MedNight Videopodcast Folge 15 - In dieser Episode geht es um Lungenkrebs, eine der häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen, vor allem bei Männern. Rund 60.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu daran. Obwohl das Rauchen als Hauptursache bekannt ist, gibt es auch weitere Risikofaktoren, die oft übersehen werden. Heute sprechen wir darüber, wie wichtig es ist, Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen, und welche modernen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dabei werfen wir einen Blick auf die Herausforderungen, die eine Operation der Lunge für Ärzte und Patienten mit sich bringt.
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Interviewfragen dieser Episode:
Was macht Lungenkrebs zur häufigsten tödlichen Krebserkrankung bei Männern?
2. Welche Faktoren, abgesehen vom Rauchen, können Lungenkrebs auslösen?
3. Wie fühlt sich eine gesunde Lunge im Vergleich zu einer Raucherlunge an?
4. Warum fällt es vielen langjährigen Rauchern so schwer, aufzuhören?
5. Was meinen Sie mit: "Chirurgie ist sehr dankbar und gleichzeitig undankbar"?
6. Was können wir von internationalen Lungenkrebszentren lernen?
7. Wie könnte eine erfolgreiche Anti-Rauchen-Kampagne aussehen?
8. Welche Rolle werden Roboter in der Chirurgie in den nächsten 20 Jahren spielen?
*NEUER Videopodcast: Weigls MedNight
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Zu meinem heutigen Gast: Prof. Dr. Joachim Schmidt ist heute wieder mein Gast. Er ist seit 2020 Leiter der Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Bonn und ein erfahrener Thoraxchirurg, spezialisiert auf Eingriffe im Brustbereich, insbesondere an der Lunge. Sein Team und er behandeln vor allem Patienten mit Lungenkrebs, häufig verursacht durch jahrelanges Rauchen. Neben seiner klinischen Tätigkeit leitet Prof. Schmid auch eines der größten Lungenkrebszentren in Deutschland und setzt sich intensiv für Aufklärungsarbeit und Prävention ein.
▬ Über diesen Videopodcast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Medizin für alle als Late Night Show: In „Weigls MedNight“ spricht Podcast-Host Dr. med. Dr. rer. pol. Tobias Weigl, Deutschlands bekanntester Dr. YouTube, mit Entscheidungsträger*innen in der Spitzen-Medizin über drängende und aktuelle Gesundheitsthemen. Im Videopodcast „Weigls MedNight“ des Universitätsklinikum Bonn (UKB) bekommen Sie hochwertiges Wissen über Medizin einfach erklärt. Die besten Köpfe geben praktische Gesundheitstipps und plaudern hier und da aus dem Nähkästchen, wenn es um medizinische Innovationen und Hintergrundinfos geht, die man so nirgendwo anders bekommt.
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das ist wichtig dass es geht nicht darum
mit dem Finger auf jemandem zu zeigen
dass so ein Schuldgefühl bei den
Patienten aufkommt nach dem Motto ja ich
bin ja selber Schuld der Chirurg
operiert und der Roboter ist ein
telemanipulator im weiteren Sinne der
die Bewegung des Chirurgen
[Musik]
umsetzt hallo und guten Abend zu meinem
midnight video Podcast gemeinsam mit dem
UKB mein Name ist Dr Tobias Weigel und
heute geht es einmal um das Thema
Lungenkrebs es gibt CIR 60.000
Neuerkrankungen pro Jahr wir alle wissen
ja dass gerade Rauchen der
Hauptrisikofaktor ist aber auch z.B
Passivrauch und vor allem in der
Kindheit erhöht das Risiko an
Lungenkrebs zu erkranken und es gibt
noch weitere Ursachen die gar nichts mit
dem Rauchen zu tun haben Männer sind
ungefähr dreimal häufig betroffen als
