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https://www.spreaker.com/episode/philosophieren-77-faulenzen--60704338
„Etwas ist faul im Staate D.“, so faul, dass wir uns doch lieber auf die faule Haut legen wollen und einmal nichts tun, nicht arbeiten, nicht schuften, eine Auszeit nehmen wollen. Es ist Ferienzeit, und die Zeit des Urlaubs ist gekommen. Doch dieses geplante Nichtstun im Sinne von faulenzen beschreibt nur eine Seite des Themas. Matthias Burchardt und Alexander Christ sprechen in dieser Folge auch über das Faulsein, über die Trägheit, über Passivität – und über den Müßiggang und die Kontemplation. Diese Sendung haben wir für Sie, liebe Hörer, im Schweiße unseres Angesichts hergestellt, und mit dieser Ausgabe verabschieden wir uns für vier Wochen in unsere kleine philosophische Sommerpause, während der Sie vier aus unserer Sicht gut gelungene Folgen als Wiederholung genießen können, jedoch nicht ohne uns schon jetzt auf die Rückkehr im September zu freuen.
liebe Hörer diese Sendung können Sie
vollständig auf
kontrafunk.radio hören hier gibt es aus
lizenzrechtlichen Gründen nur eine
gekürzte
[Musik]
Version guten Tag liebe Hörer mein Name
ist Alexander Christ und Sie hören
philosophieren im kontrafunk das
deutsche farenent im Schweiße des
Angesichts gemeinsam mit Matthias
burcher diskutiere ich wöchentlich über
alltägliche und tiefgründige Themen die
Zeit der Sommerferien ist gekommen
Unterbrechungen der Betriebsamkeit durch
Urlaube oder andere Erholungspausen
stehen bevor und so ist es vielleicht
sehr folgerichtig wenn auch wir uns bei
philosopieren im kontrafunk mit dem
süßen nichtsun beschäftigen mit dem
faulenzen und dem müßig gehen
mit diesen drei Begriffen sind wir
tatsächlich schon mitten im Thema denn
die Frage stellt sich sind diese drei
Synonym oder bezeichnen sie doch wohl
eher völlig unterschiedliches Faulheit
jetzt will ich dir auch ein kleines
Loblied schenken käm es nur gleich aufs
Papier ohne lange nachzudenken so
schrieb es Lessing wir also denken heute
über das faulensen nach und schicken Sie
die behörer damit in unsere diesjährige
Sommerpause
[Musik]
philosophieren im kontrafunk mit
Matthias burcher und mit mir Alexander
Christ hallo lieber Matthias hallo
Alexander wir haben uns die Ferien
verdient oder ich bin do gar nicht so
ferienreif muss ich ganz ehrlich sagen
ich könnte im Moment auch ohne Ferien
auskommen aber verdient haben wir sonst
alle mal wie geht's dir denn bist du
Ferien reif ich bin ferienreif und ich
spüre gerade meinen eigenen
Protestantismus dass ich sage ich habe
mir die verdient als müsste man sich das
verdienen als müsste man erst geleistet
haben damit man das hoheled der Faulheit
singen darf ja das ist ja genau
tatsächlich unser Thema heute muss man
also tatsächlich etwas leisten damit man
dann mal irgendwann nichts tun darf muss
man sich das hart erarbeiten kennst du
Menschen die einfach immer nichts tun
die wirklich nicht erst ihre Ferienzeit
ihre Urlaub das nichts tun das faul auf
dem Sofa herumliegen durch Leistung
erarbeiten sondern einfach schlicht und
ergreifend ständig nichts tun kennst du
solche Menschen in der Realität nicht es
ist oft ein Vorurteil gegen etwa Adlige
Menschen die von der Arbeit der anderen
leben und sich selber einen süßen lens
machen einen Launen lens aber in der
Realität ist mir das nicht begegnet also
ich glaube dass die Menschen doch von
einem arbeitsetos ergriffen sind und die
wenigsten einfach nur ihr Leben
vergeuden durch Faulheit das ist jetzt
lustiges Bild ich stell mir jetzt
beispielsweise den englischen König vor
wie faul auf dem Sofa rumliegt und sich
sagt ich bin ja schließlich König ich
darf hier gar nichts tun tatsächlich F
dem Stichwort auf dass gerade solche
Menschen die ja einer Tätigkeit
nachgehen die von manchen sehr kritisch
gesehen wird und als ziemlich sinnlos
betrachtet wird dass solche Menschen
sich eifrig bemühen ständig darzulegen
dass sie ganz viel und wichtiges und
Gutes tun also ständig nur damit
beschäftigt sind sich in guterweise um
ihre Untertanen zu kümmern alles ein
sehr schräges seltsames Bild ich habe
mich nur gerade aufgefordert gefühlt dem
irgendwie nachzugehen aber vielleicht
müssen wir uns mit dem Adel und mit dem
Königtum ein ander Mal beschäftigen also
das mit dem Adel war natürlich in
Vorteil ich habe gerade eine Jane
austtin Verfilmung gesehen und habe
gemerkt dass es da offensichtlich
zumindest in der Literatur eine Gruppe
von Menschen gibt die keine
Erwerbsarbeit nachgehen sondern sich
einfach im müsiggang tummeln dürfen die
spazieren geh Ausflüge machen lecker
essen und ja sich über Zerstreuungen
irgendwie ein schönes Leben machen
müssen die haben natürlich auch
verschiedene repräsentative Aufgaben
vielleicht die damit zusammenhängen aber
das ist mir eingefallen wenn ich
ansonsten soziologischen Blick auf die
Frage der frheit werfen darf kommen
einem natürlich direkt diese
vermeintlichen Sozialschmarotzer ich sag
das jetzt mal bewusst so provokativ und
im in Wiederholung eines Vorurteils das
sind Menschen die eben von der Arbeit
der anderen Leben und eben Bürgergeld
beziehen oder oder sonstiges ich glaube
das ist ein ganz großes Vorurteil an dem
in den wsten Fällen was dran ist was
natürlich gesellschaftlich genährt wird
um die Menschen gegeneinander
auszuspielen ja also auch das wäre ein
Vorteil wahrscheinlich sind die Adligen
auch mit sozialen Aufgaben beschäftigt
und haben einen sinnvollen Beitrag zu
leisten es sind Vorteile ich möchte es
dabei belassen mhm was aber auf jeden
Fall zutrifft denke ich ist dass dieser
Begriff des faulseins der Faulheit nicht
besonders gut angesehen ist heutzutage
wenn wir uns das mal kurz anschauen dann
fällt einem glaube ich sofort auf dass
immer dann wenn wir von faul sprechen
sofort der Gedanke entsteht da ist etwas
schlecht da ist etwas nicht in Ordnung
es ist schlecht geworden fauliger Abfall
beispielsweise Früchte die faulig werden
da gibt es ja das Zitat aus Shakespear
Hamlet etwas ist faul im Staate Dänemark
also da ist etwas ganz und gar nicht in
Ordnung faul sein ist offensichtlich
nicht in
Ordnung und damit ist jetzt nicht
gemeint dass da der Fleiß das Gegenteil
sei sondern das etwas was eigentlich
lebendig fruchtbar und geschmackvoll
sein soll verfällt und vielleicht vom
äußeren Anschein noch intakt ist aber
von innen verfault also ist wirklich der
