08.05.2024
In dieser Sonderausgabe von "Ist das Information oder kann das weg?" geht es um emotional intelligente Kommunikation. Wie können wir so miteinander reden, dass Beziehungen aufblühen und wir uns entfalten können. Im September erscheint "Wir müssen reden - aber richtig" im Herder-Verlag. Robert Burdy über die die Kraft der emotional intelligenten Kommunikation, mit einem Vorwort von Gerald Hüther.
Hirnforscher Gerald Hüther und Publizist Robert Burdy schauen auf aktuelle Nachrichten und fragen "Ist das Information oder kann das weg?". Basierend auf ihrem Buch "Wir informieren uns zu Tode" stellen sie in diesem Podcast die entscheidenden Fragen, um uns durch die Informationsflut zu bringen:
1. Löst diese Information in mir irgendetwas aus?
2. Ist das, was sie in meinem Hirn auslöst, für mich hilfreich?
3. Ist sie deshalb hilfreich, weil sie mir hilft, etwas besser zu verstehen und das dabei als sinnvoll Empfundene durch eigenes Handeln umzusetzen? Wenn nicht, kann sie weg!
4. Ist sie deshalb hilfreich, weil sie bisherige Vorstellungen und Überzeugungen von mir in Frage stellt und mir hilft, diese zu erweitern oder loszulassen? Wenn nicht, kann sie weg!
5. Welche Absicht verfolgt der Verbreiter dieser Information? Will er mir helfen, mein Leben und mein Zusammenleben mit anderen besser zu meistern? Oder versteckt sich hinter dieser Information noch eine andere, nicht mitgeteilte, also verborgene Absicht?
Ersterscheinung:
https://ist-das-information-oder-kann-das-weg.blogs.audiorella.com/32-new-episode
[Musik]
ist das
Information oder kann das weg der
Podcast mit Robert Bodi und Gerald Hüter
die
Nachrichten
[Musik]
Nachrichten hallo und einmal mehr
willkommen bei ist das Information oder
kann das weg dem Podcast normalerweise
mit Gerald Hüther und Robert Budi Gerald
ist im Urlaub deshalb heute ein Special
ein Vorausblick ein kleines bisschen auf
ein neues Buch das im September
erscheint mit einem tollen Vorwort von
Gerald Hüther und dem Rest von mir
Robert bodyodi es geht um
emotional intelligente
Kommunikation was soll das eigentlich
wir leben in einer Welt in der wir immer
wieder versuchen vernünftig zu sein das
ist ja das ist sozusagen der
Goldstandard für Verhalten für unsere
Kommunikation sei doch vernünftig sei
nicht so emotional es sieht so aus es
scheint so als wenn wir in einer Kultur
der Emotionen Verweigerung leben würden
einer Kultur in der wir versuchen nur
mit unserer rational mit unserer
Vernunft zu kommunizieren und das ist
natürlich durchaus ein na ja
vernünftiger Ansatz das kann man sich
vornehmen aber es funktioniert nicht
weil Menschen sind hochemotionale Wesen
wir sind
emotional
motiviert kein Auto ist je verkauft
worden weil es so vernünftig wäre
sondern man findet ein Auto toll man
findet die Idee toll sich mit diesem
Automobil von A nach B bewegen zu können
ohne jemanden zu fragen da gefällt einem
die Farbe die Form das Ding ist einfach
geil deshalb kaufen wir es dann kommt
die Vernunft und sucht nach vernünftigen
Gründen warum wir uns dieses Auto kaufen
und so ist es eigentlich bei allem wir
haben das Gerald und ich in diesem
Podcast auch immer wieder erklärt es
gibt keine Kommunikation es gibt keinen
Austausch von
Informationen wenn wir uns nicht vorher
berührt haben erst wenn mich etwas rührt
emotional
anfasst dann bin ich bereit dieses
Fakten diese vernünftigen Argumente
diese Informationen tatsächlich
anzunehmen dann passiert was das heißt
umgekehrt wir müssen jemanden berühren
dem wir etwas sagen wollen und zwar
nicht physisch sondern viel
komplizierter wir müssen ihn emotional
berühren das vergessen wir immer wieder
ich beobachte das immer wieder bei
meinen Kunden gerade im Umfeld von
