In vielen abgepackten Nahrungsmitteln und insbesondere in Dosen werden Konservierungsstoffe verwendet, die verhindern sollen, dass allfällige Bakterien darin nicht überleben können. Doch was passiert, wenn wir solche «konservierten» Nahrungsmittel essen und unseren Darmbakterien zum «Frass» vorwerfen?! Haben Konservierungsstoffe dann nicht ähnliche Wirkungen wie das Antibiotikum?
▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Dr. med. Henning Sartor, F.X. Mayr-Arzt Moderation: Alexander Glogg Sendungsnummer: Nhol_211115_S6_sartor-23
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Herzlich willkommen liebe Zuschauerinnen und Zuschauer in unserem Format Naturmedizin.
Ich möchte heute verhindern, dass wir eines Tages sagen, denn sie wissen nicht, was wir tun.
Dieser berühmte Satz von James Dean war es, glaube ich.
Aber heute möchte ich genau diesen Punkt auf das Thema Konservierungsmittel setzen.
Wir sollten uns alle bewusst sein, was passiert, wenn wir Nahrungsmittel zu uns nehmen, die konserviert sind.
Dieses Thema möchte ich heute mit einem F. X. Meyer Arzt diskutieren,
der aber auch in der Elektrophysik sehr versiert ist und uns sagen kann, was passiert da in unserem Körper.
Bleiben Sie dran, wir legen sofort los.
Jetzt stelle ich Ihnen noch diesen Arzt vor, das ist nämlich Dr. Matt Henning-Sator.
Ganz herzlich willkommen lieber Henning.
Vielen Dank.
Konservierungsmittel, das wird in der Nahrungsmittelindustrie mit diesen E-Stoffen betitelt, oder?
Ja, es gibt viele Nahrungszusatzstoffe, die in eine sogenannte E-Tabelle einsortiert werden.
Ein grosser Teil dieser Stoffe werden als Konservierungsstoffe oder auch als Geschmacksverstärker verwendet.
Leider sind sie der Gesundheit indirekt und vor allem über die Darmflora nicht wirklich wohlgesonnen.
Das heisst, sie haben einen grossen schädlichen Einfluss auf uns.
Konservierung heisst, ich konserviere etwas, um haltbar zu machen.
Das heisst, wenn noch allfällige Bakterien drin wären, können die nicht mehr weiter fermentieren,
sondern werden eigentlich wie konserviert.
Was werden sie?
Ist das der Grund von Konservierungsmitteln, noch bakterienallfällige die Leben zu töten?
Ja, wir unterscheiden sogenannte bakteriostatische Produkte oder Giftstoffe,
die also nur das Wachstum von Bakterien hemmen,
und Bakteriozide-Stoffe, die tatsächlich Bakterien auflösen und zerstören können.
Wenn man die entsprechende Mischung verwendet oder ganz bestimmte Stoffe in einer bestimmten Dosis in ein Lebensmittel hineinpackt,
dann kann man dadurch eine Fäulnis, eine Art von Gärung und auch natürlich Pilzwachstum verhindern, auch verschimmeln.
Das tun diese Lebensmittel dann nicht mehr, je nach Struktur dieser Haltbarkeitsmacher.
Und wenn man die jetzt zu sich nimmt, dann wirkt genau das, was im Lebensmittel drin war, eben in dem Darm auch.
Nur, weil das ist ja noch mit anderen Lebensmitteln verdünnt,
dadurch ist die Konzentration in unserem Bauch nicht ganz so hoch.
Aber wenn jemand, und ich meine, das sind sicherlich nicht wenige Leute,
die es sich vielleicht auch einfach machen und viel Gemüse aus der Dose kaufen,
dann habe ich ja hier alles aufgeführt mit dieser Flüssigkeit, mit diesem Konservierungsstoff, Haltbarkeit drei Jahre, oder?
Da passiert nichts mehr, es wird nicht faul, es gibt keine Pilze, alles gut, die Idee ist ja super.
