Ein Christbaum im Meer? In dieser Folge spricht Klara vom Webteam mit Kampfschwimmer Peter vom Jagdkommando über Ausbildung, Einsätze und die Tradition des Weihnachtstauchens.
Die erste Staffel von HEERgehört ist abgedreht, aber keine Sorge im Advent erwartet euch noch eine besondere Überraschung – Gewinnspiel inklusive! HEERgehört versüßt euch ab 1. Dezember mit 24 Kurzfolgen das Warten auf das Christkind.
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So funktioniert’s: Hört euch alle Folgen an und sammelt die versteckten Hinweise Gebt ab dem 24. Dezember das Lösungswort auf bundesheer.at/gewinnspiel ein. Weitere Infos unter bundesheer.at/gewinnspiel
Intro & Outro (Kommet, ihr Hirten): Bläserensemble der Garde: Markus Trettler Robert Wanzenböck Benedikt Hager Tobias Achleitner
Gewinnspielmelodie: Harfe: Magdalena Steiner
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Hergehört im Advent
Willkommen zum Adventkalender des Hergehört-Podcasts des österreichischen Bundesheeres.
Heute sind wir bei der Folge J und da haben wir uns gedacht, wir nehmen das Jagdkommando.
Ich heiße Klara, ich gehöre zum Social Media Team vom Bundesheer
und ich habe heute einen ganz speziellen Gast bei mir, und zwar Peter.
Er ist Operator und Kampfschwimmer beim Jagdkommando.
Hallo Peter, danke, dass du dir heute Zeit für uns genommen hast.
Ja, hallo auch, danke für die Einladung und ich werde gern für amphibische Fragen zur Verfügung stehen.
Ja, vielen Dank.
Wir haben uns gedacht, wir fragen unsere Follower auf Instagram,
was sie am liebsten einen Kampfschwimmer gerne fragen würden, wenn sie die Möglichkeit hätten.
Und die Frage, die wirklich am meisten gekommen ist, ist,
wie wird man Kampfschwimmer beim Jagdkommando oder wie kommt man generell zum Jagdkommando?
Also das Wichtigste ist, dass man sich möglichst früh entschließt zum Jagdkommando gehen zu wollen.
Im Idealfall noch vor der Grundausbildung, also dem Grundwehrdienst.
Da artikuliert man den Wunsch zur Kaderanwärterausbildung 1 zu kommen,
um dann in weiterer Folge die anschließende Jagdkommandoausbildung in der Dauer von zwei Jahren absolvieren zu können.
Ist man schon bereits im Grundwehrdienst oder danach, kann man sich trotzdem noch entschließen dazu.
Man muss einfach die Kaderanwärterausbildung 1 nachmachen
und eben dann in die Jagdkommandoausbildung in die zweijährige einsteigen.
Danach kann man dann die zweijährige Kampfschwimmerausbildung absolvieren.
Die ist dadurch in dieser Länge begründet, dass sie eben sehr viele Sonderausrüstung beinhaltet
und auch witterungs- und wetterabhängig ist.
Teilweise wird sie auch unterbrochen vom Einsetzen und dadurch eben die lange Ausbildungsdauer.
Also wenn man beim Jagdkommando ist, kann man sagen, man möchte Kampfschwimmer werden
oder entscheidet ihr, ob die Person Kampfschwimmer wird oder nicht.
In der Regel ist es so, dass jeder, der die Jagdkommandoausbildung absolviert hat, die zweijährige, Wünsche äußern kann.
Die Jagdkommandoausbildung, die zweijährige, beinhaltet bereits Teile von allen Verbringungsausbildungen,
die im Jagdkommando durchgeführt werden, also Luft, Land, Wasser.
Und dort lernt man bereits das erste Mal die jeweiligen Elemente kennen und auch schätzen.
Okay, hört sich sehr spannend an.
Ich habe mir schon gedacht, dass es nicht ausreicht, nur gern zu schwimmen oder die Luft anhalten zu können.
Also jeder, der sich jetzt motiviert fühlt, das zu machen, die Ausbildung, weiß jetzt, wie es geht.
Ja, bei welchen Einsätzen werdet ihr eigentlich eingesetzt als Kampfschwimmer?
Vielleicht kannst du uns darüber ein bisschen etwas erzählen.
Also grundsätzlich bei allen Einsätzen oder Einsatzvarianten, wo ein amphibisches Element vorhanden ist,
also sprich Meer, See oder Fluss und das eben uns die Möglichkeit gibt,
über diese Seewege oder Flusswege uns anzunehmen.