Unternehmen also in der Wirtschaft da
wird nach vernünftigen Inhalten gesucht
da wird nach Sachinformationen gesucht
und die werden dann
vorgetragen und dann wundern sich
gelegentlich
Menschen dass das nicht funktioniert
kann nicht funktionieren weil es
niemanden berührt wahrscheinlich nicht
zumindest deswegen ist nicht die
spannende Frage wenn wir etwas sagen
wollen was wollen wir eigentlich
sagen wenn wir eine Rede halten müssen
wenn es eine Personalversammlung gibt
wenn man ein Interview geben will ist
nicht die spannende Frage was wollen wir
eigentlich sagen sondern die spannende
wichtige Frage die die man zuerst
stellen muss ist die Frage was will ich
eigentlich emotional anrichten was soll
die emotionale Wirkung sein und wenn ich
die klar identifiziert habe wenn ich z.B
gesagt habe ich möchte begeistern wenn
ich mir vorgenommen habe ich möchte
Empörung hervorrufen weil ich z.B möchte
dass Leute sich engagieren gegen eine
soziale Ungerechtigkeit oder so das wäre
bei politischen Botschaften der Fall
dann kann ich mir vornehmen was ich
sagen muss um diese emotionale Wirkung
zu erreichen und das ist die richtige
Reihenfolge weil wenn wir nur darüber
nachdenken was kann ich denn jetzt sagen
dann fällt uns irgendwas ein und dann
sagen wir im Prinzip auch irgendwas wir
nehmen nämlich und so arbeitet unser
Gehirn die erste Möglichkeit die uns
einfällt und begründen dann warum die
wunderbar ist in Unternehmen hat das
ganz dramatische Auswirkungen wenn z.B
eine Führungskraft eine Rede halten muss
dann wird genau diese Frage gestellt was
können wir sagen und diese Frage wird in
die Runde geworfen und weil es nun mal
der große Chef ist der da reden soll
werden alle ganz eifrig und jeder
schreibt aus seiner Position aus seinem
Blickwinkel und mit seinen eigenen
Interessen
entweder den persönlichen oder der
seiner Abteilung die Informationen die
er gerne vorgetragen sehen
würde in diese Vorschlagsliste rein das
wird alles zusammengeschüttet und dann
fällt irgendjemand auf das sind ja 7
Stunden Rede das ist ja für Fidel Castro
machen wir nicht also wird gekürzt und
dann kommt da irgendwas bei raus und
dann wird die Rede gehalten und alle
schlagen dem Chef auf die Schultern und
sagen tolle Rede aber er hat nichts
erreicht weil er die Menschen nicht
berührt hat und wenn er was erreicht hat
weiß er nicht genau was er erreicht hat
weil er sich nie vorgenommen hat welche
emotionale Wirkung er eigentlich haben
will man kann sich dieses ganze Theater
sparen das ist vor allem für Unternehmen
sehr wichtig man kann sich dieses
Theater sparen indem man sich vorher
klar macht was wollen wir denn hier
wollen wir begeistern für unser neues
Produkt
z.B wollen wir mobilisieren z.B für eine
neue
Ausrichtung wir wollen z.B jetzt
Elektromobilität fördern wenn wir ein
Automobilhersteller sind wir wollen in
Zukunft nur noch Elektroautos bauen dann
brauchen wir Menschen die die kaufen
wollen dafür müssen wir begeistern das
ist emotionale Wirkung wir müssen sagen
die sind toll die Dinger die haben
Vorteile außerdem schützen sie das Klima
das Spannende ist aber die sind toll das
ist emotionale Wirkung dasselbe gilt
auch für unsere ganz persönlichen
Kommunikation wenn wir mit unserem
Partner reden sind wir gut beraten uns
zu überlegen wo ist denn unser Partner
gerade emotional und was wollen wir auf
der emotionalen Ebene dazu
beitragen und dann können wir sehr viel
intelligenter miteinander kommunizieren
weil wir eben emotional
intelligent kommunizieren das ist keine
Feinheit sondern da geht es wirklich ums
Eingemachte da geht es darum dass wir
besser kommunizieren und uns damit auch
besser
verstehen wir müssen uns klar machen was
wir mit Kommunikation anrichten
