„Mathe-Lernen 2020 – Vom Pauken zum Verstehen“ | Vortrag an der FOM Köln

Mathe by Daniel Jung
14 Abonnenten
1 Videoaufrufe·27.10.2024
Daniel hat ein Buch geschrieben. Das habe ich gelesen, kurz nachdem es erschienen ist.
Also ich würde sagen, so ganz am Anfang.
Und habe da zwei Abende dafür gebraucht und habe auch nicht mehr losgelassen.
Das ist wie ein Krimi. Heißt Let's Rock Education.
Und da stehen sehr, sehr viele Anregungen drin.
Ich habe auch schon einige umgesetzt.
Zum Beispiel, dass ich als Arbeitsmarktexperte Videos gedreht habe,
die jetzt mal mehr als 100 Mal geguckt wurden.
Also als Experte da auch auftreten und in den Medien.
Und dann eben auch Wolfram Alpha, was ich gerade vor kurzem vorgestellt habe.
Da steht eine ganze Menge drin. Ein Buch, das ich unbedingt empfehle.
Aber noch besser als das Buch ist natürlich Daniel Jung live.
Das war's.
Danke.
Hört ihr mich?
Ja.
Cool.
Danke für die Einladung.
Bin immer wieder gerne vor Ort.
Ich weiß nicht, habt ihr schon mal einen Vortrag von mir gesehen?
An irgendeiner Uni?
Noch gar nicht?
Okay.
Am besten quatsche ich so ein bisschen über meine Erfahrungen.
So der letzten gefühlten 100 Jahre.
Die letzten 100 Jahre hat halt keiner zugehört.
Und jetzt natürlich noch durch Corona befeuert.
Auf einmal.
Oh, der ist ja gar nicht so schlecht mit den Videos und dem ganzen Zeug.
Und vielleicht für euch so ein paar Eindrücke dann.
Natürlich Thema besseres Lernen.
Ich kann euch als erstes nur empfehlen, falls ihr gerade einen Stift da habt,
würde ich euch empfehlen für eure unmittelbare Zukunft,
euch aufzuschreiben.
Das neue Lernen heißt Verstehen.
Das ist ein Buch von Henning Beck.
Hat das schon einer gelesen?
Wirklich.
Ich kann es nur empfehlen.
Das neue Lernen heißt Verstehen.
Henning Beck.
Ich habe da nichts von.
Der war jetzt in meinem Podcast.
Kommt irgendwie in ein paar Wochen online.
Der ist Neurowissenschaftler.
Kein Quatscher.
Da geht es genau um die Geschichte, wo ihr wahrscheinlich auch mit dem
Professor Sperrmann drüber sprechen werdet.
Wo geht so die Zukunft hin?
Maschinelles Lernen.
Was muss der Mensch überhaupt noch können?
Was sollten eure Fähigkeiten sein?
Und eben nicht die Druckbetankung rein, rein, rein, rein, rein, rein,
rein auskotzen, sondern wirklich Dinge verstehen.
Und das Buch ist wirklich.
Also da war ich wie so ein kleines Kind sensationell.
Der Typ ist Hammer.
Ich kann euch das nur empfehlen, weil er auch unheimlich viele Tipps hat,
wo es wirklich noch in die Tiefe geht zum Thema.
Wie lernt man überhaupt lernen?
Also so ganz banale Sachen.
Keine Angst, ich rede auch gleich über Mathematik.
Also ihr wollt wahrscheinlich noch mehr Mathematik.
Also da geht es auch wirklich so um Umgebungslernen.
Wie gestaltet ihr eure Umgebung?
Wann feuern die Neuronen?
Also wirklich echt gut.
Ja gut, der pure Spaß, natürlich Mathematik.
Ich habe ja direkt gesehen, heute Matrizen.
Also ihr seid fit.
Wenn nicht, gibt es ja noch Videos.
Vielleicht so kurz zu meiner Geschichte.
Ich habe tatsächlich ganz klassisch in den 2000ern,
das wissen die wenigsten, in meinem ersten Studiumsjahr,
so ein kleines, damals hieß das noch nicht Startup.
Heute heißt ja alles Startup.
Skalieren und Verkaufen.
Das war ein ganz kleines Unternehmen.
Da habe ich wirklich live vor Ort Nachhilfe
parallel zum Studium gegeben.
Einzelnachhilfe, Gruppennachhilfe, für Studenten, alles mögliche.
Also ganz analog, so richtig klassisch.
Und mein Traum war eigentlich, so keine Ahnung,
weltweit irgendwie die neue Vor-Ort-Umgebung zu schaffen.
Weil wir hatten damals immer schon auch so Räumlichkeiten,
die nicht so sind, wie man sie teilweise aus der Schule kennt.
So bottig, letzter Raum, alles eng und miefig,
sondern wie früher, keine Ahnung.
Im Kindergarten, wo du morgens gerne auch hingehst.
Und das zog sich so die 2000er durch.
Das war bei mir die Diskrepanz, Uni versus eigenes Unternehmen.
Eltern voll stolz, der erste Akademiker,
hoffentlich schließt er ab.
Und ich immer, nein, ich bin heute wieder nicht an der Uni.
Wieder einen Schein verpasst, weil ich so gerne gestaltet habe.
Und dann kam irgendwie so Ende der 2000er
das Internet noch dazwischen.
Und was mich damals neugierig gemacht hat,
war eigentlich, ihr kennt wahrscheinlich MIT Stanford.
Habt ihr schon mal Lektionen von MIT Stanford auf YouTube gesehen?
Irgendeiner von euch?
Unfassbar, was ich da Ende der 2000er,
das war völlig kostenlos.
MIT Stanford, ganz früh angefangen,
die haben wirklich die Kamera hingestellt.
Und da hat noch keiner über Video lernen
und was man damit machen kann gesprochen.
Und du hast komplette 1,5 Stunden Vorlesungen.
Und da gibt es einen Professor, der heißt Gilbert Strang.
