Lehrerzimmer: Kompetenzbegriff, Bildungsnachrichten, polnische Privatschulfreiheit (Wdh.)

Kontra Funk
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25.07.2024
Source:
https://www.spreaker.com/episode/lehrerzimmer-kompetenzbegriff-bildungsnachrichten-polnische-privatschulfreiheit-wdh--60793967
Mit dem Heidelberger Pädagogikprofessor Karl-Heinz Dammer spricht Dr. Klaus Rüdiger über die Kritik am pädagogischen Leitbegriff Kompetenz sowie über das Verhältnis vom Kompetenzbegriff zum verdrängten Leitbegriff Bildung. Christina Rüdiger bringt wichtige Nachrichten aus Schule und Bildung. Und Stefan Millius klärt im Gespräch mit dem Unternehmer Hannes Wadehn, der seit vielen Jahren in Polen lebt, die liberalen Rahmenbedingungen für Privatschulen. Dabei werden insbesondere deren Vorteile für die Eltern und ihre Kinder aufgezeigt.
[Musik]
herzlich willkommen im Lehrerzimmer
unserer Sendung rund um das Thema
Bildung bei konterfunk am Mikrofon
begrüßt Sie Stefan Milius und das sind
unsere Themen heute Kompetenz das gilt
als neuer Schlüsselbegriff in den
Schulzimmern aber was läuft überhaupt
alles unter Kompetenz wie wichtig ist
welche und wie misst man sie Professor
Dr Karlheinz Dammer von der
Pädagogischen Hochschule Heidelberg
bringt im Gespräch Licht ins Dunkel und
beurteilt den neuen pädagogischen
Leitbegriff aus seiner
Erfahrung was hat sich in den letzten
Tagen im Bildungsbereich und vor allem
auch in der Bildungspolitik getan mit
unserer Nachrichtenübersicht erhalten
Sie einen guten
Überblick außerdem wie halten es andere
Länder mit der Schule wie bewährt sich
dort bei beielsweise die Lösung von
Privatschulen und wo liegen die
Unterschiede zu den öffentlichen Schulen
wir haben darüber mit Hannes warden
gesprochen der in Polen lebt wo seine
beiden Töchter eine solche private
Institution besuchen
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
[Musik]
zu unserem ersten Beitrag zu Gast ist
Professor Dr Karlheinz Dammer er lehrt
an der Pädagogischen Hochschule
Heidelberg das Thema heute ist die
Kompetenz als neuer Leitbegriff in der
Pädagogik damit ist kurz gesagt die
Fähigkeit genannt in einem bestimmten
Gebiet Probleme lösen zu können was das
genau für den Unterricht heißt darüber
hat Klaus Rüdiger mit karlheinzdammer
gesprochen Herr Professor Dammer ich
begrüße Sie zu dem Gespräch ich möchte
sie zunächst fragen was sie bewogen hat
mit Anne Kirschner aus der Reihe
Pädagogik kontrovers diese Monographie
pädagogisches Neusprech
herauszugeben ja diese Reihe im
kohlhammer verlach dient dazu also das
ist jedenfalls unsere Absicht dass wir
Themen aus dem im weiteren Sinne
pädagogischen Bereich oder pädagogisch
gesellschaftlichen Bereich uns
aufgreifen die mit merkwürtigiger
Einmütigkeit im öffentlichen Diskurs
verhandelt werden und das ist alusagen
das Prinzip der Reihe und anne und ich
sind auf die Idee gekommen unter diesem
Begriff pädagogisches Neusprech was halt
absichtlich an erinnern soll 1984 und
sein dort eben praktiziertes Neusprech
dass es darum geht dass wir uns mal ein
paar aktuelle Begriffe aus der
pädagogischen Debatte Fachdebatte wie
auch öffentlichen Debatte vornehmen und
die mal sozusagen auf ihre
dahinterliegenden Absichten wenn man so
will abklopfen der Gedanke war aber der
Grundgedanke oder das was uns beide
schon eine weilang umtreibt ist das
päagogische traditionelle pädagogische
Begriffe mehr und mehr so aus dem
Gebrauch geraten was nicht heißt d es
jetzt gar nicht mehr gibt und die Pointe
von orvel ist ja in dem Maße wie man
alte Begriffe durch neue ersetzt geraten
die alten in Vergessenheit und das was
damit inhaltlich transportiert wurde ist
dann irgendwann auch nicht mehr sagbar
weil sozusagen keiner mehr weiß was
damit gemeint war und mit neusprecht
sind halt die Begriffe gemeint die jetzt
neu zu ganz unterschiedlichen
Zeitpunkten in unterschiedlichen
Kontexten in die öffentliche aber dann
auch eben in die Fachdebatte
eingedrungen sind und dort in
merkwürdiger Weise gehyped werden und
dieses merkwürdige hypen ist sozusagen
ja auch eine Grundfigur oder eine
Grundthema der pädagogischen
Kontroversen was ist eigentlich an
diesen Begriffen dran warum werden die
gehypt und was folluch daraus für
Erziehung und Bildung das war sozusagen
unsere Grundintention dabei wie sie
bereits angedeutet haben sind ja andere
Begriffe dadurch in den Hintergrund
getreten insbesondere der
Bildungsbegriff und deshalb möchte ich
sie gerne fragen ob denn dieser also der
Begriff der Bildung in aktuellen
pädagogischen und didaktischen Konzepten
gar keinen Stellenwert mehr hat nein gar
kein wäre sicherlich falsch also Bildung
ist nach wie vor kann man sagen ein
hochwertwort aber er wird sagen wir mal
in der Fachdebatte in der pädagogischen
Fachdebatte taucht in didaktischen
Konzepten kaum noch auf muss man sagen
außer bei Klafki den wir bei uns an der
PH in Heidelberg auch immer noch lehren
auch gerade wenn es um
Unterrichtsvorbereitung
Unterrichtspraxis geht und pädagogisch
ist dieser Begriff natürlich noch bei
denen präsent die so wie ich und Anne
Kirschner und andere auch sich mit
Bildungstheorie befassen da wird dieser
Begriff natürlich schon noch behandelt
aber im öffentlichen Diskurs das werden
sie ja auch feststellen und auch die
Hörerinnen und Hörer ist der natürlich
auch noch präsent aber was man darunter
Bildung versteht ist eben Bildung wie
sie in der Schule vermittelt wird mit
der Perspektive auf was bekommen die
Kinder und Jugendlichen dort für die
Lebensbewältigung mitgegeben und eben
was bedeutet Bildung für den jeweiligen
Wirtschaftsstandort also bei uns ist
eben für den Wirtschaftsstandort
Deutschland das ist also eine ganz klar
auch ökonomische und pragmatische
Perspektive auf Bildung mit der sich
dann eben auch die sogenannte
Bildungsforschung befasst damit
trittenen andere Begriffe als
Leitbegriffe in den Vordergrund und sie
haben sich ja unter anderem nebst dem
Begriff der Individualisierung vor allen
Dingen auch mit dem Kompetenzbegriff in
dieser Publikation
auseinandergesetzt und da würde ich
gerne auf eine sehr zentrale Person zu
sprechen kommen nämlich den deutschen
Psychologen Franz imemmanuel Weinert der
ja 2001 in seinem Aufsatz
Leistungsmessung in Schulen eine ganz
wesentliche Definition des
Kompetenzbegriffs vorgegeben hat den
curricular erscheint an den kein Lehrer
in der Ausbildung vorbeikommt das gehört
zu den Basics wie kann man sich dann
