Die Konkurrenz ist sprachlos: "Ich wüsste nicht, was ich besser machen würde!" Die Mitstreiter bekommen die Vorspeisen und das "1821 Tübingen" bekommt eine Punktetendenz. Das Ziel? Natürlich 4 Mal die 10!
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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►“Achtung Kontrolle“ auf YouTube: www.youtube.com/@Achtung_Kontrolle
Eine Woche später finden sich Pascals Mitstreiter ein.
Dann kann es losgehen.
Ja, ich bin gespannt. Schöne Location.
Ja, wirklich.
Schönes Restaurant.
Superschönes Restaurant.
Es trifft genau meinen Stil, von daher kann ich aufrecht sagen,
da bin ich wirklich neidisch.
Es ist einfach superschön.
Wenn jemand Gastronomie liebt, wenn er es lange macht,
und das ist hier übrigens bei Andi auch der Fall, das merkt man,
das habe ich gestern schon gedacht,
dann kann man dem einfach nur Respekt zollen.
Schön gemacht.
Jetzt schnell nachlegen.
Hi, herzlich willkommen.
Schön, dass ihr da seid heute bei uns im 1821.
Ich darf euch die Dunja vorstellen, das ist die Restaurantleitung.
Die wird euch durch den Abend führen.
Ich hoffe, wir haben einen schönen Abend zusammen.
Wir sehen uns bestimmt gleich wieder.
Danke.
Im 1821 sind wir nur gemeinsam stark, das zeigen wir euch heute.
Let's go.
Das ist auch schön, man merkt einfach hier diesen Zusammenhalt,
das Wort Teamwork wird hier gelebt.
Das ist auch wirklich schön zu sehen.
Marcel, Besuch ist da.
Das muss die Anja sein.
Ja, genau.
Hi, grüß dich. Schön, dich kennenzulernen.
Schön, dass du da bist.
Wir kochen heute?
Genau, wir machen heute was,
und zwar unser Dressing für den Linsensalat.
Das ist die Hauptkomponente vom Zieglein im Walde
mit den Ziegenkäsetexturen, wo du gleich serviert bekommst.
Das freut mich schon.
Wir machen ein süß-saures Dressing für einen Linsensalat.
Zunächst werden rote Zwiebeln, Knofi
sowie rote und grüne Paprika angeschwitzt.
Du schaust einen kleinen Moment durch,
damit wirklich mal ein bisschen Röstaromen bilden.
Wenn du mal ein bisschen herkommst, gerne, und mal riechst,
dann kommt da ein bisschen Gedanke von Schaschlik auf.
Das ist ein Schaschlik-Spiel, gell?
Schaschlik, da hat er jetzt was gesagt.
Da hätte ich auch mal wieder Lust.
Richtig geiles Schaschlik.
Egal, Retour.
Brr, Entschuldigung.
Jetzt röstet Marcel das Gemüse in Tomatenmark an.
Jetzt löschen wir hier den Ansatz ab.
Das siehst du schon, da wirds leicht dunkel.
Ganz wichtig, das ist der richtige Zeitpunkt jetzt.
Weil das Röstaromen da mit rein ist.
Genau, und das ist auch alles für den Geschmack,
der natürlich dann auch drinbleibt nachher.
Jetzt gib mal einfach Vollgas,
jetzt wird das Gemüse hier weich geschmort.
Ein Schlückle Maracujasaft hilft dabei.
Mit Absicht natürlich auch Maracujasaft und die Ananas,
weil die schon auch eine Grundsäure haben von der Natur aus.
Anders als der Mangro, da wird es dann zu süß.
Erst bekommt das Ganze jetzt ein bisschen Tiefe,
weil wir doch Gemüse hier sehen im Ansatz, Zwiebeln, Anschwitzen.
Dann natürlich Saft, da haben wir die Süße und auch die Säure
von der Frucht, das ist echt nicht schlecht.
Jetzt noch ein Schuss Sojasauce.
Wir salzen wirklich bei dem Gericht hier nur mit der Sojasauce.
Brauchst du ja auch nicht mehr.
Genau, die hat genug Power.
Hau raus, genau.
Dann geht es jetzt einfach darum, das weich zu schmoren.
Kurz bevor wir es mixen, geben wir noch die Dosenananas dazu.
Das ist gar nicht verwerflich, Dosenananas ist viel süßer
und auch nicht so senig wie die frische Ananas.
Kann ich absolut nachvollziehen und völlig verständlich.
Das finde ich jetzt wieder geil, weil das ist das 1. Mal,
wo ich einen Sinn einer Dosenananas erkenne, seit 1984.
