Hörbuch Märchen zum Einschlafen für Groß und Klein "Rattenkönig Birlibi" von Ernst Moritz Arndt

Rico liest | Hörbücher | Märchen & Geschichten
25 Abonnenten
Bereite dich auf eine erholsame Nacht vor, indem du dich von diesem schönen Hörbuch Märchen in einen Zustand der Entspannung versetzen lässt.
Genieße am Abend eine Auszeit mit diesem Hörbuch-Märchen und lass dich von der zauberhaften Geschichte in eine Welt der Entspannung führen - für einen harmonischen Schlaf!
Wenn du kein Märchen mehr verpassen willst, dann abonniere den Kanal.
Und jetzt, viel Spaß beim Zuhören!
Den Text dieses Märchens findest Du hier:
https://www.projekt-gutenberg.org/arndt/maerjung/chap014.html
Möchtest du meine Stimme buchen? Das und mehr kannst du unter dem folgenden Link tun. https://links.ricoliest.de
#Märchen #Hörbuch #GuteNachtGeschichte
hallo und schön dass du da bist Märchen
sind toll wenn du keines mehr verpassen
willst und den Kanal noch nicht
abonniert hast dann abonniere ihn und
aktiviere auch die Glocke und jetzt viel
Spaß beim
[Musik]
zuhören Rattenkönig berleb von Ernst
Arnt ich will dir die Geschichte
erzählen von dem Rattenkönig berleby
eine Geschichte die mir Balzer Tiefs aus
presike oft erzählt hat nebst vielen
anderen Geschichten Balzer war ein
Knecht der auf meines Vaters Hofe diente
als ich
ne Jahre alt war ein Mensch von
schalkischen Einfällen der viele
Geschichten und Märchen wusste die
Geschichte von dem Rattenkönig berleby
lautet
also in dem strahlsundischen Dorfe
Altenkamp welches zwischen Garz und
puttbus seitwärts am Strande liegt hat
vormals ein reicher Bauer gelebt der
hieß Hans borwtz das war ein
ordentlicher kluger Mann dem alles was
er Angriff geriet und der im ganzen
Dorfe die beste Wehr hatte er hatte 16
Kühe 40 Schafe acht Pferde und zwei
füllen auf dem Stalle und in den Koppeln
glatt wie die AL und von so guter Zucht
dass seine füllen auf dem Berger
Pferdemarkt immer zu acht bis zehn
Pistolen das Stück bezahlt wurden dazu
hatte er sechs hübsche Kinder Söhne und
Töchter und es ging ihm so wohl dass die
Leute ihn wohl den Reichen Bauer zu
alten Kamp zu nennen
pflegten dieser Mann ist durch
nächtliche Gänge im Walde um all sein
Vermögen
gekommen Hans z war auch ein starker
Jäger besonders hatte er eine treffliche
Witterung auf Füchse und Mader und war
deswegen oft des Nachts im Walde wo er
sein Eisen gelegt hatte und auf den Fang
lauerte da hat er im Dunkeln und im
Zwielicht der Dämmerung und des
mondenscheins manche Dinge gesehen und
gehört die er nicht wiedererzählen
mochte wie denn im Walde des Nachts viel
wunderliches und absonderliches
vorgeht aber die Geschichte von dem
Rattenkönig ber
hat man von ihm erfahren hans borwitz
hatte in seiner Kindheit oft von einem
Rattenkönig erzählen hören der eine
goldene Krone auf dem Kopfe trage und
über alle Wiese Hamster Ratten Mäuse und
anderes dergleichen springensfeldisches
und leichtes Gesindel herrschte und ein
gewaltiger waldkönig sei aber er hatte
nie daran glauben
wollen manches Liebe Jahr war er auch im
Walde auf fuch und maderfang und
vogelstellerei rundgegangen und hatte
vom Rattenkönig auch nicht das mindeste
weder gesehen noch gehört da mochte der
Rattenkönig aber wohl in einer anderen
Gegend sein Wesen getrieben haben denn
er hat viele Schlösser in allen Ländern
unter den Bergen und zieht beinah jedes
Jahr auf ein anderes Schloss wo er sich
mit seinen hofherrn und Hofdamen
erlustigt denn er lebt wie ein sehr
vornehmer her und der Großmogul und
König von Frankreich kann keine besseren
Tage haben und die Königin von
Antiochien hat sie nicht gehabt die ihr
Vermögen in Herzen von Paradiesvögeln
und Gehirn von Nachtigallen aufgefressen
hat und das glaube nur nicht dass dieser
Rattenkönig und seine Freunde Nüsse und
Weizenkörner und Milch je an ihren
Schnabel bringen nein Zucker und
Marzipan ist ihr tägliches Essen und
