Am zweiten Tag in Augsburg will Matthias mit Kobe-Fleisch und Champagner punkten. Das Ganze ist nicht Bob Welt, doch was sagt er, als er den edlen Tropfen zum ersten Mal probiert? Kann Matthias den punkigen Mitstreiter mit dem japanischen Rind überzeugen?
„Mein Lokal, Dein Lokal“ stellt fünf sympathische Restaurantbesitzer mit ihren Lokalitäten vor und lässt diese gegeneinander antreten - aber nicht auf dem normalen Weg. Die Restaurantbesitzer lassen sich als Gast in vier weiteren Restaurants verwöhnen und nehmen die anderen Betriebe unter die Lupe. Im Gegenzug müssten Sie natürlich auch die anderen Teilnehmer für einen Besuch in Ihren Betrieb einchecken und Ihr Essen und Restaurant testen lassen. Wo der normale Gast in einem Restaurant vielleicht nur auf den vollen Teller achtet, wissen die Profis genau, worauf es ankommt: Geschmack, Service, Atmosphäre, Sauberkeit, ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich das Gesamtkonzept. Außerdem ist der Profikoch Mike Süsser mit an Bord und gibt seine Bewertung ab.
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Den vielen werden wir heute mal zeigen,
wie ein ordentliches Steak auf den Teller kommt.
Ja Servus miteinander, da kommt was auf uns zu.
In Augsburg frönt die Steakmanufaktur der Fleischeslust.
Ihr seht jetzt hier oben das teuerste Fleisch der Welt.
Wer in Augsburg edles Koberind kosten will, muss zu Matthias.
Wenn man es in die Hand legt,
das fängt halt schon bei 25 Grad an zu schmilzen.
Qualität bombastisch, aber was kostet der Spaß?
Das schmeckt sehr gut, aber ich frage mich gerade,
wenn ich den Preis sehe, ob das 10 Mal besser schmeckt
als ein normales Steak.
Grüß Gott Augsburg, Tag 2 packt ma's.
Zum Wochenstart gab's Burger, Pizza, Rock'n'Roll
beim coolen Bob im hippen Bob's.
Morgen will Jessica mit bayerisch-schwäbischer Küche
von ihrem Brauerei-Gasthof Fuchs überzeugen.
Am Donnerstag lässt Styler Manuel in seinem Camouflage
nicht nur die Korken knallen.
Und im großen Finale möchte Tassilo mit seinem Magnolia
das Ding für sich entscheiden.
Mit 30 soliden Zählern ist Bob in die Woche gestartet.
Das wollen wir toppen, denkt sich die Konkurrenz und greift an.
Dieser Mann mit der Meisterpropper-Aura
verkauft edles Koberind und keine Badreiniger.
Die güldene Auszeichnung der Kobe Beef Association
in seinen Händen beweist es. Servus, Matthias.
Servus, schön, dass du da bist.
Herzlich willkommen, Steakmanufaktur.
Komm rein, ich zeig dir unseren Laden.
Die Steakmanufaktur in stylisch gehobenem Ambiente
finden an die 200 Fleischfans Platz, um dem Rind zu huldigen.
Und was machst du hier, Matthias?
Meine Position in diesem Haus ist die Funktion des Küchendirektors.
Das beinhaltet, dass ich den Küchenchef,
der hier verantwortlich ist, auch überwache.
Wenn Not am Mann ist oder ich Bock drauf habe,
stehe ich selber mit am Ofen.
Matthias ist ein Macher
und hat sein schickes Gewölbelokal fest im Griff.
Nun aber zum Allerheiligsten.
Jetzt zeig ich euch unser Highlight, unseren Reifeschrank.
Hier hängt das Luxus-Beef ab und hart geduldig der Verkostung.
Matthias, erklär doch mal, welche Rinder hier so rumreifen.
Da oben haben wir jetzt Prime-Rumsteak, Prime-Ribeye.
Das reifen wir selber mit unserem Reifeschrank,
wie der Name schon sagt.
Das muss mindestens 28 Tage drinnen hängen,
damit wir es als 3H-Beef verkaufen dürfen.
