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Hallo und herzlich willkommen hier auf dem Kanal Kultur Epochen zu diesem neuen Video
unserer Reihe Heilung und Begeisterung und im Besonderen zum vierten Teil unseres kleinen
Einschubes zur Michaelizeit.
Nun, beim letzten Mal haben wir uns einige Persönlichkeiten angeschaut, die im Hinblick
auf das Geschehen Mitteleuropas mit Blick in die Vergangenheit, aber aus meiner Sicht
auch sehr eindeutig mit Blick auf die Gegenwart eine Rolle spielen für die Entwicklung des
Kontinentes und der Menschen und dort, wo wir beim letzten Mal geendet haben, möchte
ich heute gerne weitermachen und noch einmal kurz zusammenfassen.
Wir hatten die Persönlichkeiten Karl Marx, Friedrich Engels und Woodrow Wilson aufgrund
der Betrachtungen Rudolf Steiners uns angeschaut, was ihre karmische Vergangenheit angeht.
Wir hatten uns noch einmal im Besonderen ins Gedächtnis gerufen und vor die Seele gestellt,
dass einer der fundamentalen Kerngedanken des anthroposophischen Weges beinhaltet, dass
wir den Reinkarnationsgedanken stets mit einbeziehen und dass wir die Geschehnisse,
die uns im aktuellen Zeitgeschehen begegnen, auch immer in einen historischen Kontext hineinzustellen
haben, aber eben auch in einen historischen Kontext, der nach Möglichkeit und Dank der
Angaben Rudolf Steiners erweitert werden sollte, in Geistige beziehen und dass es seit
geraumer Zeit nun ein besonderes Bestreben eben der sogenannten Widersachermächte und
deren Wesenheiten, den Menschen über diese Zusammenhänge geistiger Art im Dunkeln zu
belassen, dass uns diese Zusammenhänge nicht klar werden, dass sie in unserer Seele nicht
arbeiten können, dass wir zu neuen Erkenntnissen, zu neuen Sichtweisen kommen. Und wenn wir nun
diese drei Persönlichkeiten Karl Marx, Friedrich Engels und Woodrow Wilson noch einmal zu Beginn
in unsere Betrachtungen mit einbeziehen, so können wir sagen, dass diese drei Persönlichkeiten
eine entscheidende Rolle gespielt haben, was die Gestaltung des sozialen Lebens der Menschen in
Europa, aber auch weit in den Osten hinein, im Falle von Marx und Engels, aber eben auch weit
in den Westen hinein, im Falle von Woodrow Wilson. Und wir hatten uns ja schon einmal vor
Augen geführt, dass Mitteleuropa, der mitteleuropäische Geist, die mitteleuropäische Menschheit und auch
die deutschsprachigen Völker im Besonderen in einer Art Vermittlerrolle, in einer Art Heilerrolle
sich befinden, um diese beiden stark wirkenden Kräfte des Ostens und des Westens miteinander
zu verbinden und aus dieser verbindenden Kraft heraus eine ausgleichende Mittelkraft zu bilden.