eigentlich erklären dass dieser
Kompetenzbegriff bei weinat einen
solchen Siegeszug antreten konnte da
kann er nur bedingt was für muss man
sagen Weinert obwohl er natürlich diesen
Begriff aufgebracht hat und auch mit
seinem Konsens er in die PiS Studie
Eingang gefunden hat aber ich denke der
zentrale Punkt ist tatsächlich die
Pisastudie und dass dann eben der
Begriff Kompetenz darin vorkam hat
diesen Begriff dann in einem
Sekundäreffekt wie so will populär
gemacht und pisa hat ja in Deutschland
eben den berühmten steht jetzt üens auch
inzwischen im Duden dieser Begriff
pisaschock ausgelöst weil eben die
Ergebnisse der piser Studie wesentlich
schlechter waren als man es angesichts
des Selbstverständnisses des deutschen
Schulsystems vermutet hätte und das
Besondere an Pisa war ja und das hat
eben den kompetenzberriff dann auch so
populär gemacht war ja dass sozusagen
die Studie erstens nicht nach Fächern
und Fachwissen Fachkönnen gefragt hat
sondern nach übergreifenden
Basiskompetenzen eben in
Naturwissenschaften Mathematik und der
jeweiligen Muttersprache und dass diese
in dem Begriff steckt ja schon dass
diese Basiskompetenzen so der Anspruch
der Pisastudie exakt gemessen werden
können das war natürlich das war der
Auslöser dafür dass dieser Begriff ab da
ab 2001 den Begriff hat Weinart schon
1998 geprächtt aber das er dann mit der
PIs Studie ab
2001 so verbreitet geworden ist weil da
sozusagen die Grundidee hintersteckt
jetzt kann man endlich Bildung also das
was man dann in der Schule zu messen
beansprucht kann man jetzt endlich
Objektiv Ding festmachen man kann
wirklich fest stellen so der Glaube was
Schulen wirklich leisten also was im
Endeffekt Schülerinnen und Schüler
wirklich fürs Leben also Kompetenz im
Sinne von
Lebensbewältigung gelernt haben und das
das ist jetzt meine persönliche
Erklärung hat eben auch ein ganz altes
Vorurteil der Schule od im schulischen
Unterricht gegenüber aufgegriffen oder
konnte erfolgreich daran andocken
nämlich dass häufig die Frage stellt ja
was lern wir denn in der Schule wir
lernen ja nur für die Schule aber nicht
fürs Leben und mit dem Kompetenzbegriff
versprach man sich in der Öffentlichkeit
dann eben auch davon ja jetzt können wir
endlich mal feststellen was denn Kinder
und Jugendliche wirklich fürs Leben
gelernt haben das heißt man
konzentrierte sich eigentlich jetzt auf
einen anderen Schwerpunkt nämlich die
Frage was steht am Schluss der
Ausbildung also was ist der Output dann
denn die Schulen leisten und den
versucht ihr hier zu messen sehe ich das
richtig das ist wirklich ein
Paradigmenwechsel der dort stattgefunden
hat ja das kann man auch der Begriff wir
sehr häufig und manch unpassend benutzt
in dem Fall kann wirklich sagen es ein
Paradigmenwechsel ja eine grundsätzlich
methodische Neuausrichtung der Art und
Weise wie ja Leistung von Schulen
überprüft wird kann man so sagen ja in
dem Kapitel das sie in diesem Buch
geschrieben haben gehen sie ja in seiner
relativ starken Kritik auf diese
Definition von Weinart ein ich verzichte
jetzt hier darauf diese vorzulesen weil
die relativ lang ist und trotzdem
sollten wir aber über ihre Kritik an dem
weinachchen kompetenzverständnis
sprechen die kommt ja aus
unterschiedlichen Perspektiven sie sagen
hier unter anderem dass ja eigentlich
dieses kompetenzverständnis einen
praktischen und politischen Zweck
verfolgt wenn Sie uns das vielleicht
erklären könnten ja also sagen wir einen
praktischen Zweck verfol ich man mit dem
Kompetenzbegriff eigentlich immer wenn
man bei Kompetenzen egal jetzt auch
jensits von weinach wie man es versteht
immer gemeint ist also welche
Fähigkeiten hat ein einzelner Mensch
mehr oder minder selbständig in
bestimmten Bereichen Probleme zu lösen
also praktisch ist der Kompetenzbegriff
anders als der kognitiv ausgerichtete
Bildungsbegriff schon immer gewesen aber
wichtig ist hier in der Tat wie sie das
zweite Stichwort ansprechen die
politische
Implikation zur Kritik erstmal an dem
Kompetenzbegriff und dann eben welche
politische Funktion das hat weil
andersrum wird ein bisschen wir es ein
bisschen schwieriger also der Knackpunkt
bei dieser Definition ist dass alles auf
Problemlösung ausgerichtet ist und wenn
man Sie sich genauer anschaut welche
Bedingungen alles gestellt werden dafür
wann ein Problem als gelöst gilt das
heißt also wenn erstmal natürlich die
kognitiven Fähigkeiten vorhanden sind
soweit so gut das ist klar dann muss
aber auch eine Motivation dabei
vorhanden sein der muss der Wille ein
Problem zu lösen vorhanden sein und es
muss sogar steht in dieser Definition
drin dieses Problem erfolgreich gelöst
worden sein was im Umkehrschluss heißt
wenn diese Definition also gilt nur
unter den genannten Bedingungen kann man
von Kompetenz sprechen heißt das wenn
eine dieser Bedingungen nicht erfüllt
ist ist jemand nicht kompetent oder
verfügt nicht über diese
Kompetenz so und von da aus kann man auf
den politischen Aspekt kommen
Kompetenzen wenn sie an Problemlösung
gebunden werden heißt allein das
Individuum ist dafür verantwortlich dass
Probleme die sich ihm stellen oder ihm
gestellt werden selbständig lösen kann
wenn es das nicht kann ist es
inkompetent und hat das auch sich selbst
zuzuschreiben denn Kompetenzen kann ich
ja nur als Individuum entwickeln also
niemand kann mir Kompetenzen geben und
das heißt dann dass wenn ich an
Problemen scheitere oder der Lösung von
Problemen scheitere hat das nichts mehr
mit externen Faktoren zu tun sondern
habe ich allein mir zuzuschreiben und
damit ist sozusagen die Kritik an
Umständen in denen gehandelt wird inem
man Probleme lösen muss die Frage z.B ob
man bestimmte Probleme überhaupt lösen
kann ob nicht die Fähigkeit über
Probleme qualifiziert nachzudenken auch
eine Kompetenz ist alle diese Fragen
sind dann ausgeklammert und es geht nur
noch darum dass man eben selber dafür
verantwortlich ist ein ein Problem
gelöst zu haben und das finde ich ist
dann schon ein politischer Aspekt dieses
Begriffs verstehe ich das richtig dass
damit eigentlich die Ausrichtung ist
dass Schülerinnen und Schüler für den
Arbeitsmarkt fit gemacht werden sollen
primär kann man so sehen ja also das
heißt z eine PIs Studie und das ist auch
durchaus ja erstmal glaubwürdig dass
generell die dort gemessene
Basiskompetenzen für die Bewältigung des
Alltagslebens und auch für die
Integration in die Gesellschaft
notwendig sind das ist auch richtig aber
sobald es eben darum geht dass konkrete