süßer Wein ist ihr Getränk und Leben
besser als Salomo und Feldhauptmann
Holofernes nun ging Hans BTZ wieder
einmal nach Mitternacht in den Wald und
war auf der
fuchslauer da hörte er aus der Ferne ein
vielstimmiges und kreischendes Getöse
und immer Klang mit heller Stimme heraus
berlybe berlybe berlybe da erinnerte er
sich des Märchens vom Rattenkönig
berlibe das er oft gehört hatte und er
dachte willst mal hingehen und zusehen
was es ist
denn er war ein beherzter Mann der auch
in der stockfinsteren Nacht keine Furcht
kannte und er war schon auf dem Sprunge
zu gehen da bedachte er das
Sprichwort bleib weg wo du nichts zu tun
hast so behältst du deine Nase aber das
burlybee tönte ihm nach solange er im
Walde war und die andere Nacht und die
dritte Nacht war es wieder ebenso er
aber ließ sich nichts anfechten und
sprach lass den Teufel und sein Gesindel
ihr tolles Wesen treiben wie Sie wollen
sie können dem nichts tun der sich nicht
mit ihnen
abgibt wollte Gott Hans hätte es immer
so gehalten aber die vierte Nacht hat es
ihn übermächtigt und er ist wirklich in
die bösen stricke
geraten es ist der walpogesabend gewesen
und seine Frau hat ihn gebeten er möge
diese Nacht nur nicht in den Wald gehen
denn es sei nicht geheuer und alle
Hexenmeister und macherin sein auf den
Beinen die können ihm was antun denn in
dieser Nacht die das ganze höllische her
loslasse sei schon mancher
Christenmensch zu Schaden gekommen aber
er hat sie ausgelacht und hat es eine
weibische Furcht genannt und ist seines
gewöhnlichen Weges in den Wald gegangen
als die anderern zu Bett
waren da ist ihm aber der König berlebi
zu mächtig
geworden fangs war es diese Nacht im
Walde ebenso wie die vorigen Nächte es
tosete und lärmte von fern und das
berlebi klang hell darunter und was über
seinem Kopfe durch die Wipfel der Bäume
schwirrte und pfiff und rauschte das
kümmerte borwitz nicht viel denn an
Hexerei glaubte er gar nicht und sagte
es seien nur Nachtgeister wovor dem
Menschen grau weil er sie nicht kenne
und allerlei blendwerke und Gaukeleien
der finstern die dem nichts tun können
der keinen Glauben daran habe aber als
es nun Mitternacht wart und die Glocke Z
geschlagen hatte da kam ein ganz anderes
burleby aus dem Walde hervor dass Hansen
die Haare auf dem Kopfe kribbelten und
sauseten und er davon laufen
wollte aber sie waren ihm zu geschwind
und er war bald mitten unter dem Haufen
und konnte nicht mehr heraus denn als es
zwlf geschlagen hatte tönte der ganze
Wald mit einem Male wie von Trommeln und
Pauken und Pfeifen und Trompeten und es
war so hell darin als ob er plötzlich
von vielen tausend Lampen und Kerzen
erleuchtet worden wäre es war aber diese
Nacht das große Hauptfest des
rattenkönigs und alle seine Untertanen
und Leute und Mannen und wasasallen
waren zur Feier desselben
aufgeboten und es schienen alle Bäume zu
sausen und alle Büsche zu zu pfeifen und
alle Felsen und Steine zu springen und
zu tanzen soass Hansen entsetzlich bange
wart aber als er weglaufen wollte
verrannten ihm so viele Tiere den Weg
dass er nicht durchkommen konnte und
sich ergeben musste stehen zu biben wo
er war es waren da die Füchse und die
Mader und die Iltisse und Wiesel und
Siebenschläfer und mmeltiere und Hamster
und Ratten und Mäuse in so zahlloser
dass es schien sie waren aus der ganzen
Welt zu diesem Feste
zusammengetrommelt sie liefen und
sprangen und hüpften und tanzten
durcheinander als ob sie toll waren sie
standen aber alle auf den Hinterfüßen
und mit den Vorderfüßen trugen sie grüne
Zweige aus Main und jubelten und toseten
und heulten und kreischten und pfiffen
jeder auf seine
Weise kurz es war das ganze leichte
diebesgesindel der Nacht beisammen und
machte gar ein scheußliches Geläute und
Gebimmel und Getümmel
Durcheinander in den Lüften ging es
ebenso wild als auf der Erde da flogen
die Eulen und krän und kreuzze und Uhus
