Gipfeltreffen: QS24 beleuchtet die bio-psycho-soziale Resilienz und die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft
Im Rahmen des Gipfeltreffens im Format Kolloquium Spirit von wikiSana widmet sich das Schweizer Gesundheitsfernsehen QS24 heute entscheidenden Aspekten eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses. Dabei wird betont, dass Gesundheit nicht allein durch physische Faktoren bestimmt wird, sondern auch maßgeblich von der Interaktion zwischen Geist, sozialem Umfeld und deren Verbindung zueinander geprägt ist - ein Konzept, das in der Medizin als bio-psycho-soziale Resilienz bekannt ist.
Die heutige Sendung nimmt ein brisantes Thema in den Fokus: die zunehmende Bereitschaft der Gesellschaft zur Gewalt. Ist es mehr geworden, scheinbar mehr – hat man überhaupt was von den Lehren grosser Propheten verstanden?
Die Gäste der Sendung, darunter Prof. Dr. Jörg Spitz, renommierter Nuklearmediziner und Präventionsmediziner, Prof. Dr. Hartmut Schröder, anerkannter Kulturwissenschaftler, sowie Hüseyin Haybat, Vertreter des Sufismus, und Krishna Hindu-Mönch Premarupa Dasa, bringen ihre Expertise ein, um die Zuschauer durch eine informative und reflexive Diskussion zu führen.
▬ Experten ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Prof. Dr. Jörg Spitz, Nuklearmediziner, Präventionsmediaziner Prof. Dr. Hartmut Schröder, Kulturwissenschaftler Hüseyin Haybat, Mitglied des Internationalen Sufi Movement, Lehrer und Schüler Moderation: Alexander Glogg Sendungsnummer: KolSp_240217_S3_Black
▬ Über QS24 ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ QS24 stellt die erste deutschsprachige Informationsdatenbank dar, die die Naturheilkunde und ganzheitliche Medizin inklusive der Psyche abdeckt. Somit hat man eine weitere Sichtweise in Ergänzung zur herkömmlichen Medizin.
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Vielen Dank! Ihr #QS24 Gesundheitsfernsehen aus der Schweiz 🇨🇭
Herzlich willkommen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
hier in unserem Format vom «Colloquium Spirit».
Wir haben gerade so ein bisschen zusammengesessen und uns gefragt,
ob auch die Gewaltbereitschaft innerhalb der Menschheit immer mehr zugenommen hat.
Überall sind Krisen da, überall schreibt man nach Waffen.
Hat das etwas mit uns Menschen zu tun oder werden wir einfach medial hier irgendwie
in etwas reingedrückt, was wir eigentlich als Menschen gar nicht wollen?
Das möchten wir heute ein bisschen diskutieren.
Sicher nicht abschliessend, aber so ein bisschen philosophisch diskutieren
in dieser Runde, die ich Ihnen gleich vorstellen werde.
Nach dem Intro legen wir los. Bleiben Sie dran.
Ja, und da sind wir wieder.
Und jetzt darf ich Ihnen auf meiner linken Seite Hüseyin Haybat vorstellen.
Er ist Sufi-Lehrer und Schüler, sagst du immer wieder so gerne.
Man lernt nie aus, gell?
Herzlichen Dank, dass du da beiwohnst.
Und auf meiner rechten Seite Prof. Dr. Jörg Spitz und Prof. Dr. Hartmut Schröder.
Und mit dir möchte ich gerne mal so anfangen, lieber Hartmut.
Was sind so deine Eindrücke, wenn du heute auf die Welt schaust?
Ist es nicht alles ein bisschen schlimmer geworden?
Ja, das sieht ganz so aus.
Das betrifft ja das Außen.
Wir haben Kriege in Europa und wir haben Konflikte innerhalb unserer Gesellschaften.
Glücklicherweise keine Bürgerkriege, also Auseinandersetzungen,
die eher verbal stattfinden.
Aber wir sollten uns da auch nichts vormachen.
Gewalt kann sich auch auf Sprache und Kommunikation beziehen.
Und vielleicht ist es sogar so, dass es dort anfängt und dann irgendwann mal ausufern kann.
Jetzt ist es natürlich so, diese Frage hat die Gewaltbereitschaft zugenommen.
Die ist ja nicht ganz einfach zu beantworten.
Wir müssen erstmal in einer bestimmten Perspektive denken.
Gehst du jetzt davon aus, seit Beginn der Geschichte der Menschheit?
