"Was wir über unseren Körper denken, hat immer eine Konsequenz auf unsere Gefühls- und unsere Verhaltensebene.”, sagt die Psychotherpeuting und Wissenschaftlerin Dr. Julia Tanck. In ihrem Buch “Unfiltered. Social Media und unser Körperbild" geht sie der Frage nach, wie die Wahrnehmung und Beurteilung des eigenen Körpers von Social Media beeinflusst wird.
Im Gespräch mit Kristina erläutert sie, wie stark unsere Gesellschaft körpersensibel geprägt ist, welchen Einfluss die Medien auf unsere Körperzufriedenheit haben, was sich dringend ändern muss und wie wir einen wohlwollenden Umgang mit uns selbst lernen.
Viel Spaß beim Anhören! Wir freuen uns über Fragen und Anregungen zum Podcast. Schreibt uns dazu gerne an [email protected]
hello this is Danny Pellegrino host of
the everything iconic Podcast and I'm
here to tell you all about Splash
Refresher because hydration is mandatory
but boring is not now i love my water
but if I don't spice it up i'm not going
to finish what I took out of the fridge
that's why I love my Splash Refresher
which is flavorful delicious bright
hydrating in Zero calories the wild
berry flavor is my FA no wait is the
pineapple Mango Flav my you know all
fiveravable
fangen wir
an das was wir unseren Körper Denken hat
immer eine Konsequenz auf der
Gefühlsebene also wie fühlen wir uns in
dem Moment und auch auf der
Verhaltensebene wie verhalten wir uns
dann und wie geht's uns in dem Moment
und deswegen sind die Gedanken auch
etwas wo wir auch ansetzen könen zu
versuchen da auch wohlwollend da mit uns
und unserem Körper
umzugehen hallo und willkommen bei
fangen wir an Ideen für ein besseres
Morgen ich bin Christina Deininger und
heute geht's hier mal um ein Thema mit
dem ich persönlich dachte ich eigentlich
abgeschlossen hätte aber bei der
Recherche habe ich bemerkt so richtig im
Reinen bin ich damit noch nicht es geht
heute um unser Körperbild und wie uns
das in unserem Leben behindert und
beeinflusst unsere Gedanken und unser
ganzes Leben denn leider ist es es so
dass die meisten Menschen ein nicht so
schönes Bild von sich selber haben und
sich nicht wirklich akzeptieren und
lieben können wie sie eben sind meine
Expertin heute ist Julia Tank die
psychologische Psychotherapeutin hat
sich auf alles rund ums Thema
Körperbilder spezialisiert auf Social
Media gibt sie Tipps rund ums Thema
Selbstakzeptanz und natürlich hat sie
auch viele Menschen in der Therapie
begleitet auf dem Weg heraus aus den
Selbstzweifeln und Ängsten hin zu einer
gesunden Selbstwahrnehmung in ihrem Buch
unfilter zeigt sie Mittel und Wege wie
wir das alles auch selber schaffen
können trotz und vielleicht auch mit den
sozialen Medien die uns den vermeintlich
perfekten Körper täglich wieder und
wieder vorführen ich freue mich auf ein
spannendes Gespräch zu einem Thema das
mich wie gesagt auch schon immer selber
beschäftigt hat herzlich willkommen bei
fangen wir an liebe Julia
[Musik]
Tank vielen Dank liebe Christina ich
freue mich sehr dass ich hier sein darf
ich freue mich auch als wir das Thema im
Team beschlossen haben also dass wir
Dich einladen und ich dein Buch gelesen
habe und recherchiert habe zuerst dachte
ich na ja mit dem Thema habe ich total
abgeschlossen aber dann habe ich gemerkt
wie sehr das doch auch in mir verankert
ist und ich habe dann mal so ein
bisschen nachgedacht bei mir ging das
Thema Körperbild dass ich zum ersten Mal
wahrgenommen habe dass mit meinem Körper
eventuell was nicht stimmen könnte mit
elf los bei einer Schuluntersuchung da
hat der Arzt zu mir gesagt Christina du
hast Übergewicht und du musst abnehmen
und vorher war mir das überhaupt nicht
bewusst für mich war das ein totaler
Schock und ab da ging es los dass ich
mir Gedanken gemacht habe passiert sowas
heute auch noch mega unsensibel gewesen
mit einem Kind so zu sprechen ja ja
absolut das finde ich total spannend
dass du das auch so präsent noch
erinnerst ne dass es da diese eine
Situation gegeben hat und das passiert
heute definitiv auch noch insbesondere
im Gesundheitswesen also bei Ärztinnen
und Ärzten die eben sehr sehr stark
gewichtszentriert auch einfach durchs
Studium sozialisiert sind und die dann
ganz oft super unsensible Kommentare
aber auch bei Personen die
auch häufiger eben diese Erfahrung beim
Arzt machen dass da auch ganz oft so es
entsteht dass teilweise auch
Fehldiagnosen gemacht werden einfach
aufgrund des Gewichts dass dann
bestimmte Symptome fälschlicherweise auf
das Gewicht zurückgeführt werden und
dann geraten wird ja machen sie erstmal
die Diät und vorher macht das gar keinen
Sinn und dass die Patientinen und
Patienten dann ganz oft total frustriert
sind und dann auch Arztbesuche vermeiden
weil oft die Ursache eben nicht das
Gewicht ist sondern ist auch ganz andere
Ursachen haben kann also jede Erkrankung
kann auch bei einem schlanken Menschen
und auch bei einem Menschen mit
Mehrgewicht auftreten und deswegen ist
es so wichtig dass wir insgesamt als
Gesellschaft und vor allem im
Gesundheitswesen lernen gewichtsneutral
zu behandeln bei Kindern ist es aber
dann doch so da geht's ja schon los wenn
man ein Baby hat und zum Arzt geht da
wird gewogen da wird abgemessen und da
wird genau GCK guckt auf welcher Kurve
das Kind wie ist mit meinen Kindern
hatte ich das Glück dass ich einen
Kinderarzt hatte der gesagt hat
das kann sich da nach oben und nach
unten bewegen aber das prägt schon auch
Menschen Kinder ganz ganz früh dass sie
schon sehr früh so eingeordnet werden
und man gesagt bekommt oh da stimmt was
nicht du bist nicht auf der Skala genau
da wo du sein solltest absolut und das
ist halt auch der Punkt dass wir schon
wissen dass es im frühen Kindesalter
beginnt dass Kinder anfangen auch zu
lernen ja mein Körper ist so wie er ist
nicht richtig ne z.B durch ein Besuch
beim Arzt oder bei einer Ärztin aber es
kann ja auch durch andere Dinge äh
passieren wie z.B in der Schule durch
irgendwelche hänseleinen also in
unterschiedlichen Untersuchungen kam z.B
heraus dass die häufigste
ähm hänselei unter Jugendlichen und
unter Kindern sich aufs Gewicht bezieht
also dass das der allerhäufigste Faktor
ist warum Kinder untereinander sich z.B
auch hänseln oder Kommentare abgeben
ungefragt abwertende Kommentare und ähm
daran sehen wir ja auch dass das
offensichtlich schon sehr früh in uns
irgendwo geprägt wird ja ohne dass wir
das vielleicht bewusst wollen oder
mitbekommen und da stellt sich natürlich
die Frage wie kann das sein dass Kinder
auch schon in so jungen Jahren also im
Alter teilweise von 5ünf bis sechs
anfangen ihren eigenen Körper abzuwerten
unzufrieden zu sein mit ihrem Körper und
schlimmstenfalls eben auch schon
anfangen eine Diätkarriere zu starten
also die erste Diät zu machen ich habe
diverse Patientinnen auch bei mir in der
Praxis also ich arbeite ja mit vor allem
mit Patienten mit Essstörungen die mir
auch berichten meine erste Diät habe ich
mit fün mit 6 Jahren angefangen und das
ist einfach ein sehr sehr frühes Alter
und da sollten wir uns wirklich auch als
