Japanische Kinder bekommen an Neujahr keine Geschenke, sondern das sogenannte Otoshidama. Was aber hat es damit auf sich und warum bekommen die Kinder in Japan teils hunderte von Euro geschenkt?
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in Japan bekommen Kinder keine Geschenke
sondern sie bekommen Geld und zwar eine
ganze ganze Menge ich würde sagen in
Deutschland ist eigentlich Weihnachten
das Event des Jahres neben dem
Geburtstag an dem man am meisten
geschenkt bekommt zumindest war es bei
mir auch so Weihnachten war immer
ziemlich groß genauso wie der Geburtstag
also wenn man das mal in Geld umrechnen
würde dann wäre das somit das größte
Event des Jahres das ist in Japan ein
wenig anders Weihnachten spielt hier
nicht so eine große Rolle ist eher einen
Fest für Paare und nicht so einen
Familienfest wie es in Deutschland der
Fall ist und wenn man als Kind an
Weihnachten in Japan was geschenkt
bekommt dann ist es in der Regel eher
eine kleinere Sache vielleicht so zu
vergleichen wie mit dem Nikolaus in
Deutschland natürlich es gibt auch
Christen in Japan und die feiern das
ganze natürlich ein bisschen größer aber
es sind halt nur 2% Christen in Japan
jetzt nicht die Mehrheit und die
Mehrheit der Japaner da bekommen die
Kinder halt wenn sie überhaupt was
bekommen nicht so wirklich richtig viel
zu Wein wenachten aber ca eine Woche
später gibt es ja Silvester und Neujahr
und zu Neujahr bekommen die Kinder dann
eine ganze Menge aber nicht in Form von
Geschenken oder Sachen Spielzeugen mit
den man irgendwas machen kann sondern in
Form von Geld dieses Geldgeschenk zu
Neujahr nennt man otoshidama und das
wird geschenkt in solchen Umschlägen
hier ich habe euch mal einen mitgebracht
hier steht jetzt otoshidama drauf hier
ist ein Drache drauf das liegt daran
dass nächstes Jahr in Japan das Jahr des
Drachen ist ne die zwlf chinesischen
Tierkreiszeichen die gibt es auch in
Japan und nächstes Jahr ist eben der
Drache deswegen ist jetzt hier ein
Drache drauf jedes Jahr ist das in der
Regel unterschiedlich was man hier für
ein Symbol drauf hat ne hier steht
otoshidama drauf da kommt das Geld rein
und das wird dann von den Eltern an die
Kinder gegeben von Oma und Opa an den
Kinder gegeben und dann auch in der
Verwandtschaft gibt man das in der Regel
auch es findet aber immer eine
Umverteilung sozusagen statt von oben
nach unten also von den Älteren zu den
jüngeren hin und das ist wirklich auch
eine ganze Menge also je nachdem wie
viel Verwandtschaft man hat gehen die
Kinder am Ende mit mehreren h €
umgerechnet aus diesem Neujahr dann
heraus und können sich dann damit ihre
Spielzeuge oder was auch immer Sie
kaufen wollen kaufen deswegen habe ich
persönlich immer den Eindruck dass diese
otoshidama Geschichte in Japan zu
Neujahr sogar noch wesentlich größer und
fetter ist als Weihnachten in Japan
einfach vom vom Wert des Geldes oder der
Dinge die man da bekommt die
interessante Frage ist aber doch warum
ist das eigentlich so wo kommt dieses
otoshidama eigentlich her und wenn man
das recherchiert ist es eigentlich
ziemlich interessant denn mit Geld hat
das ganze eigentlich überhaupt nichts zu
[Musik]
tun
[Applaus]
[Musik]
bevor man verstehen kann wo genau das
otoshidama herkommt müssen wir uns aber
erst noch was anderes anschauen und zwar
die sogenannten Kagami Mochi das sind
zwei mi die aufe einander gestellt sind
die man zum Jahresende kauft und die man
in der Regel entweder in den
Eingangsbereich der Wohnung stellt oder
aber vor den kamidana sofern man ein
kamidana hat kamidama ist ein Hausaltar
oben auf den zwei mod steht dann noch
mal eine Mandarine oder einige legen
auch Kombo drauf oder im Supermarkt habe
ich gesehen findet man da jetzt auch
kleine Drachenfiguren drauf für das
nächste Jahr eben also da oben gibt's
noch mal verschiedene Gegenstände