Oder betrifft es unser eigenes Leben?
Was das Letztere betrifft, kann ich aus meiner Lebenserfahrung heraussagen,
ja, also das sieht ganz so aus, dass die Gewaltbereitschaft größer geworden ist.
Dass wir mit mehr Gewalt zu tun haben, jedenfalls im unmittelbaren Umfeld.
Ja, wie gesagt, wir haben Krieg in Europa.
Wir haben wirklich sehr, sehr unangenehme Auseinandersetzungen in unserer Gesellschaft.
Insbesondere natürlich durch die Zeit der Corona-Krise.
Wir haben Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen,
sei das nun Political Correctness und wie man damit umgeht.
Also alles in allem sehe ich da eine ungute Entwicklung.
Und deshalb ist es, glaube ich, gut, wenn wir mal darüber sprechen,
was die Ursachen dafür sein können und vor allem, was wir dagegen tun können.
Hast du schon einen Ansatz?
Denn was ich so feststelle, ist einfach, man redet nicht mehr miteinander.
Man geht relativ schnell ins Äußerste über.
Und alle Handlungen werden gerechtfertigt als zum Wohle der Menschheit, um Frieden zu bringen.
Der ist der Böse, ich bin der Liebe und der liebe Gott steht hinter mir.
Das ist schon sehr fraglich.
Ich habe einfach die Dialog, die Kommunikationsfähigkeit verloren.
Oder ist es immer mehr der Kapitalismus, der verhindert, dass noch geredet wird?
Ja, ich glaube, es ist das Letztere, wenn wir unter Kapitalismus ein Wirtschaftssystem verstehen,
in dem der Profitgedanke alles andere steuert, in dem also der Profit für ein Unternehmen an erster Stelle steht.
Wir haben das ja in den verschiedenen Krisen, die jetzt gerade ablaufen, können wir das ganz klar beobachten.
Es geht immer um Interessen, um kommerzielle Interessen.
Und mir tut das wirklich regelrecht weh, wenn ich jetzt höre, dass eben durch die Äußerungen von Trump in den USA,
in Sachen NATO, wir sind jetzt ja im Februar 2024, dass sich die Rüstungskonzerne korrigiert fühlen,
jetzt wieder eine Rolle zu übernehmen, diese Lücke zu füllen und mehr Waffen herzustellen.
Das haben wir aber nicht nur in diesem Bereich, sondern das haben wir eben auch im Bereich, wo es immer noch um die Impfdiskurse geht.
Wir haben das in den Bereichen, wo ausgegrenzt wird, wo wirklich auch sehr, also mithilfe von subtiler Gewalt,
teilweise Menschen an den Rand der Gesellschaft gestellt werden, ihnen Existenzrechte abgesprochen werden.
Und ich glaube, dass wir da auch ansetzen sollten.
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Danke ganz herzlich und weiterhin viel Spass mit der Sendung. Auf Wiedersehen.
Und ich würde jetzt mal zwei Dinge zunächst benennen.
Es hat immer mit diesem Grundprinzip der gegenwärtigen Gesellschaft zu tun.
Das ist dieses Profitprinzip. Es geht immer um den Profit, es geht um das Geld.
Und damit verbunden ist eine Logik der Machbarkeit und eine Logik der ständigen Beschleunigung.
Es muss immer noch mehr, immer noch besser gehen.
Es ist eine Geschichte ohne Ende. Das schaukelt sich immer noch höher.
Und wenn das vielleicht 100 Jahre in der Geschichte der Menschheit, Kapitalismus gibt es ein bisschen länger sogar schon,
vielleicht sogar für die Entwicklung der Menschheit gut gewesen ist, dieses Prinzip, weil dadurch auch sehr viel Positives entstanden ist,
so schlägt das irgendwann mal um in das Gegenteil.
Und ich bin ganz sicher, dass wir die Probleme, die wir heute lösen, nur lösen können,
wenn wir stärker auch in der Wirtschaft das Prinzip der Gemeinwohlorientierung verankern und auch das Prinzip der Nachhaltigkeit.
Aber jetzt nachhaltig, wirklich mal ganzheitlich gedacht.
Nicht nachhaltig im Sinne dieses kapitalistischen Systems, sondern von Menschen aus gedacht.
Das ist, glaube ich, ein wesentlicher Punkt, also ein Wirtschaftssystem, das gemeinwohlorientiert ist.