Ich kann ihn auch nur empfehlen für Mathe,
ihr findet die Infos übrigens,
falls ihr nicht zwischendurch mitschreibt,
immer irgendwo bei mir,
Website oder sonst irgendwo, Gilbert Strang.
Das ist ein Typ,
den vergleicht man eigentlich nicht mit einem Mathe-Professor.
Also der Schaman fliegt über die Tafel, lächelt dich an
und du gehst nach anderthalb, also wirklich.
Dann war die Entscheidung, gehe ich montags morgens um 8 Uhr
in die Uni,
muss vorher noch eine Stunde durch den Stau,
bin ja von Remstad nach Köln gefahren.
Oder guckst du sonntags abends so halbnackt auf dem Bett
so eine Vorlesung von MIT.
Und es war unfassbar, ich habe gesagt,
das kann doch nicht wahr sein.
Und das war wirklich ganz banal erstmal,
anderthalb Stunden gefilmt,
ein Top-Professor, der Spaß hat an der Materie
und sich auch immer hineinversetzt hat,
sodass da hinten eigentlich einer sitzt,
der es eigentlich gar nicht versteht.
Und das war eigentlich so eine Initialzündung,
kombiniert eigentlich mit viel Rückmeldung
aus meinem kleinen Nachhilfeunternehmen.
Daniel, du stehst ja nicht permanent zur Verfügung.
Ich sage ja natürlich,
irgendwann ist der Tag auch zu Ende.
Und können wir dich nicht noch am Wochenende anrufen?
Ich habe noch spezielle Fragen.
Da habe ich mir irgendwann gedacht,
ihr kennt das wahrscheinlich auch jetzt
während der Woche oder nach der Woche,
wenn ihr so kleine Fragen noch habt,
erstmal so irgendeine kleine Einheit in,
was weiß ich was nochmal,
Spaltensumme oder was auch immer.
Da habe ich mir gedacht,
warum filmst du das nicht auch mal in dem Stil
wie MIT und Stanford?
Aber eben nicht die anderthalb Stunden.
Weil ich denke mal,
wenn ihr eine kleine Lücke irgendwo habt,
um die zu schließen,
und das wird wesentlich sein
in eurer kompletten Zukunft,
immer kleine Wissenslücken zu schließen
und ob das dann ein Video ist
oder ein Chat-Austausch
oder direkt verknüpft mit einem Avatar
oder was auch immer die KI bringen wird,
ist vollkommen egal.
Ende der 2000er war es halt interessant,
diese kleinen Lücken
in Form von einem Video aufzunehmen.
Und ich habe dann gesagt,
okay, dann mache ich mal
so diese fünf bis sechs, sieben Minuten.
Was habe ich dann gemacht?
Ich habe mir eine Kamera gekauft,
keine Ahnung von nix.
Ende der 2000er,
hat so ein Ding 2000 Mark damals gekostet.
Ich wusste nicht, was es ist.
Ich habe es einfach hingestellt,
habe noch irgendjemand
aus meinem Netzwerk angerufen,
kannst du irgendwie das Licht einstellen?
Das war erst später,
so die ersten Videos von mir
mit Gelbstrich,
war noch im Tennishemd.
Ich bin vom Tenniscourt draufgegangen,
habe einfach aufgenommen.
Ich habe versucht,
die Erfahrungen aus meiner Lehrtätigkeit,
aus der Nachhilfe reinzubringen.
Und wo waren immer so ganz banale,
dumme Fragen.
Also so wirklich so,
wie geht die erste Ableitung?
Was ist das, was da oben steht?
Ach, das ist ein Exponent.
Also so wirklich,
wo heute jetzt,
wenn jetzt die Fachdidakten
als erstes in irgendein Video von mir kommen,
von 2011,
ich dann so einen Brief bekomme,
was ich für einen didaktischen Müll mache.
Die dann wirklich schreiben,
ja, du machst einfach nur rezeptartig,
leiherst du das runter.
Dann versuche ich immer zu erklären,
ich hätte sehr gerne als erstes Video
das hier aufgenommen.
Ich weiß nicht,
ob das alle sehen können.
Ich mache nur mal ein kurzes Beispiel,
wo es hingehen sollte eigentlich in der Mathematik.
Ihr seht,
also wenn ihr es seht,
habe ich hier immer Zahlen aufaddiert.
So, das ist das Erste,
was man erkennen sollte.
Das sind immer ungerade Zahlen,
die man aufaddiert.
Und die Sachen,
die rauskommen,
sind immer Quadratzahlen.
So, das ist das eigentliche Wesen von der Mathematik,
irgendeine Strukturen,
Muster zu erkennen.
Also ungerade Zahlen addieren aufeinander folgend,
ergeben immer eine Quadratzahl.
Und jetzt kommt das Faszinierende eigentlich,
wo ihr auch rausspringen müsstet
und Glücksgefühle haben müsstet.
Wenn ich die vier ersten ungeraden Zahlen addiere,
ergibt das vier Quadrat.
Wenn ich die ersten fünf ungeraden Zahlen addiere,
ergibt das?
Wenn ich die ersten sechs ungeraden Zahlen addiere,
ergibt das?
Immer so weiter.
Jetzt ist der Mathematiker irgendwann gelangweilt,
weil der würde euch jetzt fragen,
ist das denn immer so?
Und dann,
ich weiß nicht,
vollständige Induktion?
Professor Schwermann?
Kommt das noch?
Und hier unten ist jetzt die Magie,
da steht jetzt so eine ekelhafte Formel.
Es ist auch vollkommen scheißegal,
ob ihr das versteht oder nicht.
Der Mathematiker macht da eine Formel draus
und dann beweist er das.
So, darum geht es gar nicht hinterher.
Das ist dann, wenn irgendeiner von euch
als Mathematiker dann endet.
Ist erstmal eine Jobgarantie,
das ist das Gute.
Es gibt auch noch andere Jobgarantien.
Aber das machen dann Mathematiker in der Tiefe.
Das Problem ist,
wenn ich da jetzt mit angefangen hätte,
als erstes Video,
und hätte gesagt,
faszinierend,
und ihr erkennt Muster,
weg.
