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Mises Momente ist ein Podcast-Format, das jeweils am ersten Mittwoch des Monats veröffentlicht wird. Die Gastgeber Johanna & Manuel sprechen mit ihren Gästen über Aktuelles und Zeitloses rund um die Österreichische Schule der Nationalökonomie und deren Methode, die Praxeologie.
Der heutige Gast ist Dr. Karl-Friedrich Israel. Er ist Gastprofessor an der Universität des Saarlandes, Assistenzprofessor an der Katholischen Universität des Westens in Angers, Frankreich, und hat Volkswirtschaftslehre, Angewandte Mathematik und Statistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, der ENSAE ParisTech und der Universität Oxford studiert.
Die Gastgeber sprechen mit Karl-Friedrich Israel über Geldpolitik, Inflation und Inflationserwartungen aus Sicht der Zentralbänker.
Kapitel:
0:00 Einleitung 1:09 Welche Theorie nutzen Zentralbänker? 8:16 Einfluss des Finanzministeriums 20:10 Politischer Rückhalt für Geldpolitik 25:30 Unterschiede zwischen der Geldpolitik von EZB und Fed 27:45 Ökonomische Modelle in den Zentralbanken 41:36 Kann man sich heute besser vor Zentralbanken schützen? 48:07 Abspann und Outtakes
Hinweis: Der Podcast "Mises Momente" wird Ihnen von Johanna & Manuel präsentiert. Die Inhalte der Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Ludwig von Mises Instituts Deutschland wieder.
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Titelfoto: Mises Momente
hallo Johanna hallo Manuel hast du einen
Moment ein mieses
[Musik]
Moment Herr Professor Karl Friedrich
Israel ist Professor für
Volkswirtschaftslehre in en Frankreich
er ist auch Mises Institute fellow und
er schreibt vor allen Dingen zu Themen
wie zinstheorie in tion und Geldpolitik
hallo Karl hallo ich freue mich sehr
hier zu sein auch von meiner Seite
herzlich willkommen der heutigen Podcast
Folge soll es darum gehen wie es aktuell
in den Köpfen der zentralbänker aussieht
das heißt wir schauen uns einmal so die
vorherrschende Wirtschaftstheorie an die
Geldschöpfung und wie Geld in den Umlauf
gebracht wird und schließlich wollen wir
darauf
eingehen wie das erwartungsmanagement
derzeit ausschaut ich meine jeder kennt
die Reg mäigen Sitzung von der Fett und
weiß auch dass der Jerome Paul sehr viel
sagt aber wenig aussagt um in das Thema
reinzukommen und um die Zuhörer
abzuholen oft wird ja die derzeitige
Zentralbankpolitik als rein kesanistisch
beschrieben und das ist ja so in der
Form nicht mehr ganz
war welche Ansätze oder Theorien siehst
du denn gerade die aktuell von der Fett
und von der ezbr befolgt werden ja es
ist schwierig zu be antworten weil ja
schon der Begriff des kensanismus gar
nicht gar nicht klar ist also es gibt so
viele unterschiedliche Spielarten des
kensianismus es gibt unterschiedliche
kensianische Camps die alle für sich
sozusagen beanspruchen die waren Erben
Kes zu sein und
die sind sich untereinander gar nicht
einig nicht was man machen müsste
unbedingt und wenn man es jetzt halt
wirklich n ganz grob betrachtet glaube
ich schon dass man sagen kann dass die
Zentralbanken im Wesentlichen von
kinesianischer
Wirtschaftstheorie inspiriert sind aber
insbesondere in Deutschland gibt's immer
noch ein Anteil
von ja ordnungspolitisch orientierten
geldpolitikern zentralbänern die sind
allerdings im Aussterben also es ist
eher die ältere Generation und die
Jüngeren die Nachkommen tendieren dann
auch eher zum kensianismus es gibt auch
ein paar Monetaristen aber die sind auch
eher ein Auslaufmodell meine Hoffnung
wäre dass innerhalb der Zentralbanken
vielleicht Umdenken beginnt weg vom
kinianismus eher zum zum Monetarismus
und zum Ordoliberalismus der in
Deutschland eine große Tradition hat
dass da irgendwann mal die
österreichische Schule repräsentiert
wird wage ich zu bezweifeln wäre ja auch
irgendwie relativ widersprüchlich nicht
wenn wenn man man unter den
zentralbänern jetzt Anhänger der
Österreichischen Schule finden würde
wobei man sagen muss dass die
Zentralbanker auch im Durchschnitt
oder die Leute die dort arbeiten die
Ökonomen die dort arbeiten eigentlich
ganz guten Kenntnisstand haben über die
Probleme das ist jedenfalls meine
Erfahrung also aus dem persönlichen
Austausch die Argumente gegen
Zentralbank gegen Inflationspolitik und
so weiter die sind alle bekannt auch in
der Zentralbank wie drückt sich das
ordnungspolitische bzw das
monetaristische Bild sage ich mal oder
die Sichtweise auf die
Wirtschaftspolitik denn aus in
Deutschland also wo wären da vor allem
auch die Unterschiede zu dem wie es
aktuell von der Fett oder vonzb gelehnt
wird also wie gesagt das sind alles
relativ grobe Einteilung aber der
kinanismus hält die Geldpolitik für ein
wichtiges Instrument das aktiv in die
Wirtschaft eingreifen sollte also der
kianismus steht für eine wenn man so
will aktivistische
Geldpolitik und sowohl der Monetarismus
als auch der der Ordo oder
ordnungspolitisch orientierte
ähm Ökonom der würde
eher eine passive Geldpolitik
befürworten nicht das war so die Idee
von von Friedman insbesondere
ähm aber auch von
äh Ordoliberalen wie
een dass also die Geldpolitik vor allem
erstmal
Preisstabilität hervorbringen sollte und
eher passiv operiert also man würde dann
nicht sozusagen die Geldpolitik immer an
verschiedene wirtschaftliche Bedingungen
anpassen sondern man würde sozusagen
einfach eine einheitliche Geldpolitik
implementieren die relativ neutral und
passiv durchgezogen wird egal was
passiert also die passive Ausweitung der
Geldmenge wenn man eben die Ausweitung
der Geldmenge für notwendig
hält die würde dann sozusagen immer zu
einem festen Prozentsatz jedes Jahr von
statten gehen ohne dass man jetzt in der
Krise oder so da ganz ganz schnell
eingreift und die Geldmenge rasant