Nach Toasterweih oder so.
Sonst kenne ich es nicht, aber hier verstehe ich es.
Nun wird das Süß-Sauer-Dressing püriert.
Klassisch beim Dressing zum Emulgieren,
geben wir jetzt noch den Senf hinzu.
Wichtig, feiner natürlich, kein grober.
Dijon-Senf z.B.
Wir haben hier noch eine kleine Geheimzutat,
die gebe ich jetzt preis.
Was meinst du, was das ist?
Mal riechen.
Geräuchertes Paprikapulver.
Ja, richtig. Perfekt.
Geräuchertes Paprikapulver bringt einfach noch mal
so ein bisschen was für den Abgang mit.
Finde ich super und mittlerweile auch gern verwendet in der Küche.
Fehlt nur noch das Rapsöl.
Mit dem tun wir es jetzt einfach ganz vorsichtig nach und nach emulgieren.
Da geht es bloß darum, dass wir uns einen Dressingcharakter herkriegen
in das Gericht sozusagen.
Und natürlich, das gibt auch noch mal einen schönen Glanz.
Und dann werden die Linsen dann à la minute damit mariniert, oder?
Das finde ich schon spannend.
Marcel verwendet rote, gelbe und schwarze Linsen.
Und wird dann nachher zusammen hier auf unserem Friseesalat angerichtet.
Mit den Ziegenkäsetexturen und der Birnenmarmelade hinzu.
Da haben wir einfach eigentlich alle Flavours so vertreten.
Kompletten Umami, Salz, Säure.
Und natürlich auch mit dem Ziegenkäse ein bisschen das Herde dazu.
Das riecht schon nach Sommer.
Das ist ja auch wirklich, ich liebe Linsen.
Für mich ist das ja Horror.
Kommt die hippe Schwabenküche bei der Konkurrenz an?
Guten Appetit.
Guten Appetit wünsche ich mir.
Danke.
Vorspeise Nr. 1, Tobias' Krabbencocktail 2.0
mit Blutorange, Kopfsalat und Forellenkaviar.
Ich hatte den Garnelencocktail, super frisch.
Die Qualität von den Garnelen war wirklich gut.
Hatte ich ja nichts zu bemängeln.
Was sehr gut dazu passt, finde ich auch diese Crepefruit.
Die bringt so ein bisschen Frische mit rein.
Sehr schöne Marignade des Salats, genauso wie die Cocktailsauce,
wo ich sag, passt optimal.
Die Cocktailsauce gehört auch dazu.
Wenn ich was Krabbencocktail nenne,
dann würde ich diese klassische Krabbencocktail-Mayonnaise-Dip-Sauce.
Auch der Forellenkaviar passt zu der Garnel zum ganzen Gericht.
Optisch wie auch geschmacklich wirklich sehr gut.
Wenn man auf die Zunge draufgedrückt hat, sind die aufgeplatzt.
War ein cooler Effekt im Mund.
Definitiv würde ich sehen, dass 2.0 richtig gut dazu passt.
Weil es einfach, wie man sonst den Krabbencocktail erkennt,
viele im Martini-Glas,
viel einfach nur Krabbencocktail und Weißbrot dazukommen ist.
Hier würde ich was ganz anderes, sehr Modernes.
Deswegen passt das mit 2.0 sehr gut.
Er hat eine bescheidene Art der Begeisterung, aber er ist begeistert.
Das kam gut an.
Ob das Amalfi-to-Remember auch wirklich unvergesslich ist,
verrät uns Roman.
Ich bin von einem eher klassischen Thunfisch-Tartar ausgegangen.
Umso interessanter und spannender, was ich bekommen habe.
Thunfisch ist ein recht großes Stückchen.
Es ist nicht so zu Püree verarbeitet, sondern ein Stückchen,
was ich sehr mag, sehr intensiv vom Geschmack her.
Die Kombination allerdings zusätzlich mit, ich habe hier Oliven
in Form von, die sind sehr klein geschnitten.
Sehr lecker, passt super zu dem Thunfisch.
Es ist keine große Philosophie, einfach mal von sich aus Tartar zu machen.
Aber so, wie es heute war, Respekt.
Ich habe hier Olivenöl-Kaviar.
Das ist sehr interessant, da bin ich schwer überrascht.
Geht eher in eine molekulare Küchenrichtung, sehr cool.
Wenn man weiß, wie es geht, ist es gar nicht so schwer.
Vielleicht wundert es euch nicht,
aber man kann auch so was schon mittlerweile bestellen und kaufen.
Dann habe ich eine Soße, die ist leicht Knoblauch.