Und wir hatten beim letzten Mal den 14-Punkte-Plan, das 14-Punkte-Programm von Woodrow Wilson
angesprochen und haben gesehen, dass eben aus dieser arabistischen Denkungsart heraus, aus
diesem starken Impuls, der eben diese Seele des Woodrow Wilson beeindruckte in der Vergangenheit,
dass sich hier aus dieser karmischen Vergangenheit heraus die Dinge in das 20. Jahrhundert,
den Beginn des 20. Jahrhunderts, sprich besonders die Endphase des sogenannten Ersten Weltkrieges
hineingestellt haben und dass Woodrow Wilson aus seinen tiefen Seelenimpulsen heraus,
denn wir erfahren von Rudolf Steiner, dass wir uns immer wieder klar machen sollten,
dass auch die Menschen, die in der Politik agieren, die in der Wirtschaft agieren oder
auch im rechtsstaatlichen, behördlichen Bereich, dass auch diese Menschen natürlich nicht losgelöst
sind von den Impulsen, die aus ihrem eigenen Seelischen aufsteigen und dass wir es also
mit unpersönlichen Geschicken zu tun haben, wenn wir in die Politik schauen, sondern auch da
befinden sich Färbungen, finden sich Nuancen, die natürlich auch mit den betreffenden Akteuren
selbst zu tun haben. Und so hatten wir gesagt, dass dieses 14-Punkte-Programm sich an der
Oberfläche zunächst einmal harmlos anmutet. Allerdings, wenn man genauer hinschaut und so
hat es Rudolf Steiner auch deutlich ausgesprochen, entpuppt sich dieser 14-Punkte-Plan, dieses
14-Punkte-Programm dann letztendlich als eine Beschleunigung und eine Unterstützung einer
Geistesströmung, die in Europa dann nach dem ersten Teil der Weltkriegskatastrophe zu völlig
neuen Höhlen sich aufschwingen sollte, nämlich den Nationalismus. Die Menschen wurden immer mehr
herausgerissen. Wir hatten es auch an anderer Stelle hier thematisiert. Die Menschen wurden
immer mehr herausgerissen aus ihrem natürlich gewachsenen Zusammenhang, ein Durchdringen von
Kulturräumen, von unterschiedlichen Menschengruppen, die sich besonders durch die Sprache miteinander
verbunden haben, aber durchaus auch durch das Teilen bestimmter kultureller Aspekte und letztlich auch
einem Zusammenleben, das miteinander arrangiert wurde. Und dieses Betonen der Befreiung der Völker
mündet natürlich in eine Denkungsart hinein, in der diese kulturellen unsichtbaren Grenzen zwischen
den Menschen ausgetauscht werden sollten durch geografisch-politische Grenzziehungen. Denn
auf diese Art sind natürlich materialistische Territorialansprüche beispielsweise viel
leichter zu kategorisieren und auch zu kontrollieren. Aber der Preis dafür ist natürlich, dass die
Menschen einander immer mehr mit Misstrauen gegenüberstehen, den anderen Menschen, der
nicht zur politischen Einheit, nicht zum selben Staat gehört, dass hier sich Misstrauenskräfte
geltend machen, die vorher vielleicht noch eher in abgeschwächter Form vorhanden waren. Allerdings
muss man sagen, dass nicht nur die Politik alleine für diese Kräfte gesorgt hat, sondern dass es auch
zu Verwerfungen kam durch die in die Dekadenz geratenen alten Religionskräfte. Hinzu kommt,
die Menschen strebten zunehmend nach Individualität, Emanzipation und Selbstständigkeit. Und diese
Mischung führte dann dazu, dass der Boden bereitet wurde, dass dann der Nationalismus
und im Falle von Marx und Engels, wenn wir nun den Blick ein wenig nach Osten richten,
dass von Osten her dann eine Ideologie sich den Weg bahnte, die ebenso wie der Nationalismus ihre
Wurzeln in der arabistisch-mohamedanistischen Denkweise aufzuweisen hat, nämlich den Kommunismus
und seine Vorstufe der Sozialismus. Und ich denke, über die Auswirkungen von Nationalismus,
Kommunismus und Sozialismus müssen wir an dieser Stelle nicht viele Worte verlieren. Ich denke,
die meisten von uns sind aufgeklärt über die Auswirkungen. Gerade im Deutschland der 30er
Jahre und 40er Jahre kreuzten sich dann diese beiden Strömungen zu einem besonders verwerflichen
