Weihnachtliches Einschlaf-Hörbuch Märchen für Klein & Groß von Else Ury "Annelieses Weihnachtstraum"

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[Musik]
zuhören
annelises
Weihnachtstraum von else
Uri in der Kinderstube war es schon ganz
dunkel und noch immer kam der
Weihnachtsmann nicht
Annelise spitzte ihre kleinen Ohren und
lauschte angestrengt nur die leichten
Schritte der ab und zugehenden Mutter
welche noch die letzte Hand an die
Weihnachtstafel legte klangen aus dem
Nebenzimmer zu der kleinen
herüber sonst kein
Laut Vater war noch immer nicht von
seiner Reise zu rurückgekehrt und
soangee musste sich Annelise mit der
Bescherung
gedulden durch den starken Schneefall
hatten die Eisenbahnzüge alle
Verspätung die kleine rückte sich ihren
Kinderstuhl an das Fenster und presste
das stumpfnäschen gegen die beschlagene
Fensterscheibe
oh war das ein Wetter
draußen lustig tanzten große
Schneeflocken vom Himmel herab der
Sturmwind wirbelte sie vor sich her
er zerzauste die glitzernd weißen Bäume
und Sträucher drüben am Kirchplatz und
die Leute welche drunten an der
Straßenecke ihre letzten Tannenbäumchen
pfeilboten sahen wie Schneemänner
aus müde blinzelnd schaute die kleine in
das ARGE Schneetreiben hinaus den ganzen
Tag war sie aufgeregt und erwartungsvoll
herumgesprungen ganz schläfrig war sie
von all dem freu geworden
der Weihnachtsmann ließ sie diesmal auch
gar zu lange auf sich warten Annelieses
Augenlieder wurden schwer und immer
schwerer doch da was war denn das weit
auf riss sie plötzlich ihre Blauaugen
und starrte unverwandt in das Dunkel
hinaus das waren doch keine
Schneeflocken mehr die durch die eisige
Luft dahin
tanzten kleine schneeweiße
weihnachtsänglein waren es ja mit
flimmernden silberflügeln die vom
nächtlichen Himmel zur Erde herabflogen
sich leuchtend im Spiel und Reigen bei
Sturme drehten sich jauchzend haschten
und
jagten jetzt reichten sie sich jubelnd
die Hände und jetzt zerstoben sie
lachend in alle Winde hierhin und
dorthin flogen sie Annelise konnte es
ganz genau sehen ringsum an Tür und
Fenster pochten sie und Fenster und Tür
öffneten sich von selbst und ließen die
weihnachtsänglein ein aus dunklen Räumen
aber flammte plötzlich schimmernder
Kerzenglanz all die Weihnachtslichter
zündeten die Englein an im funkelnden
Lichterschmuck erstrahlten plötzlich die
Weihnachtsbäume die Englein aber flogen
weiter von Haus zu
Haus lauter kinderjubel halte hinter
ihnen
her kommt denn gar keins zu mir
flüsterte Annelise traurig und blickte
sehnsüchtig auf die vorüberhuschenden
Englein da hockte plötzlich ein
weihnachtsänglein draußen auf der
Fensterbrüstung und schaute mit
leuchtenden Augen durch die Scheiben es
zog den weißen flockenmantel ganz fest
um sich und stülbte auch noch die Kapuze
auf die goldenen Locken denn draußen war
es bitter
kalt bist du mein Weihnachtsengel
fragte Annelise
zutraulich warum kommst du nicht herein
das Englein blickte merkwürdig ernst
drein und jetzt öffnete es den Mund und
mit feiner Stimme sprach
es hast du es denn verdient Annelise
dass ich dir die weihnachtslichtchen
anzünde Annelise machte ein etwas
betretenes
Gesicht die letzten acht Tage bin ich
doch ganz artig gewesen meinte sie danch
kurz zur Überlegung aber der Engel
schaute sie immer noch unverwandt an
fast
ganzartig gab Annelise zögern zu und
wurde rot bis über die kleinen Ohren
denn einen Engel kann man nicht
belügen nur einmal habe ich beim Waschen
geschrien aber Punkt 8 bin ich jeden
Abend folgsam ins Bett
gegangen so sagte der Engel und wer hat
denn gestern Abend zu beten
vergessen ja weißt du meinte Annelise
eifrig ich kann doch nichts dafür dass
ich so schnell eingeschlafen bin gerade
als ich ans beten dachte da schlief ich
auch schon und wer hat sich denn heute