Hätte keiner zugeschaltet.
Wenn ihr die ersten Videos anguckt,
erste Ableitung machen,
was ist eine E-Funktion,
etc.
Jetzt mache ich mir ab und zu den Spaß hier mit.
Und das Wichtige ist eigentlich,
das ist eigentlich ein Problem aus dem Schulsystem,
es ist eigentlich egal,
ob ihr rechnen könnt so wirklich,
sondern ob ihr solche Muster erkennt.
Und das ist immer,
wo ich versucht habe,
auch im Buch darauf einzugehen,
dass ihr so irgendwie die Zusammenhänge seht.
Ihr habt natürlich jetzt hier,
ich sehe Matrizen,
ja,
faszinierend.
Eigentlich, wenn ihr auf euren Bildschirm guckt,
oder wenn ihr auf den Fernseher guckt,
da laufen eigentlich nur Matrizen ab.
Und das ist so,
da habe ich jetzt irgendwie 15 Jahre lang versucht,
so darauf einzugehen und zu sagen,
liebes Schulsystem,
liebes Unisystem,
geht doch ein bisschen mehr dahin,
wo es so in der Anwendung vorkommt.
Das ist natürlich relativ schwierig,
weil es noch Standardsachen gibt.
Ich habe dann einfach erstmal weiter Videos produziert,
wusste nicht, was passiert,
warum habe ich YouTube genutzt?
Weil YouTube immer online war.
Also früh von Google aufgekauft,
immer stabil,
ich musste mich um nichts kümmern,
alles ist umsonst.
Und du kriegst natürlich schnell Feedback.
Hätte natürlich sein können,
dass alle sagen,
nee, so kurze Einheiten sind total doof,
wir brauchen nur anderthalb Stunden Vorlesungen.
So und mit der Zeit 2012, 13, 14,
hat man schon gemerkt,
ich habe natürlich immer weiter Videos nachgeschossen,
versucht die ganze breite Range abzudecken
von 1 plus 1 ist 2
bis lineare Algebra,
was auch immer in der Tiefe.
Und dann kamen natürlich Feedback,
super,
die kleinen Einheiten haben gewirkt,
toll.
Und das Lustige war,
dass wirklich welche geschrieben haben,
ich habe Zusammenhänge verstanden.
So und das ist natürlich,
wo du sagst,
wo ist jetzt so der heilige Gral,
dass ihr,
ob ihr Mathe macht oder andere Fächer,
dass ihr Dinge wirklich versteht.
Wann passiert das?
Jetzt gibt es diese Zuschriften natürlich.
Hey Daniel,
ich habe meinen Mathe-Dreischein an der RWTH Aachen,
also der völlige Mist,
wenn ihr da reinguckt,
da würdet ihr das große Kotzen kriegen.
Also um Gottes Willen,
also so richtig ganz ekelhafte Mathematik.
Dann geht natürlich wieder von draußen langer Brief rein.
Daniel, was glaubst du,
wer du bist?
Und ich sage,
es geht gar nicht darum,
dass ich sage,
Video ist der heilige Gral.
Aber Fakt ist,
und da gibt es schon ein TED-Talk
von vor,
ich glaube,
zehn Jahren von Salman Khan.
Der hat da den TED-Talk genannt,
lasst uns die Bildung neu denken auf dem Basis,
auf der Basis von einem Video.
So das heißt,
du hast hier jetzt so etwas wie ein Werkzeug,
wie du früher ein Buch hattest.
Daher kommt ja Vorlesung.
Vorlesung kommt ja,
jemand liest was vor.
Wenn man 100,
200 Jahre zurückgeht,
wo geht ihr hin,
um irgendwie Wissen zu haben?
Entweder Bibliothek,
da müsst ihr selber stundenlang suchen.
Oder da vorne sitzt einer
und gibt euch Wissen weiter
und liest vor.
Dann gab es ja viele Möglichkeiten,
die Bildung zu revolutionieren.
Stellt euch vor,
Radio,
hätte man sich ja auch
zu Hause hinstellen können,
dann wäre der Tutor zu Hause gewesen.
Ist in Mathe schlecht,
weil du brauchst was Visuelles.
Fernsehen hatte auch eine große Chance,
aber wir wissen ja,
wo ja Fernsehen geendet ist.
Und irgendwie so die letzten,
MIT Stanford haben in den 2000ern
schon angefangen mit dem Recorden.
Da gab es ja noch nicht YouTube,
aber gerade so mit YouTube
und dann in anderen Netzwerken.
Dann wird alles verteilt,
dann findest du einen Link
von einem YouTube-Video,
verschickst das in der WhatsApp-Gruppe.
Ich sag mal so,
gerade die letzten fünf Jahre,
das sieht man auch an den Klickzahlen,
geht das ab nach oben.
Was ein bisschen problematisch ist,
ist dann tatsächlich
das rezeptartige Lernen,
um eine Prüfung zu bestehen.
Und das wird die Frage sein,
wie werden Prüfungen auf Dauer gestaltet?
Sodass ihr jetzt nicht einfach nur sagt,
weil so viele Comments sind bei mir auch,
wir suchten jetzt zwei Tage Daniel Jung-Videos
oder welche auch immer.
Also suchten heißt dann wirklich,
wir haben gestern Prüfung X geschrieben
und wir haben in drei Tagen Matheprüfung.
Und jetzt machen wir die Druckbetankung,
Video, Video, Video, Video, Video, Video.
Natürlich mit Materialien,
weil das werdet ihr hier ja auch erleben.
Mathematik ist mal eben dann nicht nur,
schaut euch irgendein Tutorial an
und Bumsfalderer könnt ihr es,
sondern ihr müsst es ja auch machen.
Ob ihr es jetzt mit dem Taschenrechner macht
oder mit Wolfram Alpha,
aber ihr müsst es erleben.
Dann einen Fehler machen,
wo war der Fehler?
