Mengenlehre und New Math

Christian Spannagel
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okay dann
m habe ich mir überlegt ich erzähle euch
ein bisschen was
über
Mengenlehre mit Bezug zur Didaktik
denn der Begriff der Mengenlehre ist
verbunden mit einem dunklen Kapitel in
der
Mathematikdidaktik
warum das Konzept der Mengen und
Mengenlehre ist noch gar nicht so
alt mit der Entwicklung der Mengenlehre
wurde den Mathematiker innen deutlich
dass der Begriff der Menge einer der
fundamentalsten Begriffe in der
Mathematik ist Mengen spielen in allen
Teilbereichen Mathematik eine Rolle
z.B wenn es um Zahl und Operationen geht
mit welchen Mengen haben wir da zu tun
bei zahlen und Operationen im in dem der
letidee welche Mengen kommen
davor
ja wie Menge der natürlichen Zahlen
oder rationalen Zahlen die Menge der
ganzen Zahlen die Menge der reellen
Zahlen und so weiter ne also mit
Zahlenmengen
oder in der Geometrie haben wir es mit
Mengen zu tun mit
welchen in der Geometrie mit welchen
Mengen haben wir was zu
tun überfalle ich euch mit Fragen
gell na ja
z.B ja
die Menge aller Dreiecke Quadrate
geometrische Figuren können man in
Mengen packen ne eine Gerade ist eine
Menge von
Punkten und so weiter also da kommen
Mengen vor im Bereich der Funktionen
haben wir es mit Mengen zu tun mit
welchen Definitionsmenge Bildmenge
beispielsweise in der Stochastik haben
wir es mit Mengen zu tun ne wenn man
Wahrscheinlichkeitsrechnung basiert auf
Mengen und so weiter überall spielen
Mengen Rolle deswegen ist die
Mengenlehre oftmals auch da der
Themenbereich der in der Hochschule als
allererstes kommt manchmal kommt die
Logik noch vorne dran mach mal ein
bisschen Aussagenlogik und dann
beschäftigt man sich mit Mengen Mengen
ist der grundlegende Begriff in der
Mathematik
deswegen sind in den 60er Jahren des
letzten Jahrhunderts also 1960 1970
einige Mathematiker in auf den Gedanken
gekommen wenn die Mengen der
fundamentale Begriff der Mathematik sind
dann müssen wir doch Mengenlehre in der
ersten Klasse
machen so logisch oder wenn alles darauf
aufbaut wenn das gesamte Gebäude der
Mathematik auf der Mengenlehre aufbaut
dann sollten wir Mengenlehre in der
ersten Klasse machen damit wir dann
systematisch der Mathematik folgend alle
anderen Themen darauf aufbauen
können das nannte man new math oder neue
Mathematik damals hab gesagt hey cool
wir machen jetzt neue Mathematik wir
reformieren den Mathematikunterricht
komplett endlich blicken wir durch und
wir strukturieren das so wie die
Mathematik strukturiert ist und beginnen
mit der
Mengenlehre das heißt Kinder haben dann
in der ersten Klasse nicht sowas gelernt
wie 3 + 4 =
7 sondern eine drei Element Menge
vereinigt mit einer vierelementigen
Menge ergibt eine siebenelementige Menge
vorausgesetzt die beiden Mengen waren
vorher hatten vorher keine Schnittmenge
gehabt so da wurde dann mit logischen
Blöcken gearbeitet und mit Mengen
operiert und so
weiter das Projekt ist grandios
gescheitert wie ihr alle wisst ihr habt
in der ersten Klasse keine Mengenlehre
gemacht würde ich vermuten aus
verschiedenen Gründen ne also erstmal
haben sich die Eltern gewundert was
machen die was lernen die da für ein
Scheiß in der Schule ja die sollen rechn
lernen und nicht so ein Quatsch die
Lehrer innen waren
verwundert und überfordert vielleicht
auch manchmal ne es ist völlig ungewohnt
Erstklässlern sowas
