Jetzt kommt die Polarluft! Windig mit Schneeregen, Schnee & Graupel. Wettervorhersage 22.-29.12.2024

Kai Zorn Wetter
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1 Videoaufrufe·23.12.2024
Es wird mal Zeit, dass die Videos ein bisschen kürzer werden, auch im Blick Richtung Weihnachten,
wo es dann ganz normale Updates geben wird mit dem Wichtigsten, was zu sagen ist.
Und dann habe ich dann trotzdem für dieses Video noch ein kleines Thema gefunden,
das ich vor ein paar Tagen mal angedeutet hatte mit dem Dezember.
Grüße Sie und Grüße Euch.
Ein Blick hier vom Bild von Michael über die Brücke des Silvensteinsees.
Wunderschöne Aufnahme.
Natürlich mit Langzeitbelichtung, wenn hier die Autos entlang fahren.
Ich weiß nicht, ob das aktuell ist. Ich glaube nicht, ob der See schon zugefroren ist.
Das wird er in der nächsten Zeit aber tun.
Schauen wir mal auf den Dezember, so wie er bisher verlaufen ist.
Der ist ja vor ein paar Tagen deutlich nach oben gegangen von den Mitteltemperaturen her und geht jetzt wieder nach unten.
Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass wir so weit oben bleiben werden.
Wahrscheinlicher ist, dass die Kurve hier runter geht. Plus, minus natürlich.
Und dann kommen wir am Ende bei einer Temperatur von 2,5 Grad heraus.
Das liegt über dem neuen Klimamittel. Das liegt deutlich über dem alten Klimamittel.
Und wenn wir uns mal die Jahrzehnte anschauen, der Klimamittel des Dezembers,
und zurückgehen bis ins 19. Jahrhundert oder Anfang des 19. Jahrhunderts,
dann sieht die Kurve wie folgt aus.
Wir befinden uns momentan hier. Es ist ein bisschen runtergegangen.
Das vergangene Jahrzehnt war mit 3,4 Grad das wärmste seit Beginn irgendwelcher Wetteraufzeichnungen.
2 Grad Mitteltemperatur hatten wir auch mal in den 1910er Jahren.
Das war relativ hoch. Danach ging es runter, schnallste hoch, wieder runter, hoch, wieder runter.
Hier durch die 2010er Jahre, da war eben der Dezember 2010 dabei.
Und das kälteste Jahrzehnt war in den 1810er Jahren, übrigens da auch mit dem Jahr ohne Sommer.
Und 1810er Jahre hatte eine Mitteltemperatur des Dezembers auf 10 Dezember verteilt von minus 1,4 Grad.
Das sind fast 5 Grad weniger als im vergangenen Dezembermittel, also des vergangenen Jahrzehnts.
Das ist schon heftig, was da für Unterschiede drin sind und wie das auch immer rauf und runter geht.
Relativ stabil war es im 19. Jahrhundert und dann ging es rauf und runter.
Also hier noch zur Zeit der kleinen Eiszeit war es wesentlich stabiler und dann ging es hier ans Volatieren.
Schauen wir auf den Dezember in den einzelnen jeweiligen Monaten bis 1881 zurück.
Da befinden wir uns hier und jetzt habe ich mal die 2,5 Grad eingezeichnet.
Wir werden auf einem hohen Niveau landen, allerdings, so wie es derzeit aussieht, bestimmt nicht unter den Top Ten.
Schauen wir auf die Ensembles und beginnen in Trier im Westen.
Ihr kennt die Linien. Die rote Linie ist das Mittel der Luftmassentemperatur aus 30 Jahren in 1500 Meter Höhe
und die weiße Linie das Mittel aller Einzelberechnungen, die wir eben in den verschiedenen Farben finden.
Unten sind die Niederschlagsignale.
Wenn wir Niederschlagsignale haben und unterdurchschnittliche Temperaturen, dann heißt das Tiefdruck.
Das muss dann nicht unbedingt kalt sein.
Wir brauchen oder bräuchten Kälte, die sich setzt unter Hochdruck.
Das haben wir hier nicht, sondern da kommt ein Hochdruckblock mit überdurchschnittlichen Temperaturen.