ausweitet man geht nämlich davon aus
dass wenn man also die Wachstumsrate der
Geldmenge stabilisiert auf ein moderates
Niveau 3 4 vielleicht
5% dann würde es gar nicht zu so viel in
Krisen kommen dann wäre die Wirtschaft
schon wesentlich stabiler ist es ist es
wirklich fer die als K kinianistisch
einzuordnen also hast jetzt eben gesagt
wie das ordolberal wäre ist ja wohl wohl
deine Einschätzung nach nicht so sehr
aber also komplett vulgär kinsianismus
würde ich jetzt mir vorstellen okay die
die schießen Geld jetzt in irgendwelche
wirtschaftszeweige hinein also die und
ich mein mein Eindruck ist das jetzt
nicht dass äh zumindest die EZB das so
macht die hat ja im Kontrast zur Fed zur
amerikanischen Notenbank die haben ja
immer noch
Arbeitsmarkt Stabilisierung noch oder
niedrige Drücken der Arbeitslosenquote
als Teil ihres
Ihre Vorgaben was sie erreichen sollen
neben der Geldwertstabilität was ja in
der ECB nicht ist ich se da andere
Kriterien aber vielleicht kannst du mal
erläutern wieso du es trotzdem als
gerechtfertigt an sie die schon Richtung
kensianismus
einzuordnen also zunächst mal ist ganz
klar dass man dieser Philosophie anhängt
dass die Geldpolitik aktiv reagieren
muss wenn was passiert in der
Wirtschaft ob man das jetzt als vulgär
kinianismus bezeichnet oder nicht das
will ich gar nicht beurteilen nicht ob
das wulgär ist aber wenn wenn du jetzt
sagst
es sei vulgär kensianistisch wenn man
befürworten würde dass man an bestimmten
Stellen Geld in die Wirtschaft gibt
bestimmten Unternehmen Geld gibt und so
weiter dann kann man durchaus sagen dass
das zum Teil passiert ja die
unkonventionelle Geldpolitik die nach
der Finanzkrise also ein paar Jahre nach
der Finanzkrise
eingesetzt hat die Macht ja genau das ja
die kauft nicht nur Staatsanleihen
direkt auf sondern auch
Unternehmensanleihen das heißt die
Zentralbank sucht sich Unternehmen auf
aus von denen die anlihen gekauft werden
das heißt die Zentralbank sucht sich
direkt die Erstempfänger des neuen
Geldes aus und das ist eben schon wenn
man will kann man es als wulgär
kanistisch bezeichnen ich würde das
jetzt gar nicht beurteilen aber es ist
definitiv in
diesem von
diesem Geiste oder von dieser
Philosophie getragen ja dass man aktiv
in der Wirtschaft in die Wirtschaft
eingreifen muss dass man also da hat man
eben zu der Zeitpunkt die
unkonventionelle Geldpolitik letztes
Mittel gesehen um das Ganze weiterlaufen
zu lassen um sozusagen den ganz großen
Crash
zu verhindern und sicherlich wäre es so
gewesen dass es ein viel sehr viel
größeren Zusammenbruch gegeben hätte
eine sehr viel größere
anpassungsrezession hätte man nicht mit
dieser unkonventionellen Geldpolitik
reagieren Karl gehen wir mal über zur
Frage wie das Zwischenspiel ist zwischen
den Zentralbanken und der fiskalseite
also der in unserem Fall jetzt hier z.B
in Deutschland der Herr lindler hat
neulich ein Zitat rausgegeben da sagte
die Schuldenbremse ist auch eine
inflationsbremse ja also das Schulden
des deutschen Staates wenn die erhöht
werden wenn man die UN unwe aus dem
Ruder laufen lassen würde würde das zu
Inflation führen wie siehst du da die
das Zwischenspiel zwischen diesen beiden
Spielern ja das ist äh nicht ganz aus
der Luft gegriffen was Herr Lindner da
sagt ja es ist sicherlich so dass ähm
übermäßige Schulden
ähm oft nur über
Inflation gestemmt werden können also
wenn man sich überschuldet hat dann ist
man gewissermaßen per Definition darauf
angewiesen dass die Schuld irgendwie
entwertet wird das funktioniert über
Inflation wenn man nicht überschuldet
ist kann man es vielleicht auch so ohne
Geldentwertung stemmen das heißt die
Gefahr
ist sicherlich groß dass wenn die
Staatsschulden zu hoch sind dass dann
auch die Inflation steigen wird das mal
auf unterschiedliche Arten erklären es
gibt eine sogenannte fiskalische Theorie
des Preisniveaus oder der Preisinflation
die
gerade ganz groß imkommen ist weil ein
amerikanischer Ökonom John cogren dazu
ein Buch geschrieben hat und letztes
Jahr veröffentlicht hat der argumentiert
dass es der wesentliche Treiber von
Inflation ist die Staatsverschuldung und
sobald die Staatsverschuldung ein aus
Sicht der
Öffentlichkeit nicht nachhaltiges Niveau
erreicht hat
von denen die Öffentlichkeit ausgeht
dass man es nur über
Entwertung stemmen kann dann würde es
auch zu Inflation kommen das ist also so
eine Art Argument dass sozusagen an die
Staatsschulden die Erwartungen die
Inflationserwartung der Marktteilnehmer
gekoppelt sind okay die die Menschen
sehen okay der Staat wird das niemals
abbezahlen können wir sind dann im
Rahmen von 100 Plus 1000$ pro Kopf an
Schulden und das wird oder und implizite
Schulden gar nicht erst mit
berücksichtigt und dann ja das geht ja
gar nicht anders ganz genau also sobald
die Leute davon ausgehen ähm die Schuld
ist eigentlich real nicht nicht tragbar
der Staat kann gar nicht anders als die
Schuld über Inflation zu entwerten dann
gehen die Leute davon aus dass Inflation
kommt und wenn die Leute davon ausgehen
dass Inflation kommt dann kommt sie
meistens auch das ist wie so eine
Prophezeiung die sich selbst erfüllt
könnte man sagen dass das aktuell schon
in Argentinien oder auch in der Türkei
der Fall ist ich meine es sind beides
sehr verschuldete Staaten und die Bürger
rechnet schon damit dass monatlich das
Geld enteignet entwertet wird ja
durchaus also ich bin nicht ganz so gut
vertraut mit der Situation in der Türkei
ich weiß nur dass die Inflation sehr
hoch ist
in Argentinien da habe ich mich ein
bisschen mit beschäftigt da ist es also
so dass der dass das Vertrauen insgesamt
in den Staat äh extrem niedrig ist und
im Grunde die Argentinier alles tun
dafür dass sie keine Steuern an den
Staat zahlen also Steuerhinterziehung
