Modern Times - Archäologische Funde der Moderne und ihre Geschichten

LWL-Archäologie für Westfalen
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2 Videoaufrufe·21.05.2024
Doreen Mölders ist Leiterin des LWL-Museums für Archäologie und Kultur in Herne. Um ein breites Publikum für die Archäologie und Kulturgeschichte zu begeistern, verwirklicht das Museumsteam immer wieder besondere Ausstellungskonzepte. Die Sonderausstellung "Modern Times. Archäologische Funde der Moderne und ihre Geschichten" zeigt anhand von etwa 100 Fundplätzen archäologische Objekte der letzten 200 Jahre und befasst sich mit den Beziehungen zwischen dem Menschen und diesen Objekten.
ja vielen Dank
für die sehr schöne Ankündigung zu über
den zu dem Vortrag modern times
archäologische Funde der Moderne und
ihre Geschichten das soll eigentlich ein
Ausrufezeichen sein gar kein
Fragezeichen weil es geht auch darum wie
wir es schaffen die archäologischen
Erkenntnisse aus den Grabungen die sie
also die Kolleginnen in der
Denkmalpflege ähm ja verziehen wie wir
diese Grabungen auch an die äh große
Öffentlichkeit nämlich an alle
vermitteln und deswegen möchte ich
meinen Vortrag auch mit einem ganz
großen Dank an alle Kolleginnen der LWL
Archäologie richten die zu dem zu der
Erstellung der Ausgrabung und des
umfangreichen Katalogs beigetragen haben
und äh auch immer noch beitragen zum
Gelingen und Z vor zur Veröffentlichung
und Breitung der Ausstellung aber
steigen wir ein was ist eigentlich die
moderne also hier es gibt gerade in
Bezug auf den Beginn der Moderne aber
auch auf das Ende der Moderne ganz
unterschiedliche Ansätze also wenn wir
die die wie bitte hier gab's gerade na
ja
egal also gerade wenn wir im Bezug auf
die Industrialisierung uns die moderne
angucken dann
und das meinetwgen von groß Britannien
aus dann sind wir da im Prinzip schon im
im 18 Jahrhundert wenn wir es allerdings
aus der
Warte jetzt Deutschland und dann
insbesondere auch dem rohebiet an
ausbetrachten dann sind wir da etwas
jünger ähm also Anfang des 19 mittleren
des mittleres 19 Jahrhundert und wenn
wir aber insbesondere äh uns anschauen
wie lang die moderne geht
dann sagen die einen ja das hört
eigentlich mit dem Beginn der
Postmoderne auf oder andere sagen wir
sind äh um ab Zi 000 sind wir eigentlich
die digitale Epoche dann sprechen wir
nicht mehr von der Moderne also das sind
Fragen die uns sehr wohl umgetrieben
haben bei der Konzeption der Ausstellung
und wir haben uns dann an dem Soziologen
Andreas reckwitz orientiert der auch ein
Beitrag im Katalog für den Katalog
verfasst hat und demzufolge wir uns
immer noch in der Moderne wenn auch in
der Spätmoderne beschäftigen aber wie
das so ist mit ausstellungstiteln wenn
man dann schreibt der Moderne und der
spät moderne dann ist das schon wieder
so sperrig also haben wir es einfach auf
moderne abgekürzt sie sehen in der auf
der Folie eine Baumscheibe das ist eine
Scheibe die von einem
baumstammt aus ipern in Flandern und
diese Baumscheibe ist für uns deshalb
für das Intro so wichtig gewesen weil
sie sehr schön die Zeit abbildet nämlich
die 200 Jahre die wir in der Ausstellung
zeigen sie sehen auch im äh unteren
rechteren rechten Rand ein schmales
Dreieck rausgeschnitten das ist das das
kennen Sie wahrscheinlich alle ähm die
Entnahme für die Dendrochronologie und
aus dieser Entnahme wissen wir auch wie
alt der Baum ist wie lange er gestanden
hat und sie sehen Löcher schwarz schwarz
umrandete Löcher und das sind Spuren vom
Ersten Weltkrieg der in ipern auch
gewütet hat und der Baum ist dabei
versehrt worden hat sich aber äh hat
aber weit
sozusagen überleben können im Gegensatz
zu vielen
Menschen also das ist so erstmal die
zeitliche Rahmung dann geht es darum wie
schaffen wir es eigentlich mit
archäologischen Mitteln die moderne zu
umfassen wenn die moderne doch sehr gut
e über historische Quellen über
Bildquellen aller Art also VIDEO FOTO
über orale Quellen dicht beschrieben ist
und ich habe in der Wortwolke nur ein
paar Schlagworte
