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Der Volkswagen-Konzern will ja sparen.
Auf Kosten der Beschäftigten stehen Bergschließungen im Raum.
Jetzt haben kurz vor den nächsten Tarifgesprächen
Betriebsrat und IG Metall einen eigenen Entwurf vorgelegt,
wie Ausgaben verringert werden können.
So bieten sie Lohnverzicht an.
Das Geld soll in einen Zukunftsfonds wandern
und Arbeitszeitkürzungen ermöglichen, ohne Jobabbau.
Betriebsbedingte Kündigungen würden so vorerst vermieden.
Das würde bereits etwa 1,5 Mrd. Euro einsparen,
so die Gewerkschaft.
Neben den Beschäftigten
sollen auch Vorstand und Management auf Boni verzichten.
Fabian Köhler und Oliver Deuker.
Schichtwechsel bei VW in Wolfsburg.
Reaktionen der Mitarbeiter auf die Vorschläge des Betriebsrates
und der IG Metall.
Wir müssen Schritt aufeinander zugehen.
Vielleicht hat man auch viele verschlafen.
Man hätte gesagt, man müsste ein bisschen früher mit ansetzen.
Es muss jeder mitmachen.
Auch ganz oben, nicht nur unten.
Entweder oben und alle oder keiner.
Mal einen Sauch im Apfel beißen, muss halt der Arbeitnehmer.
Aber man darf nicht übertreiben, wie es Volkswagen verlangt.
Keine Werksschließungen, keine Massenentlassungen,
aber auch nicht mehr Geld in Portemonnaie der Mitarbeiter.
Die Arbeitnehmer setzen auf Solidarität aller.
Wir haben uns jetzt bewegt, und zwar einen großen Schritt.
Einen großen Schritt, der hart an die Grenzen dessen geht,
was den Beschäftigten zumutbar ist.
Wir erwarten jetzt vom Vorstand von Volkswagen,
dass ebenfalls Bewegung kommt.
Dass man sich mit uns auf dieser Basis
in einen konstruktiven Verhandlungsprozess begibt.
Denn bisher hat der Konzern einen Gehaltsverzicht von 10% vorgeschlagen,
dazu Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen.
Für die Volkswagen AG steht unverändert
die nachhaltige Erreichung des finanziellen Ziels
und damit die Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt.
Aus diesem Grund lassen sich Werkschließungen
weiter nicht ausschließen.
So liegen die Positionen der Tarifparteien
weiter deutlich auseinander.
Doch irgendwann muss es eine Einigung geben,
denn es gibt durchaus auch Gemeinsamkeiten.
Das, was jetzt so der Eindruck ist,
dass wir komplett alles kritisieren und infrage stellen
als Arbeitnehmerseite, möchte ich betonen, ist nicht der Fall.
Wir haben nach wie vor tolle Produkte bei Volkswagen,
die auch erfolgreich sind und die wir weiterentwickeln müssen.
Wir stehen auch nach wie vor ganz loyal zu unserem Unternehmen
und wollen es gemeinsam in die Zukunft bringen.
Morgen gehen die Tarifverhandlungen in die 3. Runde.
Dass man sich dort schon einigen wird, unwahrscheinlich.
Dass Ende des Monats die Friedenspflicht ausläuft
und gestreikt werden kann, könnte VW Druck machen.
Auch der US-Autobauer Ford will in Europa 4.000 Stellen abbauen,
den Großteil davon in Deutschland.
Bis Ende 2027 sollen im Berg in Köln rund 2.900
der etwa 12.000 Stellen wegfallen.
Hier werden 2 E-Auto-Modelle produziert.
Die Umstellung auf Elektromobilität koste viel, so das Unternehmen.
Zudem fehle in Europa eine klare Strategie
zur Förderung von E-Autos.
In der SPD wird ja darüber diskutiert,
ob Olaf Scholz wieder Kanzlerkandidat werden soll
oder Boris Pistorius.
Jetzt hat SPD-Chef Lars Klingbeil
dazu eine zügige Entscheidung angekündigt.
Nach wochenlanger Blockade ist der Streit über die neue EU-Kommission
von Präsident Ursula von der Leyen beigelegt.
Die Fraktionen der Konservativen, Liberalen und Sozialdemokraten
im Europaparlament gaben am Abend grünes Licht
auch für umstrittene Kandidatinnen und Kandidaten.
Streit gab es v.a. über den italienischen Rechtsaußenpolitiker
Raffaele Fito als Vizekommissionspräsident.
Umstritten auch die spanische Sozialdemokratin Teresa Ribera,
der falsches Management der Flutkatastrophe
in der Region Valencia vorgeworfen wird.
