Heute: Ein Blick hinter den Vorhang: Autoren-Interview mit der Stimme von "Waldland" Selbstversorgerfamilie, Selbstversorger, Selbstversorgerhaus, Tierhaltung, Pferde, Gewächshaus, Bauernhof, Gemüsegarten, Permakultur, Alternative Energie, Blockhausbau, Upcycling und Auswandern nach Schweden sind unter anderem unsere Kanal Themen.
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Hallo Julian, ich freue mich sehr, heute mit dir das Interview führen zu dürfen.
Willkommen.
Ja, hallo Christian in die Schweiz.
Genau, ja, das muss man auch dazu sagen, gell.
Die Distanz ist ziemlich groß.
Du sitzt wo genau?
In Südschweden.
Südschweden.
Ja.
Genau, das heißt, hast du eine Vorstellung, wie viele Kilometer das sind?
Ich denke mal 1500 Kilometer werden das sein.
Okay, das heißt...
Also Höhe Göteborg ungefähr, bisschen da drunter.
Das heißt einmal quasi in den Norden von uns aus Richtung Norden hoch.
Ja.
Dann für die, die es nicht wissen, warum sitzen wir hier, Julian und du und deine Partnerin, die Nadine.
Ihr lebt nicht nur in Schweden, sondern ihr schreibt in Schweden auch Bücher.
Ganz genau.
Ja, wir haben einige Bücher rausgebracht.
Ja, eigentlich ist Nadine meine Frau diejenige, die mal Journalistin gelernt hat,
oder Volontariat bei der Zeitung gemacht hat und da längere Zeit gearbeitet hat.
Und sie ist eigentlich diejenige, die mit der deutschen Sprache gut um kann.
Und ja, ich habe mich da...
Wenn man mit einer Journalistin verheiratet ist,
dann kommt das vielleicht so automatisch, dass man da auch irgendwie ein Faible für entwickelt.
Oder ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall hätte ich mir vor zehn Jahren noch nicht vorstellen können,
dass ich überhaupt mal ein Buch schreibe.
Aber ja, schon einige Jahre danach habe ich dann mein erstes Buch veröffentlicht.
Im Eigenverlag damals bei BOD.
100% Selbstversorgung.
Genau, ich halte es gleich gerne mal in die Kamera.
Das ist dieses hier.
Ah, es ist ein bisschen wegen dem Licht natürlich herausgekommen.
Aber hier, hier sehen wir es.
Genau, 100% Selbstversorgung.
Bei uns auch bereits das Hörbuch erschienen.
Magst du zwei, drei Dinge darüber erzählen, wie es zu dem Buch kam?
Ja, da haben wir noch recht frisch bei YouTube Videos gepostet.
Inzwischen sind wir ja schon fast alte Hasen.
Nach acht Jahren jetzt bei YouTube.
Da habe ich ein bisschen die Sachen aufgeschrieben,
die man jetzt nicht unbedingt so als videorelevant erachtet.
Wie es überhaupt dazu kam, dass wir Selbstversorger geworden sind
oder beziehungsweise mehr auf Selbstversorgung gesetzt haben.
In Buchform fand ich das eigentlich ganz interessant,
mal auch so für mich das erste Buch zu schreiben.
Es geht da auch eben viel um, das ist eigentlich auch eine Autobiografie
oder in erster Linie könnte man so sagen,
wie wir zum ersten Haus gekommen sind,
obwohl ich damals nur Taxi gefahren bin
und im Gartenlandschaftsbau gearbeitet habe.
Und Nadine hat auch nicht viel Geld verdient bei der Zeitung.
Das war damals auch schon so,
dass wenn du da nicht gerade Chefredakteur bist
oder gesponsert wirst oder so,
die Zeitung da groß gesponsert wird,
dann war nicht viel damals und wir haben es trotzdem geschafft.
Und ich denke, das ist auch gerade für viele Jüngere
vielleicht eine Inspiration, wie man es schaffen kann,
dann trotzdem zum Haus zu kommen,
obwohl sich ja mittlerweile auch die Preise ziemlich geändert haben.
Damals war es vielleicht noch ein bisschen
oder auf jeden Fall noch ein bisschen einfacher.