Aber wenn ich ja dieses Nahrungsmittel, diese Bohnendosen esse und hier das zufüge, immer und immer wieder,
dann konserviere ich doch auch mein Mikrobiom.
Ja, und hier gibt es ein riesengroßes Problem, was auch nicht so offiziell überall richtig wahrgenommen wird.
Und zwar, die normalen, guten, synergistischen, also nützlichen Bakterien in unserem Bauch
sind auf diese Stoffe erheblich empfindlicher als die oft multiresistenten Proteobakterien,
nämlich die schädlichen Fäulnisbakterien.
Das heißt, wenn wir bestimmte Mengen von diesen Konservierungsstoffen zu uns nehmen,
dann sind es eben unsere Nützlinge, die kaputt gehen, aber die Schädlinge bleiben oder wachsen sogar noch mehr,
weil ja ihre Gegner, die um Futter neiden, also das Futter zum Teil wegfressen, die sind ja kaputt gemacht worden.
Das heißt, diese schädlichen Bakterien bekommen mehr Futter und dadurch wachsen die viel besser als vorher.
Das ist ein ganz trauriger Prozess.
Wir sind ja schon sehr sensibilisiert heutzutage darauf zu achten, dass wir ein gesundes Mikrobiom haben.
Wir geben uns alle Atem vom Mühen, aber ich weiss nicht, wie stark das Bewusstsein schon auf Konservierungsmittel steht oder hingestoßen wurde.
Habe ich das eigentlich hauptsächlich in den Dosenprodukten drin, Konservierungsstoff?
Also es wird ja in den Dosen auch, aber manche, da gibt es also tatsächlich Dosenprodukte,
die eigentlich gar keine Konservierungsstoffe brauchen, weil die werden ja, wie man so sagt, eingekocht und dann verschlossen.
Ohne Sauerstoff, also dann ist es auch sauber.
Dann ist es jedenfalls von diesen Stoffen frei und dann ist es so, man sagt dann eben erhitzt und dann verschlossen.
Dadurch hat man dann den Hitzeeffekt und damit die Konservierung.
Das Wichtigere ist aber, dass eben auch manche Lebensmittel, die einfach nur im Laden stehen,
vielleicht nur den normalen Deckel oben drauf haben und dann eine lange Haltbarkeit haben sollen.
Und diese Stoffe, da muss man sehr darauf achten, dass man eine gewisse, also schaut,
welche Stoffe sind dort enthalten und sind das schädliche oder vielleicht sogar eher etwas günstigere Haltbarkeitsstoffe.
Zum Beispiel wird ja auch die Ascorbinsäure, was ja Vitamin C ist, als Konservierungsstoff verwendet.
Habt auch eine E-Nummer, aber es ist eine eher günstige Version.
Also es gibt unter den Konservierungsstoffen jetzt nicht nur böse Stoffe.
Okay, also Ascorbinsäure hätte ich jetzt auch nicht als böse bezeichnen. Und?
Ascorbinsäure ist ja Vitamin C.
Eben, wäre ja gut, natürlich.
Dadurch wird das Lebensmittel aber geschmacklich etwas saurer gemacht und das muss möglicherweise wieder ausgeglichen werden.
Oft hat man dann also solche Geschmacksverstärker oder künstliche Zuckermoleküle eingebaut, damit der Geschmack wieder ausgeglichen ist.
Also man muss heute wirklich sehr schön aufpassen, weshalb wir dazu plädieren, naturbelassene Nahrungsmittel oder Lebensmittel zu kaufen oder zu produzieren.
Ja, das ist dann das Einfachere. Bleiben wir noch beim schwierigen Weg.
Also wenn ich hier im Einkaufsregal bin und wir zum Beispiel beim Fleischregal sind, wo das aufgeschnittene Fleisch drin ist, in einer Plastikfolie verpackt,
und ich lese darauf, da steht immer Konservierungsmittel drauf.