Probleme gelöst werden sollen und
Individuen angehalten sind eben diese
Probleme zu lösen dass es dann
tatsächlich im Wesentlichen um
Arbeitsmarkt geht ich meine das kann man
dann auch rückschließend daraus dem
entnehmen dass eben im Zusammenhang von
Bildung immer gleichzeitig der
Wirtschaftsstandort und der halt der
Wirtschaftskraft genannt wird insofern
ist es logisch dann auch anzunehmen dass
es auch bei den Kompetenz in erster
Linie darum geht
mm wie muss man sich denn jetzt den Weg
vorstellen wir haben jetzt über die
piser Studie gesprochen über die
weinachche Definition die Interessen die
dahinter sicherlich eine Rolle gespielt
haben diese internationale Messung von
Leistungsstandards wie ist denn dann
aber dieser Kompetenzbegriff
letztendlich in die allgemeine Pädagogik
eingedrungen wie muss man sich das
vorstellen ja er ist ja erst überhaupt
durch die PiS Studie aufgegriffen worden
vorher war es eigentlich ein Begriff der
vor allen in der beruflichen Bildung
verwendet wurde und wie meinen Sie jetzt
die Frage also wie man das methodisch
gemacht hat oder wie wie wie sozusagen
es dazu kommen konnte dass die
allgemeine Pädagogik das aufgegriffen
hat das sind ja zwei verschiedene
paschuhe letzteres weil der Begriff ja
dann diesen Bildungsbegriff eben immer
stärker verdrängt hat sie haben erwähnt
das ist auch sehr gut nachvollziehbar
die Berufsbildung greift den auf das
liegt nah aber dann gibt es noch diesen
Sprung in die allgemeine Pädagogik in
den Diskurs und nachher in die
Verankerung von
Curricula also da muss ich jetzt
begrifflich mal kurz zwischengrächen
also allgemeine Pädagogik ist ja eine
subdisziplin der Erziehungswissenschaft
die hat damit eigentlich gar nichts zu
tun und in die allgemeine Pädagogik ist
das tatsächlich auch nicht eingedrungen
sondern in das was heute unter
Bildungsforschung läuft und Pisa zählt
zu dem was man im weiteren Sinne als
Bildungsforschung bezeichnet und der
Bildungsforschung der geht es in erster
Linie darum mit ihren empirischen
Instrumenten etwas objektiv messbar zu
machen was man dann in Zahlen übersetzen
kann also das ist z.B eine Perspektive
die der allgemeinen Pädagogik völlig ist
und wo sie auch gar nicht viel mit zu
tun hat auch mit zu tun haben will aber
sie hat in der Diskussion eben keine
allzu laute Stimme sondern eben die
empirische Bildungsforschung die eben
das was wir gerade auch schon diskutiert
haben verspricht nämlich Objektiv den
Output von Schulen durch Messung der
Schülerleistung bestimmen zu können um
damit dann der Bildungspolitik Daten zu
liefern das ist der momentane Zustand
sozusagen eures Schulsystems in den
gemessenen Bereichen und damit eben
Handlungsbedarf anzu zu zeigen die Frage
ist eben die entscheidende Frage wie
aussagekräftig und objektiv sind diese
Ergebnisse dann überhaupt ne aber das
wäre dann eine weitere Frage also es
geht darum der Knackpunkt warum dieser
Kompetenzbegriff dann so schnell
Jenseits auch der beruflichen Bildung
aufgegriffen worden ist ist der
letztlich des Anspruchs damit wird
Bildung Klammer auf endlich Klammer zu
objektiv messbar und damit auch
feststellbar was tatsächlich Schulen
jenseits dessen was lehrerinen und
Lehrern Noten verteilen und was nachher
in Zeugnissen steht wirklich leisten sie
haben es eben schon angedeutet die Frage
würde ich gerne aufgreifen ist es denn
tatsächlich dann sogenannt objektiv
messbar das ist eine Frage des
objektivitätsbegriffs sagen wir so dass
das wesentlich also was man sich
wirklich klar machen muss ich glaube das
ist auch in der Öffentlichkeit wird das
zu wenig gesehen Kompetenz ist nichts
beobachtbares also Empirie heißt
eigentlich Beobachtung aber in diesem
Fall wird nichts beobachtet weil
Kompetenz natürlich eine Fähigkeit ist
oder ein Vermögen sagen wir mal noch
allgemeiner ein Vermögen ist was sich im
Gehirn eines Menschen verbirgt und was
da in irgendeiner Weise entstanden ist
das heißt man kann das nicht direkt
beobachten also objektiv kann hier
effektiv nicht heißen es wird das
beobachtet was ein Mensch tatsächlich im
Kopf hat was man beobachten kann ist den
Gegenbegriff die Performanz also den
Gegenbegriff Z Kompetenz die Performanz
also was einer wie man neudeutch sagt
performt also was an Leistung wirklich
dann sichtbar wird also hier in diesem
konkreten Fall bei PISA was Schülerinnen
und Schüler in die Antwortbögen
reingeschrieben haben was sie angekreuzt
haben das ist die performancez und von
dieser Performanz wird und da wird es
dann auch methodisch kompliziert durch
ein mathematisches Verfahren darauf
zurückgeschlossen dass wenn jemand diese
Performanz so bringt er auch eine
Kompetenz eines bestimmten Levels haben
muss aber das ist eben das wird
sozusagen mathematisch rekonstruiert und
die Objektivität steckt da nicht mehr im
Kopf des Probanten oder der Probanten
sondern eben in der mathematischen
Methode mit der die Ergebnisse
hervorgebracht werden das sind die
Probleme die dann eben bei der Messung
direkt hier mit entstehen das könnten
wir jetzt noch weiter vertiefen ich
würde aber gerne noch auf einen anderen
Punkt zu sprechen kommen nämlich in der
Zeit als viele Lehrpläne jetzt auf
Kompetenzorientierung umgeschrieben
worden sind konnte man immer wieder von
Lehrern und Lehrerin hören dass sie
bemängelt haben ja wir können doch nicht
nur Kompetenzen hier als Ziel in den
Lernplan hinein schreiben was machen wir
dann mit den Inhalten und dann gab es
dar drum große Diskussion und daraus
stellt sich dann die Frage ja wie ist
denn da das Verhältnis von Lerninhalten
welches Fach das jetzt auch immer ist
und Kompetenzen können Sie diese
Widerstand der da von den Lehrern
gekommen ist
nachvollziehen kann ich sehr gut
nachvollziehen ja denn wenn wir jetzt
von dem Gegenbegriff ausgeht den sie
gerade also von den Begriff ausgeht
Outputorientierung über die wir jetzt
genug gesprochen haben ist Gegenteil die
input Input Orientierung die
inputorientierung war das was eben
vorher sozusagen die wesentliche Logik
dessen ausmachte was Lehrerinnen und
Lehrer im Unterricht gemacht haben und
die war eben inhaltsorientiert das heißt
jedes Fach hatte seinen Kanon an an
Inhalten auch an Methoden auch das würde
dann zu inhaltszellen die eben in der
Schule vermittelt werden sollten und
daraufhin und das ist ja auch das was
Lehrerin und Lehrer gelernt haben die
haben ja Fächer studiert in denen es um
Fachinhalte eben ging und jetzt sollen