Frauen und bei Männern ist es
tatsächlich die häufigste tödlich
verlaufende Krebserkrankung aber die
Frauen holen leider auch hier immer
weiter auf wie so oft in der Medizin und
gerade auch bei Tumorerkrankung gerade
auch beim Lungenkrebs gilt je früher der
Tumor entdeckt desto größer sind die
Heilungschancen und ein häufig ganz
wichtig angewandte therapiebaustein ist
dabei die Operation in welcher z.B Teile
einer Lunge oder vielleicht gar ein
ganzer lungfügel entfernt werden und so
eine Operation ist natürlich für
Betroffene aber auch für die
spezialisierten Chirurgen sogenannte
Thoraxchirurgen eine Herausforderung
umso mehr freut es mich gerade heute
bereits zum zweiten Mal Professor Dr
Joachim Schmidt als Gast begrüßen zu
dürfen schönen guten Abend Herr
Professor Schmidt und schön dass Sie da
sind hallo her Weigel schön dass ich
wiederkommen durfte in unserer ersten
Folge hatten sie ja schon einmal kurz
erläutert was ein thoraxchirurg macht
mal so ganz vereinfacht kann man sagen
dass Professor Schmidt und sein Team
sich auf Operationen in unserem
Oberkörper spezialisiert haben also ganz
typisch Operation z.B an unseren Lungen
durchführen mit Erschrecken habe ich
gelesen dass in der Altersklasse der
Jugendlichen Rauchen wieder zunimmt und
erstmals wieder mehr 16 bis 20jährige
Rauchen als noch vor 5 Jahren und
darüber möchte ich auch gleich mit ihnen
sprechen vorab aber einmal ein
interessantes Zitat über das ich
gestolpert bin dass ich gelesen habe sie
haben einmal gesagt sie empfinden die
Chirurgie als sehr dankbar und
gleichzeitig auch als sehr undankbar was
genau meinen Sie damit jetzt muss ich
erstmal scharf nachdenken in welchem
Zusammenhang ich das wohl gesagt
habe aber ich glaube ich kann es ganz
gut erklären Chirurgie ist insofern
dankbar weil es so instant rewarding ist
das heißt man erlebt sehr direkt ja die
Konsequenz seines Handels Chirurgie habe
ich auch letzten Mal schon gesagt ist
finde ich ein sehr zentralerz den ich
auch von Anfang an gelt habe ist mehr
als operieren es geht schon sehr viel
auch darum sich mit dem Patienten im
Vorfeld auseinanderzusetzen in nach der
OP zu betreuen aber das Kerngeschäft ist
natlich die Operation und man sieht sehr
direkt was man tut und man sieht
natürlich auch in den allermeisten
Fällen sehr direkt den Erfolg ist so ein
bisschen wie zaunstreichen man sieht am
Ende des Tages jawohl das ist habe ich
gemacht das Problem ist erledigt und das
ist glaube ich eine sehr menschliche
Angewohnheit fühlt dann erstmal mit
einer Befriedigung heißt aber auch muss
man ja ganz klar auch in der Chirurgie
immer wissen es gibt Dinge die für uns
schwierig sind und die nicht einfach zu
lösen sind oder auch manchmal gar nicht
zu lösen sind und das
eine zentrale Erkenntnis natürlich wir
können auch nur begrenzte Dinge
erreichen und da gibt's auch mal
Misserfolge und auch die sind in der
Chirurgie unter Umständen mal sehr
direkt und das muss man als Chirurg
natürlich lernen genauso zu verarbeiten
und mit dem
gleichen Selbstbewusstsein und der
gleichen Erkenntnis am nächsten Tag
wieder in die OP zu gehen ich hatte es
ja gerade im Intro gesagt dass sie vor
allem an Lungen operieren wie fühlt sich
sie eigentlich eine gesunde versus eine
ja Raucherlunge an Sie haben ja
wortwörtlich die Lunge dann immer der
Hand also spüren sie dass die Lungen
quasi krank sind das ist spannende Frage
die habe ich noch nie gehört in der Form
auch noch von keinem Patienten ich w mal
gefragt ob sie anders aussehen das tun