Balsamico schätze ich mit rein, Senf vielleicht.
Wirklich sehr schöne Ergänzung zu dem Tartar.
Die hatte eine ganz leichte Knoblauchnote.
Drunter war so ein Limettengeschmack.
Es war leicht so sahnig, also es war schon sehr gut überlegt.
Wüsste ich nicht, was ich besser machen könnte oder machen würde.
Es ist eine schöne Geschichte.
Nach so einer Vorspeise geht man hin
und schüttelt mal 20 min in dem Koch die Hand.
Der Salat de la Casa mit Gartengemüse, Kresse, Nüssen
und Garnelen ist für Thuy bestimmt.
Ich habe frische Garnelen bekommen.
Ich glaube, ein bisschen in der Pfanne geschwangen.
Geschmacklich sehr gut.
Die Garnelen waren genau richtig.
Sie wirken zuerst ein bisschen dunkel, habe ich das Gefühl.
Aber nee, das ist alles auf den Punkt.
Ich kann mich da geschmacklich richtig reinbieben.
Dann mit der wirklich schönen, frischen Kresse obendrauf.
Dressing, Essig-Öl-Dressing habe ich.
Leicht säuerlich, bisschen süßlich.
Das Salat de la Casa ist eine Senf-Öl-Emulsion,
ganz klassisch, also einfach eine Essig-Öl-Emulsion,
die mit Senf gebunden wird.
Ich habe Senf bei dem Dressing nicht rausgeschmeckt.
Aber ich habe schon geschmeckt, dass es cremig und süß-säuerlich ist.
Für mich als Vorspeise wäre es zu groß, aber sehr lecker.
Ich würde es sogar als Hauptspeise essen.
Tatsächlich, das stimmt.
Das ist wirklich eine ordentliche Schüssel voll.
Anja hat ihre Vorspeise ja schon in der Küche bestaunt.
Mal hören, wie das Zieglein im Walde mundet.
Der Ziegenkäse ist mild, mag ich auch gerne.
Zu reifen Ziegenkäse mag ich nicht so gern.
Wir haben hier einmal einen Ziegenkäse-Eis.
Das ist leicht süß, passt perfekt.
Ich mag auch sehr gern Eis in der Vorspeise mithaben.
Von daher war das für mich super.
Das Chutney von der Birne passt wunderbar in der Kombination.
Das Süße- und Säurespiel passt perfekt zu dem Ziegenkäse
mit der Säure vom Alblinsensalat.
Es ist quasi der Linsensalat,
den auch die Touri bei sich mit im Salat de la Casa eingearbeitet hat.
Das finde ich auch super, dass man da 2 Kombinationen sieht.
Würde ich jetzt so mal interpretieren.
Wir haben was Salziges drin, wir haben was Süßes drin,
wir haben was Fruchtiges drin, was Kaltes, was Warmes.
Einfach so ein Spiel aus kalt, warm, weich und knusprig.
Perfekt.
Linse und Ziege, das passt schon gut.
Na, wie viele Punkte werden es?
Jetzt will ich 50 mit dem Mike sein.
Gar keine Frage, wir sind ehrgeizig, wir haben Bock.
50 Punkte mit meinem, das ist stark ambitioniert.
Da muss jetzt aber auch jedes einzelne Gericht dann noch pfeifen.
Das ist jetzt hier noch nicht fertig, das Thema.
Ach so, bei mir liegst du bei 10 Punkten.
Jetzt haben wir doch die ersten 10 schon als Tendenz.
Wow, geil.
Bei mir liegt er auch bei 10 Punkten.
Das wird spannend jetzt, 2 Zehner.
Meine Tendenz ist bei 9.
Cool, haben wir noch Luft nach oben, freuen wir uns.
Bisschen Luft nach oben, genau so sehe ich es auch.
Du musst 10 geben.
Du hast bei mir 9 plus plus.
Vielen lieben Dank.
9 ist ja Bombe, aber in dem Fall, wenn ich so was noch nie erlebt habe
und gerade in einem Lernprozess bin, da gebe ich 10.
Aber es ist gut, alles in Ordnung, sehr geil.
Ich finde es gut, dass wir nicht 4-mal 10 bekommen haben,
weil dann ist immer Luft nach oben.
Man kriegt noch mal ein bisschen eine Ehrgeizspritze
und das brauchen wir auch manchmal.
Im Hauptgang lässt Marcel den Nachwuchs ran, mutig.
Servus, Leute.
Servus, herzlich willkommen, grüß dich.
Ich bin der Marcel.
Ich bin der Roman.
Roman, welcome to the paradise.
Servus, Jungs.