kommunikation ist ein Austausch von
Informationen und immer wenn unser
Gehirn Informationen bekommt und die
sich festsetzen weil wir davon berührt
worden
sind dann ist das ein Lernprozess und
wenn unser Gehirn einen Lernprozess
durchmacht verändert sich unser Gehirn
strukturell wenn wir kommunizieren
greifen wir sozusagen physisch in die
Struktur des Gehirns unserer Zuhörer ein
das ist nicht trivial das ist bei Leibe
nicht trivial man könnte das auf die
Spitze treiben und sagen Kommunikation
wenn sie schief geht wenn sie weh tut
wenn sie Beziehung kaputt macht ist
Kommunikation Körperverletzung sie
greift in die Struktur des Gehirns ein
das muss man sich vor Augen führen wir
entscheiden ob
wir richtig nämlich mit Blick auf die
emotionale Wirkung kommunizieren oder
nicht an diesem Punkt sagen viele meiner
Kunden ja aber ich will doch nicht
emotional
sein ich habe es eben schon gesagt wir
leben in gewisser Weise in einer Kultur
der Emotionen Verweigerung wir wollen
vernünftig sein
aber da ist schon logischen Fehler drin
ein Killer muss ja auch nicht tot sein
um tödlich zu wirken wir müssen auch
nicht emotional sein um emotional zu
wirken man kann mit ganz kühlen
Fakten eine
starke vorher eindeutig zu
identifizierende emotionale Wirkung
auslösen es gibt Publikationen wie z.B
das Wall Street
Journal die die wirken für jemanden der
von ihnen nicht berührt wird so sachlich
dass sie einen zum Einschlafen bringen
aber für einen Investor für jemanden der
auf dem Geldmarkt aktiv ist der dort
arbeitet der dort investiert hat das
eigene Geld oder das der anderen ist das
eine hochemotionale Sache es geht
nämlich letztendlich darum werde ich
reich oder werde ich arm habe ich Erfolg
oder habe ich Erfolg das ist
existentiell das ist
hochemotional das ist emotionale Wirkung
das ist das beste Beispiel finde ich
dafür dass es überhaupt nichts damit zu
tun hat wenn man auf emotionale Wirkung
schaut ob man emotional
ist ich habe in dem Buch das Buch heißt
übrigens wir müssen reden aber richtig
ich glaube der Titel ist einleuchtend
ich habe in dem Buch eine ganze Reihe
von wichtigen Punkten angesprochen die
uns vielleicht helfen können die euch
vielleicht helfen
können besser klarer auf die emotionale
Wirkung zu schauen und mit der
emotionalen Wirkung umzugehen wenn wir
kommunizieren
z.B wird unser Gehirn immer
egal was uns an Information angeboten
wird zuerst drauf gucken was geht denn
das mich eigentlich an also
Relevanz das ist das erste was unser
Gehirn checkt abgesehen von der
fluchtkampfreaktion das passiert aber
völlig unbewusst wenn unsere amigdal
praktisch Alarm schlagen würde weil wir
uns bedroht fühlen in einer
Kommunikation dann geht sowiesog ab dann
ist die Kommunikation zu Ende aber
danach ist die nächste Frage was ist die
Relevanz was geht mich das an was
bedeutet das für mich wo berührt mich
das und passiert was ganz
tolles gerade Menschen mit einer
akademischen Ausbildung lernen das
nämlich schlichtweg verkehrt rum weil
besonders in der wissenschaftlichen
Arbeit und wir lernen das schon im
Gymnasium so zu
arbeiten fängt man bei den
Voraussetzungen an und landet irgendwann
auf dem Gipfel der
Weisheit Anfang Ende Voraussetzungen
Gipfel der
Weisheit wo ist die Relevanz die
Relevanz ist doch in der Weisheit und
nicht bei Adam und
Eva das heißt wir müssen unsere
Kommunikationsgewohnheiten komplett auf
den Kopf stellen wir müssen wenn wir
kommunizieren und die Relevanz
tatsächlich als erstes vom Gehirn
abgecheckt wird bei denjenigen mit denen
wir reden müssen wir den Gipfel der
Weisheit nach vorne holen wenn wir
nämlich bei Adam und Eva anfangen kommen
wir irgendwann auf dem Gipfel der
Weisheit an aber unsere zuhör oder nicht
