Willkommen zu einem weiteren spannenden Interview mit einer erstaunlichen Gruppe von Experten! In unserer heutigen Diskussion, die unter dem Titel 'Im Trend der Zukunft: Potenziell Lebensrettend' steht, haben wir eine faszinierende Runde von Experten aus verschiedenen medizinischen Disziplinen versammelt. Unsere Gäste, darunter Prof. Dr. Elmar Wienecke, Prof. Dr. med. Clemens von Schacky, Dr. med. Manuel Burzler, Prof. Dr. sc. med. Urs Gruber und Prof. Dr. rer. nat. Brigitte König, sind hochkarätige Mitglieder des QS24 Wissenschafts-Gremiums und haben umfangreiche Erfahrung in ihren jeweiligen Fachgebieten. In diesem Interview werden wir die neuesten Erkenntnisse und Trends im Bereich der Prävention von Krebs und Herzkrankheiten erkunden. Sie werden erfahren, wie kleine Veränderungen in Ihrem Lebensstil potenziell lebensrettend sein können und wie Sie Ihr Risiko für diese weit verbreiteten Krankheiten erheblich reduzieren können. Begleiten Sie uns auf dieser Reise, um wertvolle Einblicke und Informationen von unseren hochqualifizierten Gästen zu erhalten. Lassen Sie uns gemeinsam die Gesundheit und das Wohlbefinden in die eigene Hand nehmen.
▬ Experten ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Prof. Dr. Elmar Wienecke, Medizinwissenschaftler und Mitglied QS24 Wissenschafts-Gremium Prof. Dr. med. Clemens von Schacky, Internist, Kardiologe, Forscher Dr. med. Manuel Burzler, Arzt, Ausbildner in Epigenetik Prof. Dr. sc. med. Urs Gruber, Medizinwissenschaftler und Mitglied QS24 Wissenschafts-Gremium Prof. Dr. rer. nat. Brigitte König, Wissenschaftlerin und Mitglied QS24 Wissenschafts-Gremium Moderation: Corina Klein Sendungsnummer: KolMed_231013_S6_D
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Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute in unserem Format
Gipfeltreffen, Colloquium, Medicine.
Und wir haben heute wieder vier besondere Professoren bei uns
und wollen mal die verschiedenen Einflussfaktoren
auf Krebs und Herzgefäßerkrankungen einsehen,
welche Möglichkeiten wir auch haben,
da wirklich auf allen Ebenen eine Verbesserung,
vielleicht auch eine Regeneration hinzubekommen.
Und ich freue mich sehr auf unsere Gäste.
Bleiben Sie dran.
Hallo, ihr Lieben.
Schön, herzlich willkommen, dass ihr alle da seid.
Ich mache gar nicht so eine große Vorstellungsrunde,
weil wir einfach nur eine kurze Sendezeit haben.
Und freue mich natürlich, dass wir über dieses Hauptthema Krebs
und auch Herzgefäßerkrankungen sprechen.
Emma, du bist natürlich hier jemand mit einer riesen Datenbank,
wo du natürlich auch die Korrelation siehst von gewissen Defiziten
und Krankheiten, die entstehen können oder schon da sind.
Was sind so deine Erfahrungen?
Ein ganz wichtiger Punkt, aus dem onkologischen Bereich
habe ich mich immer herausgehalten.
Und das ist wirklich, weil es multifaktoriell ist.
Aber was man generell präventiv sagen kann, ist Folgendes.
Urs, du hattest es schon ein bisschen angedeutet.
Was wir erreichen können,
und das ist wissenschaftlich wirklich evidenzbasiert,
dass bei fehlenden, ganz klar bestehenden Defiziten
die gezielte Mikronährstoffgabe, aber die individualisierte,
dazu führt, dass vegetative Dysregulationen
zu einer vegetativen Balance wird.
Ob das Schilddrüsenhormone sind, das heißt,
man kann durch die gezielte fehlende Gabe in der Prävention
unglaublich viel machen, denn wir wissen,
oder können die anderen Experten gleich noch mehr dazu sagen,
dass bei bestehenden onkologischen Erkrankungen
ist immer die Frage, warum entstehen diese Erkrankungen.