Das wollt ihr hören, mein Freund, das wollt ihr hören.
Du machst heute die Schweinsbäckchen,
allerdings nicht mit mir, sondern mit dem Sky.
Das ist hier unser Vertreter in der Küche.
Wenn Pascal und ich mal nicht da sind,
dann hat er hier das Zepter in der Hand.
Der darf hier anführen und miteinander in einem Strang ziehen.
Dementsprechend darf er dir heute auch ein bisschen was zeigen.
Ich wünsche euch viel Spaß.
Wow, wow, wow.
Das ist ein schönes Zeichen.
Dieses Vertrauen gegenüber den Mitarbeitern.
Nicht nur labern und reden, sondern einfach auch machen lassen.
Toll.
Postenchef Sky ist 19 Jahre jung und ausgelernter Koch.
Jetzt braten wir alles an für die Röstaromen.
Wir nehmen einen großen Topf,
damit wenn wir die Schühe später ansetzen,
viele Röstaromen reinbekommen.
Umso mehr Fläche, umso mehr Romen können wir bilden.
Wie lange dauert das jetzt?
2, 3 min von beiden Seiten kurz anbraten,
dass es eine leichte Farbe bekommt.
Du weißt schon, dass ich das nachher mal esse?
Ja, hoffentlich.
Viel Liebe investieren, mein Freund.
Das sieht gut aus.
Wir machen alles mit Liebe bei uns.
Yeah.
Sehr cool.
Das ist das, was ich sehen will.
Eine Leidenschaft für unseren Beruf.
Schön.
Jetzt kommen die Bäckchen raus.
Ich bin 19 Jahre, ich werde 20.
19 Jahre?
Und mit so einer Maschine?
Was sagst du dazu?
Jesus.
So jung.
Stark.
Toll.
Wahnsinn.
Macht hier einen kompletten Hauptgang im Wettkampf.
Wir rösten Zwiebeln, Karotten, Sellerie, Staudensellerie,
Knofi und Tomatenmark und löschen ab.
Ihr nehmt auch einen Portwein?
Ja, genau.
Das hat noch mal einen stärkeren Geschmack
und bringt eine kleine Süße mit rein.
Dann kommt auch Lorbeeren, Rosmarin, Thymian mit rein.
In der Zwischenzeit tun wir die ganzen Gewürze anrösten.
Nelke, Piment, Wacholder, Pfeffer.
Damit es noch mal mehr Aroma bekommt.
Damit es den Geruch freisetzt.
Dann riecht man auch noch mal mehr.
Dann schmeckt das ganze Essen noch mal komplett anders.
Das ist cool.
Über die Nase können wir 400 verschiedene Gerüche wahrnehmen.
Über den Mund haben wir nur 5 verschiedene Geschmacksnerven.
Deswegen kann man viel mit Gerüchen arbeiten bei den Gerichten.
Da bist du ein bisschen schlauer wie ich, mein lieber Sky.
Ich weiß nur eins, das und Geschmack,
das hängt ein bisschen zusammen.
Finde ich, in meiner Welt.
Aber cool.
Jetzt gibt Sky geröstete Nelken und Wasser zum Soßenansatz.
Jetzt kommen die Bäckchen überall oben drauf.
Dann kommt der Soßenansatz unten mit rein.
Dass die Bäckchen anfangen zu schmoren.
Warum kommt das Fleisch dann noch mal drüber?
Das Fleisch kommt oben drüber,
damit wir das ganze Wurzelgemüse nicht aussortieren müssen.
Hab ich so noch nie gesehen.
Ich schmeiß das schon noch alles rein
und pikse nachher meine Bäckchen raus.
Super.
Jetzt kommt das Ganze in den Ofen einmal rein.
Bei 150°.
Jetzt müssen wir die Bäckchen nur noch ziehen lassen.
Monster, geile Sache.
Ich sag jetzt einfach mal, hey, viel Spaß.
Ich geh jetzt mal zurück zum Tisch.
Ciao.
Krass, was der junge Mann hier mit 19 abliefert.
Und da kommt auch schon der Hauptgang.
Thuy hat sich für den Zwiebelroßbraten
mit Lemberger Soße, Röstzwiebeln und Spätzle entschieden.
Und, lecker?
Das Fleisch, für mich ein Tick zu zäh.
Aber Geschmack her sehr gut.
Es ist vielleicht ein bisschen zäh,
weil ich hab mit Spätzle angefangen.
Und das kann ja nach ein, zwei Minuten dann nachziehen.
Aber ansonsten war die Fleischqualität gut.
Also, sagen wir es mal so.
