Ein Berg in Grönland. Ein chinesischer Konzern. Und ein Machtkampf, der bis in deutsche Autofabriken reicht.
Im Süden Grönlands liegt eines der größten bekannten Vorkommen an Seltenen Erden weltweit. Vor zehn Jahren stieg eine chinesische Firma dort ein – mit weitreichenden Plänen. Doch das Projekt scheiterte. Heute versuchen die USA, ihren Einfluss in Grönland dauerhaft abzusichern. Ein neuer Vertrag soll China von den Rohstoffen der Arktis fernhalten.
Was steckt hinter dem Streit um den Kvanefjeld? Welche Rolle spielt China – und warum ist Grönland plötzlich auch für Washington und Europa so wichtig?
In diesem Video erfährst du:
- Wie ein chinesischer Konzern Zugriff auf eines der größten Seltene-Erden-Vorkommen der Welt bekam - Warum die Menschen in Grönland den Bergbau verhinderten - Wie die USA ihren Einfluss in der Arktis absichern wollen - Weshalb Deutschlands Autoindustrie und die Energiewende davon betroffen sind - Und warum Europa jetzt vor einer entscheidenden Frage steht - Ein Berg, drei Machtzentren und Rohstoffe, von denen die Zukunft der Industrie abhängt.
💬 Diskussionsfrage: Wer sollte über Grönlands Rohstoffe entscheiden – die Menschen vor Ort, die USA oder Europa, das dringend Seltene Erden braucht? Schreib deine Meinung in die Kommentare!
Im Süden Grönlands liegt ein kleiner Ort namens Narsaq.
Rund tausend Menschen leben hier. Sie fischen, sie halten Schafe.
Bunte Holzhäuser stehen am Ufer des Fjords.
Etwa acht Kilometer außerhalb erhebt sich ein Berg. Er heißt Kvanefjeld.
Von außen sieht er aus wie tausend andere Berge in Grönland.
Aber für Geologen ist er etwas Besonderes.
Eines der größten bekannten Vorkommen an seltenen Erden weltweit.
Vor zehn Jahren hat sich eine chinesische Firma
für diesen Berg interessiert.
In New York, am Rande der UN-Vollversammlung,
haben die USA Dänemark und Grönland am 22.
September einen Vertrag unterschrieben.
Eines seiner Ziele, China soll von diesem Berg fernbleiben
und von ganz Grönland, und zwar dauerhaft.
In diesem Video erzähle ich euch,
was diese chinesische Firma damals vorhatte, wie sie gescheitert ist
und warum ein Streit um einen Berg in der Arktis am Ende
bei deutschen Autofabriken und Windrädern landet.
Willkommen zu Lea's Einblick.
Falls du neu hier bist, abonniere gerne den Kanal.
Hier gibt es jede Woche eine neue Geschichte hinter den Schlagzeilen.
Mit Hintergründen und Zusammenhängen,
die in den Tagesnachrichten oft zu kurz kommen.
Erstmal, was macht den Berg Kvanefjeld so besonders?
Seltene Erden.
Den Begriff hast du bestimmt schon oft gehört.
Kurz gesagt, das sind Seltene Erden.
Man braucht sie nur in kleinen Mengen,
aber ohne sie steht vieles still.
In Elektroautos, Windrädern,
Smartphones und Lenkwaffen stecken starke Magnete aus seltenen Erden.
Wie viel davon liegt im Kvanefjeld?
Wann er fällt.
Die Bergbaufirma spricht von rund 11 Millionen Tonnen seltener Erden.
Die Zahl allein sagt noch nicht viel, anders ausgedrückt.
Unter den bekannten Lagerstätten
an Land gehört dieser Berg weltweit zu den ganz Großen.
Doch der Berg hat einen Haken.
Die seltenen Erden liegen dort nicht allein im Stein.
Sie sind mit Uran und Thorium verwachsen, zwei radioaktive Elemente.
Wer die seltene Erde will,
holt also zwangsläufig auch das Uran aus dem Berg.
Und Narsaq liegt direkt an seinem Fuß.