sie also Patienten die viel geraucht
haben haben oft so eine wir nennen das
eine überblähte Lunge das hört sich
eigentlich komisch an ist aber so ist so
ein bisschen die Natur dieser Erkrankung
das
ja verrückterweise mehr Luft drin ist
als eigentlich rein soll und die Luft
schlecht rauskommt das ist so das was
man als chronische Bronchitis auch
beschreibt die Lunge ist also überblät
und groß das ist tatsächlich das was man
sieht und was man auch fühlen kann jetzt
ist so ein
zentrales Element für uns dass wir ja in
den letzten Jahren immer mehr
minimalinasiv operieren das heißt ein
Großteil über 80% unserer auch großen
lungenkrebsoperationen machen wir
minimalinasiv also wir nennen das
turakoskopisch das ist diese
Schlüssellochtechnik mit der Kamera oder
aber mit dem
operationsroboter und da fasst man die
Lunge quasi gar nicht mehr an sondern es
wird alles über die Instrumente geregelt
ich hatte ja auch gerade schon gesagt
dass leider zunehmend wieder junge
Menschen rauchen trotz all der Maßnahmen
in der Vergangenheit das was wir alles
da gemacht haben ich erinnere mich noch
an die Zeit wo man in Bars war war in
Clubs war wo wir alle geraucht haben
mittlerweile gibt es maximal
Raucherkneipen noch trotzdem junge
Menschen rauchen wieder zunehmen wie
würden für sie eine ja
antiraucherkampagne aussehen das
möglichst viele Menschen anspricht
worauf wirklich sie wertlegen bei einer
antiraucherkampagne also ich bin ja
Chirurg und kein Experte für
für mal solche Maßnahmen ich kann
eigentlich eher sagen was ich glaube und
was ich zumindest auch mal wo es glaube
ich auch ganz gute Daten für gibt das
ist glaube ich überall verbieten und
teuer machen das sind glaube ich die
effektivsten Methoden
so ein bisschen ist es so ein state of
mind der sich ändert ich das ja erwähnt
schon mal ich habe mehrere Jahre in USA
gearbeitet und gelebt und da finde ich
konnte man ganz gut z.B den Unterschied
der Mentalität erkennen also das den
progressiveren westküstenstädten sit man
keine Raucher mehr wenn sie aber in so
einer sag
mal in ein anderen Umfeld sind sieht man
mehr Raucher also ich glaube es hat was
auch mit
Zeitgeist Entwicklung zu tun dass die
jetzt wieder gegenläufig ist ist schade
aber verbieten und teuer machen ist das
zentrale glaube ich vielleicht können
Sie das auch beantworten direkt daran
anknüpfen sieind sind ja auch Leiter des
lungenkrebszentrums in Bonn Bonn rehein
Sieg und bereits mehrfach auch von der
Deutschen Krebsgesellschaft
ausgezeichnet worden welche konkreten
Aufklärungsarbeiten oder
öffentlichkeitsarbeiten haben sie
bereits mit ihrem Team initiiert oder in
den anderen Krankenhäusern wo sie
arbeiten und was wird eventuell
zukünftig noch folgen also wir machen
natürlich also klar zentral ist die Idee
der Prävention das ist für gilt für alle
Mediziner ist natürlich viel besser die
Krankheit erstmal zu verhindern statt
sie nachher zu behandeln der Effekt ist
natürlich sehr lang das heißt mein
tägliches Brot ist es natürlich die
Patienten die geraucht haben zu
behandeln und dann geht's natürlich
erstmal darum diesen Patienten auch
gerade unmittelbar vor der Operation
jetzt das Rauchen abzugewöhnen das ist
irgendwo was was unseren täglichen
Alltag beschäftigt wir haben also
zertifizierte rauchentwöhner bei uns wir
haben also auch hier am UKB äh wirklich
hier Strategien aufgestellt wie spricht
man die Patienten an um sie vom Rauchen
jetzt auch akut erstmal wegzubringen
alles andere was Sie gesagt haben ist