Ja, fast immer. Und jetzt ist es mit der Plastikfolie drumherum zwar ein Sauerstoffschutz,
aber dafür, das weiss man ja heute auch, hat ja das Plastik auch sogenannte Weichmacher.
Und die haben wieder hormonelle Wirkung.
Östrogene.
Ja, so östrogenartige Wirkung.
Und da muss man sehr gut aufpassen, dass man so weich eingefolgtes Lebensmittel, auch gerade Fleisch, in größeren Mengen zumindest zuführt.
Am besten gar nicht.
Also Kunststoff mit diesen Weichmachern ist ein wirkliches Gift und das sollte man eigentlich vermeiden.
Und wenn man jetzt noch zusätzlich auf der Deklaration auch noch Konservierungsstoffe findet, die eben nicht Ascorbinsäure heißt,
dann ist es also ein wirklich großes Problem auch für die Darmflora.
Nun, selber habe ich jetzt noch nie Konservierungsstoff gelesen, wo Ascorbinsäure draufsteht.
Meistens ist es ja versteckt in einer E-Nummer.
Ja, so ist es.
Deshalb diese E-Nummern.
Da sollte man wirklich mal einen Blick drauf werfen und mal schauen, welche sind dort jetzt wirklich noch halbwegs günstig und welche nicht.
Aber das Einzige, was wir eigentlich wirklich noch als gut oder als harmlos empfinden, ist eben dieses Vitamin C, die Ascorbinsäure.
Die anderen sind eigentlich fast alle schon entweder nicht günstig oder sogar schädlich.
Ja, also das betrifft jetzt nicht nur die Patienten, die jetzt gerade zuschauen, die auf der Suche nach ihrer Gesundheit sind,
sondern es betrifft auch uns gesunden Menschen, hier rechtzeitig, frühzeitig gegenzustehen und zu sagen, solche Dinge kaufe ich nicht.
Weil es ist ja nicht nur im Fleisch.
Ich frage mich gerade, welchen Käse kaufe ich, der jetzt nicht irgendwo in einem Plastik eingepackt ist?
Ja, es sind wirklich ganz viele, viele Lebensmittel, die eigentlich irgendwo in einer Verpackung stecken,
die schon solche Haltbarkeitsstoffe, also Konservierungsstoffe haben, die sich sehr ungünstig auf die Gesamtflora unseres Bauches auswirken.
Das Schwierige ist eben, dass diese Stoffe dann im Darm die gesunde Darmflora so hemmen,
dass man das mit der gesündesten Nahrung eigentlich nicht mehr ausgleichen kann,
sondern nur noch durch spezielle Kultivierung mit Probiotika oder so weiter.
Und auch da hat man dann wieder die Einschränkung, dass es eben nur bestimmte wenige Bakterien sind,
die wir über Probiotika zuführen können, was sehr gut und nützlich ist vielleicht.
Aber eine der wesentlichen Dinge, die ja von den Konservierungsstoffen kaputt geht, ist die sogenannte Diversität.
Das heisst, die Vielfalt von vielen kleinen Bakteriengruppen wird eben zu einer einseitigen Schmalspurflora zurückdefiniert
und zurückgestutzt durch diese toxischen Einflüsse.
Also jetzt haben wir eigentlich in unserer Diskussion das Konservierungsstoff klar angegangen.
Jetzt sind wir noch auf diese Plastikgruppen von Weichmacher gekommen, wie eben Östrogen.
Da hatte ich letzte Woche eine Ärztin hier, die hat mir gesagt, Östrogen begünstigt die Zellteilungen.
Deshalb auch viel, viel mehr Bauchfett.
Das ist eigentlich wunderbar, um einen grossen Bauch zu kriegen oder zuzunehmen oder Diätblockaden.
Während dieser Östrogenüberschuss, den wir aber ja nicht nur aus dem Plastik haben, sondern teilweise auch Östrogenüberschüsse im Wasser.
So ist es, ja.