Ereignis, nämlich dass der Nationalsozialismus in den Seelen der Menschen auf fruchtbaren Boden
stieß, nicht zuletzt allerdings auch durch die Gegebenheiten, die nach dem ersten Teil der
Weltkriegskatastrophe nun vorhanden waren. Aber nichtsdestotrotz wurde dann Rudolf Steiners
Vorahnung, die er kurz vor seinem Tod geäußert hat, dass wenn diese Zusammenhänge in Bezug auf
den Ersten Weltkrieg nicht verstanden werden und die notwendigen Schlüsse daraus gezogen werden,
in Form zum Beispiel des Einführens der sozialen Dreigliederung, dass es dann nicht lange dauern
würde, bis eine noch viel fürchterlichere Katastrophe erneut über Mitteleuropa hereinbrechen
würde. Und die ersten Anzeichen dieses Geschehens bahnten sich auch bereits zu Lebzeiten Rudolf
Steiners an, als die ersten Vertreter der nationalsozialistischen Bewegung auf Veranstaltungen
von Rudolf Steiner erschienen und dort für Tumult sorgten. Und Rudolf Steiner äußerte damals
sinngemäß, wenn diese Herren eines Tages in Deutschland die Macht übernehmen, dann werde
ich nie wieder deutschen Boden betreten können. Nun, Nationalismus und Sozialismus, beides haben
wir nun einmal beleuchtet, aus welcher Quelle diese Strömungen kommen, wie wir sie einzuordnen
haben. Ebenso ihre Verbindung zum Wesen Sorath, dem Sonnendämon. Und da wir uns immer noch in
der Michaelizeit befinden, möchte ich nun diese Zusammenhänge noch ein wenig ausdehnen,
indem wir sagen können, die Michaelzeit kann uns ein besonderer Hinweisgeber sein, in eine
Richtung, wie wir mit diesen Kräften, die auch heute noch stark wirken, uns immer wieder
herausfordern, immer wieder versuchen, die Oberhand in Europa zu übernehmen, zu bekommen,
wie wir uns diesen Versuchen nun geistgemäß, als geistig strebende Menschen stellen können,
gegenüberstellen können. Und hier hat Rudolf Steiner unter anderem etwas gegeben, das ich
versuchen möchte darzustellen. Und zwar spricht Rudolf Steiner von zwei Erlebnissen, die den
Menschen Mitteleuropas, den modernen Menschen Mitteleuropas eine starke Hilfe sein können,
die allerdings beide von der freiheitlichen Zugewandtheit jedes einzelnen Menschen hin
zur geistigen Welt abhängig ist. Und zwar spricht Rudolf Steiner zunächst einmal vom
Michael-Erlebnis. Dieses Michael-Erlebnis, das wir durch die Michael-Kraft in uns hervorrufen
können, ist, dass uns der Blick in die äußere Welt, das heißt in die Natur, in die Naturreiche,
in unsere Umgebung, dass uns der Blick in diese Welt erweitert wird, dahingehend, dass wir
verstehen, in was für einem Zustand die Welt um uns herum und auch Teile unseres eigenen Wesens
sich befinden. Wenn wir ausgehen vom Urzustande der Welt, dann haben wir zunächst einmal eine
Grundlage, eine geistige Grundlage, in der es nichts weiter gibt als geistige Wesen und ihrer
Tätigkeit. Das heißt, in dieser urständlichen Welt ist alles geistig-wesenhaft, unmittelbar.
Und schließlich im Zuge des Hinbewegens auf den Zustand, den wir heute vorfinden,
nimmt diese unmittelbare geistige Wesenhaftigkeit, diese geistigen Wesen ziehen sich einen Schritt
zurück, könnte man sagen, und hinterlassen eine Offenbarung ihrer selbst. Und indem sich die
geistigen Wesen in diesen ersten Schritte zurückziehen und diese Offenbarung ihrer selbst
hinterlassen, entsteht die Seelenwelt. Das Seelische ist also eine Offenbarung geistiger
Wesenhaftigkeit und Tätigkeit geistiger Wesen. Und weiter geht die Entwicklung,
indem wir sagen können, auch aus dieser direkten Offenbarung der geistigen Wesenheit tritt nun
einmal die Weltenentwicklung noch einen Schritt zurück. Und nun hinterlässt die Geistigkeit durch
das Zurückziehen aus der Offenbarung eine Wirksamkeit. Wir trennen also zunächst die
direkte Wesenheit, Wesenhaftigkeit einmal und wir haben die Offenbarung und nun trennen wir
noch einmal einen Teil heraus und es verbleibt die Wirksamkeit. Die Wirksamkeit äußert sich