gehört eigentlich zum guten Ruf oh
sympathisch und ähm das bedeutet
natürlich für den Staat dass äh dass er
gar keine andere Wahl hat als sich
instationär zu finanzieren deswegen ist
dieses das Problem der Inflation dort
auch so groß gewesen über so viele Jahre
weil einfach die Bürger kein Vertrauen
hatten weder in den Staat an sich noch
in die Währung den Steuern haben Sie
also sich haben alles getan um keine
Steuern zahlen zu müssen oder sind es
eben irgendwie auf mit allen Mitteln
umgangen und der Staat hat sich dann
über die Notenpresse finanziert und
dementsprechend hohe Inflationsraten
produziert was dann natürlich wieder
dieses Misstrauen verstärkt hat und so
weiter das ist ja ein Teufelskreis und
wie würde man um das zu kontrastieren
die panische staglation da einordnen wie
sieht es da mit den Erwartungen aus gibt
sich da auch ein Kreislauf draus oder
hat das andere
Gründe ja also die zunächst mal zur
japanischen Situation ist erstmal
wichtig dass man dass man
sieht dass die Geldmengenausweitung in
Japan in den letzten Jahrzehnten gar
nicht mehr so groß war wie z.B in Europa
oder in Amerika ja also ist jetzt
erstmal nicht verwunderlich dass da die
Inflationsraten bisschen niedriger sind
andershum hat man natürlich auch in
Japan die die Geldmenge ausgeweitet und
es hat Inflation gegeben ins besesondere
eben außerhalb des Konsumentenpreisindex
der ist vielleicht relativ stabil
geblieben aber das hat trotzdem
inflationäre Tendenzen auch auch in der
japanischen Volkswirtschaft gegeben aber
sicherlich im sehr viel geringer Maße
als in Europa und Amerika oder gar in
der Türkei oder Argentinien und
das ist natürlich dann auch so dass
wenn die geldnutzer davon ausgehen dass
das auch so bleibt also das Geld
wird nicht so stark entwertet die Preise
sind relativ stabil
dann hat man natürlich auch ein Anreiz
sein Geld vielleicht länger zu halten
weniger schnell auszugeben und wenn sich
dann sozusagen die geldnutzung an diese
Bedingungen anpasst dann verstärkt das
die Stabilität der Preise ja wenn die
Leute das Geld eher länger halten und
nicht so schnell ausgeben dann können
die Preise auch nicht so schnell steigen
oder Fall sogar dann hat man Deflation
ganz spannend ist für mich also wenn man
kurzfristig
mittelfristig eigene Einschätzung davon
haben will was wird passieren die
Zentralbanken haben ja einen riesigen
Einfluss auf die Wirtschaft die Steuern
ein Teil jeder Transaktion oder Sie
haben großen Einfluss auf jeden Teil
einer Transaktion nämlich das Geld äh
und und da eine Prognose zu treffen für
die für das eigene Investment oder auch
für die eigene Planung im Betrieb ist
das halt ganz gut nicht einfach nur zu
sagen okay hier wir sind Österreicher ja
Gelddrucken führt zu teurung und ja wir
investieren in Gold Bitcoin so ein
bisschen über vereinfacht aber insofern
ist diese Erwartungshaltung was ja auch
dann rückspielt zur Zentralbank wie die
sich verhält die will ja auch z.B
glaubhaft bleiben damit sie auch die
Erwartungen wieder irgendwo anders
beeinflussen können also das ist ähm und
da ist natürlich auch ein
Zeitverzögerung in allen möglichchen
drin ja also in Argentinien weiß ich
jetzt z.B weil ich wir haben geht ja in
in Nachrichten rum der mele hat ja ein
drastischen Einschnitt gemacht was die
fiskalseite angeht und Gelddrucken
natürlich riesig eingedämmt und trotzdem
sind natürlich sehr hohe
inflationswraten aktuell in Argentinien
auch wenn sie am Sinken sind also so das
vertritt alles nur verzögert rein so
also das ist jetzt für mich so eines der
interessanten Aspekte wie also das ist
ja so eine
Zirkularität wie denken die
Zentralbanker über dieses
erwartungsmanagement nach ja das ist
eine total wichtige Frage und das ist
sehr präsent
in den Köpfen der Zentralbanker und bei
den Ökonomen die für die Zentralbank
arbeiten denen ist natürlich völlig klar
dass
Inflation nicht einzig und allein von
der Entwicklung der Geldmenge abhängig
ist na Milon Friedman hat man gesagt
Inflation ist immer und überall ein
monetäres Problem und das stimmt auch
aber es gibt wie bei allen Gütern eben
zwei Seiten des Marktes es gibt das
Geldangebot oder die Geldmenge in der
Volkswirtschaft und dann gibt es die
Geldnachfrage und die Art und Weise wie
wir Geld nutzen und diese Geldnachfrage
ist nicht konstant und die Geldnachfrage
und die geldnutzung hängt eben von
Erwartung ab ja wenn ich erwarte als
geldnutzer dass das Geld entwertet wird
mit einem relativ hohen Rate dann gebe
ich das Geld schnell aus und durch das
schnelle ausgeben des Geldes verstärke
ich die Entwertung des Geldes ja also
das schnelle ausgeben ist sinngemäß oder
ist gleichbedeuten mit einem höheren
Angebot
im Tausch und mit einer geringeren
Nachfrage nach Geld in der Haltung ja
ich will das Geld nicht halten das n man
manchmal auch die rückhaltungsnachfrage
die wird dann geringer ja und das kann
das kann inflationär wirken oder das
wirkt inflationär die Leute eine
geringere rückhaltungsnachfrage nach
Geld haben also das Geld schneller
ausgeben zirkuliert das Geld schneller
und das drückt die Preise nach
oben selbst wenn jetzt die Geldmenge
vielleicht sogar konstant gehalten wird
einfach aufgrund der Erwartung passiert
das das wäre z.B der Fall wenn sie
erwarten dass der Geldwert schwinden
wird dann würden sie entsprechend diese
Geldhaltung zurückfahren genau wenn sie
erwarten dass Inflation kommt dann gibt
man sein Geld schneller aus weil man ja
seine erspane vor dieser Entwertung
schützen möchte ja und um das vielleicht
an dem jetzt Beispiel zu illustrieren
als die Corona Pandemie ausbrach hat die
EZW und auch die F und andere
Zentralbanken haben ja massiv Liquidität
in den Markt gepumpt und
ähm dann würde man jetzt erwarten kommt
zuur Inflation aber natürlich wurde