Leider ist es auch so, dass wir diese Konservierungsstoffe oder auch eben östrogenartige Stoffe,
auch zum Beispiel Antibiotika und Chemotherapiereste in unserem normalen Trinkwasser finden.
Es gibt überall auf der Welt in diesen Abwässern zwar Klärstoffe,
also da wird das in der Kläranlage zu gesundem Wasser hoffentlich zurück verwandelt.
Aber in dem Grundwasser sickern dann doch all diese Antibiotika, die Hormone von der Pille usw.
Und deshalb ist heutzutage, um von Konservierungsstoffen wirklich verschont zu sein,
um eine gesunde Darmflora im Bauch entwickeln zu können überhaupt,
ist eine Filteranlage fürs Wasser, was dann über Umkehrosmosus usw. das alles herausfiltert,
ist eigentlich fast überall in Europa Pflicht.
Noch zu den Kläranlagen, ich habe mich mit denen unterhalten auch schon.
Also die behaupten nie, dass sie Medikamente, Hormone aus dem Wasser nehmen würden.
Das sind alles grosse Künstler, die machen unglaublich vieles, halten alle Gesetze ein.
Es sind bestgehütete Lebensmittel, kann man sagen.
Sie kontrollieren zwischen 50 und 200 Stoffe täglich.
Aber wir haben heute eine Fülle von Toxinen von 100.000 verschiedenen Kombinationen.
Das können sie nicht kontrollieren.
Und Hormone gehen alle durch.
Da habe ich auch schon gefragt, die Antibabypille seit 50 Jahren, wo ist sie denn geblieben?
Das darf man sich nicht fragen.
Ich kenne eine Studie aus Berlin, wo um die Charité herum im Grundwasser so viele Giftstoffe nachgewiesen worden sind,
auch Chemotherapeutika, Antibiotika, eben Hormone und so weiter,
dass man das überhaupt nicht in Grenzwerten irgendwelcher Art noch irgendwo abbilden kann.
Das überspringt also jede Art von Grenzwert.
Und es gibt auch auf dieser Welt überhaupt keine Möglichkeit, kein Konzept, kein Filter, kein Nichts,
keine Idee, wie man das aus dem Grundwasser wieder herausnehmen sollte.
Es sind grosse Altlasten, die da sind, wo man jetzt nicht mit dem Finger auf irgendwen zeigt.
Das hat man halt früher einfach gemacht, alles vergraben und zugeschüttet
und irgendwann nicht erwartet, dass das durchsickert ins Grundwasser und heute ein grosses Problem darstellt.
Leider herrscht immer noch der Irrglaube, zu glauben, dass das Wasser aus dem Hahn gutes Wasser ist.
Das wurde marketingtechnisch recht gut dargestellt.
Andere Leute sagen, okay, ist bei mir bewusst, dass es nicht gut ist,
ich kaufe das teure Mineralwasser mit Kohlensäure versetzt.
Wenn wir schon beim Wasser drin sind, hört das Wort Säure, bist du auch nicht begeistert, oder?
Nein, also wir sind eigentlich dafür, diese Kohlensäure eben nicht in den Magen zu bringen,
weil das stört dann schon wieder den Säurebasenhaushalt einerseits.
Andererseits auch die Verbindung mit Gasbildung und so diese Magensäure,
die ganze Verdauungsschiene wird eigentlich von der Kohlensäure eher gestört als gefördert.
Wenn man also Wasser trinkt, dann sollte das naturell, also ohne Kohlensäure sein.
Wobei man da sagen muss, dass das Wasser als solches eigentlich Quellwasser sein sollte,
nämlich im Sinne des hexagonalen Wassers und Elektronenreich und basisch.
Also der pH-Wert sollte deutlich über sieben liegen.
Gut, bei Umkehrosmosewasser ist der pH-Wert meistens ein bisschen tiefer,
aber gleicht sich ja auch durch das basische Milieu der Mundschleimhaut ja sofort an.