Hinweis auf etwas was nicht mehr in
Ordnung
ist und wenn wir da noch mal bisschen
tiefer reinschauen ich habe ein Zitat
gefunden der Apostel Paulus soll gesagt
sagt oder geschrieben haben es er wird
so überliefert wer nicht arbeitet der
soll auch nicht essen und wenn wir das
Übertragen auf unser heutiges Thema da
könnte man ja sagen wer nicht arbeitet
der soll dann also keinerlei Früchte
genießen dürfen der hatte es sich nicht
verdient der darf also dann nicht nichts
tun man muss sich dieses nichts tun
erarbeiten das ist eigentlich der Bogen
den ich gerne gleich zu Anfang schlagen
wollte um hier wirklich ein bisschen
genauer hinzusehen mit Dir gemeinsam und
du hast mich auch auf eine der Todsünden
hingewiesen ich gebe zu da bin ich nicht
so ganz fit in den Todsünden ich habe es
nicht so mit den Todsünden die ja genau
dieses Stichwort anspricht Matthias die
akedia ich habe es auch nicht so mit den
Tod Sünden aber das ist offensichtlich
nicht nur eine Abkehr von Gott durch
körperliches und geistiges faulenzen
sondern sich ein Vergehen am Leben
selbst also wenn wir sagen das Leben ist
eine Tätigkeit der Selbsterneuerung des
Stoff Wechsels und zwar jetzt nicht nur
im biologischen Sinne sondern auch im
existenziellen Sinne dann ist eigentlich
das faulensen eine Einstellung der
Lebenstätigkeit die dann ein sich
hingeben an den Verfall nach sich zieht
insofern kann ich schon verstehen dass
das mit der Faulheit ein großes Problem
ist insbesondere wenn man auf Kosten
anderer faul ist die für sich arbeiten
lässt oder eben auch das Geschenk des
eigenen Lebens dadurch missachtet oder
gar vergeudet also auf Kosten anderer
heißt ich tue nichts und andere müssen
dann damit umso mehr schaffen und
leisten sie müssten quasi meinen Beitrag
miterbringen vielleicht noch schlimmer
ich tue nichts und lasse mich von
anderen irgendwie am Leben erhalten und
erwarte dass andere mir irgendetwas
bringen was ich dann genießen kann wovon
ich dann überleben kann das wäre also
das nicht gute faulensen aber gibt's den
dann dagegen ein gutes faul sein ja
darum wird es uns ja heute gehen ich
glaube das Wort faullenzen das changiert
immer so ein bisschen zwischen faul sein
aber auch dieses Faulsein genießen
dürfen wir werden in Richtung mße
schauen wir werden das von der
Langeweile unterscheiden und werden
sehen dass sich vielleicht lohnt das
faulenzen hochzuhalten als eine
besondere Erfahrung des Menschseins die
natürlich immer im Verdacht steht der
Anstößigkeit des Egoismus aber
vielleicht auch eine bestimmte Qualität
unser Existenz zum Ausdruck bringt die
nur in diesem Modus zu erfahren ist also
es gibt ja wirklich verschiedene
Begriffe die im Zusammenhang mit dem
nichtsun oder dem faul sein oder vlänen
stehen und wenn wir die mal gemeinsam
uns anschauen dann fällt uns auf dass
die schon von vorne herein in
unterschiedliche Richtungen zeigen mir
ist der Begriff der Bequemlichkeit
aufgefallen also jemand der bequem ist
der vielleicht nicht der allerschnellste
ist der die Dinge erstmal sehr langsam
angeht der also nicht ständig am Rennen
ist sondern bedächtig bequem
zurückhaltend und vielleicht auch sehr
vorsichtig vorgeht vielleicht auch mal
etwas nicht tut und sagt das kann ich
auf den nächsten Tag verschieben dagegen
ganz anders die
Gleichgültigkeit da interessiere ich
mich gar nicht dafür was jetzt um mich
herum vorgeht welche Folgen das
vielleicht hat wenn ich nichts tue das
ist etwas wo ich ja ignoriere dass das
was ich jetzt an Beitrag leisten könnte
irgendwie wichtig sein könnte ich bin
mir vielleicht selbst in diesem Moment
auch viel wichtiger als alles was um
mich herum geschieht dann gibt es die
Begriffe des Müßiggangs auf den gehen
wir später noch mal ein ein weiterer
Begriff die Kontemplation also ich ziehe
mich zurück und denke nach ich kehre ein
und versuche indem ich eben gerade
Betriebsamkeit vermeide zu mir selbst zu
kommen vielleicht gehen wir darauf auch
nachher noch mal etwas näher ein jetzt
gleich möchte ich aber den Begriff der
Lässigkeit ansprechen und darauf
hinweisen dass man es vielleicht nicht
verwechseln darf wenn Menschen versuchen
besonders lässig heutzutage
daherzukommen und vielleicht bestimmte
Dinge eben einfach nicht tun die andere
von ihnen erwarten um damit sich einen
Habitus des lässigen des lässeefir zu
geben das ist natürlich etwas was er
schnell abrutschen kann und da wird man
vielleicht dann doch nicht mehr so ganz
lässig erscheinen sondern von anderen
doch sehr kritisch betrachtet das sind
ein paar Begriffe die mir eingefallen
sind mhm ja bei der Bequemlichkeit würde
mir noch noch einfallen das Ausweichen
von Ansprüchen und Erfordernissen das
Umgehen immer den einfachen Weg nehmen
und damit auch ja sich gewissermaßen der
müßigen Lebensform so hingeben dass man
nicht mehr wachsen kann an
Herausforderung indem man immer das
einfachste wählt da gibt's vieles was
attraktiv daran ist wir mögen es alle
bequem ne wir möchten bequem reisen wir
möchten ein bequemes Bett wir möchten
ein schönes Hotel und manchmal gibt es
eben auch einen wachsen an der
Unbequemlichkeit an dem aufdringlichen
des was das Leben uns abverlangt das
greift hier
ineinander ich habe eine schöne Stelle
bei hesiot gefunden der über die
faulänzer folgendes geschrieben hat das
findet sich in seinem Lehrgedicht Werke
und Tage dort schreibt
hiot Göttern verhasst und Menschen
zugleich ist wer da in Trägheit hinlebt
drohen an art ganz ähnlich den
stachelberaubten die selbstträge
verzehren die Arbeit fleißig Bienen du
sollst gerne jedoch maßvolle
Beschäftigung treiben dass ich stets
anfülle die Scheune mit zeitigem Vorrat
Arbeit einzig verhilft zu Herden den
Menschen und Wohlstand emsiges schaffen
sodann macht dich den Unsterblichen
lieber wie auch den Menschen zugleich
den müßige hassen sie alle arbeit
schändet dich nicht wohl aber die
Faulheit tja das klingt ja recht streng
vielleicht machen wir uns eines klar
dass dieses Verhälnis von Arbeit und
Müssiggang nicht sozial konstruiert ist
weil es einzelne gibt die den anderen
missgönnen dass sie eine schöne Zeit
verbringen sondern es ist
anthropologisch fundiert wir alle leben
von der Arbeit Arbeit ist eine
Notwendigkeit sie wendet die Not unserer
Bedürftigkeit und füllt damit die
Voraussetzung dafür dass wir alles
andere überhaupt tun können insofern ist
der negative Blick auf den
Arbeitsverweigerer oder den
vlänzer keiner der nur eine so ale
