@ErnstWolffOffiziell im Interview „Geld fürs Nichtstun? | Bedingungsloses Grundeinkommen kommt bald | Ernst Wolff überrascht am Ende". Ist es eine Revolution oder Illusion? Kommt es wirklich bald? Seine Antwort überrascht – und das Ende macht Hoffnung!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 💡 NOCH FRAGEN? Schreib einen Kommentar und starte eine Diskussion!
Was ich mich beim universellen Grundeinkommen immer frage,
sollen die Menschen dumm und ambitionslos gehalten werden?
Ist das so die Absicht oder wie kann es sein,
dass das ganze Land irgendwie inzentiviert wird?
Es gibt einfach keine andere Möglichkeit mehr.
Also wir leben ja in einer des riesigen Umbruchs technologischer Art.
Also wir werden nicht verhindern können,
dass die künstliche Intelligenz unglaublich viele Jobs übernehmen wird.
Also hier in Deutschland zum Beispiel in der Verwaltung
arbeiten in Deutschland 5 Millionen Menschen.
2,4 ganztägig und 2,4 Millionen Teilzeit.
Und diese Jobs sind in den nächsten 5 Jahren verloren.
Die werden alle durch die künstliche Intelligenz ersetzt werden.
Interessant ist auch, wie wir belogen werden.
Also das Unternehmen Schaeffler hat ja gerade vor 10 Tagen Insolvenz angemeldet.
Und da hieß es, Schaeffler ist ja einer der Autozulieferer
und die Autoindustrie ist in großen Schwierigkeiten.
Und deswegen ist Schaeffler jetzt gezwungen Insolvenz anzumelden.
Ich habe mir mal angeguckt, welche Jobs denn bei Schaeffler tatsächlich gestrichen werden.
Das sind keine produktiven Jobs, das sind alles Jobs in der Verwaltung.
Also Schaeffler setzt da einfach die künstliche Intelligenz ein,
um die ganze Verwaltung da vor die Tür zu setzen.
Und das ist ein Prozess, der uns in ganz großem Maße nicht nur in Deutschland,
sondern weltweit droht, also auch in den USA.
Und damit wird auch Donald Trump jetzt in der nächsten Zeit leben müssen.
Glauben Sie, dass sich die künstliche Intelligenz eines Tages so verselbstständigen wird,
dass es kein Zurück mehr gibt?
Ich denke, dass der Punkt vielleicht sogar schon überschritten ist.
Also ich habe mich da informiert über bestimmte Leute.
Also ich verfolge zum Beispiel Jeffrey Hinton.
Jeffrey Hinton hat ja gerade den Nobelpreis für die Entwicklung von künstlicher Intelligenz bekommen.
Jeffrey Hinton hat im letzten Jahr, im Mai, seinen Job bei Google
als Chefentwickler künstlicher Intelligenz quittiert.
Und zwar deswegen, weil ihm das Ganze viel zu gefährlich geworden ist.
Das gleiche gilt für den Marketingchef von Google X.
Also Google X ist so das Gehirn, das Zentrum von Google,
wo die neuen Ideen gesammelt und entwickelt werden.
Der Marketingchef Mo Goddard hat auch seinen Job quittiert.
Auch mit der Begründung, dass das Ganze zu gefährlich geworden ist.
Und interessanterweise in der vergangenen Woche gab es in der Bild-Zeitung
ein Interview mit Stuart Russell, der ist Professor an der Stanford-Universität
und einer der führenden Entwickler oder einer der führenden Wissenschaftler
im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Und er hat tatsächlich am Ende des Interviews gesagt,
also vielleicht ist die Menschheit tatsächlich sogar jetzt schon verloren.
Also ich denke, wenn drei solche Leute solche Äußerungen machen,
dann ist es wirklich höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen
und sich auch davor zu schützen und dazu aufzurufen,
in diesem Bereich also auf jeden Fall mindestens ein Moratorium einzuführen.
Dieses Moratorium ist übrigens gefordert worden.
Und zwar von Elon Musk, von Steve Wozniak, also dem Partner von Steve Jobs.
Vor ungefähr einem Dreivierteljahr haben die einen Brandbrief geschrieben
und haben gesagt, also die künstliche Intelligenz hat ein Stadium erreicht,
das für die ganze Menschheit gefährlich ist.
Wir fordern ein halbjähriges Moratorium. Passiert ist nichts.