Ich kann nur sagen, in der Prävention,
wenn Stressbelastungen langfristig, nicht chronisch sind,
noch mal kurzfristig, den brauchen wir ja alle.
Stress brauchst du jetzt, brauch ich, alle.
Aber wenn es uns langfristig gelingen kann,
eine der wichtigsten Stressoren ist der schlechte Schlaf.
Wir haben fast bei 80, 90 Prozent aller Patienten,
die zu uns hinkommen, schlafen ganz schlecht.
Wir haben Kortisolprofile gemessen
und haben bei vielen Hypokortisolismus festgestellt.
Das heißt, die erste Speichelprobe morgens,
die zweite um 12, die dritte um 16 und dann um 20 Uhr.
Und was haben wir festgestellt?
Die kommen morgens, liegt man normalerweise so zwischen 8 und 12
Picogramm pro Milliliter und die liegen bei 2 bis 3.
Die kommen nachts nicht in diese Tiefschlafphase.
Das bedeutet absoluten Stress.
Und da kannst du gerne Begriffe fragen.
Sie ist die Expertin auf der metronalen Ebene.
Ich möchte nicht wissen, wenn man das dann testet,
was sagen die Mitochondrien, wenn du immer schlecht schläfst?
Weil das ist Stress pur.
Und wenn du das über lange Zeiträume machst,
dann können sich irgendwann Erkrankungen ergeben.
Gerne.
Ein wichtiger Punkt in dem Zusammenhang ist in meinen Augen,
dass wir Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs abnehmend
als Schicksalsschläge begreifen und zunehmend als Erkrankungen,
denen man auch vorbeugen kann.
Und ich denke, das ist die positive Botschaft,
die wir rüberbringen müssen.
Und zum Teil sind die Sachen banal.
Jeder weiß, dass Rauchen nicht gesund ist.
Rauchen erhöht die Mortalität an Krebs,
und zwar an allerlei Formen von Krebs.
Rauchen nicht nur Lungenkrebs, sondern z.B. auch Blasenkrebs.
Und das erhöht auch die Wahrscheinlichkeit
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw.
Hoher Blutdruck erhöht die Wahrscheinlichkeit
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Leute, die übergewichtig sind,
werden eher hohen Blutdruck entwickeln,
werden eher Diabetes entwickeln.
Diabetes ist sowohl für Krebs
als auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
ein Risikofaktor.
Klar, mit einem metabolischen Syndrom hast du 50%
erhöhtes Krebsrisiko.
Und das sind eigentlich Sachen, die man weiß,
die auch die Laien im Wesentlichen wissen.
Und wir müssen uns jetzt fragen,
wo können wir bei Ihnen bei der Umsetzung helfen?
Sicher ist es wichtig, wenn man die Dinge mal benennt,
so wie wir es jetzt gerade hier machen,
um zu sagen, schau mal, du hast es in der Hand,
du kannst selber ganz wesentlich über deine Gesundheit
und über dein Risiko an Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
zu erkranken.
Dieses Risiko kannst du selber bestimmen.
Zu einem hohen Prozentsatz.
Also es ist kein reines Schicksal,
sondern es ist eben auch der persönliche Lebensstil,
der sich dann in diesen Erkrankungen ausdrückt.
Dann gibt es noch Faktoren, die eben weniger bekannt sind.
Und dazu gehören sicherlich die Omega-3-Fettsäuren.
Und da ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit,
Herzinfarkte zu erleben, einen Schlaganfall zu erleben,
aber auch einen Krebs zu entwickeln,
geringer ist, wenn die Spiegel der Omega-3-Fettsäuren höher sind.
Ich finde die Daten zu Krebs interessant,
weil die neuere Daten sind, zu Herz-Kreislauf,
das wussten wir alle schon etwas länger.