Die Menschen trinken das Wasser, das von dort herunterfließt.
Ihre Schafe weiden an seinen Hängen.
Die Abbaurechte am Kvanefjeld gehörten einer australischen Firma.
Damals hieß sie Greenland Minerals.
Sie hatte das Vorkommen, sie hatte die Lizenz,
aber ihr fehlte etwas Entscheidendes.
Das Know-how, die seltene Erde aus dem Gestein zu holen.
Der Abbau ist dabei das kleinere Problem.
Die eigentliche Kunst liegt im Trennen und Reinigen
und darin ist niemand so gut wie China.
Hier kommt eine chinesische Firma ins Spiel, Shenghe Resources.
Shenghe ist in Shanghai an der Börse notiert.
Die Firma deckt die ganze Kette ab,
vom Bergbau über die Verhüttung bis zur Weiterverarbeitung.
Ein Detail lohnt sich aber genauer anzuschauen.
Der Mehrheitseigner ist
ein staatliches Forschungsinstitut für Bodenschätze.
Untertitelung
Das Dänische Institut für internationale Studien
nennt Shenghe ganz direkt eine staatlich unterstützte Firma.
Der Einstieg in Grönland kam im Herbst 2016
des ZDF
und er war erstaunlich günstig.
Rund 4,6 Millionen australische Dollar
für
für 12,5 Prozent der Bergbaufirma.
Weniger als vier Cent pro Aktie, umgerechnet rund drei Millionen Euro.
2017
In München bekommt man dafür heute ungefähr
eine größere Altbauwohnung in der Stadt.
Für den Preis eine Luxuswohnung, also die Eintrittskarte
zu einem der größten seltenen Erdenvorkommen der Welt.
Aus Sicht von Shenghe ein ziemlich gutes Geschäft,
aber die Aktien waren nur der Anfang.
In den folgenden Jahren lieferte Shenghe
einen Großteil der technischen Planung für das Projekt.
Mit Shenghes Hilfe wurde die geplante Produktion
auf rund 32.000 Tonnen pro Jahr hochgeschraubt.
Richtig deutlich wurde die Pläne mit einer Absichtserklärung,
die beiden seitens 2018 unterschrieben.
Shenghe sollte die Verarbeitung und den Verkauf übernehmen
und die Absicht war, die gesamte Produktion abzunehmen.
Halten wir kurz fest,
eine chinesische Firma besitzt gut ein Zehntel der Anteile, aber
die Technik kommt von ihr,
die Verarbeitung auch und wohin das Produkt geht, bestimmt
sie mit.
Auf dem Papier ist Shenghe ein Minderheitsaktionär.
In der Lieferkette hält die Firma das wichtigste Glied in der Hand.
Ein Puzzlestück fehlt allerdings noch.
Erinnerst du dich an den Haken?
Uran und Thorium im Gestein.
Radioaktives Erz darf nicht jede Fabrik annehmen und verarbeiten.
Shenghes Lösung zeigt sich einfach 2019.
Die Firma gründete ein Gemeinschaftsunternehmen
mit Töchtern von Chinas staatlichem Atomkonzern
Die neue Firma sollte von der chinesischen Regierung
die Erlaubnis bekommen,
radioaktive seltene Erdenerze zu importieren und zu verarbeiten.
Damit ist die Route komplett.
Das Gestein aus Grönland geht per Schiff nach China,
wird dort von einer Firma mit Atomhintergrund verarbeitet und landet
als Magnetmaterial in einer Lieferkette, die China kontrolliert.
Vom Preis einer Münchner Luxuswohnung bis
hierhin hat es keine drei Jahre gedauert.
Und Grönland war nicht der einzige Ort.
Schonke hält auch Anteile
an der Firma hinter Mountain Pass in Kalifornien,
Amerikas wichtigste seltene Erdermine.
Auch die Regierung in Peking dachte in dieser Zeit größer.
Im selben Jahr wie die Absichtserklärung
veröffentlichte sie ihr erstes Weißbuch zur Arktis.
Darin gibt sich China einen neuen Titel, Arktisnahe Stadt.