Und das zeigt auch, wie geisteskind diese Leute sind,
weil Elon Musk mit seinen Unternehmen keine Bremse eingesetzt hat,
also nicht auf die Bremse getreten hat, sondern einfach weiter mitentwickelt.
Und zwar mit der Begründung, ja, wenn die anderen das machen,
dann muss ich es auch machen.
Richtig. Und ich finde, wir in Deutschland reden über Moratorien,
wir reden über ethische Standards etc.
Die Chinesen investieren Milliardenbeträge in irgendwelche Forschungslabore.
Das ist ja auch so ein ungleicher Wettbewerb.
Da kann man nicht einfach mal kurz innehalten und irgendwie das Ganze ruhen lassen.
Das ist ja, wenn du es ruhen lässt oder wenn Sie es ruhen lassen,
haben die anderen Staaten gefühlt schon Quantensprünge nach vorne gemacht.
Ja, das ist ganz gefährlich.
Und das ganz Gefährliche ist eben, dass es in der Hand von so wenigen Leuten ist.
Also man könnte die künstliche Intelligenz ja auch zugunsten von uns allen nutzen.
Aber die künstliche Intelligenz ist in der Hand von ganz wenigen Unternehmen,
einigen wenigen Startups, die von den großen Unternehmen immer sofort aufgekauft werden.
Und die benutzen die künstliche Intelligenz nicht, um unser Leben lebenswerter zu machen,
sondern nur, um ihre Macht und ihren Datenbesitz und ihren Geldbesitz da zu erhöhen.
Und das ist die große Gefahr.
Deswegen, also meine größte Forderung im Moment wäre,
dass man Patente und Lizenzen weltweit aufgibt,
weil es ist die einzige Möglichkeit, uns alle zu retten
und das Ganze im Interesse von uns allen weiter fortschreiten zu lassen.
Also so wie es jetzt läuft, läuft es auf jeden Fall auf eine absolute Katastrophe hinaus.
Wie kann man den Menschen draußen trotzdem Hoffnung machen?
Ja, Hoffnung kann man denen machen, wenn man sich die wichtigste Lehre der Geschichte ansieht.
Die wichtigste Lehre der Geschichte ist dann,
wenn zu viel Macht sich in zu wenigen Händen konzentriert, dann zerfällt diese Macht.
Also das gilt für die ganzen großen Reiche, ob das das römische Reich war
oder ob das andere große Weltreiche waren, das britische Empire ist irgendwann zerfallen.
Und wir in Deutschland haben es ja gerade vor 40 Jahren erlebt.
Die DDR, da hat sich zu viel Macht in zu wenigen Händen konzentriert.
Die hat eine Geschichte der immer stärkeren Machtkonzentration in den Händen der SED und der Stasi damals.
Und die DDR ist auch irgendwann in einen Prozess der Pfäulnis eingetreten und dann zerfallen.
Und diesen Pfäulnisprozess, den sehen wir jetzt auch.
Also die ganzen Maßnahmen, die gegen uns ergriffen werden,
also dass unsere Rechte immer weiter eingeschränkt werden,
dass wir immer mehr drangsaliert werden, dass uns QR-Codes aufgedrückt werden,
dass uns Reiseverbot erteilt werden, dass die freie Meinungsäußerung nicht mehr garantiert ist.
All das zeigt ja nicht, dass diejenigen, die die Hebel der Macht in der Hand haben, besonders stark sind,
sondern das zeigt, dass die wirklich mit dem Rücken zur Wand gegen uns kämpfen.
Und das macht mir Mut. Also da denke ich, so stark sind die dann eben doch nicht.
Und wenn die öffentliche Meinung dann umschlägt, dann werden diese Leute also ganz sich warm anziehen müssen.
Und das ist in der Geschichte auch nicht so, dass solche Prozesse sehr lang dauern.
Das passiert sehr plötzlich.
Und ich merke gerade in den letzten Jahren, dass sehr viele Leute sehr kritisch geworden sind.
Viele von denen sind noch nicht auf der Straße.
Viele von denen sind nicht sichtbar.
Aber wenn dann irgendetwas Entscheidendes passiert, dann werden die alle aufstehen.
Und da bin ich ganz sicher, dass das passieren wird.
Haben Sie drei ganz konkrete Handlungsempfehlungen für unsere Zuschauer,
die das Gefühl haben, dass draußen der Lärm und die mediale Polarisierung sehr groß werden?
Haben Sie also drei ganz konkrete Handlungsempfehlungen, die man sofort umsetzen kann, damit es einem besser wird?