Und es ist so, dass zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit,
an Brustkrebs, Dickdarm- und Rektumkarzinomen zu erkranken
und auch die Wahrscheinlichkeit,
ein nicht kleinzelliges Pontialkarzinom zu entwickeln,
an den Spiegeln der Omega-3-Fettsäuren hängen
und teilweise eben mit niedrigen Spiegeln doppelt so hoch sind
wie mit hohen Spiegeln, also Spiegeln im Zielbereich.
Und das ist etwas, was noch nicht jeder weiß.
Und was wir gerne in dieser Sendung vermitteln sollten,
es ist möglich, das Risiko an diesen Krebsarten,
das sind ja häufige Krebsarten, das Risiko zu verringern.
Und dazu gibt es auch eben schon eine erste Interventionsstudie,
die zeigt, dass wenn man Omega-3-Fettsäuren in ein Konzert
mit Vitamin D und einem kleinen Trainingsprogramm hineinnimmt,
dass dann die Wahrscheinlichkeit,
in den nächsten zwei Jahren an einem Krebs zu erkranken,
gesenkt werden kann.
Also das ist jetzt nicht das Risiko,
sondern es ist tatsächlich möglich,
durch dieses relativ einfache Programm,
die Erkrankungen zu senken.
Und ich persönlich würde es ganz gerne vermeiden,
an Krebs zu erkranken.
Und mit anderen Worten, es ist möglich.
Und das, denke ich, ist die Botschaft,
die wir rüberbringen sollen.
Das gilt für Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
das gilt für bestimmte Krebserkrankungen mit Sicherheit
und für andere sehr wahrscheinlich.
Urs, die Selbstwirksamkeit,
das ist ja auch so ein bisschen ein Thema bei uns in der Gesellschaft,
dass wir uns oft auch schwer tun mit Veränderungen,
mit vielleicht auch präventiven Maßnahmen.
Wo kann ich bei mir hinschauen oder mit mir arbeiten,
dass ich da auch wirklich in eine Selbstverantwortung komme?
Ja, wenn ich das jetzt in den Kontext stelle,
zu der Fragestellung mit Krebserkrankungen
oder vielleicht Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
insbesondere Krebserkrankungen,
spielt meiner Meinung nach, wenn jemand Krebs hat,
dann bei den Patienten, die ich begleiten darf,
ist es so, dass die genau wissen, wann sie Krebs haben,
nämlich dann, wenn der Doktor das sagt.
Und wenn sie das Prozedere durchhaben,
für die Krebsbehandlung nicht,
jetzt für die Gesundheitsförderung und deren Erhaltung,
also um den Körper zu erhalten,
für das weitere Leben.
Wenn ich die Frage, wann sind sie jetzt befreit,
quasi vom Krebs, so, dann sagen ganz viele,
ja, das weiss man nicht.
Also das hat der Doktor dann quasi nicht gesagt.
Meiner Einschätzung nach ist es sehr, sehr elementar
und ganz wichtig, dass die Leute, die jetzt betroffen sind,
nicht stehenbleiben oder untergehen mit diesem Faktor Angst.
Weil da eine Art der Selbstwirksamkeit,
ob es eine bewusste Selbstwirksamkeit ist
oder vielleicht eine unbewusste im Körper selbst,
ich möchte wieder in Richtung der Gesundheit gehen,
selbstverständlich, und das kann eine sehr, sehr schwerwiegende Episode sein,
so eine Behandlung oder so ein psychoemotionaler Eingriff,
wenn man so etwas von sich selbst hört,
dass sie da quasi auf dem Weg bleiben
und dass da die Angst vielleicht weniger mit eine Rolle spielen sollte.
Ich war jetzt sehr, sehr angetan von der Einführung, von deiner Einführung,
weil du das Thema eigentlich sehr klar benannt hast,
aber ohne jetzt Angst und Schrecken zu verbreiten.
Und das passiert immer und immer wieder.
In unserer Kultur, ja, wir sind ja so die Experten für Diagnose-Schocksstellen,
während jetzt in ayurvedischen Medizin,
wenn ich jetzt zu einem ayurvedischen Arzt gehe,
dann sagt er zu mir, okay, du hast eine Disbalance,
hier ein bisschen eine schwache Niere,
da müssen wir ein bisschen das Leber-G und das Magenfeuer stärken.