Früchte oder sowas drauf hängt immer so
ein bisschen von Region ab und von je
nachdem was man da eben machen möchte
was genau diese zwei Modi jetzt
repräsentieren das ist so ein bisschen
schwierig und da gibt es die
verschiedensten Theorien zu eine ist z.B
dass die zwei aufeinander gelegt so ein
bisschen der Zahl a ähneln und die Zahl
Acht ist die Zahl des Universums hat
also eine besondere Bedeutung man findet
auch in vielen schreien immer wieder
Achtecke ja also die Zahl 8 spielt
durchaus eine große Rolle und diese zwei
aufeinander liegenen mi sollen der Zahl
Acht ähneln deswegen liegen die
aufeinander eine andere Theorie besagt
aber dass Sonne und Mond dargestellt
werden was ich persönlich auch ganz
plausibel finde ne Sonne und Mond
spielen unglaublich große Rollen hier in
Japan in der Mythologie auch und es
würde natürlich auch so ein bisschen
erklären warum das eine Mii oben kleiner
ist weil der Mond ist natürlich auch
kleiner als die Sonne also das könnte
auch eine Erklärung sein oder eine
andere Theorie ist wieder dass man Glück
auf Glück sozusagen stapelt und das gibt
dann besonderes Glück deswegen sind es
zwei also warum genau es zwei sind man
weiß es eigentlich nicht ja es sind zwei
und es gibt die verschiedensten
Erklärungen dazu aber warum genau es
jetzt zwei sind das weiß man eigentlich
nicht so genau wie immer in Japan
eigentlich eine Menge an Zeremonien und
Dingen werden gemacht aber warum die
eigentlich gemacht werden das weiß wei
man nicht mehr das ist irgendwann mal
verloren gegangen diese zwei moi werden
wie gesagt kagamii genannt und die
stellt man vor den Hausaltar oder in den
Eingangsbereich weil man damit so ein
wenig den Gott
otoshi anlocken möchte also
otoshiokami ist ein Gott der heißt so
der hat den Namen
otoshi und von diesem otoshi nokami gibt
es die Legende dass er zu Neujahr also
an Anfang des Jahres in jedes Haus
hineingeht und einem dadurch eben Glück
für die Familie bringt Gesundheit dass
man Wohlhaben bleibt also immer was zu
essen hat und so weiter und so fort und
das ist auch der Grund weshalb viele
viele Japaner zum Ende des Jahres hin
das sogenannte osoji machen also das
komplette Haus die komplette Wohnung auf
den Kopf stellen alles ganz ganz
gründlich putzen und den shiminawa
draußen an die Tür hängen der shiminawa
sagt ab hier ist ein sauberer reiner Ort
ja ein heiliger Ort auch deswegen gibt's
in den Schreien auch immer wieder diese
Seile diese schimenaua und damit
signalisiert man dem Gott
oshinokami jo du kannst reinkommen wir
haben sauber gemacht für dich komm rein
dann kommt er also in die Wohnung zu
Neujahr bringt einem Glück und alles und
diese kagamimochi sind für diesen Gott
otoshi als osonimono nennt man das auf
japanisch also als Opfergabe damit der
auch was zu essen hat und außerdem
sollen sie ihn anlocken das heißt sie
locken ihn an der Gott OSI denkt sich Bo
geil die haben kagamimochi für mich
vorbereitet ist ein bisschen von diesem
kagamimochi und dadurch dass er das soz
sagen ist taucht ein Teil seiner Seele
wird in diesen moi festgehalten das ist
zumindest das woran man glaubt da gibt
es jetzt auch noch eine interessante
Verbindung weshalb man glaubt dass diese
kagamimoti rund sind denn sie sollen
einem Spiegel ähneln ne und Spiegel sind
in der japanischen Mythologie ganz
wichtig die Sonnengöttin amerass soll
auch in einem Spiegel ne ihre Seele soll
dort festgehalten sein und das ist auch
wohl ein Grund weshalb man davon ausgeht
dass die rund sind weil sie einem
Spiegel ähneln und in spiegeln Götter
wohnen sollen und das soll den den Gott
otoshi noch mal mehr anlocken dass er
ein Teil seiner Seele auch da in diese
mi reinsteckt dann ein paar Tage nach
Neujahr in vielen Regionen ist das wohl
am 11 Januar aber man kann das auch
schon ein bisschen vorher machen das ist
auch wieder nach Familie und Regionen
ein bisschen unterschiedlich gibt es das
