10 Tipps - So lernst du für die nächste Klassenarbeit! | Lehrerschmidt

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26.10.2024 #lehrerschmidt
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ich hoffe, dass Dir dieses Video gefallen hat! Im besten Fall hast du sogar etwas gelernt oder etwas besser verstanden. Du hast Bock auf mehr?
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Hi und herzlich willkommen bei Lehrer Schmidt. Zeit für ein neues Video. Heute mal wieder
bei mir aus dem Büro. Draußen ist es nicht so schön. Jedenfalls nicht so schön, dass
man ein Video drehen könnte. Und ich möchte heute auf eine Frage eingehen, die von euch
aus der Community gekommen ist. Nämlich, wie lernt man eigentlich richtig für die
nächste Klassenarbeit? Gibt es da irgendwelche Strategien oder Tipps oder wie mache ich das?
Und ich habe mir überlegt, alles klar, ich erkläre euch mal, wie ich das für richtig
halte und von dem ich denke, dass es ein guter Weg ist. Und wie immer verpacke ich das in
zehn Tipps. Die gehen wir gemeinsam durch und schauen wir mal, ob euch das auch hilft.
Also fangen wir vorne an. Bevor es überhaupt zur Klassenarbeit kommt, muss man Grundlagen
schaffen. Und Tipp 1, das ist für mich Ordnung und Struktur. Also führe deine Mappen ordentlich,
aber arbeite auch in den Heften sauber. Also unterstreiche die Überschrift, Datum aufschreiben,
Seite aufschreiben, Nummer aufschreiben, alles was dazugehört. Die Idee dahinter ist,
A, sieht es im Heft besser aus, aber du findest Sachen dann, wenn es zur Klassenarbeit geht,
auch viel schneller wieder. Du weißt also, wann haben wir nochmal was gemacht, ach ja,
da ist die Überschrift und gewöhn dir auch an, wichtige Sachen rot zu schreiben oder machen
roten Kasten drum rum oder was auch immer. Die Farbe ist auch egal. Wichtig ist,
dass du eine Struktur hast. In der Mappe kann es zum Beispiel helfen, dass du ein Inhaltsverzeichnis
hast, dass du also weißt, wo was hingekommen ist und vor allen Dingen, ganz ganz wichtig,
gewöhnt euch an, dass ihr am Ende der Stunde den Zettel einfach schon mal in die richtige
Mappe macht. Es gibt ja bei ganz vielen Menschen den Wunder-College-Blog. Kennt ihr den? Der
Wunder-College-Blog? Da wo alles drin ist, also alle Fächer. Und wenn ihr dann zur Klassenarbeit
erst anfangen müsst zu sortieren, ja das nervt und das ist auch verschenkte Zeit. Also erstens
Ordnung und Struktur. Zweitens und das ist auch ein Tipp von mir, den habe ich auch schon mal im
anderen Video gesagt, jeden Tag ein bisschen. Immer ein bisschen. Wenn ihr nach Hause kommt
und ihr habt keine Hausaufgaben mehr auf, dann setzt euch hin und guckt schon mal, welche Arbeit
wird wohl die nächste sein. Ihr könnt euch ja sicher sein, es gibt immer die nächste Mathearbeit,
die nächste deutsche oder nächste englische Arbeit oder Bio oder was auch immer und schnappt
euch das Buch und schaut rein. Überlegt, was haben wir zuletzt gemacht? Habe ich das sauber
aufgeschrieben? Habe ich das fertig? Ja, das klingt im ersten Moment ein bisschen komisch,
spart aber irre viel Zeit, denn jeden Tag nur zehn Minuten fühlt sich nachher viel besser an,
als einmal den ganzen Nachmittag. Also habt das auf der Spur, jeden Tag ein bisschen. Drittens
und das, meine lieben Leute, ist aus meiner Sicht das Allerwichtigste, das ist das Thema
Motivation. Wenn ich zur Schule gehe, wenn ich lerne, dann hilft es einfach, wenn ich weiß,
wofür ich das tue. Das ist also sich einmal vor Augen führen, warum mache ich das? Und gerade
in dieser Tieffliegerphase, also ich sage mal so Klasse sieben, acht, neun, Pubertät, da ist das
manchmal schwierig. Man ist noch ganz weit weg von Beruf und hat noch so gar keine Idee, was man
will. Und wenn dann das Ziel ist, nicht sitzen zu bleiben, dann ist das manchmal für Mama und Papa
schwer, aber vielleicht ist es in der Phase ganz einfach so. Die Erfahrung zeigt allerdings auch,
je älter die Schüler werden und wenn dann endlich ein Fokus da ist, wo die Reise mal hingeht, dann
wird es besser. Und für euch Schüler kann ich immer nur sagen, Leute, Ziel vor Augen machen,
vorangehen. Und eine Erfahrung zeigt auch, alles das, was ihr in der Mittelstufe verpennt, müsst
ihr später unangenehm nachlernen. Das ist sehr anstrengend, wenn da Grundlagen fehlen. Also
versucht, die Motivation hochzuhalten, das ist ganz wichtig. Tja, Nummer vier und das ist ganz
wichtig, wenn es ums Lernen geht und wenn die nächste Klassenarbeit kommt, dann wirklich früh
anfangen. Es gibt ja ganz viele Lehrer, die kündigen eine Klassenarbeit schon 14 Tage vorher an oder
manchmal sogar zwei Klassenarbeiten. Und wenn ihr das wisst, dann tragt euch das in den Kalender ein
und dann anfangen. Ihr könnt nämlich auch, auch wenn die Arbeit noch zwei Wochen weg ist, schon mal
anfangen, erste Themen zusammenzufassen. Vielleicht auf einer Karteikarte, auf einem
Blatt Papier, total egal. Aber alles, was ihr dann schon vorgearbeitet habt, habt ihr schon fertig. Und
wenn ihr es fertig habt, dann müsst ihr hinterher darin schon mal keine Zeit mehr investieren.