Und das ist eine ganz andere Art, darüber auch zu sprechen.
Ja, die Art ist vermutlich schon anders,
aber vielleicht auch, weil der Patient, den es betrifft,
gar nicht so viel versteht, um was es geht.
Wenn man sagt, das ist jetzt eine Schleimkrankheit oder was weiß ich,
dann okay, das kann ja nicht so schlimm sein,
ich weiß ja, was Schleim ist und Krankheit und so weiter.
Und so, wie du das Beispiel jetzt auch genannt hast,
dass es Krebs gibt, ja, dann ist das mal weit weg von mir
und wenn mir jemand direkt sagt, dass ich das habe,
das führt in der Regel zu einem Schock, ganz klar.
Schock führt wieder zu ganz viel Stress im Körper
und welche Kaskade da wie abläuft,
das wissen die Anwesenden dann viel, viel besser als ich.
Aber genau in diesem Moment sollte ich ja quasi
diese biologische Widerstandsfähigkeit,
diese biologische Resilienz eigentlich umso besser
und abrufen können im Körper.
Da bin ich auch sehr angetan, wenn es dazu,
wenn man sagt, parallel müsste man die Gesundheit,
während einer Krankheit müsste man die Gesundheit
wirklich fördern, fordern und fördern,
um da die Möglichkeit, Zeit und Raum zu bekommen,
um etwas vielleicht auch medizinisch selbstverständlich
zu behandeln, das anders vielleicht nicht mehr bewältigbar ist
in einer bestimmten Größe.
Vielleicht kann man eine Sache vollkommen richtig,
was du sagst, eine Sache ergänzen.
Ich habe in Köln an der Sporterschule studiert.
Dort gab es, als ich dann aufgehört habe,
eine, zwei, drei Jahre später, einen eigenen Bereich Onkologie.
Und dann bin ich fünf, sechs Jahre später
in einer Klinik gewesen in Köln, komme dahin
und sehe auf der unteren Etage einen Kraftzirkel,
einen Melonzirkel oder weiß ich gar nicht mehr,
wie der Kraftzirkel ist, einen Kraftzirkel
und habe Frauen und Männer gesehen,
die dort während der Chemotherapie trainiert haben.
Das war zu der Zeit, als ich in Köln studiert habe, unvorstellbar.
Nicht jeder ist dazu in der Lage, das weiß ich,
aber die Myokine, die entstehen,
die positiven Botenstoffe, die entstehen
durch körperliches Training,
natürlich vor einer möglichen Erkrankung,
wäre die beste Alternative, wenn ich erkrankt bin,
aber dann auch aktiv einzugreifen.
Das war mir in dieser Bedeutung völlig neu.
Du musst dir vorstellen, du kommst da rein,
plötzlich ist in der Eingangshalle ein riesengroßer Kraftzirkel
und die machen ihr gezieltes Training.
Das ging da wirklich rein und wieder raus.
Und da waren wirklich über 30, 40 Männer und Frauen,
die da regelmäßig trainiert haben.
Und da hätte mich, ich bin mir nicht sicher,
ob du da vielleicht involviert warst,
mich hätte sehr interessiert, wie auf der mitrondralen Ebene,
welche Effekte das hat.
Das hat man auch wissenschaftlich analysiert.
Die Ergebnisse sind irgendwann sehr positiv gewesen.
Ich habe es aber bisher nie gelesen.
Der Krebspatient stirbt ja letztendlich am Muskel,
also nach der Chemo, oder?
Da haben wir schon den Zusammenhang von der Muskulatur, vom Abbau.
Das waren die Myokinen, die eigentlich andere Funktionen haben.
Die werden zwar von den Muskelzellen produziert,
sind jetzt aber nicht verantwortlich für Muskelaufbau selbst.
Richtig.
Wenn wir jetzt von Krebs sagen, an Krebs ist,
beschäftigen natürlich viele Leute, wie entsteht das?
Und das ist natürlich auch wieder multifaktoriell,
beziehungsweise es können auch sehr viele unterschiedliche Ursachen haben.