China hat keinen Quadratmeter Land am Polarkreis.
Trotzdem erklärte es, die Arktis geht uns etwas an.
Eine Firma, zwei Kontinente,
und sie setzt gezielt auf die wenigen großen Minen im Westen.
Man kann das einfach kluges Geschäft nennen.
Analysten sehen darin
aber auch ein typisches Muster der chinesischen Rohstoffstrategie.
Die Verarbeitung bleibt fest in chinesischer Hand.
Und Minen in aller Welt werden Stück
für Stück an diese Pipeline angeschlossen.
Das eine schließt das andere übrigens nicht aus.
Was ist es aus Schinkers Plan geworden?
Dazu muss man wissen,
Grönland regelt fast alles selbst, auch den Bergbau.
Nur Außen- und Sicherheitspolitik bleiben in Kopenhagen.
Und genau das spielt jetzt eine Rolle.
Denn aus derselben Zeit gibt es zwei andere Geschichten.
Im Süden Grönlands gab es eine verlassene dänische Marinestation.
Sie heißt Grønadal.
Das Militär war längst abgezogen, das Gelände stand zum Verkauf.
Dann meldete eine Bergbaufirma aus Hongkong Interesse an.
Kopenhagen reagierte ziemlich schnell.
Plötzlich war die Station nicht mehr zu haben.
Laut anonymen Quellen, die ein dänisches Medium zitierte,
soll der damalige Ministerpräsident persönlich
bei den Parteichefs angerufen haben.
Seine Bitte, die Station soll wieder ans Militär gehen.
Das Interessante daran, das dänische Verteidigungsministerium
hat gerade drei Jahre lang an einem Bericht
über seinen Bedarf in Grönland gearbeitet.
Von Grønadal stand darin nichts.
Später war die Station tatsächlich wieder besetzt
mit drei dänischen Soldaten.
Drei Mann für eine ganze Marinestation.
Man könnte sagen, ihre wichtigste Aufgabe war es, einfach da zu sein.
Die zweite Geschichte dreht sich um Flughäfen.
Grönland wollte drei Flughäfen ausbauen.
Auf der Liste der Bewerber stand ein chinesischer Staatskonzern,
der weltweit Häfen und Straßen baut.
Aus dem US-Verteidigungsministerium
kam öffentliche Warnung an Dänemark.
Kopenhagens Lösung? Es zahlte selbst etwa die Hälfte der Kosten.
Der chinesische Konzern zog sich zurück,
offiziell wegen Problemen mit Visa.
Siehst du das Muster? Jedes Mal, wenn chinesisches Geld auftaucht,
findet Dänemark kurzfristig einen Weg, die Tür zu schließen.
Einmal mit einem Vorwand, einmal mit einem Check.
Projekt für Projekt, das funktioniert, aber es ist mühsam.
Und man reagiert immer nur.
Die Tür zum Kvanefjeld hat allerdings eine andere Hand geschlossen,
die der Grünländer selbst.
In Narsaq gibt es seit vielen Jahren Widerstand gegen Uranabbau.
Die Menschen dort sorgten sich nicht um Peking oder Washington.
Sie sorgten sich um radioaktiven Staub,
um ihr Trinkwasser und um die Abfälle aus der Mine.
Für sie ist der Berg vor allem ein Ort,
an dem sie jagen, ihre Schafe halten und leben.
Dieser Widerstand landete schließlich in der Wahlurne.
Bei der Wahl 2021 gewann eine Partei,
die Uranabbau ablehnte und bildete die Regierung.
Noch im selben Jahr beschloss das Parlament ein Urangesetz.
Lagerstätten mit mehr als 100 ppm Uran,
also mehr als 100 Teilen pro Million, dürfen nicht abgebaut werden.
Das Erz im Kvanefjeld liegt
im Schnitt beim zwei- bis dreifachen dieser Grenze.
Im Gesetz steht kein Land, keine Firma,
aber es trifft genau diesen Berg.
Die Bergbaufirma wehrte sich mit Schiedsverfahren und Klagen.
Berichten zufolge forderte sie rund 10 Milliarden Euro Entschädigung.
