Bereite dich auf eine erholsame Nacht vor, indem du dich von dem schönen Hörbuch Märchen "Der Lange, der Breite und der Scharfäugige" in einen Zustand der Entspannung versetzen lässt.
Genieße am Abend eine Auszeit mit diesem Hörbuch-Märchen und lass dich von der zauberhaften Geschichte in eine Welt der Entspannung führen - für einen harmonischen Schlaf!
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[Musik]
zuhören lang sei dein Leben von Helga
Gebert in einer Zeit die längst
vergangen ist lebte einmal ein König der
war ein mächtiger und strenger Herr wenn
er Nite musste sich jeder Mann im ganzen
Land verbeugen und ihm lang sei dein
Leben wünschen so groß war seine Macht
und alle im Land ob jung ob alt
verbeugten sich dann und sprachen den
Spruch nur der scharfhirte mit den
blitzenden Augen der beugte sich nicht
das kam dem König zu Ohren er ärgerte
sich über die Maßen und befahl ihm den
Mann sogleich
vorzuführen der Hirte trat in seinem
Mantel den schäferstock in der Hand vor
den Königin und der saß großmächtig und
prächtig auf seinem Thron doch mächtig
oder nicht der Junge Schäfer blickte ihm
furchtlos in die Augen hör zu Bauer
Hersch ihn der König an wünsch mir
sofort lang sei dein
Leben lang sei mein Leben sprach der
Hirte mit seiner hellen
Stimme mein Leben meinest du
ungehobelter Kerl schrie der König mein
Leben
meines mein Leben meines Herr König
wiederholte der
herirte nein du dämlicher ham mein Leben
mein eigenes meines verstehst du brüllte
der König und schlug sich die Faust auf
seine Brust aber ja Herr König ich habe
verstanden mein Leben mein eigenes
meines sagte der scharfhirte und klopfte
sich auf seine Brust da geriet der große
König ganz außer sich vor Zorn und fand
keine Worte mehr der Hofmarschall lief
herbei und te dem Schäfer ins Ohr sag
sofort und ohne Ausflüchte lang sei dein
Leben allergnädigster Herr König und
wenn du das nicht sagst so ist dein
Leben
verloren das sage ich nur wenn man mir
die Königstochter zur Frau gibt war des
hörten
Antwort nun saß aber des Königs Tochter
auf einem kleinen Thron an ihres Vaters
Seite und sie sah so jung und lieblich
aus wie eine goldgefiederte
Taube als sie die Antwort des Hirten
vernahm konnte sie nicht länger an sich
halten und lachte hell und laut denn der
junge hirte mit seinen blitzblauen Augen
gefiel ihr gefiel ihr besser als jeder
Königssohn ihr Lachen freilich
erbrustste den König noch mehr
unbefugtes Lachen war in seinem Lande
verboten und so befahl er den Schäfer in
den Bärenzwinger zu werfen die Wache
führte ihn ab öffnete die
eisenbeschlagene Tür des bärenzwingers
und S ihn
hinein da saß ein weißer Bär zweimal
mannshoch hungrig und
wild kaum war die Tür verschlossen da
erhob er sich und setzte an zum Sprung
der Schäfer aber sah ihm in die Augen
und so bezwingend war sein blitzblauer
Blick dass der Bär sich brummend in
seine Ecke
verkroch dort kauerte er und beeugte den
Mann und so verbrachten sie die Nacht
der Bär ließ kein Auge von dem Schäfer
und hatte großen Hunger der Schäfer aber
starrte den Bären unentwegt an und damit
ihm die Augen nicht zufielen sang er
alle Lieder die er
wusste am nächsten Morgen schaute der
Hofmarschall durch das vergitterte
Fenster und dachte nur noch die
abgenagten schäferknochen
vorzufinden doch was sah er der wilde
Bär lag zusammengekauert in seiner Ecke
und an die türgelehn stand der Schäfer
heil und
unverletzt er führte ihn vor den König
und der großmächtige Herr rief brausend
vor Zaun nun du Dickschädel nun hast du
dem Tod ins Auge geschaut willst du mir
nun endlich lang sei dein Leben
wünschen der Schäfer aber erwiderte mit
heller Stimme und wären es zehn Tode
gewesen ich fürchte sie nicht gibst du
mir nicht deine Tochter zur Frau so
bleibt mein Mund verschlossen
so sei es schrie der König wütend den
zehnfachen Tod sollst du
erleiden und er befahl den Schäfer vor
die wilden Schweine zu werfen die Wachen
führten ihn zu einem Käfig aus arms
dicken Eisenstangen und darin waren zehn
ungeheure Eber mit Hauern so lang und
scharf wie Krummsäbel
gefangen kaum hat man den Jüngling in
den Zwinger geschlossen da sprangen ihn
die Eber an und wollten ihnen Stücke
reißen so groß war ihr Hunger der
Schäfer aber zog geschwind seine
Hirtenflöte aus der Tasche und bliesß