Ich glaube, ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaftssystem würde niemals die eigene Rüstungsindustrie jetzt in den Mittelpunkt stellen
und sich freuen, wenn man wieder mehr Waffen produzieren kann, weil niemand würde daran verdienen.
Das müsste dann schon irgendwie etwas anderes sein.
Und der zweite Punkt, den ich mal zur Diskussion stellen möchte, da hängt es ein bisschen vielleicht von dem ab, was wir das Menschenbild nennen.
Wir haben ja alle implizit, auch wenn wir es nicht offen sagen, ein bestimmtes Menschenbild.
Ist der Mensch gut? Ist der Mensch von Natur aus eher schlecht?
Und da sieht es mir so aus, dass dieser ganze Gewaltzyklus, mit dem wir im Moment konfrontiert sind,
auch daher rührt, dass Menschen unglaublich Angst gemacht wird vor anderen, vor dem Fremden, so wie wir das lange nicht mehr kannten.
Das heißt, das andere oder der andere wird regelrecht verteufelt.
Und mit dem anderen gibt es natürlich kein Gespräch, keinen Kontakt, sondern da gibt es eben nur die Konfrontation über Gewalt.
Und das müssen wir eben ändern.
Und deshalb würde ich gleich zu Beginn sagen, obwohl ich ja auch Wissenschaftler bin,
wir werden das nicht jetzt rein auf der rationalen Ebene ändern können, indem wir Argumente dafür haben, warum Gewalt nicht gut ist,
sondern das hat eine zutiefst spirituelle Dimension.
Ohne Spiritualität werden wir nicht die Kraft und auch nicht die Kreativität und auch nicht die Motivation haben,
wieder zu einem friedlicheren Leben zurückzugehen.
Wobei, das sage ich hier auch, weil sonst die Fragen natürlich sofort kommen,
es ist ja nicht so, dass es Gewalt in der Geschichte der Menschheit vorher nicht gab.
Es betrifft eher unsere Lebenserfahrung, die wir nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen sind.
Gewalt spielte immer in der Geschichte der Menschheit eine Rolle, wahrscheinlich von Beginn an.
Allerdings ist eben heute die Dimension und das, was vernichtet werden kann durch moderne Waffen,
ist in keinem Verhältnis zu dem, was in allen Kriegen dieser Welt, die bisher stattgefunden haben, aufgezeichnet wird.
Ich erinnere, bevor ich in die Spiritualität gehe nochmals, das war der Erste Weltkrieg,
da haben auch Frankreich und Deutschland lange, lange Kriege geführt.
Und dann hat man sich hingesetzt und gesagt, komm, wir machen Frieden.
Sache jetzt erledigt, alle hatten Freude.
Aber wieso muss man immer durch das Tal der Tränen durch und Millionen Menschen müssen leiden?
Nur weil hier irgendwo im oberen Bereich von den Regierungskreisen Leute das entscheiden,
dass junge Leute an die Front sollten und letztendlich viel Leid erfahren müssen.
Ich denke einfach, in der Spiritualität haben wir auch gehört, ist Gewalt nie eine Lösung, noch nie.
Haben wir denn nichts gelernt von diesen weisen Propheten, die auf der Erde schon waren,
die eine andere Kommunikation uns hinterlassen haben?
In gewisser Weise könnte man vielleicht sagen, dass wir tatsächlich nichts gelernt haben
oder dass wir es als zu gemütlich finden, nichts zu lernen.
Denn wenn wir uns entwickeln wollen als Menschheit, dann ist da auch eine gewisse Anstrengung nötig
für diese Entwicklung, die wir in unserer Geistesschulung auch einbringen müssen.
Und ich denke, dass wir heute eher viele Ablenkungen von dieser Geistesschulung haben,
die wir eigentlich auch in der Vergangenheit noch nie hatten.
Sei es durch das Internet, sei es durch Computer, Computerspiele.
Es gibt so viele Ablenkungen, die uns heute davon abhalten,
unsere Konzentrationsfähigkeit, unsere geistige Schulung auch voranzubringen.
Dass man, wenn man da nicht aufpasst, sehr schnell eigentlich völlig abgelenkt ist
und sein Geist nicht schult.
Als ein Beispiel zum Beispiel, um es zu bringen, könnte man als geistige Schulung
zum Beispiel den Gedanken bringen, dass man sich darin üben kann,
sich in die Lage eines anderen zu versetzen.
Weil Konflikt und Streit und Gewalt, das fängt ja immer bei uns an.
