltern kamen nimmer
wieder und der Mittag kam und Gretel
teilte ihr Stückchen Brot mit Hänsel
weil der seines verstreut in lauter
bröselein auf dem
Weg und dann schliefen sie wieder ein
und erwachten abends verlassen und
einsam Gretel weinte
el aber war getrostet meinte den Weg
durch die brotbröselein wohl zu finden
wartete bis der Mond aufgegangen war
nahm dann die Gretel bei der Hand und
sprach zu ihr komm Schwester nun gehen
wir
heim aber wie Hänel die krümlein suchte
war ihrer keines mehr da denn die
waldvögellein hatten alle alle
aufgepickt und sie sich wohl schmecken
lassen und da wanderten die Kinder die
ganze Nacht durch den Wald kamen bald
vom Wege ab verirrten sich und waren
sehr traurig
endlich schliefen sie ein auf weichem
Moos und erwachten hungrig wie der
morgenraute denn sie hatten keinen
Bissen Brot mehr und mussten ihren Durst
und Hunger nur mit den schönen waldbären
Stellen die da und dort
standen und wie sie so im Walde
herumirrten ohne weg und Stein zu finden
Sie da kam ein schneeweißes Vöglein
geflogen das flog immer vor ihnen her
als wenn es den Kindern den Weg zeigen
wollte und sie gingen dem Vöglein
fröhlich
nach mit einem Male sahen sie ein
kleines Häuschen auf dessen Dach das
Vöglein flog es pickte darauf und wie
die Kinder ganz nah daran waren
sie sich nicht genug freuen und wundern
denn das Häuschen bestand aus Brot davon
waren die Wänder das Dach war mit
Eierkuchen gedeckt und die Fenster waren
von durchsichtigen Candis
zuuckertafeln das war den Kindern recht
sie aßen vom häusleindach und von einer
zerbrochenen
Fensterscheibe da ließ sich plötzlich
drinnen eine Stimme vernehmen die
rief knusper knusper kneischen wer
knuspert mir am
Häuschen darauf antworteten die Kinder
der Wind der Wind das himmlische
Kind und aßen weiter denn sie waren sehr
hungrig gewesen und es schmeckte Ihnen
ganz
vortrefflich da ging die Tür des
häusleins auf und trat ein steinaltes
krummgebücktes triefäugiges
Mütterlein heraus von nicht geringer
Hässlichkeit Gesicht und Stirne voll
Runzeln und in Mitten eine große große
Nase hatte auch grasgrüne
Augen die Kinder erschraken nicht wenig
die alte aber tat ganz freundlich und
sagte traute Kindlein kommt doch here
rein ins Häuschen kommt doch herein da
gibt's noch viel Bess Kuchen
die Kinder folgten der alten gerne und
drinnen trug die alte auch auf dass es
eine Lust war da gab es Herz was magst
Du Biskuit und
Marzipan Zucker und Milch Äpfel und
Nüsse und köstlichen Kuchen und während
die Kinder immer fort aßen und fröhlich
waren richtete die alte zwei Bettchen zu
von feinen Daunenkissen und lilienweißen
lin
da hinein brachte sie die Kinder zur
Ruhe die meinten im Himmel zu sein
beteten einen frommen Abendsegen und
entschliefen
alsbald es hatte aber mit der alten ein
gar schlimmes bewenden sie war eine böse
und garstige Hexe welche die Kinder frß
die sie durch ihr Brot und
kuchenhäuslein anlockte nachdem sie sie
erst recht fett
gefüttert dies hatte sie auch mit und im
Sinne in aller Frühe stand die alte
schon vor dem Bette der noch süß
schlafenden Kinder freute sich über
ihren Fang Riss Hänsel aus dem Bette und
trug ihn nach dem eng vergitterten
Gänsestall verstopfte ihm auch damit er
nicht Schreie den
Mund dann weckte sie die Arme Gretel mit
Heftigkeit und schrie sie mit rauer
Stimme an steh auferne dein Bruder
steckt im Stall wir müssen ihm ein gutes
Essen kochen auf dass er Fett wird und
für mich einen guten Braten gibt da
erschrak die Gretel zum Tode weinte und
schrie es half aber nichts sie musste
gehorchen und Aufstehen Essen kochen
helfen und durfte es selbst nach dem
Stalle tragen und mit ihrem
eingesperrten Bruder
weinen sie selbst W von der Hexe gar