Hast du da vielleicht ein paar Beispiele für herausfordernde Einsätze
oder mit was für Schwierigkeiten ihr manchmal konfrontiert seid?
Das herausforderndste ist jetzt, kann man grundsätzlich nicht unterscheiden zwischen Meer, See und Fluss,
sondern es ist meistens das Wetter, also sprich schlechteres Wetter, höhere Wellen, Brandungen, Strömungen.
Das sind eigentlich die Schwierigkeiten.
Und man muss halt bedenken, dass das Ganze auch immer bei Nacht stattfindet.
Also die Ausbildung ist bei Tag und bei Nacht, wobei Einsätze grundsätzlich immer bei Nacht geplant werden.
Okay, vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Wie schaut es mit eurer Ausrüstung eigentlich aus? Das wollten unsere User auch wissen.
Habt ihr da spezielle Ausrüstung? Wie schaut es mit den Waffen unter Wasser aus?
Wir haben sehr viel spezielle Ausrüstung, daher auch die lange Ausbildungsdauer,
weil natürlich an all dieser Ausrüstung eine fundierte Ausbildung stattfinden muss und das Ganze dann perfektioniert wird.
Der Kampfschwimmer selbst taucht grundsätzlich mit dem Sauerstoffkreislaufgerät.
Da atmet man reinen Sauerstoff mit einer Einsatztiefe von ca. 3, 5 oder 7 Metern.
Die Dauer ist begrenzt mit ca. 3 bis 5 Stunden, je nachdem wie schwierig die Strömung das Meer ist.
In weiterer Folge ist natürlich auch eine übliche Luftausbildung mit ganz normalem Restlufttauchgerät.
Und wenn man sich dann sehr spezialisiert und professionalisiert hat und Heerestauchlehrer geworden ist,
dann steht einem auch das Mischgastauchgerät mit einer Einsatztiefe bis zu 100 Metern zur Verfügung.
Okay, und wie sieht es mit den Waffen unter Wasser aus? Muss man da etwas beachten?
Also Waffen und Ausrüstung unter Wasser ist natürlich enorm an Rostanfälligkeit ausgesetzt,
speziell das Meereswasser. Wenn die Ausrüstung und die Waffe nicht sofort benötigt wird,
kann sie wasserdicht verpackt werden in wasserdichten Säcken, die dann mittransportiert werden beim Tauchen.
Oder wenn die Waffe sofort verfügbar sein soll, wird sie natürlich am Mann am Körper getragen
und muss nach einer kurzen Abdrehzeit, also sprich das Wasser aus dem Lauf abdrehen lassen,
kann dann innerhalb von ein paar Sekunden Einsatz eingesetzt werden.
Der heutige Buchstabe lautet J und kommt an die dritte Stelle.
Ich habe noch eine letzte Frage und zwar, habt ihr auch eigentlich den Brauch,
wie es zu Weihnachten oft unter Tauchern üblich ist, den Brauch des Christbaumtauchens
oder auch des Weihnachtstauchens beim Jagdkommando, bei den Kampfschwimmern?
Ja, das ist eine ganz lustige Sache. Also generell unter Tauchern ist es üblich,
dass man zu Weihnachten oder zu Neujahr einen Tauchgang durchführt,
um eben das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen oder aufs nächste Jahr zu reflektieren.
Es ist eine gute Kameradschaftspflege, man trifft sich und richtet einen Christbaum her,
der meistens behangen wird mit Sachen, die für die Unterwasserwelt bestimmt sind,
sprich die Fische, dass die auch ein bisschen was da haben, weil wir ärgern uns ja ganzes Jahr im Wasser.
Im Ausland vergessen wir diesen Brauch auch nicht, also wenn wir zum Beispiel am Meer sind,
wie zum Beispiel voriges Jahr im Senegal, da haben wir dann Weihnachtsmannkostüme angehabt beim Tauchen,
sehr zur Belustigung der Bevölkerung, die vor Ort dort wohnt, die sehen es jetzt auch nicht jeden Tag.
Natürlich waren einige Videos und Selfies vorprogrammiert.
Ja, vielen Dank für diese spannenden Einblicke.
Möchtest du vielleicht noch weihnachtliche Grüße an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer richten?
Ja, gern natürlich, danke. Ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten,
gutes neues Jahr und ein erfolgreiches Jahr 2025.
Danke fürs Zuhören und hört das nächste Mal wieder her.
Ihr wollt am Gewinnspiel teilnehmen?
Dann sammelt die Ziffern und Buchstaben aus dem Adventkalender und bringt sie in die richtige Reihenfolge.
Nähere Infos findet ihr in den Show Notes.