Er ist einer der renommiertesten Virologen des Landes – und äußerte immer wieder sein Unverständnis für die Corona-Politik der Bundesregierung: Professor Dr. Klaus Stöhr. Bei „Schuler! Fragen, was ist“ rechnet er mit Lauterbach, Merkel & Co. ab: „Ich bin ja kein Soziologe oder Psychologe, aber ich glaube, die Angst, die man verbreitet hat, die hat ja ihren Ursprung auch in der Politik. Dieses kleine Virus, das nicht sichtbar war. Die Angst vor dem Tod. Das sind ja alles Dinge, die nicht nur Politiker, auch Journalisten, auch Wissenschaftler und die breite Bevölkerung umgetrieben haben. Und viele, die geglaubt haben, dass sie vernünftigerweise solche schlimmen Maßnahmen und überzogenen Maßnahmen zum Teil auch umsetzen müssen, waren eben von Angst getrieben. Und Angst ist ein ganz schlechter Ratgeber.“
was war denn ihre kurioseste
coronaamaßnahme wenn sie sich zurück
erinnern oh jetzt wird's vielleicht ein
abenfüllendes Programm werden für für
uns das kurioseste waren sicherlich die
grenzschließungen äh das fäd mir jetzt
ein ein weiteres waren eigentlich die
kontaktnachverfolgungen mit der
Grenze 50 50er Inzidenz das war zweifach
interessant einmal weil
kontaktnachverfolgung war einem
bei einer Erkrankung wo das Virus schon
während der Inkubationszeit
ausgeschieden wird sehr problematisch
und schwierig sind weil den diejenige
Person die man findet die jetzt krank
wird hat ja schon ausgeschieden zi dre
Tage vorher
und die andere Person die sich schon in
der Inkubationszeit dann befindet
infiziert ja schon wieder andere also
diese
kontaktnachverfolgung war an sich
problematisch und wenig erfolgreich man
hat ja übrigens bis heute nicht eine
Studie äh wo die belegt wie effizient
das war also wie viel Fälle hat man mit
der kontaktnachverfolgung verhindert wie
viel Erkrankung wie viel Todesfälle wie
viel Infektionen al gab's ja auch keine
begleitende Studien das zweite Problem
war dass man die Inzidenz die man
erreichen wollte in der Bevölkerung
angehängt hat an der Kapazität der
Gesundheitsämter solche
kontaktnachverfolgung durchzuführen also
man hat gesagt wir haben nicht so viel
Leute 50er Inzidenz können wir noch
nachverfolgen hat man dann B aufgestockt
später und deswegen muss die Inzidenz
auch in den Spitzenzeiten im Winter
unbedingt unter 50 bleiben und das geht
natürlich gerade zum Anfang der Pandemie
wo die Immunitätslage noch so schlecht
ist nur mit drastischen Maßnahmen andere
Länder haben das dann eingepegelt z.B
die Franzosen bei 150 bis 200 die
Schweizer auch bei feit höheren
Inzidenzen konnten die dann diese
Balance zwischen Gesellschaft freilich
Grundrechten und den medizinischen
Anforderung viel besser wenn man sich
erinnert welche Bedeutung und welche
Diskussionen sich an der Inzidenz und an
an der Nachverfolgung damals aufgehängt
haben die Bundeswehr hat da geholfen das
war ja ein ziemlich zentraler
Bestandteil der
antioronaaptik das finde ich jetzt
interessant dass ihnen gerade das an
erster Stelle einfällt ich erinnere mich
dann eher an so bizarre Szenen wie in
irgendwelchen Hotels wo man nur in einer
bestimmten Richtung am Frühstücksbuffet
entlang laufen durfte hatte man das Ei
vergessen konnte man nicht etwa
zurückgehen nein man musste noch mal
kommen trug einen Plastikhandschuh und
natürlich eine Maske dabei das waren so
lustige Alltagsgeschichten ja noch
nachdenken dann fällt mir ein ins
Restaurant gehen mit 2G und 3G am Platz
keine Maske äh wenn man auf die Toilette
geht und reinkomt muss man die Maske
aufsetzen das sind natürlich Dinge die
dann äh Auswüchse die auf der Grundlage
von fehlen Fehlentscheidungen ganz zu
Anfang beruhen also die Leute haben sich
natürlich in den Gaststätten in den
in den Läden bemüht an diese Regelungen
zu halten haben das selbst noch versucht
umzusetzen ich sind näm Polizisten die
mit so 2 Meter Stücken dann so oben
gelaufen sind ja also war bester Wille
dann bei denen die das Umsetzen mussten
aber vielleicht Unvernunft Ignoranz und
vielleicht auch Inkompetenz bei
denjenigen die sich über solche
Maßnahmen Gedanken wenn man jetzt
versucht daraus irgendeine
Schlussfolgerung für die Zukunft
abzuleiten
war Politik am Anfang einfach nur
hilflos oder was hätte man eigentlich