Und je nach Bewölkung unten, wie sich die hochnebelartigen Wolken auflösen, es aufklärt, welche Anströmung wir haben,
wird sich dann eine Inversionswetterlage bilden, Schrägstrich bilden können.
Und dann sind die Mitteltemperaturen hier deutlich niedriger als in den Gebieten.
Und in den Gebieten hier, wo es rauf und runter geht, da haben wir Läufe dabei,
die würden bis weit runter Winterwetter bringen Anfang des nächsten Jahres.
Und andere, die wären eben mild. Es geht auf jeden Fall hin und her.
Und das europäische Modell macht das im Prinzip genauso.
Wechseln wir vom Westen und gehen in den Osten nach Dresden.
Auch hier haben wir die nächsten Tage unterdurchschnittliche Temperaturen und Niederschläge.
Aber ob es in Elbflorenz für Schnee reichen wird, eher fraglich.
Natürlich im Elbsandsteingebirge und im Erzgebirge wird es schneien.
Dann kommt die wärmere Phase, Mais trocken.
Da sind gewisse Unsicherheitsfaktoren dabei.
Und hinten raus zum Jahreswechsel und zum Start des neuen Jahres haben wir hier ziemlich kalte Läufe,
die auch in Dresden Schnee bringen würden. Und natürlich auch milde Läufe.
Da sind große Unsicherheiten dabei. Tief Vorderseite, tief Rückseite.
Und beim europäischen Modell ist es ähnlich.
Aber wir gehen nochmal zurück nach Trier. Da sind ein paar dabei, die gehen weit runter.
Und hier in Dresden geht es noch viel weiter runter.
Da wird also angedeutet, dass von einer möglichen Großwetterlagenstruktur her,
was von Osten reinziehen würde mit Ostlage, was dann eben entsprechend winterlich wäre.
Schauen wir auf die Niederschläge. Auch hier gibt es ganz, ganz, ganz große Unterschiede für die kommenden zehn Tage.
Hier das europäische ECMWF-Modell.
Das ist hauptsächlich der Niederschlag, der jetzt, heute und morgen fallen wird.
Auch oft in der Form von Schnee, deutschlandweit gut verteilt.
Das amerikanische Modell macht damit bis zum 31. Dezember bis Silvester.
Und wenn wir bis zum 6. Januar gehen, bis Heiligdreikönig, nach dem 18er Lauf des amerikanischen GFS-Modells,
dann wäre der Norden Deutschlands sehr nass durch eine bedingte Westlage mit immer wieder schleifenden Fronten.
Der Vorlauf hat es mit weniger Niederschlägen versehen, vor allen Dingen aber im Südwesten.
Und der Lauf davor, der sogenannte Sechser, mit deutlich mehr Niederschlägen wieder, aber weiter im Süden.
Das heißt, da wird auch immer wieder damit gespielt, dass die Frontalzone zu uns kommt.
Mal liegt sie weiter im Norden, mal eben weiter im Süden.
Große Unsicherheiten, große Möglichkeiten, alles dabei zwischen mild und eisig kalt.
Gestern hat es etwas über drei Liter deutschlandweit gemittelt auf den Quadratmeter gegeben.
Es war ein bisschen Sonne dabei, gerade mal eine halbe Sonnenstunde.
Und die Tiefstwerte minus neun Grad in den Allgäuer Alpen und plus sieben Grad auf Sylt.
Die Höchstwerte null Grad im oberen Erzgebirge und zehn Grad im Westen.
Der heutige Tag bringt ja eine Umstellung hin in Richtung kältere Luft.
Und so haben wir in der kommenden Nacht ein Tief über Italien liegen, dann ein Tiefsystem hier über Südskandinavien mit einer kleinen Welle drin.
Und es kommt jetzt eben kältere Luft herangezogen.
Hier haben wir die minus fünf Grad Isotherme, bedeutet rund 500 Meter Höhe Schnee, der da auch liegen bleibt.
Dann kommt eine Nase mit etwas milderer Luft und dann wieder kältere Luft.
Und dadurch, dass das immer so mischt, sind da Niederschlagssysteme drin eingebaut, die schubweise Regen und Schnee bringen.
