Reinhard Sager kennt die Sorgen der Kommunen. Er ist der Präsident des deutschen Landkreistages und vertritt damit die Sorgen und Bedürfnisse von 294 Landkreisen. Der 65-Jährige sieht insbesondere bei der Migrationspolitik eine Verschiebung der Probleme vom Bund in die Kommunen. Innenministerin Faeser etwa kündige große Maßnahmen an, hängt in der Realität jedoch zurück. Was Sager über Flüchtlinge denkt, die in Afghanistan Urlaub machen, erfahren Sie in dieser Folge von Schuler! Fragen, was ist.
Kommunen Landkreise tragen die Hauptlast
der Migration wie sieht das konkret aus
was sind ihre
Erfahrungen also die Erfahrung sind die
dass die Probleme zunehmen wir haben ja
bekanntlich 2015 2016 die erste große
Flüchtlingswelle nach Deutschland erlebt
davon sind längst nicht alle Menschen
integriert schon gar nicht in Arbeit
vielleicht
30% wir haben jetzt neu
Flüchtlingsströme die insbesondere 21
vermehrt dann 2022 zugenommen haben plus
den ukrainekrieg
um es mal zusammenzufassen wir haben in
den letzten 10 Jahren in Deutschland
etwa 2,8 Millionen Asylanträge zu
verzeichnen plus 1,2 Millionen Menschen
aus der Ukraine und das ist
im Moment über die ganze Bundesrepublik
nicht mehr darstellbar nicht mehr
verkraftbar es beginnt bei den
Unterkünften die nicht da sind und vor
allen Dingen das ist das viel größere
Problem die
Integrationsleistungen Sprachkurse
Schule
kitaitapätze kann nicht mehr ausgebracht
werden und ich finde das Schlimmste was
wir machen können ist jetzt Menschen bei
uns aufzunehmen ohne entsprechende
Integration dann werden die Probleme in
den nächsten Jahren noch sichtbarer und
spürbarer werden und das kann nicht im
Interesse der bundesdeutschen
Gesellschaft liegen ich habe mich vor
einiger Zeit mit dem Landrat von
günsburg in Bayern unterhalten Hans
Reichard und wir können da mal
reingucken so hat er mir die Lage bei
sich
beschrieben bei uns ist es tatsächlich
so
wir mieten einfach auf dem Markt an wir
mieten so ziemlich alles inzwischen auf
dem Markt an was uns angeboten wird von
Unterkünften wo in denen 15 20 Leute
leben bis Unterkünfte mit 150 mit 200
Menschen die dort unterkommen das heißt
ä ist wir versuchen es noch etwas zu
entzannen aber das entzannen
funktioniert nicht mehr und vor allem
funktioniert auch eines nicht mehr
werden vor einigen Monaten noch möglich
war auch gewissene enien zu trennen zu
sagen ich schau dass ich die Menschen
aus der Türkei die Menschen aus Syrien
die Menschen aus gana jeweils
zusammen unterbringe das funktioniert
nicht mehr sondern es wird einfach nur
noch so gemacht dass jedes freib bet
einfach so schnell wie möglich belegt
wird leider ohne Rücksicht darauf ob
auch die zusammensetz in den
Unterkünften dann funktionieren kann
oder nicht ist das die Lage in
Deutschland ja ich glaube dass der
Kollege dort etwas wiedergibt was wir an
vielen Orten in Deutschland sehen können
insbesondere wenn er sagt wir mieten
alles was verfügbar ist an hat das
natürlich auch umkehrwirkungen auf den
Wohnungs und Mietmarkt der schon
angespannt ist und
die Situation Flüchtlinge unterbringen
zu müssen verschärft diese Situation
noch dramatisch in der Berlin ist man
jetzt dazu übergegangen großunterkünfte
auf den Freiflächen der ehemaligen
Flughäfen unterzubringen also große
containerdörfer in Tegel und Tempelhof
das müssen Sie hier in
Schleswig-Holstein vermutlich nicht
machen auch weil die Flächen vielleicht
fehlen aber ist das eine gute Idee diese
mehrere tausend Leute auf einem Raum zu
konzentrieren das ist sicherlich nur
temporär maximal eine gute Idee auf
Dauer sind das keine Lösungen in
schlissig-holstein gibt es eine
landeseinrichtungen wo wir immer drauf
gedrungen haben diese Kapazitäten auch
zu erhöhen und vor allen Dingen ist der
Anspruch der kommunalen Ebene überhaupt
nur die Menschen auf die Kommunen zu
verteilen die tatsächlich eine
Bleibeperspektive haben wo das nicht der
Fall ist soll sich der Staat drum
kümmern und auch entsprechend das
Rückführungsverfahren organisieren das
ist etwas was noch durchgreifender in
Deutschland auch passieren müsste nur
sind seit bestimmt mindestens einem jah
wenn ich so länger ist die Redewendung
die Kommunen sind an der Grenze der
Belastbarkeit angekommen ist eigentlich
bekannt hört man in Nachrichten es gab
kommunalgipfel auch bei der
Bundesregierung ist irgendetwas passiert
sind sie damit irgendwie durchgedrungen
äh im Ergebnis nein es sind uns ja noch
nicht mal die flüchtlingsbedingten
Unterkunftskosten
bezahlt worden das war bei der großen
Koalition der Fall also bis Ende 21
haben wir wir die flüchtlingsbedingten
Unterkunftskosten also wohnen und heizen
für Flüchtlinge ersetzt bekommen
mittlerweile fehlen uns hier schon
bundesweit 7 Milliarden Euro die die
ampelregierung uns verweigert und die
Maßnahmen ja es gibt einige Beschlüsse
es gibt auch auf der EU-Ebene Beschlüsse
aber durchgreifendes ist bisher nicht
passiert und durchgreifendes verstehen
wir so dass wir eine echte andere
Migrationspolitik in Deutschland
bräuchten und die müss damit beginnen
dass der große Zuzug von irregulärer
Migration nach Deutschland zum Abstoppen
kommt das ist das Hauptproblem denn es
wachsen ja täglich die Zahlen noch auf
und verschlimmern die Problemlage auf
der kommunalen Ebene und da müssen wir
zu einer deutlichen Trendumkehr kommen
das ist unsere nachhaltigste Forderung
die wir aufstellen das ganze Gespräch
mit dem Präsidenten des Deutschen
Landkreistages Reinhard Sager können Sie
sehen auf
www.news.de da habe ich mit ihm drüber
gesprochen ausführlich
wie die Kommunen die ganzen
migrationsprobleme wegstecken wie sie
die Unterbringung Regeln und was das am
Ende für die Politik bedeutet absolut
spannend absoluter Klartext und ich kann
es einfach nur empfehlen einfach mal
reinschauen www.news.de nius tolles
Gespräch