beizubringen und insbesondere waren die
Kinder
irritiert die mussten dann nämlich
durchlau müsst euch vorstellen die
Kinder kommen in die Schule und wollen
rechnen lernen und dann müssen s sich
mit so abstrakten Konzepten
auseinandersetzen wie Vereinigungsmenge
Schnittmenge und so
weiter die Idee die Mathematik auf der
Mengenlehre zu gründen also new math zu
machen ist zwar logisch vom Standpunkt
der Mathematik aus aber nicht vom
Standpunkt der Kinder aus das ist der
unterschied man darf sich wenn man ein
kurrikulum strukturiert in der Schule
nicht nur orientieren an der der
Fachwissenschaft sondern an der
Entwicklungspsychologie der Kinder das
ist doch das entscheidende wofür sind
die entwicklungspsychologisch bereit was
ist der nächste Schritt den die leisten
können in ihrer kognitiven Entwicklung
so und dann muss man in irgendeiner
Weise die kognitive Entwicklung der
Kinder zusammenbringen mit der
Mathematik und einen sinnvollen Gang
durch
die durch die Inhalte und Kompetenzen so
weiter der
mathematikbahn also das war so ein
schönes Beispiel von wir haben mal
probiert alles anhand der
Fachwissenschaft zu strukturieren und
haben dann anschließend gemerkt nachdem
wir Generationen von Kindern versaut
haben haben dann anschließend gemerkt
dass wir doch besser hätten uns an der
Entwicklungspsychologie der Kinder
orientieren sollen zumindest auch zum
gewissen Anteil ne okay das ist wichtig
zu wissen für euch dass das mal weil
weiß gar nicht eure Eltern sind auch zu
jung wahrscheinlich um also meine Eltern
ja die sind durch diese komplette new
Marth Geschichte durchgelaufen und es
gibt also ganze Generationen die
erinnern sich noch an mengenlehr und
wenn ihr so so Leuten die in den 60er
70er Jahren in der Schule waren das den
Begriff mengenlehrer erwähnt dann
kräuseln sich die Fußnägel bei denen
weil die nämlich echt denken oh mein
Gott mengenlehrer was für ein Scheiß ich
erinnere mich dunkel ja ist eigentlich
sehr schade weil menglehr ist ja super
ja das ist ein tolles Gebiet der
Mathematik aber
ja war halt blöd platziert in dem
Zeitraum
ein anderes Beispiel
ähm wo wir vielleicht mal kurz drüber
reden können ist
folgendes mit welcher Menge Fang fängt
man im Schulunterricht an welche Mengen
welche Zahlen werden Kinder als erstes
kennen
ja natürliche Zahlen genau ne also
zuerst mal beschäftigt man sich mit den
natürlichen Zahlen so allererst mit dem
Zahlenraum bis 20 in der ersten Klasse
dann kommt der Zahlenraum bis 100 in der
zweiten Klasse dann bis 1000 und darüber
hinaus und am Ende der vierten Klasse ja
haben wir einen ziemlich großen guten
Überblick über die natürlichen Zahlen
welche Mengen können dann in der
Sekundarstufe 1 daran
anschließen
Olaf die ganzen Zahlen was sind noch mal
die ganzen
Zahlen da kommen dann die negativen
Zahlen zu natürlichen Zahlen die
negativen eququivalente dazu also -1 -2
-3 okay was
dann die ialen Zahlen Q
ne bzw die ja genau die rational Zahlen
sind was noch mal welche Menge welche
Zahlen kommen da zu den ganzen Zahlen
dazu
ja alle Brüche und negativen Brüche und
so ne also klar
alle in Bruch alle Zahlen die man als
Bruch schreiben kann okay und
dann die reellen
Zahl oftmals hört man dann also reellen
Zahlen was kommt da
dazu PI oder Wurzel von 2 genau die
irrationalen Zahlen stoßen sie den
rationalen dazu ähm
okay könnte man auch einen anderen Weg
gehen
sieht jemand einen