Nicht komplett, weil das Milieu in der Mundschleimhaut ist zwar im Optimalfall etwas basisch,
und vor allem der Speichel ist basisch.
Aber der Effekt ist so quantitativ, so gering, dass man die Menge von Speichel
oder Einfluss des Mundes, je nachdem wie viel man trinkt, nicht so schnell ausgleichen kann.
Wichtig ist also, dass nach der Umkehrosmose eben doch noch eine Stufe eingesetzt ist
in diesen Filtern, wo es dann um basische Mineralien geht.
Kann man z.B. Antibiotika und Konservierungsmittel haben ja irgendwo durch den gleichen Effekt, oder?
Ja, wir wissen ja aus ganz vielen Studien, dass die Antibiotika,
wie wir in den 80er, 90er Jahren noch gedacht haben,
es hätte keinen langfristigen Schaden auf die Darmbakterien.
Das haben wir jetzt mittlerweile gelernt, dass der Schaden sehr wohl da ist
und auch nachhaltig vorhanden ist.
Man sagt, dass nach einer antibiotischen Therapie so etwa 10% langfristig gesehen,
am Anfang viel mehr, aber nachher so ungefähr 10% Schaden übrig bleibt.
Das heißt eigentlich theoretisch wäre nach 10 antibiotischen Behandlungen
eigentlich keine Darmflora mehr da.
Das ist Gott sei Dank nicht ganz so.
Die Kurve ist nicht ganz linear zum Schluss.
Aber weil ja dann doch wieder neue Bakterien auch in den Darm gelangen irgendwie.
Und man hat also gefunden, dass man aber unbedingt mit jeder antibiotischen Therapie,
aber deshalb auch bei Konservierungsstoffen,
man sollte eigentlich immer die Darmflora schon im Zuge der antibiotischen Therapie
oder auch mit Konservierungsstoffeinnahme schon wieder sofort ausgleichen.
Und damit man der Sache nicht hinterherläuft,
damit man sofort gute Bakterien wieder zuführt,
die wieder die gesunde Darmflora stützen.
Ja, dein Wort in Gottes Ohr.
Antibiotikum wird heute einfach so massenweise verschrieben,
aber nicht im Zusammenhang, dann nimm jetzt Antibiotikum
und hier musst du sofort mit Pro- und Präbiotikum deinen Darm wieder optimieren.
Es ist eigentlich nur sehr einseitig, oder?
Ja, es ist leider so, dass mit dem Rezept der antibiotischen Therapie
heute normalerweise immer noch nicht der Schutz der gesunden Flora mitverordnet wird von den Ärzten,
sondern das wird einfach noch ignoriert oder nicht daran gedacht.
Jedenfalls meine Empfehlung ist, immer mit jedem Antibiotikum
und zwar sofort mit dem ersten Tag spezielle dafür entwickelte Multispezies,
Probiotika immer gleich dazu zu verordnen und dann auch systematisch einzusetzen.
Und dann, wenn das Antibiotikum, die Therapie zu Ende ist,
hoffentlich, dass dann die probiotische Therapie noch mindestens vier bis sechs,
acht Wochen oder ein Vierteljahr von mir aus gerne noch länger weitergeführt wird,
damit möglichst viel von der gesunden Darmflora wieder hergestellt wird.
Ich arbeite dann privat, ich habe immer so eine Flasche,
in der 32 Bakterienstämme drin sind, vom Mikro-irgendwas.
Und dann nehme ich mir jeden Tag so ein bisschen was,
wo ich einfach gehört habe von der Ärztin Frau Anne-Katharina Tschocken,
die ist eine Bakterien-Expertin, effektive Mikroorganismen,
wie wichtig und bedeutsam das ist.
Konservierungsmittel wissen wir, sollten wir weglassen.
Antibiotikum wissen wir, wenn wir es nehmen müssen, müssen wir sofort an den Darm rangehen.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins.