sie plötzlich nach einer ganz anderen
Logik fragen was können diese
Schülerinnen Schüler jetzt mit diesem
Inhalten anfangen und das führt
natürlich im Einzelfall dann auch zu ja
kann man ruhigs offen sagen zu sehr
verkrampften kompetenzbestimmung weil ja
nicht immer jeder einzelne Inhalt der
für ein Fach relevant ist sofort im
Sinne weihachts jetzt zu Problemlösung
führt ne und insofern kann ich die Klage
von Lehrerinnen und Lehrern verstehen
zumal eben das dann auch das
Missverständnis entstanden ist es geht
ja nur um Kompetenzen und gar nicht mehr
so sehr um Inhalte da hätte Weiner
selbst Weiner gesagt dass es Blödsinn
weil eine Kompetenz sich nur bezogen auf
einen bestimmten Bereich und dessen
Inhalte überhaupt manifestieren kann ich
muss von diesen Inhalten irgendetwas
wissen damit ich sozusagen dann in
welchen Kontexten auch immer eine
Kompetenz daraus ableiten kann also da
steckt auch ein Missverständnis hinter
aber dieses Missverständnis ist
natürlich durch diesen kompetenzht nach
Pisa auch sehr stark nahgelegt worden
also die Lehrerin Lehrer kurz gesagt
haben völlig Recht wenn Sie sagen
Inhalte Spiel doch nach wie vor eine
Rolle ja das tun sie
klar und dieser Diskurs zieht sich
eigentlich bis heute durch und da hat es
zum Teil ja auch bereits schon
lehrplanrevisionen gegeben die dann
wieder in einer etwas andere Richtung
gegangen sind ich würde abschließend
gerne aber noch auf einen Satz zu
sprechen kommen den sie am Schluss hier
in dieses Artikels erwähnen sie sagen
dort pointiert ausgedrückt es gibt keine
Bildung ohne Kompetenzen wohl aber
Kompetenzen ohne Bildung sind Sie
wahrscheinlich schon öfters drauf
angesprochen worden ja wenn Sie den
vielleicht noch einmal genauer ausführen
könnten mhm also ich bin um das mal
vielleicht deutlich zu machen obwohl das
in dem Artikel wird es deutlicher
vielleicht in dem Gespräch jetzt noch
nicht ich habe überhaupt nichts gegen
den Kompetenzbegriff man kann den sehr
vernünftig verstehen finde ich und man
kann ih auch halbwegs sinnvoll
definieren und er hat auch etwas auch
wenn man ih mit mit Bildung zusammen
denkt etwas Positives waril nämlich die
Frage auftaucht wie denn Bildung die
sozusagen die gesamte Persönlichkeit in
irgendeiner Weise betreffen soll oder
mit der die Entwicklung einer gesamten
Persönlichkeit gemeint ist wie die sich
denn manifestiert also ich würde sagen
Bildung kann sich bei einem Menschen nur
nach außen manifestieren wenn es auch
mit gewissen Kompetenzen verbunden ist
wenn er Fähigkeiten zeigt die andere
dann eben als solche auch wahrnehmen und
dann ihn vielleicht als gebildeten
Menschen ansehen aber was deutlich
werden sollte durch den Satz ist dass
Bildung über Kompetenz hinausgeht also
Bildung heißt ich nehme nehm es greif
jetzt n einfaches Beispiel raus Bildung
heißt eben auch über Probleme nachdenken
können das hatte ich ja gerade auch
schon angedeutet über Probleme
nachdenken können die Schwierigkeit von
Problemen die das dilematische was in
manchen Problemen steckt erkennen zu
können aussprechen zu können mit anderen
diskutieren zu können und Bildung hat
immer auch eine ethische Dimension das
heißt eine Reflexion darauf ob das was
ich mache was ich denke wünschenswert
ist ob das sozusagen gesellschaftlich
gut ist ob das für andere Menschen gut
ist und das ist ein Aspekt der in dem
Kompetenzbegriff beispielsweise von
Weinart keine Rolle spielt also nach der
weihachtchen Definition bin ich
kompetent wenn ich ein Problem gelöst
habe ob diese Lösung ethisch vertretbar
ist ist etwas was ich mit Kompetenz
alleine nicht feststellen kann und dafür
bräuchte es eben Bildung deswegen habe
ich geschrieben gebildeter braucht
Kompetenz aber man kann sehr W kompetent
sein ohne in irgendeiner Weise gebildet
zu sein in diesem Sinne wenn wir ganz
abschließend noch einen Blick in die
Zukunft werfen halten Sie es für
realistisch dass der Bildungsbegriff
noch eine Renaissance erleben könnte ja
kann also er ist ja ist ja wie ich
anfangs sagte auch nicht völlig aus der
Mode geraten also er wird ja im Kontext
von Bildungssystemen Bildungsstandort
und so weiter immer noch benutzt nur
eben in einer sehr reduzierten aufs
ökonomisch praktische in erster Linie
bezogenen Art und Weise ich denke man
kann immer nur sozusagen daran erinnern
dass es eben auch ein anderes
Verständnis von Bildung gibt das aber
eben dann auch an ein bestimmtes also in
diesem Fall jetzt humanistisches
Menschenbild gebunden ist und ich denke
ein eine eine Renaissance des
Bildungsbegriffs hat nur dann Chancen
wenn man sozusagen dieses dies es
Menschenbild wieder stärker in den
Vordergrund rückt und es könnte sein das
ist aber reine Spekulation es könnte
sein dass die momentan ja nun sehr
intensiv geführte kaid also Debatte um
künstliche Intelligenz dazu einen Anstoß
gibt weil nämlich künstliche Intelligenz
die Frage aufwirft wo deren Grenzen sind
und wo eigentlich menschliche
Intelligenz und letztlich eben auch
menschliche Bildung sich von dem was
eine KI leisten kann unterscheidet also
in dem Kontext kann man diesen Begriff
sicherlich noch mal stark machen und
kann er vielleicht auch eine Renaissance
fahren möglicherweise Herr Professor
Dammer wir haben über zwei zentrale
Begriffe den Kompetenzbegriff und den
Begriff der Bildung gesprochen und sind
abschließend dabei jetzt auf die Frage
des Menschenbilds gekommen ich danke
Ihnen ganz herzlich für dieses
interessante Gespräch herzlichen Dank
gerne schön
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wichtige Ereignisse rund um das Thema
Bildung aus den letzten Tagen
Entscheidungen aus der Bildungspolitik
dasum mehr gibt es nun in unseren
Nachrichten zusammengestellt von
Christina
rüiger in einigen Stadtteilen von Wien
herschen in den Volksschulen
erschreckende Zustände zu diesem
Ergebnis kommt der ehemalige
Schuldirektor und Lehrer Nicki Glattauer
Eltern würden sich
situationselastisch an einer anderen
Wohnadresse anmelden um Kinder in eine
bessere Schule schicken zu können das
Problem seien nicht die Lehrer sondern
die Mitschüler er habe oft von Eltern
gehört dass Ihr Kind bestimmt nicht in
die türkenschule gehe grund sei dass die
Integration vieler Migrant völlig
gescheitert sei ein Drittel unter Wiens
Erstklässlern hat mittlerweile einen
sogenannten außerordentlichen Status wer
es sich leisten kann schickt seine
Kinder vorzugsweise in katholische
Privatschulen auffällig ist dass im
Bezirk Neubau in dem