natürlich schon irgendwo was was public
health angeht und wo man natürlich viel
breit gestreutere informationsskampagnen
machen muss als ich das jetzt
beispielsweise hier so Lokal machen
könnte mhm eine Sache ist mir in dem
Zusammenhang aber wichtig ich glaube man
muss ganz klar sagen rauchen ist das
Hauptproblem sie haben es gesagt das
Risiko Z xfach se ich wenn ich rauche
für Männer 24 faach kann man glaube ich
sagen ausgerechnet ähm wenn man aufhört
es ist nie zu spät aufhören und das
Risiko es geht nie auf Null wieder
zurück oder auf die eines Nichtrauchers
aber es senkt sich es ist nie zu spät
aufzuhören das ist ganz wichtig der
zweite Punkt das würde ich gerne sagen
weil das ist mir immer ein Anliegen und
ich finde es gehört auch gerade in so
eineer Runde hier die Patienten die mir
jeden Tag wir machen hunderte neu
agnosen vom Lungenkrebs jedes Jahr und
die matenten die UN da gegenüber sitzen
sind Menschen die wissen jetzt ganz
genau jetzt ist es ernst jeder weiß dass
das kein Spaß ist und großer Teil der
Patienten die wir sehen können nicht
mehr operiert werden dreiviertel sind in
dem fortgeschrittenen Stadium und das
ist für diese Menschen kann sich ja
jeder leicht vorstellen extreme
Belastung und dann kommt natürlich
irgendwann die Frage haben sie geraucht
rauchen sie noch und das führt ganz
schnell zu dem Punkt dass so ein
Schuldgefühl bei den Patienten aufkommt
nach dem Motto ja ich bin ja selber
schuld und so ein Schamgefühl sogar
entsteht und das ist mir da habe ich
schon mal drüber gesprochen öffentlich
und das ist mir wichtig weil ich glaube
diese Menschen sind mit einer
elementaren Krise in ihrem Leben gerade
verbunden unsere ärz unsere Aufgabe als
ärz ist überhaupt nicht zu bewerten ob
die mal geraucht getrunken zu schnell
Auto gefahren sind oder sonst irgendwas
sondern wir sind da diesen Menschen in
ihrer erkrank
beizustehen keine Vorwürfe kein blaming
und das darf gehört überhaupt nicht
dahin sondern ich frage das mir
interessiert mich gar nicht sag manchm
früher selbst mal geraucht es geht
darumuldung kurz es geht
darum jetzt zu sagen wir müssen jetzt
aufhören das ist wichtig das es geht
nicht darum mit dem Finger auf jemandem
zu zeigen und es gibt andere
Erkrankungen die sind Brustkrebs als
Beispiel sind sehr gesellschaftlich
akzeptiert und es gibt eine Menge
Support und die Raucher sind halt die
aber ist auch einfach für mich ist es
wichtig zu sagen an der Stelle spielt
jetzt keine Rolle mehr man muss
Prävention machen wir müssen den
Menschen die sich vielleicht auch selbst
mit verschuldet in so eine Situation
gebracht haben helfen es ist nicht
unsere Aufgabe das zu bewerten mhm ja
das ist glaube ich sehr wichtig dass Sie
das auch betonen und
genau gerade natürlich die Patienten die
zu Ihnen kommen haben ja bereits eine 20
30-Jährige rauchergeschichte quasi hin
inter sich und wissen ja auch dass
Rauchen ungesund ist und haben ja auch
immer meist schon sehr viel versucht ich
stell mein Gästen immer ja fünf Fragen
die sie kurz einmal ohne lange
nachzudenken mit Ja oder Nein
beantworten können Sie sich in der
Zukunft vorstellen noch mal jemals eine
Zigarette zu rauchen
nein stimmt der Satz für Raucherinnen
Raucher ist es nie zu spät aufzuhören ja
sollte es ihrer Meinung nach ein
sofortigge Werbeverbot für z.B
E-Zigaretten geben ja und glauben Sie
dass wenn sie in Rente sind sagen wir
mal in 20 25 Jahren operationsroboter
den Menschen also den Chirurgen
weitgehend ersetzt
haben