Das Faszinierende, finde ich, an dem, was da drin vorkommt,
ist halt schon die Thematik,
dass du einfach so dir Dinge aneignest, wenn du sie willst.
Im Sinne von, okay, ich habe die Idee, ich setze das um,
ich habe noch keine Ahnung, wie ich das tue,
aber ich werde Wege finden, um es zu tun.
Deshalb, ich finde das sehr, sehr inspirierend, was du da...
Ja, ich bin da eher auch so,
dass ich nicht gut in der normalen Welt,
sag ich jetzt mal, klargekommen bin mit Schule und Ausbildung.
Ich habe zwar zwei Ausbildungen gemacht,
aber beide nur zur Hälfte.
Das macht auch zusammen keine ganze Ausbildung.
Nee, ich habe dann irgendwann recht schnell...
Hast du für welche gemacht?
Zur Hälfte bist du was und was?
Tischler und Maler und Lackierer.
Ah, okay.
Also Tisch, Schreinern zur Hälfte und zur Hälfte Lackieren kannst du.
Ja, ja.
Okay, cool.
Also wird sozusagen nur voller Farbe zusammengehalten, ja.
Nein, also mir ist schnell aufgefallen,
dass mir das autodidaktische Lernen
und gerade im Zusammenspiel mit Eigeninteresse,
da habe ich dann irgendwann mal echt gemerkt,
wie schnell es gehen kann, irgendwie was zu erlernen
und wenn man das denn auch selber will.
Aber dieses vorgegebene Lernen,
das ist mir ganz schwer gefallen und ja,
war nicht so meins.
Ja.
Zeigt sich ja jetzt wieder in deinem Falle,
dass das Lernen aus der inneren Motivation raus,
weil du es eben brauchst,
natürlich auch das coolere Lernen ist, ne?
Ja.
Ja, ja.
Und ich habe bis dato auch nie gewusst,
dass Lernen auch Spaß machen kann.
Ja, kenne ich.
Aber es war eine nette Erfahrung so.
Voll.
Wie war denn das für dich so,
dass du plötzlich so das,
da kriegt man ja so ein Gefühl wie,
aha, ich bin jetzt Autor, okay,
ich habe jetzt ein Buch geschrieben.
Wie war das für dich so?
Ist da was passiert in dir
oder war das eher so, okay, ein Buch?
Nein, also gerade bei dem ersten Buch,
das habe ich eigentlich mehr oder weniger
für mich geschrieben,
vielleicht auch für die Kinder mal,
wenn es die interessiert.
Ja, weil so ausführlich,
wie man es im Buch aufschreibt,
erzählt man das ja später vielleicht nicht so.
Und es war insofern einfach auch eine Geschäftsidee,
muss man natürlich auch mit dazu sagen,
dass man vielleicht ein paar Bücher verkaufen kann,
wobei das jetzt,
es ist zwar einigermaßen verkauft worden über die Jahre,
aber das werden dir viele Hobbyautoren bestätigen können,
dass man das eigentlich eher für sich macht
und nicht um zu sagen,
oh, ich bin jetzt Autor oder irgendwas,
sondern ich habe einfach Lust gehabt,
ein Buch zu schreiben
und habe angefangen,
habe es dann auch durchgezogen.
Und wenn man erst mal eins geschrieben hat,
dann fällt das zweite wesentlich leichter.
Genau, dann weißt du schon,
wie es geht und bist drin.
Also für mich nochmal abschließend zu dem Buch,
ich finde es einfach wirklich für alle,
die die Motivation brauchen
und verstehen wollen,
dass eine Prise Verrücktheit
mit der Durchsetzungskraft zusammen
zu Dingen führen kann,
die man sich vielleicht vorher noch nicht zutraut.
Ja, Mut, Mut braucht man vor allen Dingen auch.
Mut, Dinge zu tun,
auch wenn andere sagen,
vergiss das, das werden wir nie lassen.
Wirklich.
Aber man braucht schon Risikobereitschaft auch.
Ja, also, haben glaube ich leider viele
in der Schule so nicht mitgekriegt,
aber die Thematik,
wenn ich es gar nicht probiere,
kann ich, also werde ich eh scheitern,
aber wenn ich Fehler mache,
lerne ich ja draus und kann dann,
mache es dann beim nächsten Mal wieder besser
oder komme einfach weiter.
