SCHWARZE SEELEN #krimihörspiel 1961 GERD FRÖBE #retro STEREO

HOR MAL ZU HORSPIELE & CO
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1 Videoaufrufe·16.10.2024
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Gerd Fröbe in
Schwarze Seelen
Ende der 50er Jahre in einer deutschen Großstadt.
Ella Peters ist ermordet worden. Irgendjemand hat die Polizei angerufen.
Das musste ja mal kommen.
Ein Moment, ein Moment.
Ich wohne hier.
Es tut mir leid, Sie müssen warten.
Tod ist durch Ersticken eingetreten.
Das am Hals sind typische Würgespuren.
Übrigens eine hübsche Person, die Frau.
Drei Aufnahmen genügen.
Vermutliche Tatzeit, Doktor?
Circa vor einer Stunde, wahrscheinlich später.
Na nun, was sind denn das hier für komische Drähte?
Ach, das sieht ja so aus, als ob hier jemand ein Radioapparat mit Gewalt rausgerissen hätte.
Ah, der war dahinter versteckt.
Wer stellt sich denn Mikroempfänger ins Vertigo?
Machen Sie doch auf jeden Fall eine Aufnahme, ja?
Herr Kommissar, die Mütze habe ich gefunden.
Bekümmern Sie sich mal um diesen Jan Peters.
Nach allem, was die Leute hier erzählt haben im Haus,
das sieht doch so aus, als hätte er seine Frau umgebracht.
Ja, aber scheint ja ein ziemliches Flittchen gewesen zu sein.
Ja, aber bitte sofort.
Ja, ich möchte den Peters gern persönlich vernehmen.
Ja, ich danke schön.
Herr Kommissar.
Den Peters, den haben Sie bereits in Hamburg geschnappt.
Ach was.
Ja, er behauptet natürlich mit der ganzen Sache nichts zu tun zu haben.
Er will an diesem fraglichen Freitag schon in Hamburg gewesen sein.
Und wo ist der Junge?
Na, das weiß er auch nicht.
Aber er hat mir die Adresse von einer Verwandten gegeben.
Einer Tante von Michael, zu der sich der Junge vielleicht gewarnt haben könnte.
Eine Frau Sperber in Hannover-Linden.
Die werde ich gleich mal aufsuchen.
Entschuldigen Sie bitte, Herr Kommissar.
Da draußen wartet ein Dr. Bühler von der Poliklinik.
Der will Sie unbedingt sprechen.
Ich habe keine Zeit.
Es handelt sich aber um den Jungen.
Was, um den Jungen?
Ja.
Ja, ich lasse bitten.
Gut.
Herr Dr. Bühler.
Bitte.
Jäger.
Dr. Bühler.
Bitte nehmen Sie doch Platz.
Ich bin Arzt in der hiesigen Poliklinik.
Ich habe von dem Mordfall Peters gelesen.
Der kleine Michael ist nämlich mein Patient.
Er leidet an einer schweren Blutkrankheit.
Äh, Leukämie.
Nein, danke schön, danke schön.
Er ist seit langem in meiner Behandlung
und wir konnten ihn durch bestimmte Injektionen bis jetzt über den Berg bringen.
Aber seit fast einer Woche hat er sich nicht mehr gemeldet.
In der Zeitung stand, dass er weggelaufen ist.
Ich hielt es daher für meine Pflicht, Herr Kommissar,
Sie darüber zu orientieren, dass der Junge innerhalb der nächsten acht Tage
unbedingt wieder eine Injektion bekommen muss.
Der kleine Kerl geht sonst elend zugrunde.
Dies ist der neunjährige Michael Peters.
Zuletzt wohnhaft in Hannover, Hildesheimer Straße 17.
Michael Peters leidet an einer schweren Krankheit.
Er ist seit Freitag spurlos verschwunden.
Wenn er bis Ende der nächsten Woche nicht gefunden wird, muss er sterben.
Bitte helfen Sie den Jungen finden.
Es handelt sich um sein Leben.
Frau Sperre, ich komme wegen Ihres Neffen Michael Peters.
Ja, darf ich bitten, Herr Kriminalkommissar.
Bitte nehmen Sie doch Platz.
Entschuldigen Sie bitte, ich bin gerade bei der Arbeit.
Bitte lassen Sie mich stören.
Sagen Sie, diese Ella Peters war doch Ihre Schwester.
Ja, aber ich war schon lange mit ihr auseinander.
Nur der kleine Michael kam noch manchmal, wenn sie ihn für ein paar Tage loshaben wollte.
Ist er jetzt hier bei Ihnen?
Er muss am Freitag da gewesen sein.
Aber da war ich zwei Tage bei meiner Tochter.
Woher wissen Sie denn, dass er hier war?
Er hat doch einen Zettel in meinen Briefkasten gesteckt.
Was denn für einen Zettel?
Na, den hat doch heute früh ein Fräulein von der Kriminalpolizei abgeholt.
Eine Kriminalbeamte?
Hat die sich ausgewiesen?
Das gerade nicht, aber ich dachte, wenn sie von der Polizei kommt...
Was stand denn auf diesem Zettel?
Oh Gott, er schrieb mit seinem ungeschickten Händchen.
Er wollte nach Hamburg.
Erzählen Sie doch mal, wie sah denn diese Kriminalbeamtin aus?
Schick, Herr Kommissar.
Sehr schick.
Mit fescher Lederjacke, roten Haaren, goldenen Ohrringen.
Sie trat ziemlich pampig auf und da dachte ich natürlich...
Um Gottes Willen, Herr Kommissar.
Sie wird doch mit dem armen Kind nicht etwas Böses vorhaben.
Ich fürchte doch.
Hatte denn der Junge nichts angegeben, wohin er in Hamburg wollte?
Er wollte zu seinem Vater.
Zu seinem Vater?
Sie haben sich also mit Ihrer geschiedenen Frau in Hannover getroffen.
Am Donnerstagabend.
Ja.
Ich wollte den Jungen zu mir nehmen.
Er musste raus aus dieser Hurenwirtschaft.
Und da haben wir Streit gekriegt.
Und dann?
Wissen Sie, mit diesem Frauenzimmer ist ja nicht zu reden.
Und dann bin ich wieder zurückgefahren nach Hamburg.
Mein Urlaub war sowieso zu Ende.
Und Sie wissen bestimmt nicht, wo Ihr Junge ist?
Aber ich sage Ihnen doch, ich habe keine Ahnung.
Das stimmt, was der Mann sagt.
Da gibt es ganz andere Leute, von denen wir mehr darüber erfahren könnten.
Wer? Was für Leute?
Wahrscheinlich die gleichen, die Ihre geschiedene Frau umgebracht haben.
Die Kerle haben erst aus den Zeitungen erfahren, dass der Junge auch in der Wohnung war
und sie vermutlich bei der Tat beobachtet hat.
Und jetzt versuchen Sie natürlich, diesen Zeugen in Ihre Hand zu bekommen.
Übrigens, Ihr Sohn hat seiner Tante einen Zettel geschrieben, dass er zu Ihnen wollte.
Wo wohnen Sie denn, wenn Sie in Hamburg sind?
Bei der Mutter von meiner Braut.
Schauen Sie mal die Adresse auf.