Ein Stück Fleisch sollte eine Gabelspätzle überleben.
Die Röstzwiebeln sind groß, schön braun.
Also, sehr gut.
Die Röstzwiebeln waren wirklich perfekt.
Ich hab noch nie so gute Röstzwiebeln bekommen
beim Roßbraten.
Die Soße ist auch...
Mir schmeckt diese Bratensoße sehr gut.
Die ist sehr würzig.
Ich kenne halt schon Bratensoße,
aber die war ein bisschen kräftiger,
als die ich sonst normal kenne.
Die Spätzle sind weich, puttrig.
Ja, ein bisschen gewürzt mit Salz, glaube ich.
Also, ganz gut.
Jetzt bist du natürlich im Schwabenland angekommen.
Die beiden Burschen vertreten genauso die Klassik,
die Kulinarik der alten Küche.
Die wissen, wie Spätzle gehen.
Und wie knusprige Auberginen gehen auch.
Maik fand sie lecker.
Crispy Aubergine, jetzt bin ich wirklich gespannt.
Das ist ja mein Gericht.
Jetzt bin ich echt gespannt.
Meine Crispy Aubergine ist,
so wie ich sie mir vorgestellt habe,
es ist wirklich, obwohl auf dem Knusprigen
sehr viel drauf war,
es ist immer noch super knusprig.
Die Texturen stimmen.
Knusprig, weich, süß, salzig.
Wenn jemand das so einordnet,
dann ist er begeistert.
Da ist nämlich alles da, ein komplettes Spiel.
Die ganze Bandbreite hat dieses Gericht.
Die Süßkartoffelcreme habe ich hier.
Super.
Das ist eine weiche Süßkartoffelcreme.
Auch nicht irgendwie mehlig oder zu fest.
Dann hier mit dem Masala.
Da kommt noch so ein bisschen
so eine Curry-Süß-Sauernote mit dazu.
Man muss das ganze Gericht einfach
in der Kombination essen.
Einfach ein sehr in sich stimmiger Teller.
Ja, würde ich genau so sehen.
Das war, ich würde sogar sagen,
Geschmacksexplosion für ein veganes Gericht.
Auch eins meiner Top-Five.
Läuft für das Tübinger Brüderpaar.
Jetzt wollen Pascal und Marcel wissen,
wie ihr 1821-Smashed-Burger wegkommt.
Mit dem Spiel mit den Gurken.
Mit dem säuerlich Eingelegten.
Sehr, sehr lecker.
Weiß ich einfach nicht,
wie du sonst bei einem Burger
diese Essiggurken bekommen hast.
Das waren schon richtige Gurken.
Auch das Beef, wie man sieht,
schön saftig.
Ich habe vorher noch mal draufgedrückt.
Ist immer noch schön saftig und Top-Fleisch.
Das Dry-Age habe ich schon geschmeckt.
Es war jetzt nicht so intensiv.
Finde ich aber auch gut,
weil sonst überdeckt das alles.
Ich glaube nicht,
dass mir im Burger-Bereich
mit irgendwelchen noch teureren Einkaufen,
das ist nämlich Dry-Age-Fleisch,
dass das im Burger noch rüberkommt.
Das ist für mich überzogen.
Das Einzige, was ich hätte,
waren die Pommes.
Die hätten ein bisschen heiß sein können.
Ich hätte mir gewünscht,
dass ich sie später auf den Teller getan hätte.
Kurz vorm Schicken.
Weil sie einfach lauwarm
und angefangen haben, lächelig zu werden.
Pommes hatten gestern schon das Thema.
Das passiert.
Wer im Glashaus sitzt,
soll nie mit Steinen werfen.
Alles Gutes in Kleinigkeiten.
Es bleibt aber auch bei den Kleinigkeiten.
Fällt euch das auf?
Ich habe hier noch nicht wirklich was Kritisches gehört.
Bei den Jungs läuft es richtig gut.
Alles andere als eine Schweinerei
sind Romans Schweinebäckchen
mit Schmorsoße, Karotte und Kartoffeltrüffelpüree.
Schmeckt Hammer.
Die sind wirklich butterzart.
Es geht so richtig ohne Mühe durch.
Es ist wirklich so,
dass praktisch auch der Geschmack
komplett durchgegangen ist.
Da kann man überhaupt nicht meckern.
Das würde ich auch sagen.
Die waren auch durch diese ganze Masse darunter
sehr gut gewürzt.
Da hätte ich weder Salz noch Pfeffer
nichts gebraucht.
Das Püree
exakt die richtige Note an Trüffel.
Also wirklich super.
Da war nichts, was gestört hat.