und Fledermäuse und Mistkäfer Bund
durcheinander und verkündigten mit ihren
gellenden und kreischenden Kehlen und
mit ihren summenden und schwirrenden
Flügeln die Freude des hohen Tages
als Hans erschrocken und erstaunt sich
mitten in dem Gewimmel und geschwirr und
Getöse befand und nicht wusste woaus
noch ein sier da leuchtete es mit einem
Male heller auf und nun sangen viele
tausend Stimmen zugleich dass es in
fürchterlich grauslicher Feierlichkeit
durch den Wald schallte und Hans das
Herz im Leibe
bebte macht auf macht auf macht auf die
pforen und her von allen Orten geladen
seid ihr
allzugleich der König ziert durch sein
Reich ich bin der große Rattenkönig komm
her zu mir hast du zu wenig von Gold und
Silber ist mein Haus das Geld mess ich
mit scheffeln
aus so klang es im feierlichen und
langsamen Gesänge fort und dann schalten
immer wieder einzelne kreischende und
gellende stimmen mit widerlichem laute
darunter burlybe
burlybee und die ganze Menge rief
burlybe nach dass es durch den Wald
schallte und es war der Rattenkönig
welcher einhergezogen kam er war
ungeheuer groß wie ein mastochs und saß
auf einem goldenen Wagen und hatte eine
goldene Krone auf dem Haupte und hielt
ein goldenes Zepter in der Hand und
neben ihm saß seine Königin und hat
hatte auch eine goldene Krone auf und
war so fett dass sie glänzte und sie
hatten ihre langen kahlen Schwänze
hinter sich zusammenverschlungen und
spielten damit denn ihnen war sehr
wohlig zumute und diese Schwänze waren
das allerscheulichste was man da sah
aber der König und die Königin waren
auch scheußlich genug und der Wagen
worin sie saßen ward von sechs magern
Wölfen gezogen die mit den Zähnen
fletschten und zwei lange Kater standen
als Haiducken hinten auf und hielten
brennende Fackeln und miauten
entsetzlich dem Rattenkönig und der
rattenkönigin war aber vor ihnen nicht
bange sie schienen hier zuu gewaltige
Herren und Könige über alle zu sein es
gingen auch zwölf geschwinde
Trommelschläger dem Wagen voran und
trommelten das waren Hasen die müssen
die Trommel schlagen und anderen Mut
machen weil sie selbst keinen haben
Hansen war schon bange genug gewesen
jetzt aber als er den Rattenkönig und
die rattenkönigin und die Wölfe und
Kater und Hasen so miteinander sah da
schauderte ihm die Haut auf dem ganzen
Leibe und sein sonst so tapferes Herz
wollte fast verzagen und er sprach bei
sich hier mag der Henker länger bleiben
wo all es wieder die Natur geht ich habe
auch wohl von Wundern gelesen und gehört
aber sie gingen doch immer etwas
natürlich zu dass dies aber buntes
teufelsspiel ist und teuflisches Pack
sieht man wohl wer nur heraus wäre und
Hans machte noch einen Versuch sich
herauszudrängen aber der Zug brauste
immer frisch fort durch den Wald und
Hans musste mit so ging es bis an eine
ßer Ecke des Waldes kamen da war ein
offenes Feld und hielten viele hunder
Wagen die mitck und Fleisch und korren
und Nüssen und ander esswarenaden waren
einen jeden Wagen fuhr ein Bauer mit
seinen Pferden und die bauernugen dieäe
KN undck und die Schinken undwürste und
sie son geladeninab in den Wald und Sie
Hans barwitz steh sahen riefen sie ihm
zu komm hilf auch
tragen und Hans ging hin und lud mit ab
und trug mit ihnen er war aber so
verwirrt dass er nicht wusste was er tat
es deuchte ihm aber in dem zwielichte
als See er unter den Bauern bekannte
Gesichter und unter anderen den Schulzen
aus krakwitz und den Schmied aus
kassnewitz er ließ sich aber nichts
merken und jene taten auch wie
unbekannte Leute mit den Bauern aber
hatte es die Bewandtnis sie hatten sich
dem rattenkönige und seinem Anhange zum
Dienste ergeben und mussten ihnen in der
walpogesnacht wo des rattenkönigs großes
Fest steht immer den Raub zu dem Walde
fahren den rattenkönigs Untertanen
einzeln aus allen Orten der Welt
zusammengemaust und zusammengestohlen