eingesetzt um zu zeigen was eigentlich
die moderne alles ausdrückt oder bzw was
sie auch alles an Neuigkeiten umfasst
und wenn wir versuchen würden hier eine
vollumfassende
Beschreibung der modern anhand von
archäologischen Quellen zu liefern dann
würden wir hier auf jeden Fall scheitern
aber was wir machen können und das ist
denke ich ein
ähm ähm uns mit der mit der Ausstellung
auch sehr gelungen ist dass wir zeigen
können was die Archäologie mit ihrer
dingperspektive auch noch beizutragen
hat auch wenn wir uns um diese Ding um
um
die archäologischen Quellen vor allenen
die Dinge ähm zu interpretieren
natürlich auch den den historischen
Quellen bemächtigen oder heranführen ist
es dann doch das dingliche was uns äh
wiederum auch zu neuen Fragestellungen
und Erkenntnissen führt
wir haben und das ist ein wirkliches
Verdienst auch der LWL Archäologie nicht
das nicht nur dass eine der
frühsten Grabungen
noch als
Schulprojekt in Westfalen stattgefunden
hat zur Archäologie der Moderne nämlich
im KZ Außenlager Witten an
sondern die LWL Archäologie führt seit
20 Jahren ungefähr und insbesondere seit
den letzten 10 Jahren ähm sehr
umfangreiche Ausgrabungen oder durch bzw
Forschungen zur Moderne und das diese
Forschung haben letztendlich auch dazu
geführt dass wir die Ausstellung in den
Herne zeigen dass wir auf das Thema
gekommen sind und dem zu dementsprechend
ist auch fast die Hälfte des gezeigten
Materials stammt aus aus Westfalen dann
noch mal ein gutes Drittel ungefähr aus
dem Rheinland und weitere sind ergänzend
aus anderen Regionen Deutschlands aber
auch aus der Welt und sie wissen alle
wahrscheinlich dass es
e im auf Zeche zuerein eine ähnliche
Ausstellung gibt jüngste Zeiten das war
auch absichtlich wir haben uns ein
bisschen aufgeteilt die Kollegen in im
in Essen zeigen vor alleningen
industriearchäologie und was im LVR
Gebiet gefunden worduren ist und wir
zeigen aber weltweit also das ist
wirklich die erste allumfassende
Ausstellung die in Herne ert
wird ich hatte es bereits angesprochen
eine große Herausforderung im Museum ist
immer wie schaffen wir es ein ein Thema
ein Fachthema so aufzubereiten dass es
dass wir es a im Raum erzählen können
weil im Raum erzählen ist was anderes
als einen Text zu schreiben also eine
ein ein Buchtext der natürlich sehr
linear also die Abfolge schon vorgegeben
ist im Raum kann man sich natür kann man
sich hin und her bewegen also von einem
Punkt zu einem anderen relativ schnell
auch springen jetzt nicht im Wortsinne
aber zumindest an einiges übergehen und
und wir wollten nicht die moderne als
Zeitgeschichte nacherzählen mit
archäologischen Mitteln warum nicht das
habe ich schon erklärt also das heißt da
sind die archäologischen Quellen weniger
aussagekräftig als andere außer im
Detail
sondern wir haben uns gefragt was was
macht das dingliche auch aus und das ist
vor allen Dingen auch die Beziehung die
die Dinge mit den Menschen eingehen also
das heißt wenn ich es am Beispiel
der einer zerstörerischen Beziehung
einmal ganz kurz erklären möchte dann
ist es etwas anderes ob ich
beispielsweise mit der Faust jemanden
schlagen möchte da muss die Person ganz
unmittelbar vor mir stehen und auf
Distanz kann ich es nur mit einer
Fernwaffe machen und und die moderne das
wissen sie alle ist halt leider auch
dafür gekenn oder damit gekennzeichnet
dass sie sehr viele
Waffensysteme herausgebildet hat oder
bzw entwickelt hat und damit
her und damit auch verheerendes
angerichtet hat wir haben das was ich
gerade am Beispiel der zerstörerischen
Beziehung also in Form von Waffen ganz
kurz umrissen habe erklärt habe haben
wir am ispiel es gibt natürlich noch
viel mehr Kategorien am Beispiel von
sechs Kategorien
herausgearbeitet wir haben sowohl die
innovative Beziehung wir haben die
zerstörerische Beziehung die
Gefühlsbeziehung die Zweckbeziehung das
Besondere und die
Erinnerung so sieht das ganze dann im
Raum
aus wir haben also jeweils ein Netzwerk
das vielleicht noch einmal zurück also
sie sehen in dem Plan