Gesellschaft und auch jeder Einzelne
sich die Frage stellen wie ist erstmal
mein Körper geprägt und wo kommt das
eigentlich her dass wir als Gesellschaft
so körpersensibel offensichtlich alle
geprägt sind ja das dick sein oder
mehrgewichtig sein ähm was vielleicht
ein besserer Begriff jetzt ist dass das
sowas schlechtes ist etwas was man auf
jeden Fall vermeiden sollte du schreibst
ja vom Begriff antifettbias was ist das
denn genau der antifettbias gehört im
Prinzip also ist auch eine Form der
verzerrten Wahrnehmung die wir haben und
zwar ist es so dass wir Personen die
mehrgewichtig sind die dick sind
Eigenschaften zuschreiben einfach
aufgrund des Gewichts also sowas wie z.B
die Person ist faul oder die Person ist
hygienisch oder die Person ist nicht
selbstbewusst ne also das sind so
willkürliche Zuschreibungen die wir
anhand des Gewichts eigentlich gar nicht
machen können die aber passieren einfach
aufgrund der Darstellung auch häufig
medial von Personen die mehrgewichtig
sind also wenn wir jetzt uns z.B Filme
angucken oder auch Zeitschriften da ist
das oft so dass uns da das Bild
suggeriert wird du musst schlank sein
damit du Erfolg hast damit du attraktiv
bist damit Du gesund bist damit du
irgendwie erfolgreich bist im Leben
damit du selbstbewusst bist und durch
diese Zuschreibung entsteht dann auch
der sogenannte antifat Beas also dass
wir entweder bewusst also auf einer
bewusst auch abrufbaren Ebene wenn
jemand gefragt wird was denkst du über
dicke Menschen da würden wir dann vom
expliziten antifet bei sprechen also das
was Menschen auch bewusst abrufen können
und ein dann auch sagen können dass
Menschen da eben negative Dinge denken
über dicke Personen aber auch implizit
also so unbewusste Dinge die wir tun
dicken Menschen gegenüber ja also z.B
dass man fest gestellt hat dass Personen
sich unbewusst weiter wegsetzen in der
Studie wenn die wenn da eine dicke
Person im Raum ist als wenn das eine
schlanke Person ist und so kann man eben
auch davon ausgehen dass auch implizit
offenbar dieser antifettbei ist wirkt
dass wir unbewusst eher Abstand halten
von dicken Personen und so ja durch
diese Prägung ist es natürlich so dass
Menschen die mehrgewichtig sind die dick
sind auch in unserer Gesellschaft ja
benachteiligt werden ne strukturell in
diversen Bereichen findet diese
gewichtsstigmatisierung statt und desweg
ist mir das auch besonders wichtig
gewesen in dem Buch darauf aufmerksam zu
machen weil das so Dinge sind die sind
einem oft gar nicht so klar und
auch dass gewichtsdiskriminierung
genauso gefährlich und genauso schädlich
ist wie jede andere Form der
Diskriminierung also z.B rassistische
Diskriminierung oder Diskriminierung von
Menschen aufgrund der sexuellen
Orientierung da wissen wir mittlerweile
das kommt auch immer mehr an bei den
Menschen in der Gesellschaft ist so mein
Eindruck dass das eben schädlich ist
dass es Menschen nicht gut tut sie
aufgrund von von welchen Eigenschaft
noch immer auszugrenzen anders zu
behandeln und beim Thema Gewicht ist es
irgendwie noch total gesellschaftsfähig
ja also auch so Witze auf Kosten von
dicken Menschen zu machen dicke Menschen
mit sozial unerwünschten Eigenschaften
in Film darzustellen irgendwie immer so
ein bisschen trottelig und so irgendwie
auch nicht so beliebt und findet kein
Partner im Vergleich zu anderen
schlanken Charakteren vielleicht also da
haben wir dieses Bewusstsein noch gar
nicht und finden das irgendwie auch dann
meist amüsant und das ist mir auch ganz
wichtig noch mal aufzuzeigen dass diese
Diskriminierung strukturell sich durch
so viele Bereiche in unser Gesellschaft
zieht und uns oft gar nicht bewusst ist
weil wir das irgendwie damit so groß
werden auch durch die Medien ja du hast
ja auch ein paar Belege drin dass es
wirklich wenn man sich auf de Job
bewirbt und deutlich mehr gewichtig ist
ja die Chance dass man eingeladen wird
wirklich signifikant runtergeht ne genau
absolut und das wäre eben auch so ein
Beispiel für den antifat bias ne dass
wenn man da Personen vergleicht schlanke
Personen oder mehrgewichtige Person mit
auch identischen Eigenschaften dass dann
eben eher die schlanke Person den Job
bekommt und gar nicht weil die ja
Mitarbeitenden wahrscheinlich sagen W
ich habe was gegen dicke Menschen
sondern das ist so ein unbewusster
Mechanismus der da irgendwie wirkt und
der dann auch dazu führt und das ist
nicht nur im Berufsleben der Fall
sondern das zeigt sich auch schon im
Schulalltag also dass Lehrerinnen und
Lehrer Schüler die dick sind Kinder die
dick sind anders bewerten obwohl sie die
gleichen Leistungen erzielen und jetzt
gar nicht unbedingt auf irgendwie
Sportunterricht bezogen sondern
Leistungen in anderen Fächern die nichts
mit dem irgend körperlicher Ausdauer
oder irgendwas zu tun haben dass da
einfach vorausgesetzt wird dass die
Kinder die dick sind irgendwie weniger
leistungsstark sind als schlanke Kinder
und ähm Lehrerinnen die dann gefragt
werden was glauben Sie ob das bei Ihnen
so ist oder nicht die schätzen sich da
auch total falsch ein also Lehrerinnen
würden sagen und Lehrer nee ich bewerte
total neutral das heißt da merken wir
wie unbewusst das offensichtlich wirkt
na ja das ist analog auch so ein
bisschen wenn man Menschen fragt ob sie
Jungs und Mädchen unterschiedlich
behandeln und die sagen nein nein mache
ich gar nicht ich behandle alle Kinder
gleich aber da sind eben deutliche
Unterschiede die unbewusst stattfinden
weil wir so infiltriert muss man sagen
sind von Bildern von denen wir glauben
dass sie wahr sind und das führt ja
diese Gedanken die wir uns machen die
vielleicht gar nicht der Wahrheit
entsprechen dazu dass wir Handlungen
ausüben du hast in deiner
therapeutischen Arbeit viel damit zu tun
Handlungen gegen unseren Körper
Stichwort Essstörungen mit denen du dich
ja ganz viel beschäftigst und das ist
ein Thema was ja viel mehr Menschen
betrifft als man denkt denn die
klassische Magersucht die man in
Fernsehreportagen sieht oder von der man
immer wieder hört das ist ja gar nicht
das größte Problem ganz genau also die
Magersucht ist muss man dazu sagen die
psychische Erkrankung mit der höchsten
Sterblichkeitsrate also es ist die
lebensbedrohlichste unter den
Essstörungen aber auch die seltenste und
die allermeisten Menschen in der
Gesellschaft verbinden Essstörungen eben
mit starken Untergewicht und denken dass
daran eben erkennbar ist ob jemand eine
Essstörung hat oder nicht und das ist
eben ein fataler Fehler weil ganz viele
Personen also der Großteil aller
Betroffenen von Störung eben nicht
untergewichtig sind ja also da sehen wir
von außen nicht ob die Person eine
Störung hat oder nicht und die die
allerhäufigste Störung ist die
sogenannte binch eatingstörung und da
ist es so dass Betroffene eben eher mehr
gewichtig sind einfach dadurch dass die
binch eating Störung dadurch
gekennzeichnet ist dass Betroffene
häufige Anfälle haben also das bedeutet
in kurzer Zeit eine große Menge an Essen
essen und dabei auch das Gefühl von