Gehen wir zu Isabel Schäfers in Brüssel.
Isabel, wie ist die Einigung zustande gekommen?
Am Ende war es eine Paz-Situation.
Denn die Sozialdemokraten und Liberalen wollten nicht hinnehmen,
dass ausgerechnet der Rechtsaußenvertreter Fito
einen Vizepräsidentenposten bekommt.
Die konservative EVP hat aus den von dir gerade genannten Gründen
die Sozialdemokratin Ribera blockiert.
Der Deal sieht relativ simpel aus.
Es kommen einfach alle Kandidaten durch.
Diese schwierigen Verhandlungen zeigen aber auch,
wie angespannt die Beziehungen hier
zwischen den Mittelfraktionen im Europaparlament sind.
Die konservative EVP hat in letzter Zeit immer wieder
zusammen mit Rechtsaußenfraktionen abgestimmt.
Und die Mittellinksfraktionen empfinden das als Einreißen der Brandmauer.
Dieser Deal soll jetzt auch ein bisschen demonstrieren,
dass die Mitte wieder zusammenrückt.
Den größten Ausschlag hat aber wohl v.a. der äußere Druck gegeben.
Denn mit der Wiederwahl von Donald Trump
und den anhaltenden Kriegen weiß hier jeder,
dass die EU jetzt schnell handlungsfähig werden muss.
Am kommenden Mittwoch muss das gesamte Europaparlament
dann noch die Kommission bestätigen.
Vielen Dank für die Einordnung, Isabel Schiefers.
In Thüringen haben sich CDU, SPD und BSW
auf einen Koalitionsvertrag geeinigt
über die 1. sog. Bromberg-Koalition in Deutschland.
Details sollen am Freitag vorgestellt werden.
Wochenlang war verhandelt worden.
Die Gespräche seien von großer Zielstrebigkeit
und Pragmatismus geprägt gewesen, hieß es.
Den Plänen müssen noch die Parteigremien zustimmen.
Die AfD war in Thüringen stärkste Kraft geworden.
Ein Bündnis mit ihr hatten aber alle Parteien im Landtag ausgeschlossen.
Der Austritt Wagenknechts und die Gründung des BSW
hat der Linkspartei ja einen weiteren Dämpfer verpasst.
Laut Umfragen würde die Linke
bei der Bundestagswahl an der 5-%-Hürde scheitern.
Deshalb gibt es jetzt Mission Silberlocke.
So wollen die prominenten Linken, Gysi, Bartsch und Ramelow,
versuchen, 3 Direktmandate zu erringen.
Über diesen Weg kann eine Partei auch ins Parlament einziehen.
Dorte Färber.
Gregor Gysi, 76 Jahre alt, Bodo Ramelow, 68 Jahre alt
und Dietmar Bartsch, 66 Jahre alt.
Alle lange im Geschäft, prominent und entschlossen,
das bei der Bundestagswahl zu nutzen.
Sie bekommen Aufmerksamkeit, die den Jüngeren in der Partei fehlt.
Wenn wir aber in den Medien kaum noch vorkommen,
dann kommen linke Argumente auch in der Gesellschaft nicht vor.
Das wäre in Anbetracht der Rechtsentwicklung,
wenn ich an die AfD denke, eine ziemliche Katastrophe.
Die Linke schwächelt in den Umfragen bei unter 5%.
3 Direktmandate könnten sie trotzdem in den Bundestag bringen.
Die sollen Gregor Gysi in Trektor Köpenick,
Bodo Ramelow in Erfurt-Weimar und Dietmar Bartsch in Rostock holen.
Die vor einem Monat neu gewählten Vorsitzenden
Ines Schwertner und Jan van Aken
sind weitaus weniger bekannt als die Parteiveteranen
und einverstanden mit der Mission Silberlocke.
Mit diesem wunderbaren Charme von Gregor Gysi
und dazu noch dieser Kampfgeist von Bodo Ramelow,
schaffen wir es auf jeden Fall in den Bundestag mit den Direktmandaten.
Das finde ich auch gut so.
Die Linke zieht mit Promisenioren in die Bundestagswahl 2025.
Wir sind 3 ältere Herren, das sieht sehr männlich-lastig aus.
Aber Direktkandidaten sind halt nicht quotiert.
Deswegen können wir den feministischen Teil
und den ökologischen Teil bzw. den Klima-Teil nur mit thematisieren.
Die Personen sollen ziehen, die Themen dann auch.
Es ist 3-mal Hoffnung, aber keine Garantie.