Ja, auf jeden Fall. Das Erste ist, auf jeden Fall die Ruhe zu bewahren.
Also zu wissen, dass die Gegenseite möchte gerne, dass wir völlig in Panik geraten.
Also ganz wichtig ist dieser Spruch von Greta Thunberg, die mal gesagt hat,
ich möchte, dass ihr in Panik geratet.
Wer in Panik gerät, ist nicht mehr Herr seiner Sinne.
Der ist leicht zu führen, der ist leicht zu manipulieren.
Also das Erste, was ich sagen würde, auf jeden Fall Ruhe bewahren.
Und dazu gehört natürlich auch, dass man seinen Laptop oder sein Handy ab und zu mal ausstellt,
um nicht immer in dieser Welt des völligen Irrsinns sich zu bewegen.
Das Zweite, was ich sagen würde, ist, auf jeden Fall sich auch vorzubereiten auf schwierige Zeiten.
Also ganz konkrete Tipps.
Ich würde jedem raten, also im Moment einen gewissen Vorrat an Bargeld zu halten,
weil wenn wir die nächste Finanzkrise erleben, und die werden wir irgendwann erleben,
dann werden so Dinge passieren, wie sie in Griechenland im Rahmen der Eurokrise passiert sind oder auch Zypern,
dann werden die Automaten, die Geldautomaten ganz schnell geschlossen sein
und dann wird man nicht mehr an sein Geld herankommen.
Ich empfehle den Leuten auch nicht zu viel Geld bei einer Bank zu halten,
weil bei uns gilt inzwischen die Bail-In-Regelung.
Also Banken werden dann auch mit den Geldern der Einleger gerettet werden.
Also wer viel Geld hat, sollte das auf jeden Fall auf mehrere Banken verteilen
oder vielleicht noch besser gar nicht den Banken anvertrauen,
weil ich selber würde keiner Bank mehr trauen in dieser Situation.
Das Nächste ist, ich würde auf jeden Fall mir einen Vorrat an Nahrungsmitteln zulegen,
weil es ist nicht ausgeschlossen, dass wir irgendeine größere Krise erleben,
dass tatsächlich Läden geplündert werden in der Zukunft,
dass auch das Internet irgendwann mal zusammenbricht.
Und da ist es natürlich gut, wenn man dann auch, was das ganz einfache Leben angeht,
darauf vorbereitet ist.
Dann würde ich sagen, man muss auf jeden Fall seine Kinder wissen,
vor all dem, was im Moment passiert.
Also die Kinder nicht einfach immer wieder der digitalen Sphäre aussetzen,
sondern die Kinder möglichst viel beschäftigen, sich viel mit den Kindern beschäftigen
und den Kindern also nicht ständig Zugang zu den digitalen Medien erlauben.
Das finde ich ist eine ganz, ganz wichtige Sache.
Und ansonsten muss man einfach immer wieder sich sagen,
also unsere Großeltern, unsere Urgroßeltern, die haben auch in schwierigen Zeiten gelebt,
die haben den Ersten Weltkrieg miterlebt, die haben den Zweiten Weltkrieg miterlebt.
Und die haben das Ganze erlebt unter wesentlich schwierigeren persönlichen Verhältnissen
als die, in denen wir jetzt leben.
Also wir haben alle gute Wohnungen, wir haben Wärme, wir haben zu essen,
wir haben keine Bomben, die bei uns abgeworfen werden.
Also uns geht es da eigentlich noch unendlich viel besser.
Und ich muss sagen, da sollten wir uns doch unsere Großeltern
und unsere Urgroßeltern als Vorbild nehmen
und einfach diese schwierige Zeit einfach durchstehen.
Und wichtig ist, sich vernetzen.
Also kein Mensch wird diese Zeit richtig alleine nur als Einzelkämpfer durchstehen können.
Es ist ganz wichtig, sich mit gleichgängigen Sünden zu vernetzen
und zu versuchen, mit denen immer wieder den Austausch zu pflegen
und auch neue Leute wieder in die Opposition hineinzuziehen,
indem man sich mit denen unterhält und daran auch an diesen Unterhaltungen,
an diesen Diskussionen seine eigenen Positionen immer wieder überprüft
und tatsächlich auch konkreter machen kann.
Also das wären so meine ganz konkreten Vorschläge für die nächste Zeit.
Super. Vielen, vielen Dank, Herr Wolff, für die inspirierenden Schlussworte
und für das grandiose Gespräch.
Dankeschön.