CDU-Chef Armin Laschet will den Spitzengremien der Partei nach der historischen Wahlniederlage einen Parteitag zur personellen Neuaufstellung der CDU vorschlagen. Die personelle Neuaufstellung der CDU - „vom Vorsitzenden über das Präsidium bis hinein in den Bundesvorstand“ solle nun zügig angepackt werden. Unterdessen zieht er ein bitteres Fazit. ------------------ ::::::::: Probeabo der Epoch Times Wochenzeitung : https://bit.ly/ProbeaboWochenzeitung ::::::::: ------------------ 🚨🚨🚨 Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus: 👉 Per Paypal und über Kredit: http://bit.ly/SpendenEpochTimesDeutsch 👉 Per Banküberweisung Epoch Times Europe GmbH IBAN: DE 2110 0700 2405 2550 5400 BIC/SWIFT: DEUTDEDBBER Verwendungszweck: Spenden Vielen Dank! ------------------ Wir freuen uns über rege Diskussionen, bitte achten Sie dabei auf eine angemessene Umgangsform! Beleidigungen sind nicht erwünscht. Danke.
Laschet verabschiedet sich mit bitterem Fazit.
Ein Artikel von Epoch Times vom 8. Oktober 2021.
Die CDU verschleißt ihre Vorsitzenden inzwischen in einem Tempo,
das man bislang eher von der SPD kannte.
Seit gerade einmal neun Monaten steht der CDU-Chef Armin Laschet
an der Spitze der Partei.
Am Donnerstag dann erklärte der gescheiterte Kanzlerkandidat
seine Bereitschaft zum Rückzug.
Ein Parteitag soll stattfinden.
Sein Ziel sähe er nun noch darin, unter den Anwärtern für seine Nachfolge
einen Konsenskandidaten zu bestimmen,
Wie lange er noch im Amt bleibt, blieb am Donnerstagabend offen.
Klar ist aber, dass Laschet geht.
Er will die Partei aber in einem geordneten und geeinten Zustand
einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin hinterlassen.
Es hörte sich an wie ein letzter Dienst an der Partei,
die ihn zuletzt nicht immer gut behandelt hat.
Denn Laschet hatte es in seiner kurzen Amtszeit nie vermocht,
Zweifel an seiner Eignung für die höchsten Ämter der Bundespolitik auszuräumen.
Anders als sein unionsinterner Rivale Markus Söder von der CSU
vermied Laschet die allzu offensive Zurschaustellung von Machtwillen,
Gestaltungsdrang und Amtsautorität.
Sein Stil kam bei den Wählern nicht an und auch in der eigenen Partei nicht.
Immer gegeneinander, immer in wechselnden Besetzungen.
Am Donnerstagabend berichtete Laschet von seinen Erfahrungen als CDU-Chef.
Sie seien von ständigen Personalquerelen geprägt gewesen,
immer gegeneinander, immer in wechselnden Beziehungen.
Die künftige CDU-Führung müsse sich viel stärker am Konsens orientieren, mahnte er.
Laschets Unterstützer hatten anfangs noch auf seine große Integrationskraft verwiesen,
die ihn für den Kanzlerjob prädestiniere.
Laschet führe Menschen und Meinungen zusammen,
baue Brücken in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft.
Sie deuteten Laschets Zurückhaltung als stärkste
und verwiesen auf die Stabilität seiner politischen Grundüberzeugungen.
Doch Laschets Unterstützer in der CDU wurden bereits vor der Wahl immer weniger.
Dem dramatischen Vertrauens- und Ansehensverlust des Kanzlerkandidaten
vermochten sie nichts entgegenzusetzen.
Laschet stolperte zunehmend einsam durch den Wahlkampf
und es half ihm nicht, dass er für viele CDU-Anhänger ein Kanzlerkandidat zweiter Wahl war.
Denn CSU-Chef Söder gerierte sich als eine Art Schattenkandidat,
als einer, so die Botschaft aus München, der Laschet klar überlegen wäre.
Aus dem Machtkampf mit dem CSU-Chef um die Kanzlerkandidatur hatte Laschet Blessuren davongetragen.
Das Duell der beiden Unionschefs hatte offenbart,
dass Söder nicht stark genug war, ihm die Kandidatur zu nehmen,
dass Söders Stärke aber durchaus ausreichte, Laschet als schwach erscheinen zu lassen.
Zu den eigenen Ungeschicklichkeiten und zu den Sticheleien aus München kam hinzu,
dass Laschet auch das Opfer einer dramatisch verfehlten Wahlkampfkalkulation seiner Parteizentrale ist.
Zu spät merkte sie, dass das unter Angela Merkel erfolgreich erprobte Wahlkampfmodell
mit dem Kandidaten Laschet nicht aufging.
Wenig konkrete Inhalte, möglichst nicht polarisieren, keine Angriffsfläche bieten.
Laschets Kandidatur kollabierte und hinter ihm wurde eine inhaltlich entkernte Partei sichtbar,
die wenig Attraktives zu bieten hatte.
Partei, Botschaft und Kandidat, es passte nichts zusammen.
Die Kampagne basierte ja letztlich auf der Annahme von Kontinuität,
Vertrauen in die Regierungspartei Union und ihre Spitzenmanns, sagte der Parteienforscher Thorsten Faas
von der Freien Universität der Nachrichtenagentur AFP.
Das Agieren von Laschet, auch aber nicht nur in der Flut, führte aber zu Vertrauens- und Ansehensverlusten.
Wie geht es nun weiter für Laschet?
Seinen Posten als Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslands Nordrhein-Westfalen gibt er ab.
Den CDU-Vorsitz wird er demnächst höchstwahrscheinlich ebenfalls verlieren.
Das Kanzleramt ist für ihn in weite Ferne gerückt.
Was ihm bleiben wird, ist das Bundestagsmandat, das er bei der Wahl gewonnen hat,
als einer von 196 Unionsabgeordneten.
Merz will keine Kampfkandidatur um CDU-Vorsitz auf Parteitag.
Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat indes noch nicht entschieden,
ob er nochmal für den CDU-Parteivorsitz kandidiert.
Eine erneute Kandidatur bei einer Kampfabstimmung auf einem Bundesparteitag
schloss er in der ZDF-Sendung Maybrit Illner aber aus.
Ob ich nochmal für den Parteivorsitz kandidiere oder nicht,
das ist eine Frage, mit der ich mich nicht abschließend beschäftigt habe, sagte Merz.
Ich schließe eines aus.
Ich werde nicht noch einmal in eine streitige Abstimmung auf einem Bundesparteitag gehen.
Merz hatte zuletzt zweimal auf CDU-Bundesparteitagen für den Parteivorsitz kandidiert
und war zweimal unterlegen.
Zunächst 2018 gegen Annegret Kramp-Karrenbauer,
dann Anfang dieses Jahres gegen Armin Laschet.
Er begrüßte es, dass CDU-Chef Laschet bei der personellen Neuaufstellung der CDU
eine Lösung im Konsens anstrebt.
Die Frage, wie wir die Basis, unsere 400.000 Mitglieder,
in diese Entscheidung mit einbeziehen, ist eine offene Frage, sagte Merz.
Er finde es richtig, dass wir über Mitgliederbeteiligung sprechen.
Wes brod ich es, des Lied ich sing.
In Zeiten von Twitter und Facebook hat diese Redewendung aus der Zeit der Minnesänger
neu an Bedeutung gewonnen.
Wes brod ich es, des Lied ich sing, bedeutet in der Medienwelt,
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In Deutschland sind dies meist Parteien, Werbekunden oder Stiftungen
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