Natürlich haben wir am Anfang gedacht,
es sind vielleicht nur das P53-Gen,
also bestimmtes Gen, was eigentlich ein Tumorsuppressor-Gen ist,
dass das nicht mehr aktiv ist und dadurch Tumoren entstehen.
Wir wissen, dass es onkogene Viren gibt.
Die werden so genannt, weil diese Viren nicht bei jedem,
aber zu einer Krebserkrankung führen können.
Das sind auch bestimmte Lymphome, die das machen können.
Es gibt sogar Helicobacter pylori,
ist für einen Magenkrebs verantwortlich.
Allerdings auch nur bei einem bestimmten Teil der Bevölkerung.
Nicht alle, die Helicobacter pylori-Infektionen haben,
haben auch einen Krebs.
Deswegen sind da sicherlich andere Faktoren noch notwendig.
Dann gibt es natürlich Strahlenkrankheiten,
wo Strahlen ausgesetzt werden.
Dann kriegt man Krebs ziemlich schnell oder ziemlich sicher.
Dann gibt es natürlich die Frage,
sind es vielleicht doch die Mitochondrien, die versagen,
die dann letztendlich die Krebsentstehung fördern?
Das heißt nicht, dass es auch andere Wege gibt,
wie zum Beispiel die onkogenen Viren,
dass es die Mitochondrien sind.
Die Mitochondrien können natürlich einmal die Stammzellen verändern.
Stammzellen sind ja zur Regeneration da
und sollen ja wieder regenerieren.
Dann müssen sie differenzieren zu Epithelzellen, Endothelzellen.
Das heißt, für diese Differenzierung
sind gute Mitochondrienfunktionen zuständig, erforderlich.
Krebs entsteht ja durch Stammzellen,
die eben nicht differenzieren,
sondern eben dieses Potenzial nicht haben zu differenzieren
und als Stammzellen bleiben.
Da ist also naheliegend oder man kann sich erklären,
dass Mitochondrien wirklich auch eine Rolle spielen.
Dann ist das ja eigentlich jeder von uns,
so wird es jedenfalls unsere Zeit,
immer irgendwann mal Krebszellen produziert,
also die im Körper zirkulieren.
Die werden aber sofort erkannt von unseren T-Zellsystemen.
Das heißt, sie werden beseitigt.
Dass die T-Zellen funktionieren,
hängt aber auch wieder von den Mitochondrien ab.
Man sieht natürlich, wo man an verschiedenen Stellen angreifen kann.
Wenn man es jetzt auf der Elektronenebene sieht,
die Zellmembranspannung, hast du da irgendwas entdeckt,
wo man wirklich sagen kann,
damit kriege ich einfach auch die Membrane optimiert, die Spannung?
Also die Spannung, Membranpotenzial,
hängt natürlich sehr gut von der Fettsäurekomposition ab.
Das wäre doch eigentlich auch das, was die Budwig gemacht hat, oder?
Durch die Lipoproteine mit dessen freien Elektronen?
Oder siehst du das eher kritisch?
Ich sage mal so, Frau Budwig hat in den 50er-Jahren
mit den ihr zur Verfügung stehenden Methoden,
dass Erkenntnisse gewonnen,
die jetzt in differenzierterer Form gewonnen werden können.
Und nachdem wir schon von Krebsbehandlung gesprochen haben,
möchte ich einfach noch ergänzen,
dass die drei Behandlungsformen von Krebs,
also Operation, Chemotherapie und Radiotherapie,
in ihrer Verträglichkeit eindeutig von Omega-3-Fettsäuren abhängen.
Bei den Operationen ist es so,
dass wenn zur Operation dazu Omega-3-Fettsäuren gegeben werden,
dass z.B. infektiöse Komplikationen der Operation seltener auftreten,
die Krankenhausaufenthaltsdauer kürzer ist.
Würde ich also unbedingt empfehlen.
Gilt auch im Übrigen wahrscheinlich für Nicht-Tumor-Operationen.
