😍 Gute Nachrichten! Ich habe mal wieder einen neuen Roman für dich geschrieben - und einen kompletten Deutschkurs für das Niveau B2/C1 daraus gemacht!
Perfektioniere nicht nur deinen Wortschatz und deine Grammatik , sondern auch deine Lese- und Hörkompetenzen!
In diesem Video stelle ich dir das 2. Kapitel vor. Du kannst ab Sonntag um 16 Uhr die 2. Lektion über den Link weiter unten testen. Scrolle dort einfach nach unten auf "Vorschau".
Es geht weiter!
Hallo und herzlich willkommen in der Lingster Academy! Ich bin deine Deutschlehrerin Julia und
im letzten Video habe ich dir das erste Kapitel meines neuen Roman-Kurses “Ein Semester in
Frankfurt” für das Niveau B2/C1 vorgestellt, heute ist das 2. Kapitel dran. Damit verbesserst du dein
Deutsch in 30 Tagen maximal und zwar nicht nur dein Textverständnis, deinen Wortschatz und deine
Hörkompetenzen, sondern auch deine Grammatik. In dem Roman geht es um die zwei bulgarischen
Austausschstudenten Anton und Wanja, die neben ihrem Studium ein Semester
lang in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt arbeiten und in ziemlich große
Schwierigkeiten geraten. Es ist übrigens meine erste Kriminalgeschichte! Mal was anderes, oder?
Es ist aber nicht nur ein Roman zum Lesen, sondern ein kompletter Deutschkurs mit
30 Lektionen. Jede Lektion besteht aus einem Video des Kapitels mit Untertiteln,
Erklärungen schwieriger Wörter im Text und es gibt über 150 interaktive Übungsaufgaben zum Inhalt,
dem Wortschatz und zur Grammatik. Und: In den Bonuslektionen lernst
du jede Menge über die Stadt Frankfurt am Main, die Welt der Finanzen, das Leben am
Campus und das Leben in Deutschland allgemein. Heute bekommst du das zweite Kapitel meines
mittlerweile 6. Roman-Kurses vorgestellt. Und eins kann dir sagen: Die Geschichte der beiden
Zwillingsbrüder ist nicht nur sehr spannend und informativ, sondern auch sehr unterhaltsam.
Der Kurs basiert auf dem Konzept der Input-Methode, mit der du in kurzer Zeit
viel Deutsch lernst, so wie auch Kinder ihre Muttersprache lernen. Du hast sehr viel Input
in Form von Text, Video und Audio. Wortschatz, Grammatik und Redewendungen wiederholen sich
in einem Roman ja sehr oft und durch Wiederholungen lernen wir besser – und
natürlich mit Emotionen und die hast du in meinem neuesten Kriminal-Roman auf jeden Fall!
Aber jetzt lehn dich zurück und genieße die zweite Lektion. Über den Link unter
diesem Video kommst du kostenlos zu den ersten beiden Lektion und kannst die
interaktiven Übungen machen. Und wenn dir der Kurs gefällt, und die Geschichte dich mitreißt,
dann bekommst du den brandneuen Roman-Kurs wieder zum Freundschaftspreis - aber nur für kurze Zeit.
Kapitel 2: An der Johann Wolfgang Goethe-Universität
„Steh jetzt endlich auf, es ist schon nach halb
3!“ Wanja klopfte energisch an die Zimmertür seines Bruders.
Nach einem kurzen Moment begann Anton zu grummeln und Wanja hörte,
wie sein Bruder aus dem Bett aufstand und ihm verschlafen antwortete: „Ich komme ja schon!“
Zügig machten die beiden sich fertig, zogen ihre Schuhe an und verließen kurz darauf ihre
Wohnung. Sie hatten an diesem Nachmittag eine Einführungsveranstaltung am Campus,
auf der sie Informationen zum bevorstehenden Semester sowie ihre Stundenpläne bekamen.
Die Universität Frankfurt war für ihre exzellenten Studienprogramme bekannt, und die zwei Bulgaren
schätzten sich sehr glücklich, dass sie gleich beide in derselben Stadt angenommen worden waren.