Konstruktion wäre eine beliebige
historische Konfiguration sondern es
hängt damit zusammen dass wir hier ein
Ausweichen vor einer anthropologischen
Herausforderung beobachten die dann zur
Lasten anderer geht oder einem Verrat an
der eigenen Lebensaufgabe darstellt
insofern kann ich ganz gut
nachvollziehen dass wir Anerkennung
darüber kriegen dass wir uns einsetzen
und unser Leben durch Arbeit Fristen das
würde also bedeuten wenn ich mich dafür
entscheide nichts zu tun und darauf baue
das andere mich durchfüttern dann ja was
bin ich dann du hast dich jetzt gegen
den Begriff des sozialschmarotzos
gewandt und hast auch eingangs schon
gesagt dass dieses Bild eben manchmal
gar nicht so treffend und so stimmig ist
aber letzten Endes ist es schon so dass
die Notwendigkeit sich die
Lebensgrundlagen selbst zu erarbeiten
die muss glaube ich von jedem schon
eingesehen werden und wir sind ja heute
eigentlich erst in einer Zeit in der man
über die Sozialsysteme offenbar ganz gut
durchkommen kann und man schafft es doch
rechnerisch sich herbei zu argumentieren
dass es vielleicht sogar günstiger für
ein selber ist wenn man gar nichts macht
sondern einfach nur die Hand aufhält und
das annimmt was der Staat einem ohnehin
anbietet was ja vielleicht in Zukunft
noch weiter ausgebaut wird wenn wir in
Richtung Grundeinkommen gehen aber ganz
unabhängig davon in früheren
geschichtlichen Phasen der Menschheit
war es ja doch so dass eigentlich die
Menschen davon ausgegangen sind dass sie
sich das sie zum Leben brauchen zum
Überleben brauchen wie eine
Notwendigkeit eben selbst beschaffen
müssen es anbauen müssen es dann ernten
müssen um es dann verzehren zu können um
jetzt Malin Bild zu bleiben ja ich halte
es schon für eine Errungenschaft dass
wir Menschen möglichen bestimmten
Menschengruppen ohne Arbeit leben zu
dürfen das gilt einerseits für die
Kinder damit sie sich vorbereiten können
auf diesen Beitrag zur Gemeinschaft und
zur frissung ihres eigenen Lebens und es
gilt für die alten die ihr Leben der
Arbeit gewidmet haben und damit eine
Form der Entlastung bekommen die ihnen
einen Lebensabend in Würde ermöglicht
eben ohne in der Not der existenziellen
Lebenssicherung zu stehen das halte ich
für eine großartige Sache ich möchte
noch ein anderen Aspekt nennen wesalb
ich die Arbeit für wichtig halte nicht
nur weil sie uns satt macht sondern in
der Arbeit entsteht eine Verflechtung
mit den anderen wer arbeitet hat auch
die Gelegenheit sich selbst zu
verwirklichen und seinen Faden
einzuspinnen in das Gewebe der sozialen
er kommt mit anderen in Kontakt er kann
unter Beweis stellen dass er einen Wert
hat er kann sich selbst bewähren an den
Tätigkeiten die er da ausführt der faule
der liefert nicht nur keinen Beitrag
sondern dem entgeht auch die Gelegenheit
dieser Bewährung und damit ist ja eine
seltsame Konstellation also ich sag
jetzt mal ein Wort das missverstanden
werden könnte das ist das Wort des
Parasiten der Parasit ist einer der an
der Oberfläche nur aufsitzt und von dem
lebt was andere zustande bringen ich
meine es aber jetzt nicht im Sinne des
biologistischen sondern auch ich tauche
nicht ein in die Tiefe des Lebens meiner
Existenz wenn ich nur auf der Oberfläche
der vlit unterwegs bin und nicht in die
Tiefe der Arbeit komme um mit Menschen
etwas zu tun allerdings gibt es auch
Formen der Arbeit das dürfen wir auch
nicht vernachlässigen die so zermürbend
so monoton so zerstörerisch sind dass
auch da diese Ansprüche die ich gerade
genannt habe nicht erfüllt sind es gibt
viele Menschen die arbeiten sich kaputt
und können von ihrer Arbeit nicht leben
und haben auch nicht die Erfahrung auf
dem Wege der Arbeit eine
Selbstbestätigung oder eine Anerkennung
in der Gemeinschaft zu kriegen auch
darüber müsste man natürlich nachdenken
wenn man jetzt Arbeit und fahleit
miteinander in Beziehung
setzt jetzt gibt's ja wunderbare Zitate
zu genau diesen begriffsdualismus
Arbeiten nichts tun wir beide haben uns
immer schon ein bisschen an den
Formulierungen bei Imanuel Kant gerieben
und gleichzeitig habe es mir jetzt noch
mal angeschaut was er zu diesem Thema
geschrieben hat gleichzeitig finde ich
nach wie vor dass es trotzdem eine
gewisse Plausibilität hat kannt geht
offenbar wenn ich ihn richtig verstehe
davon aus dass aus seiner Sicht genau
dieses eintauchen in das Leben dieses
sich tatsächlich mit allem beschäftigen
was das Leben bietet und das eben
möglichst umfassend zu tun das Leben als
solches eigentlich zu verstehen die
vorgäe zu verstehen dass das absolut
notwendig ist und das glaube ich aus
genau diesem Grund aus seiner Sicht dass
nichts Z und das faul sein aus seiner
Sicht keine gute Beschäftigung ist sagt
an einer Stelle dass ganze findet sich
in der Schrift die über die Aufklärung
verfasst hat dort heißt es der Hang zur
Ruhe ohne vorhergehende Arbeit in jenem
zustande ist Faulheit und im Kontext
wird deutlich dass das etwas ist was ihm
nicht sonderlich gut gefällt er spricht
dann explizit den jungen Menschen an und
sagt es junger Mensch ich wiederhole es
Gewinne die Arbeit lieb versage dir
Vergnügen nicht um ihnen zu
entsagen sondern so viel als möglich
immer nur im Prospekt zu behalten etwas
weiter vorne passend dazu dann auch die
Erklärung dafür er glaubt dass eine in
sich wahrgenommene Lehre an Empfindungen
entstehen könne wenn ein Mensch nichts
tut und diesen ständigen Druck oder
Antrieb zu jedem Zeitpunkt eine
Besserung herbeiführen zu wollen also in
einen besseren Zustand kommen zu wollen
er sagt wörtlich um immer zuum besseren
v forort zu schreiten wenn das also
nicht stattfindet dann entsteht diese
innere Lehre im Leben absolut zufrieden
zu sein wäre tatlose Ruhe und Stillstand
der Triebfedern oder Abstumpfung der
Empfindungen ich glaube tatsächlich beim
noch mal lesen das hat was für sich das
ist natürlich aber ein gewisses Bild
dass er voraussetzt nämlich dass der
tatenlose nichts erreichen kann und eben
nicht zum besseren fortschreitet ich
glaube im Hintergrund stegt do eine
Anthropologie die Menschen vor allem
durch eines bestimmt nämlich eine innere
strebekraft ein tätigkeitswille der sich
auf die Welt bezieht und nicht nur an
der Welt arbeitet sondern auch eine
Arbeit an sich selber vollbringt das
heißt in der Arbeit lernen wir mit der
Welt in Kontakt zu kommen aber wir
verfeinern unsere Fertigkeiten und
Fähigkeiten wir entwickeln Disziplinen
Strebsamkeit