überdurchschnittlich viele Wähler der
Grünen wohnen 50% der Kinder eine
Privatschule
besuchen aufgrund der katastrophalen
jüngsten pisaergebnisse plant die
bayerische Staatsregierung zusätzliche
Deutsch und Mathematikstunden für
Grundschüler laut Kultusministerin Anna
stolz Freie Wähler sollen dafür
Abstriche in den musisch kreativen
Fächern gemacht werden nicht bedacht
werde bei dieser Maßnahme dass
künstlerische Betätigung dem kulturellen
Bewusstsein und der menschlichen Reife
zugute komme so fördere früh
einsetzender Musikunterricht aufgrund
seines hochkomplexen Vorgangs die
Entwicklung des Gehirns und motorische
Fähigkeiten würden spielerisch trainiert
das Erlernen eines Musikinstruments
erfordere zudem Aufmerksamkeit
Konzentration und Disziplin so ein
Beobachter in Nordrhein-Westfalen werden
Lehrkräfte im kommenden Schuljahr
systematisch von besser ausgestatteten
Grundschulen in Regionen mit großer
Personalnot versetzt so wurden
Grundschulen im gesamten
Regierungsbezirk Münster aufgefordert
noch im Februar Kollegen zu benennen die
mit Beginn des neuen Schuljahres an eine
andere Schule abgeordnet werden können
berichtet die Rheinische Post unter
Berufung auf Angaben der
Bezirksregierung Münster für das
kommende Schuljahr würden ca 200
Vollzeitstellen in den bedarfsregionen
zusätzlich geschaffen sagte eine
Sprecherin der Bezirksregierung der
Jurist hinner Wiesmann Professor für
öffentliches Recht an der Universität
Münster kritisierte die Vorgänge er
sagte es sei davon auszugehen dass
edliche
abordnungsentscheidungen von den
Verwaltungsgerichten angefochten würden
die zentral ausgearbeiteten Abordnungen
würden zu Ungleichheiten
führen Schweizer Wirtschaftsverbände
zeigen sich unzufrieden mit der
Aussagekraft der Schulzeugnisse in einem
Positionspapier forderten sie fare
Selektionsprozesse und vergleichbare
Beurteilungen die Noten seien für die
Rekrutierung von Lehrlingen zu wenig
informativ die Mitautorin und
Ressortleiterin Bildung beim
Arbeitgeberverband Nicole Meer sagte
Betriebe seien bei der lehrlingssuche
auf aussagekräftige Beurteilungen
angewiesen um eine erstselektion treffen
zu können es brauche eine
standardisierte
beurteilungsmethodik das schließe jedoch
individuelle Förderung nicht aus die
Präsidentin des Dachverbandes
Lehrerinnen und Lehrer Schweiz dagma
Rösler hielt dem entgegen dass alle
Versuche schulische Beurteilung zu
standardisieren aufgrund des föderalen
Systems der Schweiz bisher gescheitert
sein außerdem seien Tests nur
Momentaufnahmen und könnten nicht
vollständig Auskunft geben über die
Arbeits und Lernentwicklung der
Jugendlichen es brauche individuelle
Portfolios der Schüler so Rößler
weiter deutsche ärzte warnen vor dem
neuen tiktok Trend Sephora Kids in
diesen Videos werden Teenager im Alter
zwischen 8 und 12 Jahren gezeigt die in
Läden der Luxusmarke Sephora einkaufen
gehen im Fokus stehen dabei hochpreisige
Antifalten und
Feuchtigkeitscremes die Töchter üben
Druck auf ihre Eltern aus damit diese
die Kosmetiker für sie erwerben der
amerikanische Dermatologe Danilo del
Campo sagte die Arztbesuche wegen hautre
Aktionen durch den falschen Gebrauch der
Cremes hätten zugenommen insbesondere
Inhaltsstoffe wie der sogenannte
Anti-Aging Wirkstoff Retinol seien für
die Kinderhaut gefährlich und könnten
großen Schaden anrichten influenzer
genössen häufig ein größeres Vertrauen
als Ärzte Eltern seien sich der Risiken
nicht bewusst so del Campo der besonders
in den USA in Frankreich und Spanien
kursierende Trend verbreite sich
zunehmend auch in Deutschland wie eine
Sprecherin der Sephora ladenkettete
mitteilte das waren die Nachrichten im
Lehrerzimmer die Redaktion hatte
Christina Rüdiger Sprecher war Klaus
Appel
[Applaus]
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
öffentliche Schulen Privatschulen
Homeschooling oder onlineunterricht es
gibt heute viele mögliche Formen von
Bildung allerdings ist im Bereich der
Grundschule längst nicht alles davon
überall gleich gut angesehen
ausgestaltet oder gar erlaubt Hannes
warden lebt in Polen er hat zwei Töchter
und beide besuchen dort eine
Privatschule das erlaubt uns einen
direkten Einblick in das Bildungs dieses
Landes und wie die grundbildungsfrage
dort gelebt wird ich begrüße Sie
herzlich zu unserem heutigen Gespräch
Hannes swardin guten Morgen heremilius
Ich habe es gesagt sie leben in Polen
sie haben Kinder da mussten sie sich
natürlich notgedrungen mit der Frage der
Beschulung auseinandersetzen haben Sie
das schon vor dem Umzug getan oder haben
sie das ein bisschen auf sich zukommen
lassen nein wir haben das auf uns
zukommen lassen der Hintergrund ist dass
wir lange Zeit in Japan gelebt haben ich
habe meine Frau dort kennengelernt wir
haben in Japan geheiratet und beide
Kinder bekommen und dadurch dass meine
Frau Polen ist standen wir also vor der
Frage ob wir nach Japan nach Deutschland
oder nach Polen gehen wir haben uns dann
2019 entschieden nach Polen zu gehen
haben die Kinder dort in den privaten
Kindergarten geschickt mit dem wir sehr
zufrieden waren und haben dann 2022 die
große ganz normal in die staatliche
polnische Schule eingeschult das heißt
die hatten einen gewissen Startvorteil
weil ihre Frau Polen ist und das Land
natürlich kennt wenn sie es jetzt aber
versuchen ein bisschen von der neutralen
Warte aus anzuschauen wenn man jetzt
nach Polen zieht Kinder hat wird es
einem leicht gemacht ein ein schnelles
ein klares Bild über die
Bildungslandschaft zu haben oder ist ist
das völlig anders als anderswo und man
muss sich da ein bisschen doch ein
Dschungel kämpfen ein die
Bildungslandschaft in Polen ist sehr
klar strukturiert es gibt eine
Schulpflicht bis zum Alter von 18 Jahren
die ist aufgeteilt in ein
verpflichtendes Vorschuljahr das ist die
serufka ab dem Alter von 6 Jahren
anschließend gibt es eine achtjährige
gemeinsame Grundschule nach der hat man
die Schulpflicht prinzipiell erfüllt und
kann sich dann entscheiden ob man auf
einem Gymnasium also einem lizium
weitermachen möchte eine berufsbildende
Schule besucht oder eine
Berufsausbildung
beginnt jetzt haben sie ja
offensichtlich auch Erfahrung gemacht
mit der öffentlichen Schule jetzt aber
sich entschieden für beide Töchter für
eine Privatschule da könnte man jetzt
aus dem Stand raus einfach ableiten sie
haben keine guten Erfahrung gemacht mit
der öffentlichen Schule oder hat sie das
andere Gründe es ist so dass wir über
unseren Freundes und
