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Die Ampelregierung ist Geschichte,
trotzdem geht die Gesetzgebung im Bundestag weiter.
Heute hat die Union erstmals mit der rot-grünen Minderheitsregierung
für zwei Gesetzesvorhaben gestimmt.
So dürfen Ermittler weiter nach Einbrüchen
Telefongespräche von Verdächtigen abhören.
Und es gibt neue Regeln für die Erben von Bauernhöfen.
Viele Projekte, wie z.B. das Deutschland-Ticket,
stehen aber noch auf der Kippe.
Manches geht dann doch Bundestag 9.47 Uhr.
Abhören nach Einbrüchen im Paket
mit Änderungen am Erbrecht von Bauernhöfen,
so können viele zustimmen.
Auch für die Stärkung des Bundesverfassungsgerichts
dürfte sich eine Mehrheit finden,
um zu verhindern, dass es womöglich durch die AfD blockiert werden kann.
Der Eindämmung der kalten Progression
könnte die FDP vielleicht trotz Ampel aus zustimmen.
Die Weiterführung des Deutschland-Tickets hingegen
scheint selbst zu höherem Preis
auch wegen Forderungen der Länder zu wackeln.
Wenig Aussicht besteht für gemeinsame Beschlüsse
von Minderheitsregierung und Opposition
zur Ankurbelung der Wirtschaft.
Gar keine Chance mehr haben die Rentenpläne
von Sozialminister Hubertus Heil
und auch die Kindergrundsicherung der Grünen von Lisa Paus.
Ohne Bundeshaushalt 2025
können auch keine neuen Ukraine-Hilfen beschlossen werden.
Das Aus der Ampel hat Folgen, auch im Ausland.
Für die Ukraine wackeln ja nicht nur die Hilfen aus Deutschland.
Nach dem Amtsantritt von Donald Trump
werden die USA wohl als bisher größte Unterstützer ausfallen.
Die Ukraine muss sich weiter gegen die russischen Angriffe verteidigen,
aber auch ihre Wirtschaft am Laufen halten.
Die wächst zwar trotz Krieg,
aber die Unternehmen finden kaum mehr Arbeitskräfte.
Dara Hassan Zadeh berichtet.
Aus dieser Baugrube im Zentrum von Kiew soll ein Hochhaus erwachsen.
130 m hoch, so die Planungen.
Bau beginnt trotz Krieg,
obwohl die Investoren vor einer Vielzahl von Problemen stehen.
Russische Luftangriffe, steigende Kosten, fallende Nachfrage.
Und für den Bau ganz entscheidend, es mangelt an Arbeitskräften.
Vom Architekten bis zum Bauarbeiter.
Die Nachfrage geht zurück, damit auch die Verkaufspreise.
Wir suchen ständig Fachkräfte.
Dazu kommt, die Kosten steigen, Baumaterial wird teurer,
und auch die Logistik.
Mit ihr haben wir schon Riesenprobleme.
Zu guter Letzt kommt auch noch der Druck des Staates
wegen der weiteren Mobilisierung von Soldaten.
Die Baubranche ist besonders hart getroffen.
Ca. 50% der Kiewer Bauarbeiter sind inzwischen bei der Armee.
Und es sollen noch mehr eingezogen werden,
auch zum Bau von Verteidigungslinien.
Doch auch andere Branchen spüren den Fachkräftemangel.
In diesem Monat gaben 61% der Unternehmen an,
dass der Personalmangel aufgrund der Mobilisierung und Flucht
ein zentrales Problem darstellt.
Dazu kommt noch die fallende Binnennachfrage.
Umsätze und Gewinne der Unternehmen gehen zurück,
damit auch die Steuereinnahmen.
Die Ukraine steht vor einem schier unauflösbaren Dilemma.
Man braucht Soldaten, aber auch eine funktionierende Wirtschaft,
die Geld einbringt.
Für beides fehlen die Menschen.
Zur Lage in der Ukraine sehen Sie um 19.30 Uhr.
Heute live in der ZDF-Heute-App und auf unserem Social-Media-Kanal.
Der israelischen Regierung wird vorgeworfen
bei dem Einsatz im Gazastreifen und im Libanon
gegen Menschenrechte und gegen das Völkerrecht zu verstoßen.
EU-Chef-Diplomat Borell fordert deswegen,
die EU solle den politischen Dialog mit Israel aussetzen.
Außenministerin Baerbock lehnt das ab,
brachte aber im ZDF-Morgenmagazin Sanktionen
gegen einzelne israelische Minister ins Spiel.
Antisemitische Ausschreitungen mitten in Europa,
Online-Aufrufe zu Attacken auf Juden,
Hetzjagden auf Fans eines israelischen Fußballvereins.
So war das vergangene Woche in Amsterdam.
Jetzt besteht die Sorge, dass sich solche Gewaltausbrüche wiederholen.
Denn in Paris spielt heute Abend
in der Nations League Israel gegen Frankreich.
Aus der französischen Hauptstadt berichtet Anne Arendt.
Es ist ein Länderspiel, bei dem Fußball zur Nebensache wird.
Mit wohl etwa 15.000 Zuschauern kaum besucht,
dafür gesichert wie nie.
4.000 Polizisten sind im Einsatz,
um Ausschreitungen und antisemitische Gewalt zu verhindern.
Was wir aus Amsterdam gelernt haben, ist,
dass wir in der Öffentlichkeit präsent sein müssen,
auch weiter entfernt vom Stadion,
um so den besten Schutz für alle Zuschauer zu gewähren,
v.a. später, wenn sie auf dem Heimweg sind.
Die israelische Regierung hat ihren Bürgern abgeraten,
zum Spiel nach Paris zu reisen.
