Glasfunde im Süden der Sendenhorster Altstadt

LWL-Archäologie für Westfalen
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13 Videoaufrufe·14.05.2024
Andreas Wunschel ist als wissenschaftlicher Referent bei der LWL-Archäologie für Westfalen beschäftigt, hier am Fachreferat für Mittelalter- und Neuzeitarchäologie. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Siedlungs- und Stadtkernarchäologie. Bauvorgreifende archäologische Untersuchungen erbrachten 2022 eine umfangreiche Befundlage im Südosten der Sendenhorster Altstadt. Besonders hervorzuheben ist der seltene Befund einer neuzeitlichen Abfallgrube einer Glaserwerkstatt. Im Kurzvortrag werden ausgewählte Glasfunde kurz näher beleuchtet.
ja sehr geehrte Damen und Herren
wir micherin schon gesagt hat geplante
Neubaumaßnahmen in der sentenhas der
Altstadt führten 2022 zu archäologischen
Untersuchungen die ja auch bereits bei
der letzten Jahrestagung thematisiert
wurden die archäologischen Untersuchung
wurden von der archäologischen Fachfirma
Archäologie am Hellwig mit dem
Grabungsleiter Ulrich holdfester
durchgeführt eine frühneuzliche
Abfallgrube zählt dort zu den besonderen
bfunden auch wegen der objektiidee
daraus stammen wir haben hier
wahrscheinlich eine Abfallgrube des 17
18 Jahrhunderts vor uns und es handelt
sich wahrscheinlich um die Abfallgrube
einer glaserwerkstatt ein Westfalen
Lippe nur sehr selten archäologisch
untersuchter Befund und
wie man hier an den Fotos sehen kann ähm
auch ein sehr umfangreicher Befund mit
mehreren äh Kilo ztausenden äh
Glasscherben die einer mehrmonatigen
Fund Reinigung Sichtung und
Restaurierung
bedurft haben und
die nun einen Einblick ein Einblick
zulassen in die Vielschichtigkeit des
Materials auf der linken Seite sehen Sie
das typisch grünliche Waldglas
das auch noch typische zangenabdrücke
von der Herstellung der Gläser aufweist
viele Gläser zeigen auch noch randliche
abschneid idespuren von oder
zuschneidespuren von sogenannten
gröseleisen das sieht man hier z.B unten
links auf dem
Objekt dieses hat auch noch eine weitere
Besonderheit es weißt Verfärbungen von
Bleiruten auf diese Bleiruten hat man
genutzt um aus den einzelnen
Glasscheiben dann ein großes Glasfenster
zusammenzustellen wir haben nicht nur
dieses grüne Waldglas hier in diesem
Fund vor un sondern auch gefärbte Gläser
blau und rot gefärbte Gläser die
zusätzlich auch noch bemalt waren unter
anderem mit schwarzlot mittelschwarzlot
[Musik]
aber auch bunte Malereien sind sie hier
oben rechts
zu den
Darstellungen zählen Gesichter aber
gleichsam auch
Pflanzenornamente die
schwarzlotmalereien konnten allerdings
auch mit Schriftzeichen einhergehen die
äh hoffentlich noch mit mittels weiterer
archivalienrecherchen auch noch besser
zuweisen zuweisbar sein können und
tatsächlich ähm sie sehen hier unten
rechts das ist auch das ist eben das
Objekt das Sie von dem jahrbuchcover und
von der jahrestagseinladung kennen
ein sehr bunt bemaltes Glasobjekt
m erinnert an ein Steinmetzzeichen
tatsächlich ist das allerdings nur eine
erste Vermutung die noch weiter
verdichtet werden muss
ähm
eine weitere Besonderheit bei den
fundosome ist dass es nicht nur um
flachglasscherben es sich handelt
sondern vor allem auch um
Hohlglas Scherben und hohlglasscherben
auch mit unter den Fundmaterial sich
finden eine Besonderheit hier auf der
rechten Seite ein Glasobjekt ein
hohglasobjekt mit weißen fadenauflagen
wahrscheinlich eine Produktion all Vacon
de venis also ein
nacharmungs eine nach mungsproduktion
venetianischer Glaskunst es handelt sich
vermutlich um Fragmente eines Bechers
oder einer Flasche und als
datierungsansatz gilt bislang das Ende
16 bzw die erste Hälfte des 17
jahrhunderts für die Einordnung sei an
dieser Stelle Andreas Weißgerber Heike
1usfund und zgeai gedankt vergleichbare
oder ähnliche fundomels wurden bislang
z.B für badwinsheim in Mittelfranken
publiziert oder deutlich näher ähm mit
ein Fund Ensemble vom Areal der
domimunität in Münster glücklicherweise
und wie gesagt an den einem Objekt
das auch unseren jahrbuchkaffe ist und
dessen Deutung scheiden sich noch ein
bisschen die Geister ist über das
denkmalförderprogramm des Landes
Nordrhein-Westfalen eine Finanzierung
ein weiter weiteren wissenschaftlichen
Bearbeitung dieses fundosorels möglich
und auf diese Art und Weise er hoffen
wir uns hier noch deutlich mehr über
dieses besondere fundosor dass erch auch
durch seine Seltenheit besticht
herauszufinden vielen Dank
[Musik]