Natürlich kommt dann noch Inhalt und Futter nach, aber das könnt ihr ja dazuschreiben. Und so habt
ihr das schon mal weggearbeitet. Und dann sind wir wieder beim Anfangen. Wenn ihr die Hefte gut
sortiert habt, dann habt ihr es da eben viel, viel einfacher, weil ihr nicht suchen müsst. So ist es.
Nummer fünf und das ist für mich immer ganz, ganz wichtig. Seid wirklich so klar, geht zur
Lehrerin oder zum Lehrer hin und sagt, Herr Lehrer, Frau Lehrerin, was kommt dran? Sagen Sie uns das
bitte. Was genau kommt dran? Und ruhig nachbohren. Genau nachbohren. Ganz häufig geben meine Kollegen
Tipps. Und es macht wirklich Sinn, da einmal aufzupassen und zu gucken, so, ah ja, okay, das
kommt dran. Manchmal sagen auch so Lehrer so wie, da würde ich mir mal ein Ausrufezeichen dran
machen. Ja, dann ist klar, dann kommt das dran. Oder manchmal ist es auch andersrum, dass ihr sagt,
ja, dieses Thema werden wir wohl nicht behandeln. Dann sofort notieren, weg, braucht ihr nicht. Also
gut zuhören, was der Lehrer sagt. Und wenn das nicht klappt, aktiv nachfragen. Immer sagen,
Frau Lehrerin, kommt das dran bei der Arbeit? Und da dürft ihr auch ruhig ein bisschen nerven. Das
spart euch viel Arbeit. Und auch wir Lehrer, wir speichern das auch ab. Nummer 6. Und das ist
eigentlich völlig klar, weil das macht ihr alles schon. Ich will es noch mal sagen. Holt euch gute
Hilfe. Und das kann zum Beispiel ein Lernvideo sein. Das kann aber auch ein anderes Buch sein.
Also holt euch Material zusätzlich zu dem, was ihr von der Schule, aus dem Schulbuch habt. Denn
manchmal macht es total viel Sinn, dass man den Inhalt noch mal von jemandem erklärt bekommt.
Und ihr seid diejenigen, die im Gegensatz zu mir und euren Eltern das große Glück habt,
dass ihr in der Regel genau einen Klick vom nächsten Wissen entfernt seid. Und wenn ihr
irgendwas nicht verstanden habt, dann zack, erst mal gucken. Gibt es da ein Video zu? Hat
dein Lehrer was zugesagt? Gibt es eine gute Homepage? Oder ganz verrückt, gibt es ein gutes
Sachbuch? Man kann mit dem Fahrrad in die Bücherei fahren und einfach mal nachgucken. Also nutzt
andere Quellen. Nummer sieben. Das gehört zu meiner Lernstrategie dazu. Das muss jeder selber
wissen. Für mich ist es wichtig, in einer Reihenfolge zu lernen. Also wenn ich größere
Themenbereiche gelernt habe, dann habe ich die immer entweder so wie im Buch oder so wie im
Heft gelernt. Also dass das Wissen stufenweise aufbaut. Und genau so habe ich gelernt. Das heißt
also, ich fange mit den Grundlagen an und dann Spezialfall 1, 2, 3, 4, 5, Sonderfall und so
weiter. Und genau so würde ich euch das auch empfehlen. Und wie mache ich das? Ich habe euch
ja auch an anderer Stelle schon mal gesagt, ich bin ein Riesenfan der Lernkarten. Diese Lernkarten
werden durchnummeriert 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und dann lerne ich immer der Reihe nach. Und der
Riesenvorteil von in Reihenfolge lernen ist, dass euer Gehirn sich nicht nur die Inhalte merkt,
sondern auch die Reihenfolge. Das heißt, ihr wisst schon, wenn das kommt, dann kommt das,
dann kommt das, das kommt das. Und ganz, ganz häufig sind Klassenarbeiten genau so aufgebaut.