ein Tanzlied darauf und die wilden Eber
lauschten staunnd erhoben sich auf ihre
Hinterbeine und begannen schwanken zu
tanzen so hell und fröhlich Klang seine
Weise die wilden Schweine tanzten und
tanzten doch so wunderlich ihr Anblick
auch war der Schäfer verschluckte sein
lach
in dem Käfig war er gefangen inmitten
der mächtigen Eber zehn Tiere auf mal
aber konnte er nicht bannen mit seinem
blauen Blick und so spielte er fort und
fort und blies immer schneller die
Schweine drehten sich im Kreis um und um
und um und immer behender bis sieen ganz
schwindlig wurde und sie übereinander
fielen erschöpft und außer Atem nun
endlich wagte der Schäfer zu lachen und
er lachte so und lang die Sonne ging auf
der Hofmarschall kam und dachte nur noch
abgenagte Knochen vorzufinden und der
Schäfer lachte noch immer dass ihm die
Tränen über die Wangen liefen dem König
wurde gemeldet dass der unbeugsame Hirte
immer noch am Leben sei eilig reichten
die Kammerdiener ihm die goldenen
Pantoffeln und zogen ihm hurtig und mit
Bücklingen seinen königlichen
Morgenmantel über denn der König hatte
einen solchen Zorn dass ihm der an
schwoll und sie ihn
fürchteten nun hast du dem zehnfachen
Tod ins Auge geblickt du Sohn eines
Ochsen fuhr der König den Hirten an
willst du mir nun endlich lang sei dein
Leben
wünschen der Jüngling aber erwiderte und
wären es hunder Tode ich lasse mich
nicht beugen gibst du mir nicht deine
Tochter zur Frau so bleibt mein Mund
verschlossen du hast ein Urteil
gesprochen
rief da der König schnaubend den
hundertfachen Tod sollst du
erleiden und er befah den Hirten in die
Schlangengrube zu
werfen auf des königsgeheiß führte die
Wache den Hirten zu einem Brunnen einem
engen aus Quadersteinen gemauerten
Schacht rundum mit hundert geschärften
Sicheln bestückt wer dort hineinfiel
wurde elendig
zerstückelt und in seiner Tiefe von
einer ckel matt beleuchtet hoben und
schoben sich baumlange weiße Schlangen
auf und ab als nun der Schäfer den
Schacht mit den geschärften Messern und
auf seinem Grund die Schlangen sah bat
er die Wachen ihn allein zu lassen damit
er sich Bedenken könne vielleicht würde
er angesichts der Schlangengrube seine
Meinung doch noch ändern gestand er
ihnen und sich des Königs Willen
unterwerfen also gingen die Wachsoldaten
beiseite und ließen den Hirten allein
der aber lehnte seinen schäferstab gegen
den Schacht hängte seinen wandersack
daran zog seinen Mantel darüber und
setzte seinen Hut darauf und von dem
flackernden Fackellicht beschienen
wirkte die Kleiderpuppe wie ein
Schafhirte der sich Gedanken versunken
über den Brunnen beugte als er nun alles
so hergerichtet hatte rief er hey Männer
kommt herbei mein Entschluss ist gefasst
lieber will ich in die Grube fallen als
mich dem König beugen
und er verbarg sich hinter einer hohen
Mauer die Wachsoldaten packten die
Gestalt und stießen sie in den Brunnen
und als sie sie unten aufschlagen hörten
und auf dem Grund des Schachtes die
schlangeen zischten sagten sie
zueinander das wär es gewesen und gingen
davon einige unter ihnen jedoch dachten
was hat er schon getan er war ein
wackerer Mann und sie
zweifelten früh nächsten Morgen ging der
Hofmarschall zu der Schlangengrube er
trug ein helles Licht bei sich um die
abgenackten Knochen des Schäfers unten
auf dem Grunde der Schlangengrube zu
betrachten als er nun aber den Schäfer
sah der heil und unverletzt auf dem Rand
des Brunnens saß da fiel er beinah
hinterrüs so groß war sein Erstaunen er
führte ihn vor den König und dem schwoll
der Hals und sein Gesicht wurde
rabenschwarz vor Zorn und Grimm
nun du Schand du schint hob der König an
und fand das rechte Wort nicht womit er
dem Hirten fluchen könnte nun hast du
dem hundertfachen Tod ins Auge geschaut
willst du mir nun endlich lang sei dein
Leben wünschen und abermals erwiderte
der Hirte gibst du mir nicht deine
Tochter zur Frau so bleibt mein Mund
verschlossen der Hofmarschall trat hinzu
erregt euch nicht gnädigster Herr mnte
er leise und flüsterte lange in des
Königs Ohr also gut begann der König
aufs Neue meine Tochter kannst du nicht
haben doch will ich Dich in meine
Schatzkammer führen und dir meinen
Silberschatz zeigen und so viel wie drei
Esel zu tragen Vermögen so viele
Silbermünzen sollst du haben wenn du nur