Leider Gottes in der breiten Masse,
vor allen Dingen in der Schule,
ist es tatsächlich mittlerweile so,
und das decken diese ganzen Lerntutorials,
die es im Internet gibt, dann eben auf,
reicht tatsächlich ein Druckbetanken von Videos
mit ein paar Übungsmaterialien
und dann kommst du durch die Prüfung durch.
Also ihr werdet das sicherlich noch mitbekommen haben,
es hieß dann die letzten fünf Jahre,
so jetzt haben wir tolle neue Abiturklausuren,
die anwendungsorientiert sind.
Letztendlich sind die vom Schema her
aber relativ ähnlich.
Und das ist glaube ich im Moment
ein sehr großes Problem,
wenn wir die Prüfungsgestaltung nicht ganz anders machen,
dann bringt es auch vorher nichts,
immer toll zu schwafeln,
von welchen Möglichkeiten ihr alles habt,
jetzt mit Videos.
Was ich bei den Videos jetzt gemerkt habe,
vor allen Dingen in den Comments bei YouTube,
du kannst die besten Videos machen,
du kannst auch das beste Material online
zur Verfügung stellen in Form von Quizzes,
da wird ja alles probiert und Tests,
Aufgaben mit Lösungen.
Am Ende des Tages gibt es dann doch immer noch
die spezielle Frage.
Und so fortschrittlich die Künstliche Intelligenz auch ist,
im Bereich der Mathematik
ist es im Moment zumindest,
aus all den Erfahrungen, utopisch,
dass es irgendeinen Avatar gibt,
den ihr dann fragt,
hey, schau dir das mal eben an, lös mal.
Und das war eigentlich vor zwei Jahren so meine Intention,
wo ich gemerkt habe,
ihr könnt euch vorstellen,
wenn unter 2.500 YouTube Videos
überall jeden Tag noch Fragen kommen.
Kannst du nicht nochmal eben,
ich habe das gemacht, aber,
warum ist das dort, etc.
Und ich konnte natürlich irgendwann nicht mehr antworten.
Wenn du dann noch auf TikTok, Snapchat,
Instagram unterwegs bist,
dann platzt dir irgendwann die Birne.
Und dann kamen halt so Kommentare,
du Hurensohn, warum antwortest du nicht mehr.
Das ist dann immer so,
weil die gehen natürlich rein, denken,
Mensch, der Junge ist doch dafür verantwortlich,
dass er mir jetzt auf YouTube antwortet.
Dann habe ich versucht zu erklären,
das ist relativ schwierig.
Ich kann euch aber sagen,
dieses Arbeiten, dieses Machen dann auch wirklich,
also Mathematik betreiben oder was auch immer ihr lernt,
erfordert dann natürlich auch einen Austausch.
So, wenn ihr jetzt 20 Jahre zurückgeht,
was musste ich machen?
Ja, Telefon, Wählscheibe, hat einer Zeit,
morgen vielleicht wieder im Unterricht,
kennst du irgendeinen, verabreden.
Ich hätte natürlich auch in eine Bibliothek fahren können.
Und heute kannst du natürlich dann direkt,
zack, rein und austauschen.
Die Frage ist jetzt, wo wird sowas gebündelt?
Da tun wir uns ja natürlich in Deutschland schwer,
Plattformen für zu bauen.
So, die ganzen großen Konzerne,
die ihr seht, haben es geschafft,
komprimiert auf ein Thema
natürlich ein super Ökosystem zu finden.
Wonach ich suche gerade,
ist mit zum Beispiel mathefragen.de.
Ihr könnt jederzeit eine Frage stellen
und ein Helfer hüpft rein.
Und die Helfer sind nicht irgendwelche kleinen Zwerge,
sondern bis zu Professoren.
Zack, for free, gematcht.
Und jetzt mache ich mir gerade Gedanken
und bin in einem Projekt mit dem Fraunhofer-Institut,
einen Match-Algorithmus basierend
auf eurem Lernverhalten zu entwickeln.
So, das heißt, wenn man fragt,
lernen im Jahr 2020,
was ist das perfekte Lernen in Mathe,
weiß kein Mensch.
Es gibt nur unendlich viele Möglichkeiten,
dass jetzt wirklich jeder von euch individuell
herausfinden kann,
was für ihn selber das Beste ist.
Sprich, der eine sagt,
diese Tutorials von Daniel
finde ich zum Kotzen.
Da werde ich niemals was verstehen.
Dann laufen die zu SimpleClub,
haben etwas Animierteres.
Dann hast du irgendeinen Ping-Effekt
und sagst, hier habe ich jetzt einen Effekt,
aber ich komme immer noch nicht weiter.
Ich muss noch irgendwo eine Frage stellen.
Also muss ich mich noch vernetzen.
Dann kommt einer rein zum Vernetzen.
Das ist aber wieder ein hochdidaktischer Mensch,
der irgendwie schwafelt.
Dann wäre es ja besser gewesen,
wenn ihr irgendeinen gehabt hättet,
der vielleicht gleichaltrig ist
und es auf eurem Niveau erzählt.
Sprich, man darf nicht unterschätzen
bei allen digitalen Möglichkeiten
von der Content-Erstellung, Videos,
Quizzes, was auch immer,
dieses Connecten.
Das kann ich nur jedem raten,
dass ihr für das Gebiet,
wofür ihr lernt,
irgendwo eine Art Forum habt,
wo ihr schnell zusammenkommt.
Ich weiß nicht, wie die Gestaltung
jetzt hier an der Uni ist.
Ich rede schon seit 15 Jahren davon,
dass man immer speziell
für die Themengebiete
extra digitale Connections macht.
Ihr habt jetzt hier für euren Kurs
ein spezielles Fragenportal.
Aber was ist, wenn ihr jetzt
nach der Woche Druckbetankung
noch die Frage habt für Potenzgesetze
oder was auch immer
und irgendeiner ist dann nicht online,
der Professor logischerweise irgendwann auch nicht mehr,
dann sollte es ja irgendwo hingehen,
wo ihr aber trotzdem dann direkt
connected werdet mit irgendjemandem.
Und das ist im Jahr 2020,
ob das jetzt mathefragen.de ist
oder ein anderes Portal, eben das Beste,
was es als Additum gibt
zum letztendlichen Verständnis-Erfolg.