Das sind ja auch die Konflikte, die wir mit unseren Mitmenschen haben
oder die wir über Ideen haben.
Und sich dann hinzusetzen, wenn man zum Beispiel miteinander diskutiert,
sich wirklich dem Gegenüber aufmerksam zuzuhören
und auch zu versuchen, von der anderen Seite etwas zu betrachten.
Nicht, weil man sich hergeht und sagt, ich gebe jetzt meine auf,
sondern um die eigene Betrachtungsweise einfach zu erweitern,
um eine 360-Grad-Sicht zu bekommen.
Und das verlangt eine gewisse Selbstdisziplin natürlich,
dass, wenn man etwas hört, was einem nicht gefällt,
dass man nicht gleich da mit Gewalt, wenn es auch nur verbale Gewalt ist,
aber dass man nicht gleich eine Gegenreaktion bringt,
sondern diesen Impuls, der vielleicht hochkommt, zurückhält
und versucht zu gucken, aus welcher Betrachtungswinkel guckt der andere darauf
und dann dementsprechend auch darauf zu antworten, das mit einzubeziehen.
Und das sehen wir eigentlich immer häufiger,
dass auch diese Impulskontrolle dann teilweise gar nicht mehr vorhanden ist
und man dann eher sagt, wenn du das so sagst,
also ich übertreibe jetzt mal so ein bisschen nach Cowboy-Manier,
dann zücke ich meine oder lass uns dann duellieren gehen,
dann haben wir geregelt, wer hier Recht behält.
Ich glaube, dass das für die menschliche Entwicklung aber sehr wichtig ist,
dass wir diese Entwicklung des Geistes, die Schulung des Geistes,
die Trainierung des Geistes auch in den Vordergrund stellen.
Und heutzutage spielt das eigentlich in unserer schulischen Bildung zum Beispiel gar keine Rolle.
Wir schicken Kinder in die Schule,
selbst wenn wir jetzt diesen Aspekt mal beiseite lassen,
wir bringen den Kindern in der Schule noch nicht mal bei, wie man eigentlich lernt.
Also Lernmethodiken werden nicht mal beigebracht.
Geschweige dann, dass man den Kindern beibringt, wie man den Geist schult
und was der Geist eigentlich ist und was noch darüber hinaus vielleicht noch im Menschen ist.
All das wird in unserem ganzen Schulsystem gar nicht gelernt.
Es geht rein um Ratio, lerne zu rechnen, lerne zu schreiben, lerne zu lesen.
Ich übertreibe es jetzt ein bisschen mal.
Und dann wird vielleicht noch ein bisschen Musik beigebracht, aber Musik ist nicht so wichtig.
Hauptsache, du kannst Mathe, du bist gut in Schreiben und Lesen.
Das sind die Dinge, die den Schöngeist betreffen,
die uns als Menschheit, als Kultur entwickeln würden,
die spielen in der Schule eigentlich eine untergeordnete Rolle,
sind dann teilweise da so als Anhängsel.
Teilweise fallen sie dann auch komplett weg, weil man nicht genug Lehrer hat.
Und der Fokus liegt immer darauf, zu sagen, das sind die Fächer, die du lernen sollst.
Und um noch eins obendrauf zu setzen, sagen wir den Kindern,
du bist ein Einzelschüler, du bist ein Zweierschüler, du bist ungenügend.
Und jetzt muss man uns auch mal ein bisschen vergegenwärtigen,
was wir da eigentlich in den Geist der Kinder einprägen,
wenn wir ihnen in so einem jungen Alter schon sagen, du bist ungenügend.
Und welches Gewaltpotenzial das dann später wieder mit sich bringt,
weil man dann eben die Anerkennung, die Liebe gar nicht erfahren hat,
sondern immer nur, du bist nicht gut genug.
Und das sind vielleicht so Aspekte, die man berücksichtigen sollte.
Und wenn man dem dann gegenüberstellt, wie wäre ein Schulsystem,
wo wir alle miteinander auch lernen und üben würden,
wie wir unser Geist schulen können, wie wir uns selbst schulen können,
uns selbst entwickeln können und über dieses egoistische,
ich möchte überleben, Impuls uns auch hinaus entwickeln können.
Denn wenn wir ehrlich sind, in unserer Gesellschaft, wo wir heute leben,
unser Leben direkt bedroht ist eigentlich relativ selten.
Also die wilden Tiere, die uns dann in einer bestimmten Zeit unseres Lebens gejagt haben,
das sind jetzt vielleicht die Autos, die uns manchmal auf der Straße jagen.