Zu viel oder zu wenig.
Die Möhrchen, Babymöhrchen wohlgemerkt,
exakt so, wie ich es gerne hätte.
Es ist wirklich ideal.
Wir achten da wirklich drauf,
dass sie nicht zu hart und nicht zu weich sind.
Die dürfen schon einen leichten Biss haben.
Einfach so als Gegenpol.
Gerade zu den Schweinebäckchen und zum Püree.
Weil das Bäckchen geschmort ist, recht weich.
Püree auch weich.
Die Karotte, da darf einfach noch ein bisschen was
mit dem Wildkräutersalat zwischen den Zähnen
zum Beißen passieren.
Reiter ist Fachmann.
Ich genieße es in dem Moment.
Wir sind auf derselben Welle.
Das ist schön, wenn sich ein Gastronom
auch noch als Genießer bezeichnet.
Immer ein Stück Gast bleiben, sagt ein lieber Freund von mir.
Aus meiner Sicht keine Kritikpunkte.
Das ist wirklich bravo.
Toller gehts nicht. Vielen lieben Dank.
Das läuft gut bei mir.
Was hatten wir vorher in der Tendenz?
2x10, 2x9.
Darunter spielt sich jetzt nichts ab.
Es gibt sogar Applaus.
Die Desserts müssen jetzt tiptop sein.
Hi, Zuhi.
Wie gehts?
Gut, danke.
Freut mich, dass du da bist.
Wir machen das Dessert.
Das Piña Colada jetzt gleich.
Eigentlich nicht das ganze Dessert,
sondern eher die Grundkomponente.
Unsere Ananas.
Unsere Safran-Ananas.
Das ist da auf dem Teller.
Wir haben uns überlegt,
Piña Colada kennt man ja ganz klassisch als Cocktail.
Diese Symbiose
von Kokosnuss und Ananas.
Ein bisschen Rum ist auch mit dabei.
Ganz wichtig beim Piña Colada,
es gibt einfach den schönen Geschmack.
Die Idee finde ich super.
Zufälligerweise trinke ich gerne Piña Colada als Cocktail.
Das ist doch geil.
Wenn wir das jetzt schaffen,
in der Küche aus Flüssigen Essbares zu machen.
Dann triffts jetzt hier mit Zuhi genau die Richtige.
Im ersten Schritt
köchelt Marcel Zucker mit Wasser auf.
Wir haben einen ganz kleinen Schuss Wasser mit drin.
Einfach, dass er gleichmäßig
karamellisiert.
Sonst haben wir das Problem,
weil die Hitze
außen an der Sothöse
oder im Topf, wenn man außen schon
am sterzen ist, dann fängt der Zucker an,
draußen schon zu verbrennen.
Wenn man einen kleinen Schuss Wasser mit reinmacht,
karamellisiert es einfach gleichmäßiger und schöner.
Schön erklärt.
Jetzt haben wir einmal hier unseren Rum.
Ganz klassischer, 3 Jahre alten, heller.
Der wird jetzt damit abgelöscht hier.
Dann ist wieder Köcheln angesagt.
Sobald der wieder anfängt zu brodeln,
ist die Flüssigkeit fast weg.
Jetzt geben wir unseren
Ananassaft dazu.
Dann können wir gleich weitermachen mit unserem Aromat.
Wir haben hier Vanille.
Wir arbeiten da mit einem
Extrakt.
Leuterzucker mit Vanilleschote.
Da siehst du auch schön
die kleinen Kiesel, die Stückchen.
Das ist ein selbstgemachtes
Vanilleextrakt, Leuterzucker.
Zur Erinnerung, Leute,
ist ja 50% Wasser,
50% Zucker,
wird miteinander aufgekocht.
Dann hast du ein Leuterzucker.
Er macht daraus seine Vanillepaste.
Jetzt kommen noch
geriebene Tonkabohne und etwas
Safranpulver in den Sud.
Jetzt siehst du schon, es kocht schon hoch.
Das ist das Zeichen, wo wir
das leicht runterdrehen können.
Jetzt lassen wir es nur ganz leicht noch köcheln.
Bis komplett die Aromen
gesetzt werden.
In der Zwischenzeit schneidet Marcel eine Ananas
in Scheiben.
Jetzt haben wir den Sud hier, der hat leicht eingeköchelt.
Den nehme ich jetzt schön drüber mit,
den Schockfrost dabei und kühle den runter,
weil wir das Ganze sous-vide garen werden.
Wir geben die Ananas in einen Vakuumbeutel
hier ein, zusammen mit dem Sud.
Oh, eine sous-vide Ananas.