zielgerichtheit wir bilden unsere Kräfte
aus also wenn man sagt umbold bestimmt
den Menschen als ein bildungsfähiges und
bildungsbedürftiges Wesen das gerade in
der Wechselwirkung mit der Welt zu einem
Wesen heranreift das einzigartige Kräfte
zum Vorschein bringt gehört die Arbeit
sicherlich auch
dazu wenn es jetzt also so ist dass die
Arbeit zwangsläufig zum Leben dazu
gehört dann gehört aber doch das
gelegentliche nichts tun auch
zwangsläufig zum Leben dazu und es gibt
ja einige Autoren die angefangen bei
Aristoteles darauf hingewiesen haben
dass das ständige Streben und tun und
machen kein Zustand ist der den Menschen
zu zu einer klaren Sicht auf die Dinge
bringt sonder dass es ab und zu eben
diese Momente der Einkehr und der Ruhe
braucht eine Art Selbstbetrachtung die
eben nicht stattfinden kann wenn ich nur
geschäftig bin ja das ist glaube ich die
zweite Seite des Menschen der BIOS
theoretikos also die Lebensform die sich
den Sachen zuwendet nicht um sie zu
traktieren oder dem inneren Streben nach
Veränderung der Wirklichkeit
nachzukommen sondern eine Art staunende
Begegnung mit der Welt die zur
Erkenntnis
der Sachen selbst führen sei die
Mathematik sei die Philosophie sei die
Wissenschaften all das bedarf der Muße
und wenn ich Aristoteles da richtig
verstanden habe ist das alles legitim
und erforderlich allerdings muss das
Notwendige und das angenehme zunächst
auf dem Wege der Arbeit geleistet sein
damit wir uns diese Form der
weltbegegnung auch leisten können was
bedeutet es dann konkret er spricht ja
auch von dem Leben das auf den reinen
Gelderwerb ausgerichtet ist und ein
zweiter Aspekt den er anspricht ein
Leben das nur auf den Genuss
ausgerichtet ist diese absoluten
Ausrichtungen sind glaube ich aus seiner
Sicht alle nicht zielführen sondern
richtig wäre es eine passende Mischung
herbeizuführen oder sehe ich das Falsch
oder kann ich mich nicht hinreichende
ausbestotes ich würde jetzt erstmal
spontan beantworten dass es eine
Unterscheidung gibt zwischen dem was
Hanna Arend die Vita aktiv und die Vita
contemplativa nennt und das eine hängt
mit dem anderen tatsächlich zusammen und
es wäre glaube ich fatal wenn ich mich
mit den Fragen nach dem Kosmos oder der
Physik beschäftige während meine Kinder
und ich verhungere und es wäre genauso
fatal nur um das broterwerbswillen zu
arbeiten und die Fragen nach der Welt
und ihrem Sinn nicht zu stellen insofern
glaube ich hängt das miteinander
zusammen was wir natürlich voraussetzen
müssen ist dass in der griechischen
Antike sowas wie Sklaverei gab diese
Menschen wurden als besehte Werkzeuge
das heißt also als nicht im vollen Sinne
menschlich betrachtet und waren im
Wesentlichen Sinne dafür verantwortlich
ja diese äußeren Aufgaben mit
zuübernehmen ich möchte auch nicht nur
das ganze als boshaft beschreiben ich
glaube da gab es auch sicherlich
Konstellationen wo die zum Hausstand
dazug gehörten und auch ein gutes Leben
fristen konnten also wir kennen
sicherlich beschäftigungsverhältniss
unter freien die unwürdiger sind als im
antiken die Sklaverei aber gleich wohl
war es eine Klassifikation von Menschen
denen dieser BIOS theoretikos nicht
unbedingt zugestanden wurde sondern die
tatsächlich die Voraussetzung dafür
geschaffen haben indem man das
outgesourc hat an die Sklaven mhm du
hast gerade Hanna Arend angesprochen und
ich habe bei ihr die Stelle noch mal
nachgeschaut die du eben erwähnt hast
sie zitiert dort einen Ausspruch Katos
im lateinischen Original und übersetzt
ihn in etwa so niemals ist man tätiger
als wenn man dem äußeren Anschein nach
nichts tut niemals ist man weniger
allein als wenn man in der Einsamkeit
mit sich allein ist und das setzt sie im
Zusammenhang mit dem von ihr geprägten
Begriff der
vitaaktiva und weist noch mal
ausdrücklich drauf hin dass eben auch
das dem äußeren Anschein nach nichts tun
gleichzeitig aber das Denken ein
wesentlicher Teil des Tätigseins ist und
nicht falsch eingeschätzt werden darf
wobei wir vorsichtig sein müssen das
Denken selber als Arbeiten zu bestimmen
ich meine nach Regel gibt es die Arbeit
des Begriffs da gibt's eine Analogie
gleich wohl würde ich tatsächlich
phänomenal daran festhalten dass es was
anderes ist in der Welt etwas zustande
zu bringen oder eben diese zu erkennen
gleich wohl ist denken eine Form der
Aktivität aber nicht im Sinne des
Arbeitens des Handelns oder des
Herstellens wie das beschreibt mhm lass
uns doch genau diesen Punkt noch mal
aufgreifen Gerhard Schröder hat 2001
gesagt wer arbeiten kann aber nicht will
der kann nicht mit Solidarität rechnen
es gibt kein Recht auf Faulheit in
unserer Gesellschaft und und es wird ja
sicherlich Menschen damals gegeben haben
und gibt's ganz sicher heute die stolz
von sich geben dass sie eben nicht
nichts tun sondern ganz kreativ über
ihre nächsten Pläne nachdenken das ist
also keine Arbeit ja ich sehe es den
schröderatz ein bisschen anders das war
im Rahmen der agendareform die ja
durchaus ambivalent sind und ich denke
das verschleiert ein bisschen die wahren
sozialen Zusammenhänge denn es gab ganz
viele arbeitswillige Menschen die in den
Rahmen der sozialen Konstellation diiert
werden musste um bestimmte
sozialpolitische Entscheidungen durch
zusetzen also ich bin ein bisschen
vorsichtig wenn es darum geht Politiker
Zitate in den philosophischen Kontext zu
stellen weil immer die Interessenlage
und die Propaganda mit eine Rolle
spielen noch eine Frage von mir auch
wieder ein bisschen provokant was ist
mit denen die einfach sagen ich bin
schlau und ich mache nur das was
wirklich notwendig ist und das was ich
irgendwie weglassen kann lasse ich weg
da tue ich dann lieber nichts und liege
faul auf dem Bett heutzutage sagen
Jugendliche gerne von sich ich chille
gerade das heißt also man liegt auf dem
Bett und macht nichts Start aufs Handy
oder auf die Wand ja das sind jetzt zwei
verschiedene Aspekte dieses chillen ist
ein ganz komisches Wort einer unserer
treuen Hörer hat ja mal vorgeschlagen
dass wir eine ganze Sendung dazu machen
das hat ja eigentlich etwas mit
auskühlen und abkühlen und erstarren zu
tun ein seltsames Wort was man auch
sagen könnte ist dass es eine Form von
übertriebenem Aktivismus und
übertätigkeit gibt die in den Tretmühlen
des Glücks gefangen ist wie das der
Matthias bzfanger nennt das heißt ich
bin die ganze Zeit aktiv ich verdiene
Geld um mir irgendwas zu ermöglichen was