Die Schneevergrenze geht im Flachland ein bisschen rauf, ein bisschen runter.
Im Bergland schneit es durchgehend.
Und dann stellt sich das Ganze um auf eine Ostlage.
Wir haben hier ein langgezogenes Hochdrucksystem.
Am Boden ist das ein bisschen von Süd nach Nord in der Höhe.
Und am Boden dann von Südwest nach Nordost.
Hier drunter sind Tiefs und auch so kleine Höhentiefs, die könnten Regen und Schnee bringen.
Ganz kurz, nur für ein paar Stunden. Das sind wie kleine Kaltlufttropfen.
Und wir sind hier am Rande der etwas kälteren Luft.
Und danach baut sich, wie gestern Abend schon besprochen, eine Hochdruckzone auf.
Und wir kommen in eine zunehmende Inversionswetterlage.
Bedeutet, heute ist es unruhig und windig.
Immer wieder kommt es nach der regnerischen Nacht zu Regen.
Schneeregen, Schnee- und Graupelschauern, örtlich auch kurzen Gewittern.
Die Schneevergrenze sinkt im Laufe des Tages ab.
Und am Nachmittag und Abend wird aus den Schauern immer mehr Schneeregen, Schnee und Graupel bis ganz runter.
Mit entsprechender Glättegefahr dann in der Abenddämmerung.
Wenn dann mal so ein Graupelschauer durchgezogen ist oder Gewitter, ist das ja dann so leicht angezogen.
Dann klart der Himmel auf und zack, dann friert es sofort.
Entsprechend unruhig ist es heute tagsüber mit starkem bis stürmischem Wind aus westlichen Richtungen und Temperaturen bis zur Mittagszeit von 2 bis 10 Grad.
Am späteren Nachmittag gehen die Schauer meist in Schnee, Schneeregen und Graupel über.
In den Alpen schneit es längere Zeit und die Temperaturen gehen zurück mit entsprechender Gefahr von Straßenglätte.
In der kommenden Nacht zieht dann dieses Tief heran.
Und im Bereich dieses Tiefs kommt ein sogenannter Tiefausläufer.
Der bringt Schnee. Danach geht das Ganze im Flachland wieder in Regen über.
Liegt morgen Vormittag dann eher Richtung Südosten und zum Abend hin dann an den Alpen.
Im Flachland ist es Anfang Schnee, schaut mal hier hin, dann wieder Regen.
Also eine matschige Angelegenheit im Bereich der Mittelgebirge und der Alpen schneit es weiter.
Außerdem ist es da zu windig.
Entsprechend ungemütlich und wechselhaft geht der morgige Montag über.
Die Bühne ist ja nur noch ein Brückentag mit starkem bis stürmischem Wind.
Und hier gehen die Windpfeile gegeneinander, weil hier das Tief eben mit seinem Zentrum liegt.
Die Temperaturen liegen bei minus zwei Grad im Bayerischen Wald und plus sieben Grad an der Nordsee.
Und dann haben wir den Heiligen Abend.
Der bringt in der Nacht noch weitere Schneefälle, vor allen Dingen im Süden.
Und die stauen sich.
Hier schneit es die ganze Zeit weiter und dort, wo der Schnee an Heiligabend liegt, wird er auch liegen bleiben.
Dann tagsüber am Vormittag weitere Schneefälle direkt am Alpenrand.
Am späteren Nachmittag klingt das Ganze mehr und mehr ab.
Das heißt, bis dahin ist es dann größtenteils trocken.
Es können noch Räum- und Streufahrzeuge fahren.
Denkt daran, die wollen auch dann irgendwann mal Weihnachten haben.
Nicht schimpfen, wenn da irgendwo noch ein bisschen Schnee liegt.
Es ist dann von oben her Schluss.
Also hier noch letzte Schneefälle an der Nordsee.
Ein bisschen Regen, sonst Wolken und Sonne im Wechsel.
Der Wind wird deutlich schwächer und die Temperaturen ändern sich wenig.
Der erste Weihnachtstag bringt wahrscheinlich dem Norden dichte Wolken und so ein bisschen Nieselregen.
Sonst Wolken, Sonne, Nebel und Hochnebel.