besser wissen können ich erinnere mich
einfach dass es zu Anfang ein relativ
kurzfristigen Wechsel der Maßzahlen gab
den rfaktor die Verdopplungszeit und
also man merkte eigentlich die Politik
tastet irgendwo im Raum aber so richtig
weiß es auch nicht ich glaube das ist
ein ein Kardinalfehler der Politik
gewesen nicht nur zu Anfang wo man
natürlich bei solchen großen Ereignissen
immer mit Chaos mit auch Ungewissheit
mit
Problemen rechnen muss der
Kardinalfehler war dass man keine einen
strukturierten Prozess der
wissensbeschaffung hatte Politiker haben
ja in ihrem politischen Leben Zugang zu
verschiedenen Informationsquellen und
den muss man systematisieren gerade in
solchen Krisenzeiten da braucht es einen
systematischen Prozess wie ich mir
wissen aneigne und wissen kann ich
natürlich dann nicht nur von
Einzelpersonen aneigenen Experten auch
ich stehe auf der untersten Stufe der
evidenzleiter evidenzleiter heißt was
wir sehen hier gerade ein Bild
Bundespressekonferenz eigentlich sollte
doch das Robert Koch Institut die
Expertise beisteuern und der Minister
sie umsetzen und die Kanzlerin wacht
gewissermaßen über dem Ganzen sowas
inszeniert ja so hat sich das
angefühlt aber so funktioniert
eigentlich die Evidenz Generierung od
die Schaffung von wissen eigentlich
nicht normalerweise geht es hier um eine
Gruppe von
interdisziplinären Fachexperten die zu
einem kontroversen Thema diskutieren
also wenn man so eine solche bekämpft
dann wird man ein Experten Komitee
aufsetzen das aus den entsprechend
Fachdisziplinen besteht und das eben
nicht nur Virologen Mathematiker
Modellierer das sind vor allen Dingen
Geriater in dem expertenkomitee der
Bundesregierung hat bis zum sch nicht
einen Geriater gesessen das sind
natürlich dann auch Pneumologen als sich
mit Lungenerkrankung auskennen
Kinderärzte das ganze Spektrum muss dort
sein und die werden sich natürlich aus
ihrem Blickwinkel nicht auf eine
ihr Überlegung präferentiell äh
orientierten Entscheidung einen also was
ich sagen will ist wenn der wenn jetzt
ein neues Virus auftaucht z.B eine neue
virusvariante jetzt sitzen die Experten
so zusammen die virusvarante taucht auf
hat vier neue aminosäuen da wird der
Virologe auf und abspringen und sagt
ganz schlimm neues Virus wir müssen ganz
viel unternehmen der Intensivmediziner
sagt genau wir müssen alles zumachen
dann wird aber der
der Epidemiologe sagen ja aber das Virus
hat zwar viel neue Aminosäuren aber es
betrifft keine neuen Altersgruppen es
ist genauso krank machen es wird genauso
übertragen wir brauchen nichts verändern
und dann müssen die sich einigen und
zwar auf einem Kompromiss und dieser
Kompromiss ist dann ein der
Entscheidungsvorschlag für die Politik
und normalerweise werden bei solchen
bekämpfungskonzeptionen auch immer drei
Varianten erarbeitet eine Variante die
besonders die medizinischen Aspekte
berücksichtigt eine die die freiheitlich
demokratischen Aspekte äh in Betracht
zieht und die dritte die sich besonders
den wirtschaftlichen Komponenten widmet
und diese drei äh ähm jeweiligen
bekämpfungsoptionen Alternativen werden
dann mit der entsprechenden vor und
Nachteil hinterlegt und sowas stellt man
dann den Politik den Politikern vor dass
die Politiker sagen gegenwärtig müssen
wir voll medizinisch uns orientieren
egal freilich Grund freiheitliche
Grundrechte egal wie viel es kostet wir
machen was sehr viel kostet und was auch
viel
Spannung in der Gesellschaft erzeugt
aber das ist jetzt uns wichtiger und in
ein anderen Situation wird man sagen wir
müssen Geld sparen medizinisch wissen
wir wir können nicht jede Infektion
verhindern wir müssen also eine andere
ante fahren also das ist aber das
strukturelle Problem was die Politik
nicht in der Lage gewesen ist zu
schaffen dass man langfristig so einen
Prozess der wissensbeschaffung der
evidenzgenerierung aber auch der
evidenzbasierten Maßnahmen Monitorings
etabliert hat welche Maßnahmen etwas
gebracht haben in der coronazeit welche
nichts gebracht haben und warum die
warum die Politik so agierte wie sie
agierte habe ich mit Professor Klaus
Stöer besprochen das ganze Gespräch auf
www.news de ich kann es nur empfehlen
ich habe es ja selbst
gemacht