Das ist eine Frau Quast in der alten Jakobskasse 23.
Geben Sie ein Fernschreiben an das Präsidium Hamburg auf
mit dem Ersuchen, den Jungen zu überwachen, wenn er dorthin kommt.
Und melden Sie mich gleich an, ich fliege sofort nach Hamburg.
Na Michael, macht Dir wohl Spaß mit Tommi Ball spielen, was?
Nun brauchst Du auch keine Angst mehr zu haben.
Bist ja jetzt bei Tante Quast und Dein Vati kommt auch bald.
Aber dass Sie mir ja pünktlich zum Essen da sein.
Jaja.
Hallo, wohnt Ihr in der Familie Quast?
Ja, in der 23 da.
Ist ein kleiner Junge zu Besuch?
Auch der, der spielt da unten mit dem Tommi Fußball.
Dankeschön.
Bitte.
Bist Du der Michael Peters, mein Junge?
Ja.
Brauchst Du keine Angst vor mir zu haben.
Ich soll den schönen Gruß von Deinem Vater bestellen.
Wer sind denn Sie?
Ich bin von der Kriminalpolizei, ich soll Michael abholen.
Du hör mal, Du hast doch die beiden Männer gesehen, die bei Euch in der Wohnung waren, nicht wahr?
Ja.
Na siehst Du, und das musst Du jetzt vor der Polizei bestätigen, dann kommt Dein Vater frei.
Pass mal auf, den Zettel, den haben wir von Deiner Tante aus Hannover, den kennst Du doch nicht?
Ja.
Na siehst Du, was glaubst Du, wie Dein Vater sich freut, wenn Du wieder zu ihm kommst?
Wollen wir zu ihm fahren?
Ja.
Na gut, gehen wir.
Guten Tag, Herr Kriminalrat.
Na, wie sieht's aus?
Tja, wir sind leider zu spät gekommen, Herr Kollege.
Bitte nehmen Sie Platz.
Wieso?
Ich habe sofort einen Beamten zu diesem Quastchen geschickt, aber der Junge war eine Stunde vorher abgeholt worden.
Was?
Tja, angeblich von einer Kriminalbeamtin.
Ach, du Lieber.
Hier ist der Bericht.
Aber das ist ja furchtbar, jetzt haben die den Jungen in ihrer Hand.
Ich würde diese Frau Quast gerne selber vernehmen, wenn Sie gestatten.
Aber selbstverständlich.
Sie haben Vollmacht zu jeder dienstlichen Funktion.
Das ist Kriminalsekretär Wagenknecht.
Ich wollte Ihnen Wagenknecht...
Mensch, Wagenknecht!
Na, das ist aber nett, dass wir uns mal wiedersehen.
Ja, sowas gibt's, Herr Kommissar.
Wir sind nämlich gute alte Bekannte.
Na, umso besser.
Ich wollte Ihnen Wagenknecht zu Ihrer Unterstützung beiordnen.
Der kennt nämlich Hamburg wie seine Westentasche.
Ja, das kann man wohl sagen.
Er ist eingeschlafen, Gott sei Dank.
Ich dachte schon, der bliebe weg vor Angst.
Ich habe ihm was zum Schlafen gegeben.
Mir ist lieber letztens was anderes gegeben.
Der hat gar nicht erst wieder aufgewacht.
Ich unterstehe dich ja nicht, dem Jungen was zu tun.
Wir werden ihn in Watte packen.
Und Sonntagnachmittags mit ihm in den Zirkus gehen.
Sag mal, seit wann hast du denn so ein gutes Herz?
Wenn man mit einem Mann zusammenlebt, wie du einer bist,
dann verliert sich das.
Im Übrigen ist das ja auch ganz egal.
Wir brauchen uns die Finger nicht mehr zu verbrennen.
Ich finde es gemein, das arme Kind seinem Schicksal zu überlassen.
Soll ich vielleicht auch noch Kindermädchen spielen?
Ja?
Der Chef.
Haben Sie den Zettel mit der Adresse vernichtet?
Nein, noch nicht.
Moment bitte.
Schau mal in meiner Jacke nach.
Augenblick noch bitte, ja?
Ich glaube, ich muss ihn wohl verloren haben,
als wir in das Auto eingestiegen sind.
Aber ich werde...
Dann such ihn.
Ich muss den Zettel haben.
Du weißt, was davon abhängt.
Ja.
Frau Quast, wie ist denn der Junge an einem Tag von Hannover nach Hamburg gekommen?
Ein Fernlastfahrer hat ihn mitgenommen und hier hat er sich durchgefragt.
Sie wussten doch, dass er gesucht wird.
Warum haben Sie denn nicht sofort die Polizei benachrichtigt?
Weil ich das nicht gewollt habe.
Das sind wieder zwei Herren von der Polizei, Margot, aus Hannover.
Das ist meine Tochter, Herr Kommissar.
Sind Sie der, der Jan Peters verhaftet hat?
Ja.
So ein Blödsinn, der hat doch damit gar nichts zu tun.
Ja, das wissen wir auch.
Sie wollen sich also gar nicht so aufzuregen.
Sie wollen doch demnächst heiraten, was?
Hat der Junge Ihnen erzählt, was er in Hannover erlebt hat?
Nee, gar nichts.
Nein?
Er war ganz verstört und wenn man ihn gefragt hat, da hat er so einen Schlucken gekriegt.
Bloß unserem Tommy hat er ein bisschen was erzählt.
Gerade bevor sie ihn abgeholt haben.
Ach was.
Was hat er ihm denn...
Das möchte ich doch lieber von dem Jungen selber hören.
Aber er schläft doch schon.
Es tut mir leid, aber da kann ich ihm nicht helfen.
Tja, wenn Sie denn mal mitkommen wollen.
Der Herr Kommissar trinkt gewiss Gerne Tasse Kaffee, Margot.
Ich auch.
Wagenknecht, komm.
Stell dir vor, du bist Zeuge. Also was war nun?
Ich verweigere die Aussage.
Mensch.
Du hast zu viel Kriminalschmögel gelesen, was?
Du hast gleich ein paar in die Ohren, wenn du nicht ordentlich antwortest.
Wenn ich doch dem Michael mein Ehrenwort gegeben habe?
Sag mal, Tommy, du willst doch dem Michael sicher helfen, oder nicht?
Na also, dann sag mal, wie war denn alles?
Ja, er hat mir erzählt, da sind einmal zwei Männer zu seiner Mutter gekommen.
Erst haben sie sich unterhalten und dann haben sie Streit mit der Olle bekommen.
Und weiter?
Und dann hat sie um Hilfe geschrien.
Die Olle?
Ja, die Olle.
Und wie ging's weiter?
Und die Tür zum Wohnzimmer stand offen und er konnte sie genau sehen.
Ah, da hat er es mit der Angst gekriegt und wagte sich nicht zu melden und hat sich versteckt?
Ja.
Und dann?
Und als die Männer weg waren, da ist er ausgebüxt.
Nun sag mal, wie war das heute Mittag?
Wer hatte deinen Freund den Michael abgeholt?
Das war eine Frau.
Was denn für eine Frau?
Hatte die vielleicht besondere Kennzeichen oder sowas?
Ja, die trug große goldene Ohrringe.
Kannst du dich vielleicht an die Haarfarbe erinnern?