Kontrollverlust erleben also gar nicht
so richtig bewusst essen sondern das ist
irgendwie so nicht richtig bewusst und
aufgrund dessen auch dann irgendwann ein
höheres Gewicht entwickeln durch diese
Essanfälle und das ist die häufigste
Essstörung unter allen das heißt das ist
ja wird auch oft dann gar nicht als
solche erkann da wird dann auch oft
gesagt ja die sind ja alle selbstchuld
dass sie so dick sind das ist aber
genauso eine psychische Erkrankung wie
eine Depression oder wie eine
Angststörung und auch wie eine
körperliche Erkrankung ja da dürfen wir
keine Unterschiede machen zwischen
psychischer Erkrankung und körperlicher
Erkrankung beides bedarf einer
Behandlung und auch Bedarf Unterstützung
bei Essstörung ist noch ein ganz
wichtiger Punkt dass Essstörungen bzw
gestörtes Essverhalten was zu einer
Essstörung führen kann eben es ist wie
so ein fließender Übergang ne wir haben
dann nicht so entweder oder sondern es
ist ein Kontinuum und wir alle bewegen
uns irgendwo da und in den extremen
Bereichen da spricht man dann von der
Essstörung aber gestörtes Essverhalten
ist sehr sehr weit verbreitet in der
Gesellschaft und wird oft auch gar nicht
als pathologisch oder als gefährlich
angesehen dadurch dass es eben so weit
verbreitet ist und dadurch die Illusion
entsteht ach ja das kennt doch jeder das
macht doch jeder das ist doch total
normal und deswegen auch so das Gefühl
entsteht das ist nicht gefährlich ne
wenn ich das mache
da ist auch noch mal mir wichtig drauf
aufmerksam zu machen dass wir alle
irgendwo mehr oder weniger oder sehr
viele von uns gestörte
essverhalensweisen vielleicht schon mal
hatten oder auch immer noch haben und
dass Essstörungen quasi noch mal dann im
Prinzip die Extremform davon ist aber
gestörtes Essverhalten eben auch der
Einstieg in die Essstörung sein kann ja
das ist ein fließender Übergang daher
ist es auch für Personen die eine
Essstörung haben so schwer oft das quasi
zu bewältigen weil wir an so vielen
Stellen eben immer wieder mit diesen
gestörten essverhaltensweisen
konfrontiert sind und auch dazu ermutigt
werden vor allem auf Social Media
teilweise und sich davon abzugrenzen ist
noch mal eine große Herausforderung ja
auf Social Media aktuell im Jahr 2024
vor allem aber es gibt ja schon eine
ganz ganz lange mediale Geschichte der
der Essstörungen oder eines Körperbildes
was uns vermittelt wird ich will mal
ganz kurz auf Germany Next Top Model zu
sprechen kommen die Sendung hast du ja
auch wissenschaftlich betrachtet im
Laufe seiner Karriere aktuell läuft auch
wieder eine Staffel ich weiß nicht die
wie vielte aber tatsächlich ich habe das
mit meiner Tochter als sie ein kleines
Baby war geguckt also ich habe das
geguckt während ich sie gestillt habe
und jetzt ist sie selber 15 und schaut
sich das leider muss ich sagen auch jede
Woche an mittlerweile ist es so ich
glaube sie hat momentan noch ein gutes
Verhältnis zu ihrem Körper es ist nicht
zwingend so dass wenn ich Germany next
Topmodel schaue dass sie eine Essstörung
entwickle aber es ist schon Heikes Thema
oder ja auf jeden Fall also das ist noch
mal gut dass du das auch betonst ne
nicht jede Person die Germany Next Top
Model schaut entwickelt eine Essstörung
und auch nicht jede Person die auf
Social Media irgendwie diesen
influencern folgt die diese negativen
Körperbilder vermitteln entwickelt eine
Essstörung aber wir wissen eben auch aus
Untersuchungen dass solche Sendungen wie
Germany Next Top Model dazu beitragen
dass wir uns in unserem eigenen Körper
unwohler fühlen und dieses Körperbild
oder dies negative Körperbild was
entsteht das passiert durch mehrere
Mechanismen also zum einen dadurch dass
wir uns damit vergleichen ne also man
sieht sich das an und vergleicht das
eigene Aussehen damit und durch diese
Vergleiche entsteht dann auch oft so das
Gefühl ich bin nicht so gut wie die und
so ein Mangelgefühl letztendlich so eine
Diskrepanz zwischen so sehe ich aus und
so sollte ich aussehen und dadurch kann
sich dann eben körperunzufriedenheit
entwickeln und körperunzufriedenheit
wiederum ist der er erste Schritt dahin
dass ich auch was an meinem Verhalten
ändere ja also dass ich dann anfange
Diät zu machen exasiv Sport zu treiben
irgendwie nahungsergänzungsmittel oder
irgendwelche Fettburner Pillen
einzunehmen weil ich eben unzufrieden
bin mit meinem Körper und die
körperunzufriedenheit ist eben ein Teil
auch des negativen Körperbildes das
heißt man kann sagen das schauen von
diesen Sendungen kann dazu beitragen
dass ich ein negatives Körperbild
entwickel und durch dieses negative
Körperbild kann es dann passieren dass
sich eine Essstörung aus prägt weil das
Negative Körperbild ist ein Risikofaktor
aber eben diese Zusammenhänge die sind
belegt wissenschaftlich und ja Germany's
next Topmodel vielleicht wenn du das vor
15 Jahren geschaut hast das hat sich ja
bis heute auch so ein bisschen gewandelt
muss man sagen die haben ja auch viel
Kritik abbekommen
gerechtigterweise und wir machen jetzt
auch gerade tatsächlich an der Uni ostn
Brück eine Studie über die aktuelle
Germany next Topmodel Staffel weil wir
auch da gucken wollen wie ist denn das
heute ja also wie wirkt sich das denn
heute aus auf das Körper von den
zuschauenden weil eben aus den Studien
früher die wir damals gemacht haben
leider nicht veröffentlicht worden aus
verschiedenen Gründen aber auch da kam
heraus dass durch das Schauen dieser
Sendung sich das Körperbild
verschlechtert hat von den Frauen die
sich das angeguckt haben und das waren
eben in unserer Studie noch nicht mal
Frauen die eine Essstörung hatten
sondern das waren Frauen die eigentlich
ein gesundes Körperbild hatten und auch
die haben danach angegeben mir geht's
danach schlechter mit meinem eigenen
Körper und was auch noch mal spannend
war wir haben verglichen einige haben
Tierfilm geschaut und einige haben
Germany Next Top Model geschaut und dann
haben wir geguckt wie viel essen die
eigentlich währenddessen und dann kam
auch heraus dass die die Germany Sex
Topmodel geschaut haben signifikant
weniger gegessen haben während sie das
geguckt haben als die die den Tierfilm
geschaut haben und das zeigt ja auch
noch mal unbewusst ja dass das Gucken
dieser Sendung sich auf unser Verhalten
schon in dem Moment auswirkt ich finde
das sind sehr interessante Befunde die
auch Aussagen dass das offenbar
weitreichende Konsequenzen haben kann
ja und das ist eben so wichtig dass man
das eben man ahnt es ja schon natürlich
wenn man die Sendung guckt dass es so
ist aber es ist eben wichtig dass das
wissenschaftlich auch belegt wird damit
es auch alle wirklich glauben und man
dann vielleicht was ändert du zitierst
auch in deinem Buch eine ganz berühmte
Studie manche kennen Sie vielleicht
diese Beobachtungen die auf den Fiti
Inseln vor vielen Jahren gemacht wurden
als er das Fernsehen eingeführt wurde
ich glaube vorher war die Körperform auf
fitchi sehr weich sehr ausladend der
Frauen also die hatten alle gutes
Körperbewusstsein und nach der