Bekanntenkreis gesehen haben was es für
alternative Möglichkeiten gibt und haben
die dann verglichen mit der öffentlichen
Schule es ist so dass die öffentliche
Schule hier ein ein landesweites
staatliches kernkurrikulum hat der
Lehrplan ist fest vorgegeben kann von
den Lehrern nicht geändert werden es ist
eine klassische Schule so wie wir sie
uns vorstellen mit Klassenzimmern
Klassen in denen die Kinder den Tag über
sitzend verbringen und den Lernstoff
erarbeiten und es gab hier bestimmte
Dinge die uns gar nicht gefallen haben
das der Hauptteil hier war dass wir
einen starken Bewegungsmangel
festgestellt haben bei den Kindern ein
Mangel an frischer Luft und hinzu kommt
noch dass die Kinder die ich in den
Schulen gesehen habe teilweise ihre
Smartphones dabei hatten sich damit in
der Schule also schon in der Grundschule
beschäftigt haben und das waren Dinge
die uns sehr gestört haben wir werfen
gleich noch einen genauen Blick auf die
Schule für die sie sich letztlich
entschieden haben aber vielleicht ganz
allgemein wenn man sagt in Polen eine
Privatschule soll es sein hat man da
buchstäblich die Qual der Wahl oder sind
es bescheidene Alternativen jetzt
quantitativ
ausgedrückt das H sicherlich stark davon
ab wo man wohnt also es gibt in den
größeren Städten also in Warschau
Breslau possnan Krakau gibt es ein sehr
großes Angebot wir wohnen im ländlichen
Bereich kurz vor Litauen in Masuren und
dort ist das Angebot nicht besonders
groß nun haben sie für sich eine Lösung
gefunden sie haben bereits ein bisschen
geschildert was ihn bei der öffentlichen
Schule nicht ganz so gepasst hat da
nehme ich an haben Sie sich für einen
Gegenentwurf entschieden Sie auch bitte
ein bisschen was für eine Art Schule
ihre Töchter jetzt besuchen aus welcher
Geschichte die vorgegangen ist und wie
die Philosophie dort
aussieht das was wir hier machen ist im
Prinzip eine Form von Homeschooling und
das ist denke ich ganz interessant und
etwas was in Deutschland wenig bekannt
ist ist dass dies in Polen diese
Möglichkeit gibt die Schulpflicht auch
außerhalb der Schule zu erfüllen es gibt
dafür formale Voraussetzung die eine ist
dass das Kind an einer Schule das kann
eine öffentliche oder eine private
Schule sein zunächst einmal
eingeschrieben ist und der Direktor
dieser Schule muss den Heimunterricht
dann genehmigen es ist in unserem Fall
erfolgt also wir haben beide Kinder im
im sogenannten Homeschooling und haben
zusätzlich zu diesem Homeschooling dass
wir nicht bei uns zu Hause betreiben
gibt es eine Stiftung die von Eltern
gegründet wurde die auch Lehrer
beschäftigt
ein Gebäude gemietet hat und wo jetzt
die Kinder jeden Tag zur ja in
Anführungszeichen Schule es ist keine
Schule es ist eine
Bildungseinrichtung gehen und dort
gemeinsam lernen das heißt es ist eine
Art Hybrid wir kennen ja Homeschooling
wirklich in dem Sinne dass man das Kind
quasi aus dem Schulsystem rausnimmt zu
Hause beschult hier bleibt man technisch
im System hat aber eine größere
Flexibilität also so im Sinn von heute
bin ich mal dort morgen nicht verstehe
ich das richtig
ja die Autonomie ist sicherlich da also
wir sind jeden Tag freiwillig vor Ort
wir könnten das kurrikulum also das
kernkurrikulum das ja weiterhin für uns
gilt könnten wir auch im reinen
Heimunterricht vermitteln und
ableisten und wir haben uns jetzt
zusammen mit anderen Eltern das ist eine
Gruppe von ca 20 Eltern wir sind knapp
30 Kinder dafür entschieden dass im
inform Form dieser Stiftung und einer
von uns organisierten
Bildungseinrichtung zu
organisieren viele Privatschulen
verfolgen eine gewisse Philosophie bis
hin zu Ideologie es gibt christliche
Privatschulen es gibt solche die nach
dem Leitbild von bekannten Pädagogen
geführt werden ist das in Ihrem Fall
auch so gibt es da auch irgend ich sage
jetzt eine gründerfigur oder eben eine
bestimmte Philosophie der nachgelebt
wird ja das ist in unserem Fall die
Pädagogik nach Montessori also die
Kinder sind an einer privaten Montessori
Schule eingeschrieben und das was bei
uns stattfindet im täglichen Unterricht
ist nach Montessori Prinzipien
organisiert das heißt ihnen hat nicht
nur der mangelndde Sauerstoff oder die
reinsitzende Tätigkeit in der
öffentlichen Schule nicht ganz gepasst
sondern sie haben auch ganz bewusst nach
einem bestimmten pädagogischen
Hintergrund
gesucht das haben wir tatsächlich nicht
getan das ist zufällig entstanden und
hat auch was damit zu tun dass es die
einzige Option ist die wir hier gerade
vor Ort haben etwas zu tun und wir haben
auch gegen die Montessori prinipen
nichts einzuwenden es war allerdings
keine Entscheidung die jetzt bewusst pro
Montessori gewesen
wäre wie sieht es denn aus wenn wir so
ein bisschen die Demografie anschauen
man kennt von anderen Ländern dass man
sagt öffentliche Schulen sind ein Fall
für Eltern die es jetzt nicht so flüssig
haben andere können sich eine bessere
Bildung leisten ist in Polen die
privatschullandschaft auch ein Fall für
die Elite ich sag's bewusst überspitzt
oder gibt's da eine gewisse
Durchmischung es ist
sicherlich nicht etwas für eine Elite
wobei es auch da natürlich ein sehr
breites Angebot gibt wenn ich jetzt
beispielsweise eine internationale
Schule in Warschau mir aussuchen würde
dann zahl ich den Preis der
international üblich ist dafür der
bewegt sich zwischen 1000 und 1500 € im
Monat das ist sicherlich nichts für den
Normalverdiener das was wir hier tun ist
eine Schule oder eine Organisation von
normalen Familien wir haben normale
Berufe es ist ein sehr überschaubarer
Kostenbeitrag den wir leisten müssen um
das zu finanzieren also wir zahlen
konkret pro Kind ca 150 € im Monat und
haben damit ein Angebot geschaffen das
sicherlich für die meisten Menschen
bezahlbar ist sprechen wir noch ein
bisschen von den Unterschieden es ist
klar wenn wir vom Homeschooling Teil
sprechen dann sind die Unterschiede zur
öffentlichen Schule ja sehr
offensichtlich aber wenn die Kinder am
Unterricht teilnehmen sie hören ja da
wahrscheinlich Erfahrungsberichte ihrer
Töchter also genießen die das ist das
eine andere Form von Unterricht hat das
nichts mehr zu tun mit dem
Frontalunterricht mit den brav
geordneten sitzrein wie sieht der Alltag
aus ja der der Alltag ist sicherlich
anders und vielleicht komme ich mal kurz
auf die Gründe zu sprechen warum wir
diesen Wechsel vorgenommen haben und was
wir dort jetzt in der Schule für unsere
Kinder bekommen können zunächst einmal