Und am zweiten Weihnachtstag habe ich mich jetzt mal getraut, genau das reinzuschreiben,
was auch gestern die Modelle schon gemacht haben, oder reinzumalen,
dass von Nordost nach Südwest ein kleines Regen- und Schneefallgebiet über die Mitte und den Süden ziehen kann.
Da bestehen aber Unsicherheiten.
Ansonsten geht weiterhin diese Mischung aus Nebel, Sonne, Hochnebel und Wolken.
Am Freitag, der nächste Brückentag, da haben wir dann die Reste übrig von den Wolken.
Im äußersten Südosten, vor allem in Österreich, gibt es dann wieder dichte Wolken mit ein bisschen Schneefall.
Sonst Nebel, Hochnebel und Sonne.
Und am Wochenende in einer Woche, vor allen Dingen im Süden, längere und ausgedehntere Hochnebel- und Nebelfelder.
Nach Norden zu sonniger.
Und das Gleiche gilt auch für den Sonntag.
Die Temperaturen gehen zurück und konservativ gesehen liegen die Werte im groben Schnitt zwischen minus vier und plus vier Grad.
Nachts gibt es verbreitet Frost.
Und über den sternklaren Schneeflächen im Süden Deutschlands und im Bereich der Mittelgebirge sind es dann zweistellige Minuswerte.
Kommen wir zu den Ensembles.
Im Norden gehen wir runter auf 0 bis 5, dann auf um die 5 Grad.
Später pendeln die Werte bei um und unter 5 Grad.
Da haben wir hier die trockene Phase.
Jetzt zur nassen Phase kaum Schnee.
Und wenn die neue Nassphase beginnen soll, ab Silvester, sind dann auch ein paar Schneesignale dabei.
Im Westen letztendlich genauso.
Der Hauptlauf hier in Hellgrün, der turnt weit nach oben.
Dürfen wir jetzt nicht ganz so ernst nehmen.
Es geht hier so zwischen 0 und 5 Grad weiter.
In der Mitte Deutschlands liegen die Temperaturen bei um und etwas über 0 Grad.
Niemals ist in den Ensembles übrigens Inversion mit einberechnet.
Es kann also gut möglich sein, dass wir hier auch eine Inversion haben.
Das heißt, dann haben wir beispielsweise in der Kassel am Mulde nebeligen, leichten Dauerfrost.
Und das ist hier nicht drin.
Da müsste man das alles ein bisschen weiter nach unten ziehen.
Hinten raus wieder mehr Niederschlagssignale, oft auch als Schnee.
Im Osten Temperaturen von um und etwas über 0 Grad.
Meist eine trockene Phase.
Es sind tatsächlich ein paar Niederschlagssignale dabei.
Das sind diese möglichen Kaltlufttropfen oder diese Höhentiefs, die da durchziehen oder uns schrammen.
Hinten raus Richtung Jahreswechsel und Anfang Januar ein paar Signale als Schnee.
Im Süden Deutschlands kommt diese Kaltphase mit entsprechend negativen Temperaturen.
Das heißt, hier geht es in den Dauerfrostbereich vielerorts.
Dann soll es wieder hochgehen, liegt aber hauptsächlich daran, dass da ein paar Läufe dabei sind.
Die sind sehr mild, die sind da ganz weit oben oder es geht weiter im winterlichen Bereich.
Da kommt die Niederschlagspause, davor die Niederschläge als Schnee.
Und die meisten Niederschläge werden hinten raus auch wieder als Schnee.
Und genauso sieht es auch in Bern aus.
Auch hier kommt eine winterliche Episode hinten raus.
Fragezeichen entweder kalt oder eben milder, im Mittel um die 0 Grad.
Und für Klagenfurt sieht es nach einer recht ruhigen Witterungsphase aus.
Die soll jetzt kurz mal Schnee bringen.
Dann bleibt es größtenteils trocken mit ein paar kleinen Fluffausreißern durch diese kleinen Höhentiefs,
die durch Osten, von Osten hereinziehen können und erst hinten raus Anfang Jänner.
Da würden dann ein paar Niederschlagsignale dazukommen, die auch Schnee bräuchten.
Einen schönen 4. Advent und eventuell bis später.