ich aber im Grunde gar nicht brauche und
dann gibt es Menschen die sich aufs
Wesentliche konzentrieren und sagen ich
schaffe mir das Wesentliche an aber
ansonsten ist das kostbarste worüber ich
verfüge die Zeit die ich habe und die
Zeit kann ich selbst bestimmt nutzen
auch außerhalb der Arbeit indem ich mich
der Kontemplation oder der mße hingebe
das ist für mich ein Ausdruck von
Lebenskunst genau damit wollen wir uns
gleich beschäftigen lass uns an dieser
Stelle kurz innehalten und ein kleines
Musikstück hören zur Einstimmung auf den
zweiten Teil unserer heutigen Sendung
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
sie hören philosophieren im kontrafunk
heute mit Matthias burcher und mit mir
Alexander Christ wir sprechen über das
süße nichtsun über das
faulänzen ja Matthias wir haben uns im
ersten Teil mit der Ambivalenz Arbeiten
versus nichts tun beschäftigt haben auch
wirklich viel über die Arbeit gesprochen
jetzt lass uns mal ganz faul sein lass
uns mal müsig gehen ich liebe dieses
altertümliche Wort was ist denn
eigentlich der mysiggang ich versuch es
mal von der mße her zu erläutern das ist
ein altes griechisches Konzept das
sprachlich Z nächst mal in dem Wort
Cholet gefasst wird das deutsche Wort
Schule stammt daher das wirkt
wahrscheinlich jetzt erstmal
überraschend dass es daher stammt es ist
ein eine Konstellation wo wir befreit
von äußerem Handlungsdruck und den
Notwendigkeit des Tätigseins
entlastet sind uns den Dingen zuzuwenden
und uns selbst zuzuwenden und das ist
eine besondere Erfahrung der Zeit die da
sichtbar wird ich würde folgendes
vorschlagen ich weiß nicht ob du das
nachvollziehen kannst es gibt eine Form
des Umgangs mit der Zeit nacherledigung
des notwendigen das wäre für mich die
Muße und wenn ich stadterledigung des
notwendigen nichts tue das wäre für mich
die Faulheit musse
auf der Erledigung der Arbeit und
ermöglicht uns eine ganz besondere
Zeiterfahrung die Zeit nämlich kann
einerseits verknüpft sein durch die
Zwecksetzungen der Arbeitswelt das
bedeutet nämlich dass wir zeitökonomisch
sein müssen wir müssen mit der Zeit
Haushalten Zeit ist knapp zeit ist Geld
und alles was wir in der Gegenwart tun
muss so sinnvoll eingesetzt werden dass
es sich in der Zukunft austrägt das
bedeutet allerdings immer dass all das
was wir gegenwärtig erleben unter einem
gewissen Druck der Zukunft steht und
überwunden wird schon durch einen
Vorblick auf das was ich dort erfüllen
muss das heißt die Gegenwart ist ein
Mittel zum Zwecke der Zukunft und
insofern sind wir immer über das hinaus
was wir gerade tun sind nie ganz bei uns
selbst und bei der Sache sondern wir
zielen auf etwas was in der Zukunft ist
das heißt wir gehen arbeiten um am Ende
des Monats Geld auf unserem Konto zu
haben wir sehen um nach der
Wachstumsperiode zu ernten und diese
umzuverknüpfung die ist notwend und
hilfreich und ist eine ganz große Gabe
dass Menschen in der Lage sind dies
alles zu erfüllen das Problem dabei ist
aber dass wir in einer Dynamik stecken
die uns oft auch das Gefühl von
Sinnlosigkeit Überforderung
Beschleunigung und so weiter geben und
auch V allem das Gefühl dass wir niemals
ankommen wenn wir jetzt in einer
Untätigkeit sind kann sich das in
zweilei Weise zeigen meine liebe
Kollegin Rita Molsberger sagt es gibt
eine kleine hässliche Schwester der mße
das ist die Langeweile die Langeweile
zeigt uns die Zeit als eine unerfüllte
Zeit die Zukunft will nicht kommen es
will sich nichts einstellen das heißt
das faulenzen wenn es in die Langeweile
mündet ist etwas sehr sehr belastendes
unbefriedigendes insbesondere weil wir
immer noch den tätigkeitsdrang diese
strebevorstellung und diese Verknüpfung
von Gegenwart und Zukunft in uns tragen
das ist dann die Freizeit die gefüllt
werden muss mit Aktivitäten das ist das
horrorvakui das wir von Bless Pascal
kennen das dann gefüllt werden muss mit
Zerstreuungen das alles ist nicht Muße
sondern das ist Langeweile bzw die
Flucht vor ihr durch
Zerstreuung wenn man jetzt sagt dass die
Langeweile sowas wie eine Wüste ist in
der nichts wächst sondern die ich
möglich schnell verlassen und überwinden
möchte dann begegnet mir die Muße als
eine Oase als etwas wo ich ankomme wo
ich ganz bei mir selbst bei dem anderen
bin bei der Welt wo die Zeit mir wie ein
fruchtbarer Schoß zeigt was sie alles
austragen kann ohne dass ich davon
gebrauch mache das ist das Schöne an der
Muße dass mir zwar die Zeit ganz viel
schenkt aber ich nicht zugreife und es
wieder in die Zwecksetzungen des Lebens
überführe sondern in ein Moment des
innerhaltens und ganz bei mir selbst und
bei der Sache Seins erlebe es gibt eine
Muße des faulensen es gibt eine kreative
mße in der ich schöpferisch werde eine
Muße aus der heraus ich staunend auf
Gedanken komme eine Muße in der ich die
Selbsterkenntnis pflegen darf dort gibt
es viele viele Aspekte und das scheint
mir das Wesentliche zu sein wenn wir dem
faulänen etwas Positives abgewinnen
wollen dann würde ich sagen ja die Zeit
zeigt oder sie zeugt sich vielleicht
sogar als Oase die mße schenkt mir
Gegenwart und eine Tiefe zeiterfüllung
die auf dem Wege der Arbeit nicht zu
erreichen ist aber die auf dem
Hintergrund einer erledigten Arbeit nur
möglich ist also das scheint mir alles
sehr plausibel und gut nachvollziehbar
und mir fällt wieder einmal auf wie
ungemein aufhellend und präzise die
deutsche Sprache doch in ihren begriffen
ist wir sprechen ja vom Faulsein und von
der Faulheit das deutet ja schon an dass
hier eine Eigenschaft eines Menschen
angedeutet angesprochen werden soll und
dagegen sprechen wir vom müßig Gang und
da steckt ja der Gang drin also ich
glaube das ist auch kein Zufall dass
hier eine Bewegung hin zu einem Zustand
in dem ich Muße erfahre oder etwas
müßiger an die Dinge herangehe das
scheint mir alles kein Zufall zu sein
den die Sprache hier macht sondern ganz
bewusst anzuzeigen dass der Weg hin zu
Muse ein bewusster ist und dass in
dieser Bewegung dorthin eben doch eine
gewisse Tätigkeit liegt wenn auch in
einer anderen Gangart viel langsamer
viel mehr auf sich selbst bezogen und
viel weniger vorgeplant und
zweckgerichtet wie es die we it
vielleicht wäre ja wir haben ja ein
Zitat gefunden dass wir nicht ganz
verifizieren konnten nämlich die
Formulierung dass in der mße uns die
Schwester der Freiheit begegnet ich
nehme das jetzt mal unabhängig von der
Urheberschaft von der Sache her und