die sind längst
weg auch das klingt vielleicht auf den
ersten Blick trivial ist es aber
überhaupt nicht weil es das gesamte
Prozedere wie wir Kommunikation Denken
auf den Kopf
stellt wir fangen hinten an Journalismus
fängt hinten an beim Ergebnis das heißt
auch wenn ich mit Medien Rede ist es
wichtig sofort Relevanz klar zu machen
dann habe ich ein starkes
medienstatement ganz wichtige Geschichte
im Buch gibt's eine ganze Menge
Beispiele Übungen dazu wie man
dahinkommt unsere relevanzschwelle im
Gehirn ist sozusagen der
Gatekeeper das ist der Wächter der passt
auf dass wir uns nicht jeden Schwachsinn
merken dass wir nicht das Telefonbuch in
der Hand nehmen Blättern das durch und
haben die ganzen Nummern im
Kopf wahrscheinlich könnte unser Gehirn
das es gibt Wissenschaftler die sagen
das macht das aber das Gehirn archiviert
diese Informationen nicht weil es nicht
berührt ist weil wir nicht davon berührt
sind und deswegen macht das Gehirn diese
Informationen
unauffindbar und wenn wir
kommunizieren und wollen dass die
Information die wir vermitteln wollen
ankommt und auch wieder abrufbar ist
dann darf die natürlich nicht in das
Archiv wo die Sachen keinen Reiter haben
wo man sie nicht wiederfindet wo das
Telefon uch ist
sondern das braucht Relevanz das muss
über die relevanzschwelle damit mein
Gehirn bzw das meines Zuhörers weiß ha
wichtig berührt mich hat was mit mir zu
tun muss ich mir merken das klingt jetzt
alles fürchterlich vereinfachend ist es
natürlich auch Gerald könnte wenn er
jetzt nicht in Urlaub wäre und die ganze
gehirntechnik beschreiben was da
passiert ist aber glaube ich jetzt für
unsere alltagsk ikation gar nicht so
wahnsinnig spannend spannend ist dass
das so
passiert und wir müssen uns danach
richten und das ist ein riesen
Paradigmenwechsel wir fangen immer
hinten an beim Ergebnis bei der Relevanz
bei der
Wirkung es gibt ein ganz wunderbares
wissenschaftliches psychologisches
Experiment das ist legendär man findet
das übrigens auch auf YouTube da hat man
eine Gruppe von Menschen auf eine Bühne
gestellt und hat denen gesagt sie sollen
einen Basketball
auftitschen so und Zuschauer dieses
Videos wurden aufgefordert zu zählen wie
oft tit die blaue Gruppe diesen
Basketball auf das ist jetzt nicht
besonders kompliziert kann man machen
das irre an diesem Video ist aber
ungefähr in der Mitte taucht ein Mensch
im Gorilla Kostüm auf ich nehme
zumindest an dass das ein Mensch im
Kostüm ist und kein echter Gorilla der
verhält sich nämlich relativ Zivil eine
große Zahl aller Probanten die dieses
Video angeschaut haben und versucht
haben den auftitschenden Basketball zu
beobachten weil sie zählen wollten wie
oft die blaue Gruppe diesen Basketball
auftitcht
übersieht den Gorilla da latscht ein
Gorilla durch eine kleine Gruppe von
Menschen und die meisten von uns nehmen
ihn nicht wahr
das ist
aufmerksamkeitsblindheit und nennen das
die Psychologen und das ist Ausdruck
unseres relevanzfilters im Gehirn und
dieses Experiment zeigt wunderbar wie
dieser Filter funktioniert wir sehen
einen Gorilla nicht der uns nichts
bedeutet der bei der Aufgabe zähle den
Ball wie oft aufspringt keine Relevanz
hat deutlicher als mit diesem Video kann
man diese Erkenntnis wie witig Relevanz
ist eigentlich nicht
illustrieren ein weiteres wichtiges
Thema für emotional
intelligente
Kommunikation ist das was ich im Buch
unter der Kapitelüberschrift wer
verstanden werden will muss nett sein
beschrieben habe eigentlich ist das ja
klar natürlich sollen wir net zueinander
sein das ist doch das gehört sich doch
so
tatsache ist
aber wenn wir etwas sagen müssen vor
allem wenn wir öffentlich reden müssen
überlegen wir nicht in erster Linie was