Denn nichts kann
im Moment die spezielle Frage
besser beantworten als der Mensch
auf der anderen Seite. Und dann bin ich
eigentlich bei dem Punkt, den mir
in der Schule und auch in der Uni nie einer
gesagt hat,
habt ihr die Lernpyramide soweit
im Kopf? Lernpyramide,
bester Lerneffekt? Ich habe mich
immer gefragt, warum hat nie einer
mit mir darüber gesprochen, dass der höchste Lerneffekt
dann eintritt, wenn ihr
beginnt etwas zu erklären.
Deshalb rede ich auch seit fünf
bis zehn Jahren darum, liebe
Schulen, liebe Unis,
es geht mir gar nicht darum, dass ihr jetzt meinen ganzen
Content nehmt und den zeigt,
wie wäre es denn mal, wenn ihr
anfangt, eure Schüler
oder Studenten zu Erklärern zu machen
mit so ganz einfachen Mitteln, wie
zum Beispiel mit dem Smartphone und nehmt jetzt mal
ein Erklär-Tutorial aus. Was ist der
Vorteil und das auch für euch zum
Thema Lernprozess? Ihr
solltet euch dann immer noch jemanden schnappen
und sagen, das Thema, was ich jetzt
gerade hier habe, möchte ich dir jetzt mal
erklären. Das sollte am besten jemand sein,
der nicht in dem Thema drin ist.
Weil wenn ihr es einem kleinen
Kind oder einem Dummi oder irgendeinem, der es
nicht kennt, gut erklären könnt,
dann habt ihr es am besten verstanden.
Und in dem Maße, wo ihr euch
damit beschäftigt, oh, ich
muss jetzt einem etwas erklären,
fangen schon Lernprozesse an.
Das heißt, es geht nicht nur darum, dass ihr für euch
etwas aufnehmt, sondern ihr euch Gedanken
machen müsst, wie müsste ich jetzt dem
Daniel, mir,
keine Ahnung, Kosten-Leistungs-Rechnung oder so erklären.
Und das ist so
massiv unterschätzt, diese Möglichkeit.
Das war natürlich die letzten 100, 200 Jahre
nicht möglich, alle zu Erklärern zu machen.
Wir auch. Unterricht, Ding-Dong-Dong,
45 Minuten.
So, wir fangen an. Erklär mal eben den Stoff von
gestern. Mach du mal.
Mach du mal. Mach du mal. Oh, Ding-Dong-Dong,
bis morgen. Und heute
kannst du sagen, hey, tolle Neuigkeiten.
Wir machen ein Klassenprojekt,
ein Uniprojekt, was auch immer.
Jeder von euch kriegt jetzt heute
im Nachgang die Aufgabe, mach doch
bitte mal ein Erklärvideo zum
Thema Spaltenraum oder
Transformation oder
Transponierte Matrix, die ganzen spannenden Themen.
Was weiß ich? Und ihr geht
her und könnt vielleicht auch selber aussuchen,
ob ihr ein Erklärvideo aufnehmt.
Und es muss auch nicht immer so sein, dass man
sich selber filmt. Es muss auch nicht
jeder auf YouTube stellen. Es kann irgendwann
in einem eigenen Serverraum sein, was auch
immer. Nochmal, worauf ich hinaus will,
dieser Effekt des Lernens,
wenn ihr beginnt, etwas zu erklären,
der ist gar nicht hoch genug
anzusetzen. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen,
auch wieder über die Mathematik hinaus,
also das ist meistens immer hier,
weit über die Mathematik hinaus,
wie sieht euer zukünftiges Lernen aus?
Und ihr werdet immer mehr zu erklären auch
werden müssen, weil die ganze Arbeitswelt geht
ja dahin, das ist ja mein übergeordnetes Thema,
dass ihr in immer kürzeren
Zeitabständen in kleinen Teams zusammenkommt,
ihr hattet eine Problemstellung,
jemand muss etwas erklären,
was war deine Lösung, was hast du gemacht?
Und um euch darauf vorzubereiten,
gebe ich nicht auf,
jetzt auch bei dieser ganzen Diskussion
in Schulen und Unis, was können wir machen,
und ihr kriegt das wahrscheinlich gerade mit,
von den 5 Milliarden ist wieder
nichts abgerufen worden, weil die Access Points
nicht angeklebt werden können, Internet ist nicht drin,
ich sage, Leute, es ist doch ganz einfach,
macht doch einfach mal Erklärprojekte.
Die meisten haben Smartphones,
dann kommt halt die nächste Geschichte, wer hat
kein Smartphone, wie können wir da Infrastruktur
schaffen? Aber wenn ihr so eine Infrastruktur
habt, wie hier jetzt,
nochmal,
da kann ich nur sagen, das würde ich
an eurer Stelle auch ganz hoch ansetzen,
deshalb habe ich euch dieses Buch, also ich habe wirklich
so viele Bücher gelesen, ich habe
keins entdeckt, wie das neue Lernen heißt,
Verstehen, wo ich euch nur raten kann,
euch damit zu beschäftigen, ihr müsst jetzt kein
Neurowissenschaftler werden, werde ich auch nicht mehr,
aber ich habe auch schon immer Dinge
hinterfragt, auch in der Mathematik,
wo ich dann nicht wusste, wo es weitergeht,
ich sage, was ist das, wie kommt das zustande,
hab mich ausgetauscht, und gerade
diese Zusammenhänge zu verstehen,
sind für euch Gold wert
in der Zukunft. Wo bin ich dann
jetzt an dem Punkt
eigentlich angekommen, oder was ist vielleicht so
mein Ziel jetzt mit dem ganzen Lernen und Lehren
der Zukunft? Für
mich ist eigentlich so, dass das größte Projekt
irgendwie jetzt zu sehen, wie ich
eben Menschen zum Lernen
und Lehren digital am besten zusammenbringe,
wenn eine Frage reinkommt und die Antwort kommt,
und du am besten in einer Online-
Umgebung arbeiten kannst. Denn
das werdet ihr ja wahrscheinlich kennen, wenn es
jetzt gerade um Mathematik geht, und ihr wollt mal eben
schnell eine Matrix aufzeichnen, wissen, wo das
ist, über welches System macht ihr das jetzt?