möchte da etwas zeigen also in der Muse
sind wir der Notwendigkeit der
Zwangsläufigkeit der Härte der
Gravitation des Lebens für ein Stück
entrückt und sind tatsächlich in einem
Moment der Freiheit durch den wir zu uns
selbst kommen und dieser müsiggänger ist
halt einer der seine Wege nicht den
Zwecken der Notwendigkeit widmet sondern
der tatsächlich in Freiheit unterwegs
ist und damit ein ganz neues Raum Zeit
und selbsterlebnis gewinnen darf es
unterscheidet gewissermaßen die Autobahn
die eine lästige Strecke ist die nur
überwunden werden muss im Unterschied
etwa zum Waldweg der mir Blicke schenkt
der mir Raumerfahrung gibt der mir aber
auch zeigt der Weg selber ist das Ziel
ich hasse diesen Satz eigentlich aber
ein bisschen was ist ja leider dran das
würde also bedeuten dass in dieser Zeit
der me ich weiß ich habe das notwendige
bereits erledigt jetzt habe ich einen
Freiraum da erfährt der Mensch ja doch
eine ganz große Freiheit und kann sich
mit Dingen beschäftigen die er eben
vielleicht während der Arbeit nicht in
den Fokus stellen kann er kann sich
anderen Dingen widmen er kann sich aber
auch auf andere Art den Dingen widmen
den er sich sonst zu wid mitet reflexiv
schöpferisch vielleicht auch
kommunikativ da gibt's ganz viele neue
Möglichkeiten eben die Entlastung des
handlungsdrucks früher hat man das mit
dem Begriff des Spiels in Verbindung
gebracht das heißt es ist ein Verlassen
der Notwendigkeit der Arbeit und man
geht spielerischer mit den Dingen um und
erfährt dabei sich und die Welt auf ganz
neue Art mhm vielleicht passt da an der
Stelle ganz gut was ich bei Nietzsche
gefunden habe der über MSE und Müßiggang
auch sehr schön geschrieben hat er hat
dort erstmal die atemlose Hass der
Arbeit angesprochen und kritisiert dass
man mit dieser Arbeit im Rücken wie
einer lebt der fortwährend etwas
versäumen könnte es gäbe auch Menschen
die lieber irgendetwas tun als gar
nichts und dagegen stellte das Bild
dessen der sich Zeit für Zeremonien
nimmt Zeit für Umwege nimmt Zeit für den
espri eine Unterhaltung nimmt und eben
nicht diesem Leben als Jagd nach Gewinn
zu entsprechen versucht sondern
tatsächlich sich einen Raum aufspart ind
dem der erschöpfte Geist noch ja
nachdenken kann auch bei ihm wieder der
Hinweis dass dieser Raum in dem man die
Muße genießen kann und müßig sein kann
ein Müßiggänger sein kann dass es vor
allem ein Raum ist in dem man nachdenken
kann faulheit ist Verfall mue ist
Ankunft Ankunft bei mir selbst Ankunft
in der Welt Ankunft bei den anderen sage
ich jetzt mal so ein bisschen raunend
wollen wir uns mit einigen Figuren
beschäftigen die uns im Zusammenhang mit
dem Begriff des faulseins der Faulheit
begegnet sind lieber Matthias unbedingt
ich habe ja immer Freude an diesen
kulturfiguren insbesondere wenn sie
ausgestorben sind oder als Schimpfwort
verwendet werden während man ihnen ja
noch was Positives abgewinnen kann du
hast eine schöne Liste zusammengestellt
welcher Typus gefällt dir den am besten
also mir gefällt der Flaneur am besten
da gibt es schöne Stellen bei Walter
Benjamin er beschreibt dort einen
Schriftsteller der den Markt betritt und
sich dort umsieht wie in einem Panorama
das ist also im Prinzip eine Figur die
ganz gemächlich auf einen solchen
Marktplatz tritt eigentlich dort nichts
zu besorgen hat also man geht nicht auf
den Marktplatz um dort einzukaufen
sondern um andere zu beobachten um zu
beobachten wie die Welt im Kleinen
aussieht der Flaneur spaziert also durch
diese Welt ohne Ziel er hält sich dort
auf wie auf einem Tummelplatz der nur
dazu aufgebaut wurde um ihm ein Bild von
der Welt zu verschaffen und dann kann
man natürlich sich auch sein Gedanken
hingeben man kann sich dann in einen
Kaffee setzen und kann dann dort die
Welt weiter beobachten auch das sind
alles eigentlich von außen betrachtet
Handlungen des nichtsuns weil man geht
damit keine Arbeit nach und vielleicht
hat der Schriftsteller den er hier als
Beispiel heransieht auch noch gar nicht
mal vor einen Text am Ende darüber zu
schreiben sondern es geht einfach nur
darum sich die Zeit zu vertreiben und
dabei ein klein bisschen die Welt besser
zu verstehen das ist der Flaneur den
finde ich eigentlich sehr schön gibt's
den heute noch im kleinen vielleicht ich
beispielsweise nehme mir gerne die Zeit
durch Städte oder Dörfer zu flanieren
auch mal durch den Wald zu flanieren und
genau diesem Bild zu folgen ohne Ziel
dabei weiß ich vielleicht also eben noch
gar nicht wo ich am Ende me meines Weges
ankommen möchte also ich versuche das zu
machen ich weiß nicht ob das andere
Menschen noch tun aber ich versuche das
was hat es mit dem Tagedieb auf sich ich
muss gestehen dass ich das Wort kenne
aber mir nichts anderes vorstellen kann
als jemanden der halt die Optionen den
Ertrag der in den Stunden zur Verfügung
steht ausschlägt und sich gewissermaßen
oder die anderen bestielt indem man den
Tag vergeudet oder
verprasst in Luxus verwandelt ist es das
was der Tagedieb macht ja ich glaube das
ist es also ich habe den auf die Liste
gesetzt aber ich habe auch nur dieses
Bild davon vielleicht können uns Hörer
weiterhelfen aber es ist ein Begriff der
auch glaube ich so ein bisschen
ausgestorben ist man spricht ja heute
nicht mehr wirklich von dem Tagedieb
oder nee also das ist ja der Vorteil
dieser Begriffe dass sie schon allein
aufgrund ihrer zeitentrücktheit etwas
unglaublich sympathisches haben weil sie
nämlich den modernen kulturfiguren des
sozialen Verfalls immer noch eine
gewisse Form von Romantik und Kultur
entgegensetzen das gleiche gilt ja für
den Taugenichts ne genau den kennen wir
auch nur aus dem gleichnamigen Text von
Eichendorf aus dem Leben eines
Taugenichts aber das ist eben auch
jemand der keine wirkliche Befähigung zu
einer bestimmten Tätigkeit zu einer
lebensbestimmung hat der nichts zustande
bringt dem alles misslinkt aber das ist
ja jetzt per se eigentlich noch niemand
der untätig ist sonder ich habe das
Gefühl der tauge nichts versucht es
schon aber er scheitert eben ständig
oder mhm dann gibt's den Gammler das
wiederum ein Wort des Verfalls
vergammeln das ist was mit Lebensmitteln
passiert auch ein Wort das nicht mehr so
häufig verwendet wird und den
Langeweiler wobei der gar nicht
zwangsläufig Ausdruck von Langeweile
sein muss sondern der kann sehr aktiv
und gleichzeitig schrecklich langweilig
sein ja das denke ich auch ein