Dass das die Deklaration ist,
muss mindestens 28 Tage noch mal trocken gereift werden.
Jetzt wollen wir aber wissen,
wo sich der japanische Edelbulle gemütlich gemacht hat.
Als zertifizierter Kobe-Dealer
kann Matthias da bestimmt was zu sagen, oder?
Kobe ist das, was da noch eingeschweißt ist,
weil es ein sehr teures Produkt ist.
Das können wir uns nicht trocknen lassen.
Das ist nur im tiefen Schrank,
damit die Gäste sehen, wie es ausschaut.
Viele kennen Kobe gar nicht.
Die Besonderheit des Kobe-Fleisches ist,
dass es eine sehr starke Marmorierung hat.
Es gibt verschiedene Marmorierungsstufen.
Umso höher die Marmorierungsstufe,
umso mehr Fettgehalt ist in diesem Fleisch drin.
Dementsprechend baut sich auch der Preis auf.
Umso höher die Marmorierung, umso teurer.
Das Kobe, oder genauer Tajima-Rind,
ist also der Rolls-Royce des Grillguts.
Ich hab mal gehört, dass Kobe-Rinder sogar massiert werden.
Ist das richtig?
Ja, das ist leider ein Mythos. Das ist nicht der Fall.
Die werden kurz vor der Schlachtung noch mal beruhigt,
durch Streicheln, durch gut Zureden,
damit sie nicht im Stress ausgesetzt sind.
Weil jeder Stress, das ist die sog. Stressschlachtung,
macht das Fleisch hart und fast ungenießbar.
Das Kobe-Fleisch ist nicht zu vergleichen mit einem normalen Rind.
Weil das Fett von einem normalen Rind
fängt bei 45, 50° erst zum Laufen an.
Beim Kobe-Filet ist es so, dass, wenn man es in die Hand legt,
das fängt schon bei 25° an zu schmilzen.
Die Konkurrenz hat sich auf den Weg zum Edelsteak-Haus gemacht.
Der ein oder andere Fuchs unter den Profis
hat schon eine Ahnung, was es heute geben könnte.
Bob, wo sind wir jetzt eigentlich hier?
Hier sind wir im Stadtteil Hochfeld.
Hochfeld ist kurz vor der Innenstadt.
Ich denke, es wird hauptsächlich um Fleisch gehen.
Steak würde passen.
Fleisch und Matthias, das schaut ein bisschen aus wie ein Metzger.
Metzger, Meisterpropper.
Matthias ist jedenfalls der coolste Edelfleisch-Dealer
von ganz Augsburg.
So, jetzt gehen wir in die Küche.
Ich zeige euch mal mein Reich.
Äh, Matthias, stopp mal.
Was ist denn das für ein Grillfernseher da an der Wand?
Da schauen die Gäste zu, wie wir ihr Steak zubereiten.
Die können dann live zuschauen, wie das gegrillt wird.
Da steht dann immer ein Traube hier.
Die schauen dann immer zu, wie es hier richtig abgeht.
Ist aber keine Arbeitskontrolle, oder?
Das ist keine Arbeitskontrolle, das ist ja für die Gäste.
Dann könnte ich sagen, da liegt mein Steak drauf,
das kriege ich jetzt dann gleich.
Und jetzt zeige ich euch mal, wie das live geht.
Live ist immer gut.
Wow, geräumig hier und so schön sauber, Herr Küchendirektor.
So, das sehen wir jetzt an unseren beiden wichtigen Geräten,
unseren Grills.
Wer ist denn der Herr?
Das ist der Oliver,
das ist der Küchenchef von der Steakmanufaktur.
Hallo.
Der hat uns da gerade einen Tomahawk auf den Grill gelegt.
Das ist aber ein dickes Ding.
Das ist mal ein richtiger Brocken,
da werden 2 Leute prinzipiell satt davon.
Wieso heißt das eigentlich Tomahawk?
Das Tomahawk, der Name kommt durch die Form, wie das Beil.
Das ist ein Ribeye, nicht ausgelöst,
sondern noch an der Rippe, am Knochen dran.