Ja, Fehler machen ist absolut wichtig.
Also, wer keine Fehler macht,
der kommt im Leben nicht voran.
Genau, genau.
Deshalb ausprobieren, mutig sein.
Dann würde ich jetzt einmal
jetzt in Abwesenheit von Nadine
einfach mal noch ihre zwei Bücher
hier einmal in die Kamera halten.
Also, warum sind die bei uns eingerahmt?
Weil bei uns in den Studios
sind so, hängen überall
die Buchcover,
die wir schon gemacht haben,
deshalb hier auch so ein Rahmen drum.
Da haben wir nächster halt Schweden
und wir in Schweden.
Genau.
Sie hat sie auch mit Leidenschaft wirklich geschrieben,
da kann ich für sie sprechen.
Ja.
Das ist wirklich die komplette Dokumentation
unserer Auswanderung,
gerade so aus ihrer Gefühlsstimmung raus,
wie sie das alles empfunden hat.
Sie hat auch
einen komplett anderen Stil zu schreiben.
Ich finde auch,
dass sie viel besser schreiben kann als ich,
weil sie sich auch viel mehr
mit, ja, sie hat Deutschleistungskurs
gehabt damals in der Schule
und, ja,
sie hat sich damit einfach viel mehr auseinander gesetzt
und diese technischen Raffinessen
auch und kann einfach
Dinge unheimlich gut beschreiben
und, ja, das ist
auch wirklich, beide Bücher sind sehr gut
angekommen, die sind
wirklich auch bei unseren
ja, Zuschauern
sehr gefragt gewesen, also
die wurden schon deutlich mehr
verkauft als unser Buch.
Wobei auch, wie gesagt, man
bekommt für so ein Buch
ein bisschen mehr als ein Euro.
Da kann man dann mal ausrechnen,
wie viele Bücher man da über das Jahr
verkaufen muss, nach Steuern
und so weiter, was man da alles
zu bezahlen hat, was dann
nachher unterm Strich übrig bleibt. Das ist
trotzdem marginal irgendwie.
Und sie hat das auch gemacht, weil
so eine Auswanderung
ist ja auch,
kann auch belastend sein und
das steht da auch ganz klar so drin, dass
es für uns auch belastend war,
dein Heimatland zu
verlassen, weil wir sind ja jetzt nicht
gegangen aus Deutschland, weil es uns
so schlecht gefallen
hat in Deutschland. Es war
vielleicht auch ein bisschen
Abenteuerlust, auch gerade von mir.
Ich muss dann nach der Auswanderung
doch recht schnell feststellen,
dass ich
vielleicht das doch gar nicht so toll finde in
Schweden. Also gerade
die ersten zwei Jahre habe ich sehr mit mir
gerungen und das war
schon
belastend für uns beide.
Mittlerweile ist das wieder komplett anders
und die Meinung ist da auch
gefestigt. Also wir
lieben Schweden und wir möchten das nicht
mehr gegen Deutschland eintauschen.
Ja, ohne
da jetzt auf die weiteren Gründe einzugehen.
Da steht da auch viel in dem
Buch und wird sehr gut beschrieben
und das sind auch wirklich alles authentisch.
Da ist nichts
dazu gedichtet. Also wirklich
komplett authentischer
Auswanderungsbericht von
vor der Auswanderung im ersten
Buch. Das
einige Jahre danach,
das ist schon, denke ich mal, gerade für
Leute, die mit dem Gedanken
auszuwandern spielen,
das ist die richtige Lektüre.
Ja, ich finde auch. Also ich habe ja
gelesen von
Céline Landolt.
Ja, hat sie sehr gut gelesen.
Hat Nadine sehr gut gefallen, auch mir auch.
Ja, ich finde auch,
wir haben das
auf dem Weg nach Italien
haben wir uns das angehört, also
die beiden Bücher und
das, was du beschreibst, das Schöne,
was ich wirklich daran finde,
wir haben auch schon mal ein bisschen mit dem Gedanken
gespielt, so ja, vielleicht mal in ein anderes Land
auszuwandern und da war auch Schweden mal
so auf dem Plan, weil noch
dieses Idealistische
von viel Platz zu haben,
viel Natur zu haben, viel
für sich auch zu haben.