besonderer Langeweiler in der Literatur
ist Oblomow kennst du den das musst du
mir erklären ich ich bin leider in der
Literatur nicht so bewandert wie es den
Anschein haben könnte ja das entspringt
einem Text von Ivan goncharow dort
beschreibt er den Ilia ilit Oblomow und
das ist eine Figur die jetzt über diesen
Text hinaus schon so ein bisschen als
Rollenbild für denjenigen steht der
etwas tun müsste der eigentlich auch
erkennt dass er handeln müsste aber sich
dann ganz bewusst dafür entscheidet
nichts zu tun Oblomow liegt eigentlich
durchgängig nur auf seinem Sofa und der
Text beginnt auch direkt genauso auf der
gorochovia Straße in einem der großen
Häuser dessen Bevölkerung für eine ganze
Kreisstadt ausgereicht hätte lag des
Morgens Ilja Iljitsch Oblomow in seiner
Wohnung auf dem Sofa das war ein etwa
32jähriger Mann von mittlerem wuchs und
angenehmem äußeren und so weiter und so
fort und die weitere Beschreibung über
viele viele Seiten dreht sich dann
eigentlich immer nur darum dass Oblomow
versucht aufzustehen sten von seinem
Sofa sich aber dann immer jeweils dafür
entscheidet das nicht zu tun er bleibt
also liegen er erkennt dass seine
Geschäftspartner ihn übers Ohr hauen und
er müsste eigentlich einschreiten
entscheidet sich liegen zu bleiben man
lernt aus der Beschreibung dieses
Zimmers dass die ausgesuchten
Möbelstücke tatsächlich gar nicht so
ausgesucht und so hübsch sind sondern
dass da schon der Stoff aufreißt und die
Dinge kaputt gehen er müsste also
aufstehen und müsste sie wieder instand
setzen oder müsste den Staub abwischen
oder zumindest seinem Diener sagen dass
er den Staub abwischen soll also der
oplomof ist kein armer Mensch sondern er
hat offensichtlich Reich geerbt und kann
sich dieses Leben leisten er schwälgt
also quasi oder überlebt von den Resten
seines Reichtums verlebt das alles steht
nicht auf bleibt einfach liegen und tut
nichts und das ist eine ganz
deprimierende Figur tatsächlich also als
ich diesen Text von goncharov gelesen
habe viele Jahre ist es her und jetzt
habe ich noch mal durchgeblättert da
mich immer sofort eine tiefe Depression
an weil ich es einfach ganz fürchterlich
finde dass jemand sich so ganz bewusst
entscheidet liegen zu bleiben und passiv
zu bleiben und die Welt einfach so an
sich vorbeiziehen lässt ja scheinbar bis
zum Tode al ich fand das ganz
deprimierend und ich habe nichts
Kreatives darin erkannt tatsächlich ja
man stellt sich ja wirklich die Frage
hann aren stellt solche Überlegung auch
an ist das überhaupt ein Leben oder ist
das nicht eine Art Tod unter auf
rechhaltung von Körperfunktionen also
ich bin mir da nicht so sicher ob das
ein Vorbild ist oder ob das vielleicht
auch ein Sinnbild einer niilistischen
Existenz ist die den Sinn des sich
Einschaltens in des Lebens nicht mehr
sieht und insofern natürlich depressiven
Menschen sehr nah ist mhm eine letzte
Figur die ich noch einführen möchte ist
das jetzt ein englischer Begriff den
muss ich leider so zitieren ich habe
keine deutsche Entsprechung dafür the
dude den kennen wir aus dem Film The Big
Lebowski mit dem Schauspieler Jeff
Bridges in der gleichnamigen Hauptrolle
the dude und diese Figur die zeichnet
sich durch eine gewisse schlaue
Zurückhaltung und eine schlaue Faulheit
aus also Lebowski ist sehr faul und tut
wenig er geht zum Bowlen er hält sich
sehr zurück was Arbeit anbelangt um es
mal vorsichtig auszudrücken lebt auch
ein sehr ja einfaches Leben mit klaren
aber wenigen Zerstreuungen
aber und jetzt kommt er ist zum
richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und
ist dann aktiv und unterbricht sein
nichts tun indem er dann ganz schlau
handelt und sich so einfach durchs Leben
schlägt das ist aus meiner Sicht ein
Mensch der eben nicht übertrieben
arbeitsam ist sondern eher auf die Seite
der nichtsour zu rechnen ist aber eben
weiß wann der Augenblick gekommen ist um
dann doch aktiv und tätig zu zu werden
was mir jetzt gerade auffällt ist dass
diese Figuren die dem klassischen
Arbeitsdrang und den verdienten
müsiggang nicht entsprechen eigentlich
in der westlichen Kultur alle etwas
marelhaftes haben also der eine zeichnet
sich aus durch das Ausbleiben von
Aktivitäten schlecht hin der andere ist
schlau aber vielleicht auch ein bisschen
verschlagen oder zumindest würde man ihm
nicht unbedingt gönnen was da passiert
mir fällt auf dass es im asiatischen
Raum eine andere Konzeption gibt nämlich
das Handeln durch nicht tun das Ausdruck
von Weisheit ist das finde ich
bemerkenswert dass wir dem Aktionismus
nicht die faulit nur entgegensetzen
können sondern auch das bewusste
entraten od das bewusste Aussetzen von
Handlungen ich gebe mal ein Beispiel wo
das bei uns im medizinischen Raum
virulent geworden ist es gibt diesen
schönen Begriff der gekonnten
nichttintervention der ist von Barbara
Duden einer
medizinhistorikerin die in Hinblick auf
die Geburtshilfe gezeigt hat dass das
ewige aktiv sein eher hinderlich sein
kann und dass es zur Weisheit des
hebamberufs auch gehört dass man
bestimmte Momente einfach abwartet und
gedeihen lässt weil sich die Dinge aus
eigener Kraft besser entwickeln als wenn
man sie mit Gewalt in eine bestimmte
Richtung bringen würde ich glaub diesen
Aspekt kann man auch noch mal
heranziehen nämlich das Weise auslassen
das Weise nicht tun nicht um seinen
Vorteil aus allem zu ziehen sondern
einfach in einschessung der Situation
auch mal sich zurücknehmen und den
Dingen ihren Lauf lassen ja das finde
ich ganz großer tig und das kann man
glaube ich auch auf das eigene Leben
übertragen gekonnt nichts tun ist
tatsächlich etwas was ich auch versuche
weiß nicht ob es dir auch so geht dass
du Momente hast wo du weißt jetzt könnte
man intervenieren aber man tut es dann
vielleicht lieber nicht und daraus
entwickelt sich oft ein viel besserer
Zustand wenn wir uns jetzt mal ganz kurz
mit dem Idealzustand des nichtsuns
beschäftigen ist das dann in etwa eine
Szenerie wie wir sie vielleicht aus dem
Bild von Peter brügel kennen das
Schlaraffenland da liegen zur Erinnerung
die Hörer mögen sich das Bild vielleicht
mal ansehen da liegen also Menschen auf
der Erde und warten gleichsam darauf bis
ihnen das Essen in den Mund fällt die
sehen auch ziemlich gut genährt aus gar
nicht verhungert sondern sie liegen in
einer angenehmen Szenerie und um sie
herum ja Essen Nahrungsmittel da können
Sie sich frei bedienen dazu passt