gering gehalten
das dauerte so eine Zeit während welcher
die alte öfters nach dem Stalle schlich
und Hänsel befahl einen Finger durch das
Gitter zu stecken damit sie fühle ob er
Fett werde Hänel aber steckte immer ein
dürres Knöchelchen heraus und sie
verwunderte sich dass der Junge trotz
dem guten Essen so mager blieb
endlich war sie das müde und sprach zu
Gretel kurz und gut heut wird er
gebraten und machte ein mächtiges Feuer
in den Backofen der neben dem Häuschen
stand da schob sie her nach Brot hinein
damit sie frisch gebackenes zum Braten
habe das Gretel wusste seines Herzens
keinen Rat und endlich hieß ihm die alte
Hexe sich auf die schiebeschaufel zu
setzen und in den Backofen zu lugen die
alte wollte sie nur ein bissel in den
Ofen schieben damit die Gretel sehe ob
das Brot braun sei eigentlich aber
wollte sie das arme mägtlein gleich
zuerst darin
braten da kam aber das schneeweiße
vögellein geflogen und sang hüt dich hüt
dich sieh dich
für und da gingen der Gretel die Augen
auf dass sie der alten böse List
durchschaute und sagte zeiget mir es
zuvor wie ich es machen muss dann will
ich es
tun gleich setzte sich die alte auf das
ofenbrett und die Gretel schob am Stiel
und schob sie so weit in den Backofen
als der Stiel lang war und dann klapp
schlug sie das eiserne türlein vor dem
Ofen zu schob den Riegel vor und da der
Ofen noch erstaunlich heiß war musste
die alte Hexe drinnen brickeln und
braten und elendiglich umkommen zum Lohn
ihrer
Übeltaten Gretel aber lief zum Hänsel
ließ den aus dem
Gänsestall der kam heraus und fiel vor
Freude dem treuen Schwesterchen um den
Hals sie küssten sich und weinten vor
Freude und dankten
Gott und da war das weiße Vöglein wieder
da und auch viele viele andere
waldvöglein die flogen auf das
kuchendach des
häusleins darauf war ein Nest und daraus
nahm jedes Vöglein ein buntes Steinchen
oder eine Perle und trug sie hin zu den
Kindern und Gretel hielt sein Schürzchen
auf dass es alle die vielen Steinchen
fasse das schneeweiße Vöglein sang
Perlen und Edelstein für die
brotbröselein da merkten die Kinder dass
die Vöglein dankbar dafür waren dass
Hänsel Brotkrumen auf den Weg gestreut
hatte und nun flog das weiße Vöglein
wieder vor ihnen her dass es ihnen den
Weg aus dem Walde
zeige bald kamen sie an ein mächtiges
Wasser da standen sie ratlos und konnten
nicht weiter und nicht
drüber plötzlich aber kam ein großer
schöner Schwan geschwommen dem riefen
die Kinder zu oh schöner Schwan sei
unser
khn und der Schwan neigte seinen Kopf
und ruderte zum Ufer und trug die Kinder
eins nach dem andern hinüber ans andere
Ufer das weiße Vöglein aber war schon
hinüber geflattert und flog immer vor
den Kindern her bis sie endlich aus dem
Walde kamen wieder an der Eltern kleines
Haus der alte Holzhauer und seine Frau
saßen traurig und still in dem engen
stüblein und hatten großen Kummer um die
Kinder bereuten auch viele tausend Mal
dass sie dieselben fortgelassen und
seufzten ach wenn doch der Hänsel und
die Gretel nur noch ein allereinziges
Mal wiederkämen ach da wollten wir sie
nimmer mehr wieder allein im Walde
lassen da ging gerade die Türe auf ohne
dass erst angeklopft worden wäre und
Hänsel und Gretel traten leibhaftig
herein das war eine Freude und als nun
vollends erst die kostbaren Perlen und
Edelsteine zum Vorschein kamen welche
die Kinder mitbrachten
da war Freude in allen Ecken und alle
Not und Sorge hatte fort an ein
[Musik]
Ende danke fürs zuhören wenn dir das
Märchen gefallen hat und du noch nicht
schläfst würde ich mich über einen
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freuen und falls du noch nicht schlafen
kannst findest du hier ein weiteres
Märchen bis bald