Ja, ich glaube, rot.
Und die Dame war allein im Wagen?
Da saß noch so ein Mann am Steuer.
Ach, hast du den genau erkannt?
Nee, ich bin zwar hinterher gelaufen.
Hinterher? Ja, warum denn?
Die hatten ja nur meinen Fußball.
Natürlich.
Und was war das für ein Wagen?
So ein blauer Mercedes.
Düstere Gegend.
Tja, was macht denn der da?
Hallo, haben Sie etwas verloren?
Ja, mein Feuerzeug. Warum?
Ich dachte, wir könnten Ihnen vielleicht helfen.
Nee, danke schön.
Komischer Vogel, was?
Na ja, hier.
Das ist ja ziemlich eilig.
Herr Kommissar, der hat ja einen blauen Mercedes.
Such doch mal.
Na, jedenfalls habe ich mir die Nummer gemerkt.
Also, der Wagen da gestern gehört einem Harald Flint aus Harvestehude.
Ich habe mich erkundigt.
Er ist irgendwie groß im Vergnügungsgeschäft und hat noch einen kleinen Rennstall,
aber sein Leumund ist gut.
Na ja, dann ist das ja wohl in Ordnung.
Ich möchte sagen, im Gegenteil, Herr Kommissar.
Der Wagen ist nämlich heute Nacht auf der Straße zwischen Hamburg und Bremen
total zertrümmert gefunden worden.
Merkwürdigerweise wurde der Unfall nicht gemeldet und die Insassen sind abgehauen.
Ach?
Aber wir wissen, wer drin gesessen hat.
Ich habe den Erkennungsdienst eingeschaltet.
Die Landpolizei hat Fingerabdrücke genommen und wir haben ihn identifiziert.
Dann mach's mal nicht so spannend, hm?
Hier.
Sein gewisser Eugen Machon vom Beruf Buchmacher.
Mehrfach wegen Diebstahls und Betrügereien vorbestraft.
Das ist doch unser Freund von gestern Abend mit dem Feuerzeug.
Ja, sowas gibt's.
Was sagt denn der Besitzer von dem Wagen, dieser Flint?
Flint, ja, dazu.
Bis jetzt noch nichts.
Der Unfalldienst hat vergangene Nacht gleich bei ihm angerufen,
aber er war verreist, er kommt bis heute früh zurück.
Naja, am besten wird's sein, ich sprech mal persönlich mit ihm.
Oliv, hinfass doch auf!
Ja, ich spiele aber schon ganz gut, nicht?
Ja, musst du ja auch, wenn du mit deinem Papi spielen willst.
Da ist hier jemand.
Wollen Sie zu uns?
Ja, ich möchte gerne Herrn Flint sprechen.
Ja, Herr Flint ist nicht im Hause.
Aber er kommt gleich.
So, wo ist er denn?
Herr Flint ist nach Berlin geflogen.
Heute Nachmittag ist Rennen, da lässt Papi zwei Pferde laufen.
Kann ich etwas bestellen? Ich bin die Erzieherin der Kleinen.
Ja, das ist sehr liebenswürdig, aber das muss ich schon persönlich erledigen.
Wenn Sie etwas Zeit haben, dann warten Sie doch.
Sie können ja mit uns spielen.
Ja, gerne, wenn es den Damen recht ist.
Mir schon.
Bitte schön.
Danke.
Na nun, was ist denn das?
Guten Tag, Herr Flint.
Guten Tag, Karin.
Dieser Herr möchte Sie gerne sprechen, er hat extra auf Sie gewappelt.
Verstanden Sie, Herr Dr. Jäger, wenn ich Sie einen Moment stören dürfte?
Papi, ich gehe spielen.
Ja, gehen Sie.
Ja, ich komme gerade von der Reise.
Es ist dringend.
Wenn es nicht zu lange dauert.
Bitte, treten Sie näher.
Wiedersehen.
Das ist ja unglaublich.
Ein junger Mann aus meinem Betrieb sollte den Wagen in die Garage fahren.
Aber bitte nehmen Sie doch Platz.
Wahrscheinlich hat er den Wagen eine Zeit lang auf der Straße stehen lassen und schon ist er weg.
Whisky oder Cognac?
Whisky, bitte.
Ich glaube nicht, dass Marcon den Wagen wirklich stehlen wollte.
Er wird wieder eines seiner schmutzigen Geschäfte vorgehabt haben.
Fest steht, dass er gestern Abend nach 8 Uhr in der alten Jakobskasse gewesen ist.
Und wir vermuten, dass er auch gestern Mittag schon einmal dort war.
Im Zusammenhang mit dieser Kindesentführung, von der Sie vielleicht in den Zeitungen gelesen haben.
Das kann ich mir eigentlich nicht denken.
Der Marcon ist bestimmt ein windiger Bursche, aber ernsthaft kriminelle Dinge traue ich ihm eigentlich nicht zu.
Dazu ist er zu feige.
Ach, Sie kennen ihn näher?
Was heißt näher?
Er ist Buchmacher. Wir treffen uns des Öfteren auf dem Rennplatz.
Wissen Sie vielleicht zufällig, wo er wohnt?
Er ist nämlich polizeilich hier in Hamburg nicht gemeldet.
Nein, das tut mir leid, das weiß ich nicht.
Muss ich mein Glück eben heute Nachmittag auf dem Rennplatz versuchen.
Übrigens, das ist eine Idee.
Soll ich Ihnen einen Tipp geben, wenn der Bursche auftaucht?
Das wäre natürlich ausgezeichnet.
Schließlich hat er ja meinen Wagen geklaut.
Übrigens eine Unverschämtheit von dem Burschen.
Ich bin überzeugt, dass Marcon mit dieser Kindesentführung zu tun hat.
Papi, Papi! Geht der Mann jetzt endlich?
Komm doch spielen.
Du hast völlig recht, ich muss auch gehen.
Aber Evchen, du bist wirklich ungezogen.
Hast du denn deine Schularbeiten gemacht?
Ach, Papi, ich hab aber gar keine Lust.
Gerade, wo du wieder hier bist.
Ganz der Vater, da hat er auch nie Lust, seine Schularbeiten zu machen.
Hach, Papa, verraten!
Sie stehen aber ganz schön unter dem Pantoffel.
Ich hab Sie sehr verwöhnt, seitdem meine Frau tot ist.
Auf Wiedersehen.
Karin, bringen Sie bitte Herrn Dr. Jäger zum Tor.
Ja, sehr gern.
Er hat einen Stich in den Rücken bekommen und offensichtlich das Herz gestreift.
Sieht ziemlich hoffnungslos aus.
Aber ich muss ihn sprechen.
Es hat keinen Zweck.
Es geht um die Verhütung eines Verbrechens.
Marcon, ich bin von der Polizei.
Ich brauche Ihre Hilfe.
Wer hat Sie verletzt?
Wer ist Ihr Chef?
Wo ist Michael Peters?
Marcon, ich beschwöre Sie.
Helfen Sie mir doch, den Jungen zu finden.
Es ist vorbei, Herr Kommissar.
Wer könnte denn nach Ihrer Ansicht an Marcons Tod interessiert sein?
Haben Sie da irgendeinen Verdacht?
Vielleicht Eifersucht?
