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Nicht ausgeschlossen, dass uns nach der morgigen US-Wahl
schon bald auch eine vorgezogene Bundestagswahl ins Haus stehen könnte.
Die Ampel befindet sich jedenfalls nach dem wirtschaftspolitischen Positionspapier
von FDP-Chef Lindner in einer ernsten Krise.
Drei Parteien, die jeweils unterschiedliche Ideen formulieren, um Deutschland voranzubringen.
Aber ein Regierungsaus würde am Ende allen Ampelpartnern massiv schaden.
Auch darum heute wieder mal ein Krisentreffen im Kanzleramt.
Zuerst kommt Habeck, dann kommt Lindner am Mittag ins Kanzleramt.
Scholz führt Gespräche unter Hochdruck, so formuliert es ein Regierungssprecher.
Wie kann es jetzt weitergehen? Die FDP benennt erneut Erwartungen.
Christian Lindner hat konkrete und durchgerechnete Vorschläge gemacht,
wie man den Haushalt beschließen und das Wachstum anschieben kann.
Wir wollen jetzt wissen, was der eigentlich zuständige Wirtschaftsminister vorschlägt.
Die bisherige Wirtschaftspolitik war nicht erfolgreich.
Christian Lindner selbst äußert sich nicht öffentlich nach dem Gespräch im Kanzleramt.
Dafür sagt Olaf Scholz am Rande eines Treffens mit dem neuen NATO-Generalsekretär Rütte,
Koalitionsregierungen seien manchmal etwas herausfordernd.
Ich bin der Kanzler. Es geht darum, dass wir in ernsten Zeiten die Herausforderungen bewältigen,
vor denen wir stehen. Es geht um Wirtschaft und Arbeitsplätze.
Es geht um Pragmatismus und nicht um Ideologie. Und das ist das, was gegenwärtig verhandelt wird.
Die Aufgaben stehen und die Regierung ist gewählt im Amt und wird ihre Aufgaben erledigen.
Robert Habeck appelliert, die Arbeit in der Ampel fortzusetzen.
Er will Lindner mit einem 10-Milliarden-Angebot zum Haushalt entgegenkommen.
Klar ist allerdings, dass man an vielen Stellen einen Beitrag leisten muss
und auch ungewöhnliche Schritte gehen muss.
Ich will deswegen zu den Intel-Milliarden, die ja frei geworden sind, sagen,
die sind eigentlich im Klima- und Transformationsfonds dafür vorgesehen, die Wirtschaft zu unterstützen,
können aber jetzt selbstverständlich einen Beitrag leisten, die Haushaltslücke zu reduzieren.
Morgen früh soll es erneut Gespräche geben. Am Mittwochabend steht der Koalitionsausschuss an.
Die Ampel ringt um den Haushalt und mit sich selbst.
Die deutschen Ausgaben für Verteidigung sind trotz der jüngsten Erhöhungen zu niedrig.
So sieht das der neue NATO-Generalsekretär Rütte.
Bei seinem Antrittsbesuch in Berlin lobte er zwar, dass Deutschland erstmals seit drei Jahrzehnten
wieder mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Rüstung investiert.
Wie die anderen europäischen Länder müsse es aber noch mehr für seine Sicherheit tun.
Nach Schätzungen liegen die deutschen Rüstungsausgaben derzeit bei etwa 2,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Die Wähler der zwischen dem Westen und Russland hin- und hergerissenen Republik Moldau haben entschieden
und die proeuropäische Präsidentin Sandu im Amt bestätigt.
Viele EU-Länder, darunter Deutschland, gratulierten Sandu erleichtert zu ihrem Sieg.
Die 52-Jährige will das bislang stark unter russischem Einfluss stehende Land jetzt mit Reformen in die EU führen.
Sebastian Ehm berichtet.
Chisinau am Tag nach der Stichwahl, die von vielen als Richtungsentscheid zwischen Ost und West gesehen wurde.
Erleichterung in der Hauptstadt.
Es ist sehr wichtig für ein Land politische Stabilität zu haben.
Die Wahl von Maya Sandu zur Präsidentin zeugt von einem großen Maß an Vertrauen.
Ich verstehe nicht viel von Politik, aber ich hoffe, dass wir ein europäisches, entwickeltes und schönes Land sein werden.
Feierstimmung am späten Sonntagabend in der proeuropäischen Wahlkampfzentrale Sandus.
Der Vorsprung komfortabel.
Vor zwei Wochen war das anders.
Da setzten sich die Proeuropäer im ersten Wahlgang und beim EU-Referendum nur sehr knapp durch.
Sandu sprach von russischer Einmischung und wiederholte diesen Vorwurf auch jetzt nochmal.
Moldau war einem in der Geschichte Europas beispiellosen Angriff ausgesetzt.