vielleicht auch ein Bild aus dem de
kamamerone von bocaco da gibt es ja das
Land bengodi wo auch Wein Wurst und Käse
im Überfluss auf den ankommenden warten
da muss man also nichts tun sondern
befindet sich auf einer Insel der
Seligen kann sich also in ein Traumreich
flüchten wo gebratene Vögel dem Faulpelz
direkt in den Mund fliegen ist es das
der Idealzustand des Nichtstuns also ich
sehe die brugeld Darstellung tatsächlich
eher mit einem moralischen Hintergrund
als eine Bloßstellung dieses
schlafenlandes weil diese Menschen doch
auch in ihrer Hässlichkeit Untätigkeit
eher was Anstößiges haben denn als was
paradiesisch erfüllendes allein von der
Farbgebung her da bin ich
kunsthistorisch leider viel zu wenig
gebildet aber ich würde sagen das zielt
in eine ganz andere Richtung als eine
Idealisierung des nichtsun sondern es
zeigt einfach den Verfall der
untätigkeiten die durch äußere
Verhältnisse zwar entlastet sind aber
dabei doch eigentlich nur Feist werden
träge und das Verschenken was ihnen an
Lebensmöglichkeiten geschenkt wurde weil
sie es einfach liegen lassen indem sie
keinen Gebrauch davon machen indem sie
sich an der Welt abarbeiten und daran
aus sich selbst heraus auch noch mal
etwas anderes hervorbringen ja du
möchtest da also nicht liegen nein ich
deinen Worten wo möchtest du denn liegen
wir beide haben ja schon festgestellt
eigentlich ganz zu Anfang der Sendung
als du gesagt hast wir haben uns den
Urlaub jetzt wirklich verdient also wir
waren fleißig wir haben das Notwendige
getan haben uns mit dem
lebensnotwendigen in den letzten Monaten
versorgt jetzt kommt die Zeit der Pause
Liebe Matthias wo möchtest du liegen und
nichts tun offengestanden fällt mir das
nichts tun und liegen unendlich schwer
das mag an meiner protestantischen
Sozialisation liegen nämlich der Gedanke
dass ich mir das Himmelreich durch gute
Taten verdienen muss und dieser Gedanke
der Erlösung des Menschen wurde halt
übertragen in eineer Form von ja
arbeitssamkeit auch in ökonomischen
Verhältnissen dass man das Gefühl hat
man muss permanent leisten erfüllen der
Wert der Existenz muss verdient sein ich
selbst bin nichts wert wenn ich es mir
nicht arbeite und wenn ich innerhalte
und still stehe verfällt auch mein Wert
das ist etwas sehr belastendes also ich
kann mich sehr sehr schlecht entspannen
ich kann relativ schlecht irgendwo
liegen und untätig sein weil ich immer
das Gefühl habe ich muss etwas tun ich
erlebe das tatsächlich auch als Mangel
an mir und was ich dann tatsächlich
mache ist wenn ich die Gelegenheit habe
mal in die Ferien zu fahren dass ich
dann versuche Bücher zu lesen
Fotografien anzufertigen oder auf neue
Gedanken zu kommen und irgendwann stellt
sich dann etwas ein und das ist ein ganz
groß gr Geschenk dieser Ankunft in der
Oase dass ich dann plötzlich irgendwo
ganz angekommen bin und dann bei mir
selbst bin und in dem Land oder in der
Kultur in der Sprache des Ortes den ich
dann bereise aber das ist glaube ich
genau der Punkt ich habe in einem sehr
schönen Buch mit dem Titel Anleitung zum
mysiggang von dem Autor Tom hodchkinson
gelesen folgendes Zitat das Problem mit
dem modernen Urlaub ist dass er so
verdammt harte Arbeit ist also ich
glaube wir neigen vielfach dazu das was
wir aus dem Arbeitsleben aus dem
Arbeitsalltag gewohnt sind dann auch auf
den Urlaub zu übertragen du sagst du
nimmst Bücher mit kenne ich auch man
nimmt also Bücher mit man nimmt sich
Texte mit die man längst hätte lesen
wollen immer hat die Zeit gefehlt jetzt
kommt der Urlaub jetzt kann man es
endlich machen also eigentlich eine
Fortsetzung der lesearbeit ich nehme mir
vor verstärkt Texte zu schreiben das
mache ich dann auch nehm also Papier und
Stifte mit es fällt in die gleiche
Kategorie wir kochen sehr viel im Urlaub
das bedeutet man man nimmt sich
Rezeptideen mit das ist jetzt keine
wirkliche Arbeit aber es ist aber eben
auch nicht das Schlaraffenland inem
einem die gebratenen Vögel direkt in den
Mund fliegen also auch da muss man erst
was tun dann nimmt man natürlich
Reiseführer mit und überlegt sich welche
Örtlichkeiten welche Sehenswürdigkeiten
man wann besichtigt es gibt Menschen die
buchen auch alles vor die Attraktionen
werden also online reserviert um sie
dann einem Zeitplan entsprechend und
auch der online in Reservierung gerecht
werdend absolvieren zu können das alles
sind glaube ich schon Formen die wir aus
dem Arbeitsalltag mit in den Urlaub
nehmen und aus alledem habe ich
persönlich den Schluss gezogen dass ich
all das überhaupt nicht mehr mache
sondern mich tatsächlich einfach nur
irgendwo hinsetze in den Kaffee
vielleicht als Flaneur durch die Stadt
Streife oder mich an einen Pool an ein
Meer lege ich suche ja auch immer gerne
meinen Stein am Meer auf dem mich in
Ruhe und in Frieden sitzen kann ohne
dass mich jemand stört genau das mache
ich dann setze mich dort nur hin und
schaue eine Stunde lang auf die Wellen
ja es liegt eine unglaublich aufregende
Zeit hinter uns hinter dem kontrafunk
hinter philosophieren wir haben viele
Begriffe wieder besprochen unsere Gäste
wir beide und wir haben unglaublich viel
Zuspruch von unseren Hörern bekommen
dafür wollen wir beide uns ganz herzlich
bedanken wir sind sehr froh über unsere
Hörerschaft die unseren Weg kritisch
aber auch aufmunternd begleitet und
danken ganz ausdrücklich allen die sich
die Mühe machen uns zu schreiben wir
lesen das wir nehmen das zur Kenntnis
wir greifen es auf und wir lernen daraus
und wir werden natürlich diesen Weg
gerne mit Ihnen liebe Hörer weitergehen
nach einer ganz kurzen Sommerpause wir
haben uns vier Folgen ausgesucht die
wiederholt werden weil wir sie auch
besonders schön finden das müssen wir
zugeben Liebe mat und wir hoffen dass
sie ähnlich viel Freude an diesen Folgen
haben und uns dann im Herbst wieder treu
sind vielleicht darf ich bei dieser
Gelegenheit noch einen Dankeschön
loswerden erstmal an Dich lieber
Alexander dann an Burghard Müller Ulrich
unseren senderschef der uns wirklich
alle Freiheiten schenkt im Rahmen dieser
Sendung und an Andreas Horn unseren
künstlerischen Techniker der unser
Gestammel so veredelt dass es nach
klugen Sachen klingt und eine gewisse
Musikalität auch in sich trägt ich mich
an und wünsche jetzt eine schöne faule
Sommerzeit bis bald bis in den Herbst
ihr Alexander Christ und ihr Matthias
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