hatten und Hans kam nun auch ganz
unschuldig dazu und wusste nicht wie
Sowi die Säcke und das andere in den
Wald getragen wurden war das wilde
diebesgesindel darüber her und es ging
Grips Graps und Rips Raps hast du nicht
gesehen und jeder griff zu und schleppte
sein Teil fort soass ihrer immer weniger
wurden der König aber hielt noch da in
seinem hohen und prächtigen Wagen und es
tanzeten und toseten und lärmten noch
einige um ihn
aber alle Wagen abgeladen waren da kamen
wohl hundert große Ratten und Gosen Gold
aus schäffeln auf das Feld und auf den
Weg und sangen dazu Hände her Mützen her
wer will mehr wer will mehr lustig
lustig heut geht's toll lustig händ und
mützenvoll und die Bauern fielen wie die
hungrigen Raben über das ausgeschüttete
Gold her und griffelten und kraffelten
und drängten und stießen sich und jeder
raffte so viel auf von dem roten raube
als er habbhaft werden konnte und Hans
war auch nicht faul und griff rüstig mit
zu und als sie in bester Arbeit waren
wie Tauben worunter man Erbsen geworfen
sieher da kräte der morgenhahn wo das
heidnische und höllische Reich auf der
Erde keine Macht mehr hat und in einem
hui war alles schwunden als wäre es nur
ein Traum gewesen und Hans stand ganz
allein da am
Walde und der Morgen brach an und er
ging mit schwerem Herzen nach Hause er
hatte aber auch schwere Taschen und
schönes rotes Gold darin das schüttete
er nicht
aus seine Frau war ganz ängstlich
geworden dass er so spät zu Hause kam
und sie erschrak als sie ihn so bleich
und verstört sah und frag ihn allerlei
er aber fertigte sie nach seiner
Gewohnheit mit Scherz ab und sagte ihr
nicht einsterbenswörtchen von dem was er
gesehen und gehört hatte Hans zählte
sein Gold es war ein hübsches Häuflein
Dukaten legte es in den Kasten und ging
die ersten Monate nach diesem Abenteuer
nicht in den Wald er hatte ein
heimliches grauen davor dann vergaß er
wie es dem Menschen geht die
walpogesnacht und ihr schauerliches und
grauliches Getümmel allmählich und ging
nach wie vor im Mond und Sternenschein
auf seinen Fuchs und
maderfang von dem Rattenkönig und seinem
berlebee sah und hörte er nichts mehr
und dachte zuletzt selten daran aber als
es gegen den Frühling ging veränderte
sich alles er hörte zuweilen um die
Mitternacht wieder das burlybee klingen
dass seine mattesten Haare auf dem Kopfe
ihm lebendig wurden und schlief dann
zwar immer geschwinde aus dem Walde
hatte aber dabei doch seine heimlichen
Gedanken auf die
walpogesnacht und weil das was die
Menschen bei Tage denken Ihnen bei Nacht
im Traume wiederkommt und allerlei
spielt und spiegelt und gaukelt so blieb
auch der Rattenkönig mit seiner
nachtgauk g leinigt aus und Hans träumte
oft als stehe der Rattenkönig vor seiner
Türe und klopfte an er machte ihm dann
auf und sah ihn leibhaftig wie er damals
in dem Wagen gesessen und er war nun
ganz von lauterem Gold und auch nicht so
hässlich als er ihm damals vorgekommen
und Rattenkönig sang ihm mit der
allersüßesten Stimme von der man nicht
glauben sollte dass eine rattenkehle sie
haben könne den Vers vor ich bin der
große Rattenkönig komm her zu mir hast
du zu wenig von Gold und Silber ist mein
Haus das Geld mess ich mit schäffeln
aus und dann kam er dicht zu ihm heran
und flüsterte ihm ins Ohr du kommst doch
wieder zu walpogesnach Hans bwitz und
hilfst Säcke tragen und holst dir deine
taschenvoll
Dukaten zwar hatte Hans wenn er aus
solchen Träumen erwachte neben der
Freude über das Gold immer ein Grauen
und er sprach dann wohl warte nur Prinz
berlybe ich komme dir nicht zu deinem
feste aber es ging ihm wie es anderen
Leuten auch gegangen ist und das alte
Sprichwort sollte an ihm auch wahr
werden wen der Teufel erst an einem
Faden hat den führt er auch wohl bald am
Streck genug je näher die walpogesnacht
kam desto mehr wuchs in H die Gier auch
dabei zu sein doch nahm er sich fest vor