als die Welt der Kräfte. Und schließlich, damit wir zu dem kommen können, was uns als
Erdenmenschheit auszeichnet, nämlich ein Ich-Bewusstsein zu entwickeln, eine Menschheitsstufe
durchzumachen, die so tiefes Selbstbewusstsein haben kann, dass diese Ichkraft stark genug ist,
um selbst aus Freiheit heraus schöpferisch tätig werden zu können. Und das bedeutet,
auch aus der Welt der Kräfte muss sich die göttliche Macht noch einmal einen weiteren Schritt
zurückziehen und damit, während in der Welt der Kräfte noch ein wenig wesenhafte Lebendigkeit
enthalten ist, in einer gewissen Quantität, so ist bei diesem Schritt nun die göttliche Welt,
die göttlichen Wesen nicht mehr darin enthalten. Das heißt, in dem Moment, wo sich die göttlichen
Schöpfungskräfte noch einmal aus der Welt der Kräfte zurückziehen, entsteht das Werk,
das göttliche Werk. Und in diesem Werk sind die Wesen nicht mehr lebendig anwesend, aber dieses
Werk, dieses Bild kann den freien Wesen, die mit einem Ich-Bewusstsein ausgestattet sind, direkt
von den geistigen Wesen sprechen, nämlich durch die Offenbarung ihrer Formen. Die Formensprache
des Werkes verbindet denjenigen, der sehen kann, mit den dahinterstehenden wirkenden Wesen. Das
heißt, in unserem Falle, in unserer Erdenzeit, und Rudolf Steiner drückt es sehr drastisch aus,
indem er sagt, das Wesen der Erde ist der Tod. Hier auf Erden hat sich die göttliche Wirklichkeit,
die lebendige göttliche Wirklichkeit so weit zurückgezogen, dass wir sie hier nur durch
ihre Formensprache in ihrem hinterlassenen Werk erkennen können. Aber dieser Vorgang kann dann,
wenn aus Freiheit heraus diese Individuen, die die Formensprache studieren und immer mehr anhand
der Formen den Weg in die geistige Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit zurückfinden wollen,
kann dieser Zustand eine unglaubliche Kraft entfalten, die dann aber nicht mehr aus der
gegebenen göttlichen Kräftequelle herausströmt, sondern aus den Individuen selbst, ausschließlich.
Und dies ist das von Rudolf Steiner beschriebene Michael-Erlebnis,
dass wir als Menschen des Bewusstseinsseelenzeitalters nach dem Mysterium von Golgatha anstreben können,
wenn wir es wollen. Nämlich, dass uns in dem Moment, wo wir die Formensprache des Geistigen
anhand der physischen Erscheinung erkennen wollen, in diesem Moment kommt uns Michael
entgegen und schickt uns sein Michael-Erlebnis in Form dessen, dass wir die äußere Welt,
die äußere Natur als geistgetragene erleben können. Die äußere Natur als geistgetragene
Formensprache, die uns direkt mit der geistigen Welt verbinden kann. Und wenn wir dies anstreben,
so gibt es für den Menschen noch ein zweites wichtiges Ereignis, das direkt neben dem
Michael-Ereignis stehen kann. Und dieses Ereignis bezieht sich nun nicht auf die Außenwelt,
sondern sie bezieht sich auf unsere Innenwelt, auf unsere Seele. Und dieses bezeichnet Rudolf
Steiner als das Christus-Ereignis. Das Christus-Ereignis steht neben dem Michael-Ereignis
und bereichert es in der Form, dass wenn wir die Außenwelt immer mehr versuchen als geistgetragen
zu erleben, dass wir dann in unserem Inneren eine Art geistiges Licht erleben. Ein Licht,
das unsere Seele als geistdurchleuchtet erscheinen lässt. Und hier ist der Christus unmittelbar
anwesend, denn so sagt Rudolf Steiner, dieses geistdurchleuchtet sein ist nicht etwas Theoretisches,
sondern dieses Lichtdurchleuchtetsein der eigenen Seele wird unmittelbar als etwas
Lebendiges erlebt. Und so stehen sich diese beiden Ereignisse, Christus-Ereignis und Michael-Ereignis
in Verbundenheit gegenüber und können uns an genau diesen Stellen helfen, an denen wir sie heute so
dringend brauchen. Denn Rudolf Steiner sagt uns, dass wir diese beiden Erlebnisse brauchen, um
zwischen den beiden Kräften der Widersachergruppen arimanische Wesen und luziferische Wesen bestehen