Aber, Leute, ganz ehrlich,
jetzt musst du diese Ananas
mit diesem Sud dann vakuumiert
da hineingeben.
Die kriegt natürlich dann noch mal
so einen richtigen Astrid. Und zwar geschmacklich.
Die kommt jetzt in den Ofen.
Wir gehen auf 80 Grad, auf Dampf.
Wenn die dann fertig ist, die Ananas,
wird die nachher noch zusammen mit dem Kokoseis,
mit dem Ananas-Sorbet,
kommt da ein schöner Kokosnuss-Espuma noch oben drauf.
Oh, toll. Klingt nach Urlaub.
Ja, es klingt tatsächlich nach Urlaub, ne?
Das hat was. Super Aussage.
Hier ist Tobias'
botanischer Garten aus Käsekuchencreme,
Pistazieneis, Pfeilchen,
Schokocrumble, Vollmilchschoki und Himbeere.
Dieser Topf
ist aus Schokolade,
kenne ich, ist sehr gut.
Finde ich auch nicht schlimm, dass man das zukauft,
weil es einfach
geschmacklich und optisch wirklich
sehr gut ist. Ich kaufe auch
bei, insbesondere
bei einer Patisserie, sehr gerne ein.
Die macht Manufakturware.
Ich halte
da auch nicht hinterm Werk.
Schenkt's mir Arbeiter, schenke ich euch
eigene Blumenköpfe. Diese Käsekreme,
die da immer drin ist,
schmeckt sehr lecker, nicht zu intensiv,
nicht zu fest,
einfach wirklich fluffig, cremig.
Ich hab oben drauf noch diese,
ich denke mal, das war irgendwie so ein
Biskuit gewesen,
ein Schokobiskuit, wo man
ein bisschen zerkleinert hat, einfach als Brösel.
Gartenmäßig, man sieht ja oben
auf dem Blumentopf quasi die Erde.
Unten war quasi
die Creme ja noch mal drin. Ich denke mal,
das ist wie so der Samen. Das hat ja alles
eine Bedeutung, dieses Dessert.
Das Pistazien-Eis ist schön cremig, es ist schön
weich.
Pistazien-Geschmack kommt gut durch.
Haben auch noch so einen kleinen Crunch oben,
mit getrockneten oder zermahlenen
Pistazien, wo optisch
wirklich gut aussieht,
aber auch dieses zum Eis,
dieser Crunch,
echt gut dazu passt.
Das hört sich schon mal richtig gut
an. Also es läuft
weiterhin.
Das Spaghetti-Eis mit
Erdbeersoße, weißer Schokolade und
Sahne soll Roman zurück in seine
Kindheit katapultieren.
Und?
Klappt das? Sehr sahnig.
Es ist
für meine Verhältnisse ideal.
Man schmeckt auch das Vanillige
richtig gut raus.
Die Kombination ist mit,
darunter ist halt
Erdbeerpüree.
Und dann kombiniert oben drauf mit
frische Erdbeeren und oben drauf
ist eine Raspelschokolade, also weiße
Schokolade.
Nicht unbedingt jetzt für Erwachsene gedacht. Also aus meiner Sicht
hätte ich mir was Peppiges darunter
vorstellen können.
Es heißt ja Back to Childhood.
Aber es ist rundum
eine gelungene Geschichte.
Ob das jetzt Spaghetti hätte sein müssen,
als beschreiben und dann das rauspressen,
weiß ich so nicht. Hätte auch
mal einfach mal Kugel Eis gereicht.
Ich habe es gar nicht gebraucht. Ich war schon
mit meinem Herzen
schon bei Pascal
voll und ganz. Daher war das
Eis eigentlich für mich gar nicht ausschlaggebend.
Ich liebe Eis. Für mich
ist Eis sehr wohl ausschlaggebend. Hallo?
Anjas Pina Colada besteht aus
Safran-Ananas, Kokoseis
Tonkabohne, Kokos-Ananas-Espuma,
Crispy-Ananas und Limette.
Safran-Ananas
ist super lecker, wirklich auch richtig
frisch und ich schmecke Safran raus.
Safran richtig dosiert, hat einfach
so einen eigenen, kleinen, pikanten Geschmack.
Wenn es zu viel ist, dann wird es schnell
seifig, aber das war es nicht.
Was? Es ist seifig? Na bitte,
Entschuldigung. Da brauchst du aber so viel Safran,
das kann sich keine Sauer leisten. Nee.
Der Kokos-Ananas-Espuma
ist super leicht,
ist Kokoseis,
super frisch, super lecker.