an die große pfefferkuchentüte in der
Ecke geschlichen und hat das schöne
marzipanherz
angeknabbert fragte das Englein weiter
die kleine machte ein bestürztes Gesicht
woher wusste denn der kleine Engel nur
es war doch kein Mensch im Zimmer
gewesen Annelise hatte doch erst gehörig
Umschau
gehalten Schau sprach das Englein wieder
mir kannst Du nichts Vorreden ich bin
nicht nur dein Weihnachtsengel nein ich
umschwebe dich das ganze Jahr all deine
guten und schlechten Gedanken kenne ich
in dieses Büchlein trage ich sie
ein und er zog ein silbernes
Notizbüchlein aus a der Seitentasche
seines glitzernden flockenröckchens und
hielt es dem kleinen Mädchen
hin siehst du Annelise was steht hier er
wies auf die eine Seite des Buches
Annelise buchstabierte mühsam denn sie
ging erst seit Ostern in die
Schule heute hat Annelise heimlich durch
das Schlüsselloch geguckt um zu sehen ob
Mama für Puppe Hildegard ein ne
wintermäntelchen zu Weihnachten
schneidert die kleine senkte
schuldbewusst den Kopf und hier sprach
der Engel vorwurfsvoll weiter was liest
du
hier das kleine Mädchenbuch staberte
Annelise hat als sie mit verbundenen
Augen das neue weihnachtskleidchen
anprobieren sollte sich heim Fusseln und
Fädchen
herausgezogen um zu sehen welche Farbe
es
habe ja hellblau ist es jubelte Annelise
auf aber vor dem strafenden Blick des
kleinen Engels verstummte sie
plötzlich das ist aber noch lange nicht
alles sprach das Englein weiter wie
neidisch bist du neulich gewesen als die
kleine Irene mit der von schlegeholt wde
und dann ganz traurig wurde das Englein
mit einem Mal als das arme blasse
lähnchen das ihres Fleißes wegen in der
Schule eine freistelle bekom hat mit dir
in der Pause gehte hast denüen gekehrt
und hast hochmütig
gesag kellerkern geh ich
nicht ja bist eincht schlechtes kleines
mä
das Englein schwieg und Annelise senkte
nun ganz beschämt den braunen
Lockenkopf große tränen kullerten über
ihre frischen Bäckchen nightid und
Hochmut sind zwei recht hässliche
Eigenschaften in einem
Kinderherzen sagte das Englein wieder
komm mit mir ich will dir zeigen wie
wenig Grund du zu beidem gehabt hast das
Englein pfff und da stand plötzlich das
ni
kleine Automobil das man sich denken
konnte vor ihnen es war ganz aus süßem
Pfefferkuchen und die Räder waren aus
silbernen und goldenen
weihnachtsnüssen das Englein schob den
Fensterriegel zurück streckte die Arme
nach Annelise aus und da saß sie auch
schon in dem kleinen Automobil an der
Seite des
[Musik]
weihnachtsengels ich werde mich erkälten
wollte Annelise noch rufen aber schon
machte das Automobil Töff Töff Töff und
flog wie der Wind durch die eisige
Winterluft
dahin das Englein aber schlug seinen
Mantel um Annelise der dehnte und dehnte
sich und nun war es der Kleinen ganz
mollig
darunter an einer glänzend erleuchteten
Villa hielt das Pfefferkuchen
Automobil hier wohnte die kleine
Irene das Englein nahm lie an die Hand
und flog mit ihr an das Fenster zwei
große kucklöcher hauchte der Engel in
die Eisblumen der Fensterscheiben und
nun konnten sie das ganze Zimmer
übersehen ein prächtiger funkelnder Saal
war es in den Annelise schaute in der
Mitte des Saales stand auf der Erde ein
riesiger Weihnachtsbaum und reichte mit
seiner goldenen Spitze bis an die Decke
und ringsum an den Wänden zog sich die
reiche Wein afel entlang war das eine
Pracht aber keine frohe
Weihnachtsstimmung keine warme
Herzensfreude herrschte in diesem
glänzenden Raum kein kinderjubel
erscholl stöhnend und scheltend saß
Irenes Alter Großonkel bei dem die
Kleine jetzt seit dem Tode der Eltern
lebte in seinem Lehnstuhl am Kamin er
rieb sich das Gichtkranke schmerzende
Bein missmutig starrte er in die
knisternden
Flammen keinen Blick hatte er für die
kleine Irene welche mit ernstem