aufgrund von anderen Umständen
etwas auch an der Geld Nachfrage
verändert also zum einen herrschte große
Unsicherheit bei den Leuten die Leute
waren als sich einfach unsicher was
passiert ja so eine Krise die da auf uns
zuuk kommmt oder in der wir stecken man
weiß nicht was jetzt als nächstes
passiert äh wie gehen Menschen mit
Unsicherheit oben sie tendieren dazu
eher ein bisschen mehr Geld zu halten
und kein Geld auszugeben weil man eben
nicht weiß was passiert dann W man so
ein Liquiditätspuffer
haben der
andere offensichtliche Einflussfaktor
der hier wichtig ist ist eben die sind
die lockdowns ja die die Läden schließt
und so weiter dann kann das Geld gar
nicht ausgegeben werden ja dann bleibt
es halt irgendwo auf Konten liegen und
kann natürlich keine Inflation
verursachen ja also man hat eine massive
Geldmenge ausweiter und gleichzeitig
passiert aber was mit der Geldnachfrage
und der geldnutzung und es hat gar keine
Inflation gegeben ne jedenfalls zum
zunächst mal es gab eine leichte
Deflation
in den ersten Monaten der Pandemie was
hat dann natürlich total umgeschwenkt
als die Wirtschaft wieder geöffnet wurde
dann kam natürlich der ukrainekrieg auch
mit zu als ein so ein exogener Schock
der insbesondere Energiepreise in die
Höhe gedrückt hat und so weiter da
gibt's also viele Faktoren die damit
reinspielen und äh das ist den
Zentralbanken völlig klar und deswegen
versuchen sie eben das die Erwartungen
zu formen ja sie versuchen Einfluss zu
nehmen auf die Inflationserwartung der
Marktteilnehmer weil die Erwartung der
Marktteilnehmer selbst wiederum einen
rückkopplungseffekt haben auf die
tatsächliche Inflation denn folgedessen
tritt Inflation dann in langen und
variablen les auf genau ja also und
genau das ist natürlich auch ein Faktor
Geld wird geschaffen kommt in Umlauf und
wird dann gewissermaßen graduell oder
wellenartig schwappt es durch die
Wirtschaft und bis sozusagen die
Preissteigerungen durchgedrungen sind
dauert es eine ganze Weile die
Glaubhaftigkeit der Zentralbank ist ja
nicht alleine bei denen irgendwie das
ist ja nicht nur von denen abhängig
sondern da ist ja auch ein politischer
Einflussfaktor und
also berühmterweise natürlich der die
Einsetzung von Paul wolker der der hat
ja Rückhalt gehabt für eine strengere
oder eine höhere Zinssätze und hat
dementsprechend die Inflationsrate der
70er berühmterweise eingedämmt in
Deutschland auch jahrelang ja ne hatten
wir auch immer Zentralbank oder in der
Bundesbank heißt es ja dann Chefs die
dafür bekannt waren ziemlich
inflationsgegnerisch unterwegs zu sein
genau man sagt ja Hawk dazu oder davish
und genau das sind dann die die Hawks
sind dann die diejenigen die tendenziell
ja Geldwertstabilität sehr eng im Fokus
haben so jetzt ist halt die Frage für
für die aktuelle Situation vielleicht
hast du da eine Einschätzung wie die
politische wieder politische Rückhalt
jetzt hier vor allen Dingen bei der EZB
und der Fed für die jeweils ist das ist
schwierig einzuschätzen
nicht aber ich habe den Eindruck dass
das
Vertrauen auf jeden Fall gesunken ist
die EZB hat Glaubwürdigkeit verloren
ähm das war ja mal in der in den
Ursprüngen so dass man zumindest auf dem
Papier versprochen hat das deutsche
bundesbankmodell auf die EZB zu
übertragen das war sozusagen der Deal
den man gemacht hat damit die deutschen
da auch mitmachen damit sie die DMark
aufgeben und
ähm und das war sicherlich eine eine
ganze Zeit lang glaubwürdig ist aber
insbesondere jetzt in den letzt letzten
Jahren immer unglaubwürdiger geworden
und ähm jetzt vielleicht eine eine
Anekdote an der das offensichtlich wird
weil dieser absurde diese absurde
Behauptung von Christine lagard und
anderen in der EZB dass die hühere
Inflation transitorisch ist ja also dass
das sozusagen nur ganz kurz ist und dann
gleich wieder aufhört das hat man dann
einfach gesagt ja um um für Ruhe zu
sorgen äh kurz fristig vermutlich
wohlwissen dass das nicht so ein
kurzfristiges Problem oder ein RE
transitorisches Problem ist und das
haben hat die Öffentlichkeit auch nicht
abgenommen ja und dann hat man ja auch
ganz schnell umgeschwenkt und gesagt
nein es ist nicht transitorisch es wird
sozusagen langsam abgebaut jetzt die
Inflation und sie ist dann doch relativ
schnell abgeflut also doch schneller als
man vielleicht erraten konnte ist immer
noch nicht da wo sie hin soll eigentlich
bei 2 % aber es hat dann doch länger
gedauert zumindest als man anfänglich äh
sagte man hat dann gegenesteuert als man
merkte dass die die Öffentlichkeit nicht
abnimmt man hat massiv auch die
Geldmenge e
eingeschränkt also hat sie gesenkt
wieder ja und
ähm dann konnte man da wieder halbwegs
auf einen vernünftigen Kurs kommen aber
ich glaube diese Episode hat
Glaubwürdigkeit gekostet und es ist
immer schwieriger
die Glaubwürdigkeit aufzubauen als
als sie zu verlieren ja also man kann
relativ schnell Glaubwürdigkeit
verlieren wenn man Fehler macht oder
offensichtlich Sachen behauptet die
nicht stimmen
und was hat jetzt glaubfürdigkeit
gekostet also die ich meine die haben
jetzt z.B länger gewartet mit den
Zinserhöhung als z.B bei der Fett der
Fall war
aber sie haben ja doch letztendlich
Zinssätze erhöht und ihre Bilanz etwas
gesenkt also das haben sie gemacht genau
aber das haben sie gemacht nachdem sie
gemerkt haben dass die
Öffentlichkeit okay Misstrauen hat und
ich glaubet dass das ganze nur
transitorisch ist ja ja ja ja ver das
war die
ursprüngliche Kommunikationsstrategie
der Zentralbank zu sagen macht euch
keine Sorgen das ganze ist transitorisch
es ist nur kurzfristig wird gleich
wieder vorbei sein es ist kein großes
Problem das hat die Öffentlichkeit nicht
geglaubt und daraufin hat man dann
natürlich geldpolitisch schon restriktiv
