Mein Name ist Marcel Paa, Diplomierter Bäcker-Konditor-Meister und geprüfter Brot-Sommelier aus der Schweiz. Nicht lange Fackeln, «Einfach Backen»! Ist das Motto dieses Kanals und meine Leidenschaft ist das unkomplizierte, leckere und gelingsichere Backen - jede Woche teile ich mit dir Rezepte, Back Geheimnisse, Tipps und Tricks rund ums Backen. Lass dich von meiner Leidenschaft inspirieren, ich freue mich auf dich! Dein Marcel
Hey Leute, herzlich willkommen bei «Einfach backen». Schön habt ihr wieder eingeschaltet.
Wir backen heute die besten Haselnuss-Makronen.
Auf diese Idee habt ihr mich gebracht, und zwar bei den Kokos-Makronen.
Das Rezept habe ich ja abgeröstet.
Da war die Frage, geht das auch mit Haselnuss?
Mach mal Haselnuss-Makronen.
Klassischerweise wird da Eiweiss aufgeschlagen, Haselnüsse dazugegeben.
Meiner Meinung nach werden die relativ schnell gummig oder trocknen aus.
Darum ist diese Version definitiv besser und geht auch schneller.
Je nachdem, in welchem Land man ist, haben die Haselnuss-Makronen,
vor allem in Deutschland, noch so eine Backoblate unten dran.
Ich mag die gar nicht, die schmeckt mir nicht.
Darum habe ich dir heute drei Varianten.
Entweder du nimmst die, weil sie dir schmeckt.
Mir schmeckt sie nicht.
Du lässt es komplett weg.
Oder Nummer drei, du machst dir die Oblate selber.
Ich habe hier meinen Mürbeteig.
Das ist jetzt der mit Rauchmehl.
Geht natürlich auch mit hellem Mehl, absolut kein Problem.
Den hatte ich jetzt einfach noch.
Ich mache mir quasi die Böden selber.
Teig auswallend dünn.
Sollte nicht dicker als zwei Millimeter sein.
Schauen, dass das nicht klebt natürlich.
Und je nach Grösse dann ausstechen.
Ausstechergrösse ist jetzt bei mir dreieinhalb Zentimeter.
Wie gesagt, da bist du natürlich frei.
Die werden jetzt blind vorgebacken bei 180 Grad
für etwa so fünf, sechs Minuten.
Und in der Zwischenzeit beginne ich mit meiner Füllung.
Obwohl Füllung das falsche Wort ist,
eher die Makronenmasse, die wir jetzt machen.
200 Gramm Eiweiss, wieder ein super Rezept,
falls du in der Panettone-Produktion bist
und viel Eigelb gebraucht hast
und nicht weisst, was du mit dem Eiweiss machen sollst.
Dann Zucker.
Im Gegensatz zu den Kokos-Makronen
habe ich den Zucker nochmal reduziert.
Da kam die Rückmeldung,
das ist ein bisschen viel Zucker.
Ich habe nochmal um 100 Gramm reduziert, 250 Gramm.
Wir brauchen aber den Zucker auch für die Stabilität.
Das hat auch backtechnische Gründe.
Dann Prise Salz dazu.
Ich nehme jetzt hier noch so eine Messerspitze Zimtblüten.
Das ist aber optional.
Wenn du keine Gewürze möchtest,
dann ist das auch kein Problem.
Gemahlene Haselnüsse, 250 Gramm.
Und zusammen auf dem Kocher zusammen abrösten.
Ständiges Rühren auf ca. 60 Grad erwärmen.
Es wird zuerst weich und dann zieht es wieder an,
sobald es sich zu erwärmen beginnt.
Und genau das wollen wir,
damit es nachher die Konsistenz hat,
nicht mehr allzu stark verläuft.
Hier ziehen wir jetzt noch etwas Dinkelmehl darunter, 50 Gramm.
Genau gleich wie bei den Kokosmakronen
hilft das für die Stabilität.
Und vor allem werden die nachher nicht mehr so schnell weich.
Die bleiben schön knusprig.
Das ist ein cooler Trick.
Jetzt lassen wir das 2, 3, 4, 5 Minuten stehen.
Du kannst es auch 10 Minuten stehen lassen.
Das zieht jetzt noch ein bisschen nach,
geht dann besser zum Aufdressieren.
In der Zwischenzeit sind auch unsere Böden gebacken.
5 Minuten warten, dann geht es weiter.
Nach ein paar Minuten wird das Ganze schön fest und so leicht zieh.
In einen Spritzbeutel füllen.
Hier habe ich eine Lochtülle drin, 12 Millimeter.
Dann gehe ich hin, nicht ganz runtersetzen,
sondern leicht erhöhen und fange an hier aufzuspritzen,
bis der Boden schön gefüllt ist.
Oben aufhören zu drücken und abziehen.
Jetzt habe ich euch noch einen coolen Trick.
Ihr nehmt euch einen frischen, sauberen Lappen.
Den macht ihr nass.
Dann könnt ihr hier oben drüber noch leicht drücken.
Dann werden die nämlich schön glatt und die Spitzen verschwinden.
Nicht allzu fest, ein bisschen mit Gefühl.
Deko zum Schluss.
Oben noch eine ganze Haselnuss drauflegen.
Es wird Zeit für den Ofen und du wirst sehen,
durchs Abrösen wirst du auch keine Probleme haben wegen der Stabilität.
Da wird nichts verlaufen.
180 Grad für 10 bis 12 Minuten backen.
Nach guten 12 Minuten duftet es in der Küche nach Haselnuss.
Wunderschön, so müssen die sein.
Sie werden sogar ein bisschen heller von der Farbe her.
Aber die haben jetzt eine schöne Kruste.
Auch hier ist wieder eine Makronenmasse.
Nicht erschrecken.
Die sind am Anfang noch leicht gummig und ziehen dann nach.
Nach dem Auskühlen einmal reinschneiden.
Jetzt haben wir außen eine schöne Kruste
und innen sind sie herrlich weich.
Perfekt.
Unsere gemachten Opladen aus unserer Mürbteigtale
sind auch schön durchgebacken.
Das ist richtig klasse mit dem Boden.
Es gibt noch so einen zusätzlichen Knuspeffekt.
Dann aussen der leichte Crunch,
innen schön weich,
schön nussig, schön abgeröstet.
Wenn du willst, kannst du dir natürlich auch noch
die Böden in Schokolade tauchen, wie die Kokosmakronen.
Mir passt es so.
Viel Spass beim Nachbacken.
Daumen hoch, wenn es gefallen hat.
Lass einen Kommentar da.
Bis zum nächsten Mal.
Dein Marcel.