zu können. Wir hatten es schon einmal thematisiert, dass wir das Gebiet des Ostens kategorisieren
können als ein Gebiet, aus dem vorwiegend luziferische Kräfte aus der Vergangenheit auf
die mitteleuropäische Menschheit einwirken und dass wir aus dem Westen vornehmlich arimanische
Zukunftskräfte auf uns zukommen sind. Und deshalb war es mir so wichtig, diese Persönlichkeiten
Woodrow Wilson, Marx und Engels hier zu thematisieren und auch die dahinter stehenden Kräfte. Denn wir
müssen uns klar machen, dass wenn wir das Christus- und das Michael-Erlebnis nicht anstreben, wir große
Gefahr laufen, von den luziferischen oder den arimanischen oder sogar von beiden erfasst zu
werden. Und das bedeutet, wenn wir auf die luziferischen Kräfte schauen, so sagt Rudolf
Steiner, dass diese luziferischen Mächte uns daran hindern wollen, dass wir vollständig Mensch werden,
dass wir zu Moralautomaten werden, die sich einer illusionären Kraft hingeben, dass wir ja in der
Vergangenheit das Maßgebliche für die Menschen heute zu suchen haben. Ich nehme hier Besuch besonders
auch auf die Religion. Der Mensch soll nicht zu seiner Freiheit durchkommen, sondern er soll in
eine Art alte Gläubigkeit hineinkommen. Und Gläubigkeit endet nun nicht nur bei der alten
Religion, bei den alten Religionen, sondern eine Art Gläubigkeit, Hörigkeit könnte man auch sagen,
ist durchaus auch möglich an eine Instanz wie den Staat beispielsweise oder menschliche Vertreter,
die diesen Staat repräsentieren mit Blick auf den Nationalsozialismus oder auch Kommunismus,
Sozialismus. Das heißt, Luzifer, der stark aus dem Osten herüber wirkt, aus der Vergangenheit seine
Kraft konzentriert, möchte nicht, dass der Mensch frei wird. Er möchte nicht, dass wir diesen
Michael-Impuls ergreifen können und somit dann zum Christus kommen, zum wahren Christus, nicht zum
schlichten Mann aus Nazareth. Und dann haben wir auf der anderen Seite die arimanischen Mächte.
Die arimanischen Mächte sind bekannt dafür, dass sie ja bestimmte Dinge zu früh bringen, dass sie
den Menschen in Zustände hineinversetzen wollen, die noch nicht an der Zeit sind. Und eine Entsprechung
hatten wir in den drei soratischen Impulsen, in den 3 mal 666. Denn auch das Wesen Sorat ist dem
arimanischen Machtbereich zuzuordnen. Man könnte sagen, er ist der Regent der arimanischen Mächte.
Und so haben wir aus beiden Richtungen, aus West und Ost, aber auch besonders aus dem Westen,
bei den Kräften, die aus dem Westen kommen, haben wir es mit einem Versuch zu tun, der arimanischen
Mächte den Geist zu mechanisieren. Das heißt, den Menschen dazu zu bringen, dass er davon ausgeht,
dass er verinnerlicht, das Weltall, der Kosmos, die Erde, die Natur wäre eine Art großes mechanisches
Uhrwerk und möchte den Menschen unbewusst halten über die geistige Wirklichkeit. Und natürlich
auch über sein eigenes Wesen. Dies geht nun auch Hand in Hand mit der naturwissenschaftlichen
Anschauung, die bis heute noch stark sich Geltung verschafft. Nämlich, dass der Mensch eine Art
höheres Tier ist. Das heißt, ein zwischen Trieben, Instinkten und natürlichen Bedürftigkeiten hin und
her geschleustes Wesen, dem man gutes Essen geben muss, Obdach und eine Arbeit. Und indem man den
Menschen dann wirtschaftlich zufrieden stellt, kommt man dem Wesen des Menschen oder wird man
dem Wesen des Menschen somit gerecht. Dies ist allerdings eine Unwahrheit und sorgt dafür,
dass die Menschen von der geistigen Welt immer weiter entzweit werden. Und was dieses arimanische
Reich angeht, müssen wir noch mehr ins Auge fassen. Ich hatte eine liebe Zuschrift bekommen mit der
Bitte, vielleicht noch einmal näher zu beleuchten, was man sich darunter vorzustellen hat, dass ja
die Wesen, die wir benannt haben als die Asuras, die direkten Diener des Wesens Zorat, wenn diese
in ihrer Tätigkeit erfolgreich sind und in der Lage sind, Splitter aus dem Ich des Menschen herauszubrechen.