Aber diese Impulse haben ja ihre Berechtigung.
Aber wir haben diese Impulse, nutzen wir nicht mehr nur dort,
wo sie ihre Berechtigung haben, sondern sie sind so zu einem Allgemeingut geworden.
Angst ist da ja ein gutes Beispiel.
Angst kann uns dabei helfen, einen Satz zu machen, Entfernungen zu laufen
in einer Geschwindigkeit, wie wir sie vorher noch nie hinbekommen hätten,
weil es Reserven mobilisiert.
Aber es schränkt uns auch ein, es fokussiert sich nur einfach darauf.
Und wenn wir aber in einer Gesellschaft leben, in der uns immer wieder Angst gemacht wird,
Angst vor dem Fremden, Angst vor Krankheit, Angst vor diesem, Angst vor jenem,
dann werden wir in einen permanenten Angstzustand versetzt,
in dem menschliche Entwicklung aber nicht mehr stattfinden kann.
Und das sind eigentlich unbegründete Ängste.
Denn keine dieser Dinge bedroht unser Leben unmittelbar.
Ein paar Gedanken dazu.
Ja, superschön. Ich kann es manchmal einfach auch nicht damit umgehen,
wenn ich erwachsene Menschen sehe, die aufeinander losgehen.
Wie im Kindergarten, oder? Und jetzt machen wir das immer mehr im Grossen.
Wenn ich sehe, wie ohnmächtig ich bin, wenn ich im Moment die Situation auch in Palästina anschaue,
wie ohnmächtig. Ich verstehe es auch gar nicht.
Irgendwie würde ich mir mal wünschen, irgendwie einen Club von spirituellen Waisen,
die als Regierungsform irgendwie noch den Schlüssel in der Hand haben,
und sagen, nein, machen wir nicht.
Aus spirituellen, ethischen, moralischen Gründen dürfen wir nicht in die Gewaltbereitschaft kommen,
sondern wir haben andere, höhere Werte.
Ich glaube, das gab es früher auch schon.
Indianerstämme hatten doch auch einen älteren Rat.
Oder der Club der Waisen. Ich weiss es auch nicht.
Ich finde diese Gedanken schön. Ja, bitte.
Ja, aber was der Hachmut viel vergessen hat, ist,
wir sind ja nicht mehr im Kapitalismus.
Sondern wir haben ja inzwischen eine Globalisierung in der Wirtschaft.
Und diese Globalisierung ist einhergehend mit dem Neoliberalismus.
Ich habe das Wort vor ein paar Jahren noch nicht gekannt.
Aber der Neoliberalismus ist die Nachfolge des Kapitalismus im Rahmen dieser Globalisierung.
Und den Kapitalisten, d.h. dem Direktor mit der dicken Zigarre, dem dicken Bauern, dem dicken Auto,
die waren sichtbar.
Der Neoliberalismus ist nicht mehr sichtbar.
Der umspinnt praktisch die gesamte Welt, hat überall seine Fäden im Spiel
und beeinflusst das gesamte gesellschaftliche Leben in die Richtung,
dass möglichst viel Geld generiert wird, was abgezogen wird.
Das kommt noch hinzu. Früher ist das Geld in Deutschland geblieben.
Jetzt wird das Geld abgezogen durch den Neoliberalismus,
wandert irgendwen auf die Fidschi-Insel oder sonst wo.
Und wir haben es nicht mehr.
Als vor fünf Jahren oder acht Jahren die Diskussion der Armut in Deutschland anfing,
die spinnten noch.
Seit 70 Jahren sind wir ein wohlhabendes Land.
Wir haben gemalucht, getan und gemacht.
Und jetzt sind wir plötzlich arm.
Wo geht das denn? Wie geht das denn? Ganz einfach.
Die Kohle ist futsch.
Die ist rausgeschossen worden aus dem Fenster zum Teil,
aber eben auch gezielt abgezogen worden durch Wirtschaftsmaßnahmen.
Und sie bleibt nicht mehr in Deutschland.
D.h. Deutschland ist nicht mehr der Wohlstandsstaat, den wir hatten,
sondern er ist inzwischen wirklich auf dem Wege in die Verarmung,
weil Interessen da sind, die das Geld eben transferieren.
Und diese gleichen Interessen haben natürlich auch überhaupt,
oder Leute haben überhaupt kein Interesse daran,
dass wir als Menschen uns irgendwo weiterentwickeln.