reagiert um um sozusagen dann doch
wieder die
Glaubwürdigkeit zurückzubekommen aber
die Glaubwürdigkeit war schon verloren
zu einem gewissen Grad und ich bin mir
jetzt nicht sicher
wie
sozusagen sich das weiterentwickelt ich
vermute dass dass wir uns insgesamt an
höhere Inflationszahlen gewöhnen werden
müssen weil scheint es so zu sein dass
das Deutsche Bundesbank
Modell jetzt wirklich nur noch auf dem
Papier existiert und in der Praxis keine
Rolle mehr spielt und
man ist also nicht nicht mehr in diesem
Ordnungs politischen Rahmen der auf
Geldwertstabilität ausgerichtet ist
sondern
ist eher sozusagen in der Tradition der
südeuropäischen Länder die schon immer
etw inflationärer waren bei den
Amerikanern ist fand ich ganz
interessant bei der Finanzkrise 2008 da
waren ja einige Österreicher die gemeint
haben okay hier gab es eine riesige
Geldmenge Ausweitung die die passiert
ist und es wird natürlich Z Inflation
kommen so gab's Prognosen zu und das ist
ja nicht ganz so eingetreten über das
nächste Jahrzehnt und da gab's
alternativ aber auch von dem
Österreicher von VJ euer Party da hat er
das ganze ein bisschen anders analysiert
da hat da gesagt okay wir haben hier die
politische Kaste und wir haben hier die
ähm finanzmarktkaste die Banken Bankiers
und die haben da gewisse
unterschiedliche Interessen und und die
die ähm politische Interessen die haben
das sich nicht ganz durchgesetzt bzw war
nicht so dominant in der Situation und
ja das hat dann auch dazu geführt dass
die Fed ebenso Mechanismen eingeführt
haben wie der für gesorgt haben dass m2
nicht so stark gestiegen ist wie man das
eigentlich hätte von den Austrians
Perspektive her hätte erwarten können
oder müssen also das ist jetzt
interessant ob die fällt sich das bei
den Amerikanern anders wie die
Einflussnahme der Politik da
abläuft das kann marginal anders sein
ich meine das ganze wird ja
immer vor
diesem Hintergrund der der sogenannten
Zentralbank Unabhängigkeit diskutiert ja
also sind die Zentralbanken unabhängig
oder sind sie es nicht und ähm das ist
schon so dass diese Zentralbank
Unabhängigkeit das auch wieder so ein so
ein Bestandteil ist der aus der
ordnungspolitischen deutschen
bundesbanktradition kommt die Bundesbank
galt immer als
Vorzeigebeispiel für eine unabhängige
Zentralbank und das war bei der Fed
anders das war auch bei der englischen
Zentralbank anders und das war bei den
südeuropäischen Zentralbanken
anders also es gibt dort
offensichtlichere Einflussnahme durch
die
Politik aber ich würde sagen bei uns
mittlerweile ist diese Einflussnahme
auch vermutlich
da und wie denkt ein Zentralbank wenn er
die Zinsen oder das Zinsniveau verändern
möchte wird da gerechnet schätzt er die
Erwartung der marktteil mer ab und
inwiefern können derartige Modelle die
gegebenenfalls noch genutzt werden
überhaupt mikrofundiert
sein ja also es werden natürlich
unterschiedlichste Modelle benutzt und
unterschiedlicher Größenordnung und dann
wird da ganz viel geschätzt
gibt groß angelegte dsge Modelle
und also verschiedene verschiedene Arten
verschiedene Varianten dieser Modelle
die da kommen dann unterschiedliche
Resultate raus aber im welche annahen
werden den getroffen bei den
Modellen das kann man nicht sozusagen
ähm abschließend sagen welche Annahmen
da getroffen werden sind unheimlich
viele implizite Annahmen in diesen groß
angelegten Modellen ja die haben dann
400 500 Gleichungen die Annahmen über
bestimmte Bereiche der Volkswirtschaft
Treffen über Kreditmärkte über
realwitschaft über Arbeitsmärkte etc ja
da ist also das kann man jetzt nicht in
einer
Podcast Folge sozusagen auflisten was da
alles die Annahmen sind die da
reinfließen aber man benutzt eben
unterschiedlichste Varianten
unterschiedlichste Spezifizierung dieser
Modelle man kommt dann no vielleicht
unterschiedliche Ergebnisse es alles
relativ kompliziert aber in der
geldpolitischen Praxis ist das natürlich
alles gar nicht mehr so kompliziert weil
im Grunde muss man sich überlegen ja was
sind die Möglichkeiten die der
Zentralbank hat wenn sie konventionelle
geldp macht sie kann Zinsniveau erhöhen
oder senken gibt
unterschiedliche Zinsen die dort
bespielt werden können unterschiedliche
ähm Zeithorizonte und so weiter aber im
Endeffekt ist das sozusagen hoch oder
runter ja Zinsen hoch oder runter und
das macht man eben in Abhängigkeit
davon wo man die Inflation hindrücken
möchte bzw
ob man die Notwendigkeit sieht die
Realwirtschaft zu stimulieren ja und
wenn jetzt also die Inflation aus Sicht
der zentralbänker zu niedrig erscheint
was sie lange Zeit war weil sie lange
Zeit in Europa unter 2% verdeutlich oder
2% dann senkt man die Zinsen nicht und
dann kommt mehr Geld in Umlauf über die
kreditvergerbe und dann steigen die
Preise nicht und wenn die Inflation zu
hoch wird dann senkt dann erhöht man den
Zins um das Ganze
abzudrossel ich find's tatsächlich auch
total
interessant die Messung der Inflation
oder die Messung des Preisniveaus jetzt
wie es
aktuell geschieht gerade hinsichtlich
der externen exogenen oder externen
Schocks also Ölpreisschock
beispielsweise jetzt
oder in Folge des okraine Kriegs mit
gestiegenen Gas und
Stromkosten könnte man da nicht
argumentieren dass diese Messung der
Geldwertstabilität bzw der
Preisstabilität eigentlich völlig
misleeding ist weil ein exogenen Schock
kann ich ja relativ schwer in mein dsge
Modell
einpreisen ja dann se per Definition
etwas was man auch nicht vorher sagen
kann also ein exogener Schock ist etwas
was von außen kommt was man nicht kommen
hat
sehen das ist ja das witzige an diesen
DSG Modellen dass sie letztendlich diese
exogenen Schocks als Erklärung
heranziehen für Krisen das ist sozusagen
so als würde man zugeben dass man keine
Krisen Erklärung hat wenn man sagt das
