Das Metabolische Syndrom ist ein Zustand, wo mehrere Erkrankungen gleichzeitig zusammenkommen. Es wird auch als „Tödliches Quartett“ bezeichnet, weil es ein enormes Gesundheitsrisiko ist. Jeder, der deutliches Übergewicht mit sich herumträgt, vor allem auch im Bauchbereich, sollte sich definitiv näher mit dem Metabolischen Syndrom beschäftigen. Es wird wenig vom Metabolischen Syndrom gesprochen, auch von Ärzteseite, aber diese Erkrankung ist allgegenwärtig. Denn die Symptome dürften sehr vielen Menschen nur zu gut bekannt sein.
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Das Metabolische Syndrom ist ein Zustand, wo mehrere Erkrankungen gleichzeitig zusammenkommen.
Es wird auch als „Tödliches Quartett“ bezeichnet, weil es ein enormes Gesundheitsrisiko ist. Jeder,
der deutliches Übergewicht mit sich herumträgt, vor allem auch im Bauchbereich,
sollte sich definitiv näher mit dem Metabolischen Syndrom beschäftigen. Es wird
wenig vom Metabolischen Syndrom gesprochen, auch von Ärzteseite, aber diese Erkrankung
ist allgegenwärtig. Denn die Symptome dürften sehr vielen Menschen nur zu gut bekannt sein.
4. Ausgangspunkt Übergewicht Das Übergewicht ist der quasi
der Startpunkt des Metabolischen Syndroms. Denn Übergewicht sorgt in der Folge für
Störungen des Stoffwechsels, aber auch des Hormonhaushalts und das fördert verschiedene
Erkrankungen. Besonders problematisch ist dabei das bauchbetonte Übergewicht,
das Viszeralfett. Um dir mal einen Anhaltspunkt zu geben. Der Bauchumfang ist hier ein ganz guter
Gradmesser: Wenn der Bauchumfang bei Männern über 102 cm und bei Frauen über 88 cm liegt,
dann befinden wir uns im tiefroten Bereich. Wenn wir darunter sind, sind wir auch noch nicht im
grünen Bereich, sondern erst im orangefarbenen. Aber warum ist dieses Bauchfett so gefährlich?
3. Insulinresistenz Der 2. Baustein des Metabolischen
Syndroms ist die Insulinresistenz. Das ist der Zustand, wenn das Insulin nicht mehr richtig
wirkt oder im äußersten Fall gar nicht mehr wirkt. Es gibt nichts, was eine Insulinresistenz so stark
fördert wie das Bauchfett. Das läuft so: Wir ernähren uns ungesund und dadurch steigt der
Blutzuckerspiegel immer wieder übermäßig stark an. Das bedeutet für die Bauchspeicheldrüse: Sie
muss immer mehr Insulin ins Blut geben. Wenn aber immer mehr Insulin ins Blut gegeben wird, herrscht
da ein Überschuss. Und es gibt eine einfache Regel: Exposition führt zu Resistenz. Damit
wird die Wirkung von diesem vielen Insulin immer schlechter. Das hat zur Folge: Irgendwann kann
das Insulin den BZS nicht mehr nach unten drücken, wenn es seine Wirkung verliert. Irgendwann bleibt
der BZS dann erhöht. Dann erkennen wir eine Insulinresistenz auch im Blutbild. Würden
wir im Blutbild den Insulinspiegel mitlesen, dann würden wir die Insulinresistenz schon viel früher
erkennen. Was bedeutet dieser erhöhte Insulin- bzw. BZS jetzt für die Gesundheit. Ganz einfach:
Das ist die Vorstufe von einem Typ 2 Diabetes. Wenn eine Insulinresistenz da ist und wir ändern
nichts an unserer Ernährung, dann ist das der sichere Weg zu einem Typ 2 Diabetes. Auch einen
Typ 2 Diabetes können wir auf natürliche Weise erfolgreich behandeln, aber dabei müssen wir ein
wesentlich größeres Rad drehen als bei einer Insulinresistenz, um die Werte wieder in den
Normalbereich zu bringen. Wir müssen uns die Insulinresistenz so vorstellen: Das ist kein
An/Aus-Knopf, wo Insulinresistenz da ist oder eben nicht. Eine Insulinresistenz entwickelt. Sie
startet ganz unscheinbar und die Insulinwirkung wird von Woche zu Woche ein kleines bisschen
schlechter, bis wir das im Blutbild sehen. Aber nur weil die Blutwerte noch ok sind, heißt das
noch lange nicht, dass da keine Insulinresistenz ist. Ganz wichtig für das Verständnis. Das Thema
ist nicht ganz einfach, aber unfassbar wichtig für deine Gesundheit. Deshalb habe ich damals auch
beschlossen, dass ich mich auf diesen Bereich spezialisieren möchte. So habe ich dann meine
Ausbildung zum Diabetesberater gemacht. Denn wer abnehmen und/oder seinen gesundheitlichen Werte
verbessern möchte, kommt nicht drumrum, sich mit dem Insulin-Stoffwechsel zu beschäftigen.
2. Bluthochdruck Weiter zum nächsten Bestandteil des
Metabolischen Syndroms. Eben haben wir gesehen, dass ein Überschuss an Insulin da ist. Und es
gibt einen interessanten direkten Zusammenhang zwischen Insulin und Bluthochdruck. Denn Insulin
fördert die Produktion des Hormons Aldosteron. Und jetzt zur Wirkung von Aldosteron: Aldosteron
sorgt dafür, dass in der Niere das Wasser und das Natrium zurückgehalten werden und nicht
ausgeschieden werden, sondern zurück in den Körper fließen. Was hat das jetzt mit deinem Blutdruck zu
tun? Ganz einfach: Mehr Wasser in den Blutgefäßen sorgt für mehr Volumen, sodass das Herz stärker
pumpen muss. Die Folge: Bluthochdruck. Schauen wir neben dem Wasser auf die andere Substanz.
Mehr Natrium, also mehr Salz in den Blutgefäßen sorgt dafür, dass noch mehr Wasser angezogen
wird. Wo Salz ist, ist auch Wasser. Dadurch steigt das Volumen noch mehr. Die Folge:
Noch stärkerer Bluthochdruck. Es muss also nicht immer das Salz sein, das du isst, was zu viel ist.
Es kann auch sein, dass dein Körper das Natrium nicht richtig ausscheidet und zurückbehält.
1. Erhöhte Blutfettwerte Der letzte Baustein sind
dann die erhöhten Blutfette. Also zu viele Triglyzeride, zu hohe LDL-Cholesterinwerte
oder zu niedrige HDL-Cholesterinwerte. Hier will ich vor allem auf die LDL-Cholesterine eingehen.
Hier gibt es nämlich solche, die eine geringe Dichte haben und solche mit einer hohen Dichte.
Das Problem bei den LDL-Kügelchen mit einer hohen Dichte: Diese lagern sich viel leichter
in den Gefäßwänden ab und begünstigen eine Arteriosklerose. Bei einer Insulinresistenz
werden in der Leber leider vor allem die LDL-Kügelchen mit einer hohen Dichte produziert.
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in Ruhe anschauen damit wir sehen, was für dich die nächsten wichtigen Schritte sind. Denn es
ist unheimlich wichtig, dass du auch wieder von den Werten her in den grünen Bereich kommst.
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