Und davon leben ja
die großen sozialen Netzwerke von ihrem
intuitiven Bedienen, also TikTok,
Raas, oder Snapchat,
Insta, was auch immer, weil ich einfach
mit meinem Däumchen den Plus-Button drücke und
schön aufnehme, und dann ist natürlich viel
Quatsch dabei, und zack. Aber wenn es so
intuitiv mal wäre zum Thema,
heute Nachmittag, hey, wie war das nochmal
heute? Zeile mal, Spalte,
Koeffizienten, verdammt nochmal, ich weiß es nicht.
Okay, ich gucke mir ein Video an,
ja, war schon okay, aber immer noch nicht
verstanden, ich brauche hier jetzt gerade Hilfe.
Also, schnell connecten mit einem.
Alles klar, wer ist gerade online?
Super. Kannst du mir nochmal erklären, ja,
du hast einfach nur vergessen, eine 2 hinzuschreiben.
Ach, das war's. Und das sind diese
Aha-Momente, die man
kennt, wenn man beim Lernen irgendwann
sagt, aha. So, und
dieser Aha-Moment war bis
jetzt 2010 bis
2020 nicht möglich, weil es halt früher
immer nur, denkt an mich früher,
irgendwelche Zettel, ja,
die man durchforsten muss,
da war nicht, ich hole das Ding hier raus,
drücke irgendwie drauf und gucke mir irgendwas
an. Bei mir aktuell,
wenn es um Firmengründung oder so geht,
mache ich das genau so. Ich gucke mir
ein YouTube-Tutorial an, da ist natürlich die Frage,
was ist da was wert?
Aber ich sage mal, wenn ihr heute einen YouTube-
Kanal vorfindet, wenn es zum Beispiel
um das Thema Steuerrecht geht, und ihr
seht schon, da ist eine Kanzlei dahinter,
dann recherchiert man eben, also
eine hohe Fähigkeit für die Zukunft, wirklich nicht
alles nur einfach hinzunehmen,
wie die meistens ja bei Social Media machen, ja,
ist was, ist was, zack, durch, sondern wirklich
Steuerrecht, oh, da können,
nochmal, alles klar, dann unterhalte
ich mich mit meinem Steuerberater, dann kenne ich
einen in meinem Netzwerk, dann gehst du auf LinkedIn,
dann kennst du irgendeinen, der schon viel erreicht hat,
dann fragst du den, kann ich mal,
kann ich mal mit deinem Steuerberater sprechen, und schon bist
du in Interaktion, lebst das,
dann hole ich immer noch ganz klassisch,
bei allem iPad Pro, hole ich
meinen Zettel raus, also wenn man mein Zimmer sehen würde,
ist alles voll geschmiert, ja, wieder eine Idee
aufgemalt, da sind wir beim Thema,
ihr erlebt das, und das ist
eben das Schwierige, wenn ich tippe,
habe ich nicht den gleichen Effekt, wie wenn ich die
Matrix aufzeichne, ja, ob
das dann irgendwann mit iPad Pro für die Masse
so haptisch möglich ist, müssen wir mal gucken,
das ist eine Riesendiskussion, auch in der
frühkindlichen Erziehung habe ich im Buch auch versucht,
aufzugreifen, warum ich mit meinem Neffen
immer nur rausgehe, plansche,
klettern gehe, aber
auch das ist, dieses Erleben,
Lernen mit dem
haptischen Aufzeichnen, und dann
wieder absprechen, ob einer
jetzt bei euch ist, oder ob ich digital
verknüpft, und das ist so,
wenn man das jetzt mal so alles so nimmt, ist das
eigentlich alles gar nicht so schwierig umzusetzen
heute, und deshalb bin ich immer so verwundert,
wo es jetzt wahrscheinlich wieder im Chaos
endet, in der breiten Masse,
wo man sagt, hey,
wenn es um sowas geht, wie,
okay, wenn ich durch das Erklären so
einen hohen Lernerfolg habe, ja, dann mach doch mal
eben ein Videoprojekt, ja, so, und keine
Sorge, die Videos werden nicht online gestellt,
und ihr braucht euch nicht selber zu filmen, sondern
ich habe, also mal aus dem Nähkästchen
geplaudert,
ich habe für einen großen Konzern eine Schulung gemacht,
für die
Chefetage der Einkäufer,
und da habe ich wirklich Videotutorials erstellen lassen,
so, und dann sind die in so kleinen Gruppen,
mussten die so ein Minuten Tutorials machen,
in einer Abfolge von 6
bis 10 Videos, um
ein Thema zu erklären. Was dann dazu
kam, war einfach, die hatten einfach mega
Spaß, weil die einfach mit dem,
dann haben wir einfach gesagt, das war wieder
TikTok, ne, ich musste immer mit anfangen,
weil es ja gerade in aller Munde ist, Datenschutz
hin oder her, haben wir
gesagt, dann, eure Gruppe macht
jetzt einfach mal eine TikTok-Challenge, und ihr
müsst Negotiation, also
verhandeln, in 6 bis 10
Einheiten erklären. Die sind mega
abgegangen, die haben die ganze Woche nochmal
vertieft, die haben alles nochmal verarbeitet,
die mussten sich vorher strukturieren,
ich habe gesagt, bei TikTok
erklärt ihr jetzt nicht dem 28-
jährigen Masterabsolventen
etwas, sondern wahrscheinlich dem 14-Jährigen,
der gerade auf dem Bett rumhüpft. Und so
mussten die sich wirklich reindenken, dem etwas
zu erklären, über Verhandlungstaktiken.