Dass wir als Menschen eine positive Entwicklung machen.
Wir sind weiterhin Arbeitssklaven.
Nur in einer anderen Art.
Und früher haben die Sklaven, die haben so eine Kette am Bein gehabt
und klotzt, damit sie weglaufen können.
Heute haben wir elektronische Ketten.
Und die sieht dann so aus.
Die klotzen an der Wand.
Darüber werden wir heute gesteuert.
Und zwar 24 Stunden am Tag. Ohne Ende.
Und das sind Perspektiven, die man nicht ahnen konnte,
die aber jetzt in den letzten Jahren ja offenkundig zu Tage traten.
Und da müssen wir uns ganz schön warm anziehen, um dagegen anzukommen.
Und das wird also eines Riesen Einschränkens bedürfen, um das zu bewirken.
Und ich bin mit der Meinung, es wird keine körperliche Auseinandersetzung geben können.
Dieses System ist nur über eine geistige Entwicklung,
eine neue kulturelle Entwicklung zu überwinden.
Wir müssen eine andere Kultur entwickeln, sonst geht diese Kultur baden.
Und das ist ja nichts Neues.
Wie viele Hochkulturen hat es gegeben früher, die alle futsch sind?
Riesige Städte im Urwald hat man ausgegraben, wo Hochkulturen waren.
Die sind einstandslos weg.
Was sie getrieben haben, wissen wir nicht.
Aber sie haben irgendwas getrieben, das aus dieser floriden Kultur eine Unkultur geworden ist.
Dann sind sie kaputt gegangen.
Und sowas kann uns natürlich auch drohen.
Und von daher ist es fünf vor zwölf oder fünf nach zwölf, die wir räumen.
Aber es ist Zeit, was zu tun.
Wir leben in einer wirklich paradoxen Situation.
Es gibt auf dieser Welt, ich weiß nicht, vielleicht zum ersten Mal sogar,
nicht zu wenig Geld oder zu wenig Mittel, sondern es gibt zu viel.
Das heißt, das Kapital kann nicht mehr entsprechend gewinnbringend angelegt werden.
Es muss sich neue Felder erschließen.
Da ist natürlich die Rüstungsindustrie jetzt ein Beispiel dafür.
Die Impfindustrie, wenn wir die auch mal ganz direkt beim Namen nennen,
da ist viel Risikokapital hingeflossen.
Jetzt wird dort sehr viel wieder verdient.
Es ist privatwirtschaftlich organisiert, irgendwo anonymisiert.
Da stimme ich dir voll und ganz zu.
Man sieht den einzelnen Kapitalisten gar nicht mehr.
Okay, Bill Gates kennt jeder, einige andere Namen auch.
Aber es sind ja eben große internationale Konzerne, Aktiengesellschaft.
Das Problem ist jetzt wirklich, das Geld, was jetzt verdient wird, muss ja auch wieder angelegt werden.
Es muss immer etwas Neues gefunden werden.
Und in der Situation sind wir jetzt, wenn wir von KI sprechen.
Ich habe mich ziemlich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, gerade KI im Gesundheitswesen, in der Medizin.
Es gibt da gute Möglichkeiten, Leid auch zu mindern und Menschen zu helfen.
Aber es gibt wahrscheinlich wesentlich mehr Gefahren, auf die man einfach mal hinweisen muss.
Ich habe das mal so ausgedrückt.
Wir sind im Moment in der gleichen Situation im Bereich KI, wie im Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA die Goldgräber es waren.
Das heißt, es gibt so eine Goldgräberstimmung.
Jeder weiß im Moment, dass man mit KI unglaublich viel Geld verdienen kann.
Es fließt auch unglaublich viel Geld dort hinein.
Und die Goldgräberstimmung bedeutet ja, dass man auch wusste, da ist Gold ohne Ende.
Ich muss nur hin, es bergen, es verteidigen.
Das heißt, ich muss meine Claims abstecken.
Und in der Situation sind wir gerade jetzt.
Die Claims werden vorsichtig abgesteckt.
Wir wissen nun alle aus der Geschichte gerade der Goldgräber, in so einer Situation spielen Werte und Ethik, Menschenrechte eine untergeordnete Rolle.
Es geht wirklich ums Ganze. Es geht eben ums Geld.
Und daher haben wir ja auch solche Mechanismen.
Ich höre das immer wieder bei warnenden Stimmen vor der KI.