Einführung des Fernsehens hat sich das
damals geändert ja mhm genau da haben
sich dann hat man festgestellt dass im
direkten Vergleich also man hat vorher
untersucht wie ausgeprägt ist die
störungssymptomatik essgestörtes
verhalten wie ist das Körperbild und
dann hat man das danach sich noch mal
angeschaut nachdem das Fernsehen auch
eine gewisse Zeit eingeführt war und hat
dann eben festgestellt dass sich ja
essgestörtes Verhalten und auch
essstörungssymptome ne man kann da nicht
immer direkt sagen dass ist eine
Essstörung aber auf jeden Fall
essstörungssymptome die darauf hindeuten
dass sich das signifikant gesteigert hat
durch die Einführung des Fernsehens und
da lässt sich dann natürlich schon
schlussfolgern okay offenbar die Inhalte
die wir da so sehen die uns irgendwie
auch diese Überrepräsentation von
schlank sein von perfekt aussehenden
Körpern oder diesem idealkörper dass ich
das dann auch auswirkt auf unser eigenes
Körperbild also durch diese sozialen
Vergleichsprozesse die die dann
stattfinden dass man sich da automatisch
mit dem vergleicht was man sieht also es
ist auch auf Social Media übrigens
herausgekommen in diversen
Untersuchungen das auch da je mehr
Inhalte ich mir anschaue die sich auf
das Aussehen beziehen also wenn ich mir
ganz viel stundenlang die fitspiration
Bilder also Bilder die aus dieser Sport
und ernährungsszene kommen angucke dass
ich dann auch eher negativeres
Körperbild entwickel als wenn ich mir
z.B ti Videos angucke oder irgendwie ne
was weiß ich Naturbilder oder so oder
Urlaubsbilder das wirkt sich dann nicht
auf meinen Körper aus sondern es kommt
wirklich drauf an was gucke ich mir an
wie viel gucke ich mir das an und auch
noch ganz wichtig zu wissen die
Zielgruppe ist noch mal ganz
entscheidend also wie alt ist die Person
die sich das anguckt weil da wissen wir
auch dass es bestimmte Risikogruppen
gibt die besonders gefährdet sind eben
negatives Körperbild zu entwickeln wenn
sie mit entsprechenden Reizen
konfrontiert sind im Außen ja
wahrscheinlich wie alt man es im frag en
Teenageralter als ich ein Teenager war
gab es noch keine Social Media
Plattformen aber es gab Mädchen es gab
Girl und diverse andere Zeitschriften
die ich natürlich gelesen habe und ja
ich habe dann auch mit 15 oder 16 meine
erste Diät gemacht und ich kann sagen im
Rückblick nach all den Jahren es wäre
besser gewesen ich hätte einfach gar
keine Diät gemacht wahrscheinlich wäre
ich jetzt schlanker glücklicher und
gesünder vor allem und das beschreibst
du ja auch dass im Grunde diese
diätkultur eigentlich ein Teufelskreis
ist der klar wenn man sehr stark adipös
ist muss man was tun aber die meisten
Menschen sollten lieber keine Diät
machen genau und wir sehen eben auch an
den Zahlen dass es eben so ist dass
Diäten mit nicht nur von Menschen
durchgeführt werden die irgendwie
mehrgewichtig sind oder adipös sind
sondern dass Diäten auch immer häufiger
von Personen durchgeführt werden die
normalgewichtig sind oder die sogar
schlank sind und das zeigt auch noch mal
diese Entwicklung ja das über die
letzten Jahrzehnte einfach dahingehend
eine extreme körperfokussierung auch
stattgefunden hat und dass immer mehr
Menschen von den Zahlen also ich ich
weiß es jetzt nicht ganz genau aber so
zwischen den 50er 60ern waren es
irgendwie so 7 bis 14% der Menschen die
angegeben haben sie sind ab und zu oder
auch regelmäßig auf Diät und in den
letzten Jahrzehnten also jetzt so 2008
bis heute sind es bis teilweise 60% also
da sehen wir schon wie hoch die Zahl im
Vergleich ist und natürlich sind es
nicht nur Menschen die mehrgewichtig
sind heute sondern das sind auch andere
Personen schlanke Personen
normalgewichtige Personen die sich
unwohl fühlen in ihrem Körper und die
dann anfangen eine Diät zu machen wenn
Diäten funktionieren würden dann würde
es nicht so viele geben sage ich immer
gerne ne also Diäten sprießen ja jedes
Jahr vor allem Anfang des Jahres aus dem
Boden wie wie sonst was ne und es gibt
immer neue Formen und auch immer mehr
Sachen die so verpackt sind als
irgendwie Detox und
clean eating und was weiß ich was aber
eigentlich eine versteckte Diät ist und
da finden wir immer mehr Dinge und wenn
das alles funktionieren würde würde es
erstmal nicht so viele geben und diese
Zahlen stehen im eklatanten Widerspruch
dazu wie sich das Körpergewicht in der
Gesellschaft über die letzten Jahre
entwickelt hat ja also das
durchschnittliche Körpergewicht ist eben
angestiegen nicht nur in Deutschland
sondern in der westlichen Welt generell
wir hören auch häufig so so Schlagworte
wie Adipositas Epidemie ne also dass wir
immer mehr mehrgewichtig und adipöse
Menschen haben und gleichzeitig aber die
Prävalenz von Diäten das heißt die
durchführungshäufigkeit extrem
angestiegen ist das heißt machen immer
mehr Menschen Diät und gleichzeitig
steigt das Gewicht also da ist auch
irgendwo so ein Knick drin das kann
irgendwie nicht so passen und da werfe
ich die Frage auf bzw bin auch davon
überzeugt und das belegen auch
Untersuchungen dass diäen das Problem
des steigenden Gewichts eher
verschlimmern einfach durch die
negativen Folgen und durch die Risiken
die durch die eten entstehen sten die
natürlich im diätmarketing komplett
ausgeblendet werden ja Marketing es ist
eben auch ein Wirtschaftszweig ein ganz
großer und was ich auch ganz spannend
fand das muss ich unbedingt auch noch
mal kurz ansprechen viele Menschen
machen diätten natürlich auch Männer
aber eben auch zum großen Teil Frauen
und Mädchen und du sagst ja Diät ist
auch ein Mittel in unserer Gesellschaft
zur sozialen Kontrolle hängt eng mit
patriarchalen Strukturen wahrscheinlich
auch zusammen ganz genau also Diäten
vielleicht jeder der der auch gerade
zuhört kann sich ja mal fragen wie er
oder sie sich gefühlt hat während der
Diät denn während der Diät ist es bei
den allermeisten so dass wir gedanklich
nur noch mit diesen Themen beschäftigt
sind ja wir denken elich permanent
drüber nach was esse ich wann ess ich
wie viel ess ich das nimmt sehr viel
Raum im Kopf ein dementsprechend ist
viel weniger Raum für anderes ja für
Selbstverwirklichung für berufliche
Themen für Familie für was auch immer
ein wichtig ist Engagement in diversen
Bereichen wenn ich mich mit diesem Thema
Körper und Diät den ganzen Tag
beschäftigen und das ist eine logische
Folge oder bzw eine physiologische Folge
weil unser Körper einfach auf eine Diät
so reagiert unser Körper ist nicht dafür
gemacht zu hungern wenn wir hungern dann
setzt ein physiologischer Prozess ein
dass unser Körper versucht Essen zu
bekommen und deswegen können wir an
nichts anderes mehr denken die ganze
Zeit essen essen wann kriege ich wieder
essen das ist ein ganz normaler
Mechanismus der dann stattfindet und
durch diese wir sagen dazu kognitive
Einengung in der Psychotherapie also
durch dieses nur noch an das eine Thema
Essen und Diät und wie wenig und wie
viel und diese Zahlen denken können
dadurch habe ich viel weniger Raum für
andere Dinge und dadurch werden Frauen