Das Schöne fand ich wirklich
so, auch eben wie Céline
das auch interpretiert,
es ist so, ich fühle so mit
oder so dieses
Gedankenkarussell so,
oh nein, soll ich das jetzt machen und
doch, Julian ist voll dafür
und dann kam irgendwie so dieses,
oh nein, dann war Julian plötzlich,
dann wusstest du nicht mehr, soll ich jetzt, sollen wir
das wirklich machen und so und
ich finde das so erfrischend, weil es ist
manchmal ja so, dass man so denkt, so
ja, dann haben sie sich entschieden, sind da hingegangen
und jetzt sind sie glücklich.
Ja,
das wäre ja auch ein bisschen langweilig.
Ja, voll,
aber es ist wirklich, es ist zum mitfiebern,
also es ist wirklich,
es war für mich ein großes,
eine große Genugtuung
auch einfach mitzuspüren
so, was das eben
alles beinhaltet, weil man ja,
man nimmt die eigenen Themen ja auch
mit, egal wo man hingeht.
Ja, beim zweiten Buch
gab es tatsächlich auch so ein bisschen,
naja, nicht,
Diskussion, sag ich jetzt mal,
familienintern zwischen Nadine und mir,
was kann da drinstehen
und was kann da nicht drinstehen,
mir waren dann einige Dinge
ein bisschen zu persönlich und
Nadine hat mich aber bei den meisten Sachen
überzeugt, dass es ja schon okay ist, das so
drinstehen zu lassen
und ich denke auch, dass man das auch
wirklich hervorragend als Hörbuch hören kann
für alle, die
ja schon mal ein Hörbuch gehört haben
und ich höre ja eigentlich nur Hörbücher,
weil ich dann wunderbar nebenbei irgendwie
arbeiten kann, also für mich ist das
eine tolle Ergänzung
und das hat sie wirklich hervorragend
auch vorgelesen und sie hat ja hinterher
uns auch geschrieben,
dass ihr das sehr gut gefallen hat,
das vorzulesen, also
dass das eine Wohltat
auch für sie war, das war keine Arbeit,
das hörte sich nicht nach Arbeit an
von ihrer Seite.
Sie hat mir auch eben gesagt, dass sie sich sehr gut
damit identifizieren konnte.
Das hilft natürlich, wenn
wir uns in etwas reinfühlen können,
ist das immer eine ganz schöne Sache
und also für mich wirklich
für alle, die einfach
Interesse haben, in
eine Welt, in eine Familienwelt,
wirklich in eine Familienstruktur auch rein
sich zu fühlen und den Menschen reinzufühlen,
wenn es um Auswanderung geht,
dann Prädikat
empfehlenswert.
Danke.
Auf jeden Fall.
Gut, dann ich gehe
einen Schritt weiter und zwar kommen wir
zum ersten,
ich sage gerade, der erste Roman.
Ganz genau, ja.
Der andere ist ja autobiografisch.
Das hier,
Waldland,
dein erster Roman.
Erzähl mal ein bisschen was darüber.
Ich durfte ihn ja einlesen.
Ich durfte ja der Glückliche sein, der dem die Stimme
verleihen durfte.
Ja, das hat auch
wirklich ganz authentisch
ganz viel mit
Hörbüchern selber zu tun. Ich habe
ja irgendwann als Audible so
auf den Markt kam und die ganzen
Hörbuchplattformen
ja angefangen Hörbücher zu hören.
Erstmal vielleicht
sporadisch ab und zu mal
eins und ja irgendwann
regelrecht süchtig.
Ja, immer hier Knöpfe
im Ohr und immer ein Hörbuch.
Wie viele hörst du so
im Schnitt? Ach, das ist
unterschiedlich. Ich glaube ich habe jetzt
250
oder so habe ich gehört.
Also kann man sagen
so
zwei im Monat vielleicht so.
Okay, cool.
Yes, okay.
Vielleicht auch teilweise habe ich auch
ein bisschen mehr gehört. Das geht immer
ja war immer ein bisschen
mehr zu der Zeit noch als
mobiles Internet noch
ein bisschen teurer war und ja heute
höre ich halt auch viele Podcasts und sowas.
Es gibt ja auch viel frei im
Internet und
aber Hörbücher sind schon
ganz cool. Also ich höre auch
unheimlich gerne
Stephen King finde ich hervorragend
auch gerade
ja der hat natürlich auch einen tollen Sprecher
für seine Hörbücher und
ja.