Schmutziges Geld, illegaler Stimmenkauf und die Einbindung feindlicher Kräfte von außerhalb des Landes.
Es waren vor allem wieder die Stimmen der Moldauer, die im Ausland leben, wie hier in Rumänien, die den Ausschlag gegeben haben.
Über 80 Prozent der Diaspora hat für Sandu gestimmt.
Knapp eine Woche nach der Flutkatastrophe in Spanien mit mindestens 217 Toten wird immer noch nach Vermissten gesucht.
Spanische Medien berichten von rund 2.000.
Dafür gibt es allerdings keine belastbaren Quellen, weil sie vermutlich auf Notrufen basieren,
die teils schon zu Beginn des Unwetters bei den Behörden eingingen.
Rund 7.500 Soldaten hat die Regierung in die Region um Valencia entsandt, um mit anzupacken, um für mehr Sicherheit zu sorgen.
Auch aus Deutschland sind Hilfslieferungen in der Krisenregion angekommen.
Susanna Santina berichtet aus Torrent und Al-Fafah.
Die Bewohner dieses Altenheims in Torrent waren tagelang ohne Strom und Wasser.
Man sei komplett vergessen worden, sagen die Pflegerinnen hier, die immer noch unter Schock stehen.
Das Wasser kam durch Fenster und Luftschächte rein, das Untergeschoss wurde überflutet.
Wir konnten sie zum Glück nach oben bringen.
Nun kam zum ersten Mal in diesen abgelegenen Ort Hilfe an, Private aus Deutschland.
Ansgar Frommeyer hat schon im Ahrtal geholfen und liefert nun dringend benötigte Lebensmittel und Hygieneartikel nach Spanien.
Hier in der abgeschnittenen Region fehlt es jedlich gegen einen großen Karton, der gepackt ist mit Konserven, mit Milch, mit Öl, mit Nudeln, Reis.
Noch immer ist die Lage in vielen betroffenen Orten katastrophal. Die Zerstörung ist immens.
Viele wie hier in Al-Fafah haben alles verloren und fühlen sich vom Staat im Stich gelassen.
Wir brauchen Gas, Lebensmittel, vor allem für die älteren Menschen, die nicht aus dem Haus gehen können.
Die Lage ist sehr schlecht. Die Hilfe kommt heute an.
Lange Schlangen vor dem Supermarkt, der nun endlich wieder auf hat.
Es ist der einzige derzeit für tausende Menschen. Der Frust ist bei vielen groß.
Leute bringen uns Hilfe. Nach und nach können wir das schaffen.
Wenn wir uns auf die Regierung verlassen, würden wir verhungern.
Nach und nach kommt aber immer mehr Hilfe an.
In Pai Porta wurde ein Lagezentrum eingerichtet zur besseren Koordination.
Dutzende zusätzliche Soldaten sind jetzt hier im Einsatz.
Und weiterhin viele private Helfer, wie diese Migranten aus Ecuador.
Das ist sehr schmerzhaft für uns alle und wir wollen uns bedanken. Spanien hat uns aufgenommen.
Die Suche nach Opfern hat derzeit oberste Priorität.
Rund 2000 Menschen wurden als vermisst gemeldet. Das lässt Schlimmes befürchten.
Guten Abend.
Es bleibt beim ruhigen Herbstwetter mit einem kräftigen Hoch über dem östlichen Mitteleuropa flankiert von Tiefs.
Und so kommt milde Luft in hohen Höhen zu uns.
Und das merken Sie zum Beispiel im Schwarzwald.
Auf dem Bällchen in 1360 Meter Höhe lagen die Werte um 9 Uhr bei 15 Grad.
Gar nicht weit entfernt in Schönau in 540 Meter Höhe gab es nur minus 1 Grad gleichzeitig.
Das war eine zähe Angelegenheit, bis sich der Nebel auflöste.
Nicht überall klappte das und so blieb es kühl. Im Donautal lagen heute die Werte nur bei 5 Grad.
18 Grad waren es bei Sonnenschein in Wuppertal.
Heute Nacht bildet sich wieder neuer Nebel und zum Teil bleibt es auch klar, dann wird es kalt.
Dann sinken die Temperaturen auf plus 3 bis minus 1 Grad und es droht verbreitet Bodenfrost.
Morgen liegen die Höchsttemperaturen zwischen 8 Grad in den trüben Flusstälern und 17 Grad bei Sonne am Oberrhein und im Schwarzwald.
Das Wetter ist alt bekannt. Es gibt Nebel, es gibt Hochneben und Sonnenschein.
Den Sonnenschein vor allen Dingen in den Bergen und so ähnlich geht es dann auch in den nächsten Tagen weiter.
Guten Abend.