Oder hat irgendjemand betrogen oder verpfiffen?
Nein, nein, nein.
Ich bitte Sie, deswegen bringen wir doch keine Menschen am helllichten Tag um.
Nein, nein, da steckt irgendjemand dahinter, der Marcon mundtot machen wollte.
Vielleicht hängt es irgendwie mit dem Verschwinden des Jungen zusammen.
Ja, davon bin ich jetzt fast überzeugt.
Glauben Sie, dass diese Kerle den Jungen beseitigt haben?
Das ist ja doch gar nicht nötig.
Er stirbt denn ja von alleine, wenn wir ihn nicht rechtzeitig finden.
Und die waschen ihre Hände noch in Unschuld.
Übrigens, da fällt mir ein, der Marcon, der sprach des Öfteren etwas unklatschbar von einem Chef,
von dem er offenbar eine Heidenangst hatte.
Wieso Chef? Gehört da denn irgendeine Organisation an?
Das weiß ich nicht. So intim standen wir nicht miteinander.
Wissen Sie, Herr Dr. Jäger, in Hafenstädten kann man sich ganz verdammt in die Nesseln setzen,
wenn man sich zu sehr mit diesen Leuten beschäftigt.
Und ich möchte nicht, dass Evchen oder mir irgendetwas zustößt.
Sie müssen verstehen, wir lieben uns sehr, Evchen und ich.
Das ist der Inhalt meines Lebens.
Na, schmeckt's?
Ich hab gar keinen Hunger.
Ach, der kommt schon beim Essen.
Was willst du denn hier?
Was willst du?
Komm, Michael, du kannst nachher weiteressen.
Geh nach nebenan.
Ihr Schweine!
Warum habt ihr Marcon umgebracht?
Freund Marcon hätte uns vor Pfiffen, mein Täubchen.
Ein alter Bekannter von der Polente war hinter ihm her.
War höchste Zeit, ihm den Mund zu stopfen.
Und was ist mit dem Kind?
Ich will den Jungen abholen.
Es wird nicht lange dauern, haben sie die Wohnung hier ausfindig gemacht.
Wollt ihr den etwa auch umbringen?
Das weiß ich noch nicht.
Jedenfalls muss er hier weg.
Eins sag ich dir, du.
Der Junge bleibt hier.
Quatsch, nicht so viel, du!
Hallo, Jäger. Na, hat's geklappt?
Ja, wie man's nimmt, Herr Kriminalrat.
Wir haben zwar die Wohnung von Marcon ausfindig gemacht, aber das Nest war leer.
Weder Michael Peters noch die Dunkle Dame waren mehr da.
Aber wir haben etwas sehr Interessantes gefunden, Herr Kriminalrat.
In der Brieftasche von dem toten Marcon fanden wir diese Bilder hier von Frauen.
Sind auch ein paar Aktfotos dabei.
Auch was.
Ja, das ist wahrscheinlich diese bewusste Dame, die wir suchen.
Und das hier ist die ermordete Ella Peters.
Sieh sie mal einer an.
Ja, Herr Marcon scheint sich außer mit Wettschwindel auch noch ein bisschen mit Kuppelei befasst zu haben.
Ja, sowas gibt's.
Versuchen Sie die Frauen morgen mit Erfahrung und Sittenpolizei ausfindig zu machen.
Außerdem fanden wir das hier in Marcons Brieftasche.
Das ist der Zettel, den der kleine Michael seiner Tante geschrieben hat.
Und den der gute Marcon neulich nachts im Dreck gesucht hat.
Aber viel wichtiger ist die Rückseite, hier.
Alte Jakobsgasse.
Das ist auf gar keinen Fall Marcons Schrift.
Hier, dieser Schnörkel am Schluss.
Kommt Ihnen keiner von Marcons Schriftproben vor.
Donnerwetter schon 23 Uhr.
Sie haben einen arbeitsreichen Tag hinter sich, lieber Kollege.
Es wäre alles viel leichter, wenn man mehr Zeit hätte.
Aber es bleiben uns jetzt praktisch nur noch zwei Tage, den Jungen zu finden.
Das macht einen ganz fertig.
Sagen Sie, da gab's früher in Berlin einen berühmten Kriminalchemiker, Wagenknecht.
Ja, das ist mein Onkel, ja.
Ach?
Ja, der ist übrigens immer noch dabei.
Und will sich ewig nicht pensionieren lassen.
Was macht er denn jetzt?
Ja, er arbeitet gerade an einem neuen Verfahren.
Wir haben Banktresoren und so ein Zeug mit radioaktivem Lack sichert.
Das heißt, sichern kann man es natürlich nicht hundertprozentig,
aber man kann die Spuren der Einbrecher mit einem Geigerzähler verfolgen.
Das ist ja ganz interessant.
Ja, die Kollegen lachen natürlich über ihn, aber ich find's eine ganz tolle Sache.
Also, gute Nacht, Herr Kommissar. Ich wünsche angenehme Ruhe.
Angenehme Ruhe, man muss uns kennen.
Wagenknecht, wir sind doch schon wieder mal zu spät gekommen.
Naja, die Bande ist hervorragend organisiert, das muss man Ihnen lassen.
Nee, ich hab den Eindruck, dass wir die ganze Geschichte viel zu routinemäßig angefasst haben.
Wir müssen endlich mal neue Wege finden, so wie Ihr Onkel.
Na?
Das sind ja neue Wege.
Die alte mit den roten Haaren müssen wir finden, weiter nichts.
Machen Sie kein Licht, bitte.
Wer sind Sie?
Machen Sie die Tür zu.
Was wollen Sie hier?
Ich will Ihnen helfen, glauben Sie mir.
Bitte ziehen Sie erst die Vorhänge zu.
Ich bin nicht denselben Wiking wie Eugen Machon.
Also, reden Sie.
Ich heiße Isabella, ich war die Freundin von Machon.
Ja, bitte setzen Sie sich.
Ich bin Sängerin.
Und nebenbei geben Sie sich als Kriminalbeamtin aus,
entführen Kinder und sind auch an einem hübschen kleinen Mord beteiligt.
Mit dem Mord an Ella Peters habe ich nichts zu tun.
Aber mit der Entführung des Jungen?
Ich wurde gezwungen, ja.
Von Machon?
Ja, er hatte großen Einfluss auf mich, ich hab ihn aber sehr geliebt.
Von wem wurde Ella Peters ermordet?
Und warum wurde sie ermordet?
Das weiß ich nicht.
Und wenn ich es wüsste, würde ich es Ihnen nicht sagen.
Ich habe nämlich keine Lust, auch noch umgebracht zu werden.
Dann kommen Sie jetzt mit ins Präsidium, dort sind Sie sicher.
Wenn Sie mich verhaften, kriegen Sie kein Wort aus mir raus.
Sie wissen also, wo der Junge steckt.
Deswegen bin ich ja hier.
Schön, dann führen Sie mich hin.
Also, es hat keinen Zweck, dass wir uns streiten, Herr Kommissar.
Ich bin freiwillig hergekommen, weil mir das Kind leid tut.
Das sind ja solche Schweine, das können Sie sich gar nicht vorstellen.
Wer?
Das kann ich nicht sagen.
Die haben hier ihre Augen überall.