Das ist fast das Vierfache dessen,
was Grönland in einem Jahr erwirtschaftet.
Die Verfahren laufen bis heute.
Shenghes Anteil ist in dieser Zeit
auf einen einstelligen Prozentwert geschrumpft.
Was wissen wir also bis dahin?
Die großen sichtbaren Versuche Chinas
in Grönland sind im Grunde alle gescheitert.
Mal hat Dänemark sie gestoppt, mal hat Washington Druck gemacht
und beim größten Projekt war es
die Grönländer selbst mit dem Stimmzettel.
Ihnen ging es um ihr Wasser und ihr Land.
Und damit wird der neue Vertrag aus New York erst richtig interessant.
Zur Erinnerung, monatelang hatte Trump damit gedroht,
Grönland zu übernehmen.
Dieser Vertrag beendet diesen Streit. Grönland wird nicht amerikanisch.
Aber schauen wir genauer hin, was die USA stattdessen bekommen.
Der Vertrag ergänzt das Abkommen zur Verteidigung Grünlands von 1951.
Dänemark behält die Souveränität, Grünland behält seine
Selbstverwaltung und sein Recht auf Selbstbestimmung.
Aber die USA bekommen einiges dazu.
Neue Militärstandorte und den Ausbau ihrer Basis im Norden.
Und der Vertrag hat kein Ablaufdatum.
In Kraft tritt er allerdings erst,
wenn die Parlamente in Kopenhagen und Nuuk zugestimmt haben.
Für unsere Geschichte sind zwei Punkte entscheidend.
Erstens, Länder außerhalb der NATO dürfen
in Grönland keine Militäranlagen bauen
und keine Truppen dauerhaft stationieren.
Zweitens, Investoren von außerhalb der NATO und der EU dürfen
keine bedeutende Kontrolle über Grünlands Rohstoffe bekommen.
Es sei denn, alle drei Seiten sind sich einig,
dass keine Gefahr besteht.
Das heißt, was bisher im Einzelfall passiert,
chinesisches Geld taucht auf,
Dänemark improvisiert, wird jetzt zur festen Regel, auf Dauer.
Ein Bild dafür. Das Haus gehört weiter Dänemark.
Im Grundbuch steht weiter Dänemark,
aber wer einziehen darf, regelt künftig eine Hausordnung.
Und an dieser Hausordnung schreibt Washington mit. Für immer.
Aber warum schreibt man eine Regel für ein Problem fest,
das es gerade gar nicht gibt?
Hier kommt eine Meldung ins Spiel,
die in den deutschen Medien kaum aufgetaucht ist.
Trump verkündete die Einigung am 18. September.
Am selben Tag meldete die Nachrichtenagentur Reuters exklusiv
Chinas großer staatlicher seltener Erdenkonzern
verhandelt über die Übernahme von Shenghe Resources.
Ja, genau dieses Shenghe.
Die Firma hat das sofort dementiert.
Ihr Mehrheitseigner habe schriftlich bestätigt,
dass er die Kontrolle nicht abgeben will.
Ob der Deal kommt, ist also offen.
Aber ein Satz aus dem Reuters-Bericht ist bemerkenswert.
Sollte diese Übernahme gelingen,
käme eine der letzten großen chinesischen Seltene-Erden-Firmen
mit teilweise privaten Eigentümern
unter direkter staatlicher Kontrolle.
Was heißt das für Grönland?
Chinas kleiner Anteil am Grabenfeld gehört heute
einem börsennotierten Unternehmen.
Morgen könnte er einem Staatskonzern gehören,
der direkt auf Peking hört.
Dass beide Meldungen am selben Tag kamen,
ist sehr wahrscheinlich Zufall.
Aber zusammen zeigen sie etwas.
In China kann sich die Linie zwischen Geschäft
und Staat jederzeit verschieben.
Wem ein Anteil heute gehört,
sagt wenig darüber aus, wem er morgen gehört.
Washington hat in Grönland also eine Tür geschlossen,
die in die Zukunft führt.
Vielleicht denkst du jetzt,
Grönland ist weit weg. Das machen Amerika und China unter sich aus.