Bei der Radiotherapie ist es so,
dass die Strahlentherapie eben besser vertragen wird,
weil die entzündliche Reaktion,
die durch die Radiotherapie ausgelöst wird,
in einem geringeren Ausmaß stattfindet.
Und wenn man die in einem geringeren Ausmaß hat,
dann ertragen das die Leute besser.
Und in ähnlicher Form gilt das auch für die Chemotherapie.
Weil durch Chemotherapie ist auch nachgewiesen,
dass die zusätzliche Gabe von Omega-3-Fettsäuren zur Chemotherapie
aufgrund der höheren Verträglichkeit es ermöglicht,
die Zyklen vollständiger durchzuführen.
Und aufgrund dieser vollständiger durchgeführten Zyklen
das Überleben besser wird.
Das ist zum Beispiel von Brustkrebs nachgewiesen.
Und ich denke mal, das sind Punkte,
wo man den Nutzen der Omega-3-Fettsäuren einfach mit abnehmen kann.
Und diese Ansicht ist nicht meine persönliche Ansicht allein,
sondern die findet sich jetzt auch in der neuesten Ausgabe
des Tumormanuals der beiden Münchner Universitäten,
die inzwischen sich dazu auch Gedanken gemacht haben,
mit einer Rücksprache gehalten haben und gesagt haben,
diesen Nutzen wollen wir auch unseren Krebspatienten ermöglichen.
Also von euch jetzt abschließend noch mal,
was sind für euch so die wichtigsten Faktoren,
die wirklich im Leben ganzheitlich betrachtet auch
oder für euch jetzt aus eurer speziellen Sicht ein wichtiger Faktor sind,
um sich gut zu schützen vor Krebs und Herzkreislauf?
Das eine ist noch mal das aktive zyklisch Spazierengehen täglich.
Also die Bewegung ist eines der wichtigsten Faktoren,
um auch immunologische Prozesse hervorzubringen,
um die Mitochondrien in die richtige Struktur zu bringen.
Du hast es erwähnt, eine angepasste Ernährung im Sinne des Clean Eatings,
also wirklich bewusst auf zu viele Kohlenhydrate.
Das ist ja unser großes Problem, was wir haben,
das muss man fairerweise sagen.
Großteil der Bevölkerung, das wissen wir ja,
20% ernährt sich nur so, wie sie es machen sollten.
Das ist ein ganz wichtiger Risikofaktor.
Und die Komponente, die kann Urs gleich noch mal erläutern,
aber gerade die Stressresilienz,
die man über vermehrte Bewegungen
und die fehlenden Mikro-Nahrstoffe zufügen kann,
bedeutet sofort die Balance auf der vegetativen Seite zu verändern.
Das ist das, was wir im Laufe der letzten Jahre
immer wieder festgestellt haben.
Bei allen Erkrankungen, bei Krebs,
bei kardiovaskulären Erkrankungen,
wenn die vegetative Balance da ist,
ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken deutlich geringer.
Was ich hier vielleicht beisteuern könnte,
wäre wieder das Älteste, also das sehr Alte, was man kennt.
Und ich denke, warum haben sich zum Beispiel
die Säulen der Naturkunde so lange etabliert,
man sagt Wasser, Licht, Luft, Wärme, Kälte,
Bewegung, aktive Bewegung, passive Bewegung
und die Nahrung, die Nahrung in Form der
möglichen natürlichen Arzneien, die man dann kennt,
oder eben der Lebensmittel selbst.
Im ersten Schritt eigentlich die Lebensmittel,
die unmittelbar in der Region vorhanden sind.
Das ist die eine Seite, wo ich denke,
da liegt man mit Sicherheit nicht verkehrt.
Ich sage jetzt nicht Wasser betreten
und das Problem ist gelöst,
aber alle diese Komponenten führen dazu,
dass ich mir hierfür natürlich,
und für mich dann insbesondere,
auch Auszeiten nehmen müsste eigentlich,
um da wieder in entsprechende Rhythmen zu kommen,
die eigentlich dem Lebendigen selbst
sehr, sehr zugute kommen.