Und aus dem ist es entstanden. Also du
hast quasi so deine eigene
Leidenschaft in
Buch schräg schräg Hörbuchform dann gebracht.
Ja genau
das war wirklich weil ich das
was ich selber gerne höre
und was mir Spaß macht zu hören
ja so Endzeit Romane und
ich habe auch viele Zombie Bücher
gehört und so fand ich auch
ganz speziell gibt es echt ein paar
gute Sachen
Just for fun ja das ist Unterhaltung
da lernt man nichts bei aber
macht halt Spaß und man will ja
jetzt nicht die ganze Zeit irgendwie
irgendwelche Lehrinhalte
sich reintun. Man braucht
auch mal ein bisschen Unterhaltung
gerade zu den Zeiten ist das ja
mal ganz nett wenn man die Gedanken
auch mal abschweifen lassen kann
und in eine fremde Welt abtauchen kann
und ja ich
bin dann schon mit dem Gedanken länger schwanger
gegangen dass ich vielleicht auch mal
ein eigenes
Endzeit Roman
schreiben möchte und
das hat aber echt lang gedauert also
bis ich dann angefangen oder mich dazu
aufgerafft habe
sind bestimmt vier Jahre vergangen
und ja
ich habe dann davor habe ich noch
ein Bloghaus Buch geschrieben
das ist natürlich nichts für ein Hörbuch aber
ja
ja das Schöne
oder das was mich wirklich auch
auf die Reise mitgenommen hat ist halt
es kommen viele Dinge vor
die tatsächlich
sind also
du baust das ganze
auf Dingen auf die halt Zeitgeist
sind
wie eben das ganze Internet und so weiter oder die
ganze Thematik die da dahinter
steckt mit Abhör
Möglichkeiten und so weiter und so fort
und verpackst es
in eine Geschichte wo
es dann zu einer Verschmelzung
kommt oder wo man manchmal so denkt
oh ja so könnte es natürlich schon
auch
Wie war das für dich? Hast du da
viel recherchiert oder hast
wie bist du in diese Form quasi
gekommen? Also
recherchiert habe ich einfach nur
indem ich einfach das
was ich sowieso so mitkriege
mir
vielleicht auch unterbewusst gemerkt habe
über die Jahre
mit dem Gedanken
einen Roman, einen Endzeit Roman selber
zu schreiben. Ich finde das Wort
Endzeit Roman irgendwie bescheuert
also ich finde Apokalypse
passt schon besser, steht ja auch im
im
Apokalypsen Roman, weil steht im
Buch auch an irgendeiner Stelle steht das
ziemlich detailliert was Apokalypse
im eigentlichen Sinne auch heißt
also eher das Öffnen des Vorhangs
und wo die meisten immer denken
jetzt geht die Welt unter, nee es ist eher
eine Veränderung oder eine
dahinter also
dahinter gucken, vielleicht ein Stück weit
die Wahrheit erkennen und das passt
vielleicht besser für den Stil
des Romans, weil ich finde es auch
jetzt nicht nur negativ
oder so
oder wie siehst du das? Gar nicht
ich sehe, also wie immer
es ist ja die Thematik
etwas geht zu Ende und dann ist Platz für etwas
Neues und das ist nur
die Frage sind wir flexibel genug
um uns mit diesem Neuen
quasi anzufreunden
oder sind wir so
so starr in unserem Gedankengut
dass wir sagen okay das geht
für mich nicht mehr und tschüss
ja also ich finde eben auch
dass die Möglichkeit jetzt
auch nicht
die da beschrieben wird, das Szenario nicht
ja unmöglich ist
sondern durchaus denkbar
und auch dass die
ja ein Stück weit Vorbereitung
ja da helfen kann so eine Zeit
durchzustehen und
es geht ja auch darum eben
nicht unbedingt immer mit der Masse
mitzuschwimmen
sondern auch ja mutig zu sein
individuellen Weg zu gehen
all diese Themen
kommen da drin vor, dann ist natürlich irgendwo auch
sind viele Survival Szenen
beschrieben
wie die Charaktere
durch eine relativ leere Welt
gehen und sich durchschlagen müssen
und ja
es ist mit einer Liebesgeschichte verbunden
auch und ja
und um deine Frage nochmal
zu beantworten, das ist einfach so gekommen