alternativenweg wir könnten auch nicht
zuerst die negativen Zahlen einführen
sondern
ja sehr schön man könnte zuerst die
positiven rationalen Zahlen einführen
vielleicht noch mit der Null ja und die
schreibt man hoft als diese Menge hier
die Bruchzahlen also F als die
Bruchzahlen ein meint aber die positiven
rationalen Zahlen
ne anschließend dann ja und anschließend
dann
Q ganz Q ganze rationale Zahlen da nimmt
man dann die negativen mit dazu okay
also füt man dann z ein
als Teilmenge von Q und so weiter und
die neg Brüche kommen auch dazu und
anschließend die reellen
Zahlen so zwei Möglichkeiten die man
gehen
kann welche Argumente gibt's für die
jeweiligen Wege habt ihr
welche würdet ihr ich gebe euch mal 2
Minuten Zeit mit Nachbarin mit nachn
diskutieren würdet ihr zuerst nach den
natürlichen Zahlen die negativen Zahlen
einführen also insgesamt die ganzen
Zahlen oder ihr zuerst die rationalen
Zahlen einführen die positiven
rationalen Zahlen ein/b dreierel 57 und
so weiter 2 Minuten mit Nachbar mit
Nachbarin diskutiert
mal so
und wofür habt ihr euch entschieden
ja also ich wiederhool noch mal genau
auf dem rechten Weg kann man sehr gut
visuell arbeiten in dem Sinne von dass
man etwas wegnehmen kann immer noch was
da hier wenn ich s Äpfel von wegnehmen
Anführungszeichen ist nichts mehr da
hier kann ich mit Bruchteilen arbeiten
auch visuell sehr schön Arbeiten okay du
würdest also den rechten Weg wählen
welche Argumente gibt's
noch
ja das kan auchen
ichom hab
habenteprech jetzt
mhm also es gibt auch auf dem linken Weg
anschauliche Beispiele oder
Alltagsbeispiele so etwas wie Schulden
ja was du gerade angesprochen hast das
wäre sozusagen im linken Weg gibt's auf
dem linken Weg andere anschauliche
Beispiele wo kommen negative Zahlen im
Alltag
vor Kontostände Schulden noch was
ja Temperatur nicht mehr so oft
Klimawandel und so genau
Temperaturen können negativ werden das
Thermometer Stockwerke genau das sind
die typischen Beispiele ne
so dann hört's aber auch schon auf
Höhenmeter vielleicht noch und so
ne okay hier drüben gibt's viel mehr
konkrete
Alltagsbeispiele
ja positive Brüche halber
Liter dreiviertel Stunde
und so weiter ja also hier drüben gibt
es sehr viel konkretere
Möglichkeiten sich in den neuen
Zahlbereich
einzuarbeiten und insbesondere auch sehr
haaptische Möglichkeiten ihr könnt
Schokolade Teilen Pizza Teilen Rechtecke
zerreißen Falten und so weiter ja also
Bruchteile sind sehr viel alltagsnäher
und anschaulicher einführbar als
negative Zahl
ich verstehe dich ein bisschen
lauter
genau Gegenargument gegen diese Seite
das rech deutlich kom als auf dieser
Seite Gegenargument dazu das muss
sowieso irgendwann mal gelernt werden
ein Jahr später oder früher okay
ja direkt W man das ein
möchte sag ein und RE noch gar
nicht konzep war werden und dann
negativen Zahl kom dann wenn man denk
okay das wä auch eine denkbare
Möglichkeit dass man sagt okay man muss
ja nicht vielleicht gleich die
Rechenoperation einführen ja aber ihr
seht es gibt für beide Seiten Argumente
das hier ist eher der
fachwissenschaftliche Weg ne er weiter n
erst nach Z und dann nach Q und dann
nach
R das hier ist der für den es das ein
oder andere didaktische Argument mehr
gibt unter Umständen also ich tendiere
zum rechten Weg ja aber ja das muss man
halt auch immer aus und vielleicht auch
empirisch prüfen welche der Wege besser
ist so