war was was man einfach nicht
vorhersehen konnte das kam von
außen und das hat das dann verursacht
dass es im Grunde gleichbedeutend
inhaltlich mit der Aussage wir wissen
nicht was die Ursache war insofern ist
es eine nonerklärung von
Krisen was die inflationsmessung
betrifft ähm da muss man natürlich zu
allererst mal sagen dass es
grundsätzlich keine richtig richtige
Preisinflation gibt es gibt nicht den
die eine Inflationsrate die man messen
kann sondern es gibt unterschiedliche
Arten Inflation zu messen und es gibt
eine ganze Bandbreite von
Inflationsraten die mehr oder weniger
plausibel sind um die wirtschaftliche
Entwicklung die wir durchleben zu
beschreiben ja aber wenn man davon
ausgeht dass es eine richtige
Inflationsrate gibt die das Statistische
Bundesamt ermittelt dann liegt man auf
jeden Fall falsch das gibt's eben nicht
deswegen sind Inflationsdaten wie sie
uns präsentiert werden
äh natürlich
irreführend ja also grundsätzlich wenn
man einfach nur eine Zahl in den Raum
stellt ist die auf jeden Fall
irreführend weil sie definitiv nicht
stimmt deswegen muss man also
grundsätzlich in dieser Diskussion
eigentlich darauf hinwirken dass ein
bisschen mehr Bewusstsein dafür entsteht
dass man selbst mit den
aufwendigsten statistischen
Methoden da keine Objektivität
reinbekommen den die die
inflationsmesserung die fundamentalen
Probleme sind so dass man sie gar nicht
lösen kann in der Praxis kann man sie
nicht lösen man kann sie vielleicht in
einem theoretischen Modell lösen was von
der von der realen Welt völlig
entkoppelt ist wo man sagt okay wir
können jetzt hier nutzen Funktion von
Konsumenten definieren quantitative
nutzen Funktion und dann kann man genau
ermitteln was die Wertung des Geldes ist
aber in der Praxis geht es natürlich
nicht interessanterweise gibt's auch von
den von von manchen ich glaube das war
die lagard die da Kritik auch an die
modellverliebtheit innerhalb ihrer Stube
da geäußert hat ich glaube aber sie hat
das ein bisschen in in die andere
Richtung dann gemeint dass die Modelle
dann vielleicht ein bisschen zu sehr
darauf war die zum dazu verleiten ih
restriktive Geldpolitik zu machen das
aber das zeigt ein bisschen schon woraub
ich versuchte hinzudeuten also es gibt
unheimlich viele Modelle und so weiter
die sind an sich sehr
mehr oder weniger kompliziert aber in
der geldpolitischen Praxis werden halt
Entscheidungen getroffen die sind
relativ einfach ne weil es ein relativ
einfaches Problem ist in der Praxis
wollen wir die Zinsen erhöhen wollen wir
die Zinsen senken wollen wir mehr
Inflation schaffen oder weniger
Inflation schaffen so und dann dann dann
trifft man da seine Entscheidung und
diese ganzen Modelle die da geschätzt
werden und über die man in in
wissenschaftlichen Journalen lesen kann
die sind VI vielleicht an und für sich
interessant oder elegant mathematisch
elegant
aber für die geldpolitische Praxis ist
es oft
Augenwischerei gut das liegt natürlich
dann aber auch an den Annahmen die
getroffen werden also in der Regel
nehmen wir rational akierende Agenten an
und vor allem auch stabile Präferenzen
die sich dementsprechend erst nacher
Periode vielleicht ändern von weiß ich
nicht einem Konjunkturzyklus
überhaupt und ich glaube da liegt ja
dann
schon liegt ja dann schon der Fehler
drin weil wenn ich garbage in packe dann
bekomme ich auch garbage raus ne es sind
ja völlig falsche Annahmen die
tatsächlich aber auch ja immer noch ein
Relikt aus dem kinianismus sind die
prospect theory beispielsweise nimmt ja
andere Annahmen an hat aber keine
großartigen mathematischen Modelle mit
denen ich jetzt rechnen kann ne
sprechend bekommen wir bei den ganzen
strukturgleichungen dann ja auch nicht
ein Abbild von der Realität raus sondern
die eine Vermischung der Annahmen die
volkswirtscha Volkswirte getroffen haben
genau sie kreieren im Grunde mit diesem
Modell eine eigene Welt und die ist im
Idealfall beschreibt sie ein Teil der
Wirklichkeit oder einen wichtigen Aspekt
der Wirklichkeit aber oft sind sie
einfach der Wirklichkeit entkoppelt und
ähm relativ nutzlos und das gibt ja da
eine lange Geschichte in der
in der Makroökonomik wie sich diese
Modelle entwickelt haben also die 50er
60er Jahre waren geprägt von groß
angelegten makromodellen die also auf
den ursprünglichen kinanismus Aufbauten
wo man versucht hatte im Grunde islm
Modelle auszuweiten und für die gesamte
Volkswirtschaft zu schätzen und dann ist
man in die äh Stagflation der 70er Jahre
gestrudelt und hat gesagt diese Modelle
taugen nicht die konnten das nicht
vorhersagen und dann kamen diese ganzen
dsge Modelle auf ja
ähm das war dann die neuklassische
Kritik rationale Erwartung
mikrofundierung lukasritik genau Lukas
Kritik ganz genau an der natürlich auch
was dran ist das ist eine wichtige
wichtiger wichtiger Beitrag
gewesen und dann hat man diese dsge
Modelle entwickelt und
ähm heute gibt es e Untersuchung dazu
dass diese dsge Modelle zwar die moderne
Zeit ganz gut ähm abbilden konnten für
eine Zeit lang aber dann bei der
Finanzkrise haben sie wieder versagt ja
und hätte man diese tsgodelle früher in
den 50er 60er Jahren benutzt hat man so
durchgespielt mit den Daten hat man dann
mal geguckt wie hätten die funktioniert
in der Zeit hat man gesehen ja die
hätten auch nicht hingehauen ja also es
sind nicht wirklich bessere modellene
GEW
geworden und äh wahrscheinlich ist das
Problem so fundamental dass
man dass man das eben nicht lösen kann
ja also Modelle sind vielleicht für
beschränkte Zeiträume nützlich aber es
gibt grundlegende Probleme und Sie
werden immer wieder vor diese Situation
geraden wo sie eben Dinge nicht
vorhersehen können von denen man
eigentlich erwartet hatte dass sie es
vorher her sagen können also