Es heißt dann immer sofort, ja, aber die Chinesen machen es trotzdem, wenn wir es nicht machen.
Oder die Amerikaner sind noch schneller.
Das heißt, man baut eine äußere Logik auf, die dazu zwingt, etwas zu tun, wo man eigentlich weiß, dass man nicht weiß, wie es ausgehen wird.
Und diese Situation, in der wir jetzt sind, also sehr viel Kapital, das angelegt werden möchte, das noch bessere, größere Profite machen möchte, das sucht eben Möglichkeiten.
Und das ist nicht nur der Bereich der KI, sondern KI hängt engstens sowohl mit dem militärisch industriellen Sektor zusammen, als auch mit dem medizinisch industriellen Sektor.
Und trotzdem sehe ich ja in dieser ganzen Geschichte eigentlich, wenn wir nicht mitmachen, dann fällt dieses System in sich zusammen.
Natürlich, das ist ja der alte Spruch aus den, ich glaube, 80er Jahren, stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.
Es hängt eben mit der Kultur zusammen, mit unserem Bewusstsein, das Geld an sich ist nichts.
Und diese wirtschaftliche Macht an sich gibt es auch gar nicht.
Sondern es gibt es nur, weil wir meinen, dass das so machtvoll wäre und dass man nichts dagegen tun könnte.
Wir haben in jeder Situation der Menschheit einen freien Willen.
Wir müssen Dinge nicht tun.
Ich glaube, die letzten Jahre waren auch ein positiver Beleg dafür, dass ein Teil der Menschheit sich doch gegen Maßnahmen wehren kann, die weder demokratisch noch begründet sind.
Da sehe ich eine positive Entwicklung.
Ich sehe auch durchaus in der jetzigen Situation einige kluge Köpfe, die auch Alternativen zu dem, was jetzt militärisch läuft, entwickeln, vorschlagen.
Also die Menschheit ist einerseits in dieser schwierigen Situation, andererseits aber auch an einer Schwelle, wo wir im Grunde genommen vor der Entscheidung stehen,
gehen wir jetzt in diese Richtung, das ist dann die Richtung der Vernichtung.
Es gibt dann wahrscheinlich diese Menschheit, wie wir sie jetzt kennen, nicht mehr.
Das ist durchaus möglich, atomarer Krieg und so weiter, da brauchen wir gar nicht lange drüber zu sprechen.
Es gibt aber auch die Richtung an dieser Schwelle, wo wir entscheiden, die Probleme dieser Erde sind globaler Art, wir können sie nur gemeinsam lösen.
Und es gibt in dem Sinne nicht diese Feindbilder, sondern wenn wir zusammen Probleme lösen wollen, geht es nur über das Gespräch, über die Kommunikation, über Kultur.
Es geht nicht eben, wenn wir mit Kanonen kommunizieren.
Also vom Hirnbesitzer zum Hirnbenutzer.
Das wäre gut, das Problem dabei ist nur, und das ist heute anders, als es vor 18, 19 Jahren war, als die Nationalsozialisten auch einiges angestellt haben.
Damals war das Propagandainstrument 40 auf 40, das war der Volksempfänger.
Damit wurde die Stimme des Führers unters Volk gebracht.
Heute ist die Kiste 1,80 auf 2 Meter und läuft 24 Stunden am Tag.
Das heißt, das Trommelfeuer der Beeinflussung ist so intensiv wie noch nie zuvor.
Und das hat zur Folge, dass die Menschen sehr vieles schlicht vergessen, es wird weggespült von einer Informationsflut mit Dingen, wo sie überhaupt keine Ahnung von haben.
Zusätzlich wird Angst verursacht, die Angst ist ein sehr schlechter Berater, die Angst lässt erstarren.
Und da sehe ich ein Riesenproblem drin, dass auf der anderen Seite eben so viel Geld da reingepumpt werden kann,
dass wir unendlich berieselt werden und dann nicht mehr in der Lage sind, vernünftige Gedanken zu haben.
Umgekehrt haben wir selber gesehen, Beispiel Vitamin D, wenn wir den Menschen etwas Sinnvolles vermitteln,
auch über die gleichen Mechanismen, sie hören es, sie verstehen es und sie setzen es sogar um.
Wir haben den mittleren Vitamin-D-Gehalt in der älteren Bevölkerung innerhalb von zehn Jahren um 40 Prozent angehoben.