Dann sagen Sie mir nur, wo der Junge ist.
Sie brauchen ja gar nicht in Erscheinung zu treten.
Oh, jetzt, das weiß ich auch nicht.
Aber ich kann es bestimmt erfahren.
Ich trete jeden Abend in der Schwarzen Spinne auf, kennen Sie das Lokal?
Kommen Sie morgen Abend so zwischen neun und zehn und tanzen mit mir.
Sie, wenn das eine Falle sein soll.
Das ist keine Falle, Sie können sich auf mich verlassen.
Er soll doch mal zeigen, was er kann.
Naja, weil der Tiger Annik
dieses Mittelgewicht beim Damenringkampf in der blauen Maus dufte.
Ja, das bin ich.
Haben Sie was dagegen?
Nee, im Gegenteil.
Ich wundere mich bloß, dass Sie solche Bilder verschenken.
Das ist bei mir Berufskleidung, junger Freund.
Und außerdem habe ich es nicht verschenkt, sondern machen überreicht.
Weil er mir nämlich ein bisschen managen wollte.
So, wollte er das?
Ja.
Und sonst wollte er nichts von Ihnen?
Mann, so eine halbe Portion wie Eugen, den lasse ich doch glatt auf den Teller liegen.
Nee, nee, mein Lieber, da müssen schon ganz andere kommen.
So, jener wie Sie zum Beispiel.
Wir müssen uns mal unterhalten, Herr Kriminalrat.
Am besten kommen Sie mal zu mir.
Adolfsbrücke 22, drei Treppen.
Da werde ich Ihnen mal unter vier Euren erzählen,
was für ein Herzchenmacher uns Eugen war
und was der für Tourenritt.
Bin den ganzen Abend zu Hause.
Nur mich hat man nämlich die Pollacksche in den Ding verpasst
und deshalb muss ich auch ein paar Tage mit dem Ringkampf aussetzen.
Na, wie weit sind Sie?
Gut die Hälfte, aber bis jetzt nichts Aufregendes.
Bis auf mich.
Brauchen Sie mich noch, Herr Kriminalrat?
Nein, danke, Sie können gehen, Frau Prasun.
Fräulein!
Wie heißen Sie, Herr Kriminalrat?
Ja, sowas gibt's.
Herr Kriminalrat?
Ach, Quatsche, so ein blöder Ziege.
Ich war eben oben bei Ihrem Kollegen,
der im Kriminalrat saß.
Heute Abend gehe ich in die Stinksbums,
in diese schwarze Spinne.
Aber nicht allein.
Nein, nein, Sie kommen mit.
Was ist das übrigens für ein Lokal?
Das ist ein doller Laden, Kellerlokal im Pariser Stil.
Unterwelt?
Ja, das kann man wohl behaupten.
Und deswegen möchte ich empfehlen, ein paar Beamte
von der Bereitschaft mitzunehmen, die können ja draußen warten.
Ich meine, wenn die Isabella irgendwelche Zicken machen sollte,
sicher ist sicher, ne?
Wirklich eine raffinierte Person.
Tritt die hier jeden Tag auf?
Ja, jeden Abend.
Findest du die so doll?
Ja, ich find sie sehr gut.
Ist ja überhaupt ein doller Betrieb hier.
Ist das immer so?
Man muss erst mal warten, bis die Kinos und Theater aus sind.
Dann kommen erst die richtig schicken Leute.
Was ist das eigentlich für ein Mann?
Kommissar Jäger.
Aus Hannover.
Bearbeitet den Mordfall Ella Peters.
Soviel ich weiß, ist sie hier in Hamburg hinter dem Jungen her,
den sie entführt haben.
Entschuldige, ich muss mal eben telefonieren.
Ja, aber du kommst doch gleich wieder.
Keine Angst.
Herr Kommissar.
Fischergasse 28.
Wo ist denn das?
Das ist eine finstere Gegend.
Ja, Hafenviertel, 12. Revier.
Der Junge wird jede Nacht woanders hingebracht.
Sie hat ausdrücklich gesagt, ich soll allein kommen und nicht vor 12.
Also?
Dann soll ich nicht doch lieber mitkommen, Herr Kommissar?
Wenn er lohnt, unter gar keinen Umständen.
Wir treffen uns in zwei Stunden hier wieder.
Guten Abend, die Herren.
Guten Abend, Herr Kommissar.
Gute Nacht.
Herr Wagenknecht, Sie bleiben hier, ja?
Soll ich nicht doch lieber mitkommen?
Also, Wagenknecht, Sie machen mich wahnsinnig.
Ich habe doch mit dieser Frau, dieser Isabella, alles besprochen.
Die einzige Chance, das Kind wirklich zu bekommen,
ist, dass ich allein bin.
Aber ich habe so ein blödes Gefühl in der Magengegend.
Na, dann trinken Sie einen Bohnekampf.
Ja, das kann ich.
Aber auf Ihre Rechnung.
Wir hätten ihn doch nicht allein gehen lassen sollen.
Er ist doch der Chef.
Er muss es ja wissen, nicht?
Routiniert wird geklingelt.
Den Ausweis in der Hand.
Polizei.
Wo haben Sie den Jungen?
Ich will wissen, wo Sie den Jungen haben.
Sagen Sie doch schon, wo der Junge steckt.
Ich sehe doch, er war hier.
Mein Gott, machen Sie jetzt endlich den Mund auf.
Wo haben Sie das Kind?
Der Junge stirbt in wenigen Stunden, wenn ich ihn nicht finde.
Halt, oder ich schieße.
Nicht doch, Herr Kommissar.
Da wäre meine Lilly aber sehr traurig.
Mensch, Wagenknecht, ich habe Ihnen doch ausdrücklich verboten.
Ja, ich hatte Angst.
Ach, lassen Sie doch den Quatsch.
Sie, wenn Sie in Zukunft das nicht tun, was ich Ihnen sage,
dann lasse ich Sie ablösen.
Sagen Sie, was für ein Interesse haben Sie überhaupt an dieser Isabella?
Bitte nehmen Sie Platz.
Sie wollte uns helfen,
den Jungen zu finden.
Sie war irgendwann mal mit den Machern liiert.
Und wir wissen, dass die beiden
den Jungen entführt haben.
Also, das kann ich mir gar nicht denken.
Und jetzt
will das Vögelchen singen?
Und warum sollte
sie plötzlich nicht mehr mitmachen wollen?
Weil sie die Einzige von der ganzen Bande ist,
die noch Mitleid mit dem Jungen hat.
Sehr logisch klingt das gerade nicht.
Warum hat sie den Bengel denn erst entführt?
Man hat sie dazu gezwungen.
Sie hatte Angst um ihr Leben.
Und das nehmen Sie ihr ab?
Ja?
Ich sehe, Sie sind
überrascht.
Sie wussten nicht, dass das Lokal
mir gehört?
Nein, das wusste ich allerdings nicht.
Ich wusste überhaupt bis jetzt vieles nicht,
Herr Flint.
Sie sprechen in Rätseln,
Herr Doktor Jäger.
Flint, es hat keinen Zweck mehr. Lassen Sie die Maske fallen.
Sie sind verhaftet, Flint.
Guten Abend, Herr Flint.
