Erfahren Sie in diesem Video "Online-Hetze: Wie sie unsere vernetzte Gesellschaft zerstört! | Medienforscher Prof. Meyen klärt auf", wie Online-Hetze unsere vernetzte Gesellschaft zerstören kann. Medienforscher Prof. Meyen klärt auf.
bleiben be meiner Partnerin sie ist nach
Dubai geflogen um Freunde zu besuchen
und hat sich inspirieren lassen das
wünschen wir uns ja eigentlich von
Journalisten dass sie halt Vorort
irgendwo hingehen uns halt irgendwie
eine Welt beibringen die wir jetzt
vielleicht in Deutschland jetzt nicht
vorgelebt bekommen der Post ging darum
Deutschland ist eine Bananenrepublik die
Asiaten überholen uns links und rechts
wir sollten uns von anderen Ländern
inspirieren lassen und nicht über eine
drei Tage Woche nachdenken es war sehr
inklusiv und es war gut geschrieben und
dann hat sie den Post abgeschickt jetzt
halten sich fest zwei Stunden später
gleiche Person weiß angelaufen am zitter
an kurz vor der Panikattacke der Post
ist viral gegangen und sie hat die den
übelsten Shitstorm abbekommen den man
sich nur vorstellen kann ich habe es
hautnah mitbekommen wie jemand eine
gewisse Energie reingibt um halt
irgendwie kritisch zu sein um halt
einfach mal vielleicht eine andere
Perspektive den Menschen beizubringen
die Kommentare die sie bekommen hat
haben sie als Mensch fertig gemacht und
dann denkt man sich auch wofür tu ich
mir den ganzen Scheiß an ich kann
vielleicht auch innerhalb dieser
narrative bleiben nicht mehr ganz so
kritisch sein das ist eine super
Geschichte weil viel drin steckt da
steckt erstens mal ein Journalismus drin
der eben nicht mehr rausgeht oft auch
ökonomisch nicht mehr kann Redaktionen
sind aus gedünnt worden Journalisten
machen aus Bildschirminhalten neue
Bildschirminhalte und gehen nicht mehr
raus in die Wirklichkeit das ist also
einer meiner Hauptkritikpunkte ich mache
ja selber auch so eine Ausbildung mit
wenigen Leut in so Kompaktkursen bei mir
zu Hause erste Botschaft ist immer ihr
müsst rausgehen ihr müsst mit den Leuten
reden ihr müsst in die Wirklichkeit
reden eben nach Dubai fliegen deshalb
auch witzig weil ich vor einem Jahr auch
in Dubai war aus dem gleichen Grund ich
wollte einfach mal sehen wie sieht denn
das da aus ist das was ich in den
lightmedien über die Emirate zu hören
bekomme was ich auch bei der Qatar
Fußball WM gehört habe ist das das was
ich auch vor Ort sehen kann und man
kriegt da halt ein völlig anderes Bild
man kriegt ein völlig anderen Blick man
kriegt auch einen völlig anderen Blick
auf Deutschland wenn man mit Leuten
drüber redet und das passiert halt im
Journalismus zu wenig und das hat dann
auch mit der plattformlogik zu tun ich
kenne jetzt ihre Partnerin nicht und
kennen die Follower nicht und so die da
angesammelt worden sind aber man hat
sich da natürlich ein bestimmtes Image
erarbeitet die Leute folgen einem weil
man die Welt auf bestimmte Weise sieht
wollen daran bestätigt werden deswegen
das ist ein Grund warum Journalisten
nicht mehr rausgehen weiß ich in aller
Regel bevor ich recherchiere was ich da
posten muss um meine followerschaft zu
bedienen wenn ich einmal Greta thünberg
gefeiert habe habe dann kann ich nicht
mich von dem Interview mit einem
kritischen Klimawissenschaftler etwas
anderes kann ich da nicht bringen oder
so differenziertere Sicht haben das kann
ich da nicht liefern weil ich dann die
Hälfte meiner followerschaft verschrecke
und das ist jetzt anscheinend bei ihrer
Partnerin passiert indem sie einfach mal
ganz unbefangen aufgeschrieben hat was