So weit weg ist es aber nicht.
Nach Zahlen des Bundesverbands der deutschen Industrie liefert
China 99 Prozent der schweren, seltenen Erden weltweit.
Bei seltenen Erdmagneten sind es 93 Prozent.
Diese Zahlen haben Folgen.
Seit dem Frühjahr 2025 kontrolliert China
den Export von seltenen Erden.
Deutsche Importeure müssen seitdem
eine sogenannte Endverbleibserklärung abgeben.
Wofür brauchst du das Material und an wen verkaufst du es am Ende?
Der BDI warnte damals von einer Metallkrise.
Ähnlich wie 2022, als Russland kein Gas mehr lieferte.
Ein Beamter in Peking entscheidet also mit,
ob ein Zulieferer in Bayern nächsten Monat noch produzieren kann.
Zuletzt hat sich die Lage etwas entspannt.
Vor allem wegen der Waffenruhe
im Handelskrieg zwischen den USA und China.
Im vergangenen Herbst einigten sich Washington
und Peking auf einen vorläufigen Frieden.
China gab dabei auch bei den seltenen Erden etwas nach.
Deutschland saß nicht mit am Tisch.
Wir profitieren also von einem Deal, den anderen ausgehandelt haben.
Und der gerade erst bis Januar verlängert wurde.
Genau hier wird Grönland für die EU interessant.
Die EU hat sich Ziele gesetzt.
Bis 2030 sollen mindestens 10% der seltenen Erde
in EU selbst gefördert werden.
Und kein einzelnes Land soll mehr als 65% liefern.
Grönland gehört nicht zur EU,
aber es ist eine der größten Schatzkammern für seltene
Erden direkt vor Europas Haustür.
Und in diesem Vertrag steckt ein Detail, das für
Europa entscheidend ist.
Ausgesperrt werden nur Investoren von außerhalb der NATO und
der EU. Für europäisches Kapital steht die Tür offen.
Die USA haben diese Tür schon
längst im Blick.
Berichten zufolge haben die US-Beamte
bei einem anderen Projekt in Grönland,
Tanbreez, erfolgreich darauf gedrängt,
dass es an amerikanische Käufer ging.
Und das, obwohl Bieter mit Verbindung nach China mehr geboten hatten.
Und Europa? Ob es nachzieht, ist bisher nicht absehbar.
Ehrlicherweise muss man dazu sagen,
selbst wenn das Geld kommt, wird es ein Marathon.
In Grönland ist bis heute keine einzige Mine gebaut.
Das am weitesten fortgeschrittene Projekt, Tanbreez,
plant sein erstes Erz frühestens für Ende 2028.
Und dann ist da noch das Problem vom Anfang.
Das Trennen und Reinigen.
Eine Mine in Grönland hilft Europa nur, wenn das Erz am Ende nicht,
doch wieder nach China geschickt werden muss.
Und für Menschen in Europa bleibt eine etwas unbequeme Frage.
Wir wollen bei seltenen Erden weniger abhängig von China sein,
aber eine radioaktive Mine vor der eigenen Haustür will auch niemand.
Dieses Gefühl kennen wir in Deutschland ziemlich gut.
Denk an Gorleben. Der Streit um das Atommülllager hat 40 Jahre gedauert.
Die Grünländer stehen vor derselben Frage.
Und sie haben sie schon einmal beantwortet,
und zwar mit dem Stimmzettel.
Jetzt entscheiden darüber auch andere mit.
Damit kommen wir zu einer Frage, die über Grönland hinausgeht.
Wer sollte über diesen Berg entscheiden?
Die tausend Menschen in Nuuk?
Die Regierung in Nuuk oder Europa, die seltene Erde dringend braucht?
Und jetzt stell dir vor, der Berg steht nicht in Grönland,
sondern bei dir um die Ecke.
Würdest du dann anders antworten?
Wie seht ihr denn das?
Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen.
Schreibt sie gerne in die Kommentare.
Danke, dass du dabei warst.
Bis zum nächsten Mal.
Bis zum nächsten Mal.