Dadurch bleibt es saftiger beim Grillen und macht auch noch was herer.
Weil wenn man so ein Stück auf dem Teller hat,
sieht natürlich auch klasse aus.
Recht hat er, der Oliver.
Die indianische Wurfkeule macht was her
und bekämpft den Hunger garantiert.
So, jetzt gehen wir dann rüber auf den Lava-Grill.
Wie gesagt, die Hitze ist wesentlich geringer wie da.
Der läuft zwischen 400 und 600°.
Und der maximal seine 280.
Jetzt schauen wir,
dass wir die Garstufe dementsprechend erreichen
durch schoneren Grillen, dass uns das nicht außen verbrennt.
Der Qualitätsstandard, den ich hier an den Tag lege,
ist schon sehr hochwertig.
Wir wollen keine Sterneküche machen.
Wir wollen sehr hohe Qualität anbieten zu einem moderaten Preis.
Die Mitstreiter haben schlussendlich
den Weg zum Haus der feinen Rinder gefunden,
um dies auf Marmorierung und Garstufe zu testen.
Wohl an.
Herzlich willkommen in der Stegenmanufaktur.
Schön, dass ihr endlich da seid.
Hallo, servus.
Schaut euch unseren Laden an.
Ich bin dann weg.
Sehr schön, dann schauen wir mal deinen Laden an.
Den vielen werden wir heute mal zeigen,
wie ein ordentliches Stege auf den Teller kommt.
Die Profis entern Matthias' Edelgrillbude
und scheinen nicht ganz abgeneigt.
Das Kellergewölbe.
Sieht klasse aus.
Das Feedback der Gäste, die hier reinkommen,
die sind am Anfang völlig überwältigt.
Es wirkt sehr luxuriös, sehr edel.
Aber wenn sie dann mal drin sind,
merken sie, dass sie gut angenommen werden,
gut versorgt werden, sie fühlen sich wohl.
Jessica und Bob
schlendern durch die weitläufige Lokalität
und fühlen sich, Matthias ahnte es schon, ziemlich wohl.
Wow, das Gebäude, das alte Gewölbe.
Cool, ja.
Richtig schön.
Ja, das Restaurant im Prinz-Karl-Palais
hat sich herausgeputzt und verfügt neben dem schmucken Innen
auch über einen schicken Außenbereich.
Nun aber zur Tischdeko.
Was haben wir da?
Ja, das Weiße ist bestimmt Salz.
Ja, das vermute ich auch.
Und das wird wahrscheinlich Schwarzes.
Schwarzes Salz gibt's da auch?
Mhm.
Komm, probier mal.
Genau, was sollen wir hier lange rumspekulieren?
Beiß mal drauf, Bob.
Und salzig?
Stimmt, schwarzes Salz.
Aber schmeckt nach weißem Salz.
Die ersten 3, Salze, Weiß, Rot und Schwarz,
haben ähnlich oder gleich geschmeckt.
Das Rechte war ein Gewürzsalz, das sich hervorgehoben hat
und mir persönlich am besten geschmeckt hat.
Zeitgleich stoßen Tassilo und Manuel die Tür zur Küche auf.
Ich bin der Tassilo.
Servus, ich bin der Küchenchef hier.
Servus, grüß dich.
Du bist der Küchenchef?
Ich bin hier der Küchenchef, genau.
Und Matthias ist Küchendirektor.
Küchendirektor ist ja noch mal eine ganz andere Liga.
Was heißt genau Küchendirektor?
Matthias ist für alle 3 Läden, die wir haben, zuständig.
Ihr habt 3 Läden?
Genau.
Für alle Küchen, für die ganzen Koordinationen, Einkauf.
Er hat in jedem Laden seinen Küchenchef stehen.
Aber eben ...
Der Oberdirigent?
Genau.
Aber wenn es wirklich brennt, ist sich der Herr Dirigent
nicht zu schade, selbst zum Instrument zu greifen.
Tja, gelernt ist gelernt.
Molli, was machst du gerade hier?
Ich mache gerade ein frisches Tartar von unserem Prime Beef.