natürlich auch irgendwo klein gehalten
dann sind sie gut beschäftigt und wie
wir da rauskommen aus diesem
Teufelskreis der uns abhält von den
wichtigen Dingen im Leben darüber
sprechen wir gleich wir machen ein ganz
kurzes zwischenpiel bei fangen wir an
das ist unser Ying und Young da gebe ich
dir jetzt immer zwei Begriffe vor du
darfst dich für den einen den anderen
beide oder keinen entscheiden kannst was
dazu sagen musst du aber nicht bist du
bereit Julia oh Gott Jain ich so schlimm
ist es nicht es geht los therapieren
oder
dozieren
therapieren Müsli oder Shake
Müsli Detox oder
Fasten boah da würde ich
sagen weder noch also gar nichts
ja Sport oder Entspannung
beides Junge oder Mädchen oh auch schwer
auch
beides okay Apple watch oder Swatch
Swatch ja dieses dass man die ganze Zeit
sich trackt das finde ich auch ein ganz
schwieriges Thema total hast du eine
SmartWatch nee ich habe eine ganz
klassische ganz normale alles klar ja
weil ich ich finde nämlich dass das auch
ganz schön stark in so eine Spirale ein
reinbringen kann habe ich schon bei
manchen Menschen beobachtet aber jetzt
kommt schon das letzte Paar es ist auch
so ein bisschen Pest und kolera Heidi
Klum oder Kim Kardashian oh Gott nee da
kann ich mich auch nicht
entscheiden s sind beide beide gleich
schön ja und s sind beide eigentlich so
Repräsentantinnen von sehr
unrealistischen Körperbildern also an
Heidi Klum ist ja angeblich alles ganz
natürlich aber für eine Frau mit 50 die
vier Kinder bekommen hat und
so viel arbeitet ich ich weiß nicht wie
sie es macht und Kim Kardashian hat ja
diese neue Körperform publik gemacht du
schreibst ja auch davon dass
schönheitsops einen Zulauf haben wie nie
zuvor ganz genau wo wir eigentlich und
das finde ich so spannend ja auch dieses
Phänomen der Body positivity
gleichzeitig haben ja also wir haben auf
der einen Seite diese Menschen die gerne
sich den Hintern aufpolstern lassen
wollen und auf der anderen Seite gibt es
eben auch viele Menschen die sagen hey
ich bin hier präsent kannst dich lieben
wie du möchtest das ist ein ganz schöner
Widerspruch oder ja also wir hatten ja
irgendwie schon immer diese körperideale
ne also das ist jetzt durch Social Media
natürlich noch mal sage ich mal
präsenter und auch schnellbiger geworden
als früher und die Body positivity ist
ja ursprünglich also man denkt immer die
ist jetzt so neu aber die kommt ja schon
die ist in den 60er Jahren entstanden
die Bewegung also es ist schon eine sehr
alte Bewegung aber die hat jetzt
irgendwo auch durch Social Media Fahrt
aufgenommen und viele denken auch bei
body positivity geht's darum man soll
sich immer lieben und dass das das Ziel
ist aber der Hintergrund der Bewegung
ist eigentlich ein ganz anderer denn die
Bewegung stammt aus Amerika und wurde
ins Leben gerufen von vor allem
schwarzen Frauen marginalisierten Frauen
Frauen mit Behinderung Beeinträchtigung
und soll darauf aufmerksam machen dass
Menschen oder Frauen auch in dem Fall
egal mit welchem Körper denselben
Respekt verdient haben also es ist eine
antigewichtsdiskriminierungsbewegung
kann man sagen und hatte gar nicht zum
Ziel wir müssen uns immer lieben sondern
sollte einfach darauf aufmerksam machen
dass Frauen vor allem eben auch schwarz
also hat auch noch mal diese
rassistische Diskriminierung mit drin
eben in der Gesellschaft aufgrund des
Körpers benachteiligt werden und
diskriminiert werden die Bewegung ist
jetzt irgendwie so ein bisschen
entgleist in den letzten Jahren hatte
ich den Eindruck also dass sehr viele
dann auch unter dem Hashtag body
positivity die gar nicht zu dieser
Gruppe zählen ja also teilweise auch
normschöne schlanke Frauen die dann
irgendwie so eine fettrolle abgedrückt
haben und dann
#bodypositivity geschrieben wo man dann
schon so dachte was soll das denn jetzt
also dass das eigentlich so die Bewegung
auch verwessert und ja das eigentlich
eben der Ursprung anderer ist und ich
finde die den Hintergrund so wichtig
dieser Bewegung einfach auch zu sagen
jeder Mensch hat den gleichen Respekt
und die gleich gleiche Würde verdient
egal ob er dünn dick eine Behinderung
hat ne schwarz ist weiß ist also wir
alle haben den gleichen Menschen würde
so und das ist eigentlich das was die
Body positivity Bewegung aussagt und das
finde ich eigentlich total schön und die
Körper die wir da sehen also auch
mehrgewichtige Körper für viele ist das
auch im ersten Moment total ungewohnt
weil wir das ja gar nicht kennen ne wenn
wir so eine Zeitschrift aufblättern oder
den Fernseher anmachen oder Film schauen
da sehen wir ja eigentlich immer Norm
schöne Körper und ich habe da auch die
Erfahrung gemacht wenn ich dann z.B in
meinen Seminaren Bilder aus der Body
positivity Bewegung zeige für
therapeutinen die vielleicht ein
bisschen älter sind die jetzt nicht so
auf Social Media aktiv sind die sind im
ersten Moment auch oft so bisschen
perplex weil die auch sagen das sieht
man ja sonst eigentlich gar nicht und
warum zeigen die sich so und das ist ja
auch so ein Kritikpunkt an der Body
positivity dass es immer noch auch
diesen körperfokus hat ja dieses
aussehensbezug
gleichzeitig wissen wir aber auch dass
durch Inhalte der Body positivity
Bewegung und das erzählen mir auch viele
Patientinnen Menschen sich einfach woha
mit ihrem Körper fühlen weil man auch
das Gefühl hat so hey ich muss nicht
diesem Ideal entsprechen es ist okay
dass ich Dehnungsstreifen habe es ist
okay dass ich irgendwie auch fettrollen
habe am Bauch es ist okay dass ich
Falten habe dass ich was auch immer Haut
ist einfach sehr individuell und ist
nicht perfekt und das ist vollkommen
okay und dass diese Body positivity
Inhalte dafür total nützlich sein können
auch ne um da irgendwie mehr
Gelassenheit auch mit sich selbst zu
entwickeln jetzt habe ich gar nicht zu
Kim Kardashian gesagt tut was Kim
Kardashian in dem Zusammenhang ein weil
du hast ja gesagt es geht dann oft ums
äußerliche nur auch bei den Body
positivity Accounts aber das finde ich
jetzt gar nicht so stark hat sich glaube
ich schon ein bisschen verändert dass da
auch Inhalte rüber kommen oder ja so ein
bisschen Hintergrund ich denke jetzt z.B
sie ist überhaupt nicht dick an Luisa
dellard die ja viel gerade drüber redet
dass sie eben auch zugenommen hat und
aber die hat ja auch ganz viele
politische Inhalte auf ihren Kanälen das
hat Kim Kardashian ja nicht z.B die ist
einfach nur ja ob sie schön ist kann man
sich drüber streiten aber das finde ich
eigentlich ganz toll dass dieses perfekt
ich kann auch anders perfekt sein mit
Inhalten verknüpft ist das finde ich
eigentlich was darauf kann man setzen
oder absolut und ich finde auch Luisa D
ist ein total gutes Beispiel und zeigt
auch noch mal auf so diesen Zeitgeist
unserer Gesellschaft dass sie ja auch
darauf aufmerksam macht was für
hasskommentare sie auch dafür erhält
teilweise ne und sie ist ja wie Du schon
sagt sie ist nicht dick aber nur indem
sie zugenommen hat und dass sie ihren
Körper so zeigt wie er ist einfach mit
realistischen Ellen und auch Speckrollen