Also lernt in Reihenfolge. So, achtens, wenn ihr also gemeinsam gelernt habt, wenn ihr alles
vorbereitet habt, wenn ihr fit seid, wenn ihr eure Lernkarten auswendig kennt, dann und nicht vorher,
erst dann holt ihr euch einen Lernkameraden oder eine Lernkameradin dazu und sagt, hey,
wie sieht es aus? Wollen wir uns zusammen mal austauschen? Und genau darum geht es. Zusammen
lernen macht keinen Sinn, wenn jeder entsprechend auf seine Zettel guckt und nicht sagt, nein,
ihr müsst über die Sachen, die ihr gelernt habt, reden. Und am besten ist diskutieren. Warum ist
das so und das ist so? Aber wenn das doch so ist, dann ist das so. Und wenn ihr euch austauscht und
gegenseitig ergänzt, dann ist das total egal, ob da jetzt einer schlauer oder einer dover ist.
Das spielt überhaupt keine Rolle. Beide profitieren. Derjenige, der etwas mehr erklärt,
versteht schon ein bisschen mehr und derjenige, der es erklärt bekommt, natürlich auch. Es ist
für beide immer gut. Und das muss man sich vor Augen füllen. Es können beide gewinnen. Wie viele
sollten so in seiner Lerngruppe sein? Also ich glaube, dass drei das absolute Maximum ist und
zwei ist, glaube ich, sogar besser. Ich glaube, ab größer drei funktioniert das nicht mehr so gut.
Nummer neun. Ja, ich weiß, ihr wollt es nicht hören, aber genau so wie das Lernen und Vorbereiten
gehört am Tag vor der Arbeit das Früh ins Bett gehen, abends im Bett nochmal alles durchgehen
und dann schlafen, so dass ihr fit und ausgeruht zur Arbeit kommt. Steht früh auf, frühstückt in
Ruhe und dann geht ihr gelassen und entspannt zur Arbeit. Wer es braucht, kann ein bisschen früher
aufstehen, morgens den Lernzettel oder die Karteikarten nochmal durchgehen. Aber wenn ihr
gut vorbereitet seid, dann braucht ihr das gar nicht. Und Spickzettel? Nein, Finger weg. Wer
vernünftig gelernt hat, braucht keine Spickzettel. Viel zu gefährlich. Nicht machen. Oder, sagen ja
auch viele meiner Kollegen, macht ein, aber lasst ihn zu Hause. Denn das, was ihr auf dem Spickzettel habt,
könnt ihr wahrscheinlich sowieso schon. Nummer zehn. Und das ist mein absoluter Geheimtipp, die
Königsdisziplin des Lernens. Und wie ich finde, wenn man das kann, dann läuft's. Und das ist,
erkläre es wem anders. Wenn du einen Themenbereich verstanden hast und zwar so gut, dass du ihm wem
anders erklären kannst, dann sitzt er. Also wenn du vom Lernenden zum Lehrenden, also zum Erklärenden
wirst, dann hast du es wirklich verstanden. Das heißt, du schnappst dir zu Hause wen, also die
Katze, kleine Schwester, zur Not Mama oder Papa und dann erklärst du denen das ganze Thema. Und es
gibt dann zwei Varianten. Variante eins ist, die tapfere Mutter, die es erträgt, oder die tapfere,
sagen wir Mutter, hochaktiv die nachfragt und sagt, ja, das verstehe ich nicht, erklär das nochmal.
Das Erste ist natürlich toll, wenn sich das überhaupt jemand antut. Das Zweite ist aber der
absolute Glücksfall. Wenn du also jemanden hast, der sagt, ja, okay, aber jetzt erklär nochmal und
du das wiederum erklären kannst, ja, dann bist du richtig gut vorbereitet. Und ich wette mit dir,
wenn du dich an diese zehn Tipps hältst oder Basics, müssten wir eigentlich sagen, dann bin
ich mir ganz sicher, dann geht das in der Schule richtig voran. Denn in der Schule, da kommt es
darauf an, dass du auf den Punkt ablieferst. So funktioniert unser System und auch für dich ist
es eigentlich eine ganz gute Sache, denn du weißt dann immer wieder, wo stehe ich eigentlich. Und
man kann jetzt über Leistungsüberprüfung schimpfen und sich fragen, ob Wissensabfragen und manchmal
sind es ja tatsächlich nur Wissensabfragen richtig sind, aber im Moment ist es so, wie es ist. Vielleicht
wird es irgendwann mal anders und im Moment geht es darum, dass du dich bestmöglich darauf vorbereitest,
um das Beste herauszuholen. Und ich kann euch mal sagen, mit Motivation, Einsatz, Energie und der
richtigen Strategie kann man da richtig was rausholen. Und das sollte doch unser Anspruch sein. Also, ich
wünsche dir viel Erfolg bei der nächsten Klassenarbeit. Hau rein! Und wenn du diese Regeln
anwendest, dann würde ich von dir ganz gerne mal hören, wie es läuft. Und falls ich was vergessen habe, freue ich mich über eure Ergänzung.
Okay, das war's.