dem Bösen diesmal nicht den Willen zu
tun und ging den walpogesabend auch
glücklich mit seiner Frau zu
Bett aber er konnte nicht ein en die
Wagen mit den Säcken und die Bauern und
die großen Ratten die das Gold aus
schäffeln auf den Boden schütteten
fielen ihm immer wieder ein und er
konnte es nicht länger aushalten im
Bette er musste aufstehen und sich von
der Frau fortschleichen und in den
finsterern Wald laufen und da hat er
diese zweite Nacht ebenso wieder erlebt
als das erste Mal er hatte sich ein
Säckchen mitgenommen für das Gold und
hatte auch viel reichlicher eingesammelt
als das vorige J
nun deuchte ihm habe er des Goldes genug
und er tat einen hohen Schwur er wolle
sich nimmer wieder in die Versuchung
geben und auch nie wieder in den Wald
gehen und er hat den Schwur gehalten und
sich selbst überwunden dass er nicht in
den Wald gegangen ist und keine
walpogesnacht wieder mitgehalten hat so
oft ihm auch noch von dem berlybe und
dem goldenen rattenkönige geträumt hat
er hat das aber nicht in seinem Herz
sitzen lassen sondern hat es mit
eifrigem Gebet wieder ausgetrieben und
den bösen endlich müd gemacht dass er
von ihm gewichen
ist so war manches Jahr vergangen und
Hans hieß ein sehr reicher Mann er hatte
sich für seine Dukaten Dörfer und Güter
gekauft und war ein Herr geworden es
munkelte auch unter den Leuten es gehe
nicht mit rechten Dingen zu mit seinem
Reichtum aber keiner konnte ihm das
beweisen aber endlich ist der Beweis
gekommen der böse lauerte auf den armen
Mann an dem er schon einige Macht
gewonnen hatte er war ergrimmt auf ihn
weil er von seinen hohen Festen in der
walpogesnacht ganz ausblieb und als Hans
einmal wieder mit sündlicher Lüsternheit
an das goldsammeln gedacht und darüber
das Abendgebet vergessen auch einige
unchristliche Flüche über eine
Kleinigkeit getan hatte hat er mit
seinem Gesindel hervorbrechen können und
Hans hat nun gelernt was das goldene
Spielwerk des Königs berleby eigentlich
auf sich habe seit dieser Zeit hat Hans
wieder Stern noch Glück mehr in seiner
Wirtschaft gehabt wie viel er sich auch
abmattete er konnte nichts mehr vor sich
bringen sondern es ging von Tage zu Tage
mehr
rückwärts seine ärgsten Feinde aber
waren die Mäuse die ihm im Felde und in
den Scheunen das Korn auffraßen die
Wiesel Ratten und Mader die ihm die
Hühner
Enten und Tauben
abschlachteten die Füchse und Wölfe die
seine Lämmer Schafe füllen und Kälber
holten kurz das Gesindel hat es so arg
gemacht dass Hans in wenigen Jahren um
Güter und Höfe um Pferde und Rinder um
Schafe und Kälber gekommen ist und
zuletzt nicht ein einziges Huhn mehr hat
sein nennen können er hat als ein armer
Mann mit dem Stock in der Hand nebst
Weib und Kindern von Haus und Hof gehen
und sich auf seinen alten Tagen als
Tagelöhner ernähren müssen da hat er oft
die Geschichte erzählt wie er zu dem
Reichtum gekommen und aus dem Bauer ein
Edelmann geworden ist und hat Gott
gedankt dass er Ratten und Mäuse als
seine Bekehrer geschickt und ihn so arm
gemacht hat denn sonst hat der arme Mann
gesagt wäre ich wohl nicht in den Himmel
gekommen und der Teufel hätte seine
Macht an mir behalten und ich hätte dort
jenseits endlich auch nach des
rattenkönigs Pfeife tanzen müssen das
hat er auch dabei erzählt dass solches
Gold dass man auf eine so wundersame und
heimliche Weise Gewinne doch keinen
Segen in sich habe denn ihm sei bei
allen seinen Schätzen doch nie so wohl
ums Herz gewesen als nachher in der
bittersten
Armut ja er sei ein elenderer Mann
gewesen da er als Junker mit Sechsen
gefahren als nachher da er oft froh
gewesen wenn er des Abends nur Salz und
Kartoffeln gehabt
[Musik]
habe danke fürs zuhören wenn dir das
Märchen gefallen hat und du noch nicht
schläfst würde ich mich über eine Daumen
nach oben und einen Kommentar freuen und
falls du noch nicht schlafen kannst
findest du hier ein weiteres Märchen bis
bald