Schmeckt nach Kokosnuss, aber jetzt irgendwie nicht
überlagernd. Es war nicht zu viel
Kokosnuss, es war auch wieder einfach genau
richtig. Die Crispy-Ananas,
die habe ich hier oben drauf entdeckt.
Super, mal was ganz anderes.
Ist so ein bisschen wie gepuffter
Mais, nur
ananas. Die wird wahrscheinlich erst getrocknet sein
und dann nochmal heiß aufgebacken
oder frittiert. Das war nochmal so
ein kleiner Gag oben drauf und ich fand es super nett.
Das Zusammenspiel aller Komponenten
ist, als würde ich einen
Pina Colada essen
und das habe ich mir gewünscht und das habe ich auch
bekommen. Ich finde das auch raffiniert,
ich finde es durchdacht, ich finde es
zeitgemäß. Das ist wirklich das,
was es flüssig nochmal abends an der Bar gibt, gibt es
ja als Dessert. Bombe.
Die reinste Kalorienbombe ist Thüis
Franz ohne Sissi, der Kaiserschmarrn
mit Vanilleeis.
Der Kaiserschmarrn ist
besonders lecker für mich, weil der ist schön
putrig, schön fluffig.
Ich mache halt gerne mit Vierbutter.
Duftet ein bisschen nach Zimt, genau
mein Geschmack. Bisschen Puderzucker drüber,
nicht so süß. Die Rosinen
passen auch super dazu.
Ich hatte auch noch Himbeeren,
Heidebeeren und Erdbeeren mit dazu.
Also war es wirklich auch sehr
lecker. Dazu habe ich Vanilleeis bekommen,
sehr cremig, schmeckt nach
Vanille, nicht so süß.
Also genau richtig,
so wie ich so ein Vanilleeis vorstelle,
aber ob das selber gemacht ist, kann ich
nicht so sagen.
Für mich ist das ein sehr schöner Abschluss,
dieses Dessert. Ich habe davor
noch nicht so gute Kaiserschmarrn
gehabt, also deswegen bin ich
mehr als zufrieden.
Hallo, da warst du aber noch nie hier.
Süddeutschland, Österreich, kann ich empfehlen.
Geile Dessertrunde.
Ich würde sagen, das ist jetzt auch
zum Abschluss richtig gut gelaufen.
Wenn jetzt
noch das Preis-Leistungs-Verhältnis
stimmt...
Das ist ein Gesamtbetrag von
279,30 Euro.
Das ist doch voll okay.
Ich hätte mit mehr gerechnet.
Wenn ich es so grob überschlage, sind das
220 Euro
für die Speisen und 58 Euro
für die Getränke. Der Preis ist
sensationell, würde ich sogar sagen. Wir sind auch
im Innenstadtzentrum.
Klasse.
Pascals erklärtes Ziel?
Volle 40 Punkte.
Ich bin gespannt.
10 Punkte.
Jawohl. Pascal, Marcel, ihr habt
ein super Team, ihr habt ein super Restaurant.
Bleibt mir überhaupt gar
nichts anderes übrig,
als euch 10 Punkte zu geben.
Nochmal 10.
Mega cool.
Die zweite 10 haben wir.
10 Punkte.
Mit dem Herz drauf, mein Freund.
Nochmal 10.
Um.
Die dritte 10.
Jetzt wird es aber richtig
spannend.
10 Punkte.
10!
Yes!
Die haben es geschafft.
Ich fasse es nicht.
Ja, Bombe.
10 Punkte.
1821!
Hey!
1821!
Hey!
1821!
Es dreht sich am Ende immer nur
ums Team. Auch die Finesse,
die wir an den Tag legen in der Küche, kann nur
stattfinden, weil die Dunja uns den Rücken
frei hält draußen, weil die Jungs wirklich
mehr als eigentlich normalerweise
heutzutage zu erwarten ist, mitziehen,
Bock haben, ihre Kreativität
auch mit einbringen und deswegen gilt
der Dank natürlich auch wirklich ans Team.
Vielen lieben Dank an euch. Danke.
Großes Team, großes Kino,
tolle Kulinarik. Danke.
Den Sprechchor kann man noch
im ganzen Schwabenland hören.
Das 1821 Tübingen macht
unverschämte 40 Punkte.
An Tag 3 besuchen wir
Anja und ihren Mann im Kesselhaus.
Wir zeigen
heute, wie Leidenschaft gut schmecken
kann. Dann lasse die Spiele
beginnen. Die rütteln
an Pascals Thron.
Lamm perfekt gebraten.
Harmoniert sehr. Bin eigentlich von Schluss glücklich.
Ich wette 38, 39
oder 40.