Wirtschaftskrisen Finanzkrisen große
inflationsperioden und und dergleichen
mehr so dass man e das ist niemals
endendes Spiel man verändert die Modelle
verändert die Annahmen passt es an die
Gegebenheiten an aber man bekommt es nie
so hin dass es
wirklich sagen wir mal so funktioniert
wie in den Naturwissenschaften ja wo man
graduell immer besser wird durch das
Prüfen von Hypothesen die Modelle immer
besser an die Realität anpasst das
funktioniert in der onom
nicht warum lernt man eigentlich noch
das islm Modell in der Universität also
ich hatte das im zweiten Semester in
Mikroökonomik warum lernen wir das noch
oder
die goldene Regel Z
Geldnachfrage also vermutlich hattest du
das in Makroökonomik und nicht in
Mikroökonomik ja oh ja ja stimmt in
Mikroökonomik hatte ich die
Indifferenzkurven
und genau zu nutzen ja genau genau ja
ähm also das islm Modell ist einfach
erstmal so ein theoretischer Rahmen den
man benutzen kann umüber die
Volkswirtschaft nachzudenken da kann man
gewisse Zusammenhänge auch ganz gut
erklären man kann sogar mit dem islm
Modell
sowas wie die österreichische Theorie
der Konjunkturzyklen illustrieren W so
ein bisschen tweakt also ich benutze das
auch in meinem in meinen Vorlesungen ich
lese makroökonomic z.B und da gehört es
einfach mit dazu dass man auch die
kinesianische Makroökonomik
und das islm Modell ist letztlich eine
relativ einfache Modellformulierung der
der allgemeinen Theorie von Kees
insofern ist das lernt man es einfach
deswegen schon mal oder sollte man es
lernen weil es sozusagen so ein großen
Einfluss hatte auf die auf den Blick den
Ökonomen auf die auf die Volkswirtschaft
haben ja und das ist immer noch sagen
wir mal es ist ist nicht mehr so
relevant wie es mal war aber
man sollte es denn auch lernen weil es
so ein bisschen die die die die
Geschichte auch des Faches widerspiegelt
ja und ich halte das als jemand der
jetzt kein Anhänger der kinesianischen
Wirtschaftstheorie ist für wichtig dass
die Leute schon stehen okay was gab's
denn mal für Ideen was für Modelle
wurden entwickelt und
ähm welche Modelle oder ansätsze sind
sich ähnlich und so weiter ja tja Manuel
ich hab es dir ja gesagt es geht darum
dass man generell versteht mit an
welchen Parametern man
rumschraubt ja das habe ich ja schon
öfters gehört so von volkswer ja weil
ich steh das immer Prediger manche
volkswerter habe ich schon gehört die
die meinen ja selber unsere Aufgabe hier
gewissermaßen ist der Politik dienlich
zu sein insofern dass wir
Lösungsvorschläge irgendwie unterbreiten
ja es gibt wenn ich kurz da reinspringen
DAF es gibt im Grunde zwei Arten von
Ökonomen na es gibt diejenigen die
gefährlichkeitsarbeit machen für die
Politik oder den Politik nützlich sind
wenn man es höflicher ausdrucken will
die also Argumente entwickeln
die bestimmte politikeingriffe
rechtfertigen die aus anderen Gründen
vielleicht gewollt sind und dann gibt es
die Ökonomen und das ist aus meiner
Sicht die eigentliche Funktion des
Ökonomen die die die Politik kritisieren
sozusagen die spielverderben die sagen
ne ganz so einfach ist das nicht so
funktioniert das nicht wenn ihr das
macht verursacht ihr die Probleme und so
weiter ja und
ähm ich ordne mich eher dann bei den bei
der zweiten Gruppe ein eine Aspekt der
ganz interessant ist für mich in letzten
Jahrzehnten also geldp Geldpolitik ist
ja irgendwie kein geht dann blickt da
dann Jahrhunderte zurück und aber in den
letzten Jahrzehnten gibt's glaube ich
ein viel einfacheren Zugang für
autonomalverbraucher zum Kapitalmarkt da
gibt's ja neobroker und ETFs hab sind ja
ganz groß geworden in den letzten
Jahrzehnten und ich meine es gibt auch
z.B Unterschiede in verschiedenen
Ländern wenn man Italien betrachtet die
haben viel größere
Eigenheim
eigenimmobilienbesitz oder Eigentum
davon und relativ zu Deutschland was man
mutmaßen könnte jetzt Mutmaßung von mir
hängt damit zusammen dass sie lange
Jahrzehnte unter viel höheren
Inflationsraten gelitten haben das heißt
von der seniorage viel höher betroffen
waren also der Entwertung ihrer
Kaufkraft betroffen waren haben dann den
Flucht in die sachtwerte gemacht sagt
man ja auch dazu ist der Flucht der in
die Sachwerte heute sehr viel einfacher
ist könnte das so ein bisschen die Macht
der Zentralbanken oder deren
kaufkraftentwertung ein ganzes Stück
weit
eindämmen nee nicht unbedingt
also das wäre so wenn
man die Inflation die dann bei den
Sachwerten und bei den Vermögenswerten
entsteht wenn man die auch
berücksichtigen würde in
inflationsmessung aber das wird ja nicht
getan man guckt ja ausschließlich auf
Konsumentenpreise und wenn die
geldnutzer in Immobilien Land Gold
Bitcoin oder andere kryptowährungen
flüchten dann spielt das keine Rolle für
die inflationsmessung da entstehen
natürlich enorme Inflationsraten über
proportionale immobilienpreisinflation
über proportionale aktienpreisinflation
ähm all das wird aber ausgeklammert bei
der
HVPI inflationsmessung die für die
Geldpolitik maßgeblich ist insofern ist
das nicht nicht unbedingt ein Hemmnis
für die
Geldpolitik nee nee also das meine ich
nicht ich meine
die Betroffenheit bei den einzelnen also
wenn ich jetzt hier sehr viel einfacher
die Möglichkeit habe in die Sachwerte zu
flüchten ja okay die Inflationsrate bzw
die teurung die krassiert um mich herum
aber mein Portfolio steigt entsprechend
und kompensiert das ein ganzes Stück
weit also ist ist jetzt nicht so
vielleicht ganz so wie früher dass man
ja sehr viel Nominalwerte hatte also im
schlimmsten fallalls Geldscheine unterm
Kopfkissen gehabt hat und die waren dann
wertlos
ähm aber ja okay klar die die die infl
die steigt die ist davon unbetroffen
aber der Schaden ist der noch genauso
groß das ist war so die
Frage ja also was du beschreibst ist ja