Würden Sie wohl so liebenswürdig sein
und uns beide zum Polizeipräsidium fahren, hm?
Aber nicht so schnell.
Ich bin immer so ängstlich.
Tja, so was gibt's, hm?
Es tut mir leid.
Ich habe mit der ganzen Sache nichts zu tun.
Und warum sind Sie dann geflohen?
Kurzschlusshandlung.
Sie wissen doch aus Ihrer Praxis,
wie leicht es dazu kommt.
Wo ist die Sängerin Isabella?
Keine Ahnung.
Sagen Sie mal, Flint,
Sie halten die Polizei wohl für sehr naiv, hm?
Glauben Sie denn wirklich im Ernst,
dass wir nicht schon längst Verdacht gegen Sie geschöpft haben?
Uns fehlte lediglich der letzte Beweis.
Und den haben Sie mir heute Nacht persönlich geliefert.
Ich habe hier einen Gagenzettel
aus Ihrer schwarzen Spinne.
Ist das Ihre Unterschrift?
Ja, natürlich.
Und diesen Zettel hier
fanden wir bei dem toten Machon.
Michael hat ihn an seine Tante geschrieben.
Und die Adresse auf der Rückseite,
das ist genau die gleiche Schrift
wie hier
auf dem Gagenzettel.
Dieser Schnörkel und dieser Bogen
haben Sie endgültig verraten.
Ja, sowas gibt's, Herr Flint.
Das muss ein Zufall sein.
Ich sagte Ihnen schon,
ich habe mit der Sache nichts zu tun.
Einem Burschen wie Ihnen
sollte man doch in die Schnauze hauen.
Einen armen, unschuldigen Kerl verschleppen
und kaltblütig krepieren lassen,
damit er nichts aussagen kann, was?
Wenn Sie jetzt nicht bald das Maul aufmachen,
dann sollten Sie mal was erleben!
Mein Knecht!
Lass das doch!
Nun hören Sie mal genau zu, Herr Flint.
Sie haben doch ein reizendes
kleines Töchterchen.
Und Sie haben mir mal erzählt,
Sie seien Ihnen das Liebste auf der Welt.
Nun stellen Sie sich vor,
Ihr Iffchen wäre todkrank
und müsste elend krepieren,
bloß weil irgend so ein Schweinehund
Ihnen nicht verraten will,
wo sie sich befindet.
Dann lassen Sie meine Tochter
nicht aus dem Spiel.
Sie lasse ich nicht aus dem Spiel.
Im Gegenteil.
Ich werde so lange von Ihrer Tochter reden,
wie Sie sich endlich bequem mir zu sagen,
wo Sie den kleinen Jungen versteckt haben.
Und wenn Sie jetzt nicht bald auspacken,
dann lasse ich Ihre Tochter hierher holen
und stelle sie Ihnen gegenüber
und erzähle ihr, was Sie dem Jungen angetan haben.
Das werden Sie nicht tun.
Verlassen Sie sich darauf!
Kann ich mal mit meiner Tochter sprechen?
Herr Flint?
Iffchen?
Jetzt mitten in der Nacht?
Ist etwas passiert?
Muss das unbedingt sein?
Einen Moment, bitte.
Was, Iffchen?
Du bist noch wach?
Papi hat mir heute gar nicht
Gute Nacht gesagt.
Hier, mein Häschen.
Papi möchte dich gerne sprechen.
Papi, du bist ja heute gar nicht
an mein Bett gekommen.
Wo bist du denn?
Bei...
bei Bekannten, Iffchen.
Fein, dass du anrufst, Papi.
Weißt du,
ich wollte nur mal
dein Stimmchen hören.
Ich hatte so große Sehnsucht nach dir.
Na, dann komm doch schnell, Papi.
Das geht nicht, Liebling.
Ja, dann aber morgen.
Ja, kleines, selbstverständlich.
Morgen.
Bestimmt?
Ja, bestimmt. Schlaf gut, mein Iffchen.
Du auch, Papi.
Gute Nacht, mein Liebling.
Also, Herr Flint,
haben Sie mir jetzt etwas zu sagen?
Ja,
ich...
Wo ist Michael Peters?
Das weiß ich doch nicht.
Ich habe mit der Sache nichts zu tun.
Abführung.
Ich tippe mir leid, dass wir Ihnen
eine solche Unordnung hinterlassen,
aber bei einer Haussuchung
ist das eben unvermeidlich.
Nun sagen Sie mir doch um Gottes Willen,
was liegt denn gegen Herrn Flint vor?
Ehe Sie es aus den Zeitungen erfahren,
sage ich es Ihnen lieber selber.
Herr Flint steht unter Mordverdacht.
Von den übrigen Delikten
ganz zu schweigen.
Und ich glaube bestimmt,
dass er diesen kleinen Michael Peters
irgendwo gefangen hält.
Den armen kleinen Kerl?
Nein, das kann doch nicht wahr sein.
Ja, ich fürchte doch.
Ein Mann, der so an seinem eigenen Kinder hängt?
Das arme kleine Elfchen.
Die Blumen habe ich für Papi gepflückt.
Ja, Elfchen,
da wird sich dein Papi aber sehr freuen.
Papi ist nicht zu Hause,
aber er hat mir versprochen,
heute ganz früh zu kommen.
So, Elfchen, jetzt gehst du schön in dein Zimmer
und ich komme gleich nach, ja?
Den Blumenstrauß lege ich Papi ins Bett.
Ich bleibe selbstverständlich bei ihr.
Ich lasse die Kleine nicht im Stich.
Das ist nett, Karin.
Na also, meine ständige Rede.
In seinem Ankleidezimmer hat er
einen geheimen Kurzwellensender eingebaut.
Das hier sind Geheimcodes.
Das hier sind lauter Adressen,
hauptsächlich von Buchmachern und Rennplötzen.
Und das sind Toto-Quoten.
Und jetzt kommt das Schärfste.
Oh, der steht Ihnen gut.
Nicht wahr? Das ist sein Rennbahnhut.
Wieso?
Und jetzt gucken Sie mal nach, was da drin ist.
Ein Mikrosender.
Ach, du heiliger Strauß.
Das ist ein tolles Ding, was?
Damit funkt er während des Rennens
den wahrscheinlichen Sieger an einen Strohmann
und der setzt beim auswärtigen Buchmacher auf Sieg.
Daher der Mikroempfänger
bei der ermordeten Ella Peters.
Übrigens eine großartige Erfindung.
Und wenn nun dieser Strohmann,
es kann auch eine Strohfrau sein,
nicht mehr mitmacht
und auf eigene Rechnung weiterarbeitet,
dann muss man versuchen, ihn zurückzupfeifen.
Und wenn er dann nicht kommt
oder gar die Polizei benachrichtigen will,
dann bringt man ihn um.
Wie Ella Peters.
Wer? Wann?
Sie, Herr Flint, Sie haben Ella Peters ermordet.
Und weil Sie fürchteten,
dass der kleine Michael Peters Sie dabei gesehen hat.
Drum haben Sie ihn entführt.
Und als bei Isabella
das Mitleid stärker wurde als die Angst vor Ihnen
und sie uns den Jungen in die Hände spielen wollte,
haben Sie ihn schnell woanders hingebracht
und auch Isabella musste verschwinden.