das das Netzwerk
der kategoriensträe auf dem sich die
Objekte befinden und jedes Objekt ist
dann auch mit einer Geschichte verbunden
und in der Ausstellung sieht das ganze
so aus
M wir haben die Ereignisgeschichte
natürlich abgebildet weil das ist der
Referenzrahmen und wir haben das ganze
aber im Form einer wandcollage gemacht
so dass sie und noch einmal die 200
Jahre an anhand von Bildern und auch
Jahreszahlen nachverfolgen können
und sie bewegen sich innerhalb dieses
historischen Konzeptes oder bzw der
historische der historischen Ausrichtung
und wir haben auch die Herausforderungen
der Archäologie der Moderne thematisiert
also das heißt die
fundmengen die Größen der Fundplätze die
auszugraben sind ich möchte hier nur an
die Fläche der steinhauserhütte denken
hier kann man gar nicht mehr den den
Bagger erkennen auf der eingesetzt
worden ist oder auch die Gefahr die sich
archäolog innen ausstellen wenn sie in
vergifteten Plätzen Graben und natürlich
die fundmengen wie hier am Beispiel von
sost ja und dann kommen wir zu den zu
vielleicht nur ein Beispiel
wie wir wie man sich das ganze vorstellt
oder vorstellen kann wenn sie durch die
Ausstellung laufen dann begegnen ihnen
immer mal oder dann kommen sie jeweils
immer zu einem Objekt und an dieses
Objektes wird die Geschichte erzählt
jetzt ist es relativ kom also nicht so
schön wenn wir die ganze die Vitrine
vollkleistern müssen mit viel Text und
man gar nicht mehr den Blick frei hat
auf die tollen Objekte deswegen haben
wir uns entschieden die
Texte in in digitaler Form zur Verfügung
zu stellen also das heißt entweder auf
Ihrem Smartphone oder sie bekommen auch
von uns ein großes nicht so ein kleines
sonder ein größeres Tablet zur Verfügung
gestellt indem sie dann die
Objekte oder die Geschichten zu den
Objekten sich na aneignen können wie in
diesem Fall ist es eine Kassette der
des Spiels des atarie Videogames et nach
dem berühmten Film benannt und das
sollte eben auch diesen Film nachbilden
als Spiel der Spiel floppte ist ist
bekannt als inzwischen als das
schlechteste Spiel das überhaupt jemals
entwickelt worden ist und atari ist
damit pleite gegangen und um aber die
Insolvenz eigentlich noch abzuwenden hat
hat Atari mehrere Konsolen und vor
allenen das Spiel über 4 Millionen von
den Spielen in der in der Wüste
verklappt in einer Nacht und Nebelaktion
und niemand hat es also sozusagen
miterlebt und daraus ist eine sogenannte
Urban Legend geworden bis dann 2010
Archäologinnen in der Wüste nachgeguckt
haben weil sie es unbedingt wissen
wollten ob das jetzt nun stimmt die
Legende oder nicht und haben tatsächlich
die das Spiele das sogenannte
videospielegrab gefunden und ein Spiel
davon stellen wir in der Ausstellung aus
sie können sich vorstellen das Roche
auch nicht so gut als wir das bekommen
haben aber und man kann das Spiel auch
spielen bei uns in der Ausstellung auf
der auf einer original Konsole von von
Atari äh und man weiß sofort warum ist
das schlechteste Spiel
ähm als schlechtestes Spiel gekürt
worden ist so das ganze
überblättere ich ich rege an in die
Ausstellung zu kommen und ich rege auch
an in an in weitere Ausstellung zu
kommen wir werden haben nämlich im Laufe
der Laufzeit der Modern Times
Ausstellung noch vier kleine
Ausstellungen wo wir die Ergebnisse der
LWL archäologie
thematisieren anhand von vier
Fundplätzen also einmal sost dann die
erschießungsplätze bei Warstein und
Meschede heolte Stuckenbrock eröffnen
wir am 4.4 und die letzte Ausstellung
wird sein über die Steinhauser Hütte ich
möchte Sie ganz herzlich einladen
vorbeizukommen die
Ausstellungseröffnungen sind für alle
offen ja und wenn Sie Interesse haben an
den Geschichten sie können natürlich
auch den den Katalog bestellen er ist
ausschließlich bei uns im Museum zu
erhalten also sie kriegen sie ihn
nirgendwo in einer Buchhandlung
sie können ihn aber auch online
natürlich in bei uns im Museum bestellen
ja und dann bedanke ich mich für Ihre
Aufmerksamkeit vielen Dank
[Applaus]
[Musik]