Gesichtchen und traurigen Augen zwischen
all ihren herrlichen Geschenken stand
die kleine schaute in das dichte grüne
geess des Tannenbaumes und leise
liebkosend glitt ihr Händchen über die
feinen
Nadeln kleiner war ihr Weihnachtsbaum im
vorigen Jahr gewesen aber ihr Mütterchen
hatte ihn selbst geschmückt nicht so
reiche Gaben lagen auf dem
weihnachtstische aber Vater hatte sein
Töchterchen auf das Knie genommen und
mit ihr die Bilder in dem neuen
Märchenbuch
besehen und
jetzt tapfer schluckte Irene die Tränen
herunter und trat zu dem griescrämigen
Onkel um ihm zu
danken aber freuen so von Herzen freuen
konnte sie sich nicht mit den kostbaren
Geschenken welche fremde ohne Liebe und
Verständnis für die kleine Weise
eingekauft
hatten bist du noch
neidisch fragte der Engel Ernst
Annelise schüttelte den Kopf sprechen
konnte sie nicht die Tränen wirkten sie
im
Halse sie stiegen wieder in das kleine
Automobil laut tutend sauste es davon in
eine enge schmale gassebog ist plötzlich
und hielt vor einem ganz verwitterten
Häuschen ausgetretene Steinstufen
führten zu dem schusterkeller hinab ind
dem das arme lähnchen zu Hause war aber
rein und klar waren die
Fensterscheiben blütenweiße Gardinen
hingen an den kleinen Fenstern durch die
das Englein mit Annelise
schaute blitzsauber war die enge Stube
und blühende geranientöpfe schmückten
das Fenster Sems auf dem weiß deckten
Tische prankte ein winziges
Christbäumchen nur Sperlich mit Lichtern
besteckt Schulhefte und Bleie eine
billige Puppe für das kleinste und ein
wenig Pfefferkuchen das waren die ganzen
weihnachtsgaben aber jubelnd umsprang
die rein gewaschene kleine Gesellschaft
ihren Weihnachtstisch und die Eltern
schauten froh auf ihre glücklichen
Kinder jauchzend
es von hellen
Kinderstimmen stille Nacht heilige
Nacht und dann brachte lähnchen ihre
weihnachtsarbeiten herbei eine wollene
Weste hatte das kleine fleißige Mädchen
für die Mutter gestrickt und Vater der
immer in der kalten Schusterwerkstatt
sitzen musste bekam einen warmen
Schal hast du auch deine
weihnachtsarbeiten fertig Annelise
fragte das Englein seine kleine
Begleiterin Annelise schüttelte den
braunen
Krauskopf der Rand fehlt noch an Mamas
Seiflappen und auch an Papas Pantoffel
habe ich noch drei Reihen Kreuzstich zu
arbeiten sagte sie ganz ganz leise so
sehr schämte sie
sich siehst du dass das kleine Arme
lähnchen viel mehr wert ist als du
sprach das Englein und nickte ernst mit
dem Kopf so nun komm nach Hause ich
denke du bist jetzt von deinem nightid
und deinem Hochmut gründlich
kuriert das pfefferkuchenautomobil jagte
mit ihnen heim und das weihnachtsänglein
setzte Annelise wieder in ihr
Kinderstühlchen für diesmal will ich
noch Gnade für Recht ergehen lassen und
dir trotzdem du es gar nicht verdient
hast die weihnachtslichtchen anzünden
denn ich weiß im Grunde deines Herzens
bist du nicht bös aber nun bessere dich
bis n
J damit flog das Englein in die
Nebenstube die Tür tat sich plötzlich
auf heller
weihnachtskerzenglanz flutete in das
dunkle
Kinderzimmer und im Türrahmen standen
Vater und Mutter lächelnd blickte Mama
auf ihre kleine anelise die in ihrem
Kinderstühlchen fest eingeschlafen
gewesen und sich noch ganz verschlafen
die Äuglein
Reb blinzelnd schaute sie
umher wo war denn ihr kleiner
Weihnachtsengel geblieben den sie noch
eben hatte durchs Zimmer fliegen
sehen ja der war längst schon wieder
draußen und lugte zum Fenster in das
Zimmer hinein wo Annelise jubelnd den
funkelnden Weihnachtsbaum umtanzte
[Musik]
danke fürs zuhören wenn dir das Märchen
gefallen hat und du noch nicht schläfst
würde ich mich über einen Daumen nach
oben und einen Kommentar freuen und
falls du noch nicht schlafen kannst
findest du hier ein weiteres Märchen bis
bald