Nun, darauf möchte ich versuchen, noch ein wenig einzugehen an dieser Stelle. Die Asuras sind
Wesenheiten, die ihren Ursprung haben auf dem alten Saturnzustand der Erde. Deshalb werden sie
zum einen auch Geister der Finsternis genannt, aber sie sind eben auch zur gleichen Zeit entstanden
wie die Geister der Persönlichkeit, die heutigen regelrechten Urengel. Allerdings sorgen sie durch
ihr Zurückbleiben, diese Asuras, heute dafür, dass sie eben keine Geister der Persönlichkeit sind,
sondern dass sie Geister des Egoismus genannt werden müssen. Und der Egoismus ist etwas, wenn
wir die volle Tragweite beleuchten wollen, etwas sehr Tiefgehendes. Dadurch, dass sie den Egoismus
in so unnachgiebiger Art und Weise fördern, diese Asuras, werden sie im Prinzip zu direkten
Gegenspielern der Vaterkräfte, des Vatergottes. Denn wir erinnern uns, wenn es im Vaterunsergebet
heißt, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden, so heißt das nicht, dass der Mensch sich
dem Willen einer Autorität zu unterwerfen hat, so wie es die Widersachermächte gemeinsam anstreben,
denn sowohl Lucifer als auch Ariman arbeiten mehr oder weniger am gleichen Ziel. Sondern,
dass dieses dein Wille geschehe an den Vatergott gerichtet, bedeutet, dass sein Wille,
als er die gesamte Weltenentwicklung aus sich hervorgehen lässt, dass sein Wille ist,
ein Wesen zu schaffen, das aus seiner Freiheit heraus gestalten kann. Und dass diese Fähigkeiten
aber in den Dienst der Welt gestellt werden, auf das die gesamte Weltenentwicklung von dieser
erworbenen Fähigkeit in prosperierender Art und Weise teilhaben darf. Und wenn wir nun an diesem
Zeitpunkt, an dem wir uns jetzt befinden, nämlich dass das Punktwerden des Menschen, das heißt
zunächst einmal seine Willenskräfte auf einen Punkt zu richten, nämlich auf sich selbst. Um
so weit voranzuschreiten in seiner Entwicklung, dass er als Eigenwesen zu sich selbst aufwachen
kann. Dieser Prozess muss jetzt in eine andere Richtung gelenkt werden. Der Geist ist Fleisch
geworden und hat unter uns gewohnt. Und jetzt muss das Fleisch wieder Geist werden. Das heißt,
für uns heutige Menschen ist es nun im Gegensatz zu dem langen Weg, den wir vorher genommen haben,
bis zu unserer Ich-Werdung, bis zu unserem Ich-Moment. Diese Zeit muss nun dahingehend genutzt
werden, dass wir nun wieder umkreist werden, dass unsere Aufmerksamkeit sich nun richtet auf unseren
Dienst für die Welt. Allerdings ohne uns dabei aus den Augen zu verlieren. Das rechte Maß zwischen
Altruismus und Egoismus. Denn ein gesundes Maß an Egoismus benötigen wir natürlich fortwährend,
um uns selbst nicht zu verlieren. Aber es darf nicht in einen Egoismus hineingehen, der die
Welt um uns herum vergisst. Und dazu wollen uns die asurischen Mächte verführen. Die asurischen
Mächte wollen dem Menschen weismachen, dass seine Kraft, wenn er sich nur immer weiter in
Eigenmachtsfantasien, in Eigenmachtsbestrebungen hinein begibt, dass ihm dann gewissermaßen
arimanische Flügel wachsen und er selbst in eine Überhöhung seiner selbst hineinkommt. Und die
Quellen, um die Menschen dazu zu bringen, ist, dass sie den Menschen stark verbinden mit einer
Sinnlichkeit, die aus dem Wesen des Irdischen herausgespeist wird. Und hier beginnt der Bereich
der schwarzen Magie. Unter anderem haben wir hier stark wirkende Kräfte, die aus dem Sexuellen des
Menschen heraus entnommen werden und dass einfach der Mensch in einer Art Selbstsucht sich dieser
Kräfte bedient und diese Kräfte den Asuras überreicht, bildhaft gesprochen, die dann diese