Und die Videos sind
sensationell, ja, leider ist da wieder
Privacy Policy und keiner darf es online stellen,
es war wirklich der Wahnsinn. Nur um nochmal
darauf einzugehen, Thema
Lernen und Lehren der Zukunft, das geht
ja einher. Wenn ich jetzt also als
Lehrtätiger unterwegs bin,
und das ist, glaube ich, bei vielen noch
eine Befindlichkeit in Schule und Uni,
die sehen jetzt all das, was da
im Internet passiert, gerade auch
so, ob man das jetzt als Stars
bezeichnen möchte, oder was auch immer,
es gibt ja auch viele Unternehmen, die
groß geworden sind, dass man die eher
als Symbiose nimmt und mit reinzieht.
Ich weiß nicht, das ist mal meine Standardfrage,
wer von euch hat schon mal auf Udacity einen Kurs
gemacht?
Direkt auf LinkedIn rein. Wer hat schon
mal auf Udemy einen Kurs gemacht?
Okay, schon mehr.
Üblich 0,1%. Coursera?
Ich nehme mal die drei nur
als Standard. Für euch
aber auch nur. Sowas wie Udacity,
da arbeiten alle großen Konzerne
jetzt mit. Also wenn ihr irgendwann in einen
Konzern kommt, wird wahrscheinlich das Erste sein,
pass mal auf, du brauchst jetzt nochmal
eben einen Zusatzkurs bei Udacity,
weil es da um Machine Learning
in, keine Ahnung, Buchhaltung oder so geht.
Und dann musst du
den machen und dann musst du gewohnt sein, was machen
Udacity, Coursera, Udemy,
Skillshare, wie sie alle heißen, kommen leider alle
aus den USA, basierend auf
einem Videokurs, optimiert
mit Aufgaben, mit Lösungen,
Einheiten, schnell verknüpft noch
mit Experten, Quizzes,
digital abgedeckt für ein lebenslanges Lernen.
Das heißt, ihr müsst auch fit sein
für die berufliche Zukunft.
Thema selbstorganisiertes Lernen, das hat man jetzt
ja in Corona gemerkt, das ist ja der absolute
Mythos gewesen. Normalerweise hätten ja
die Kids Richtung Abitur sagen müssen,
alles kein Problem, wir sind vorbereitet,
weil es gibt ja alles
schön digital.
Da hat man jetzt aber gesehen, dass eben gerade auch
meine Videos oftmals benutzt
werden, um einfach durch Prüfungen
durchzukommen, aber sich nicht wirklich auf ein
neues Thema vorzubereiten.
Und auch das kann ich euch nur empfehlen,
für die nächsten Jahre fit zu werden,
im Umgang mit sich wirklich ein Thema
auch mal komplett selbst beizubringen.
Ob das jetzt nur
mit Videos ist, in einer Kombination mit
XYZ, wahrscheinlich in 5 bis
10 Jahren. Ich meine, KI-Wissenschaftler
machen jetzt eine Challenge und sagen, es wird
wirklich den Avatar geben, und zwar
genauso, der perfekt ist für euch.
Also wollt ihr eine
junge Damenstimme haben, einen
Elternprofessor mit Bart, dann wird der genau da
sein und mit dem sprecht ihr dann so.
Also das ist noch,
muss man mal schauen, aber bei der PS-Zahl,
die gerade nach vorne geht,
wird es irgendwelche Mittel geben.
Und zum Thema Arbeitswelt
der Zukunft, es wird so sein, dass ihr
permanent in kleinen Einheiten
euch neue Dinge aneignen müsst.
Ergänzend zu, basierend
auf dem, wo ihr ein Spezialgebiet
habt. Ich hatte einen Podcast,
wer kennt Tim Schumacher?
Wer kennt Adblock Plus?
Adblocker? Kennt man den?
Den kennt man.
Tim Schumacher kennen die wenigsten,
ist aber ein riesen Investor, der
unterm Radar schwimmt, aber wirklich
ganz viele Firmen gründen.
Und er hatte auch gesagt, es wird natürlich
weiterhin darum gehen, auch in einem
Spezialgebiet entsprechende Skills zu haben.
Also dieser Mythos jetzt, ja wir wissen ja, wo
alles steht, dann google ich ein bisschen
und hab Udacity und mach mal eben schnell
hier noch einen Zusatzkurs.
So wird es nicht sein, sondern ihr werdet
euch irgendwo drauf spezialisiert haben, aber
in der Kürze, wo sich so viel
verändert, da geht es bei Weitem
eben nicht um Mathematik, müsst ihr
in der Lage sein, euch zum
Thema lebenslanges Lernen digital
zurechtzufinden, weil die Firmen
das jetzt einfach auf euch dann auch einfach
zuklatschen. Und
mit der Mathematik gibt es natürlich die Vorteile,
dass man es wunderbar auch üben kann.
Also es ist natürlich einfacher,
das Thema lineare
Algebra in Videosequenzen zu packen
als, keine Ahnung, eine
Gedichtsanalyse oder sowas.
Also es wird noch die Frage sein, Thema
Geisteswissenschaften, was brauchen wir,
werdet ihr euch vielleicht mit beschäftigt haben,
Empathie und Co.
Ich glaube, wenn ihr schon die Chance habt,
in einer guten Infrastruktur
von der Hardware her zu sein,
dann aber eben auch von
Lehrkörpern die neue Wege gehen und auch
testen, weil es gibt nicht dieses eine
so ist das Lernen jetzt in 2020,
sondern es gibt halt so viele Möglichkeiten,
wo ihr auch mal ein bisschen testen solltet.
Aber es gibt schon das Fundament,
wo ich eben sagen kann,
da haue ich noch mal eben drauf,
werde zu Erklärern,
weil es gibt keinen größeren Lerneffekt. Das habe ich jetzt
über 15 Jahre gemerkt.
Könnt ihr euch vorstellen, 2500 Videos.