die einfach dazu gehören und dass sie da
einfach so online beschämt wird auch
sehr oft von Männern muss man ja sagen
das finde ich verdeutlicht noch mal dass
wir da noch einen weiten Weg vor uns
haben auch diese ungefragten
körperkommentare die ja so oft passieren
sowohl online als auch offline ja wenn
man so auch an sich selber vielleicht
denkt äh ich würde mal sagen die
allermeisten kennen das dass man
irgendein Kommentar kriegt sei es man
hat abgenommen oder man hat zugenommen
ja also in beide Richtungen kann das
passieren dass wir wenn wir abgenommen
haben irgendwie von außen so gesagt
bekommen boah toll du hast abgenommen
das sieht ja super aus ohne dass man
danach fragt und es kann ja auch sein
dass ich abnehme weil es mir gerade
total schlecht geht ne also viele
Menschen die gerade in der Krise sind
sage ich mal eine Trennung vielleicht
hinter sich haben den jetzt dreckig ja
die haben kein Appetit nehmen ab weil es
ihnen so schlecht geht und kriegen dann
aber total positives Feedback von außen
auf einmal ungefragt
aber noch viel häufiger eben auch in die
andere Richtung dass Menschen die
zunehmen dann eben negative
körperkommentare ungefragt bekommen ja
das finde ich ist total wichtig dass wir
darauf aufmerksam machen dass Körper
nicht kommentiert werden und dass das
sehr übergriffig ist und dass wir nicht
wissen auch was wir mit gut gemeinten
Kommentaren bei der anderen Person
anrichten also auch sowas wie oh das ist
ja mutig dass du das trägst ne also das
ist auch etwas was viele Menschen kennen
die dick sind mehrgewichtig sind die
dann solche Kommentare erhalten was aber
auf der eigentlich auch wieder eine
totale Abwertung ist ne im im Unterton
deswegen ja finde ich so wichtig dass
wir aufhören Körper von anderen Menschen
ungfragt zu kommentieren wenn ich danach
gefragt werde es ist was anderes aber
ungefragt äh wissen wir nie was wir
damit bei bei dem anderen auslösen na ja
es ist eine schlimme schlimme Krankheit
und es ist halt noch dieses Bild dass
unsere Welt nach irgendwelchen
festgelegten Regeln funktioniert an die
man sich halten muss eine Frau kann Rock
anziehen ein Mann nicht sind lauter
solche Dinge da könnte ich stundenlang
drüber diskutieren aber du hast ja auch
gerade von Männern gesprochen und dass
diese übergriffigen Kommentare häufig
eben auch von Männern kommen was ich
ganz spannend fand ist dass Männer und
Frauen auch unterschiedlich auf Körper
blicken und auch auf körperideale also
ich fand es ganz spannend du hast an
einer Stelle zitiert den Umstand dass
kann ich den perfekten Körper noch
erreichen dass da Männer der Aussage
eher zustimmen ja ist möglich und Frauen
nur zu einem ganz geringen Prozentsatz
sich das Zutrauen genau also Männer sind
sind sehr viel
selbstwertdienlicher in der Art und
Weise wie sie ihren Körper wahrnehmen
und wie sie sich selbst auch wahrnehmen
also sind da sehr viel optimistischer
die sind auch insgesamt im direkten
Vergleich zufriedener mit ihrem Körper
als Frauen es sind und haben auch eine
höhere Wertschätzung ihres Körpers ja
also die sind so insgesamt also das
Körperbild ist nicht so negativ wie bei
Frauen es kann natürlich trotzdem sein
dass Männer sich unwohl fühlen in ihrem
Körper aber wir haben in osnbrück z.B
eine Studie gemacht bei der wir Männer
und Frauen über die Lebensspanne
verglichen haben das heißt die Ältesten
waren über 80 und die Jüngsten waren
unter 18 sogar und da haben wir geguckt
wie verändert sich das eigentlich übers
Leben gesehen und also jetzt Geschlecht
binär gedacht ne wir haben jetzt keine
nonbinären Personen einbezogen sondern
Frauen und Männer und da hat sich
gezeigt dass über alle Altersgruppen
hinweg Männer im Durchschnitt
zufriedener sind mit ihrem Körper und
auch eine höhere Wertschätzung haben mit
ihrem Körper oder für Ihren Körper muss
man sagen und dadurch entsteht natürlich
auch dann so ein Bild von ja das ist
alles irgendwie in Ordnung und das kann
ich auf jeden Fall erreichen und Frauen
sind da viel viel kritischer und werden
aber natürlich auch durch die
Gesellschaft sehr viel kritischer und
geprägt im Bezug aufs aussehen weil bei
Frauen ist es ja auch Anti-Aging so
Frauen die altern sinken im Ansehen in
der Gesellschaft und Männer steigen eher
also da ist eher so dieses Bild von ja
der ist dann erfolgreich und hat
irgendwie viel erreicht und perfektes
altern bedeutet du alterst aber man
sieht es Dir nicht an und das ist ja
auch schon so ein Widerspruch in sich ne
also so so ein völlig unrealistisches
ideal was da inszeniert wird wo Frauen
natürlich auch total unter Druck gesetzt
werden schließ sich bisschen der Kreis
fast schon wieder zu Heidi klumm und das
ist ja leider so dass es über die
Generationen hinweg eben Frauen das
ihren Töchtern weitergeben du hast ein
spannendes Experiment in deinem Buch
beschrieben den
muttertochterpiegelversuch wie unsere
Mütter unsere Körper oder uns sehen oder
oder wie sie sich Körper generell
gegenüber Verhalten beeinflusst ganz
stark auch unser Körperbild ja ganz
genau also da hat man untersucht man hat
die Mutter vor ein Spiegel gestellt und
sie sollte dann kommentieren wie sie
ihren Körper empfindet und dann hat man
eben gesehen dass die Tochter je mehr
positive Kommentare die Mutter über
ihren eigenen Körper sagt also nicht
über den Körper der Tochter sondern über
den eigenen Körper desto mehr sagt die
Tochter auch Positives über ihren
eigenen Körper und andersrum genauso je
negativer die Mutter über ihren eigenen
Körper spricht desto negativer spricht
auch die Tochter über ihren eigenen
Körper und da sehen wir auch noch mal
dass auch so Kommentare über den eigenen
Körper die die Mutter macht ne die
vielleicht auch so gar nicht bewusst
sind so so sowas wie z.B oh ich muss mal
abnehmen meine Hose passt nicht mehr
oder das sieht nicht gut aus da quillt
was raus also auch sowas sich selbst so
selbstbody shame da sagt man so fat Talk
nennt sich das in der Fachsprache wenn
das häufig vorkommt dann wirkt sich das
halt auch darauf aus wie die Tochter
ihren Körper wahrnimmt und wie die
Tochter mit ihrem Körper umgehen also
dass wir da ganz deutlich sehen dass
sich das von Generation zu Generation
überträgt und das deckt sich auch mit
meinem therapeutischen Bild was ich habe
durch Arbeit mit Patienten mit
Essstörung die mir auch berichten ne
ganz oft ist ist auch der Vater dass
mein Vater oder meine Mutter keine
negativen Kommentare über dicke Menschen
gemacht haben also so werden Kinder
häufig auch schon sozialisiert nicht nur
durch die Eltern auch durch Medien wie
gesagt ne also auch die Medien spielen
eine große Rolle darin wie Körper
wahrgenommen werden auch bereits
Kindermedien tatsächlich also was man
ein vielleicht gar nicht so denkt so in
Kinderbüchern oder auch so berühmte
Figuren wie z.B Bine Maya wenn man die
vergleicht wie die heute aussieht und W
die vor 20 Jahren aussah die ist extrem
verschlankt heute also die ist viel
schlanker geworden genauso Bob der
Baumeister ist auch viel schlanker heute