sogenannte Kagami biridaki und bei
diesem Kagami biridaki haut man jetzt
diese Kagami moi mit so einem kleinen
Holzhammer wird es oft gemacht aber im
Grunde man man Haut mit irgendwas haut
man die auf ne m wenn ihr das noch nicht
gesehen habt die sind ziemlich hart
diese Mozi die werden dann auch gerne
ein bisschen gekocht damit die eben
weich sind und dann kann man die essen
aber im Grundzustand bevor man die
verarbeitet sind die ziemlich hart diese
moi das heißt man kann die wirklich
kaputt hauen und mit einem kleinen
Hammer werden die dann kaputt gehauen
und dieses kaputt haauen nennt man
Kagami biridaki und dadurch splittert
der mi natürlich ab in verschiedene
Teile und diese verschiedenen Teile
bereitet man dann zu und istst mit der
ganzen Familie und die Idee ist nun der
Gott otosi ist ja in diesem mi drin man
hat ihn geteilt und damit hat man auch
die Seele des
oshi des Gottes geteilt und dann
bereitet man die zu und jeder ist ein
Teil nimmt ein Teil dieses Gottes otoshi
in sich auf und hat damit Glück
Gesundheit und alles was man haben
möchte und dieses kleine kaputt gehauene
motiistück was man bekommt das nennt man
otoshidama oder wie man es heute nennen
würde otoshidama und von den Kani her
kann man das auch sehen ursprünglich
wurde das mit dem dem Namen für den Gott
otoshi geschrieben und mit dem Kanji für
tamashi also Seele was man auch dam
lesen kann oder t und deswegen oshi dam
oder
otoshiama ist im Grunde die Seele des
Gottes otoshi und das hat sich dann
gewandelt zu diesem otoshidama das heißt
früher haben die Leute kein Geld
bekommen als otoshidama sondern sie
haben ein Stück moi bekommen das ist
natürlich nicht so geil für die Kinder
wenn man nur mi bekommt und nicht das
Geld mit dem man die Spielsachen kaufen
kann aber das war früher wirklich so
dann in der edozeit also noch gar nicht
so lange her so ungefähr vor 3 400
Jahren ist es dann dazu übergegangen
dass man nicht mit diese mi Teile als
otoshidama gegeben hat bzw die hat man
immer noch gegessen und das tut man auch
heute noch aber man hat auch angefangen
dann als otoshidama Geld zu geben also
dieser Brauch an Neujahr als otoshidama
Geld zu geben der ist noch gar nicht so
so so so super alt die Geschichte mit
den kagamimoi und so das was ich euch
gerade erzählt das ist super alt das
macht man schon ewig aber das mit dem
Geld ist noch nicht so alt und so ist es
dann ab der edozeit geworden eben dass
man zu Neujahr dass die Kinder eben von
den Eltern Großeltern und so
oshi dam bekommen super interessante und
nette Geschichte wie ich persönlich
finde das sind halt so diese kleinen
Bräuche in Japan die heute noch
existieren die heute noch gemacht werden
ich war letztens im Supermarkt der
Supermarkt ist voll mit diesem kagamimoi
also das ist definitiv ein Ding was die
Japaner heute auch noch machen nicht
jede Familie ja aber schon viele
Familien würde ich sagen und das finde
ich einfach toll dass das bis heute
erhalten geblieben ist obwohl das was
ich euch gerade erzählt habe in der
Regel so gut wie kein Japaner weiß also
wenn ihr japanische Freunde habt fragt
die mal ob sie wissen wo das mit dem
otoshidama eigentlich herkommt ich bin
davon überzeugt die aller allermeisten
werden es nicht wissen es sei denn es
sind halt Japaner die sich generell für
diese Themen interessieren fishinto und
so dann wissen sie es eventuell oder
wenn die Eltern es ihnen erzählt haben
aber die allermeisten wissen es glaube
ich nicht dass das was mit dem Gott
otoshi zu tun hat da fragt man sich
jetzt aber natürlich okay der Gott
otoshi der scheint ja ziemlich wichtig
gewesen zu sein wenn man im ganzen Land
das mit dem kagamimochi macht und mit
dem otoshidama und so das muss ja ein
ziemlich fetter wichtiger Gott gewesen
sein W ist das eigentlich der otoshi
kommt er auch in meinem Buch vor ne wo