kann ich denn sagen was nett ist wie
kann ich denn den fluchtkampfreflex gar
nicht erst auslösen bei denen die mir
zuhören sondern wir überlegen was kann
ich denn sagen was schlau ist und das
ist nicht
unproblematisch natürlich ist das toll
wenn uns jemand was schlaues sagt aber
wenn jemand nur schlau ist dann beschämt
er uns dann haben wir nämlich das Gefühl
wir sind
doof das heißt
Menschen mit der eigenen Klugheit
beeindrucken zu
wollen kann funktionieren erreicht aber
emotional sicherlich nicht das Ziel weil
ich mache mir diesen Menschen nicht zum
Freund es kann passieren dass er sich
sogar beschämt fühlt und dann ist
definitiv die Kommunikation
abgerissen das heißt Lächeln und was
Nettes sagen ist ein ganz wichtiges
Element von emotional intelligenter
Kommunikation dann kann man auch was
schlaues sagen ich bin überhaupt nicht
gegen was schlaues sagen ich versuche
das ja
auch aber unsere unsere Zuhörer wollen
uns mögen und wir müssen ihnen einen
Grund geben uns zu mögen da gehört schon
das Lächeln dazu manche Leute haben
lächelgesichter die sehen in der
Werkseinstellung schon aus als seien sie
wie Obelix als Kinder in den happytrank
Gefallen und die Strahlen einfach vor
sich hin selbst wenn ihn gar nicht
danach ist wenn sich innen gar nicht so
anfühlt andere Leute da zähle ich mich
zu haben halt das alte Gesicht von Klaus
Kinski geerbt und es ist ein ewig weiter
weg von ich Hier und Jetzt bis
Lächeln man muss sich die Mühe machen
und es
wirkt kleiner Trick dabei man kann sich
selber motivieren man kann sich was
denken was einem richtig Freude macht
was einem zum Lächeln bringt man kann an
sein Kind denken an seinen Partner oder
an seinen Dackel der Dackel funktioniert
auch wenn Sie mögen sonst
nicht dann kommt die Freundlichkeit von
innen dann kommt das L von innen und
dann machen wir ein ganz wichtiges Tor
für emotional intelligente Kommunikation
auf einer der Schlüsselpunkte glaube ich
zumindest für emotional intelligente
Kommunikation ist das Erkennen von
Bedürfnissen und Bedürftigkeiten was
braucht unser Gegenüber von uns das
klingt einfach das sagt er ja ist nicht
so nicht was sagt er was er will sondern
was braucht er wirklich das ist nicht
immer dasselbe keiner von uns ist
ansprechbar für Dinge oder Erfahrungen
für die er oder sie nicht auch ein
Bedürfnis hat es gibt sonst keine
Relevanz das heißt herauszufinden was
braucht der andere denn ist wie ein
riesiger Schlüssel zum
Verständnis ich will ist
rationalisiert das ist einen Schritt
weiter als ich brauche
Menschen spüren meistens mehr als sie
sich bewusst machen was Sie
brauchen und dann überlegen Sie wie
können Sie dieses Bedürfnis erfüllen und
dann sagen sie ich
will das hat aber oft gar nichts mit dem
Bedürfnis zu tun jetzt kann man sagen
das ja der ein Problem es hat aber vor
allem auch nichts mit dem zu tun was wir
für diesen Menschen dann tun
können kommunikativ tun können das heißt
herauszufinden was braucht er eigentlich
wirklich was sind seine Bedürfnisse
ist ganz ganz
wichtig in dem Zusammenhang taucht eine
Sache auf die oft dramatisch
unterschätzt
wird wie verstehen wir Menschen unsere
Welt wir verstehen unsere Welt indem wir
uns Geschichten erzählen narrative jede
Information die wir bekommen wird wird
in einen Zusammenhang gebracht in den
Zusammenhang unserer ganz
persönlichen
Lebensgeschichte und die hat jede von
uns wir sind nicht Objektive Beobachter
unseres Lebens und des Lebens der
anderen wir schreiben unsere eigene
Lebensgeschichte und oft sind diese
narrative genau das was Verständnis
verhindert
wenn ich in einem Saal mit 300 Leuten
drin dann hören alle 300 Leute dieselben
Worte und jeder versteht zumindest ein
bisschen was anderes weil diese Worte