Oder haben Sie die auch schon beseitigen lassen?
Das wird sich in der Theorie
alles sehr dramatisch an.
Aber ich glaube nicht, dass Sie mir nur
in einem einzigen Falle
gegen eine Beteiligung nachweisen können.
Im Übrigen wünsche ich mir,
mit meinem Rechtsanwalt sprechen zu können.
Bis dahin verweigere ich jede Aussage.
Gut.
Vielleicht ist Ihr Freund Goritsch gesprächiger.
Abführen.
Nur mal nicht so müde, der Herr, ja?
Abführen!
Wie lange hat der kleine Junge noch zu leben?
Heute ist der letzte Tag.
Der letzte Tag?
Ist ja furchtbar.
Kein Schritt weitergekommen.
Herr Kriminarat,
wir müssen einfach neue Wege gehen.
Es muss uns jetzt jedes Mittel recht sein.
Kennen Sie
Doktor Wagenknecht?
Was denn, den Polizeichemiker?
Ja, der arbeitet an einem neuen
chemisch-physikalischen Verfahren für Spurensicherung.
Wollen wir uns das mal ansehen?
Ich weiß allerdings nicht,
was Sie sich davon versprechen, aber...
Ich trage den
präparierten Lack hier auf.
Wie Sie sehen,
trocknet der Lack sofort ein.
So.
Und jetzt führe ich
den Schuh über die präparierte
Lackschicht.
Die Lackschicht ist radioaktiv,
deswegen decke ich sie mit der
Bleiplatte wieder zu.
So.
Der Schuh ist innen präpariert
und isoliert, damit keine
Gesundheitsschäden auftreten.
Also, Willi, jetzt fahr mal rein
und geh damit ins Labor 2.
Schlupfen wir rein.
Du kannst ja gut reden.
Schließlich ist das Ding doch jetzt radioaktiv.
Du brauchst keine Angst haben, Willi.
Wir sind ja keine Anfänger.
So ein gemütliches Gefühl ist das nicht?
So.
Jetzt nehmen Sie mal den Geigerzähler.
Da schaltet man ihn ein.
Die Skala können Sie ja selbst lesen.
Jetzt gehen Sie und suchen Sie die Spur.
Das ist ja unheimlich.
Das ist kein Geheimnis.
Das ist ein ganz einfacher physikalischer Vorgang.
Auf diese Reise schützen die Amerikaner
ihre Bankressorts und
ihre politischen Geheimdokumente.
Die Sache ist folgende,
Herr Doktor.
Ich suche eine Möglichkeit, einen Mann mit
absoluter Sicherheit bis zu einem bestimmten
Versteck zu verfolgen.
Das Experiment mit dem Lack
ist für die Allgemeinheit wohl sehr gefährlich.
Ja, natürlich ist das gefährlich.
Außerdem wäre es verboten.
Ja, und was weiter?
Ich meine,
könnten Sie den Schuh eines Mannes so präparieren,
dass für ihn und für die Öffentlichkeit
jede Gefahr ausgeschlossen ist?
Wo wollen Sie denn den Schuh hernehmen?
Den habe ich schon.
Ein Mann sitzt bei uns in Untersuchungshaft.
Und ich möchte ihn gerne laufen lassen.
Ja, ich bin nämlich überzeugt, Herr Kriminalrat,
dass Flint sofort diese Isabella
aufsucht, um sie zu beseitigen.
Und dort vermute ich auch den Jungen.
Wenn er Ihnen durch die Lappen geht, ist das sich verdammt riskant.
Das ist ein außergewöhnlicher Fall
und er erfordert eine außergewöhnliche Maßnahme.
Ich bitte Sie, der Junge hat nur noch wenige Stunden zu leben.
Es ist die einzige Chance, die uns bleibt.
Sehr gut.
Es ist genau das Richtige, was wir suchen.
Wir brauchen das Zimmer nur eine kleine halbe Stunde
für eine Vernehmung in Verbindung mit einem Lokaltermin.
Ihre Unkosten werden Ihnen selbstverständlich ersetzt.
Ja, ist gut.
Nehmen Sie ihm die Fesseln ab.
Und warten Sie dann draußen im Schrankraum.
Na.
Setzen Sie sich, Flint.
Hm, Sie sehen schlecht aus.
Wollen Sie eine Tasse Kaffee haben?
Wagenrecht, besorgen Sie Kaffee.
In dieser Straße wurde Michael Peters entführt.
Flint, ich habe Sie hierher bringen lassen,
um Sie einem Zeugen gegenüberzustellen.
Ob das sehr angenehm für Sie sein wird,
das möchte ich bezweifeln.
Jetzt bin ich aber gespannt.
Worauf?
Ob Flint auf unseren Plan reinfällt.
Dann können Sie nämlich morgen nach Flensburg fahren.
Was willst Du denn in Flensburg?
Heiraten.
Ach, herzliches Beileid.
Gleichfalls, lieber Freund.
Also pass auf, wenn Du den Kaffee reinbringst,
dann verschüttest Du ihn ein bisschen und bückst Dich.
Und wenn er mir eins über den Kopf haut?
Das soll er doch gerade.
Ist bei Dir ja sowieso kein edler Körperteil.
Auf jeden Fall brichst Du zusammen und lässt ihn laufen.
Ist doch ganz einfach.
Ganz einfach.
Sie sind doch Spieler, Flint.
Und ein Spieler muss auch verlieren können, wenn er vermahrt hat.
Denn, dass Sie verloren haben,
das steht ja wohl fest.
Meinen Sie?
Wenn wir den Jungen finden,
und wir finden ihn auf jeden Fall,
und er lebt nicht mehr,
dann ist das genauso ein Mord,
als wenn Sie ihn umgebracht hätten.
Wie seine Mutter.
Hier ist der Kaffee.
Ja, ihm bitte.
Dankeschön.
Also, jetzt geht's los.
Stell ihn nicht so dämlich an.
Und keine Angst.
Das Krankenhaus ist ja gleich in der Nähe.
Hm.
Geben Sie sich keine Mühe, Flint.
Auch wenn der Junge nicht mehr da sein sollte.
Diese Isabella wird immer gegen Sie aussagen.
Vorausgesetzt, dass Sie sie haben.
Ja, bitte.
Sie werden ein Telefon verlangen, Herr Kommissar.
Ja, aber doch jetzt nicht.
Das Präsidium.
Ach so.
Dann bleiben Sie so lange hier.
Ja.
Es hat geklappt.
Und was jetzt, Herr Kommissar?
Tja, jetzt brauchen wir ihn nur wieder einzufangen.
Das ist alles.
Ja, das wäre alles.
Ist das nicht verdammt riskant, Herr Kommissar?
Gut, das lassen Sie mal unsere Sorge sein, ja?
Und damit wir uns recht verstehen,
Ihre Leute verfolgen den Mann auf gar keinen Fall.
Das machen wir.
Meinen Sie nicht, Herr Kommissar, es wäre einfacher gewesen,
den Mann durch uns beschatten zu lassen?
Vor allem, das hätte der Kerl doch sofort gemerkt.
Er hätte uns niemals dahin geführt, wo wir ihn hinhaben wollen.
Nein, nein, nein.
Der muss schon wirklich den Eindruck haben,
dass er uns entkommen ist.