Vielleicht komme ich durch solche Rhythmen,
durch solche Anwendungen auch wieder
zu einer Art von,
ich habe mal in einem Interview gesagt,
Gesundheitsinstinktsicherheit,
so dass ich in mir selbst auch mal nachfühlen kann,
wie es mir denn überhaupt geht.
Der andere Aspekt ist eigentlich,
wenn ich eine gute Instinktssicherheit habe,
ist es natürlich schon so,
dass Angst weniger Platz hat,
selbstverständlich, sondern dass ich das mal
einschätzen kann und dann mit dem Verstand schauen,
um was geht es jetzt, wie, was, wo.
Wenn grössere Angst vorliegt,
wenn ich nur daran denke,
dass ich krank werden könnte,
oder wenn ich krank bin,
ist der erste Schritt bei uns immer so,
dass man versucht, die Leute dazu zu bewegen,
dass sie ein wenig weniger Nachrichten hören,
zum Beispiel, also das Externe, das Trigger,
die im Moment für das, wie es einem geht,
nicht in erster Priorität da sind,
dass sie da in eine neue Art
von Gesundheitsgefühl kommen.
Und das funktioniert ganz einfach eigentlich
und hat schon sehr gute Erfolge.
Brigitte, die Mitochondrien, was brauchen die?
Genau, da bin ich auch wieder bei den normalen Dingen eigentlich.
Und zwar, sie brauchen Bewegung,
sie brauchen ab und zu ein Signal,
das heißt, sie brauchen natürlich ihre gesamten
Nährstoffe, die notwendig sind,
sie brauchen die richtige Membran,
sie brauchen auch Vitamin D3
und sie brauchen natürlich auch
die richtigen Nährstoffe noch zusätzlich.
Also, wenn nur Glucose gefüttert wird,
könnte es auch ein bisschen ungünstig sein,
vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
weil dort ja eigentlich die Fettsauroxidation notwendig ist.
Also auch wieder alles eigentlich Grundlagen,
wo wir sehr viel selbst beitragen können.
Schön. Also schließt sich der Kreis wieder.
Bei dir sicherlich die Omega-3-Zentrale.
Omega-3 sind ein Baustein.
Aber das klang da an, das klang hier an,
das klang dort an.
Diese Erkrankungen sind keine Schicksalsschläge,
sondern ich kann mit dem Lebensstil,
den ich pflege, kann ich die Wahrscheinlichkeit
für diese Erkrankungen deutlich minimieren,
im Schlaganfall bis 50 Prozent.
Und das heißt, ich muss nicht schauen,
wie das Kaninchen vor der Schlange,
sondern ich kann sagen, ich nehme mein Leben in die Hand,
ich bestimme darüber, ob ich gesund bin,
ob ich gesund bleibe oder nicht.
Und das ist etwas, das ist eine Erkenntnis,
die eigentlich erst in den letzten,
ich sage jetzt mal, 10, 15 Jahren gewonnen werden konnte,
die anhand akribischer wissenschaftlicher Arbeit
gewonnen werden konnte,
anhand von größeren Intellektionsstudien.
Und da finde ich schon, dass die Wissenschaft
einen großen, großen Beitrag geleistet hat.
Das passt nicht zu dem,
was das Sozialversicherungssystem meint.
Die denken ja immer noch Krankheit wäre Schicksal.
Ich denke anders.
Ich sage, wir haben es in der Hand
und können das beeinflussen.
Schön, super.
Vielen Dank, dass ihr da wart.
Wir machen noch ein paar Runden miteinander,
freue ich mich drauf.
Und ja, voll motiviert in der Selbstverantwortung,
wirklich in die Gesundheit zu kommen.
Und liebe Zuschauer, ich hoffe,
Sie konnten auch für sich einiges wieder mitnehmen.
Wunderbar, wie sich doch auch immer der Kreis schließt,
wenn wir doch die verschiedenen Faktoren mitnehmen.
Und dann sehen wir sogar in der Wissenschaft,
dass es zu Verbesserungen der Gesundheit kommen kann.
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.
Vielen Dank fürs Zuschauen.
Tschüss.