als er noch früher gewesen ist als sag
ich mal vor 10 Jahren und auch diese
Entwicklung zeigt natürlich wie sich das
Ganze auch auf Kinder schon früh
auswirkt das müssen wir unbedingt so
schnell wie möglich umkehren diese
Entwicklung und Stichwort Spiegel das
muttertochter Spiegel Experiment am der
Spiegel spielt ja auch in deinem Buch
eine Rolle bei Übungen wie man eben das
eigene Körperbild und die eigene
Körperwahrnehmung umkehren kann oder
wieder wieder in eine positive Richtung
lenken kann und du hast es gerade gesagt
viele Eltern reden abwerend auch über
ihren Körper oh mein Bauch ist zu dick
man neigt eben dazu die negativen Seiten
rauszustellen aber bei der spiegelübung
die Du vorschlägst und beschreibst
geht's ja darum dass ich wirklich ganz
krass auf meine positiven Seiten gehe
bzw vielleicht auch mal was negativ ist
als positiv einfach bezeichne oder ja
bzw das was ich negativ sehe versuchen
aus einem anderen Blickwinkel zu
betrachten mir ist noch mal wichtig zu
sagen es soll nicht in diese Richtung
toxic positivity gehen also ich sag
jetzt mal z.B ich finde mein Bauch
eigentlich total hässlich und ich sag
mir dann immer mein Bauch ist schön mein
Bauch ist schön obwohl ich das
eigentlich gar nicht fühle aber dann so
ein bisschen zu überlegen was finde ich
vielleicht doch an meinem Bauch schöner
als als Beispiel mein Bauchnabel mag ich
aber den Rest mag ich nicht also dass
ich differenzieren lerne und nicht
global abwerte weil wir haben oft so die
Tendenz unseren Körper global irgendwie
zu bewerten als hässlich oder als zu
dick ja und dabei vernachlässigen wir ja
total dass unser Körper aus so vielen
Bereichen besteht und wir fokussieren
uns ganz oft immer nur auf das was wir
nicht mögen ja und gar nicht nur
Menschen mit Essstörung sondern auch
Menschen ohne Essstörung machen das
teilweise dass wir beim Blick in den
Spiegel wie so eine negativbrille
aufhaben also als erstes immer auf
unsere subjektiven Problemzonen schauen
und dadurch dass wir immer nur auf das
gucken was wir nicht mögen entsteht
natürlich auch so ein Bild von mein
Körper ist irgendwie hässlich ich bin ne
und wir reduzieren uns total aufs
Aussehen und aufs optische und durch die
spiegelübung um da mal positiv auf den
Körper zu blicken ist es erstmal wichtig
dass wir den Körper nicht nur auf ein
oder zwei Bereiche reduzieren sondern
komplett wahrnehmen einmal von oben bis
unten alles betrachten und auch bei den
Bereichen die wir negativ empfinden
versuchen mit wohlwollenen Brille drauf
zu schauen und zu versuchen zu
differenzieren ob es nicht vielleicht
doch was Kleines gibt was nicht ganz so
schlimm ist wie der Rest ja da geht's
jetzt um Äußerlichkeiten aber du sagst
ja auch wir müssen uns auch mal auf die
Funktionalität von unserem Körper
konzentrieren also der sieht ja nicht
nur irgendwie aus sondern er hat ja auch
Funktionen und bei vielen bei den
meisten Menschen funktioniert der Körper
richtig toll dass man da den Fokus auch
nicht verliert genau genau das ist auch
noch mal ein weiterer Ansatz ne also
neben der spiegelübung bei der es ja
darum geht den Körper zu beschreiben
gibt's auch verschiedene Interventionen
die ich auch in der therapeutischen
Praxis mit meinen Patienten durchführe
wo wir eben dann mal uns von dem
Aussehen lösen und uns versuchen zu
vergegenwertigen welche Körperfunktionen
der Körper alles mit sich bringt die ein
vielleicht gar nicht so klar sind da
unterscheiden wir mehrere Bereiche und
eben ganz bewusst mal auf diese ganzen
Bereiche zu gucken also wie z.B
Sinneswahrnehmung oder Gesundheit also
von Krankheiten lesen können oder
Kommunikation über Körper über
Körpersprache über Blicke über gesig
Mimik also all solche Dinge die der
Körper uns ermöglicht die uns einfach
vielleicht im Alltag gar nicht klar sind
und ich finde das ist immer ein ganz
gutes Beispiel mal zu überlegen wenn man
wirklich krank ist also z.B irgendwie
erkältet oder flach liegt im Bett dann
wissen wir oft erst total zu schätzen
wie viel unser Körper eigentlich leistet
wenn wir so im Alltag fit und gesund
durch den Tag starten körperlich gesund
meine ich jetzt ne das wird uns dann oft
bewusst und auch wie der Körper auch in
der Lage ist dann so ein Virus zu
bekämpfen oder auch ein bakterieninfekt
ne oder eine Wunde zu verheilen wenn wir
uns irgendwo geschnitten haben also all
diese Dinge die der Körper tut sich
dessen viel mehr bewusst zu werden kann
auch nachgewiesenermaßen dazu beitragen
dass wir uns in unserem Körper wohler
fühlen gibt's in deinem Buch ganz ganz
viele tolle Übungen die man machen kann
Bögen die man ausfüllen kann um sich da
mal ein bisschen mehr bewusst zu werden
ja in was für einer wunderschönen Hülle
man da eigentlich lebt zentral ist ja
auch hier hier im Podcast sprechen wir
da immer wieder drüber zu den
unterschiedlichsten Themen dass es ja
auch darum geht die Macht der Gedanken
und dass das was ich denke nicht
unbedingt die Realität ist und du hast
da auch ein tolles Beispiel in deinem
Buch wie ich über was denke beeinflusst
mich meinen Körper meine Gefühle und
meine Realität ich denke da an den
Strandtag den du beschreibst kannst du
dazu für alle noch mal was sagen Sarah
Chris und Alexa drei Menschen die
eigentlich denselben Tag erleben aber
eben doch ganz unterschiedlich ja genau
ich weiß jetzt gar nicht mehr aus dem
Kopf wer jetzt was war ehrlich gesagt
klar aber ich weiß noch was ich da
gemeint habe und zwar sind das ja drei
Personen die genau die gleiche
auslösende Situation haben ne also sind
beide am Strand an der gleichen am
gleichen Tag im gleichen Setting und
haben aber alle drei total
unterschiedliche Beziehung zu ihrem
Körper und dementsprechend auch total
unterschiedliche Gedanken in dem Moment
und aus diesen unterschiedlichen
Gedanken entwickelt sich dann auch ein
anderes Gefühl und die sind dann mit
einer anderen Einstellung am Ende da und
können das entweder total genießen also
ne eine Person hat z.B ein positives
Körperbild und kann sich sagen ja das
ist total schön dass wir jetzt hier am
Strand sind und der Sommer und was ich
ich gehe gleich ins Wasser und dann kann
ich schwimmen also alles was mein Körper
dann auch mir so ermöglicht und andere
eine andere Person fühlt sich halt sehr
unwohl vergleicht sich ganz stark mit
anderen die auch da am Strand sind ne
hat dann das Gefühl oh die sind
irgendwie alle schlanker als ich und ich
muss abnehmen traut sich dann vielleicht
gar nicht ins Wasser zu gehen und
verhüllt sich dann eher zieht auch
andere Dinge an versucht den Körper zu
verstecken und eine dritte Person ne ist
dann auch ein männliches Beispiel
vergleicht sich dann eben mit anderen
Männern hat das Gefühl ich bin nicht
muskulös genug ich muss was an meinem
Körper verändern und so ist das was wir
denken was wir über unseren Körper
Denken hat immer eine eine Konsequenz
auf der Gefühlsebene also wie fühlen wir
uns in dem Moment und auch auf der
Verhaltensebene wie verhalten wir uns
dann und wie geht's uns in dem Moment