ich hab angefangen zu schreiben
und so
wirklich so ein bisschen
wie immer so gesagt wird
dann ging das wie von alleine
das ging aber wirklich wie von alleine
so als ob man sich mit irgendwas verbindet
was man vorher noch nicht gekannt hat
das hab ich auch vorher noch nicht gekannt
und dieser Zustand muss auch irgendwie da sein
das ist auch glaube ich das was
sowas Künstlerisches auch ausmacht
dass man irgendwo zu einer Verbindung
aufbaut und dann das einfach
von selber kommt ohne dass man
viel nachdenken muss darüber
und dann macht das auch unheimlich viel
Spaß und geht fast von alleine
und man ist regelrecht
süchtig danach jetzt
zumindest jeden Tag ein paar tausend
Worte oder tausend Worte oder
wenns dann auch nur mal 800 sind
zu Papier oder zu Computer
zu bringen
ja und das hat mir unheimlich
viel Spaß gemacht weil
irgendwie die Geschichte auch
ihren eigenen Verlauf genommen hat
irgendwann und ich dann
selber überrascht war was dann
so alles passiert da
das war toll
es war ja für mich
war es mega toll
weil ich hab das dann mit meinem Freund zusammen
auch auf einer langen Autoreise haben wir das gehört
und
beziehungsweise auf mehreren Autoreisen
und es war wirklich so die Thematik
dass er immer wieder gesagt hat
können wir Auto fahren weil ich will
weiterhören
war wirklich cool und ich fand
auch also für alle die es noch nicht gehört haben
hört euch das an weil es gibt
einfach so spannende Momente wo ich auch
beim Lesen und das
hab ich, ich sag mal das hab ich manchmal
nicht mega oft aber beim Lesen
war ich manchmal selber so nein
nein das kannst du jetzt nicht machen
mach das jetzt nicht oder
das muss jetzt so und so kommen wie ich es mir vorstelle
ja ich finde das merkt man auch
dass dann auch
eigene Emotionen
da so zu hören sind
als Sprecher und das macht es dann
ja auch warm und gut
und nett zu hören das Ganze
ja voll
also es ist wirklich eine
Achterbahn der Gefühle
in die du uns da
mitgenommen hast
ja ich bekomme auch wirklich viele Nachfragen
wann endlich der zweite Teil kommt
da setzt man sich dann ja schon
selber ein bisschen unter Druck
ja aber wie du vorhin
gesagt hast wenn dich dann die Muse küsst
dass es dann eben einfach
aus dir raus fließt beim Schreiben
ich mein in den Zustand
muss man ja kommen um wirklich dann auch
ähm
wie soll ich sagen manchmal hab ich das Gefühl
ich hab auch schon so Kinderhörbücher
oder Geschichten geschrieben wo ich dann
zu diesem Moment wo es wie so
es passiert mit dir
ja dann kennst du das auch
das ist großartig
ja das ist auch das
was es ausmacht
ja aber du brauchst eben und das ist das
was du vorhin beschrieben hast du brauchst diesen Moment
oder du brauchst diesen Raum
damit das entstehen kann
ja also bei mir ist es so dass ich
das hervorragend im Winter machen kann
deswegen fängt jetzt die Zeit des Schreibens
wieder an irgendwo
weil ja es ist
relativ kurz hell
manchmal
wird es auch gar nicht so richtig hell
hat man das Gefühl
wenn es doll bewölkt ist
man freut sich dann schon
ja um 5 setz ich hin
und dann schreibt es 1-2 Stunden
und dann ist es dunkel
es schneit vielleicht draußen
es ist still
ja das ist so das richtige Ambiente
um zu schreiben für mich
nach innen gekehrt
das Geld in dir quasi
und ich habe hier auch so ein bisschen
meinen eigenen Space
wir haben ja so eine Ferienhütte
oder so eine zweite Hütte auf dem Grundstück
und hier habe ich so ein bisschen
mein Filmstudio
hier trocknet auch die Wäsche
das ist eine Allzweckhütte
und wenn Besuch da ist
dann wird der hier einquartiert
dann muss man den ganzen Kram zur Seite räumen
ein bisschen putzen und Platz machen