erstmal einfach so ein
gesellschaftlicher Lernprozess der ist
ja ganz normal die Leute erkennen okay
hier wird hier entsteht Inflation durch
eine expansive Geldpolitik vielleicht
durchdenken sie es nicht so genau aber
sie sehen um sich herum dass die Preise
steigen also müssen Sie sich überlegen
wie sie ihreparnische Ersparnisse
schützen und dann wird das natürlich
über einen gewissen Zeitraum ne jetzt
wie gesagt ein gesellschaftlicher
Lernprozess ein und man lernt neue Arten
des Sparens oder es ja setzt sich dann
eine
neue ja eine neue Kultur durch nicht wie
man spart wie man anlegt man hält nicht
mehr Geld einfach unterm Kopfkissen und
man hat keinen Sparbuch mehr sondern man
kauft eben Aktien oder man kauft
Immobilien insofern ist das auch richtig
was du am Anfang gesagt hattest über
Italien sicherlich mit der
längere inflationserfahrung in Italien
zu tun ja man hat dort über längere
Zeiträume höhere Inflationsraten gehabt
und deswegen ist es sehr viel verbreitet
in der Bevölkerung dass man schneller
versucht irgendwie eine Immobilie zu
kaufen weil man gelernt hat ja das
schützt halt ne das ist gewisser
gewisser wertanker aber doch auch nur
zum Teil weil man sieht natürlich auch
dass der allgemeine Konsum ja hochgt
also sei es jetzt Kleidung und andere
Annehmlichkeiten das betriff ja dann
trotzdem ja auch wieder nur ein Teil der
in Aktien und ETFs beispielsweise
investiert genau das ist
ist so dass
man natürlich in diesem Prozess ja in
diesem Lernprozess wie ich es genannt
habe da entsteht jetzt eine
überproportionale
vermögenspreisinflation als natürliche
Effekt ja weil die die Nachfrage nach
diesen Anlagegütern die vor Inflation
schützen die steigt
überproportional so und das bedeutet
natürlich auch dass ähm manche Leute
reicher werden ja Manel hat es ähm F
gesagt ähm dass also wenn man selbst
diese Vermögenswerte besitzt ist
natürlich gut FE ein und ähm durch
entsteht eben eine eine größere Kluft
einfach zwischen den Vermögenden und den
unvermögenden und eine andere Variante
sozusagen damit umzugehen weil man sich
immer weiter entfernt von den vermögenen
wenn man zu den unvermögenden gehört ist
einfach dann das bisschen was man hat zu
konsumieren und
und überhaupt nicht mehr zu sparen ja
das ist so so sagen die andere
Möglichkeit um diesen Umständen zu
begegnen man sagt einfach ja okay
so ist es eben ich habe nicht viel ich
werde nie da oben ankommen weil das
würde viel zu viel ersparnisse jetzt in
Anspruch nehmen bzw ich habe nicht genug
Einkommen um da überhaupt hinzukommen
also konsumiere ich alles was ich habe
ja und da erklären sich eben auch auch
gewisse kulturelle Veränderungen also
insbesondere würde ich sagen in der
Jugendkultur könnte man argumentieren
dass so gewisse Tendenzen dieses
hedonistische ich denke nicht an Morgen
ich konsumiere und habe Spaß
das ist sicherlich viele Gründe aber es
kann auch
m etwas sein was inflations
geprägt ist ein auch weil wir immer
höhere
Inflation haben und deswegen setzt sich
eine inflationskultur durch ja zum
Abschluss ich glaube du hast in Leipzig
demnächste Veranstaltung wo man dich
antreffen kann und viele andere kannst
du vielleicht noch ein paar Worte dazu
sagen ja
also wir haben
für am 31 Mai und am 1 Juni die achte
Auflage des Austrian Economics Meeting
Europe und das ist eine Konferenz
hauptsächlich für junge Wissenschaftler
die sich für österreichische Schule
interessieren
und ich glaube wenn der Podcast
rauskommt kann man keine papers mehr
einreichen aber man kann sich wenn man
interessiert ist man kann Kontakt
aufnehmen zu mir findet man relativ
schnell wenn man einmal googelt
economics Meeting Europe und dann kann
man da vorbeikommen und sich ein paar
wissenschaftliche Vorträge anhören zu
verschiedenen Themen die die
österreichische Schule betreffen es
ist interdisziplinär wir haben natürlich
viele Ökonom dabei aber wir haben auch
immer Historiker äh Philosophen und äh
zu weilen Soziologen
äh oder auch Juristen dabei und deswegen
ist es sehr abwechslungsreich und
falls jemand unter den Zuhörern
interessiert ist also einfach gerne
Kontakt aufnehmen gerne dazu in die
Beschreibung reinschauen sind
Links zu finden und werdet ihr
hoffentlich gut weiterkmen alles klar
vielen Dank Karl dass du bei zu Gast
warst und schönen Abend noch sehr gern
war mir eine
Freude ja KI ist vor allem in der an der
Universität angekommen weil die
Studenten chatpt benutzen Hausarbeiten
zu schreiben und so auf jeden Fall ja ja
natürlich kann man das nachweisen dass
das mit chpt geschrieben ist nee kann
man nicht zu zuverlässig also man li man
sieht es ja oft ja so oft offensichtlich
wenn man als Mensch rauguckt ja und also
ich habe das so wirklich wilde
witzige Beispiele gesehen Kollegen aus
Amerika kürzlich gesprochen der hat mir
so gezeigt von dem Studenten die die
Arbeit hier eingereicht hat und das H
man sofort gesehen Fragestellung und Art
der Antwort das ist
typisch KI generiert ja die Wortwahl und
auch Sachen dann da drin die der Student
eigentlich nicht weiß auch klar ist dass
das nicht weiß es war überhaupt nicht
Thema und
ähm und dann hat er mir im Vergleich
dazu eine E-Mail gezeigt die der Student
dem Kollegen geschickt hat und da ist
Hal totale total kauderwelch man kann
den gar nicht verstehen ist gar nicht in
der Lage geraden Satz zu formulieren der
Student und dann habe ich nur gedacht na
ja hätte dem Studenten einfach mal sagen
müssen dass er KI benutzen kann wenn er
eine E-Mail schreibt an den Professor
aber nicht in der
Klausur sehr geehrte Zuhörer wenn sie
die Arbeit des Ludwig vones Institut
Deutschland unterstützen wollen freuen
wir uns Sie als Fördermitglied zu
begrüßen einen Antrag dazu finden sie
verlinkt in der Beschreibung sowie auf
miesesde.org