8. Oktober 2024

Kai Zorn Wetter
20 Abonnenten
5 Videoaufrufe·08.10.2024
Sturm am Donnerstag etwas schwächer, dann kühler und zunehmend Hochdruck.
Ich hoffe ja, dass das einigermaßen hinhaut mit dem Wind.
Ich habe mich jetzt mal so ein bisschen hier in den Windschatten zurückgezogen.
Vom, Achtung, Schwarzkogel auf 2030 Meter Höhe in den Kitzbüheler Alpen.
Wir schwenken mal kurz hier rüber.
Da sieht man zum Beispiel, Moment, das Kaisergebirge.
Und da hinten rüber sind die Lofener und Leonganger Steinberge.
Aber zurück hier zum Schwenk.
Wir wollen kurz über das Wetter reden.
Ich grüße Sie und grüße Euch.
Was ich ganz interessant finde, bevor wir über den Wind der nächsten Tage sprechen.
Schaut mal, hier ist unten logischerweise ein Tal.
Das ist so richtig schön ausgebeult.
Und da drüben auf der anderen Seite, da ist so ein Rand.
Und das sieht aus wie die Seitenmoräne der Gletscher aus der letzten Eiszeit.
Und hier hinten im Hintergrund ist der Alpenhauptkamm.
Und das müsste, wenn mich nicht alles täuscht, da vorne der GroßVenediger sein.
Und da sehen wir dann gleichzeitig auch die Föhnmauer.
Da hinten zum Beispiel sehr schön erkennbar, wenn man da in die Berge jetzt reinzoomt.
Ich versuche mal ganz reinzugehen.
Da kommen die Wolken drüber von der Alpensüdseite.
Und dann ist das eben hier noch der Föhn, der da hinten im Westen schon zusammengebrochen ist.
Das sieht dann nämlich so aus, wenn die Wolken da drüberkappeln.
Soweit die Einleitung.
Achtung, noch einmal rübergehen.
Es geht sogar einigermaßen vom Wind her.
Jetzt habe ich mir den sogenannten Zwölferlauf vom deutschen Modell Aiken angeschaut.
Die Modelle sind ja ein bisschen zurückgerudert, was den Wind angeht von Ex-Hurricane Kirk,
der jetzt auf Kurs Europa ist.
Und die Windgeschwindigkeiten sind nochmal runtergerechnet worden.
Das amerikanische GFS-Modell ist da noch ein bisschen offensiver.
Aber wir werden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Windfeld bekommen.
Das zieht von Frankreich her, dann über Baden-Württemberg, Bayern weiter,
dann Richtung Hessen, Thüringen, Sachsen, schwächt sich dann ab und immer weiter nach Nordosten.
Es ist, glaube ich, jedem klar, dass man am Donnerstagmorgen in der Nacht auf Donnerstag
und am Donnerstagmorgen nicht durch Wälder geht.
Am besten natürlich auch Bäume meidet.
Es ist jetzt nicht so, dass es reihenweise Bäume umhauen wird.
Aber es können größere Äste abbrechen.
Es kann auch mal ein Baum umstürzen.
Es kann mal eine Mülltonne umfliegen oder ein Plastikstuhl.
Das erinnert mich an dieses eine.
Kennt ihr das vielleicht?
Orkan Lothar, ich war dabei.
Nee, nicht Lothar, Kyrill.
Ich war dabei, wo da ein Plastikstuhl am Boden liegt.
Ja, auf alle Fälle hier bitte nicht irgendwo in den Wäldern unterwegs sein.
Der Donnerstag bleibt dann auch unruhig, wenn die Regenfront abgezogen ist.
Dahinter folgen noch ein paar Schauer, teils auch Gewitter.
Alles mit ruppigem Wind.
Es wird ein sehr ruppiger Tag werden am Donnerstag.
Danach gibt es sogenanntes Rückseitenwetter am Freitag.
Dann müsst ihr euch das so vorstellen.
Alles das, was wir hier haben, ist in Wolken gehüllt.
Hier gibt es Schnee. Das ist dann kein Regen mehr.
Das wird hier alles eingeschneit sein.
Und der Winter kommt dann hier in die Berge zurück.
Wir kriegen dann ab dem Wochenende immer mehr Hochdruck.
Und auch die Mittelfristaussichten sehen sehr hochdruckdominiert aus.
In den Ensembles sind sehr milde Läufe drin.
Das heißt aber nicht, dass es warm wird unten,
sondern mit der Vorgeschichte und der Feuchtigkeit werden wir es mit viel Nebel und Hochnebel zu tun bekommen.
Schaut mal, da kommt gerade die Sonne raus.
Das heißt Inversionswetterlage in den Niederungen häufiger Nebel und Hochnebel.
Und dann spekulieren wir mal ein bisschen, weil wenn wir so eine Hochdrucklage haben,
die über einen längeren Zeitraum geht, über ein paar Wochen, zwei, drei Wochen,
und dann kommt mal die richtige Konstellation eines Polarluftvorstoßes,
kann das ganz schnell gehen.
Und ich bleibe dabei, Mitte November, um Mitte November herum kriegen wir den ersten Schnee.
Jetzt gehe ich nochmal hier hoch, weil die anderen, mit denen ich hier oben bin,
die habe ich nicht in die Wüste geschickt, aber schon mal weg, damit die mich nicht im Bild rumeiern.
Da ist das Kaisergebirge.
Und wenn wir da rüber schwenken, da hat der Föhn schon aufgehört.
Ups, falscher Knopf.
Es ist schon alles in Wolken gehüllt.
Und in anderthalb, zwei Stunden wird das hier oben auch der Fall sein.
Soweit mal wieder Berg- und Wetterliebe in einem.
Ich schwenke euch noch einmal hier nach Süden in die Alpen rein
und wünsche euch einen schönen Abend und bis morgen aus dem Studio.