das ist ganz angenehm
wenn man so einen Workspace hat
und frisst halt nur ein bisschen Strom
und im Winter ist es nicht so doll
wir machen ja unseren Strom
mit Solar selber
und da muss man halt den Ofen ja anmachen
dann wird es auch noch gemütlicher
dann hat es auch die richtige Stimmung
für die Art von Buch
wenn es knistert im Hintergrund
und du in der Geschichte drin bist
ja jetzt kommt natürlich
eine wichtige Frage
eben es haben ja schon andere gefragt
du hast ja schon eine Idee
also du bist schon dran
für den nächsten Apokalypsen
du darfst es ruhig sagen
Festland
genau
Festland
wie schaut es denn da aus
wie bist du da schon unterwegs
ich kann ja schon mal ein bisschen spoilern
wenn du nichts dagegen hast
also das Buch fängt schon mal komplett anders an
als Waldland
also ich denke mal
da werden viele am Anfang
denken so
wie kommt das denn jetzt noch
alles zueinander
das habe ich mir am Anfang auch gedacht
wie das Ganze noch zueinander kommt
aber es kam dann doch irgendwie zueinander
aber es fängt
komplett anders an
es ist eine komplett andere
Geschichte am Anfang
es ist aber das gleiche
Ereignis
nur von einer anderen Sicht
komplett andere Sicht
es fängt dann auch
mit einer Geschichte an
die in der Vergangenheit spielt
dass jemand was aus seiner Vergangenheit
erzählt in einer bestimmten Situation
ja und
Nadine hatte die ersten drei Kapitel
schon gelesen und
ich kann sie dir auch schicken wenn du Lust hast
wenn du die schon mal lesen willst
dann kannst du das ja auch selber beurteilen
ja voll
ja es ist
irgendwie anders aufgebaut
ist denn so
Protagonisten
also ich will nicht so viel verraten
aber so Protagonisten wie Colin oder Jenny
wir kommen dann da wieder hin
sind sie wieder mit dabei
auf jeden Fall
ja das muss ja weiter gehen
die müssen ja weiterleben
irgendwie
oder überleben
weiter überleben
ich habe es natürlich nicht gehofft
aber man weiß ja nie was du als Autor da so vor hast
ja wir werden es sehen
wird nicht mehr allzu lange dauern
bis Festland denn erscheint
und ich bin auch gespannt
wie es ausgeht, wie gesagt das Ende ist noch nicht
geschrieben
du hast mir vorhin im Vorgespräch gesagt
dass du noch nicht ganz
einig bist mit dir wie es denn enden soll
ja aber ich denke
auch wenn die richtige
Schreibt wenn das
Umfeld wieder zum Schreiben richtig
stimmt, der Schnee draußen fällt
und der Ofen knistert
dann kommt das Ende wie von selber
bin ich überzeugt
das heißt also jetzt ohne Druck aufzusetzen
aber wenn wir so ungefähr
sagen können
wann das ungefähr rauskommt
was denkst du da, was schätzt du da ein
ja ich hoffe dass es
Anfang nächsten Jahres
spätestens bis Mitte nächsten Jahres rauskommt
super
also das wird es sicherlich
sehr cool
da freuen wir uns
drauf also weil
wie gesagt ich habe da schon in
meiner eigenen Familie
Menschen die darauf warten
um wieder Auto fahren zu können
quasi
es gibt ja auch noch andere gute Autoren
ja logisch
es gibt ja andere gute
Autoren so und nicht
so ist es richtig
also wirklich ich meine
ich weiß ja und wusste ja auch
dass du
dir das angeeignet hast
und ich lese ja
verschiedene Hörbücher ein
und ich war sehr positiv überrascht
weil ich manchmal
wirklich Bücher bekomme
die wir ja auch reinlesen wo wir dann sagen
hey ne das machen wir lieber nicht
weil das fühlt sich nicht an dass man das gut
erzählen kann
was bei dir jetzt sehr
fühlt sich sehr gut an es ist sehr eine
flüssige Art und Weise
wie du das schreibst
ich glaube das hängt natürlich auch mit dem zusammen dass du dir das viel
anhörst auch dass das einfach
in deinem Körper auftritt
ja ich muss ganz ehrlich sagen