nutzen, um die sogenannte achte Sphäre, ein arimanisches Abbild des Erdenkosmos, weiter zu
verdichten. Wir haben es weiterhin in den vergangenen Videos schon einmal beschrieben,
dass die Widersachermächte, Lucifer, Ariman und die Asuras gemeinsam einen Planeten schaffen und
dass es durch die gemeinschaftliche Arbeit dieser drei Kategorien von Wesenheiten gelingen kann. Und
wir wissen von Rudolf Steiner, dass dieser Planet bereits sich im Aufbau befindet, eine Welt zu
schaffen, in der tatsächlich alles in einer Art mechanisierten, fortwährenden Illusion vorwärts
geht, sich abspielt und dass es eines Tages möglich sein wird, Menschen in diese Welt hineinzustellen,
sie abzuzweigen von der regelrechten Weltentwicklung. Und somit würde ich sagen, was es bedeutet,
wenn die Asuras splitter aus dem menschlichen Ich hinausbrechen, so bedeutet das immer da,
wo wir uns in eine entgegengesetzte Richtung vom Christus bewegen. Das heißt, immer da,
wo wir nicht daran arbeiten, freie, selbstbestimmte Ich-Menschen zu werden und dies unter unserem
vollen Einverständnis tun, dadurch, dass wir sagen, ich gebe meine Gestaltungskraft bewusst
ab und unterwerfe mich bestimmten Dingen. Dass wir da unsere Willenskraft umleiten und anderen
Wesen zur Verfügung stellen, ihnen also quasi ein Mandat geben, mit diesen Kräften verfahren zu
dürfen und dass sich diese Kräfte dann irgendwann aus unserer Ich-Organisation,
denn wir erfahren von Rudolf Steiner, dass das menschliche Ich vorwiegend in der Bewusstseinsseele
aufgeht und dass die Bewusstseinsseele bereits anteilig unser Geist selbst bildet. Das heißt,
der Geist kommt zu sich selbst und möchte gestalten, einen eigenen, durchchristeten,
durchichten Astralleib bilden, aus dem die Impulse ausgesendet werden, dann irgendwann
einen Lebensgeist, einen durchchristeten, durchichten Ätherleib zu bilden. Wenn diese
Kräfte, die das eines Tages vermögen, verlassen werden, aufgegeben werden, zugunsten eines
Einfügens in ein durch Autorität kontrolliertes Kollektiv, dann könnte man das durchaus als
Splitter bezeichnen, die dann in unserem wunderschönen Kristall, den unser Ich geistig
gesprochen einmal bilden wird, werden diese Splitter fehlen. Und es gilt jetzt, sich über
diese Dinge bewusst zu werden, auch wenn wir nun noch nicht die Situation haben, wo das von jetzt
auf gleich passieren kann. Aber die Weichen für die Zukunft werden jetzt gestellt. Wir haben jetzt
die Anthroposophie, wir haben jetzt, vor 100 Jahren, die Inkarnation eines großen Eingeweihten
zur Hilfe erhalten. Und das bedeutet, jetzt ist die Zeit, diese Dinge zu verinnerlichen und sie
durch rhythmische Arbeit, durch künstlerisches Umgehen damit, von der Gedankenwelt in unser
Fühlen hinein und von unserem Fühlen hinein in den Willen zu arbeiten. Mit Blick auf die Uhr würde
ich mit dieser Schlussbetrachtung das heutige Video gerne zu Ende führen. Ich danke euch vielmals auch
heute wieder fürs Mitverfolgen dieser Gedanken, wünsche euch nun einen schönen Ausklang der
Michael-Zeit. Wir bewegen uns jetzt auf einen wärmenden, ergreifenden Zeitpunkt zu, symbolisiert
durch den Martinstag und treten dann in die voradventliche Zeit ein, das große Ereignis,
die Geburt des Kindes. Und wir anthroposophisch strebenden Menschen müssen ja sagen, es sind die
Geburten zweier Kinder, zweier Knaben. Auch das werden wir in der Adventszeit noch einmal genauer
thematisieren. Und während dieser Übergangszeit wünsche ich euch viele lichtvolle Momente,
eine schöne Zeit und würde mich sehr freuen, wenn ihr im nächsten Video wieder dabei seid
und sage bis dahin alles Gute, danke und bis bald.