Viele Ränge bleiben leer.
Einige unserer Fans haben Angst.
Aber wir bekommen viel Support von außerhalb des Stadions.
Und wir freuen uns über die, die hierher kommen,
auch wenn sie nur in geringer Zahl sind.
Weitaus größer ist die Zahl derer,
die gegen die Präsenz Israels in Frankreich,
ganz gleich, ob beim Fußball oder anderen Veranstaltungen,
protestieren.
Eine Demo gestern Abend verlief bis auf einige Ausnahmen ruhig.
Mit großer Anspannung blicken die Sicherheitskräfte nun darauf,
was heute Abend passieren wird.
Auf diesem Platz in Saint-Denis, unweit des Stadions,
versammeln sich zur Stunde Gegner des Spiels,
abgesichert von der Polizei.
Frankreichs Präsident Macron hingegen
wird demonstrative Präsenz auf der Tribüne zeigen.
Und so ist Frankreich gegen Israel noch viel mehr
als nur ein Hochrisikospiel.
Es ist ein Politikum.
Spanien kommt nicht zur Ruhe.
Rund 2 Wochen nach dem Jahrhundert-Unwetter
mit mehr als 220 Toten hat es wieder heftig geregnet.
Dabei sind längst noch nicht alle Schäden beseitigt.
Mit allen Kräften wird versucht, die Kanalisation freizubekommen,
damit das Wasser abfließen kann.
Tausende Menschen wurden wieder in Sicherheit gebracht.
Betroffen waren wieder der Osten und der Süden.
Luthen Leinhaus beginnt seinen Bericht in Alcira,
südlich von Valencia.
Seine Orangen sind fast komplett vernichtet.
Bernardo Ferrer wollte gerade mit der Ernte beginnen,
als die Regenmassen kamen.
Unaufhaltsam stieg das Wasser, bis die Früchte an seinen Bäumen
der reisenden Flut nicht mehr standhielten.
2 m hoch stieg das Wasser und hat alle Orangen abgerissen.
Und wieder werden in der Region Valencia
Straßen zu Flüssen vergangene Nacht.
Diesmal gelten vielerorts Ausgangssperren
und es verläuft vergleichsweise glimpflich.
Die Katastrophe vor 2 Wochen hat tiefe Spuren hinterlassen.
Überall in den Straßen zerstörte Autos.
Für sie besteht nur wenig Hoffnung.
Geschätzt 80-90% davon werden auf dem Schrottplatz landen.
Die Region Malaga treffen die neuen Regenfälle besonders heftig.
Es gilt die höchste Warnstufe.
Die Flut erreicht auch die Kirche von Benamagosa.
Bedauerlich für die Gemeinde, aber wir sind dankbar,
dass wir keine Toten beklagen müssen.
Fast 4000 Menschen bringen sich in Notunterkünften in Sicherheit.
Es sind Anwohner besonders gefährdeter Flüsse und auch Camper.
Zum Glück haben Sicherheitskräfte und Campingplatzbetreiber
sehr schnell reagiert.
Die Evakuierung geschah in Rekordzeit.
Einige Campingplätze an der Küste
des als Sonnenparadies beliebten Malaga
stehen derzeit vollständig unter Wasser.
Es könnte eine Hoffnung für Alzheimer-Patienten sein.
Die Europäische Arzneimittelbehörde hat erstmals in der EU
ein Medikament zugelassen, das auf die Krankheitsprozesse abzielt
und nicht nur die Symptome behandelt.
Danach kann das Medikament mit dem Lamelecambi
bei einem sehr begrenzten Patientenkreis
das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamen.
In den USA und Großbritannien ist das Mittel schon zugelassen.
Die Zahl der Erwachsenen mit Diabetes, meist der Typ 2,
hat sich weltweit seit 1990 vervierfacht.
Das geht aus einer neuen Studie zum Weltdiabetestag hervor.
Für Deutschland heißt es,
rund 8,9 Mio. Menschen sind von der Stoffwechselkrankheit betroffen,
also etwa jeder Zehnte.
Allerdings kann oft schon eine Umstellung der Ernährung helfen
oder auch die sog. Abnehmspritze.
Kathrin Haas und Nils Schneider haben mehr.
Du bist, was du isst.
Das gilt besonders für Menschen mit Diabetes Typ 2.
Eine neue weltweite Studie der Englischen Universität Cambridge
hat ergeben, Übergewicht und zu wenig Bewegung
sind Risikofaktoren für die Stoffwechselkrankheit.
Aber auch verarbeitetes rotes Fleisch,
etwa in Schinken oder Bratwurst.
Jeder zehnte Deutsche lebt mit der Diagnose Diabetes Typ 2.
Eine davon ist Brigitte Speidel.
Sie konnte ihren Blutzuckerspiegel erst senken,
als sie Gewicht verloren hat.
Das gelang ihr mit der sog. Abnehmspritze.
Die ist seit 2018 als Diabetes-Medikament zugelassen.
Seit ich das einnehme, ich habe vorhin nachgeschaut,
habe ich bestimmt 10 kg abgenommen, aber in einem Rahmen von 4 Jahren.
Ihr Arzt hält das Medikament
für eine Revolution in der Diabetes-Therapie.
Trotz möglicher Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen.
Das Appetitzentrum wird runtergeregelt.
Die Magenentleerung wird etwas gehemmt,
sodass wir das Gefühl haben,
wir sind schneller satt, schon nach kleinen Portionen.
Gleichzeitig wird bedarfsgerecht
ein Signal ausgesendet an die Bauchspeicheldrüse,
etwas Insulin freizugeben.
Allerdings muss die Abnehmspritze ein Leben lang genommen werden,
damit der Erfolg stabil bleibt.