ich hier die Legenden und die myen
Japans erkläre kommt der Gott otoshi vor
nee kommt da nicht denn der gott otoshi
ist so ein bisschen ein Rätsel er
scheint super super wichtig gewesen zu
sein aber er kommt irgendwie so g viel
gar nicht vor in den Legenden und da
kommen jetzt wieder die mündlichen
Überlieferungen ins Spiel die es in
Japan von den verschiedensten Famil
Familien gibt da spielt der otoshi Gott
nämlich eine große Rolle und zwar geht
man davon aus dass der Gott otoshi in
Wahrheit der Gott nigi haahino mikotova
und der Gott kommt in meinem Buch vor
und zwar als der ursprüngliche Herrscher
des Landes Yamato des heutige nada der
war in der Tat ziemlich ziemlich
ziemlich wichtig und wird auch immer so
ein bisschen versteckt also man geht
davon aus dass es eine ja ein
versteckter Gott ist in den Mythen und
Legenden man wollte nicht so wirklich
erzählen wie mächtig er war weil er ein
bisschen zum Kaiserhaus stand aber er
hat eine super super wichtige Rolle
gespielt und wir werden uns irgendwann
in Videos diesem Gott auch noch widmen
weil die Geschichte die dahinter steckt
die Mythen und Legenden das ist Japan
Mystery pur ich sag's euch das ist so
spannend es ist wirklich unglaublich
spannend aber ich bin gerade auch noch
dabei das alles zu recherchieren und
irgendwann werden wir uns mit diesem
Gott diesem nigiahino Mikoto oder otoshi
wie er auch genannt wird genauer
beschäftigen dieser otoshi wird im
Übrigen in dem Schrein Katsuragi mitoshi
verehrt der ist so ein bisschen im Süden
von Nada ist nicht ganz so einfach mit
Bus und Bahn zu erreichen da muss man
dann schon ein bisschen laufen ich
persönlich war noch nicht da ich möchte
da aber irgendwann mal hin und ich werde
auch mal die Frau die diesen Schrein
leitet ja ist eine Frau also eine
Priesterin werde ich mal fragen ob sie
Lust hat auf ein Interview denn es ist
ein super super interessanter Schrein
der auch mit der Familie der camo
zusammenhängt wenn ihr meine Videos so
ein bisschen guckt dann habt ihr
vielleicht von der Familie der camo
schon mal gehört eine der mächtigsten
Familien auch heute noch in Kyoto also
irgendein Geheimnis ist da verborgen in
diesem Schrein bzw mit diesem Gott und
dieser Familie und vielleicht werden wir
es irgendwann zumindest ein wenig lüften
das ist also die Bedeutung hinter dem
otoshidama da kommt das ganze eigentlich
her wir werden dieses Jahr auch Kagami
biraki und so machen wir haben Kagami
Mochi ich glaube letztes vorlztes Jahr
auch gekauft wir haben das mit dem
Kagami biraki aber nicht so ernsthaft
gemacht jetzt wo ich aber die genaue
Geschichte recherchiert habe werden wir
das auch mal ernsthaft machen und da
kommt dann wahrscheinlich auch noch ein
Video auf dem zweitkanal wie genau das
aussieht denn jetzt ist ja noch kein
Neujahr kann man ja jetzt nicht einfach
machen der Gott otoshi muss erstmal
kommen und wir müssen erstmal putzen
hier in der Wohnung und es Shima an die
Tür hängen und dann kann auch der Gott
otosh kommen und dann können wir das mit
dem Kagami biridaki und alles auch
machen ich hoffe es hat euch gefallen
ich hoffe ihr konntet was neues über
Japan lernen das würde mich auf jeden
Fall freuen deswegen mache ich ja die
Videos damit ihr Japan ein bisschen
besser verstehen könnt und auch wisst
was diese einzelnen Bräuche und so
eigentlich alles zu bedeuten haben oder
wo sie herkommen denn was genau sie
bedeuten und warum genau sie gemacht
werden das weiß man eigentlich ja auch
nicht so wirklich also wir wissen jetzt
wie das funktioniert mit dem pagamti und
so aber warum das ursprünglich mal
gemacht worden ist auch da gibt's wieder
die verschiedensten Theorien vielen Dank
fürs zusehen schaut gerne in die
Videobeschreibung wenn ihr meinen
Content hier unterstützen wollt und dann
hoffe ich natürlich dass wir uns auch
beim nächsten Mal wiederhen bis dann bye
bye