In dem Maße, wo ich
erklären musste und mich hineinversetzen
musste wirklich, da ist einer,
der hochkomplexen Stoff nicht versteht,
wie mache ich es so einfach wie möglich,
musste ich ja auch in den Prozess
gehen, wie erkläre ich das einfach,
wie geht das nochmal, warum ist das so
und dann hat man so spannende Möglichkeiten,
ob das ein ganz
klassisches Video ist, wo man sich was erklären lässt
oder Derek Müller
habe ich im Buch angesprochen, kennt einer Derek Müller
Veritasium den Kanal,
der ist Doktor der Physik, da denkt man jetzt so
einer kommt auf die Bühne, der sieht aus wie James Bond.
Das ist der Wahnsinn.
Das ist ein Typ und das ist so,
wo ich hoffe, dass jetzt auch
in Zukunft mehr Lehrkörper
eine Affinität dazu haben, einfach gemeinsam
mit diesen Leuten zu arbeiten, weil
auch so ein Derek Müller sagt,
klar ist das Video kein Ersatz,
klar ist das rein Digitale kein
Ersatz, wie sieht das
jetzt in Zukunft aus, wenn ihr hier vor Ort zusammen
kommt. Also bei mir
ist es jetzt so, ich würde schon die Tische gar nicht mehr so hinstellen.
Also das ist so, ich denke ja auch über die komplette
Infrastruktur nach, wie man in kleinen
Teams dann zusammenkommt, so ihr sechs geht
jetzt mal direkt raus, macht mir eine kleine
Erklärsequenz dafür.
Und da heißt es einfach nur testen
und ich glaube, da seid ihr hier beim
Professor Sperrmann an der richtigen
Adresse oder allgemein hier,
für euch selber nochmal,
verlassen sollte man sich auf nichts,
aber das nutzen, was da draußen
möglich ist. Und nochmal, sowas wie Udacity,
Coursera, Skillshare, Udemy,
solltet ihr auf jeden Fall euch mal angucken,
weil die meisten fragen dann immer, ja,
aber ich mach doch hier jetzt gerade schon meine Ausbildung,
warum soll ich denn nochmal was machen?
Einzig und allein, um das mal getestet zu haben,
dafür
würde es sich schon gelohnt haben. Genau so mach
ich das eigentlich seit den letzten 10 Jahren,
wenn da was Neues rauskommt, sofort testen.
Bei mir ist es zum Beispiel jetzt
auch das Thema Mathematik
und neuronale Netze.
Finde ich hochspannend, weil
das ein Riesenthema ist, in diesem ganzen Bereich
maschinelles Lernen, kann man
irgendwie so das, was hier oben drin ist, abdecken
und was ist die Mathematik dahinter? Also das
hätte ich, ich glaube, das würden auch viele
Spannenden finden, alleine das, wenn ihr auf
einen Übersetzungsknopf drückt, bei
Instagram, Facebook, wo auch immer,
was passiert dann? Einfach nur mal zu
wissen, das ist Mathematik im Moment und
die Mathematik steckt überall drin.
Ich muss dann immer ein bisschen aufpassen,
dass ich nicht zu sehr über die Mathematik philosophiere,
weil ich weiß, man möchte was anderes machen, dann
Firmen gründen,
da in ein Designprojekt gehen oder was auch
immer, aber das verstanden zu haben,
was da passiert und
daraus resultierend nochmal über die Mathematik hinaus
für euch, wo geht die Lernzukunft
hin für euch? Definitiv
Verstehensprozesse und definitiv
Lernen, Lernen und da
nochmal der Tipp zum Schluss über die
Mathematik hinaus, da lohnt
es sich wirklich mal so ein, zwei Bücher
sich zu schnappen, Neurowissenschaften
was auch immer, das wird die beste
Vorbereitung sein für das, was da draußen
gerade in der Arbeitswelt
passiert, um für euch
in eine wohlwollende
Lernzukunft zu gehen. Ich hoffe, ich konnte euch da ein bisschen
was mitgeben. Wenn ihr im Nachgang
oder gleich natürlich auch Fragen habt,
haut raus und
ich versuche in dem Maße
natürlich jetzt, wie ich die Mathematik-Videos probiert
habe, mit dem Podcast, mit den Gästen
euch möglichst viel Insights zu geben
und wenn ihr Fragen habt, könnt ihr die auch immer
irgendwo, werdet ihr mich online finden.
Ich habe jetzt auch Frank Thelen
wieder in meinem Podcast, kann man auch halten
von was man möchte jetzt,
die einen stimmen, die anderen,
aber super verdrahtet, super viel gemacht,
super Insights,
super viel Richtung Arbeitszukunft,
wo ihr immer ableiten könnt, wie eure
Lernzukunft sein muss, also haut
da gerne auch immer Fragen irgendwo drunter.
Auch wenn ich nicht mehr den ganzen Tag online bin,
einen aus meinem Team kriege ich immer rein
und sage, holt die Fragen raus und dann
werden die beantwortet. Das finde ich eben das Spannende
an 2020, dass ihr euch auch so schnell
connecten könnt mit solchen Leuten.
Und wer ist bei LinkedIn?
Wer ist bei Xing?
Ich würde schon mal in beides
reingehen und ab und zu
es als Lernplattformen zu nutzen,
also super hochwertige Inhalte,
immer wieder tolle Artikel,
wenn ihr den richtigen Leuten folgt
und einfach jetzt schon mal auch da brutal
Netzwerken, weil das wird auch
ein hoher Skill sein, wirklich einfach mal
fragen, ob das Frank Thelen
ist oder ich oder wer auch immer,
dann habt ihr irgendeinen Idol, einfach mal
bei LinkedIn gucken und dann
hey, wollen wir nicht mal quatschen?
Und dann guckt man die ganze Zeit,
hat er gelesen, hat er gelesen, nein und
irgendwo passt es dann. Also ich habe mal für meinen ersten
Businessplan habe ich mal, weiß ich nicht,
ca. 500 Leute immer angeschrieben,
den ganzen Tag und wolltest du nicht mal
und dann hatte irgendeiner Gnade damals
vom Hightech-Gründer vor und hat sich das Ding angehört.
Aber es ging halt schon
und einfach mal machen und einfach tun und Netzwerken
ist einfach so eine tolle Chance
in 2020 da mit den richtigen Leuten
zusammen zu kommen.
Vielen Dank!