ging es uns und allen Eltern die an dem
Projekt beteiligt sind darum dass wir
eine größtmögliche Autonomie in der
Gestalt
des Schulalltags haben und wir haben
jetzt unsere Schule so organisiert dass
sie im Prinzip wie eine alte Dorfschule
aufgebaut ist das heißt wir haben
altersübergreifende Gruppen das sind
drei Gruppen wir haben eine nullte
klasse also die Vorschulklasse das sind
vier bis fün Kinder wir haben dann ca 16
bis 18 Kinder in einer Gruppe der
Klassen 1 bis 3 und wir haben noch mal
eine kleine Gruppe die deckt die Klassen
4 und 5 ab wir haben jeden Tag Bewegung
für die Kinder das heißt es wird jeden
Tag rausgegangen egal wie das Wetter ist
für mindestens eine Stunde jeder Freitag
findet vollständig draußen statt auch
dieses rund ums Jahr wir haben
Sportunterricht organisiert es gibt
Angebote für Karate und Judo und wir
haben die Möglichkeit hier auch die
Interessen der Kinder zu vertiefen also
im Moment ist z.B das Nähen eine ganz
große Aktivität in der Schule an der die
Kinder viel Spaß haben und dass wir
Ihnen dort ermöglichen können als Gruppe
das auch zu lernen und wir haben die
Möglichkeit hier ganz früh mit
Sprachunterricht anzufangen und haben
konkret also neben polnisch als der
normalen Umgangssprache in der Schule
noch Englisch und deutschem Angebot sie
sprechen jetzt sehr oft und auch ganz
bewusst scheint mir von wir von den
Eltern die eben auch Dinge auf die Beine
stellen da sch mir eine starke
elternmitbeteiligung auch dabei zu sein
ist das schon fast eine Voraussetzung
jetzt auch im holen dass da Eltern
mitziehen in einem Schulmodell wie ihrem
also man kann die Verantwortung nicht an
eine Schule abdelegieren man braucht
Leute die da
mitziehen also wenn wir uns dies gesamte
schulspektrum anschauen dann delegieren
sicherlich die meisten Eltern die
Bildung an die Schule das sind die
meisten die an der öffentlichen Schule
sind in dem Moment wo ich in der privat
Initiative etwas organisiere ist man als
Eltern zwangsläufig mehr beteiligt
wobei es auch bei unserem Projekt das
wir hier haben so ist dass es einige
wenige Eltern gibt die alles organisiert
haben und betreiben und dann die anderen
Eltern teilweise mitarbeiten und und
teilweise es aber auch nicht tun und
auch nicht tun müssen gut das hat man
immer die Leute die den Karren ziehen
und andere die ein bisschen lieber drauf
sitzen das ist jetzt mal die
Voraussetzung dass da einige Leute
mitmachen die andere Seite sind ja
mögliche Hindernisse Stolpersteine es
gibt zahlreiche Länder die sehen
Privatschulen oder Homeschooling nicht
gern die sehen nicht gern wenn Kinder
aus Ihrem System rausgezogen werden in
irgendwelche Felder die sie nicht mehr
kontrollieren können wie sieht das in
Polen aus wir hat das gefördert solche
Initiativen wirft man ihn da
irgendwelche Steine in den Weg oder
sieht man es ziemlich neutral jetzt von
offizieller Seite so mein Erleben ist
dass es neutral gesehen wird es gibt
weder eine besondere Förderung noch habe
ich wahrgenommen dass es eine
Gegnerschaft gegen die Möglichkeit des
heimunterrichts gibt es gibt diese
Möglichkeit schon sehr lange das zu tun
wir hatten vor Corona waren das ca 15
bis 17 000 Kinder die in Polen im
Heimunterricht waren das hat sich durch
Corona und nach Corona sehr stark erhöht
also wir haben jetzt um die 50.000
Kinder in Polen die einen Heimunterricht
machen es sind rund 1300 Schulen die
diese Möglichkeit gewähren indem sie das
genehmigen ihren Schülern und es gibt
viele Angebote für Schüler die das tun
es gibt z.B eine sogenannte Schule in
der Cloud in der die Kinder online
lernen können und es gibt mittlerweile
immer mehr Hybridmodelle in denen
Schulen anbieten ein bis zwei Tage die
Woche einen Präsenzunterricht zu machen
für Kinder die im Heimunterricht sind
und der Rest wird von den Kindern privat
daheim gemacht das sind ziemlich
beeindruckende Zahlen die diese Steigung
zeigen dass da offenbar ein Bedürfnis da
ist und auch Möglichkeiten geschaffen
werden in der Regel will ein Staat die
Kontrolle aber doch nicht ganz abgeben
das heißt Privatschulen werden in einer
gewissen Weise kontrolliert man will
sicherstellen dass der Bildungsstand
dasselbe ist am Schluss der Schulzeit
wie bei öffentlichen Schulen gibt es da
ganz bestimmte Mechanismen ich sage
jetzt mal Prüfstellen oder Kontrollen
die da durchgeführt werden ja die gibt
es also zunächst einmal muss wie erwähnt
der direkt der betreuenden Schule den
Heimunterricht genehmigen das ist die
erste Hürde die genommen werden muss
anschließend muss das Kind zum Ende
jedenes Schuljahres einen Test bestehen
der wird durchgeführt durch die
betreuende Schule und dieser Test prüft
ob das Kind oder ob dem Kind das
kernkurrikulum das für dieses Schuljahr
vorgegeben wurde vermittelt wurde sie
kennen ja Deutschland nehm ich an sehr
sehr gut ziehen Sie doch mal einen
Vergleich wenn wir die schulis Situation
die Möglichkeiten anschauen
wie sieht der Vergleich zwischen Polen
und Deutschland aus sie hätten
wahrscheinlich nicht die gleichen
Möglichkeiten in ihrer alten Heimat
nehme ich mal an davon ist sicher
auszugehen ich habe jetzt in
Vorbereitung auf dieses Gespräch mir
auch die Situation in Deutschland noch
einmal angeschaut in Deutschland ist ein
Heimunterricht nur unter einer einer
Härtefallklausel überhaupt möglich es
wird daavon ca 400 Kindern gesprochen
die in Deutschland ein Heimunterricht
machen und er ist im regulären System
überhaupt nicht vorgesehen und sie haben
auch den Eindruck dass es sich rein
pädagogisch lohnt also die Frage die
eine Frage ist was möchte ich für meine
Kinder aber sie können jetzt vielleicht
auch schon ein bisschen sagen ganz
plakativ lern meine Kinder hier mehr
oder weniger oder gleich viel ich glaube
für uns ist es zu früh ein Fazit zu
ziehen nachdem wir jetzt rund ein Jahr
in der neuen Schule waren wir haben
jetzt wie erwähnt beide Kinder in diesem
neuen Modell die große ist in der
zweiten Klasse die Kleine ist in der
Vorschulklasse in der nullten was wir
beobachten können ist dass gerade die
jüngere sehr große Fortschritte gemacht
hat das z.B sie kann sehr gut lesen was
in dem Alter noch nicht normal ist und
wo wir glauben dass sie davon profitiert
hat dass sie eben viel Zeit auch mit den
älteren Kindern verbringen kann die eben
jeden Tag auch ein eine Leseeinheit in
ihrem regulären Schulalltag haben ich
gehe davon aus dass die Möglichkeiten
nach Abschluss dieser Schule exakt