nein ist die Patientenversorgung ganz
allgemein in der Gesamtperspektive
heutzutage besser als noch vor 20
Jahren vor 20 Jahren habe ich gerade
angefangen
ja das war natürlich manche meiner
Fragen sind auch so dass man die
natürlich nicht nur mit Ja oder Nein
beantworten kann deswegen wenn sie
wollen können sie noch mal kurz was
vielleicht ergänzen zu den einen oder
anderen der operationsroboter ist sie
haben ich genau sie haben es ja vorhin
gesagt wir operieren Lungenkrebs das ist
ein Baustein das ganz entscheidende bei
der Behandlung vom Lungenkrebs ist das
ist wir sagen nennen das multimodal ist
ein komplexes Wort aber beschreibt
eigentlich dass die Operation ein
Baustein ist aber dass es gerade eine
irre spannende Entwicklung gibt was die
medikamentöse Therapie darunter hat man
früher nur eine Chemotherapie verstanden
heute wir haben gerade vor drei Wochen
die Zulassung jetzt bekommen für
immuntherapeutiker vor einer Operation
in Deutschland da passieren wirklich
Dinge die wir uns vor wenigen Jahren
noch nicht vorstellen konnten und das
Zusammenarbeiten zwischen Chirurgie auch
Strahlentherapie und onkologischer
Therapie das ganze Portfolio das ganze
das ganze Spektrum das zusammen
individuell zugeschnitten auf jeden
Patienten anhand der Leitlinien und
neuesten Studien das ja das die
Kernaufgabe des lungenkrebszentrums
nicht der Patient der gerade zufällig
zum Chirurgen reinkommt wird operiert
und der zum strahtherapeut nein wir
sitzen jede Woche besprechen wir 30 40
neue Patienten in einer Gruppe von 25 30
Spezialisten zusammen und cheiden was
ist für jeden einzelnen Patienten der
richtige Weg und diesen Weg den wir hier
im UKB gehen aber auch outreach in der
ganzen Region das ist unsere Aufgabe im
lungenkrebszentrum auch wenn sie weit
weg wohnen von dem Zentrum der Spitzen
und Maximalversorgung müssen Sie die
gleiche Therapie bekommen das ist für
mich ein riesen anlegen die Operation
findet zwar am Zentrum statt aber die
weitere Versorgung oder auch die
immunchemo was auch immer Therapie der
Patienten muss regional erfolgen mm und
Robotik sie haben es gerade gesagt das
ist mir ein großes Anliegen wir sind
natürlich technisch affin wir entwickeln
unsere optechniken weiter immer minimal
invasiver immer schonender aber das muss
man an der Stelle einmal sagen der
oproter das war die
Frage das ist manchmal auch eine
etwas komische Vorstellung da kommt ja
kein Roboter in den OP rein marschiert
und operiert in Patienten sondern der
Chirurg operiert und der Roboter ist ein
telemanipulator im weiteren Sinne der
die Bewegung des Chirurgen
umsetzt da werden wir sicher in den
nächsten 10 Jahren Entwicklungen sehen
die so in die Richtung decision support
guidance gehen wo dann einem mit
Unterstützung von sag mal
weiterentwickelten technischen
Möglichkeiten das System vielleicht sagt
hör mal vielleicht guckst mal doch ein
Stück weiter nach links aber der Chirurg
wird aus meiner Sicht auf absehbare Zeit
noch am Ende immer die Entscheidung
treffen müssen wer was tut mhm sie haben
jetzt damit auch die Zukunft der Medizin
schon etwas angerissen oder drüber
gesprochen und sie haben ja auch in der
Vergangenheit mehrere Jahre im Ausland
verbracht an der georgetwn University in
Washington oder auch in Pittsburg z.B
was kann Deutschland vom Ausland lernen
kennen sie da ein konkretes Land und
vielleicht auch ein konkretes Beispiel
wir haben wir sehen eigentlich vor allem
in
USA noch stärkere auspräung der
robotischen das würden wir in