Können wir gerne mal zuhören, wenn ihr wollt.
Da haben wir was ganz Besonderes, unseren gekühlten Fleischwolf.
Gekühlter Fleischwolf?
Genau, zum einen hat er den normalen Motor drin.
Und dann eben noch einen Kühlmotor,
dass das Fleisch die ganze Zeit gekühlt bleibt.
Weil Tartar ist ja wichtig.
Wo ist Fleisch?
Fleisch habe ich hier schon mal vorbereitet.
Da haben wir US-Prime-Filet.
Filet?
Ja, dass wirklich höchste Qualität für die Gäste da ist.
Ohne viel Tamtam landet das Rind im Wolf.
Dieser waltet routiniert seines Amtes.
Und hier das Resultat.
Edelhack, oberste Kajüte.
Anmachen tun wir es mit unserer hauseigenen Tartar-Soße.
Was hast du da so alles drin?
Die ist auf Ketchup-Basis.
Abgeschmeckt mit Dijon-Senf, Senfsaat,
die wir selbst anrösten und malen.
Salz, Pfeffer, Cognac.
Du hast ja hier noch Wachteleier.
Was machst du mit denen?
Das Wachteleier kommt zum einen zur Bindung
und gibt noch ein bisschen Glanz und Geschmack.
Weil Wachteleier auch feiner schmecken als Hühnereier.
Wachteleier sind sensationell.
Schöne Sache.
Nur wir beide hätten den Vorschlag,
dass man es mit auf die Karte tut.
Weil Wachtelei ist ja noch mal was anderes
wie ein Standard-Hühnerei.
Die Soße geht eine wilde Ehe mit dem US-Hack ein.
Völlig enthemmt flutscht das Wachtelei hinzu.
Quasi ein flotter Dreier.
Das Tartar haben wir jetzt soweit fertig.
Dazu machen wir ein kleines Salat-Bouquet zur Deko.
Oliver zieht sein Ding ziemlich lässig durch.
Schon bald findet sich das angemachte Tartar
mit einem schicken Salat-Bouquet auf dem Teller wieder.
Die Jungs schreiten zur Kostprobe.
Und wie ist es?
Lecker. Ich mag Tartare total gern.
Das gehört auf jeden Fall zu den guten Tartares,
die ich bis jetzt geküsst habe.
Jessica und Bob erfreuen sich derweil am geschmackvollen Ambiente
und stoßen urplötzlich auf die Karte.
Hier sind die Speisekarten.
Da schauen wir doch gleich mal rein.
Da bin ich mal gespannt.
Edel in Leder, gebunden.
Eigentlich ganz schlicht, aber macht trotzdem schon was her.
Was offenbart die minimalistisch designte Karte
des gehobenen Kobe-Grills?
Bob bleibt bei Hightech-Infos hängen.
Alle Steaks werden auf Hightech-Grill,
dem wohl weltbesten Holzkohle-Grill, zubereitet.
Kennst du Hightech-Grill?
Wir haben den einzigen Hightech-Grill in Augsburg,
der auf Holzkohle läuft.
Der schafft eine Hitze von bis zu 600°.
Da werden unsere Steaks scharf angegrillt.
Die bekommen dieses typische Raucharoma,
weil wir auf Buchenholzkohle grillen.
So eine Ausstattung schlägt sich im Preis nieder.
Preislich sind wir jetzt doch ein bisschen gehobener.
Aber ich würde sagen, für die Art von Speisen ganz klar zu erwarten.
Scampi.
Schwertfisch.
Hier haben Sie Kobe-Beef.
Konichi war kleine Kobe-Kunde gefällig?
Von Tachima-Rindern um die japanische Provinzhauptstadt Kobe
auf kleinen Höfen traditionell aufgezogen
und von der Kobe-Beef Association zertifiziert.
Über Klassifizierung und Marmorierungsgrad
informiert sie unser Service.
Die Marmorierungsstufen gehen von A1 bis A5.
Wobei A5 die niedrigste Marmorierung hat
und A1 die stärkste Marmorierung.