Ihr Wagen 5 hält Fühlung mit uns.
In Ordnung.
Komm her.
Na, Herr Hahn, wie fühlen Sie sich?
Herzlichen Dank.
Ach, stell dich doch nicht so an.
Ja, es ist soweit.
Wagenknecht, nehmen Sie den Geigerzähler, ja?
Nur nicht nervös werden.
Lassen Sie sich einen doppelten Cognac geben.
Also, können wir?
Also, ihr raus.
Da kann der Tanz ja losgehen.
Herr Kommissar, soll ich die Lampe holen?
Ja, los.
Funktioniert ja wie eine Eins.
Ist ja auch von meinem Onkel, ne?
Sie warten hier einen Moment und folgen uns später langsam mit Abstand nach.
In Ordnung, mit Abstand langsam nachfolgen.
Was ist denn?
Aus.
Was?
Das fängt ja gut an.
Halt, halt.
Sagen Sie, haben Sie da nicht eben einen Mann gesehen,
mit einem grauen Trenchcoat und einer randlosen Brille?
Nö, ich habe keinen gesehen.
Na gut, dann fahren Sie mal weiter.
Wagenknecht!
Das stellt echt wieder aus.
Hätten Sie mal lieber einen Polizeihund angesetzt.
Das sollte ja gerade vermieden werden.
Na nun, wo gehen die denn hin?
Fahr langsam los, aber wir bleiben auf der Straße.
Hey!
Kriminalpolizei, was machen Sie hier?
Herr Kommissar, was wollen Sie da machen?
So genau wollen wir das gar nicht wissen.
Sagen Sie uns mal eins, ist hier vorhin ein Mann vorbeigelaufen?
Ja, das war direkt unheimlich.
Wieso?
Der lief da in die Ruine, als ob jemand hinter ihm her wäre.
Ja, dass wir da waren, hat der gar nicht gemerkt, nicht wahr?
Der ging gleich zur anderen Tür wieder raus.
Wie sah er denn aus?
Der hatte keinen Hut auf, nicht?
Nee, keinen Hut hatte er auf.
Und so einen Mantel an.
Mir konnte man natürlich nichts sehen.
Ja, und wo ist er hin?
Ja, da rüber, direkt zur Reeperbahn.
Ja, das ist gut.
Ja, aber schön, dass die beiden nicht in ein Hotel gehen.
Das wäre doch viel gemütlicher, nicht?
Aber wenn der zur Reeperbahn gegangen ist, dann ist er weg.
Das ist zappenduster.
Das ist doch verflucht.
Das ist schon wieder aus.
Der kann doch nicht einfach spurlos verschwinden.
Das ist eine alte Stelle.
Und das hat uns noch gefehlt.
Also, wenn der mit der Straßenbahn gefahren ist,
das wäre zum Kotzen.
Ja, so was gibt's.
Ich habe Ihnen doch schon mal gesagt, hören Sie doch mit diesem Dämlichen.
Ja, so was gibt's, denke ich auch.
Na, Herr Kommissar, Sie haben es uns aber nicht leicht gemacht.
Wir sind um den ganzen Häuserblock hingefahren.
Ja, ja, das sieht so aus, als sei der mit der Straßenbahn hier weggefahren.
Hallo.
Ich wollte mir nur ein paar Zigaretten holen.
Ja, ja, mach dir keine Sorgen, Kind.
Du kannst uns helfen.
Hast du hier vielleicht einen Kerl gesehen, mit einem grauen Trenchcoat und randloser Brille,
da in die Straßenbahn steigen?
Ja, doch. Doch, da ist einer eingestiegen.
Ich habe ihn noch angesprochen, aber nur wegen einer Zigarette.
Ja, ja, schon in Ordnung.
Also, der Kerl hier ist tatsächlich mit der Bahn gefahren.
Ja, hier ist die Linie 6.
Ja, er muss die Bahn um 10.24 Uhr genommen haben.
Sofort an Zentrale.
Diese Bahn soll unauffällig verfolgt werden.
Vermutlich ist Flint noch drin.
Und wenn nicht?
Na, dann feststellen, wo er ausgestiegen ist.
Ja, geht mal her.
Hallo, Zentrale, hier Peter 5.
Ist ja ein Ding.
Achtung, 12 Peter.
Eine Mitteilung an 5 Peter.
Kommissar Dr. Jäger
bittet sofort Linie 6 zu verfolgen,
die um 10.24 Uhr
von der Altestelle
Blaue Maus-Reeperbahn abgefahren ist.
In der Bahn
befindet sich vermutlich Flint.
Er ist unauffällig zu beobachten,
gegebenenfalls
festzustellen, wo er ausgestiegen ist.
Michel 1, Ende.
Auf, Mensch.
Chef?
Jetzt hör mal zu, was ich dir sage.
Hier Zentrale, Michel 1.
Achtung, 5 Peter.
Bitte melden.
Herr Kommissar, Peter 12 hat festgestellt,
gesuchter Verbrecher laut Aussagen von Fahrgästen aus der Linie 6
am Grabenplatz ausgestiegen.
Grabenplatz? Also los, alles sofort zum Grabenplatz.
Weiß Bescheid.
Währenddessen...
Hast du dich gut unterhalten mit dem charmanten Kommissar?
Ich hab ihm nichts gesagt.
Aber das versteckte Jungen hast du ihm verpfiffen?
Bachmann musste verschwinden,
weil er mich verraten wollte.
Und du?
Mein Schatz,
wirst du mich auch verraten?
Nein, nein.
So, mein Junge, jetzt hab ich dir was zu trinken gemacht.
Du wirst ihn vergiften, das wirst du nicht tun.
Komm, trink!
Na nun, trink schon!
Trink das nicht!
Aufmachen!
Polizei!
Aufmachen, Polizei!
Müssen wir aufbrechen.
Hier, halten Sie das.
Vorsicht, Deckung!
Nicht schießen! Wir töten das Kind!
Wir müssen aufsprengen.
Holen Sie mir mal eine Sprenglade.
Er lebt, Herr Kommissar.
Gott sei Dank.
Jetzt in die Klinik mit ihm, die wissen ja Bescheid.
Die Nacht hätte er nicht mehr überlebt.
Ja, das arme Kerlchen.
So, los, und deine Krankentage für Wagenknecht.
Ja, in Ordnung, Herr Kommissar.
So, der Junge ist in Sicherheit.
Ich freue mich, dass ich noch rechtzeitig gekommen bin.
Na, Wagenknecht?
Ich glaube, mit mir ist Feierabend.
Ja, das könnte ja so passen.
Nee, nee, du gehst jetzt schön mit deiner Lilly
aufs Standesamt und wirst ein braver Ehemann.
Also doch Feierabend.
Tja, Junge,
so was gibt's.
Wagenknecht ist verletzt.
Er hat aber noch mal Glück gehabt, sagt der Arzt.
Na, Gott sei Dank.
Er springt aufs Nachbardach.
Gott sei Dank.
Ich bin hier zu.
Ich muss weg.
Womit kommst du?
Der Mann hat seinem Leben
ein Ende gesetzt.
Das war's wieder bei
Hör mal zu deinem Kopfkino-Kanal.
Danke für dein Like und bis demnächst.
Untertitel von Stephanie Geiges