und deswegen sind die Gedanken auch ne
etwas wo wir auch ansetzen können zu
versuchen da quasi durch die Übung die
wir gerade beschrieben haben auch
Wohlwollen da mit uns und unserem Körper
umzugehen ja klar ich finde das einfach
eine super Sache wenn man sich das
überlegt weil im Nachhinein hat die eine
Person eine Erinnerung an einen
wunderschönen Tag am Meer und die
gleiche Person die den mit mir verbracht
hat sagt der Tag war scheiße also das
ist wirklich es kommt so stark auf die
Perspektive an ja genau absolut und wir
haben natürlich alle auch
unterschiedliche Prägungen ja familiär
das ist ganz klar deswegen geht's jetzt
gar nicht darum um Schuld oder so
sondern einfach sich bewusst zu machen
wo komme ich her was sind Faktoren die
mich geprägt haben wir leben ja auch
alle in diesem in dieser diätkultur und
in dieser Social Media Kultur Welt ne
und wo uns eben bestimmte Bilder daher
ist das auch mir noch mal wichtig zu
sagen das ist ein strukturelles Problem
das ist keine individuelle Lösung die da
möglich ist sondern wir als Individuen
können nur lernen uns von diesen
ungesunden Einflüssen abzugrenzen und
bei uns am Ende anzusetzen um unsere
persönliche Beziehung zu verbessern zu
unserem Körper aber da ist es trotzdem
auch immer noch wichtig dass wir da
grundsätzlich als Gesellschaft anfangen
eben das Thema Körper Diäten etc zu
reflektieren erstmal das sagt du ja auch
man muss auch Verbündeter werden selbst
wenn man jetzt nicht direkt z.B
betroffen ist von dem Thema es ist eben
wichtig sich des Problems bewusst zu
werden das ist so ein bisschen die
Essenz oder genau genau also dass wir
auch wenn wir jetzt selber nicht dick
sind oder mehr gewichtig oder von Body
shaming betroffen sind dass wir trotzdem
uns DAF einsetzen ja also in unseren
Möglichkeiten das ist natürlich auch
nicht jedem möglich aber erstmal das
Wissen das Bewusstsein darüber zu haben
ist der erste Schritt um was zu
verändern weil solange uns das nicht
bewusst ist sind wir weiter auf
Autopilot ne dann geht das irgendwie so
weiter und dann übertragen wir das an
unsere Folgegeneration und so weiter etc
pp und erstes Bewusstsein das ist der
erste Schritt um quasi auszusteigen aus
diesem Automatismus und um uns selber zu
fragen okay moment mal was steckt
eigentlich dahinter und wie können wir
da irgendwie auch respektvoller
miteinander umgehen und wenn ich dann
mitkriege dass z.B irgendwie body
shaming passiert oder jemand Wicht
stigmatisierende Aussagen tätigt dass
ich dann auch mit der Information die
ich durch das Buch natürlich auch
bekomme ne wissenschaftlich fundiert
auch Argumente habe dem was
entgegenzusetzen oder auch
argumentationsbeispiele habe ich ja auch
drin was man wirklich auch wenn man
selbst betroffen ist sagen kann in der
Situation wo man z.B bodyshaming erlebt
beim Arzt oder im im familiären Kontext
oder im freundschaftlichen Kontext was
kann ich da sagen weil das ist bei
vielen auch so die Frage mir fällt dann
immer nichts ein ich weiß g nicht wie
ich dann reagieren soll und das kann ich
total nachvollziehen das geht mir auch
oft so und da wirklich sich im Vorfeld
schon mal ein paar mögliche
Formulierungen zu bewusst zu machen kann
helfen dann in der Situation real duf
reagieren zu können sind wir schon fast
am Ende angekommen und du hast es fast
schon auch gerade so ein bisschen
formuliert Schluss von fangen wir an
fragen wir immer nach einer Vision
unserer ExpertInnen für die Zukunft und
ja wie sieht deine aus
vielleicht hast du ja sogar auch eine ut
was körperakzeptanz bzw
Körperwahrnehmung angeht in der Zukunft
ja meine Vision würde ich sie nennen ich
hoffe es ist keine Utopie ist dass wir
als Gesellschaft gewichtsneutral werden
also dass wir anfangen
Menschen so zu sehen wie sie sind
unabhängig von dem Gewicht unabhängig
vom ob sie schlank sind oder dick sind
also diese gewichtsneutrale Haltung auf
die ich am Ende ja auch so hinleite dass
das so ein bisschen so die Lösung in
Anführungsstrichen ist ne natürlich
nicht für alles aber für gewisse Themen
ist das meiner Meinung nach ein guter
Ansatz um aus diesem gewichtszentrierten
System in dem wir gerade sind
rauszukommen hin zu einer
gewichtsneutraleren Haltung hin zu
Respekt vollem Umgang
miteinander innerhalb der Gesellschaft
innerhalb unserer Interaktion im kleinen
und im Großen und das wäre für mich
total schön wenn das irgendwann mal der
Fall sein sollte und da hoffe ich dass
ich da bisschen Anstöße geben kann ja
also alle gerne dein Buch lesen es ist
voller wirklich toller Tipps und Übungen
vielleicht kannst du am Ende uns zwei
kleine Tipps mitgeben noch vielleicht
irgendwas was jeder heute schon im
Alltag verändern kann für ein besseres
Morgen für alle was gibst du uns damit
auf den Weg ja da muss ich jetzt
natürlich erstmal überlegen weil ich ja
so viele Ideen habe diesbezüglich aber
erstmal ein Impuls den ich ganz wichtig
finde ist im Bezug auf unser
Verhalten dass wir aufhören Lebensmittel
zu kategorisieren nach gut und schlecht
weil das ist was was wir ganz oft machen
und was uns auch ganz oft eingetrichtert
wird es gibt gesunde Lebensmittel und es
gibt ungesunde Lebensmittel und da
geht's nämlich schon los dass wir
anfangen Schuldgefühle zu bekommen wenn
wir dann ungesunde Lebensmittel essen ja
und uns selber unter Druck setzen also
da wirklich zu versuchen diese
Lebensmittel die sind natürlich nicht
gleichwertig in ihren Nährstoffen aber
Sie sollten moralisch gleichwert werden
das ist das erste und das zweite ist im
Bezug auf unseren Körper hatten wir
gerade schon so ein bisschen was
besprochen aber wirklich mal zu
versuchen wenn wir was das nächste mal
in den Spiegel gucken bewusst auf die
Bereiche zu schauen die wir an uns mögen
das ist ein wirklicher gamechanger weil
wir wissen dass wir in der Regel als
allererstes immer auf unsere
Problemzonen gucken und dass wir uns
wirklich mal vornehmen ich versuche
jetzt mal das im Spiegel anzugucken was
ich an mir mag barer Tipp ich werde ihn
jetzt sofort gleich umsetzen nach diesem
Gespräch danke Julia dass du da warst
gerne vielen Dank
Christina das war fangen wir an Ideen
für ein besseres Morgen wenn ihr
neugierig geworden seid und Lust habt
auf mehr das Buch von Julia Tank heißt
unfiltered Social Media und unser
Körperbild wie wir zu körperakzeptanz
und einer gesunden selbstwahnehmung
finden und es ist bei keilersch
erschienen ich bin Christina Deininger
und ich freue mich dass ihr dabei wart
ich hoffe ihr habt was mitgenommen und
fangt vielleicht wirklich spätestens
morgen an was in eurem heute für unser
aller Zukunft zu verändern nicht
vergessen jeder und jede von euch hat
nur den einen Körper und jeder und jede
ist ein individueller Mensch mit eigenen
Ecken und Kanten fokussiert mal auf eure
Schönheit denn die liegt im Auge des
Betrachters auch wenn uns die sozialen
Netzwerke manchmal was anderes
suggerieren wir freuen uns über eure
Rückmeldung am meisten natürlich über
eine Bewertung auf der podcastplattform
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