ich habe denke ich mal mein
deutsch oder beziehungsweise das deutsch
schreiben mittlerweile ist das ja
auch nicht mehr das was das mal war aber
absolut verbessert
und das ist nur Nadines
Schuld ist mehr der falsche
Begriff Nadine
zu verdanken ja
denn
sie hat mich natürlich
gerade jetzt bei Waldland
darauf hingewiesen
wie man was besser schreibt und
wie man es überhaupt schreibt
auch mit der Kommasetzung
da tue ich mich manchmal schwer
eigentlich bin
selbst ernannter
oder sowas
aber das hindert einen ja nicht daran
irgendwie das was man sich
ausdenkt irgendwie
zu Papier zu bringen
Nadine ist diejenige die das ganze
sortiert
und nochmal durchschüttelt
sie hat jetzt nicht viel geändert
beim ersten überarbeiten
und vielen Dank nochmal
dass sie das überhaupt macht
an der Stelle auch nochmal sagen
dann hat der Verlag
natürlich noch eine Lektorin die das dann
das ganze nochmal
durchgegangen ist so ist ja der übliche
Weg aber so
den Feinschliff da hat Nadine schon
einiges gemacht und
das denke ich mal
das sollte man dann auch nicht
verheimlichen oder so
mit den Federn möchte ich mich da nicht
schmücken
ist ja schön oder wenn du
das Tollste überhaupt wenn du so nah an der
Quelle bist und Nadine dich
da unterstützt
Megaschön das Schöne für mich
oder für dich zu wissen
für mich braucht es keine
Kommas und Punkte
weil geschriebene Sprache sowieso nicht
gleich gesprochene Sprache ist
insofern
was mich immer halt und deshalb
freue ich mich auch auf
Festland weil einfach
die Thematik ich bin
mit diesen Figuren mitgewachsen
und es ist
das habe ich schon öfter gehört und das freut mich total
weil mir geht es ja genauso wenn ich ein
Hörbuch höre was mir gut gefällt
dann geht es mir genauso
aber das freut mich total zu hören
das hast du auf jeden Fall geschafft
das kann ich zu 1000%
dahinter stehen
ja dann soll ich jetzt mal
in den nächsten Wochen wieder beginnen
wollen wir hoffen dass der Winter bald einzieht
genau im Sinne von wir machen jetzt
gleich Schluss damit du Zeit hast
und
ja also
wir freuen uns auf
ich freue mich insbesondere wirklich auf Festland
und
ja
in diesem Sinne eine schöne Reise
schon mal durch das Schaffen von dir und
dem Nadin an dieser
Stelle und hast du noch
irgendwas was du gerne noch
mitgeben möchtest
ja für alle die es uns interessiert
unsere aktuellen Projekte und was wir
so tun und machen wir dokumentieren
ja sehr viel von unserem Treiben hier in
Schweden auf unserem Youtube Kanal
die Selbstversorgerfamilie
ja und
für alle die es interessiert
da werden sie natürlich auch erfahren
wann das Hörbuch rauskommt
das werden wir da natürlich
sofort mitteilen
genau also unbedingt
für die die jetzt auf Youtube sind
sucht euch das Abo
von der Selbstversorgerfamilie
und natürlich auch bei uns ein Abo hier lassen
genau damit wir weiter
so coolen Content produzieren können
wie wir jetzt gerade machen
ja super dann Julian
dann bedanke ich mich ganz herzlich an der
Stelle
ja danke auch für das Interview
sehr gerne also liebe Grüße auch an Nadin
und die
Kiddies die kenne ich ja noch gar nicht aber
wer weiß ich wir haben schon gesagt
hey wir müssen mal nach Schweden hoch wir wollen mal
wenn wir nach Schweden kommen
melde ich mich auf jeden Fall dass wir mal vorbeikommen
können dann
ja könnt ihr gerne machen aber dann hier auch
mal aufkreuzen zum Café zumindest
definitiv
nicht einfach vorbeifahren das lasse ich nicht gelten
nein nein nein
hallo sagen hallo sagen und noch
in 3D quasi
kennenlernen genau
also an der Stelle schon mal
Dankeschön und toi toi
beim Schreiben
danke und dir beim Sprechen
das werde ich haben ja
danke vielmals