die vier Worte lang sei dein Leben
sprichst als dann geleiteten der König
der Hofmarschall die Wachen und alle
Minister den Jüngling zu den
Schatzkammern und der hofnar hupfte
hinter drein und sang immer zu reden ist
silber schweigen ist
Gold siehst du das Silbergeld in den
Kästen und truh sagte der König als sie
in der Schatzkammer standen sprich nur
die vier Worte und alles ist
dein dem Hirten wurde heiß und kalt beim
Anblick all der Schätze doch dachte er
ich lass mich nicht kaufen ich lass mich
nicht beugen und entgegnete wieder gibst
du mir nicht deine Tochter zur Frau so
bleibt mein Mund
verschlossen solcher Eigensinn ärgerte
den König über die Maßen doch mäßigte er
seinen Unmut und führte den Hirten in
die Schatzkammer in der er sein Gold
aufbewahrte der hofstad folgte und
hinter drein hupfte des Königs Narr und
sang rotes Gold golden Schein verkaufst
dein Herz und die Liebe
dein und aufs Neue forderte der König
sprich lang sei dein Leben und ich will
dir so viel Goldtaler geben wie drei
Esel tragen
können dem Hirten gingen die Augen über
so viel goldener Überfluss lag in dieser
Kammer und dennoch verneinte er und
wiederholte seinen Spruch war der
Schäfer ein Dickschädel der König war es
nicht minder also bezwang der mächtige
Mann seinen Zorn und sprach lass uns zur
drittenkmer gehen die Hofgesellschaft
schloss sich an und der nar hupfte auf
einem Bein und sang Karfunkelstein
Karfunkelstein schön ist das
königstöchterlein sie traten in eine
Kammer angefüllt mit Edelsteinen die
funkelten und glühten so hell wie Sonne
Licht hier lagen alle schättze der Welt
beisammen dachte der Hirte geblendet und
verschloss seine Augen vor dem Reichtum
und seine Ohren vor des Königs
Angebot wenn er nur die vier Worte
spreche drei Traglasten wären
sein nein rief der Hirt unbeirrt nie und
nimmer die vier Worte sage ich nicht
nicht ums Leben nicht für Silber Gold
und Edelsteine
da sah der König ein dass er den Streit
nicht gewinnen könne nicht mit drohen
und nicht mit Locken gab nach und sprach
nun gut was soll's meinetwgen meine
Tochter sollst du haben doch das eine
musst du mir versprechen bist du erst
mein Schwiegersohn so sollst du die vier
Worte sagen und mir lang sei dein Leben
wünschen gewiss willigte der Jüngling
ein ist erst deine Tochter meine Frau so
will ich dir den Spruch sagen und dir
von Herzen ein langes Leben wünschen
diese Worte erhälten des Königs
schwarzgalliges Gesicht und er dachte
ins geheim sieh an er beugt sich dieser
Sohn eines Ochsen der Sieg ist
mein im ganzen Königreich wurde das
freudige Ereignis verkündet dass des
Königs einzige Tochter Hochzeit halte
und ein jeder im Land freute und
wunderte sich denn gar manchen
königlichen freier hatte das Mädchen
schon abgewiesen und nun einen armen
Schäfer ihr Herz
geschenkt es müssen seine blitzblauen
Augen sein die Sie gewonnen haben sagten
die Leute
zueinander so ein Fest hatte es noch nie
gegeben selbst die uralten im Lande
konnten sich an dergleichen nicht
erinnern alle waren geladen
aßen tranken und sangen nach dem
kirchgangen des trugen die Höflinge
einen gebratenen mit rotem Pfeffer
gewürzten Schweinskopf zur
Hochzeitstafel und setzten ihn dem König
vor nach alter Sitte sollte er ihn
zerlegen und einem jeden an der Tafel
seinen Anteil geben nun fuhr aber der
würzige Bratenduft dem König in die Nase
und er musste
Niesen lang sei dein Leben rief da allen
anderen zuvor der Schäfer mit heller
Stimme darüber freute sich der g ser wie
glockenleuten klangen ihm die vier Worte
und er sagte zu dem Jüngling an seiner
Seite du dickschäde war dies lange
Zaudern nötig wärest du bei Zeiten
einsichtig gewesen das ganze Märchen
hätten wir uns sparen
können als nach einem langen langen
Leben der alte König starb wurde der
scharfhirte mit den blitzblauen Augen
sein Nachfolger er war ein guter König
verständig und gerecht und und er zwang
keinen seiner Bürger dem eigenen Willen
zu
wierzuhandeln doch wenn er Nite
wünschten ihm Jung und Alt im ganzen
Land lang sei dein Leben weil sie
ihn
[Musik]
liebten danke fürs zuhören wenn dir das
Märchen gefallen hat und du noch nicht
schläfst würde ich mich über einen
Daumen nach oben und einen Kommentar
freuen und falls du noch nicht schlafen
kannst findest du hier ein weiteres
Märchen bis bald