Dieses Antibiotikum habe ich heute in ganz vielen Nahrungsmitteln drin.
Wir haben es heute auch im Trinkwasser drin.
Und wir haben es zum Beispiel in vielen Fleischkulturen drin, Massentierhaltungen.
Ich weiss gar nicht, wo sonst noch überall.
Aber wenn wir ja tagtäglich uns diesen Stoff ja auch essen,
wo ich jetzt sagen kann, Konservierungsmittel und Antibiotikum
stelle ich jetzt mal auf die gleiche Stufe, das macht mein Mikrobiom kaputt.
Dann müsste ich ja tagtäglich arbeiten mit.
Dann ist ja das, was die Frau Anne-Katharina Tschocken gesagt hat,
ja absolut entscheidend, jeden Tag ein bisschen was zufügen in den Darm.
So ist es. Und das ist einer der wesentlichen Argumente
für die Empfehlung, doch wieder in diese Fermentation zu gehen
und wieder doch große Mengen sogar von Sauerkraut zuzufügen
oder Kimchi oder Natto oder was auch immer an fermentierten Lebensmitteln.
Und die müssen dann eben leben aus der lebenden Kultur,
damit diese Bakterien unsere gesunde Darmflora auch wirklich unterstützen können.
Und einer der wesentlichen Argumente ist genau das.
Wir haben sehr viele Konservierungsstoffe,
wir haben sehr viele auf die Darmflora schädliche Einflüsse.
Das heißt, wir sind nach aktueller Studienlage eigentlich verpflichtet,
symbiotische, also Darmflora fördernde Maßnahmen aus der Nahrung
und aus Nahrungsergänzungen zuzufügen,
nämlich dass am Ende, über die Wochen und Monate und Jahre hoffentlich,
eben doch eine relativ möglichst gesunde Gesamtdarmflora
wieder erhalten werden oder wiederhergestellt werden kann.
Zumindest ein Gleichgewicht bestehen kann und es nicht aus dem Ruder fällt.
Genau.
Und Krankheit entsteht ja letztendlich immer daraus,
dass ein extremes Aufblüten, also eben die schlechten Bakterien im Darm,
das ganze Immunsystem, das im Darm ist, bricht in sich zusammen,
der Körper kann sich nicht mehr selber heilen und dann fängt die ganze Kaskade an.
Also sollten wir Fokus haben auf den Darm
und auf Konservierungsmittel, Antibiotikum verzichten
oder wenn es nicht ganz geht, und das wird bei uns allen nicht ganz gehen,
wirklich vielleicht ein oder zwei Tage in der Woche einführen,
wo wir lebendige Nahrungsmittel zu uns nehmen aus dem Fermentationsprozess.
Oder Rohkost, da hängen auch viele Bakterien noch dran, oder?
Ja, wobei man da durchaus sehr viel Unterschied sieht zu der Fermentation.
Das sind also himmelweite Unterschiede.
Rohkost, ja, das wird ja nie ganz steril, auch wenn man es ein bisschen wäscht,
aber die Menge der Bakterien, der nützlichen Bakterien,
ist in der Fermentation um Millionenfach besser.
Super. Ich bedanke mich ganz herzlich für diese sehr wertvolle Sendung,
auch in diesem Bereich. Dr. Matt Henningsator, herzlichen Dank.
Vielen Dank.
Und auch Ihnen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
ich hoffe, wir durften Ihnen auch in diesem Bereich ganz wertvolle Informationen
auf Ihren Weg mitgeben, um der Gesundheitserhaltung noch mehr Munition geben zu dürfen,
um für die Menschen, die im Moment in ihrem Saft nicht ganz voll drin sind,
gesundheitliche Probleme haben, hier ein weiteres Puzzlestück zu erkennen,
worauf man verzichten sollte oder mit welchen Massnahmen man hier
einen schnelleren Ausgleich begünstigen kann.
In diesem Sinne alles Gute, bis ein anderes Mal und auf Wiedersehen miteinander.