Deutschland auch gerne in diese Richtung
noch weiter entwickeln weil wir sehen
dass das schon in der Präzision der
Operation Vorteile hat es ist nicht das
magic bullet das alle unsere Probleme
löst und für den Chirurgen muss es
wichtig sein auch die ganze Klaviatur
spielen zu
können aber wir sehen da passiert viel
in dieser Richtung und das ist für uns
hier momentan noch ein bisschen
problematisch weil es die Krankenkassen
im ihrem Abrechnungssystem nicht
berücksichtigen das heißt wenn immer wir
robotisch operieren ist das für uns
tatsächlich finanziell eine enorme
Belastung das heißt wir müssen so ein
bisschen aufpassen wie man wie stark man
diesen Weg überhaupt gehen kann und da
würde ich denken können wir uns ein
Vorbild an anderen Systemen nehmen wo es
auch
entsprechend zumindest so ersetzt wird
dass man nicht bei jeder robotischen
Operation Geld ja und daran anschließend
wenn Sie den Unterschied einmal da
genannt haben was tun Sie konkret in
Ihrer Klinik mit ihrem Team um die
Thoraxchirurgie auch weiter zu
entwickeln also wir
waren beispielsweise von Beginn an sehr
sehr früh in der Initiation von
minimalinvasiven Techniken ja und in
studienbegleitung und in der Einführung
überhaupt dieser sogenannten uniportalen
Thoraxchirurgie von Anfang an beteiligt
wir haben jetzt hier gerade am UKB ein
großes ähm Projekt gestartet das wo es
aus der KI Initiative NRW eine große
Fördersumme gibt wo wir also jetzt hier
ein
Projekt fachübergreifend viel mit den
Radiologen zusammen aber auch außerhalb
des Universitätsklinikums
Frauenhofer Institut Informatik wo wir
also jetzt gerade ein großes Labor auch
aufstellen wo wir experimentelle
Entwicklung der Robotik untersuchen und
quasi so eine Art opsal der Zukunft uns
versuchen aufzubauen und das was ich
gerade angesprochen habe diese Idee wie
kann
intraoperativer decision support und
guidance vielleicht aussehen und das
möchten wir gerne selber mitentwickeln
wir wollen als universitäre Ärzte und
Forscher diesen Weg vorgeben und
begleiten und es nicht alleine der
Industrie überlassen denn wir sind
diejenigen die sich am Ende des Tages um
die Patienten kümmern und auch dafür
sorgen müen dass das Patientenwohl immer
ganz zentral in der Mitte unserer
Betrachtung
steht ja vielen Dank ich würde sie noch
einmal bitten abschließend direkt an
unsere Hörer und Hörerinnen gewandt
welchen persönlichen Tipp haben sie in
Bezug auf das heutige Thema den ersten
Teil
Lungenkrebs was würden Sie da unseren
Zuhörerinnen und Zuhörer einmal mitgeben
also das ist für mich glaube ich recht
einfach zu beantworten hören Sie auf zu
rauchen besten sorgen Sie dafür dass
Ihre Kinder und im Umfeld ihrer
Mitmenschen gar nicht erst angefangen
wird wenn Sie rauchen hören sie auf es
ist nie zu spät wir werden
wahrscheinlich bald lungenkrebsscreening
bekommen wenn das so ist nehmen Sie
daran teil dass A und O der Therapie ist
die Früherkennung sollten Sie Gott
bewahre jemals an einer solchen
Erkrankung
m mit einer solchen Erkrankung
diagnostiziert werden kommen sie in ein
Zentrum in ein von der Deutschen
Krebsgesellschaft zertifiziertes
lungenkrebszentrum um die optimale
Behandlung zu bekommen ja vielen Dank
für ihre wertvolle Botschaft und vielen
Dank dass Sie mein Gast waren heute sehr
gerne liebe Hörerinnen und Hörer wenn
Ihnen der Podcast gefallen hat dann
gerne teilen Sie den Podcast und gerne
schalten Sie beim nächsten Mal wieder
ein vielen Dank und bleiben Sie uns treu
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