sie da was sie da in Dubai gesehen hat
und das ist der Tod von jeder Art von
Neugier für mich ist Journalismus auch
neugierig sein rausgehen sich
überraschen lassen von der Welt von dem
was mir Menschen erzählen und dann
dachte ich immer okay wenn ich
überrascht bin dann werde ich auch eine
Form finden die mein Publikum überrascht
dann W ich das so erzählen können dass
die auch neugierig werden und sich
vielleicht dann selber mal Gedanken
machen Plattform verhindern dass das
passiert äh also Ihre Partnerin ist
jetzt rausgegangen und macht und macht
das selbständig aber das ist ja
letztlich das was auch in den
Medienkonzernen von den Journalisten
gefordert wird seit Beginn der Zehner
Jahre man schaut beim Einstellen von
Personal auch nach der followerzahl auf
den Kanälen Instagram jetzt tiktok
LinkedIn also man stellt bevorzugt
Redakteure ein die eine followerzahl
mitbringen weil von den Angestellten
auch von den Freien verlangt wird dass
sie ihre eigenen Texte ihre eigenen
Beiträge und damit letztlich die
Medienmarke im Netz vermarkten führt
dann halt zu dieser Art von
Dauerschleife in der wir uns bei manchen
Themen bewegen me diese Kanäle sind ja
konformitätsmaschinen und das Lernen
junge Leute eigentlich von Anfang an 50%
der zehnjährigen haben heute ein
Smartphone fangen dann gegen alle
Altersgrenzen an sich auch bei diesen
Plattformen anzumelden und lernen
relativ schnell was passiert wenn man
nach Dubai fährt und plötzlich sagt na
ja war ja alles gar nicht so schlimm und
Klimawandel sieht von da auch auch
anders aus müsst ihr mal drüber
nachdenken was die da für Strommengen
verpull um in größter Hitze Ski zu
laufen oder schlit schlitschus zu laufen
denk mal neu nach dann bekommen die mit
10 12 Jahren schon mit oh damit eckig an
junge Leute sind heute ein halben Tag
online 10 Stunden sagt eine Studie für
16-Jährige 10 Stunden auf diesem
Plattform das übertrage ich dann auch in
die Wirklichkeit und verhalte mich dann
auch da plötzlich konform Fang auch da
an jeden Stress zu vermeiden jedes
anecken zu vermeiden und dann da haben
sie völlig recht dann dann komme ich
ruhiger durch die Welt verärgere auch
keine Werbepartner keine Follower aber
als Gesellschaft verarmen ja wenn es
diese Gegenposition wenn es die Debatten
nicht mehr gibt wenn ich bei jedem
Streit Angst haben muss dass ich den
digitalen Tod sterbe und das ist ja wenn
ich meinen Business darauf aufbaue ist
es natürlich dann auch ein Tod in der
realen Welt also 10 Stunden
onlineekonsum pro Tag kann ich
bestätigen ich habe jahrelang in der
Schule gearbeitet mir unfragen
durchgeführt und tatsächlich kam die
Schüler in der 7 8 10 Klasse auf 6 bis
10 Stunden handykonsum pro Tag was ich
erschreckend finde ja in der Schule muss
man also ich denke mal an der Schule
müssen diese Geräte Weg man muss da
Panzerschränke haben wo die die morgens
abgeben und dann um 2 Uhr wieder wieder
rausnehmen können weil da das Gerät in
der Tasche selbst wenn ich es in der
Stunde nicht nutzen darf beschäftigt
mich selbst in der Uni kann ich sowas
nicht machen ich kann da nicht
Handyverbot in der Vorlesung machen ich
mache jetzt immer so nach 40 Minuten
eine Pause sag jetzt checkt erstmal was
da auf insta so eingelaufen ist damit
wenen ein paar zu die können auch gar
nicht mehr anderthalb Stunden
durchhalten weil diese dieses permanente
Offenhalten von sich Fenstern das
permanente nachdenken ob jetzt meinen
LinkedIn Post mir ein weißes Gesicht
bescheren muss das produziert natürlich
Aufmerksamkeit
[Musik]