Das sind 5 Stufen.
Und hier hängt es einfach so rum.
Da ist das Teil, das Herzstück wahrscheinlich.
Der Reifeschrank.
So eine Premium-Auswahl bedarf einer fachkundigen Erklärung.
Ah, da kommt sie ja.
Es wäre schön, wenn du es uns mal erklärst.
Ihr seht hier oben das teuerste Fleisch der Welt.
Das löst doch gleichgehörig Ehrfurcht und Respekt ein.
Was das wieder kostet.
Das ist das Original Kobe aus Japan.
Das kostet hier 110 g.
Das kostet z.B. vom Rippei 86 Euro.
Oder das Rumpsteak 135 g, 105 Euro.
Das ist keine Imbissbude hier, ne?
Ein kleiner Schatz ist da drinnen.
Ja, ein kleiner Schatz.
Wenn ich die Preise vom Kobe-Rind gesehen habe,
das ist ein großer Schatz.
Sigi, kann man das auch mal anfassen?
Das kannst du gar nicht mal anfassen.
Jessica packt gern richtig zu.
Und so öffnet Geschäftsleiter Sigi die heilige Fleischkammer.
Das hat eine relativ feste Konsistenz,
ist aber dann butterweich.
Klasse, ganz was anderes.
Normalerweise isst man das nicht als Hauptspeise,
sondern als Vorspeise.
Manchmal auch zu zweit.
Man kann von so einem Fleisch gar keine 300 g essen,
weil es von der Konsistenz zu viel zu fett ist.
Man kann auch eins nehmen, wo mehr Fleisch drin ist und weniger Fett.
Aber gerade beim Kobe ist es wichtig,
dass man diesen nussigen, schmelzigen Geschmack hat.
Es ist kein draniges oder sehr festes Fett, sondern nussig.
Es schmilzt richtig. Das ist wie ein Butteraroma.
Das ist das Highlight am Kobe.
In der Küche jubelt Tassilo den Kobe-Mythos in ungeahnte Höhen.
Ich hab schon gehört, dass die Rinder mit Reisbier massiert werden,
dass das Fleisch noch weicher wird, dass sie sehr wenig Auslauf haben.
Die haben ein sehr schönes Leben.
Das Massieren ist leider eine Legende.
Ist eine Legende? Okay.
Aber z.B. Sake-Reste von der Sake-Herstellung,
die Schalen und alles, bekommen die auch zugefüttert.
Die bekommen Bier zu trinken?
Die werden extrem verwöhnt.
Ein Landwirt hat nur zwei Rinder.
Da muss man sich leid tun.
Die sind der betrunkenen Küher.
Darf man das Rind überhaupt unter 16 essen,
oder bekommt man dann Rausch?
Die haben sehr gute Leberwerte, die 4.
Das haben die natürlich an dem ganzen Alkohol abgebaut.
Mit reichlich Fachwissen gefüttert
erkunden Tassilo und Manuel das Kühlhaus.
Eine echte Wertanlage.
Uh, schau mal hier.
Jawohl.
Das ist ja absolut die Schatzkammer hier.
Das Fleischparadies.
Jawohl, meine Herren, darauf können Sie schwören.
Jawohl, jawohl, jawohl.
Riesendinger, ne?
Ja, so Jumbo-Schaschlik.
Was meiner Meinung nach,
oder meines Wissens nach niemand in Augsburg hat,
sind Grillspieße, die für den Tisch sind.
Die haben wir extra für uns anfertigen lassen.
Das ist auch eine Art von Erlebnis-Gastronomie.
Das bestellt sich ein Tisch, und der Nachbartisch sieht es.
So geht das sein Lauffeuer.
In dieser Auslage ist für jeden Fleisch-Fan was dabei.
Manuel und Tassilo planen das perfekte Verbrechen.
Hast du noch Platz in deinen Taschen?
Ich such mal.
So ein paar mitnehmen.
Passt schon was rein.
Der Herr Direktor wird auf jeden Fall am Grill stehen.
Er will, dass das 100%, 100.000% perfekt rausgeht.
Die Sonne ist untergegangen.