wie Saatkörner auf ganz unterschiedliche
Böden fallen unterschiedlich bewässert
werden oft gar nicht aufgenommen werden
vom
Boden es ist wahnsinnig wichtig zu
verstehen dass jeder von uns eigenen
Lebensgeschichten hat die dann
zusammengesetzt unsere Lebensgeschichte
bedeuten und wenn wir jemandem eine
Information anbieten muss die da
irgendwie reinpassen und deshalb ist das
bei jedem anders und auch wir haben ja
unser narrativ unsere
Lebensgeschichte und sie drückt aus wie
wir Dinge verstehen und in Zusammenhang
bringen und mit diesem Verständnis
kommunizieren wir und vergessen dabei
allzu oft dass die anderen nicht
dieselbe Geschichte haben und deshalb
diesen Zusammenhang den wir ganz
eindeutig sehen weil der gehört doch in
unsere Lebensgeschichte
überhaupt nicht
verstehen das ist dann der Moment wo das
Publikum diesen leeren Blick bekommt
oder Leute zum Handy greifen und
anfangen
rumzadeln oder der Partner so langsam
anfängt gelangweilt in der Gegend
rumzugucken weil er das fühl hat was
erzählt mir jetzt
wieder wir sind gut beraten auch für uns
selbst wenn wir sehr bewusst und achtsam
mit diesen narrativen mit diesen
Lebensgeschichten
umgehen intuitiv kriegen wir sowas ganz
gut
hin ich habe dazu ein
Lieblingsbeispiel ich komme nach Hause
und meine Partnerin begrüßt mich an der
Tür und strahlt mich an und fragt was
hältst du davon wenn wir zum Italiener
gehen jetzt kann ich ja diese Frage ganz
sachlich beantworten und sagen nichts
weil ich vielleicht nicht zum itallener
gehen
will was sie eigentlich sagt ist Schatz
schön dass du da bist ich brauche deine
Aufmerksamkeit ich würde gerne mit dir
essen gehen was hältst du davon wenn wir
zum Italiener
gehen also sage ich
ich habe gehört es gibt einen neuen
Griechen im
Ort eigentlich wenn man nur die
sacheebene betrachtet ist das völlig
Banane was ist denn das für eine Antwort
auf die Frage was hältst du davon wenn
wir zum Italiener gehen dass ich dann
sage da gibt's ein
Griechen trotzdem funktioniert diese
Kommunikation weil ich ihr narrativ
verstanden habe weil ich verstanden habe
was sie
braucht und nicht einfach den Sachinhalt
der Frage beantwortet hab das heißt wir
können das meistens kriegen wir das ganz
gut hin gelegentlich gehen solche
Dialoge auch mal ganz fürchterlich ins
Grüne das sind dann die Momente wo
Beziehungen ein bisschen eckig werden
bisschen
hakeln aber eigentlich kriegen wir das
intuitiv ganz gut hin wir sollten uns
aber wenn wir bewusst kommunizieren auch
wenn wir im größeren Rahmen
kommunizieren im Job V Publikum sollten
wir uns bewusst machen dass es diese
Ebene gibt die gibt es
immer und damit müssen wir
arbeiten diese Geschichten können uns
dramatisch im Weg stehen und wir merken
das heute als soziales Phänomen es wird
immer wieder gesagt auch in den Medien
gesagt unsere Gesellschaft triftet
auseinander die wird gespalten die
Menschen verstehen sich nicht mehr die
reden nicht mehr miteinander woran liegt
es es liegt an den narrativen die wir
uns
erzählen Verschwörungstheorien sind das
klassische Beispiel
wenn sich jemand lange genug mit
Verschwörungstheorien beschäftigt mit
einer bestimmten Verschwörungstheorie
dann wird diese Verschwörungstheorie
irgendwann zum eigenen persönlichen
narrativ und damit zum Ordnungsmuster in
seinem
Weltverständnis und wenn dann jemand
anders eine Information einbietet die in
diese Geschichte nicht reinpasst wird
diese Information nicht aufgenommen da
können wir reden bis die Kühe nach Haus
zu kommen und wir erleben das ja
gesellschaftlich viele Gruppen kommen
einfach nicht mehr zusammen weil ihre
narrative gerade ihre sinnstiftenden
narrative dermaßen weit auseinander
liegen dass sie sich genauso gut der