Auf der Weltklimakonferenz in Baku haben 25 Staaten dazu aufgerufen,
weltweit keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu bauen.
Zu den Unterzeichnern gehört auch Deutschland.
Jedes Jahr werden 63 Länder und die EU bewertet.
Deutschland landete dabei auf Rang 16.
Die Plätze 1 bis 3 bleiben traditionell unbesetzt,
da kein Land die Note sehr gut erreicht.
Die Bestplatzierten sind Dänemark, die Niederlande und Großbritannien.
Euer Neuhan aus Baku.
Die Energie, die sie hier in Dänemark verbrauchen,
kommt an vielen Tagen schon ausschließlich vom Wind oder der Sonne.
Das Land hat früher als andere genau darauf gesetzt,
bezieht im Schnitt heute 80% seines Verbrauchs
aus erneuerbaren Energien.
Das Ergebnis, günstiger Strom und,
so sagt der zuständige Dänische Unternehmerverband,
ein Wettbewerbsvorteil.
Wir sehen den grünen Umbau der Wirtschaft als Chance
für Wachstum, Arbeitsplätze,
er schafft Sicherheit für normale Dänen.
Und so gilt Dänemark auch heute in Baku
auf der Weltklimakonferenz als Vorreiter.
Im jährlichen Ranking von Klimaforschern
steht das Land erneut ganz oben.
Deutschland lobt sich zwar gern als Vorreiter,
bekommt aber schlechtere Noten als im Jahr zuvor.
Wir haben im letzten Jahr in Deutschland gesehen,
dass viele bürokratische Hürden
für erneuerbare Energien abgebaut wurden.
Gleichzeitig gibt es schon noch Nachholbedarf,
z.B. in den Sektoren Gebäude und Verkehr.
Positiv gewürdigt wird Großbritannien.
Als erstes Industrieland ist es vor ein paar Wochen
komplett aus der Kohle ausgestiegen.
Möglich auch, weil das Land neben Erneuerbaren
weiter auf Atomkraft setzt.
Derweil versammeln sich am Abend auf der Klimakonferenz 25 Staaten,
darunter Deutschland und andere Europäer,
zu einem gemeinsamen Appell,
weltweit wenigstens auf neue Kohlekraftwerke zu verzichten.
Von einem Ausstieg ist die Welt noch weit entfernt.
China und Indien etwa bauen Kohle weiter kräftig aus.
Und wenn Sie noch mal nachlesen wollen,
was andere Länder im Klimaschutz besser machen als Deutschland,
in der ZDF Heute App zeigen wir, welche Länder vorne liegen
und welche wichtige Rolle China dabei spielt.
Leistungsdruck und Zukunftssorgen
belasten Kinder und Jugendliche in Deutschland.
Rund ein Viertel von ihnen
schätzt daher die eigene Lebensqualität als niedrig ein.
Das geht aus dem Schulbarometer der Robert-Bosch-Stiftung hervor.
Besonders belastend für viele sind die Kriege in der Welt.
39% der Befragten macht sich darüber häufig Gedanken.
Jeder Vierte fürchtet in der Schule,
nicht die nötige Leistung erbringen zu können.
Ebenso viele sorgen sich um den Zustand der Umwelt.
Es gibt viel, was Kindern auf dem Herzen liegt.
Was sie sich wünschen würden, haben wir einige Kinder gefragt,
heute am Internationalen Tag der Kinderrechte.
Das sind die Antworten,
die das Team der Logo Kindernachrichten
für uns eingefangen hat.
Ich würde mir wünschen, dass es mehr Pausen in der Schule gibt
und dass die Schule später beginnt
und die Stunden ein bisschen kürzer sind.
Ich würde mir mehr Freiheit wünschen,
was das angeht, was man gerade lernt.
Sport finde ich auch ein komisches Fach,
weil es nach körperlichen Fähigkeiten bewertet wird.
Z.B. bei mir an der Schule,
wir werden gerade in einem Container unterrichtet.
Dass Politiker und Erwachsene einen Blick auf die Schule werfen
und sehen können, was sie verbessern.
Ich würde mir wünschen,
dass wir mehr Hilfe bei den Hausaufgaben bekommen
und dass wir mehr Freizeit in der Schule bekommen.
Ich wünsche mir, dass die Busse pünktlicher kommen,
weil es nervig ist, immer so zu warten.
Vielleicht könnten sie mehr Bus fahren oder so.
Dass man v.a. in der Politik auf die Kinder eingeht
und auf die Interessen von den Jugendlichen.
Ich würde mir wünschen, dass sie uns mehr erhören
und unsere Meinungen auch ernst nehmen.