In der Steak-Manufaktur lodert jetzt das Feuer.
Die Profis sind voller Erwartungen.
Da naht schon der nächste leitende Angestellte.
Wunderschönen guten Abend euch.
Schön, dass ihr endlich sitzt.
Das ist der Herr Fischer, unser Betriebs- und Serviceleiter.
Der wird sich um euer Wohl kümmern.
Herr Fischer hat es voll drauf.
Ein smarter, gut ausschauender Beauty mit gelbem Haar.
Passt hier rein.
Findet er auch.
Habt ihr das schon mal probiert, das Kobe?
Ich persönlich habe es schon mal gegessen.
Und sonst von euch?
Noch keiner.
Ich habe es einmal probiert, schon sehr lange her.
Ich würde vorschlagen, bevor ihr reinschaut,
mache ich euch gerne ein kleines Kobe für jeden zum Probieren.
Das wäre Wahnsinn.
Dann wisst ihr auch, wovon wir reden.
Klasse.
Das Angebot lehnt wohl nur ein Vegetarier ab.
Herr Fischer, bitte.
Bevor ihr anfangt,
darf ich euch einen schönen Aperitif anbieten?
Du Bob, wie schaut es aus?
Trinken wir ein Fläschchen Champagner?
Ganz ehrlich gesagt, natürlich ist das nicht meine Welt.
Und zack, hat Herr Fischer die Möth-Flasche im Anschlag.
In Fachkreisen auch Mouet genannt.
Den mag ich persönlich sehr gern.
Mädchen, ganz klar.
Mouet, Mouet, Chateau.
Auf einen schönen Abend.
Zum Wohle.
Santé und à la votre.
Wenige Schlucke und die Dekadenz hat den lässigen Bob gepackt.
Tja.
Ich kenne das so nicht, ein bisschen wie Traubensaft.
Aber es schmeckt nach mehr.
Geschmacklich finde ich ihn toll.
Mit dem Eis ist es leichter, lockerer.
Ich mag auch eiskalt.
Ich habe zum 1. Mal in meinem Leben Champagner getrunken.
Sau lecker, sau teuer.
Pass.
Die Profis äußern ihre Menüwünsche.
Und der freundliche Herr Fischer schreibt sie nieder.
Nur Sekunden später kommt der Kobe-Snack an den Tisch.
Ich glaube, jetzt kommt unsere Überraschung.
Der Matze hat es ganz naturbelassen gelassen.
Nur leicht gesalzen.
Da ist es.
Das Rind mit dem Marzipanschmelz, erhebend.
Vielen Dank.
Danke schön.
Wenn ich zum Essen gehe, dann gehe ich Döner essen
oder hol mal schnell beim Chinesen ein Reis mit Huhn.
Deshalb muss ich die 1.000 Leckereien hochtrabeln und probieren.
Einmal ist immer das 1. Mal.
Und beglückt das japanische Rind die Wertengaumen?
Der Geruch ist schon super.
Das Fleischgeruch.
Den Fettgehalt im Fleisch merkt man schon deutlich.
Es kommt schon intensiv durch.
Aber es geht durch wie Butter.
Es war super zart und geschmacklich.
Es hat einen sehr extremen Fleischgeschmack.
Das kommt durch das hohe Fettgehalt,
dass es so schön marmoriert ist.
Beim Garen tritt der Geschmack aus dem Fett aus
und dringt in das Fleisch ein.
Das merkt man schon beim Geruch.
Wenn du das anschneidest und riechst,
ist es auf jeden Fall was Besonderes.
Das Fleisch ist sehr lecker und schmeckt sehr gut.
Aber wenn ich den Preis sehe,
frag ich mich, ob das 10-mal besser schmeckt als ein normales Steak.
Ich find den Hype total überbewertet.
Wenn ich sehe, was das kostet.
Ich find's zu teuer.
Das ist wie mit Champagner.
Du trinkst nicht jeden Tag oder jede Woche Champagner.
Das ist was Besonderes.
Das soll was Besonderes bleiben.
Deswegen ist der Preis gerechtfertigt.
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