eine aufs wahili und der andere auf
türkisch unterhalten könnten die
verstehen schlichtweg kein Wort weil
ihre wahrnehmungswelten nichts mehr
miteinander zu tun haben wir müssen uns
das klar machen sonst reden wir nur noch
aufeinander
ein gerade in diesem Zusammenhang wird
immer wieder gesagt wir vermeiden die
Gespräche wir reden nicht mehr über
Politik in der Familie ich höre das
immer wieder wie kommen wir da
raus Tatsache ist wir kommen da nur raus
wenn wir auf
Augenhöhe miteinander
kommunizieren und wenn wir uns klar
machen wo ist der andere
emotional wenn wir sagen ich habe recht
und du hast unrecht verlassen wir die
Augenhöhe
und dann werden wir uns nicht
verstehen ganz wichtiges Ding das gilt
natürlich ganz besonders auch jetzt mal
fern ab von den gesellschaftlichen
Fragen in jedem Unternehmen Chefs die
nicht auf Augenhöhe sind haben ein
Problem mit
Kommunikation weil da kann keine gesunde
und schon gar keine emotional
intelligente Kommunikation
entstehen Befehlsempfänger werden das
ist inherent zum Objekt gemacht und wenn
ich Menschen zum Objekt mache haben wir
keine Beziehung auf Augenhöhe mehr das
heißt jeder der meint weil er
Vorgesetzter sei könne er einfach
Ansagen machen der kriegt das vielleicht
hin der kriegt das über macht hin der
kriegt das über Kontrolle hin und das
funktioniert das Militär ist ein
wunderbares Beispiel dafür
aber es findet keine Kommunikation statt
und es gibt keine
Augenhöhe und viele Führungskräfte
leiden darunter dass sie das ganz einsam
macht diese Einsamkeit kommt genau daher
wenn ich nicht mehr auf Augenhöhe bin
mit denen mit denen ich täglich arbeite
dann werde ich
einsam das waren jetzt nur ein paar der
Hinweise und Anmerkungen und Gedanken
die ich in dem Buch wir müssen reden
aber richtig äh niedergeschrieben hab
und ich will auch jetzt nicht das ganze
Buch
vortragen spannend
ist wir müssen das jeden Tag üben wir
müssen uns jeden Tag daran erinnern
unsere Mitmenschen sind emotional
motivierte
Wesen wir müssen sie berühren dann
nehmen Sie Informationen
auf das ist anstrengend und das ist auch
keine Sache von Nippel durch die Lasche
ziehen das ist nicht was wo man den
Hebel umlegt und dann macht man das halt
richtig sondern das ist ein dauernder
Prozess und da macht man immer wieder es
falsch das Gute ist menschliche
Kommunikation ist kein Spielfeld für
Perfektion es gibt keine perfekte
Kommunikation es gibt Kommunikation die
richtig gut
gelät aber gar nicht so häufig und wir
sind da auch sehr nachsichtig und das
ist gut
so aber man kann sich auf diesen Weg
machen und das hat deutliche
Auswirkungen auf alle unseren
zwischenmenschlichen Beziehung zu Hause
im Job in der Gesellschaft
emotional intelligente
Kommunikation ist ein Schlüssel zum ja
auch zum persönlichen
Glück denn wenn wir richtig miteinander
reden und ich habe am Anfang gesagt wir
greifen in die Struktur des Gehirns
desjenigen ein der uns zuhört wenn wir
richtig miteinander reden dann machen
wir das auf positive Art und Weise dann
können wir daran wachsen dann können wir
uns entfalten und dann passiert richtig
viel vor allem werden unsere Beziehung
und damit jeder einzelne Tag deutlich
besser ja so viiel jetzt vielleicht mal
zu diesem Buch so viel in diesem Special
von ist das Information oder kann das
Gerald Hüter könnte alle diese Sachen
jetzt auch
gehirnneurowissenschaftlich erklären wir
können das vielleicht mal zum späteren
Zeitpunkt auch machen ich wollte euch
nur einen kurzen Einblick in das geben
was da im Herbst bei Herder erscheint
ungefähr im September ungefähr 270
Seiten wir müssen reden aber richtig und
das ist eine Information und kann nicht
weg danke fürs Zuhören bis zum nächsten
mal dann wieder mit Gerald Hüter