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Studie
China würdet Schuldnerländern harte Bedingungen für Kredite auf
Ein Artikel von Epoch Times vom 31. März 2021
China ist mittlerweile der größte öffentliche Geldgeber für Entwicklungsländer, würdet
seinen Schuldnern aber einer Studie zufolge harte Bedingungen für die Kredite auf.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft, IFW, untersuchte gemeinsam mit mehreren US-Forschungseinrichtungen
100 chinesische Kreditverträge mit 24 Ländern.
Darin nutzten die finanziell enden Staatsbanken jedoch ihre Verhandlungsmacht gekonnt zu
ihrem Vorteil aus, erklärte das IFW am Mittwoch.
Viele der Verträge sind Teil der sogenannten, Weltenrot-Initiative, für diese neue Seidenstraße
schiebt China in zahlreichen Ländern gewaltige Infrastrukturprojekte an.
Das kommunistisch geführte Land finanziert damit ein Netz aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien,
Straßen und Industrieparks in Asien, Afrika und Europa.
Chinas Verträge enthalten den Untersuchungsergebnissen zufolge ungewöhnlich weitreichende Vertraulichkeitsklauseln,
manchmal sei sogar die Existenz der Kredite an sich geheim.
Damit seien die Verträge aber für Steuerzahler, die am Ende für die Rückzahlung aufkommen
müssen, intransparent, kritisierte die Studie.
Zudem könnten andere Kreditgeber so die Bonität eines Landes nicht zuverlässig einschätzen.
Die Verträge geben den Experten zufolge außer dem chinesischen Staatsbanken Vorrang vor
anderen Gläubigern.
In den meisten Fällen ist demnach den Schuldnern eine Umstrukturierung ihrer Schulden mit anderen
Gläubigern untersagt.
Nicht zuletzt geben viele Verträge China großen Spielraum, Kredite zu kündigen oder
die Rückzahlung zu beschleunigen, wenn es mit der Politik eines Kreditnehmers nicht
einverstanden ist, etwa wenn es zu einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen kommt.
Das Forscherteam erhielt Einblick in die Verträge über Regierungswebsites der Schuldnerländer
und verglich diese mit 142 öffentlich zugänglichen Verträgen anderer großer Gläubigerländer.
Durch Chinas Praktiken werde es Ländern, die etwa wegen der Corona-Krise in finanzieller
Not seien, erschwert, ihre Schuldensituation in den Griff zu bekommen, beklagten die Autoren.