Als eineiige Zwillinge sahen sie nicht nur fast identisch aus, sondern hatten auch den Großteil
ihrer bisherigen Lebenszeit zusammen verbracht. Bereits in jungen Jahren begeisterten sie sich
für Zahlen, Codes und alles, was mit Technik zu tun hatte. In ihrem Elternhaus in Sofia hatten
sie einen kleinen Hobbyraum, in dem sie an ihren Computern alle möglichen Projekte umsetzten – vom
Entwickeln mehrerer Computerspiele über das Programmieren von Websites bis hin zu
Datenanalyse-Tools. Sogar eine Alarmanlage für ihr Elternhaus hatten sie gebaut. Die beiden
ergänzten sich perfekt in ihren Kompetenzen. Der Campus war tatsächlich noch näher, als sie
gedacht hatten. Es waren nur 5 Minuten zu Fuß, in denen sie an prächtigen Gebäuden und zahlreichen
Platanen und Linden vorbeiliefen. Das Hauptgebäude der Universität war ein beeindruckender Koloss,
der auf eine lange Geschichte zurückblickte. Es war schon vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden
und war ursprünglich die Zentralverwaltung einer Chemiefabrik. Im Laufe seiner Existenz
wurde es für unterschiedliche Zwecke genutzt, bis es schließlich 2001 das Hauptgebäude der
Goethe-Universität wurde. Mit großen Augen liefen die zwei jungen Männer auf das riesige Gebäude zu.
„Krasses Ding!“, bemerkte Anton und blieb kurz stehen, um sich das Gebäude genauer anzuschauen.
Die Einführungsveranstaltung fand im großen Auditorium statt. Da bereits Dutzende
Studenten vor dem Saal warteten, beschlossen Anton und Wanja, ihre Campustour nach der
Veranstaltung fortzuführen. „Und was studiert ihr?“,
fragte ein groß gewachsener Student mit amerikanischem Akzent die beiden.
„Ich studiere WiWi, mein Bruder Informatik“, antwortete Anton knapp und mit ausdrucksloser
Miene, ohne eine Rückfrage zu stellen. „Cool, ich studiere auch Informatik, dann
sieht man sich bestimmt regelmäßig! Ich bin John Harris und ihr?“ John reichte den beiden die Hand.
„Wanja und Anton, hallo.“ Die zwei Brüder erwiderten den Handschlag und nickten.
„Ihr seid doch Zwillinge, oder? Ihr seht absolut identisch aus! Hätte Anton kein
Muttermal auf der Stirn, könnte ich euch nicht auseinanderhalten!“ John lachte laut los.
„Ja, das sind wir!“ Wanja versuchte freundlich zu lächeln, obwohl er Kommentare wie diesen schon
tausendfach gehört hatte und mittlerweile nicht mehr wusste, wie er darauf reagieren sollte.
Langsam machten sich alle neuen Studenten auf den Weg in den Hörsaal und suchten sich einen
Platz. Auf der Bühne standen schon mehrere Universitätsmitarbeiter, die eifrig die
Technik testeten und ihre Unterlagen ordneten. „Herzlich willkommen an der Johann Wolfgang
Goethe-Universität. Mein Name ist Prof. Rainer Schmidt und ich begrüße Sie alle im
neuen Semester!“ Ein bärtiger Mann im Anzug und mit Brille, der der Präsident der Universität
zu sein schien, stand hinter seinem Podium und schaute aufmerksam in die Menschenmenge.
Das Auditorium hatte eine Kapazität von 1200 Sitzplätzen, von denen über die Hälfte mit
Studenten aus aller Welt besetzt waren. Sie kamen aus aller Herren Länder und waren für
unterschiedliche Studiengänge eingeschrieben. Es zeichnete sich ein buntes Bild ab und die beiden
Bulgaren schauten sich neugierig im Saal um. Die Veranstaltung dauerte eine knappe Stunde,
in der die Studenten jede Menge Informationen über die Organisation ihres Studiums und
die verschiedenen Einrichtungen bekamen: Bibliothek, Mensa, Studierendenwerk sowie
weitere Anlaufstellen, um Informationen zu bekommen. Anton holte sein iPad aus
dem Rucksack und machte sich einige Notizen, um nicht gleich wieder alles zu vergessen.
Im Anschluss an die Veranstaltung holten sie ihren Studierendenausweis ab und machten einen
Spaziergang über den Campus. Sie warfen einen Blick in die Bibliothek, das Studenten-Café und
ihre jeweilige Fakultät. Sie waren beeindruckt von der Größe und Vielfalt der Universität und
freuten sich auf das Abenteuer, das sie in ihrer neuen Heimat erwarten würde.
Auf dem Rückweg zur Wohnung sagte Wanja in vorfreudigem Ton: „Ich muss zugeben,
dass ich mich richtig auf das Studium freue. Aber noch mehr freue ich mich auf unsere
Arbeit bei der Europäischen Zentralbank, mit der wir nächste Woche beginnen!“
Ja, das war das zweite Kapitel. Hat es dir bisher gefallen und möchtest du noch mehr wissen? Dann
würde ich mich sehr freuen, dich im Roman-Kurs begrüßen zu können und dein Deutsch auf das
nächste Niveau zu bringen! Alle Infos findest du in der Beschreibung unter diesem Video.
Ich sag dann mal tschüss, bis bald im Kurs! Deine Julia