Sigmaumgebung, Sigmaintervalle, Hypothesentest | Mathe by Daniel Jung

Mathe by Daniel Jung
14 Abonnenten
27.11.2024
Ja nochmal ein Streifzug durch Sigma-Umgebungen. Egal wo ihr jetzt hockt, ob ihr vielleicht beim
Testen von Hypothesen seid und auf signifikante Abweichungen überprüfen wollt, wenn man sich das
visualisieren kann, ist das immer besser. Ihr habt, sagen wir mal als Beispiel, x-tausend Leute
gefragt, liebt ihr Mathe oder nicht? Es gibt einen gewissen prozentualen Wert, der wohl so im Raum
steht, ob man Mathe liebt oder nicht. Und dann kann man eben einen Erwartungswert berechnen. Den
Erwartungswert µ, wo mit der höchsten Wahrscheinlichkeit entsprechend die Leute
sagen, sie lieben Mathe. Und jetzt wird vielleicht weiter getestet und die Frage ist, ob es denn
weiterhin so besteht. Der Erwartungswert hat einen gewissen Wert. Wenn wir jetzt von einem
normalverteilten Zusammenhang dann ausgehen, sprich zuerst wir fragen Personen, wir fragen sie
unabhängig voneinander. Es liegt ein binomialverteilter Zusammenhang vor und wir können dann aufgrund
der Größe mit der Normalverteilung annähern. Wir haben dann eine Standardabweichung vom
Erwartungswert und die Standardabweichung, ja Sigma, gibt dann einen Bereich an und das ist
das Erste, was man verstehen muss. Wir haben hier dann von µ ausgesehen minus Sigma nach links weg
und hier µ plus Sigma nach rechts weg. Das heißt, wir haben dann von dem Wert bis zu dem Wert ein
Intervall und vielleicht ist es erstmal grob gut zu wissen, wie viel Prozent aller Werte in diesem
Intervall liegen. In dieser einen Sigma-Umgebung von hier, naja fast getroffen, bis hier, in diesem
Bereich liegen ungefähr 68,3 Prozent aller Werte. Und jetzt gibt es noch die 2- und 3-Sigma-Umgebung.
Wenn man jetzt auf die 2-Sigma-Umgebung geht, von hier bis hier, dort haben wir insgesamt ca. 95,5
Prozent aller Werte, die in diesem Bereich liegen. Und dann hätten wir noch, ich mache es nur grob,
reiße ich es an, ja, das wäre dann die 3-Sigma-Umgebung und in diesem Bereich liegen ca. 99,7
Prozent aller Werte. Man kann sich schon vorstellen, wenn man aus diesem Bereich rauskommt, dann hat man
eine hochsignifikante Abweichung. Beim Testen von Hypothesen werden meistens, ja ich sage jetzt mal,
glatte Prozentwerte genommen. Deshalb braucht man dann nicht die 1-, 2- oder 3-Sigma-Umgebungen,
sondern dann kommen Werte zustande, wie zum Beispiel, wir sind jetzt hier um 2-Sigma abgewichen
vom Erwartungswert, ja, 2-Sigma. Und wenn man nicht um 2-Sigma abweicht, sondern erstmal um,
ich versuche es mal hier oben so deutlich zu machen, hierhin, so, da bin ich jetzt um Plus
und Minus 1,64-Sigma abgewichen, ja, also das 1,64-Fache von Sigma abgezogen vom Erwartungswert
und addiert und in diesem Bereich liegen exakt 90 Prozent aller Werte. Das ist relativ relevant
zu wissen, wenn man beim einseitigen oder zweiseitigen Hypothesentest arbeitet. Ich komme
da gleich noch mal drauf zu sprechen. Es gibt dann, ich muss mal so ungefähr genau zwischen hier bis
hier ungefähr, so von hier bis hier haben wir 1,96-Sigma nach links und nach rechts abgezogen
und addiert. In diesem Bereich liegen 95 Prozent aller Werte. Und dann haben wir entsprechend noch,
versuche ich mal eben 2,53, das geht so ungefähr von hier bis hier, hier haben wir 2,58-Fache von
Sigma abgezogen, dazu addiert. In diesem Bereich liegen exakt 99 Prozent aller Werte. So, da muss
man sich jetzt vorstellen, wenn man jetzt zum Beispiel testet, gibt es ja den einseitigen
Test und den beidseitigen Test, deshalb fragen viele auch immer ja, welchen Wert nehme ich denn
jetzt? Da muss man eben aufpassen, wenn ich einen beidseitigen Test mache auf 5 Prozent
Irrtumswahrscheinlichkeit, beidseitig, zweiseitig auf 5 Prozent, dann teilen sich die 5 Prozent ja
auf 2,5 und 2,5 auf und diese 2,5 und 2,5, dann bleiben in der Mitte 95 Prozent übrig, deshalb
haben wir dann 1,69 als Wert für das so und so vielfache von Sigma. Wenn ich einen
beidseitigen Test auf 5 Prozent Irrtumswahrscheinlichkeit mache, wenn ich einen einseitigen auf 5 Prozent
Irrtumswahrscheinlichkeit mache, einen einseitigen Test auf 5 Prozent Irrtumswahrscheinlichkeit, dann haben wir ja zum Beispiel, wenn ich
hier auf der Seite 5 Prozent habe, jetzt Achtung, der Seite 5 Prozent habe und will an hier einen
markanten Wert kommen, ja, dann sind ja hier auch 5 Prozent übrig, ja, so, ja, dann haben wir insgesamt 5 und 5 sind 10,
dann bleiben in der Mitte 90 übrig und deshalb muss ich beim einseitigen Test auf 5 Prozent das
1,64 fache nehmen. Nochmal, da kommen viele durcheinander, dass man dann sagt, naja gut, jetzt
habe ich ja beim zweiseitigen Test auf 5 Prozent Irrtumswahrscheinlichkeit, habe ich das 1,96
fache genommen, aber das ruht daher beim zweiseitigen Test, 5 Prozent teilen sich auf auf 2,5 und 2,5,
bleiben 95 übrig in der Mitte und wenn ich jetzt einen einseitigen auf 5 Prozent mache, dann habe
ich ja hier 5 Prozent und wenn ich mit der Sigma-Umgebung spiele, 5 Prozent und hier 5 Prozent
bleiben 90 hier übrig, deshalb muss ich das 1,64 fache nehmen. Das einfach nur mal um das, wenn man
sich das so visualisieren kann, dann macht es einem das Ganze etwas einfacher und grundsätzlich sollte
man verstehen, wir haben einen zu erwartenden Wert, ja, bei einer, ich sage jetzt mal auch bestehenden
Hypothese und je weiter ich natürlich dann auch bei den Überprüfungsergebnissen oder bei den
Testergebnissen davon abweiche, desto unwahrscheinlicher wird, dass es immer noch diese
Wahrscheinlichkeit ist und natürlich auch, wenn man das optisch jetzt so sieht, je weiter ich nach
rechts abweiche, desto naheliegender ist es, dass die eigentliche Wahrscheinlichkeit, mit der etwas
dann auch eintritt, sich erhöht hat und je weiter ich nach links abweiche, desto eher ist es wohl der
Fall, dass die Wahrscheinlichkeit sich verringert hat. Das nun mal als so kleiner Streifzug für die
Sigma-Umgebungen mit den entsprechenden Werten, die auch dahinter stecken, was eben beim Testen
passieren kann, dass man sich das eben auch vorstellt, wie sind so die Bereiche aufgeteilt
und dann kommt man hoffentlich locker eigentlich dadurch.