dieselben sind wie in der öffentlichen
Schule oder gibt es da irgendwelche
Unterschiede dass man es quasi den
Absolventen von Privatschulen schwerer
macht mit der Durchlässigkeit für
weitere Bildungswege nein davon habe ich
nichts beobachten können dass die sind
gleichgestellt mit den Absolventen der
öffentlichen Schulen und wenn der Staat
schon diese Initiative nicht behindert
was ja schön ist gibt es einenfalls auch
konkrete Unterstützung in Form von
Finanzierung also fließt da Geld auch in
das privatchystem weil ihre Kinder
entlasten ja immer die öffentliche
Schule indem sie diese nicht besuchen ja
das ist so das wiederum ist vergleichbar
mit Deutschland also soweit ich weiß
kann man auch in Deutschland sich für
eine Privatschule entscheiden und diese
Privatschulen bekommen einen
standardisierten Satz pro Schüler als
als Unkostenbeitrag vom Staat das ist in
Polen auch so also die Schule an der die
Kinder eingeschrieben sind bekommt hier
auch pro Schüler und dann auch für meine
Kinder ein staatlichen Zuschuss wie
sieht es eigentlich bei ihnen selbst aus
sind sie im öffentlichen System gebildet
worden oder haben sie einst auch schon
Privatschulen besucht ich bin ein
Absolvent des öffentlichen Systems und
auch diese Erfahrung hat mich ermutigt
für meine Kinder eine andere Möglichkeit
zu wählen weil ich ich selber bin nicht
besonders gerne zur Schule gegangen und
es ist eine Erinnerung an lange Jahre
der der Langeweile an der
Schulbank das ist wahrscheinlich ja auch
ein paar Jahre her zur eherrettung sie
haben aber nicht den Eindruck dass ich
jetzt wenn wir bei Deutschland bleiben
in der öffentlichen Schule da vieles zum
Guten gewendet hat im Vergleich zu ihrer
Schulzeit ich glaube das ist für
Deutschland sehr schwer zu beurteilen
weil Deutschland ein sehr heterogenes
Schulsystem hat das zu einen mal über
die 16 Bundesländer und dann aber auch
regional sehr unterschiedlich ist also
ich ich glaube es gibt durchaus in
Deutschland noch sehr sehr gute Schulen
die den Bildungsauftrag und auch den
Interessen der Schüler sehr engagiert
und erf ökreich Nachkommen das gibt es
ich glaube in der Breite und da kann man
etwas wie den pisatest mal heranziehen
mit den Mängeln die er haben mag
schneidet Deutschland glaube ich in
Summe nicht gut ab das ist so das kann
ich auch für die Schweiz bestätigen was
natürlich die Frage aufwirft ob man auf
dem richtigen Weg ist oder nicht und
darum auch die privatschulfrage so
interessant macht wenn ihre Töchter nach
Hause kommen Abendessen berichten was
beeindruckt die am meisten oder nehmen
Sie es einfach das normale Schule war
und die werden ja jetzt nicht diese
großen Vergleiche oder Unterschiede
machen können aber was gefällt Ihnen an
dieser Form der
Schule am Anfang eine kleine Anekdote
die meine Große hat ja ein Jahr lang die
staatliche Schule besucht und das erste
halbe Jahr in der neuen Schule kam sie
jeden Tag stolz nach Hause und hat
berichtet sie hätte nichts gelernt also
sie hat also in dieser kurzen Zeit der
staatlichen Schule lernen tatsächlich
schon mit dem sitzen in der Schulbank
und dem sehr
formalisierten Abarbeiten von
Arbeitsblättern oder Aufgaben in
Verbindung gebracht also sie war jetzt
der Meinung sie hätte gar nichts gelernt
wir haben natürlich eine andere
Beobachtung gemacht sie hat sehr viel
gelernt sowohl inhaltlich was lesen
schreiben Mathematik angeht als auch was
ganz konkret die Bewegung und den Sport
angeht haben sie sich sehr gut
entwickelt und was Ihnen gut gefällt ist
dass sie sich ihre Lernumgebung selber
suchen können es ist so dass der Tag
eine Struktur hat der fängt an mit dem
Morgenkreis in der Gruppe und
anschließend gibt es ein Zeitraum von ca
2 Stunden indem die Kinder selbst
organisiert aber ruhig
lernen dürfen oder auch müssen sie
können sich dort allerdings dann ihren
Arbeitsort selbst aussuchen sie müssen
nicht am Tisch sitzen sie können sich
wenn Sie möchten auch in die Ecke sitzen
auf den Boden legen können sich irgendwo
eine ruhige Ecke suchen und haben dann
ihre Arbeitsbücher an denen sie ihre
Themen bearbeiten und haben dann nach
dem Mittagessen Zeit wo sie nach draußen
gehen können wo sie eine Leserunde haben
und auch die Gelegenheit haben noch mit
ihren Klassenkameraden zu spielen und
diese Möglichkeit das etwas zwangloser
zu machen und abwechslungsreicher
gefällt ihnen sehr gut es klingt aber
doch noch einem gerüteltmaß an
Selbstdisziplin weil man sich eben auch
selbst organisieren muss ist das aus
ihrer ganz persönlichen Sicht ein Fall
für jedes Kind oder würden Sie sagen
vermutlich gibt es einfach auch Kinder
oder Jugendliche die noch klare
Strukturen einen klaren Zeitplan
brauchen und eben nicht sich selbst
organisieren können oder wollen also
zunächst mal ist diese
Selbstorganisation ja eines der
Lernziele die wir haben dass die Kinder
eben diese Fähigkeit diese Kompetenz
erwerben sich selber mit dem Thema
auseinanderzusetzen und dass sich selbst
anzueignen die Erfahrung ist dass Kinder
die mehrere Jahre im öffentlichen
Schulsystem verbracht haben diese
Fähigkeit nicht mehr erwerben wenn sie
in die Montessori Schule oder in unsere
konkret in unsere Einrichtung kommen
dann haben wir die Erfahrung gemacht
dass die sich nicht mehr integrieren
können und dass diese Versuche scheitern
das heißt wenn ich es bilanziere auch
wenn Sie gesagt haben sie haben noch
nicht klares Bild dafür braucht auch
nicht mehr Zeit aber sie würden stand
heute
diese Entscheidung wieder zugunsten
einer solchen privatschullösung in Polen
treffen das würden wir mit Sicherheit
tun wir wissen jetzt im Moment noch
nicht ob das ein Modell ist das bis zur
Hochschulreife die die wir anstreben für
unsere Kinder hält also die vollen 13
Schuljahre mit der Vorschulklasse aber
wir sind bisher und für diese
Sekundarstufe 1 die wir jetzt gerade mit
den Kindern machen von dem Modell sehr
überzeugt im Gespräch warnes er wohnt in
Polen und hat über seine Erfahrung über
die privatbeschulung seiner Kinder dort
berichtet Herr herzlichen Dank für das
Gespräch ja vielen Dank für Ihr
Interesse
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das war das Lehrerzimmer unsere
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Bildungsthemen wenn sie Inputs für
unsere Redaktion haben oder eine
spannende Frage aufwerfen wollen sei es
als Lehrer als Eltern als Schüler oder
ganz einfach als interessierter Hörer
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