Unfassbar, das heißt, die gleiche Maschine, die da Leid produziert, können wir nutzen, um etwas Positives zu machen.
Die Frage ist nur, wer nutzt es cleverer, wer erreicht das Ohr der Menschen und das Herz der Menschen mehr als die andere Seite.
Ich habe noch eine abschließende Frage. Sehr viele Länder sagen ja, ihre Religion ist ihnen heilig.
Das ist das Allerwichtigste überhaupt. Das ist die höchste Stufe, nahe zu Gott zu sein.
Und dann hat man doch die Regierungskreise, die teilweise dann etwas anderes tun, als das zu leben, was ihnen als heilig betrachtet wird.
Das ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich, oder?
Ja, mit Sicherheit. Und wenn man sich zum Beispiel die Geschichte des Islams anguckt, dann kann man da, glaube ich, einige Lehren daraus ziehen.
Sie ist relativ gut dokumentiert. Wenn man sich dann, kann man relativ sehr schön auch betrachten, wie schon wenige Jahre nach dem Ableben des Propheten
die Familien, die vorher ihn bis aus Blut bekämpft haben, sich Attentate auf ihn verübt haben, Familienmitglieder gedötet haben,
die Macht wieder an sich gerissen haben, aber dann natürlich unter dem Banner des Propheten sozusagen regiert haben.
Und schon damals haben viele islamische Geistliche gesagt gehabt, der Wahrhaftglaubige, der Wahrhaftgelehrte hält sich fern von denen, die das Land regieren.
Und dieser Widerspruch, der hat sich, glaube ich, bis heute nicht aufgelöst.
Und es dann zum Regieren gehört auch immer, sich hinzustellen und zu sagen, ich bin derjenige, der euch jetzt führt.
Sprich, man braucht ein starkes Ego. Und Religion hat aber genau das Umgekehrte in Sicht.
Religion predigt immer und will den Menschen dabei helfen, das Ego zu schulen und zu trainieren und Mitgefühl für seine Mitmenschen zu entwickeln
und das Herz nicht zu verengen und zu versteinern, sondern ganz im Gegenteil, ganz weich zu machen, ganz weit zu machen und immer weiter zu dehnen,
dass es immer mehr aufnimmt. Also da ist natürlich ein Widerspruch drin, insbesondere zu dem, was wir heutzutage unter Regierung erleben und verstehen.
Und ganz wichtig, dass wir gleich neben dem Islam das Christentum stellen. Dort ist nämlich genau das Gleiche passiert.
Was damals Christus gesagt hat, das hat heute Gültigkeit. Nur der Verein, der daraus entstanden ist, der komplett aus dem Ruder gelaufen ist.
Und das ist die große Diskrepanz, die wir heute haben. In der Öffentlichkeit sind diese Institutionen, diejenigen, die den Ton angeben,
und nicht das, was wirklich damals gesagt worden ist. Und da müssten wir auch wieder hinkommen.
Und Geistlichkeit ist was ganz anderes. Geistigkeit ist nicht die Struktur, die vielleicht manchmal notwendig ist,
aber Geistlichkeit ist etwas sehr Individuelles, was sehr tief ist. Und eigentlich sind die Strukturen, die man um diese Geistigkeit herum aufgebaut hat,
immer missbraucht worden und haben die Geistigkeit auch immer unterdrückt. Das kann man eben in der Geschichte auch immer so schön sehen.
Ja, also da kann man durchaus zusammenfassend auch sagen, wenn wir uns viel, viel weniger ablenken lassen würden
und uns viel mehr anbinden würden letztendlich an unsere spirituelle Wahrheit, an unsere Seele, an unser Göttliches,
und uns distanzieren von Menschen, die sagen, Gott ist hinter uns und wir müssen in diesen Krieg, weil da ist Gott ganz sicher nicht dabei,
dann hätten wir sicherlich die Chance und große Möglichkeiten, hier die Gewaltbereitschaft auch wieder zu reduzieren.
In diesem Sinne herzlichen Dank in die Runde, lieber Prof. Abmod Schröder, Prof. Jörg Spitz und Hussein Haibat, ganz herzlichen Dank.
Und Ihnen wünsche ich alles Gute, bis ein anderes Mal und auf Wiedersehen miteinander.
Danke fürs Schauen vom Schweizer Gesundheitsfernsehen QS24. Bitte vergessen Sie nicht, hier oben den Kanal auch zu abonnieren,
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Alles Gute, bis ein anderes Mal und auf Wiedersehen miteinander.